Gibbons und Menschenaffen

Weisshandgibbon

Weisshandgibbon (Hylobates lar) im Tiergarten Schönbrunn Weisshandgibbon (Hylobates lar) im Tiergarten Schönbrunn
© Jutta Kirchner, Wien

Überordnung: EUARCHONTOGLIRES
Ordnung: Affen und Halbaffen (PRIMATES)
Unterordnung: Affen (Simiae / Haplorrhini)
Teilordnung: Eigentliche Affen (Simiiformes)
Überfamilie: Altwelt- oder  Schmalnasenaffen  (Catarrhini)
Familie: Gibbons (Hylobatidae)

D EN 650

Weißhandgibbon

Hylobates lar
Engl.: The White-handed Gibbon or Lar Gibbon

Franz.: Le gibbon à mains blanches

Weisshandgibbon (Hylobates lar) im Tiergarten Schönbrunn © Daniel Zupanc, Wien
Weißhandgibbon (Hylobates lar) im Tiergarten Schönbrunn © Daniel Zupanc, Wien
Gefährdung und Schutz: Der Weißhandgibbon wird als stark gefährdete Tierart eingestuft (Rote Liste: ENDANGERED), da sein Lebensraum, der tropische Regenwald, durch Rodungen immer mehr zerstört wird, und die Bestände dadurch abnehmen. Eine weitere Bedrohung stellt auch die Jagd auf das Fleisch dieser Gibbonart dar [2].

Der internationale Handel ist durch CITES-Anhang I eingeschränkt.

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Verbreitung des Weißhandgibbons (Hylobates lar)
Verbreitung: Indonesien (Sumatra), Laos, Malaysien, Myanmar, Wenige Tage alter Weisshandgibbon (Hylobates lar) im Tiergarten Schönbrunn © Daniel Zupanc, Wien
Wenige Tage alter Weißhandgibbon (Hylobates lar) im Tiergarten Schönbrunn © Daniel Zupanc, Wien
Thailand. In Südchina ist der Weißhandgibbon wahrscheinlich ausgestorben [2].

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird in rund 150 Zoos gehalten, von denen sich etwa ein Viertel im deutschsprachigen Raum befinden. Für Details siehe Zootierliste.

Wie Weißhandgibbons gehalten werden (Beispiel):
Regenwald im Kölner Zoo (ZOOLEX Gallery)

Besonderes: Beim Weißhandgibbon reicht das Spektrum der Fellfarbe von hellblond bis braunschwarz. Charakteristisch für die Art sind die stets weißbehaarten Hand- und Fußrücken.

Wie vielen Zoobesuchern von morgendlichen Rundgängen bekannt ist, singen Weißhandgibbons ausdauernd. Bei diesem Duett der Eltern, Männchen und Weibchen singen unterschiedlich, wird das Jungtier an der Mutter hängend mitgetragen. Die Rufe der Eltern dienen im Freiland der Verteidigung ihres Territoriums gegenüber fremden Artgenossen.

Da Gibbons sich im Zoo nicht als Gefangene, sondern als Besitzer ihres Geheges fühlen, zeigen sie das Verhalten der akustischen Territoriumsmarkierung auch hier. Das Biotop der Weißhandgibbons sind die südostasiatischen Regenwälder, wo sie sich akrobatisch hangelnd durch die Baumkronen bewegen, wobei sie bis zu 12 m weit durch die Baumkronen „fliegen“ und ihre Richtung blitzschnell ändern können. (PM Zoos Berlin, Wien, Wuppertal)

Literatur und Internetquellen:

  1. BERGER, G. & TYLINEK, E. (1984)
  2. BROCKELMAN, W. & GEISSMANN, T. (2008). Hylobates lar. The IUCN Red List of Threatened Species 2008: e.T10548A3199623. http://www.iucnredlist.org/details/10548/0. Downloaded on 15 May 2018.
  3. HOLTKÖTTER, M. (1989)
  4. LEMBECK, M. (2009)

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Silbergibbon (Hylobates moloch)

Gelesen 343 mal Letzte Änderung am Freitag, 15 Juni 2018 20:31
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx