Welsartige

Waben-Schilderwels

Wabenwels (Pterygoplichthys gibbiceps) im Tiergarten Nürnberg Wabenwels (Pterygoplichthys gibbiceps) im Tiergarten Nürnberg
Tiergarten Nürnberg

Überklasse: Knochenfische (Osteichthyes)
Klasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
Unterklasse: Neuflosser (Neopterygii)
Teilklasse: Echte Knochenfische (Teleostei)
Ordnung: Welsartige (Siluriformes)
Familie: Harnischwelse (Loricariidae)

D NB 650

Waben-Schilderwels

Pterygoplichthys gibbiceps • The Leopard Pleco • Le pléco léopard

Wabenwels (Pterygoplichthys gibbiceps) im Tiergarten Bernburg © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Wabenwels (Pterygoplichthys gibbiceps) im Tiergarten Bernburg © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

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Approximative Verbreitung des Wabenwelses (Pterygoplichthys gibbiceps)

 

 

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Waben-Schilderwels (Pterygoplichthys gibbiceps oder Bastard mit anderer art), etwa 20 cm langes Weibchen aus dem Einzugsgebiet des Santa Fe River, Florida. Abbildung aus NICO et al. (2012)

 

 

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Der Waben.Schilderwels weckt wegen seiner eigenartigen Gestalt das Interesse des Publikums und eignet sich somit gut als Botschafterart für den Schutz der südamerikanischen Flüsse und Regenwälder. Er wird deshalb in zahlreichen europäischen Zoos und Schauaquarien gezeigt.

Körperbau und Körperfunktionen

Der Waben-Schilderwels erreicht eine Länge von etwa 50 cm. Er hat eine hohe Rückenflosse, eine kleine Fettflosse, sehr große, waagrecht abstehende Brust- und Bauchflossen und eine große Schwanzflosse [1; 2; 4].

Verbreitung

Tropisches Südamerika: Amazonas- und Orinocobecken - Brasilien, Kolumbien, Peru, Venezuela [1, 4].

Lebensraum und Lebensweise

Der Waben-Schilderwels lebt in Schwärmen. Er ist nachtaktiv und versteckt sich tagsüber gern in Höhlen oder dichtem Pflanzenwuchs. Er ernährt sich hauptsächlich von Algen. Bevorzugte Wassertemperatur 23-27ºC. In Florida freigesetzte Waben-Schilderwelse überstehen den Winter offenbar dank artesischer Brunnen [3; 4].

Gefährdung und Schutz

Die Art wurde im Rahmen der Roten Liste der IUCN noch nicht beurteilt.

Der internationale Handel ist durch CITES nicht geregelt.

Bedeutung für den Menschen

Die Art wird nicht kommerziell gefischt, jedoch lokal konsumiert und befindet sich im internationalen Aquarienfischhandel, wo auch albinotische Tiere zu haben sind [1; 2]. Angebote für Jungfische gibt es ab 6 € (Online-Inserate 2018).

Haltung

Waben-Schilderwelse verhalten sich gegenüber anderen Fischen friedlich und beschädigen Pflanzen nicht. Sie eignen sich für die Haltung in großen Gesellschaftsaquarien. Empfohlen wird eine Beckenlänge von 140 cm, d.h ein Volumen von etwa 500 l [4].

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird in über 120 europäischen Einrichtungen gezeigt, von denen sich gut ein Drittel im deutschsprachigen Raum befinden. Für Details siehe Zootierliste.

Mindestanforderungen: In Deutschland gibt das Gutachten über die Haltung von Zierfischen für mindestens 5 Tiere eine Beckenkantenlänge von 150 cm vor. Dieser Wert wurde in die 2. Tierhaltungsverordnung Österreichs übernommen. In der Schweiz gibt Anhang 2, Tabelle 8 der Tierschutzverordnung an, wie viele Liter Wasser pro cm Gesamtkörperlänge (ohne Schwanzflosse) der gehaltenen Fische angeboten werden müssen.

Taxonomie und Nomenklatur

Die Art wurde 1854 vom österreichischen Ichthyologe Rudolf KNER als "Ancistrus gibbiceps" beschrieben und wurde später der vom amerikanischen Ichthyologen Theodore Nicholas GILL 1858 aufgestellten Gattung Pterygoplichthys zugeteilt. Als Synonyme kursiert die Gattungsbezeichnung Glyptoperichthys [1]. Der Waben-Schilderwels hybridisiert mit anderen Pterygoplichthys-Arten [3].

Literatur und Internetquellen

  1. FISH BASE
  2. GRZIMEK, B. (Hrsg. 1970)
  3. NICO, L., BUTT, P.L. & JOHNSTON, G.R., JELKS, H. & KAIL, M. & WALSH, S.J. (2012).
  4. RIEHL, R. & BAENSCH, H.A. (1985)

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Gelesen 1779 mal Letzte Änderung am Samstag, 18 Mai 2019 07:46
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx