Flamingos

Kubaflamingo

Kubaflamingo (Phoenicopterus ruber) gefolgt von Ph. roseus und Ph. chilensis im Zoo Augsburg Kubaflamingo (Phoenicopterus ruber) gefolgt von Ph. roseus und Ph. chilensis im Zoo Augsburg
Peter Bretschneider, Zoo Augsburg

Ordnung: Flamingos (Phoenicopteriformes)
Familie: Flamingos (Phoenicopteridae)

D LC 650

Kubaflamingo

Phoenicopterus ruber • The Caribbean Flamingo • Le flamant rouge

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Kubaflamingo mit Küken (Phoenicopterus ruber) im Tiergarten Schönbrunn © Tiergarten Schönbrunn
Gefährdung und Schutz: Der Bestand der Art hat abgnommen. Die vier wichtigsten Brutkolonien zählen nur noch 80-90'000 Adultvögel. Trotzdem gilt der Kubaflamingo nicht als gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN).

Der internationale Handel 211-006-003-004 ph ruber HD susanneFischer
Brütende Kubaflamingos (Phoenicopterus ruber) im Zoo Heidelberg © Susanne Fischer, Heidelberg
ist nach CITES-Anhang II geregelt. Die Art fällt unter Anhang 2  der Bonner Konvention über wandernde Tierarten (CMS).

Verbreitung: Nord-, Mittel und Südamerika: Bahamas, Dominikanische Republik, Ekuador (Galapagos), Haiti, Kolumbien, Kuba, Mexiko (Yucatan), Niederländische Antillen, Turks- und Caicos-Inseln, Venezuela. Bei den Vögeln in Florida könnte es sich um solche handeln, die aus Haltungen entwichen sind. Auf Antigua und Barbuda ausgestorben, auf den Britischen Jungferninseln wiederangesiedelt.

Besonderes: Die vier wichtigsten Brutgebiete befinden sich in Yucatan, an der Nordküste Kubas, auf den Bahamas (Great Inagua), und auf Bonaire (Niederländische Antillen). Durch die Umwandlung natürlicher Salzpfannen in Salinen gingen zwei der drei besten Brutplätze an der Nordküste Yucatans verloren [1]. Auf Bonaire, wo sich in der Salzpfanne Pekelmeer seit mindestens 1681 der wichtigste Brutplatz in der südlichen Karibik befand, wurde in den 1960er Jahren ebenfalls eine Saline gebaut. Dabei wurde in der Mitte der 2000 ha umfassenden Verdunstungsteiche ein 55 ha grosses Flamingoschutzgebiet ausgeschieden, das in der Folge von den Vögeln auch angenommen wurde. So konnte der Schaden in Grenzen gehalten werden [4].

Haltung: Kubaflamingos gehören zu den Vögeln, die nach Ansicht von Tierschutzsachverständigen der Zoos besser durch eine geeignete Methode (Federstutzen, Extirpation einiger Federpapillen) flugunfähig gemacht und in einer großzügigen Freianlage gehalten werden sollen, anstatt theoretisch flugfähig, aber in einer durchschnittlich dimensionierten Voliere, in der sie effektiv nicht fliegen können oder sich den Hals brechen [2].

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird in rund 100 Zoos , von denen sich etwa ein Drittel im deutschsprachigen Raum befinden. Für Details siehe Zootierliste.

Literatur:

  1. DEL HOYO, J., ELLIOTT, A.. & SARGATAL, J. (eds., 1992)
  2. DOLLINGER, P., PAGEL, T., BAUMGARTNER, K., ENCKE, D. ENGEL, H. & FILZ, A. (2014)
  3. GRZIMEK, B. (Hrsg. 1970)
  4. ROOTH, J. (1975)

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© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx