Schweine, Pekaris und Flusspferde

Hausschwein

Schwalbenbauch-Mangalitzaschwein (Sus scrofa f. dom). im Tierpark Krüzen Schwalbenbauch-Mangalitzaschwein (Sus scrofa f. dom). im Tierpark Krüzen
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Überordnung: LAURASIATHERIA
Taxon ohne Rang: CETARTIODACTYLA
Ordnung: Paarzeher (ARTIODACTYLA)
Unterordnung: Nichtwiederkäuer (Nonruminantia) bzw. Schweineartige (Suina)
Familie: Schweine (Suidae)
Tribus: Schweine i.e.S (Suini)

D NB650

Hausschwein

Sus scrofa f. dom. • The Domestic Pig • Le porc domestique

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Angler Sattelschwein (Sus scrofa f. dom) im Wildpark Lüneburger Heide, Hanstedt © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

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Kunekuneschwein (Sus scrofa f. dom) im Wildpark Schwarzach © Martin Schiedt, Sinsheim, https://www.schiedt.or

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Schwalbenbauch-Mangalitza- oder Wollschwein (Sus scrofa f. dom) in der Suhle im Tiergehege Mundenhof, Freiburg i.Br. © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

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Bei primitiven Schweinerassen sind die Ferkel ähnlich gestreift wie die Frischlinge von Wildschweinen: Ferkel des Schwalbenbauch-Mangalitza- oder Wollschweins (Sus scrofa f. dom) im Tiergehege Mundenhof, Freiburg i.Br. © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

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Mädchen mit Ferkeln des Bunten Bentheimer Landschweins (Sus scrofa f. dom) im Kontaktgehege des Tierparks Nordhorn © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

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Zwergschwein (Sus scrofa f. dom) im Zooschul-Unterricht im Zoo Landau © Zooschule Landau (Pressefoto)

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Säugende Ferkel des Bunten Bentheimer Landschweins (Sus scrofa f. dom) im ErlebnisZoo Hannover © Zoo Hannover (Pressefoto)

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Vietnamesische Hängebauchschweine (Sus scrofa f. dom) im Tiergarten Wels © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

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Vietnamesische Hängebauchschweine (Sus scrofa f. dom) im Publikumskontakt im Wildpark Schwarze Berge, Rosengarten-Vahrendorf © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

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Mikroschwein (Sus scrofa f. dom) im Vogelpark Herborn © Vogelpark Herborn (Pressefoto)

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Schweinegehege im Parc animalier de Sauvabelin bei Lausanne © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

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Ferkel des Piétrainschweins (Sus scrofa f. dom) im Zoo Heidelberg © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

 

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Das Hausschwein ist der wichtigste Fleischlieferant unter den Säugetieren. Früher gab es zahllose lokale Rassen. Diese sind heute aus der Landwirtschaft weitgehend verschwunden und durch Hochleistungsschweine ersetzt worden, die in abgeschirmten Ställen gehalten werden. Den Zoos obliegt es daher, einerseits den Kontakt zwischen den Besuchern und Schweinen zu ermöglichen und andererseits, sich an Zuchtprogrammen für bedrohte Rassen zu beteiligen, wobei dem Publikum klargemacht werden muss, dass hier die Devise "Erhalten durch Aufessen" gilt.

Stammformen und Domestikation

Stammformen des Hausschweins sind verschiedene Wildschwein-Unterarten. Die Erstdomestikation erfolgte etwa 7800 Jahre v. Chr. im Gebiet des sogenannten fruchtbaren Halbmonds in Vorderasien. Weitere autochthone Domestikationszentren für Schweine befanden sich in Südostasien, China (ab dem Ende des 7. Jahrtausends v. Chr.) und Südschweden (2400 Jahre v. Chr.). Aus dem ursprünglichen Domestikationsgebiet heraus verbreiteten Siedler die Hausschweinehaltung nach Ägypten, Indien und auf die Balkanhalbinsel. Für Mitteleuropa sind Einwanderungswege über das Mittelmeer nach Südeuropa sowie entlang der großen europäischen Flüsse nachgewiesen (ab 5500 v. Chr.). Während polynesische Einwanderer schon frühzeitig Hausschweine auf ozeanische Inseln mitbrachten (ab 4500 v. Chr.), sind in Amerika, in großen Teilen Afrikas und in Australien erst mit Beginn der europäischen Kolonisation Schweine gehalten worden [4; 6; 8]. 

Körperbau und Körperfunktionen

Im Neolithikum, zu Beginn der Domestikation, waren die domestizierten Schweine etwas kleiner als die Wildform, der sie im Übrigen glichen. Mit zunehmender Rassebildung (nach FAO gibt es weltweit 730 Schweinerassen [15]) weitete sich das Spektrum hinsichtlich Körpergröße, Körperform und Färbung drastisch. Es gibt Zwergschweine, die nicht schwerer als 12 kg werden und Riesenschweine mit einer Schulterhöhe von über 120 cm, die bis auf 1'000 kg gemästet werden können. Es gibt Schweine mit Steh- und solche mit Schlappohren. Manche sind praktisch nackt, andere haben ein Wollkleid entwickelt. Bei manchen Rassen ist der Gesichtsschädel mopsartig verkürzt. Hochleistungsrassen wurden bis zu vier zusätzliche Rippenpaare angezüchtet, sie liefern also 32 Koteletts anstatt nur 24 wie das Wildschwein. Das Gesäuge der Sauen hat 12-16 Zitzen. Die Zahl der Ferkel pro Wurf variiert u.a. in Abhängigkeit von der Rasse. Währenddem das Cerdo Iberico es im Mittel auf 6.9 Ferkel bringt, liegt der Durchschnitt bei der Deutschen Landrasse bei 13.5 Ferkeln [3; 7; 8; 13].

Rassen und Bestände in Mitteleuropa

Nach FAO gibt es in Europa 333 registrierte Rassen, von denen 151 bereits ausgestorben sind [15]. Für 2019 wurden in Deutschland 25'926'200 Schweine in 21'200 Haltungen ausgewiesen, in Österreich waren es 2'773'225 in beinahe gleich vielen (21'092) Haltungen, und in der Schweiz wurden 1'362'646 Schweine in rund 6'200 Betrieben gehalten. Die wichtigsten Rassen in der Fleischproduktion sind im deutschsprachigen Raum das Edelschwein und die Landrasse (Veredeltes Landschwein), eine größere Rolle spielt auch das aus Belgien stammende Piétrain-Schwein. Eine Spezialität der ehemaligen DDR ist das "Leicoma"-Schwein, ein Hybride zwischen mehreren Rassen, dessen Name sich von Leipzig, Cottbus und Magdeburg herleitet, wo sich die hauptsächlichen Zuchtgebiete befanden. Die Bestände der übrigen gegen 20 in der Region gehaltenen Rassen liegen im Promillebereich [5; 10; 11; 12].

Wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung

Die wirtschaftliche Bedeutung des Hausschweins ist enorm. Nebst Fleisch und Fett liefert es Häute für die Verarbeitung zu Leder, Schwarten zur Produktion von Gelatine, Borsten zur Bürstenherstellung, Herzklappen für die Xenotransplantation und Gülle als Dünger für die Felder. Besonders trainierte Schweine werden zur Trüffelsuche eingesetzt. Zwergrassen wurden gezüchtet, um als Versuchstiere in der medizinisch-pharmazeutische Forschung zu dienen. Der Weltbestand an Schweinen nahm laut FAO von 1961 bis 2014 von 406 Millionen auf 1 Milliarde Individuen zu [1]. In Mitteleuropa ist das Schwein der mit Abstand bedeutendste Fleischlieferant. 2019 wurden in Deutschland 55 Millionen Schweine geschlachtet, die einen Fleischertrag von 5.22 Milliarden kg ergaben. Der Schweinefleischverzehr lag 2018 bei 35.7 kg pro Kopf der Bevölkerung. In Österreich waren es 5'063'302 Schlachtungen im Jahr 2019, rund 10% weniger als ein Jahrzehnt zuvor. In der Schweiz (2018) lag die Zahl der Schlachtungen bei 2'574'090, der Netto-Fleischertrag bei rund 171 Millionen kg und der pro Kopf-Konsum bei 21.6 kg [10; 11; 12].

Im Judentum und im Islam gilt das Schwein als unrein und sein Fleisch darf nicht gegessen werden. Im Gegensatz dazu war das Schwein bei den alten Germanen positiv besetzt, wurde den Göttern geopfert, und was diese nicht beanspruchten, landete auf dem Esstisch. Der Eber "Gullibursti" (der mit den goldenen Borsten) war Freyr, dem Gott des Ackerbaus, "Hildisvini"  dessen Gattin Freyja heilig, wie das "Hyndluljóð" der Lieder-Edda berichtet [9].

Haltung im Zoo

Zwergrassen und Ferkel großer Rassen eignen sich für Kontaktgehege. Zwerg- oder Hängebauchschweine werden oft mit Zwergziegen, Schafen etc. vergesellschaftet.

Haltung in europäischen Zoos: In europäischen Zoos, Tier- und Wildparks werden rund 60 Schweinerassen gehalten. Am häufigsten sind die Vietnamesischen Hängebauchschweine mit rund 250 Haltungen, gegen die Hälfte davon im deutschsprachigen Raum. Gefolgt werden sie von den Zwergschweinen oder Minipigs mit über 200 Haltungen, und den Wollschweinen wovon über die Hälfte bzw. zwei Drittel im deutschsprachigen Raum. Die neuseeländischen Kunekune-Schweine bringen es auf gegen 60 Haltungen, die sich hauptsächlich in Großbritannien befinden. In Deutschland relativ häufig anzutreffen sind alte Landrasse, wie das Bunte Bentheimer, das Angler bzw. Deutsche Sattelschwein, das Schwäbisch-Hällische Schwein und das rotbunte Husumer Protestschwein. Für Details siehe Zootierliste.

Mindestanforderungen an Gehege: Gesetzliche Mindestanforderungen sind auf die landwirtschaftliche Nutztierhaltung ausgerichtet und sind im Zoo nicht praktikabel, weil hier die Tiere extensiver gehalten werden.

Taxonomie und Nomenklatur

Wissenschaftlich beschrieben wurde 1758 durch Carl von LINNÉ zuerst das Wildschwein unter seinem heute noch gültigen Namen Sus scrofa. Johann Christian Polycarp ERXLEBEN, der Professor für Physik und Tierheilkunde an der Universität Göttingen war, fügte 1777 das Hausschwein als Sus domesticus in die zoologische Systematik ein. Da Haus- und Wildschwein im Prinzip eine Fortpflanzungsgemeinschaft bilden, gehören sie derselben Art an. Das Hausschwein wurde in der Folge als Unterart Sus scrofa domesticus bezeichnet, im Sinne der Nomenklatur von BOHLKEN heißt es heute Sus scrofa forma domestica [1; 6; 14].

Literatur und Internetquellen

  1. AGRECOL
  2. BOHLKEN , H. (1958)
  3. BONOW, J. (2016)
  4. FALKENBERG, H. & HAMMER, H. (2006)
  5. GESELLSCHAFT ZUR ERHALTUNG ALTER UND GEFÄHRDETER HAUSTIERRASSEN E. V. (GEH)
  6. GRZIMEK, B. (Hrsg. 1970)
  7. HAUSTIER. NET
  8. HERRE, W. & RÖHRS, M. (1990)
  9. HOFMANN, H. (1991)
  10. SCHWEIZERISCHES BUNDESAMT FÜR STATISTIK
  11. STATISTIK AUSTRIA
  12. STATISTISCHES BUNDESAMT (DEUTSCHLAND)
  13. WELT VOM 29.01.2012
  14. WILSON, D. E. et al. eds. (2009-)
  15. ZITIERT NACH ROTE LISTEN GEFÄHRDETER TIERE ÖSTERREICHS

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Einzelne Rassen

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Buntes Bentheimer Landschwein

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Buntes Bentheimer Landschwein (Sus scrofa f. dom) im Tierpark Nordhorn © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Ferkel des Bunten Bentheimer Landschweins (Sus scrofa f. dom) im ErlebnisZoo Hannover © Zoo Hannover (Pressefoto)

Das Bunte Bentheimer Landschwein entstand um 1900 in der Grafschaft Bentheim und um Cloppenburg aus der Kreuzung des lokalen Marschschweins mit frühreiferen englischen Schlägen, namentlich Berkshires und möglicherweise Cornwalls. Um 1950 wurden auch Angler Sattelschweine eingekreuzt. 1955 wurde die Rasse offiziell anerkannt, aber bereits ab 1960 begann ihr Niedergang, verursacht durch Verdrängungskreuzung unter Einsatz extremer Fleischrassen wie Piétrain und Belgische Landrasse. 1964 verschwand es dann auch aus allen Herdbüchern und galt für viele Jahre bereits als ausgestorben. Tatsächlich gab es noch einen kleinen Zuchtstamm, der 1987 22 Sauen und 2 Eber zählte und für den 1988 ein neues Herdebuch eingerichtet wurde. 2017 waren 129 Eber und 610 Sauen im Herdebuch eingetragen. Die Rasse gilt aber immer noch als stark gefährdet.

Das Bunte Bentheimer Landschwein ist ein mittelgroßes, langgestrecktes Landschwein mit Schlappohren. Es hat unregelmäßige schwarze Flecken auf weißem oder hellgrauem Untergrund. Eber erreichen eine Schulterhöhe von 75 cm und ein Gewicht von 250 kg, Sauen werden 70 cm hoch und 180 kg schwer. Die Rasse ist stressresistent, langlebig und robust, weidetauglich erzeugt frühreife Ferkel und hat ein hervorragendes Aufzuchtvermögen.

Literatur und Internetquellen:

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Edelschwein

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Edelschwein (Sus scrofa f. dom) badende Muttersau im Schweizerischen Freilichtmuseum Ballenberg, Brienzwiler BE © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Edelschwein (Sus scrofa f. dom), Ferkel im Schweizerischen Freilichtmuseum Ballenberg, Brienzwiler BE © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Das Edelschwein entstand im 19. bzw. zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus der Kreuzung einheimischer Landschläge, in Deutschland der schlappohrigen Marschlandschweine, mit Schweinen der Englischen Rassen Yorkshire und Middle Whites. 1904 wurden die Deutschen Edelschweine in Deutschland erstmals offiziell als Rasse anerkannt. Es wurde als schnell wachsende Rasse gezüchtet, die einen hohen Anteil begehrter Fleischstücke liefert. Von seinen englischen Vorfahren hat es sein wichtigstes Merkmal mitbekommen: die Stehohren. Es ist ein großrahmiges, mittellanges Schwein mit weißen Borsten und weißer Haut. Tiere dieser Rasse haben einen breiten Kopf. Die Sau erreicht ein Gewicht von 250-280 kg und eine Widerristhöhe von 80 cm. Der Eber kann bis zu 320-350 kg schwer werden und erreicht dabei eine Widerristhöhe von 85 cm. Die täglichen Gewichtszunahmen betragen 800-900 g, die durchschnittliche Wurfgröße liegt in Deutschland bei 11, in der Schweiz bei 13-14 Ferkeln pro Wurf.

Im Jahre 2018 bildeten in Deutschland 4'149 weibliche sowie 99 männliche Tiere den Bestand des Edelschweins. Aufgrund des Rückgangs der Zuchteberanzahl, wurde die Rasse als Beobachtungspopulation auf die Rote Liste der GEH gesetzt. In der Schweiz werden seit 2002 eine Mutter- und eine Vaterlinie separat gezüchtet. Das Edelschwein ist hier die Rasse mit dem größten Bestand.

Literatur und Internetquellen:

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Husumer Protestschwein

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Rotbuntes Husumer Protestschwein (Sus scrofa f. dom) im Wildpark Lüneburger Heide, Hanstedt © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Ferkel des Rotbunten Husumer Protestschweins (Sus scrofa f. dom) im ErlebnisZoo Hannover © Zoo Hannover (Pressefoto)

 

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Rotbuntes Husumer Protestschweins (Sus scrofa f. dom) im Tiergehege des Bratwurstmuseums Holzhausen © Klaus Rudloff, Berlin

Die Rotbunten Husumer Schweine haben sich wahrscheinlich als Aufspaltung des Angler Sattelschweins und aus Einkreuzungen norddeutscher Marschschweine mit englischen Tamworth-Schweinen entwickelt. Die Schweine in den dänischen Landesfarben wurden ab 1864 von der dänischen Bevölkerung Schleswig-Holsteins aus Protest gegen die Landesherrschaft Preußens und Österreichs gern gehalten, zumal ihr das Hissen des Dannebrog, der dänischen Flagge, verboten wurde. 1954 wurde ein Herdebuch eingerichtet, aber bereits ab Ende der 1960er-Jahre galt die Rasse als verschwunden, weil sie der Konkurrenz der fettarmen Fleischschweine weichen musste. 1984 wurde bekannt, dass ein paar Tiere überlebt hatten. Seit 1996 bemühen sich engagierte Züchter um die Erhaltung dieses extrem gefährdeten Schlags. 2017 waren 43 Eber und 80 Sauen im Herdebuch eingetragen. Offiziell wird das Rotbunte Husumer Schwein heute der Rasse Deutsches Sattelschwein als Abteilung zugeordnet.

Es handelt sich um großrahmige Schweine mit Schlapp- bis halb stehenden Ohren, bei der die Eber 90-95 cm hoch und 300-350 kg schwer, die Sauen 80-85 cm hoch und 250-300 kg schwer werden. Das charakteristische Kennzeichen ist seine rote Farbe mit weißem Sattel. Bei älteren Tieren dunkelt die rote Farbe häufig nach. Die Schweine sind bestens für die extensive Weidehaltung geeignet. Sie sind vital, robust, genügsam, winterhart, haben ein ruhiges und ausgeglichenes Wesen sowie gute Muttereigenschaften. Sie verfügen über einen hohen Fettgehalt im Muskelfleisch, was dem Fleisch einen besonderen Geschmack verleiht.

Literatur und Internetquellen:

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Mangalitza- oder Wollschwein

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Schwalbenbauch-Mangalitzaschwein (Sus scrofa f. dom.), Muttersau im Parc animalier de Sauvabelin bei Lausanne © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Halbwüchsiges Schwalbenbauch-Mangalitzaschwein (Sus scrofa f. dom.) im Parc animalier de Sauvabelin bei Lausanne © Peter Dollinger, Zoo Office Bern © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Blondes Mangalitza- oder Wollschwein (Sus scrofa f. dom) im Tierpark der Stadt Haag © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Rotes Mangalitza- oder Wollschwein (Sus scrofa f. dom) im Wildpark Lüneburger Heide, Hanstedt © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Das Mangalitza-Wollschwein entstand durch die Kreuzung ursprünglicher serbischer und ungarischer Fleischfettschweine, im Fall des Blonden Mangalitzaschweins auch mit englischen Yorkshire- und Lincoln-Schweinen. 1927 wurde die Rasse offiziell anerkannt. Mitte des Jahrhunderts war sie die mit Abstand häufigste Schweinerasse Ungarns. Danach wurde sie zunehmend durch Schweine mit geringerem Speckanteil verdrängt. Zu Beginn der siebziger Jahre waren alle Mangalitzas in Ungarn nahezu verschwunden, der einfarbige schwarze Schlag ausgestorben. Von den anderen noch vorhandenen Typen wurde eine gezielte Erhaltungszucht aufgebaut, die aber ab 1990 einbrach, weil staatliche Gelder gestrichen wurden. Seit 1980 gibt es auch in Österreich ein Zuchtbuch, seit 1986 wird der schwalbenbäuchige Schlag in der Schweiz gezüchtet und die Schweizerischen Vereinigung für die Wollschweinzucht (SVWS) führt ein Zuchtbuch. In Deutschland werden alle drei Schläge in geringer Zahl gehalten und gezüchtet: 2014 gab es vom blonden 15 Eber / 50 Sauen, vom roten 21 / 49 Sauen und vom Schwalbenbauch rund 21 / 68. Die Zahlen für Ungarn lauten ca. 4’000, 1000 bzw. 700 Zuchttiere.

Mangalitza-Wollschweine sind recht große, gedrungen gebaute Schweine mit Karpfenrücken und mittelgroßen, nach vorne hängenden Schlappohren. Die Eber erreichen eine Widerristhöhe von 85 cm und ein Gewicht von 150-180 kg, die Sauen werden 75 cm hoch und 140-160 kg schwer. Rassetypisch sind die festen, lockigen Borsten mit seidigem Glanz und feiner Unterwolle. Es gibt drei Farbschläge: rot, blond und der schwalbenbäuchige, bei dem Rücken und Keulen schwarz, Kinn, Hals und Bauch sowie die Beininnenseiten hell gefärbt sind und die Schwanzhaare weiß mit schwarzer Quaste. Die Ferkel sind längsgestreift wie Frischlinge.

Die Wollschweine kommen mit ungünstigen Witterungsverhältnissen gut zugange und sind daher für die Extensivhaltung besonders geeignet. Sie sind Spätentwickler mit geringer Fruchtbarkeit, ein Wurf besteht aus jeweils ca. 5 bis 9 Ferkeln pro Wurf. Der Eber ist nicht so aggressiv wie bei manch anderen Rassen und kann bei der Sau und den Ferkeln belassen werden. Bei starker Kälte nehmen die Elterntiere die Jungtiere schützend Bauch an Bauch liegend in die Mitte.

In Zoos ist der schwalbenbäuchige Schlag in über 90 Einrichtungen anzutreffen, der blonde in über 50 und der rote in etwa 15. Vom blonden Schlag stehen rund 40% in Zoos im deutschsprachigen Raum, von den beiden anderen jeweils etwa zwei Drittel.

Literatur und Internetquellen:

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Maskenschwein

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Chinesisches Maskenschwein (Sus scrofa f. dom) im Wildpark Lüneburger Heide, Hanstedt © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Chinesisches Maskenschwein (Sus scrofa f. dom) im Wildpark Lüneburger Heide, Hanstedt © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Das Chinesische Masken- oder Meishan-Schwein ist eine der ältesten, wenn nicht die älteste Rasse Chinas. Sie gilt heute als extrem gefährdet. Im 19. Jahrhunderts wurden die ersten Maskenschweine von Zoologischen Gärten nach Deutschland importiert und dort wegen ihrer Fruchtbarkeit als Futtertiere gezüchtet. Der heutige europäische Zoobestand geht jedoch auf eine Gruppe Schweine zurück, die 1991 für die Messe "Huhn und Schwein" importiert und anschließend dem Tierpark Warder übergeben wurde.

Die Meishan sind mittelgroße Schweine mit einer Höhe am Widerrist von 65-75 cm und einem Gewicht von130-190 kg. Sie haben einen großen Kopf mit vielen Hautfalten im Gesicht, einer kurzen Schnauze und sehr langen und breiten Hängeohren, ferner namentlich bei Sauen einen Senkrücken und einen Hängebauch. Auch die nur wenig behaarte, zur Hauptsache schwarze oder graue Haut des Körpers weist Falten auf. Das Meishan ist besonders fruchtbar. Seine Geschlechtsreife setzt schon sehr früh ein, bei den Jungsauen etwa mit 81 Tagen ein, bei den Jungebern ein Monat später. Pro Wurf bringt es meist 14-16 Ferkel zur Welt. Aus den USA ist ein Wurf mit 28 Ferkeln bekannt, der Rekord soll bei 40 lebend geborenen Ferkeln mit einem mittleren Gewicht von 700 g liegen.

Literatur und Internetquellen:

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Minipig oder Zwergschwein

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Minipig (Sus scrofa f. domestica) im Siky Parc, Crémines © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Minipig (Sus scrofa f. domestica) im Zoo Chleby (vermutlich mit viel Hängebauchschwein-Anteil) © Klaus Rudloff, Berlin

Als Zwergschweine, Minipigs oder Mikroschweine bezeichnet man kleinwüchsige Hausschweine, die in Nordamerika ab den 1940er- in Europa ab den 1960er-Jahren ursprünglich als Versuchstiere für die biomedizinische Forschung gezüchtet wurden, mittlerweile aber auch Eingang in die Hobbyhaltung gefunden haben. Immer mehr Menschen interessieren sich für Minischweine als Heimtiere und erwerben solche, ohne sich im Vorfeld ausreichend über die Bedürfnisse oder das Verhalten der Tiere zu informieren. Nicht selten landen diese dann aus Tierschutzgründen in einem Zoo.

Es gibt etliche Zuchtlinien oder "Rassen", für die allerdings keine Standards existieren. Es kann also sein, dass innerhalb eines Wurfs verschieden große Minischweine vorkommen. Je nachdem liegt das Endgewicht zwischen 12 und 90 kg. Auch die Dichte des Haarkleids und die Farbe sind variabel, es gibt weiße, braune und schwarze Minischweine, auch solche mit Flecken, was durch die Einkreuzung des Bunten Bentheimer Landschweins zustande gekommen ist.

Literatur und Internetquellen:

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Schwäbisch-Hällisches Landschwein

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Schwäbisch-Hällische Landschweine im Tierpark Berlin © Klaus Rudloff, Berlin

 

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Ferkel des Schwäbisch-Hällischen Landschweins in der Wilhelma Stuttgart © Wilhelma (Pressefoto)

 

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Halbwüchsige Schwäbisch-Hällische Landschweine (Sus scrofa f. dom.) im Tierpark Bad Mergentheim © Klaus Rudloff, Berlin

Die heute bekannten Sattelschweinerassen gehen auf Tiere zurück, die im 18. Jahrhundert aus China nach England eingeführt wurden, von wo sie ab 1816 auf das europäische Festland gelangten. 1820/21 schaffte auf Anordnung König Wilhelms I. von Württemberg die königliche Domäne in Stuttgart-Hohenheim eine Anzahl "Chinesenschweine" "zur Hebung der Schweinezucht" an. Ihre Nachkommen wurden auf weiter königliche Domänen verteilt, um sie so der Landeszucht zuzuführen. Am besten verbreiteten sie sich in der Region um Schwäbisch Hall, was ihnen letztlich den Namen gab. In der Blütezeit der Schwäbisch-Hällischen Zucht, in den 1950er Jahren, betrug ihr Marktanteil der in Nord-Württemberg über 90 % und im Landkreis Schwäbisch Hall gar 99,2 %. Ab den 60er-Jahren begann eine Periode des Niedergangs, in der die Landrasse zunehmend durch Hochleistungsschweine verdrängt wurde. 1969 wurde die Zuchtbuchführung ganz eingestellt und die Rasse galt bald einmal als ausgestorben. Tatsächlich hatten aber in kleineren Betrieben Restbestände überlebt. 1986 wurde eine Züchtervereinigung gegründet und ab 1987 stellte das Land Baden-Württemberg Prämien für die Erhaltung der alten Landrasse zur Verfügung. Mit Beginn einer florierenden Vermarktung wurde ab 1990 eine neue Blüte der Schwäbisch-Hällischen Schweinezucht eingeleitet, die Rasse gilt aber immer noch als stark gefährdet.

Das Schwäbisch-Hällische ist ein großes, hochbeiniges Schwein mit langem, schmalem Kopf, Schlappohren, weißem Rumpf, schwarzem Hals, Kopf und Hinterteil und grauen Säumen an den Übergängen von schwarz zu weiß. Eber erreichen eine Höhe am Widerrist von 90 cm und ein Gewicht von 275-300 kg, Sauen werden 80 cm hoch und 225-275 kg schwer. Die Sauen sind außergewöhnlich fruchtbar mit bis zu 12 Ferkeln pro Wurf.

Literatur und Internetquellen:

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Turopolje-Schwein

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Turopolje-Schwein im Zoo Zürich © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Ferkel des Turopolje-Schweins im Zoo Zürich © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Turopolje-Schwein (Sus scrofa f. dom.) im Tiergarten Schönbrunn © Daniel Zupanc / TG Schönbrunn (Pressefoto)

 

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Turopolje-Schwein (Sus scrofa f. dom.) im Haustierpark Lelkendorf © Klaus Rudloff, Berlin

Das Turopolje Schwein stammt ursprünglich aus Kroatien und ist nach der Region „Turopolje“ benannt, die sich zwischen Zagreb und Sisak am westlichen Save-Ufer befindet. Es stammt vom inzwischen ausgestorbenen Siska-Schwein und eingekreuzten schwarzen, englischen Schweinen ab und ist 1777 auf Geheiß Maria Theresias ins Turopolje eingeführt worden. In den folgenden 130 Jahren soll kein fremdes Blut in die Zucht eingebracht worden sein, und 1911 wurde das Turopolje-Schwein als selbständige Rasse anerkannt. 1958 konnten noch 58'000 Turopolje Schweine gezählt werden. Der 1991 ausgebrochene Kroatienkrieg hatte eine verheerende Auswirkungen auf die Population, weil der frühere Hauptabnehmer, ein Salamifabrikant in Petrinja, keine Tier mehr abnahm. 1993 gab es nur noch einen einzigen Schweinehirten, der einen Bestand von 20-30 Tiere unterhielt. Zwei NGOs wurden in der Folge gemeinsam mit dem Tiergarten Schönbrunn aktiv und konnten 1994 drei Eber und drei Sauen erwerben und nach Österreich einführen. Seit 1999 unterstützt die Verwaltung des Naturparks Lonjisko die lokale Zucht.Mittlerweile gibt es in Österreich über 60 Züchter, die sich um die Erhaltung der Rasse bemühen. Weitere Haltungen gibt es in deutschen Tiergärten und im Zoo Zürich.

Das Turopolje ist ein spätreifes,mittelgroßes, robustes Weideschwein mit ausgezeichneter Marschtüchtigkeit und sehr guter Grundfutterverwertung. Es ist ein guter Schwimmer. Es hat lange, halb hängende Ohren und weist fast am ganzen Körper größere oder kleinere schwarze Flecken oder Bereiche auf. Auch unter den weißen Borsten ist die Haut dunkel pigmentiert. Die Speckschicht ist bis zu 15 cm dick. Sauen sind mit 2 Jahren ausgewachsen. Sie können bereits mit ca. 1 Jahr gedeckt werden und bringen dann pro Jahr durchschnittlich 1,5 Würfe zu 6-8 Ferkel zur Welt. Ausgewachsen erreichen Eber ein Gewicht von ca. 250 kg, Sauen von 200 kg. Die Grundfarbe ist grau mit kleineren und größeren schwarzen Flecken, die, individuell sehr variabel, unregelmäßig über den ganzen Körper verteilt sind.

Literatur und Internetquellen:

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Vietnamesisches Hängebauchschwein

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Vietnamesische Hängebauchschweine (Sus scrofa f. dom) im Wildpark Klaushof, Bad Kissingen © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Vietnamesische Hängebauchschweine (Sus scrofa f. dom) im Wildpark Klaushof, Bad Kissingen © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Ferkel des Vietnamesischen Hängebauchschweins (Sus scrofa f. dom.) im Tiergarten Wels © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Hängebauchschweine werden seit Jahrhunderten in Vietnam zur Fleischerzeugung gehalten. Dabei handelt es sich nicht um eine, sondern um mehrere Rassen, von denen es zum Teil unterschiedliche Schläge gibt. Bis 1970 dominierten sie die Schweinepopulation des Landes. Seitdem wurden Hochleistungsrassen, wie Berkshire, Duroc, Piétrain und Yorkshire eingekreuzt mit dem Ergebnis, dass die ursprünglichen Rassen der Hängebauchschweine gefährdet bis vom Aussterben bedroht sind. Nach Europa gelangten Hängebauchschweine vermutlich erstmals durch einen Import von 1.2 Stück aus Nordvietnam, den der Tierpark Berlin 1958 tätigte. 1963 und 64 erfolgten zwei weitere Importe mit zusammen 65 Tieren unterschiedlichen Typs. Bis 2003 gab der Tierpark 898 Individuen an andere Halter ab. Heute sind die Hängebäuche die mit Abstand häufigste Schweinerasse in Zoos, sie werde auch sehr häufig in Privathand gehalten und waren an der Entstehung des Göttinger Minischweins beteiligt.

Wie der Name sagt, hat das Hängebauchschwein einen sehr umfangreichen, hängenden Bauch, der bei manchen Individuen auf dem Boden schleifen kann. Im Verhältnis zur Beinlänge ist der Körper groß. Eber erreichen eine Widerristhöhe von 50 cm und ein Gewicht bis 70 kg, Sauen werden etwa 40 cm hoch und bis 60 kg schwer. Es gibt verschiedene Kreuzungen, meist mit Göttinger Minischweinen, bei denen Hängebauchschweine in eine kleinere Form gezüchtet wurden. Das Endgewicht dieser Mini-Hängebauchschweine liegt bei ca. 35 kg. Der kurze, gedrungene Kopf trägt kleine, spitze Stehohren. Charakteristisch ist das stark faltige Gesicht mit der eingedellten Nasenpartie. Die Farbe von Fell und Haut kann variieren und reicht von grau bis schwarz-weiß gescheckt. Dabei ist der Kopf stets dunkel gefärbt. Die Tragzeit beträgt 114 Tage. Die Sauen können pro Jahr bis zu drei Würfe bringen. Die Wurfgröße reicht von einem bis zu 20 Ferkeln, am häufigsten sind 7-8. Jungsauen sind mit 81 Tagen geschlechtsreif.

Literatur und Internetquellen:

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Gelesen 1237 mal Letzte Änderung am Freitag, 24 Juli 2020 06:39
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