Leguane

Falsches Chamäleon

Falsches Chamäleon (Anolis barbatus) im Zoo Dresden Falsches Chamäleon (Anolis barbatus) im Zoo Dresden
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Ordnung: Schuppenkriechtiere (SQUAMATA)
Unterordnung: Echsen (SAURIA)
Zwischenordnung: Leguanartige (Iguania)
(Über-)Familie: Leguane (Iguanidae)
(Unter-)Familie: Anolis-Verwandet (Polychrotidae)

D NB 650

Falsches Chamäleon

Anolis barbatus • The Western Bearded Anole • L' anolis barbu

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Falsches Chamäleon (Anolis barbatus) im ZooPark Erfurt © Klaus Rudloff, Berlin

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Verbreitung des Falschen Chamäleons (Anolis barbatus)

 

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Falsches Chamäleon (Anolis barbatus) im Zoo Breslau © Klaus Rudloff, Berlin

 

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Falsches Chamäleon (Anolis barbatus) im Zoo Breslau © Klaus Rudloff, Berlin

 

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Anolis barbatus ist eine kubanische Baumechse von sehr auffälliger Gestalt, die im Volksmund "Chamäleon" genannt wird. In europäischen Zoos ist sie nur ganz selten anzutreffen.

Körperbau und Körperfunktionen

Falsche Chamäleons können eine Kopf-Rumpflänge von 16.5 cm und eine Schwanzlänge von 16 cm erreichen. Der Kopf ist sehr groß mit langer Schnauzenpartie, einem langen knöchernen Helm auf dem Hinterkopf und bartelartigen Schuppen am Kinn, der Körper seitlich zusammengedrückt. Männchen und Weibchen besitzen einen großen, weißen oder hellgrauen Kehlsack. Die Grundfarbe ist grau mit schwarzen, braunen oder roten Flecken [1].

Verbreitung

Kuba: Sierra del Rosario [3].

Lebensraum und Lebensweise

Anolis barbatus ist ein sich langsam fortbewegender, solitär lebender Baumbewohner. Die Tiere ernähren sich hauptsächlich von Häuschenschnecken, mit denen sie auch einen Teil ihres Flüssigkeitsbedarfs decken, nehmen aber auch andere Wirbellose und Früchte [2].

Gefährdung und Schutz

Die Art ist in der Roten Liste der IUCN nicht aufgeführt.

Der internationale Handel wird ab dem 26.11.2019 duch CITES-Anhang III Kuba geregelt.

Bedeutung für den Menschen

Die Art ist terraristisch von Interesse und wird im Tierhandel z.B. für 175 € / Paar angeboten (Online-Inserat 2017).

Haltung

Falsche Chamäleons sollen einzeln oder höchstens paarweise in einem bepflanzten, mit Spot-Lampen und UV-Strahlern ausgestatteten und mit reichlich Kletterästen und einem Wassertropfer eingerichteten Regenwald-Hochterrarium gehalten werden. Als stets etwas feucht zu haltendes Bodensubstrat eignet sich ein Erde-Torf-Gemisch. Die Lufttemperatur soll tagsüber bei ca. 26°C, punktuell bei 33°C (Spot) liegen und  nachts auf ca. 18-20°C abgesenkt werden. Die relative Luftfeuchte soll während des Tages ca. 80% betragen [4].

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird in nur ganz wenigen Institutionen gezeigt. Für Details siehe Zootierliste.

Mindestanforderungen an Gehege: Nach Reptiliengutachten 1997 des BMELF soll ein Terrarium für ein Paar mindestens 6x so lang und 6x so breit sein wie die Kopf-Rumpflänge der Tiere. Die Höhe soll das 8-fache der Kopf-Rumpflänge betragen. Für jedes weitere Tier kommen 15% zur Basisfläche dazu. In der Schweizerischen Tierschutzverordnung (Stand 01.01.2017) und der 2. Tierhaltungsverordnung Österreichs (Stand 2017) ist die Art nicht erwähnt.

Taxonomie und Nomenklatur

Bemerkenswerterweise wurde die Art trotz ihrer auffälligen Gestalt erst 1982 von dem kubanischen Herpetologen Orlando H. GARRIDO beschrieben. Bis 1993 wurde diese Art in einer eigenen Gattung, Chamaeleolis, geführt, danach wurde sie zu Anolis gestellt. In der jüngeren Literatur sind aber beide Gattungsnamen und dazu noch ein dritter, Xiphosurus, anzutreffen [3].

Literatur und Internetquellen

  1. GRZIMEK, B. (Hrsg. 1970)
  2. WWW.REPTILIEN-WG (2017 inaktiv)
  3. THE REPTILE DATA BASE
  4. WWW.MILII.DE

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Gelesen 14014 mal Letzte Änderung am Freitag, 06 September 2019 12:54
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx