Habichtartige

Steppenadler

Steppenadler (Aquila nipalensis) im Zoo Erfurt Steppenadler (Aquila nipalensis) im Zoo Erfurt
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Ordnung: Greifvögel (ACCIPITRIFORMES)
Unterordnung: Habichtartige und Fischadler (ACCIPITRES)
Familie: Habichtartige (Accipitridae)
Unterfamilie: Adler (Aquilinae)

D EN 650

Steppenadler

Aquila nipalensis • The Steppe Eagle • L'aigle des steppes

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Junger Steppenadler (Aquila nipalensis) im Tierpark Chemnitz © Riesch, Tierpark Chemnitz
Gefährdung und Schutz: Die Art hat eine weite Verbreitung und einen großen Bestand. Sie galt nicht als gefährdet. Erst in jüngster Zeot wurde festgestellt, dass nicht nur die europäischen Bestände rasch abnehmen, sondern dass auch die Populationen außerhalb Europas viel stärker gefährdet sind, als zuvor angenommen. Die Art wurde deshalb 2015 als stark gefährdet eingestuft (Rote Liste: ENDANGERED).

Der internationale Handel ist nach CITES Anhang II geregelt.

Verbreitung: Brutgebiete vom Schwarzmeerraum bis Zentralasien: Armenien, Bulgarien (?), China, Kasachstan, Kirgistan, Mongolei, Russland, Türkei, Turkmenistan, Ukraine, Usbekistan. Als Brutvogel in Moldawien und Rumänien ausgestorben. Überwintert im südlichen und östlichen Afrika sowie im Nahen und Mittleren Osten

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Junger Steppenadler (Aquila nipalensis) im Zoo Neunkirchen © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Lebensraum und Lebensweise: Der Steppenadler jagt hauptsächlich Ziesel (Spermophilus sp.), die je nach Gegend und Jahreszeit bis 98.5 % seiner Nahrung ausmachen können. Ferner fängt er andere Nager, wie Gerbils und junge Steppenmurmeltiere (Marmota bobak), sowie Pfeifhasen (Ochotona sp.). In Afrika überwinternde Vögel fressen auch schwärmende Erntetermiten (Hodotermes mossambicus) und junge Blutschnabelweber (Quelea quelea) (DEL HOYO et al., eds., 1994).

Haltung in europäischen Zoos: Steppenadler werden häufig im Rahmen von Greifvogel-Flugschauen gezeigt. Ihr Zoobestand ist deshalb ziemlich groß. Sie werden in  180 Zoos und Falkenhöfen gehalten, von denen sich etwa ein Drittel im deutschsprachigen Raum befinden. Für Details siehe Zootierliste.

Literatur:

  1. DEL HOYO, J., ELLIOTT, A.. & SARGATAL, J. (eds., 1994)

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Gelesen 697 mal Letzte Änderung am Sonntag, 24 Juni 2018 14:29
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx