Schaben (Blattodea)

Riesenschaben

Totenkopfschabe (Blaberus craniifer) im ZooPark Erfurt Totenkopfschabe (Blaberus craniifer) im ZooPark Erfurt
© Klaus Rudloff, Berlin

Stamm: Gliedertiere (ARTHROPODA)
Unterstamm: Sechsfüßer (HEXAPODA)
Klasse: Insekten (INSECTA)
Unterklasse: Fluginsekten (PTERYGOTA)
Ordnung: Schaben (Blattodea)
Überfamilie Blaberoidea
Familie: Riesenschaben (Blaberidae)

Unterfamilie: Blaberinae

D NB 650

Totenkopfschabe

Blaberus craniifer The Death's Head CockroachLa blatte tête de mort

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Nymphen und Imago der Totenkopfschabe (Blaberus craniifer) im Tierpark Görlitz © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

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Totenkopfschabe (Blaberus craniifer), Tierpark Görlitz © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

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Nymphen der Totenkopfschabe (Blaberus craniifer), Tierpark Görlitz © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Verbreitung 

Mittelamerika-Karibik: Belize, Dominikanische Republik, Kuba, Mexiko, in Florida eingeführt [2]

Biologie

Die Totenkopfschabe erreicht eine Länge von 7 cm und mehr. Ihre Deckflügel (Tegmina) sind schwarz, gelegentlich in der Mitte mit brauner Zeichnung. Der Halsschild (Pronotum) weist eine auffällige Totenkopfzeichnung auf. Die Nymphen sind hellbraun mit vielen gelben Flecken auf Brust und Hinterleib. Sie sind als jung nur schwer von anderen Blaberus-Arten zu unterscheiden. Totenkopfschaben sind Allesfresser

Gefährdung und Schutz

Die Art ist in der Roten Liste der IUCN nicht aufgeführt.

Der internationale Handel ist artenschutzrechtlich nicht geregelt.

Bedeutung für den Menschen

Wegen ihrer attraktiven Zeichnung sind die einfach zu haltenden Totenkopfschaben als Hobby- und Schautiere beliebt. Sie, oder die schneller wachsenden Hybriden mit Blaberus fusca, werden aber auch als Futtertiere für Echsen, Taranteln etc. genutzt [3]. Angebote im Handel liegen bei O.20 € / Stück (Online-Inserate 2018)

Taxonomie und Nomenklatur

Die Art wurde 1838 von dem aus Stralsund stammenden und nach Argentinien ausgewanderten Entomologen Karl Hermann Konrad BURMEISTER beschrieben [2].

Literatur und Internetquellen

  1. BUG GUIDE
  2. CATALOGUE OF LIFE
  3. ENCYCLOPEDIA OF LIFE

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Unterfamilie: Oxyhaloinae

D NB 650

Madagaskar-Fauchschabe

Gromphadorhina portentosa The Madagascar Hissing CockroachLa blatte siffleuse de Madagascar

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Madagaskar-Fauchschabe (Gromphadorhina portentosa) im Zoo de Besançon© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

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Madagaskar-Fauchschabe (Gromphadorhina portentosa) im Zoo de Besançon© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

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Madagaskar-Fauchschabe (Gromphadorhina portentosa) im Zoo de Besançon © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

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Madagaskar-Fauchschabe (Gromphadorhina portentosa) im Kölner Zoo © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Verbreitung 

Ost-Madagaskar

Biologie

Die 5-6(-10) cm lang werdende Madagaskar-Fauchschabe hat ein dickes, mahagonibraunes bis schwarzes Exoskelett. Im Gegensatz zu vielen anderen Schaben ist sie flügellos [1].

Die Madagaskar-Fauchschaben leben auf Bäumen, Büschen und zwischen Laub am Boden der tropischen Regenwälder entlang der Ostküste Madagaskars. Sie ernähren sich von frischem und sich zersetzendem Pflanzenmaterial sowie von Aas. Mit fünf Monaten erreichen sie die Geschlechtsreife und werden gut drei Jahre alt. Die Geschlechter lassen sich gut unterscheiden: Die kleineren, bis 5 cm langen Männchen haben auf dem Halsschild zwei gut erkennbare Höcker. Fauchschaben haben eine für Insekten sehr ungewöhnliche Art der Fortpflanzung: Die Weibchen verbergen das Eipaket in ihrem Brutsack im Inneren des Körpers. Die 20–40 bereits 12 mm langen Larven verlassen das Eipaket nach 50–60 Tagen. Die Nymphen ähneln den Erwachsenen, abgesehen davon, dass sie noch keine Geschlechtsorgane haben. Nachdem sie sich sechsmal gehäutet haben, erreichen sie mit 6-7 Monaten das Erwachsenenstadium [1; 3].

Gefährdung und Schutz

Die Art ist in der Roten Liste der IUCN nicht aufgeführt.

Der internationale Handel ist artenschutzrechtlich nicht geregelt.

Bedeutung für den Menschen

Wegen ihrer Größe sind die einfach zu haltenden Fauchschaben als Hobby- und Schautiere beliebt. Sie werden aber auch als Futtertiere für Echsen, Taranteln etc. genutzt. Angebote im Handel liegen in Deutschland bei etwa 2 €, der Schweiz bei etwa 4 CHF / Stück [3; Online Inserate 2018].

Taxonomie und Nomenklatur

Die Art wurde 1853 von dem an der Berliner Universität als Professor tätigen Entomologen Hermann Rudolf SCHAUM als "Hormetica portentosa" beschrieben und kam später in die 1865 aufgestellte Gattung Gromphadorhina [2].

Literatur und Internetquellen

  1. ANIMAL DIVERSITY WEB
  2. CATALOGUE OF LIFE
  3. FUTTERINSEKTEN ONLINE

D NB 650

Grandidier-Fauchschabe

Gromphadorhina grandidieri The Tiger Hissing CockroachLa blatte géante de Grandidier

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Madagaskar-Fauchschabe (Gromphadorhina grandidieri) im Aquazoo Düsseldorf © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Approximative Verbreitung der Grandidier-Fauchschabe (Gromphadorhina grandidieri)

 

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Madagaskar-Fauchschabe (Gromphadorhina grandidieri) im Aquazoo Düsseldorf © Sandra Honigs, Aquazoo

 

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Madagaskar-Fauchschabe (Gromphadorhina grandidieri) im Aquazoo Düsseldorf © Sandra Honigs, Aquazoo

Verbreitung 

Südwest-Madagaskar

Biologie

Die flügellose, bis 85 mm lange Grandidier-Fauchschabe hat einen dunkelbraun und gelb gestreiften Hinterleib, wodurch sie sich von der Madagaskar-Fauchschabe unterscheidet. Beide Arten sind jedoch nahe verwandt und lassen sich kreuzen. die Grandidier-Fauchschabe besiedelt die trockenen Dornwälder im Südwesten Madagaskars. Sie lebt in Höhlen toter Bäume [1; 3].

Der Name "Fauchschabe" kommt daher, dass die Tiere fauchende und zischende Geräusche von sich geben können. Junge Fauchschaben häuten sich sechsmal, bis sie erwachsen sind. Kurz vor der Häutung lässt sich am Rücken die Häutungsnaht erkennen, an der der alte Chitinpanzer aufplatzt. Unter dem alten Panzer wird dann der neue, helle und weiche Panzer sichtbar. Er wird erst nach einem Tag fest und färbt sich dabei bräunlich (Text nach Zoo Zürich).

Gefährdung und Schutz

Die Art ist in der Roten Liste der IUCN nicht aufgeführt.

Der internationale Handel ist artenschutzrechtlich nicht geregelt.

Bedeutung für den Menschen

Wegen ihrer Größe sind die einfach zu haltenden Fauchschaben als Hobby- und Schautiere beliebt. Sie werden aber auch als Futtertiere für Echsen, Taranteln etc. genutzt. Angebote im Handel liegen in Deutschland bei etwa 1 € oder weniger / Stück (Online Inserate 2018).

Taxonomie und Nomenklatur

Die Art wurde 1904 unter ihrem heutigen Namen von dem englischen Entomologen William Forsell KIRBY beschrieben [2].

Literatur und Internetquellen

  1. BUGS IN CYBERSPACE
  2. CATALOGUE OF LIFE
  3. COCKROACH SPECIES FILE

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Gelesen 238 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 11 April 2018 21:38
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx