Fasanenartige

China-Bambushuhn

Graubrauen-Bambushühner (Bambusicola thoracica) mit Küken  im Naturschutz-Tierpark Görlitz Graubrauen-Bambushühner (Bambusicola thoracica) mit Küken im Naturschutz-Tierpark Görlitz
Catrin Hammer, Görlitz

Ordnung: Hühnervögel (GALLIFORMES)
Unterordnung: Fasanenverwandte (PHASIANI)
Familie: Fasanenartige (Phasianidae)
Unterfamilie: Feldhühner (Perdicinae)

D LC 650

Graubrauen- oder China-Bambushuhn

Bambusicola thoracicus • The Chinese Bamboo-partridge • La bambusicole de Chine

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Graubrauen-Bambushuhn (Bambusicola thoracica), Küken, im Naturschutz-Tierpark Görlitz © Catrin Hammer, Görlitz
Gefährdung und Schutz: Das China-Bambushuhn hat eine sehr weite Verbreitung. Die Bestände nehmen zwar etwas ab, aber nicht so stark dass die Art al gefährdet angesehen werden müsste (Rote Liste: LEAST CONCERN).

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Approximative Verbreitung des China-Bambushuhns (Bambusicola thoracisus). Dunkelblau: autochthone Verbreitung, rot: in Japan eingeführte Populationen
Der internationale Handel ist unter CITES nicht geregelt.

Verbreitung: China, eingeführt in Japan und den USA (Washington State).

Körperbau und Körperfunktionen: Das China-Bambushuhn wird 31 cm lang und 200-342 g schwer. Hahn und Henne sind sehr ähnlich gefärbt. Hähne haben einen Sporn, bei den Hennen fehlt er in der Regel.

Lebensraum und Lebensweise: Lebensräume des China-Bambushuhns sind Bambuswälder, Buschland und Grasland bis auf eine Höhe von 1000 m, gebietsweise bis 2000 m [1].

Das Gelege besteht aus 4-5(-7) sehr dickschaligen Eiern, die von der Henne allein während 18-20 Tagen ausgebrütet werden. Der Hahn beteiligt sich am Führen der Küken [3].

Kulturelle Bedeutung: In Südchina werden Bambushähne wegen ihres für Europäerohren wenig attraktiven, kreischenden Gesangs in kleinen Bambuskäfigen gehalten [3].

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird in gegen 20 Zoos gehalten, von denen sich rund die Hälfte im deutschsprachigen Raum befinden. Für Details siehe Zootierliste.

Taxonomie und Nomenklatur: Traditionellerweise hieß die Art Bambusicola thoracica, ab 2002 wurde grammatikalisch richtig thoracicus verwendet, die alte Bezeichnung ist aber immer noch in Gebrauch. Neuerdings wurde das Taiwan-Bambushuhn als eigene Art, Bambusicola sonorivox abgetrennt [2].

Literatur:

  1. DEL HOYO, J., ELLIOTT, A.. & SARGATAL, J. (eds., 1994)  
  2. DEL HOYO, J., COLLAR, N., CHRISTIE, D.A., ELLIOTT, A. & FISHPOOL L.D.C. (2014)
  3. RAETHEL, H. S. (1988)

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Gelesen 179 mal Letzte Änderung am Sonntag, 24 Juni 2018 14:21
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx