Tauchenten, Meerenten und Säger

Reiherente

Reiherente (Aythya fuligula) Reiherente (Aythya fuligula)
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Ordnung: Gänsevögel (ANSERIFORMES)
Unterordnung: Gänseverwandte (Anseres)
Familie: Enten und Gänse (Anseridae)
Unterfamilie: Entenartige (Anatinae)
Tribus: Tauchenten (Aythyini)

D LC 650

Reiherente

Aythya fuligula • The Tufted Duck • Le fuligule morillon

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Reiherente (Aythya fuligula), Erpel im Prachtkleid im Natur- und Tierpark Goldau © NTPG
Gefährdung und Schutz: Mit einer sehr weiten Verbreitung und einem geschätzten Weltbestand von 2.6 bis 2.9 Millionen Individuen ist die Reiherente nicht gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN).

Der internationale Handel ist nicht durch CITES geregelt.

Die Art fällt unter Anhang 3 der Berner Konvention über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume, Anhang 2 der Bonner Konvention über wandernde Tierarten (CMS) sowie Anhang 2 des African-European Waterbird Agreements (AEWA).

Verbreitung: Weit verbreitet in Europa, Asien und Afrika.

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird in etwa 160 Zoos gezeigt, von denen sich fast die Hälfte im deutschsprachigen Raum befinden. Für Details siehe Zootierliste.

Besonderes: Die erste Brut der Reiherente in Deutschland wurde 1930 bei München festgestellt. Der Brutbestand liegt mittlerweile bei 11.000-16.000 Brutpaaren und nimmt weiterhin zu [3]. Ab Anfang Oktober ist die Reiherente ein häufiger Überwinterungsgast in Mitteleuropa. In der Schweiz stieg der Winterbestand enorm an, nachdem sich die Dreikantmuschel (Dreissena polymorpha) in den Alpenrand- und Mittellandseen ansiedelte. Wohl als Folge des Klimawandels nachm er in jüngster Zeit wieder etwas ab, und liegt heute bei etwa 150-200'000 Wintergästen. 1958 wurde die Reiherente erstmals als Brutvogel nachgewiesen. Heute gibt es gegen 200 Brutpaare, die auch Seen bis über 1800 m.ü.M. besiedeln [5].

Literatur und Internetquellen:

  1. DEL HOYO, J., ELLIOTT, A.. & SARGATAL, J. (eds., 1992)
  2. HAGEMEIJER, W. J. M. & BLAIR, M. J. (eds., 1997)
  3. HÖLZINGER, J. et al. (2004)
  4. KOLBE, H. (1972)
  5. MAUMARY, L. et al. (2007)
  6. SCHWEIZ VOGELWARTE SEMPACH

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Gelesen 513 mal Letzte Änderung am Sonntag, 24 Juni 2018 14:11
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