Hirsche, Hirschferkel und Moschustiere

Europäischer Damhirsch

Damhirsch mit Bastgeweih, Natur- und Tierpark Goldau Damhirsch mit Bastgeweih, Natur- und Tierpark Goldau
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Überordnung: LAURASIATHERiA
Taxon ohne Rang: CETARTIODACTYLA
Ordnung: Paarzeher (ARTIODACTYLA)
Unterordnung: Wiederkäuer (Ruminantia)
Familie: Hirsche (Cervidae)
Unterfamilie: Echte Hirsche (Cervinae)
Tribus: Echthirsche im engeren Sinn (Cervini)

Red list status Least concern

Europäischer Damhirsch

Dama dama • The European Fallow Deer • Le daim européen

    
Damwild im Natur- und Tierpark Goldau © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Damwild im Natur- und Tierpark Goldau © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Gefährdung und Schutz: In ihrem Ursprungsland Türkei ist die autochthone Population hoch bedroht. Da die Art aber in vielen Ländern Europas und anderer Weltegionen eingebürgert wurde, ist sie global nicht gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN).

Der internationale Handel fällt nicht unter CITES.

Verbreitung: Nach der Eiszeit kam der Damhirsch vermutlich in der Türkei, auf dem Balkan in Süditalien und auf Sizilien vor. Durch die Phönizier, Römer und Normannen wurde die Art in Europa weiter verbreitet, wobei die meisten gegenwärtigen Populationen auf 119-006-004-003 dama dama straubing PD
Europäische Damhirsche in Gemeinschaftsanlage mit Wisenten im Tiergarten Straubing © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
spätere Ansiedlungen zurückgehen. Außerhalb Europas wurde Damwild angesiedelt in Argentinien, Chile, Fidschi, Kanada, Neuseeland, Südafrika, Uruguay und den Vereinigten Staaten.

    
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Im deutschsprachigen Raum werden Europäische Damhirsche in über 370 Wildparks (hier Wildpark Mechernich) und vielen kleinen Wildgehegen gehalten. Die VdZ-Zoos verzichten deshalb zunehmend auf die Haltung dieser Art © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Situation in Mitteleuropa: Die meisten europäischen Damhirsche leben in Wildgattern und dies schon seit langer Zeit. So hat die Tierwelt Herberstein ihren Ursprung im Jahr 1675 als Damwildgatter. Durch das intensive Management über viele Generationen treten vermehrt Farbmutationen auf - Schwärzlinge, Weißlinge, Isabellen - die oft rein gezüchtet werden. In Deutschland werden jährlich etwa 50'000 Stück Damwild erlegt (2007/8: 52'550), die meisten in Niedersachsen und Schleswig-Holstein, in Österreich etwas über 500. In der Schweiz, wo es keine Jagdgatter gibt, kommt der Damhirsch nicht vor, von einzelnen eingewanderten oder entwichenen Tiere abgesehen. Die Jahresstrecken der letzten Jahre lagen hier zwischen 0 und 15 Tieren.

Haltung in europäischen Zoos: Der Europäische Damhirsch wird in über 650 Zoos, Tier- und Wildparks gehalten und ist damit die häufigste Cervidenart in europäischen Einrichtungen. Für Details siehe Zootierliste. Daneben gibt es noch zahlreiche landwirtschaftliche Haltungen.
    
Literatur und Internetquellen:

  1. EIDG. JAGDSTATISTIK
  2. GRIMMBERGER & RUDLOFF (2009)
  3. MASSETI, M. & MERTZANIDOU, D. (2008). Dama dama. The IUCN Red List of Threatened Species 2008: e.T42188A10656554. http://www.iucnredlist.org/details/42188/0 . Downloaded on 26 May 2018.
  4. MOSLER-BERGER, C. (1998)

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Gelesen 455 mal Letzte Änderung am Samstag, 16 Juni 2018 21:38
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx