Dorsche, Meeräschen, Ährenfische, Zahnkärpflinge

Regenbogenfische

Papua-Regenbogenfisch (Melanotaenia boesemani), Zoo Osnabrück Papua-Regenbogenfisch (Melanotaenia boesemani), Zoo Osnabrück
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Überklasse: Knochenfische (Osteichthyes)
Klasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
Unterklasse: Neuflosser (Neopterygii)
Teilklasse: Echte Knochenfische (Teleostei)
Ordnung: Ährenfischartigen (Atheriniformes)
Familie: Regenbogenfische (Melanotaeniidae)

Vorbemerkung

Melanotaenia ist die artenreichste Gattung der Regenbogenfische. Von den gegenwärtig (2018) 67 anerkannten Arten werden rund ein Drittel in Europäischen Zoos und Schauaquarien gehalten. 4-5 Arten sind häufig, die übrigen eher selten zu sehen.

Mindestanforderungen an die Haltung (für alle Arten)

In Deutschland gibt das Gutachten über die Haltung von Zierfischen für mindestens 5 Tiere eine Beckenkantenlänge von 100 cm vor. Dieser Wert wurde in die 2. Tierhaltungsverordnung Österreichs übernommen. In der Schweiz gibt Anhang 2, Tabelle 8 der Tierschutzverordnung an, wie viele Liter Wasser pro cm Gesamtkörperlänge (ohne Schwanzflosse) der gehaltenen Fische angeboten werden müssen.

D EN 650

EEP Harlekin-Regenbogenfisch

Melanotaenia boesemani • The Boeseman's Rainbowfish • Le poisson arc-en-ciel de Boeseman

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Papua-Regenbogenfisch (Melanotaenia boesemani) im Tiergarten Nürnberg © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

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Vorkommen des Harlekin-Regenbogenfischs (Melanotaenia boesemani)

 

 

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Körperbau und Körperfunktionen

Beim Harlekin-Regenbogenfisch besteht ein deutlicher Sexualdimorphismus. Die Männchen (Bild) sind bunter gefärbt und höher gebaut und werden 9-12, die Weibchen 7.5 cm lang. Die vordere Hälfte der männlichen Fische ist bläulich, ihre hintere Körperhälfte orange gefärbt [2].

Verbreitung

Australasien: Indonesien - West-Papua (Irian Jaya), in den Ayamaru-Seen und dem Aitinjo-See auf der Vogelkop-Halbinsel

Lebensraum und Lebensweise

Harlekin-Regenbogenfische besiedeln Seen mit hartem, vorzugsweise neutralem bis leicht alkalischem Wasser und dichter Unterwasservegetation. Während der Laichzeit wird täglich eine Portion Eier an Wasserpflanzen oder andere Objekte abgelegt. Die Jungfische schlüpfen nach 7-12 Tagen, je nach Wassertemperatur [2].

Gefährdung und Schutz

Der Harlekin-Regenbogenfisch kommt nur in zwei kleinen Seen vor, deren Wasserstände erheblich fluktuieren. Zudem wurden während Jahren bis zu einer Million Fische pro Jahr für den Aquarienfischhandel gefangen. Seit 1996, überprüft 2019, gilt die Art daher als stark gefährdet [1].

Der internationale Handel ist durch CITES nicht geregelt.

Bedeutung für den Menschen

Die Art ist leicht zu züchten und ist regelmäßig im Aquarienfischhandel [2; 3].

Haltung

Die Ersteinfuhr nach Deutschland erfolgte 1980 [2].

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird in rund 70 europäischen Einrichtungen gezeigt, von denen sich etwa 40% im deutschsprachigen Raum befinden. Für Details siehe Zootierliste. Seit 2022 gibt es ein "New Style"-EEP für Regenbogenfische, das vom Nausicaá-Aquarium in Boulogne-sur-Mer koordiniert wird.

Taxonomie und Nomenklatur

Die Art wurde erst 1980 wissenschaftlich beschrieben [3].

 

D NB 650

EEP Parkinson-Regenbogenfisch

Melanotaenia parkinsoni • The Parkinson's Rainbowfish • Le poisson arc-en-ciel de Parkinson

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Parkinson-Regenbogenfische (Melanotaenia parkinsoni) im Zoo Basel © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

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Approximative Verbreitung des Parkinson-Regenbogenfischs (Melanotaenia parkinsoni)

 

 

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Parkinson-Regenbogenfisch (Melanotaenia parkinsoni) im Zoo Basel © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

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Parkinson-Regenbogenfische (Melanotaenia parkinsoni) im Zoo Leipzig © Klaus Rudloff, Berlin

 

 

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Körperbau und Körperfunktionen

Es besteht ein Sexualdimorphismus. Die Männchen sind grösser, etwas hochrückiger und weisen in Rücken-, Schwanz- und Afterflosse eine intensive gelbe bis orange Färbung auf [2].

Verbreitung

Australasien: Papua-Neuguinea in Flüssen süd-östlich von Port Moresby [4].

Lebensraum und Lebensweise

Die Wassertemperatur im natürlichen Lebensraum liegt bei 27~30° Celsius und der pH bei 7.6~7.8 [6].

Gefährdung und Schutz

Der Parkinson-Regenbogenfisch wurde im Rahmen der Roten Liste der IUCN noch nicht beurteilt.

Der internationale Handel ist durch CITES nicht geregelt.

Bedeutung für den Menschen

Regenbogenfische sind anspruchslos, im Gesellschaftsbecken gut verträglich und daher bei Hobbyaquarianern beliebt. Die Art befindet sich im Aquarienfischhandel [4; 5].

Haltung

Eine Vergesellschaftung mit anderen Regenbogenfisch-Arten ist möglich [2].

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird in weniger als 20 europäischen Einrichtungen gezeigt, von denen sich ein paar im deutschsprachigen Raum befinden. Für Details siehe Zootierliste . Seit 2022 gibt es ein "New Style"-EEP für Regenbogenfische, das vom Nausicaá-Aquarium in Boulogne-sur-Mer koordiniert wird.

Taxonomie und Nomenklatur

Der Parkinson-Regenbogenfisch wurde erst 1978 in einem Zufluss des Kemp Welsh River entdeckt und 1980 wissenschaftlich beschrieben [4].

Literatur und Internetquellen

  1. ALLEN, G.R. & KADARUSMAN (2020). Melanotaenia boesemani. The IUCN Red List of Threatened Species 2020: e.T13058A147682045. https://dx.doi.org/10.2305/IUCN.UK.2020-3.RLTS.T13058A147682045.en . Downloaded on 20 December 2020.
  2. BAENSCH, H. A. & RIEHL, R. (1985)
  3. FISH BASE (M. boesemani)
  4. FISH BASE (M. parkinsoni)
  5. GRZIMEK, B. (Hrsg. 1970)
  6. RAINBOWFISH
  7. SERIOUSLY FISH

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© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx