Donnerstag, 14 Juni 2018 07:20

Falklandinseln

 

ATL falkland landschaft
Typische Landschaft auf Falkland © Thomas Kauffels, Opel-Zoo Kronberg

 

 

ATL falkland tussock
Charakteristische Vegetation dominiert von Tussock-Gras (Poa flabellata) © Thomas Kauffels, Opel-Zoo Kronberg

 

 

ATL falkland brutkolonieTK
Brutkolonie von Felsenpinguinen (Eudyptes chrysocome) und Schwarzbrauen-Albatrossen (Thalassarche melanophris), Steeple Jason, West-Falkland © Thomas Kauffels, Opel-Zoo Kronberg

 

 

ATL falkland eudyptesTK
Felsen- und Goldschopfpinguine (Eudyptes chrysocome und chrysolophus) auf Kidney Island © Thomas Kauffels, Opel-Zoo Kronberg

 

 

ATL falkland magellangaenseTK
Küste von Carcass Island, Falklaninseln, mit Magellangans-Paar (Chloephaga picta) © Thomas Kauffels, Opel-Zoo Kronberg

 

 

ATL falkland farn TK
21 Arten von Farnen und Bärlappgewächsen gedeihen auf den Falklandinseln © Thomas Kauffels, Opel-Zoo Kronberg

 

 

ATL falkland flechten TK
Auf den Falklandinseln sind 173 Flechtenarten nachgewiesen © Thomas Kauffels, Opel-Zoo Kronberg

 

 

ATL falkland phalacrocoraxTK
Brütende Blauaugenscharbe (Phalacrocorax a. atriceps), Falkland © Thomas Kauffels, Opel-Zoo Kronberg

 

 

ATL falkland polyborusTK
Falkland-Karakara (Polyborus australis) auf West Point Island © Thomas Kauffels, Opel-Zoo Kronberg

 

 

ATL falkland falklanddrosselTK
Falklanddrossel (Turdus falklandii) auf Kidney Island © Thomas Kauffels, Opel-Zoo Kronberg

 

 

ATL falkland cinclodes TK
Rußbrauner Uferwipper (Cinclodes antarcticus) aus der Familie der Töpfervögel auf Carcass Island © Thomas Kauffels, Opel-Zoo Kronberg

Allgemeines

Die rund 400 km östlich des südamerikanischen Kontinents gelegenen, 1592 von englischen Seefahrern entdeckten Falklandinseln bestehen aus den beiden durch den Falklandsund getrennten Hauptinseln und rund 200 weiteren, viel kleineren Inseln und Inselchen mit einer Gesamtfläche von 12'173 km². Der Norden der  beiden Hauptinseln West- und Ostfalkland ist hügelig, die höchste Erhebung ist der Mount Usborne mit einer Höhe von 708 m. Ansonsten ist die Landschaft durch zahlreiche postglaziale Fjorde, Rundhöcker und Seen charakterisiert.

Das Klima ist maritim ausgeglichen. Die mittlere Jahrestemperatur liegt bei 5.5°C mit Höchstwerten von bis zu 20 °C während des Südsommers. Der Jahresniederschlag beträgt 350-650 mm.

Die ersten europäischen Siedlungen auf den zuvor unbewohnten Inseln entstanden 1764 unter französischer bzw. 1766 unter britischer Flagge. Die französische Siedlung Port Louis wurde bereits nach zwei Jahren an Spanien abgetreten, das die Kolonie 1811 aufgab, aber formell nicht auf seine Herrschaftsansprüche auf die „Islas Malvinas“ verzichtete, was der Grund für den 1982 ausgebrochenen Falklandkrieg zwischen Argentinien und Großbritannien und die heute noch bestehenden Ansprüchen Argentiniens auf das britische Überseegebiet sind. Heute leben rund 3000 Menschen, meist britischer Abstammung permanent auf den Inseln, die hauptsächlich Schafzucht und Fischerei betreiben. Hinzu kommen gegen 2000 temporär stationierte Militärpersonen. Seit 1985 werden die Inseln von Kreuzfahrtschiffen angefahren, die in der ersten Saison 1'587 Tagesbesucher an Land setzten (OLDFIELD et al., 1999). Obwohl der Tourismus rasant zunahme, sind seine Auswirkungen auf die Natur gering, denn die meisten der rund 60’000 Touristen, welche die Inseln jährlich besuchen, sind nach wie vor Tagesausflügler, die allenfalls eine gewisse Besucherlenkung erforderlich machen.

Vegetation und Charakterpflanzen

Die Vegetation der Falkland-Inseln besteht aus tundraähnlichen Zwergstrauchheiden und Grasland, wobei unter natürlichen Bedingungen das Tussockgras (Poa flabellata) dominiert, das gute Nistmöglichkeiten für Pinguine und andere Meeresvögel bietet. Dieses leidet jedoch unter der Beweidung durch Schweine, Ziegen und Rinder, die im 18./19. Jahrhundert auf beiden Hauptinseln eingeführt wurden, sowie unter der seit  den 1860er-Jahren in großem Stil betriebenen Schafzucht (OLDFIELD et al., 1999). Heute beansprucht die Landwirtschaft 93.7 % (1'140'500 ha) der gesamten Landfläche des Archipels. Auf 84 Farmen werden rund eine halbe Million Schafe und 5'000 Stück Rindvieh gehalten (Falkland Isl. Govt.). Ursprüngliche Vegetation kommt daher nur noch an steilen Hängen oder auf unbeweideten Inseln vor (DORST, 1968). Die Moorvegetation wird dadurch gefährdet, dass in großem Umfang Torf gestochen wird. Bäume fehlten ursprünglich und wurden nur in geringem Umfang angepflanzt.

Insgesamt besteht die Flora aus 169 Arten Gefäßpflanzen, darunter 15 endemische, mindestens168 Arten Laubmoosen, wovon 43 endemische und  127 Arten Lebermose einschließlich drei endemiten (ENGEL, 1972, zit. in OLDFIELD, 1999).

Tierwelt

Die Falklandinseln werden von der Mexikanischen Bulldoggfledermaus (Tadarida brasiliensis) aufgesucht. Das einzige Landsäugetier ist, bzw. war der Falklandfuchs (Dusicyon australis). Dieser wurde 1792 wissenschaftlich beschrieben und 1876 ausgerottet. Über seine Herkunft und taxonomische Stellung kursierten die wildesten Spekulationen (siehe z.B. BUELER, 1974), nach neuen Untersuchungen ist am wahrscheinlichsten, dass er vor etwa 16'000 Jahren über heute unter dem Meeresspiegel liegende Landbrücken auf die Inseln gelangte (AUSTIN et al., 2013). Von den verschiedenen im Gebiet vorkommenden Robbenarten pflanzen sich Mähnenrobbe, Südamerikanischer Seebär und Südlicher Seeelefant auf den Falklandinseln fort. Der Feldhase wurde für jagdliche Zwecke ausgesetzt

Die Falklandinseln weisen 22 ornithologisch bedeutsame Gebiete auf und es kommen nach BIRDLIFE 123 Vogelarten vor (andere Quellen geben höhere Zahlen an). Zwei davon sind endemische Brutvögel, die Falkland-Dampfschiffente, und der Falklandzaunkönig (Troglodytes cobbi). 13 weitere Vogelarten haben endemische Unterarten ausgebildet (OLDFIELD, 1999). Unter den rund 50 Seevogelarten befinden sich sechs Pinguine: Königspinguin (weniger als 1000 Paare), Eselspinguin (ca. 120'000 Paare), ZügelpinguinSüdlicher Felsenpinguin (ca. 320'000 Paare), Goldschopfpinguin (Eudyptes chrysolophus, nur wenige) und Magellanpinguin (140'000 Paare), ferner z.B. Graumöwe und Küstenseeschwalbe. Unter den Gänsevögeln befinden sich Schwarzhalsschwan, MagellangansRotkopfgansGraukopfgans, Zimtente, Südamerikanischer Krickente, Stockente, Spitzschwanzente, Südamerikanische Löffelente, Chilepfeifente, Schopfente und Langflügel-Dampfschiffente, gelegentlich kommt auch der Koskorobaschwan vor. Unter den sechs Greifvogelarten ist der Falklandkarakara der prominenteste. Der beinahe weltweit verbreitete Wanderfalke  fehlt auch auf Falkland nicht. Als einziger Papagei kommt der Smaragdsittich (Enicognathus ferrugineus) in einem begrenzten Gebiet auf Ostfalkland vor.

Reptilien und Amphibien fehlen vollständig. Aus den Süßgewässern Falklands sind drei heimische Fischarten bekannt. Eine davon wurde seit längerer Zeit nicht mehr nachgewiesen, die Falklandforelle (Aplochiton zebra) - trotz des Namens keine Forellenverwandte, sondern eine Art aus der auf der Südhalbkugel verbreiteten Familie der Galaxien (Galaxiidae) - wird stark durch die eingeführte Bachforelle bedrängt und kommt nur noch in wenigen Seen vor. Die Wirbellosen-Fauna ist relativ schlecht erforscht. Es wird geschätzt, dass etwa 70% der Insekten endemisch sind (OLDFIELD, 1999).

lineblack1px

Literatur und Internetquellen

Zurück zu Übersicht Meere, Inseln, Antarktis

Weiter zu Nordsee

Freigegeben in Meere, Inseln, Antarktis
Donnerstag, 14 Juni 2018 06:28

Kapverdische Inseln

ATL kapverden map
Kapverdische Inseln und westafrikanische Küste. (1) Sal; (2) Boa Vista, (3) Maio; (4) São Tiago; (5) Fogo; (6) Brava; (7) Santo Antaño; (8) São Vicente; (9) Santa Luzia; ((10) São Nicolau

 

ATL-sal
Lagune auf Sal, Kapverdische Inseln © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

ATL kapverden monte grande
Mit 403 m ist der Monte Grande die höchste erhebung der Insel Sal © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

ATL-caboverde palmen
Palmen entlang eines ausgetrockneten Baches auf Sal © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

ATL-sal-vegetation
Gelber Strandspargel (Cistanche phelypaea) auf Sal © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

ATL Sal vesuvium portulacastrum PD1
Meerportulak (Sesuvium portulacastrum) am Strans von Sal © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

ATL-sal_thunfischfang.jpg
Thunfischfang auf Sal © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Allgemeines

Der Kapverden-Archipel liegt 450 km westlich von Senegals Küste. Die neun bewohnten und sechs unbewohnten Inseln vulkanischen Ursprungs bedecken eine Fläche von 4'033 km². Sie sind dem Passat ausgesetzt, der fast ganzjährig mit Windstärken 4-6 bläst. Das Klima ist subtropisch mit milden Temperaturen, geringen Tag-Nachschwankungen und nur sporadischen Niederschlägen. Der Jahresniederschlag liegt bei 90-150 mm auf den Ostinseln sowie den Küstenzonen und Flachgebieten der Westinseln. Ansonsten beträgt er 200- 400 mm, in Staulagen lokal bis zu 1.600 mm. Der Vulkan Fogo ist noch aktiv. Seine letzten Ausbrüche datieren von 1951 und 1995.

Intensivere Landnutzung durch den Menschen, invasive Arten und eine Abnahme der Niederschläge als Folge des Klimawandels fördern die Wüstenbildung und gefährden die ohnenhin relativ bescheidene Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren.

Vegetation und Charakterpflanzen

Die Vegetation setzt sich aus rund 90 endemischen, 160 weiteren einheimischen und 600 eingeschleppten Pflanzenarten zusammen, die je nach Topographie und Niederschlagsmenge unterschiedliche Pflanzengesellschaften bilden. Chrakteristisch sind u.a. Tamarisken, Palmen, Feigen (Ficus sycomorus) entlang den Bächen, Savannen mit Akazien (Acacia albida) und die Kapverden-Wolfsmilch (Euphorbia tuckeyana). Der fast ausschließlich auf kargen Sandböden wachsende, prächtig blühende Gelbe Strandspargel (Cistanche phelypaea), dessen  mit langen Leitungswurzeln versehene, kompakte Wurzelknolle essbar ist, war namengebend für den Hauptort Espargos der Insel Sal. Der Meerportulak (Sesuvium portulacastrum), dessen Vitamin-C-reichen, sukkulenten Blätter essbar sind und zu Salaten und anderen Speisen verarbeitet werden, ist ein typischer Bodendecker, der die Sandstrände vor Erosione schützt.

Tierwelt

Auf den Kapverden leben rund 490 Käfer- (31% endemische), 280 Schmetterlings- und 80 Spinnenarten, die Afrikanische Harlekinkrabbe. sowie über 40 Land-Mollusken. Die Inseln enthalten nicht weniger als 16 bedeutende Vogelgebiete. Bei den etwa 87 Vogelarten gibt es, nebst weitverbreiteten Arten wie dem Basstölpel, dem Schmutzgeier oder dem Turmfalken, auch 7 Endemiten, darunter Kapverden-Sturmtaucher (Calonectris edwardsii), Kapverden-Rohrsänger (Acrocephalus brevipennis) und die vom Aussterben bedrohte Razo-Lerche (Alauda razae). Als Brutvogel ausgestorben ist der Rotmilan. Ursprünglich waren Palmenflughunde und 4 Arten Kleinfledermäuse wohl die einzigen Säugetiere. Ausgesetzte oder eingeschleppte Arten, wie Hausziege, Hauskatze, Grüne Meerkatze und Hausmaus hatten verheerende Auswirkungen auf die Vegetation und die autochthone Tierwelt. Die Reptilienfauna setzt sich aus Meereschildkröten, Geckos und Skinken, darunter der Vaillant-Skink, möglicherweise auch der Riesenmauergecko, zusammen. Der Kapverden-Riesenskink (Macroscincus coctei) ist vermutlich in den 1970er-Jahren ausgestorben. Die einzige Amphibienart ist die vom Menschen eingeführte  Afrikanische Kröte (Sclerophrys regularis).

lineblack1px

Literatur und Internetquellen

Zurück zu Übersicht Meere, Inseln, Antarktis

Weiter zu Südatlantik

Freigegeben in Meere, Inseln, Antarktis
Donnerstag, 14 Juni 2018 06:26

Kanarische Inseln

ATL kanaren map
Kanarische Inseln und afrikanische Westküste. (1) Lanzarote; (2) Fuerteventura; (3) Gran Canaria; (4) Teneriffa; (5) La Gomera; (6) La Palma; (7) El Hierro

 

ATL-tenerife nordküste
Die regenreiche, steile Nordküste von Teneriffa © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

ATL kanaren ferula
Lanzarote-Riesenfenchel (Ferula lancerotensis) im Februar © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

ATL-tenerife gallotia
Westkanaren.Eidechse (Gallotia galloti) auf Teneriffa © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

ATL-lanzarote-los-hervideros
Steilküste bei Los Hervideros, Lanzarote, Kanarische Inseln © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

ATL fuerteventura cachinnans
Mittelmeer-Silbermöwe (Larus michahellis) auf Fuerteventura © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

ATL-lanzarote gallotia atlantica
Ostkanareneidechse (Gallotia atlantica), Lanzarote © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Allgemeines

Der Kanarische Archipel liegt 115 bis ca. 500 km westlich der Küste von Südmarokko. Die sieben großen und sechs kleineren Inseln sowie einige unbewohnte Felsinseln sind vulkanischen Ursprungs und bedecken eine Fläche von rund 7'500 km². Teneriffa und Gran Canaria, die beiden größten Inseln sind sehr dicht besiedelt und weisen mehr Einwohner pro km² auf als die Niederlande.

Hinzu kommt ein stark entwickelter Tourismus, der jedes Jahr rund 10 Millionen Gäste auf die Inseln bringt. Dementsprechend ist der Druck auf die Biodiversität sehr hoch.

Vegetation und Charakterpflanzen

Die Kanaren haben ein sehr ausgeglichenes, mildes Klima, jedoch sind die Niederschläge sehr ungleich verteilt, was eine Vielfalt von Lebensräumen ermöglicht. Man unterscheidet folgende Vegetationszonen: Küste, wo Halophyten dominieren, Halbwüste mit Sukkulenten, Trockenzone mit Euphorbien und anderen Xerophyten, den niederschlagsreichen Lorbeerwald und obendran Baumheide und Kiefernwald. Ab etwa 2'000 m.ü.M. folgt die subalpine Zone mit dem Teideginster und über 2'800 m die Alpine Zone, wo Moose, Flechten und als Pionier das Teideveilchen gedeihen. Viele Pflanzengattungen haben auf den Kanaren Riesenformen entwickelt.

Tierwelt

Es gibt auf den Kanaren 7 Fledermausarten, darunter das endemische Teneriffa-Langohr (Plecotus teneriffae). Die einzige andere noch lebende, autochthone Landsäugetierart ist die Kanaren-Spitzmaus (Crocidura canariensis), die nur auf Lanzarote und Fuerteventura vorkommt. Auf La Palma wurden 1972 Mähnenschafe ausgesetzt, die sich rasch zu einer Gefahr für die endemische Flora der Insel entwickelten.

Der Kanarische Archipel ist Heimat von über 50 Vogelarten, darunter einigen endemischen. Am bekanntesten ist der Kanarienvogel der domestiziert und über Spanien in die ganze Welt exportiert wurde. Andere Endemiten sind Kanarengoldhähnchen (Regulus teneriffae), Kanarenpieper (Anthus berthelotii), Kanarenzilpzalp (Phylloscopus canariensis),  der Teidefink (Fringilla teydea), der hier neben drei endemischen Unterarten des Buchfinken (Fringilla coelebs canariensis = bakeri (Gran Canaria, Gomera, Tenerife), F. c. ombriosa (El Hierro), F. c. palmae (La Palma)) vorkommt, Lorbeertaube (Columba juniae) und Silberhalstaube (Columba bollii). Weitere Arten, wie die Blaumeise, haben auf den Kanaren eigene Unterarten ausgebildet.

Im Bereich der Kanarischen Inseln wurden 27 verschiedene Wal- und Delfinarten nachgewiesen, ferner 5 Arten Meeresschildkröten. Am häufigsten sind Karettschildkröte und Unechte Karettschildkröte. ferner trifft man Suppenschildkröten, Lederschildkröten (Dermochelys coriacea) und Bastardschildkröten (Lepidochelys kempii) an. Ansonsten sind die Reptilien durch die Kanareneidechsen, Geckos (Tarentola spp. und der eingeschleppte Hemidactylus turcicus) und Skinke (Chalcides spp.) vertreten. Zu den eingeführten Tierarten zählen auch der Saharafrosch und der Iberische Wasserfrosch.

lineblack1px

Literatur und Internetquellen

Zurück zu Übersicht Meere, Inseln, Antarktis

Weiter zu Kapverdische Inseln

Freigegeben in Meere, Inseln, Antarktis
Donnerstag, 14 Juni 2018 16:11

Südatlantik

(2.2.1) Südostatlantik
(2.2.1.1) Benguelastrom
(2.2.2) Südwestatlantik     

(2.2.2.1) Argentinisches Becken
(2.2.3) Sankt Helena, Tristan und Ascension

(2.2.4) Falklandinseln

 lineblack1px

Südostatlantik

ATL baboonPt elandsbaai ZA
Kap-Seebär (Arctocephalus pusillus) am Baboon Point bei Elandsbaai © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Im von der FAO als Südostatlantik definierten Fischfanggebiet werden der Benguelastrom und der Agulhasstrom als Ökoregionen unterschieden. Wichtige kommerziell genutzten Fischarten sind Gelbflossenthun (Thunnus albacares), Atlantischer Blauflossenthun  (Thunnus thynnus), Echter Bonito (Katsuwonus pelamis) und sechs Arten Seehechte (darunter Merluccius capensis und M. paradoxus).

lineblack1px

Benguela-Strom

ATL-seebärenfelsen vor lüderitz
Robbenfelsen (Kapseebären, Arctocephalus pusillus) vor Lüderitz, Namibia © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

ATL suedost duikerIsland
Kap-Seebären (Arctocephalus pusillus) auf Duiker Island bei Hout Bay © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

ATL-lamberts bay tölpel
Kaptölpel-Brutkolonie (Morus capensis) bei Lamberts Bay, Südafrika

Allgemeines

Der Benguelastrom wird aus dem kühlen Antarktischen Zirkumpolarstrom und zu einem geringeren Teil dem warmen Agulhasstrom gespiesen. Er fließt vom Kap der Guten Hoffnung nordwärts bis zum Äquator. Dort geht er in den westwärts fließenden Atlantischen Südäquatorialstrom über. Der Benguelastrom ist sehr sauerstoffreich und enthält viel Zooplankton, welches riesige Schwärme von Sardinen (Sardinops ocellata) und Sardellen (Engraulis capensis) anzieht, die ihrerseits die Nahrungsgrundlage für Haie, größere Knochenfische, Seevögel, Wale und Robben bilden.

Tierwelt

Südkaper (Eubalaena australis), Buckelwal (Megaptera novaeangliae), Südafrikanischer Seebär, Brillenpinguin, Kaptölpel, Kap- (Phalacrocorax capensis), Kronen- (Ph. cornonatus) und Küstenscharbe (Ph. neglectus), Rosapelikan (500 Brutpaare auf Dassen Island), Dominikaner- (Larus dominicanus) und Hartlaubmöwe (L. hartlaubii), Brand- (Sterna sandvicensis) und Eilsseschwalbe (Thalasseus bergii), Steinwälzer, Schwarzer Austernfischer (Haematopus moquini) und zahlreiche andere Wat- und Strandvögel.

lineblack1px

Südwestatlantik

ATL falkland yorkeBayStanleyTK
Magellanpinguine an der Yorke Bay bei Stanley, Falklandinseln © Thomas Kauffels, Opel-Zoo Kronberg

 

ATL falkland albatroskolonie TK
Brutkolonie von Schwarzbrauen-Albatrossen (Thalassarche melanophris), Steeple Jason, West-Falkland © Thomas Kauffels, Opel-Zoo Kronberg

Allgemeines

Im FAO-Fischfanggebiet Südwestatlantik werden folgenden Ökoregionen unterschieden: Ostbrasilien-Schelf, Südbrasilien-Schelf, Patagonischer Schelf. Wichtige kommerziell genutzten Fischarten sind Gelbflossenthun (Thunnus albacares), sechs Arten Seehechte ( und Echter Bonito (Katsuwonus pelamis).

Seit Mitte der 1950er Jahre stiegen die Anlandungen von Gelbflossenthun im (gesamten) Atlantik stetig an, das Maximum von knapp 194'000 Tonnen wurde 1990 erreicht. Seitdem nehment Biomasse und Fangerträge ab.

Der weitaus größte Teil der Anlandungen von Echten Bonitos wird von der brasilianischen Fischerei mit Hand- und Angelleinen (von Köderbooten aus) getätigt. Aufwand und Anlandungen in dieser Fischerei sind seit 20 Jahren konstant und die Anlandungen liegen im Rahmen des höchstmöglichen nachhaltigen Dauerertrages.

lineblack1px

Argentinisches Becken

ATL-isla de lobos UY otaria
Mähnenrobben (Otaria byronia) im natürlichen Lebensraum. Isla dos Lobos, Uruguay

 

ATL-kueste otaria byronia isla lobos UY
Mähnenrobben (Otaria byronia) im natürlichen Lebensraum. Isla dos Lobos, Uruguay

 

ATL-isla de lobos UY arctocephalus
Südamerikanischer Seebär (Arctocephalus pusillus) im natürlichen Lebensraum. Isla dos Lobos, Uruguay © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

ATL-UY-larus-dominicanus
Dominikanermöwen (Larus dominicanus), bei Punta del Este, Uruguay © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Allgemeines

Der vor der Küste Argentiniens, Uruguays und Rio Grande do Suls liegende, östlich vom Südatlantischen Rücken begrenzte und im Süden bis Südgeorgien und den Südlichen Sandwichinseln sowie zu den Falklandinseln reichende Teil des Atlantiks wird Argentinisches Becken genannt. Es ist bis 6.202 m tief und hat nur wenige Inseln: Nebst den beiden genannten Inselgruppen die Isla de los Estados vor Feuerland, die Halbinsel Valdés und einige kleine Inseln vor der argentinischen und uruguayischen Küste.

Auf der Höhe der Mündung des Rio de la Plata, begegnen sich zwei Meeresströme: Der vom Antarktischen Zirkumpolarstrom abzweigende, kalte Falklandstrom und der von Norden kommenden warme Brasilstrom. Durch die Westwinddrift werden die beiden nach Osten abgelenkt. Sie gehen in den Antarktischer Zirkumpolarstrom ein und speisen den kalten Benguela-Strom. Dieser fließt nordwärts entlang der südwestafrikanischen Küste und speist den nach Westen fließenden Atlantischen Südäquatorialstrom, womit der Kreislauf geschlossen wird.    

Tierwelt

Südkaper (Eubalaena australis), Commerson-DelfinSchwertwal und zahlreiche andere Wale, Südlicher See-Elefant, Mähnenrobbe, Südamerikanischer Seebär, Seeleopard (Hydrurga leptonyx), Königspinguin, Eselspinguin, Goldschopfpinguin (Eudyptes chrysolophus)und Magellanpinguin, Zimtente, Fuchs-Löffelente, Chile-Pfeifente, Schopfente, Rotkopfgans, Magellangans, Falkland-Dampfschiffente, Schopf- und Falkland-Karakara, Dominikanermöwe (Larus dominicanus), Brandseeschwalbe (Sterna sandvicensis), zahlreiche andere Wat- und Strandvögel.

lineblack1px

Literatur und Internetquellen

Fischbestände online - Südostatlantik   
Fischbestände online - Südwestatlantik

Zurück zu Übersicht Meere, Inseln, Antarktis

Weiter zu Sankt Helena, Tristan und Ascension

Freigegeben in Meere, Inseln, Antarktis
Donnerstag, 14 Juni 2018 16:09

Nordatlantik

Der Nordatlantik weist zwischen Norwegen und Grönland eine Breite von 1500 km, zwischen Senegal und dem Golf von Mexiko eine solche von 9000 km auf. Durch den Nordatlantischen Rücken wird er in eine Ost- und eine Westhälfte unterteilt.

(2.1.1) Nordostatlantik
(2.1.2) Nordwestatlantik
(2.1.3) Kanarische Inseln

(2.1.4) Kapverdische Inseln

lineblack1px

Nordostatlantik

ATL-Jersey Cliff path
Cliff Path, Südküste von Jersey
Der Nordostatlantik wird im Süden in etwa durch den Äquator und im Westen durch den Nordatlantischen Rücken, den nördlich des Äquators liegenden Teil des über 20'000 km langen  Mittelatlantische Rückens begrenzt. Bei diesem handelt es sich um ein größtenteils unter dem Meeresspiegel liegendes Gebirge, dessen höchste Erhebungen, Jan Mayen, Island und die Azoren, als Inseln aus dem Meer herausragen. Die größte Tiefe erreicht der Nordostatlantik im Kap Verden-Becken (7292 m). Das zum Arktischen Ozean überleitende Europäische Nordmeer ist bis knapp 4000 m tief. Nordsee, OstseeMittelmeer und Schwarzes Meer sind Nebenmeere des Nordostatlantiks.

Kommerziell wichtige Fischarten (Nebenmeere nicht berücksichtigt) sind: Kleingefleckter Katzenhai, Gewöhnlicher und Gefleckter Dornhai (Squalus acanthias und  S. suckleyi), Gelbflossenthun (Thunnus albacares),  Echter Bonito (Katsuwonus pelamis), Köhler ("Seelachs"), Kabeljau, Rotbarsch (Sebastes mentella), Goldbarsch (Sebastes norvegicus), Sardine (Sardina pilchardus), Makrele (Scomber scombrus), Schellfisch (Melanogrammus aeglefinus), Seeteufel (Lophius piscatorius und L. budegassa), Scholle (Pleuronectes platessa), Schwarzer Heilbutt (Reinhardtius hippoglossoides), Steinbutt

lineblack1px

Nordwestatlantik

ATL PortlandHeadMaine JEss
Leuchtturm am Portland Head, Küste von Maine © J. Ess
Zum Nordwestatlantik gehört das Amerikanische Mittelmeer, d.h. die Karibik und der Golf von Mexiko, sowie eine ganze Reihe von Randmeeren: Baffin Bay, Labradorsee, Irmingersee, Sankt-Lorenz-Golf, Golf von Maine und Sargassosee, Seine größte Tiefe erreicht der Nordwestatlantik im Puerto Rico-Graben mit 9219 m.

Der Nordwestatlantik ist ein bedeutendes Fischfanggebiet, in dem folgenden Ökoregionen unterschieden werden: Neufundland-Labradorschelf, Nordöstlicher US-Kontinentalschelf, Scotian Schelf und Westgrönlandschelf. Wichtige kommerziell genutzten Fischarten sind Gewöhnlicher und Gefleckter Dornhai (Squalus acanthias und  S. suckleyi), Gelbflossenthun (Thunnus albacares), Atlantischer Blauflossenthun (Thunnus thynnus), Echter Bonito (Katsuwonus pelamis), Rotbarsche (Sebastes mentella, S. norvegicus), Schwarzer Heilbutt (Reinhardtius hippoglossoides).

lineblack1px

Literatur und Internetquellen

Zurück zu Übersicht Meere, Inseln, Antarktis

Weiter zu Kanarische Inseln

Freigegeben in Meere, Inseln, Antarktis
Donnerstag, 14 Juni 2018 15:59

Nationalparks in Malaysia

lineblack1px

Nationalparks und andere Schutzgebiete

Tabin-Wildschutzgebiet

AS-8 Tabin oberwemmer(3)
Selektiv eingeschlagener Tieflandregenwald im Tabin-Reservat, Sabah, Malaysia © Frank Oberwemmer
Sabah, Malaysia

Errichtet 1983. 122'539 ha, 100 - 571 m.ü.M.
Jahresniederschlag 2'000-3'000 mm

Important Bird Area MY027

Vegetation: Relikte von primärem Tiefland-Regenwald, hauptsächlich Sekundärwälder, ferner etwa 100 ha AS-8 Tabin oberwemmer(1)
Selektiv eingeschlagener Tieflandregenwald im Tabin-Reservat, Sabah, Malaysia © Frank Oberwemmer
Sumpfwald und 200 ha Mangroven. Mindestens 1300 nachgewiesenen Arten.

Tierwelt: Javaner-, Schweins- und Nasenaffe, Hose-Langur (Presbytis hosei), Maronenlangur (Presbytis rubicunda), Borneo-Gibbon, Borneo-Orang, Malaienbär, Bengalkatze, Flachkopfkatze (Prionailurus planiceps), Borneo-Goldkatze (Pardofelis badia), Marmorkatze (Pardofelis marmorata), Nebelparder (Neofelis diardi), große Population des Asiatischen Elefanten, Sumatranashorn (†), Kantschil, Muntjak, Sambar, Banteng, ca. 260 Vogelarten, darunter Höckerstorch (Ciconia stormi), Zwerghaubenadler (Nisaetus nanus), Große Grüntaube (Treron capellei), Brustband-Eisvogel (Alcedo euryzona), Rotrückenpitta (Pitta baudii) und weitere gefährdete Arten.

lineblack1px

Taman Negara-Nationalpark

AS-8 taman negara jonathan kelly(1)
Taman Negara-Nationalpark, Malaysia © Jonathan Kelly

Bundesstaaten Pahang, Kelantan und Terengganu, Malaysia

Gegründet 1938/39. 431'453 ha. Hügelig (75-300 m.ü.M.), im Zentrum gebirgig (bis 2187 m.ü.M.)

Vegetation: Tropischer Regen- und Höhenwald .

Tierwelt: 120 Säugetierarten, darunter Weißhandgibbon, Rothund, Buntmarder, Leopard, Malaiischer Tiger, Asiatischer AS-8 taman negara jonathan kelly(3)
Morgennebel im Taman Negara-Nationalpark, Malaysia © Jonathan Kelly
Elefant, Schabrackentapir, Sumatranashorn (†), Kantschil, Muntjak, Sambar, Gaur. Über 300 Vogelarten, darunter Schwarzwachtel (Melanoperdix nigra), Gelbschwanzfasan (Lophura erythrophthalma), Rothschild-Pfaufasan (Polyplectron inopinatum), Malayischer Pfaufasan (Polyplectron malacense), Perlenpfau (Rheinardia ocellata), Argusfasan (Argusianus argus), Höckerstorch (Ciconia stormi), Zwerghaubenadler (Nisaetus nanus) und weitere gefährdete Arten. 67 Schlangen-, 55 Frosch- und 109 Süßwasserfischarten.

lineblack1px

Literatur und Internetquellen:

BEHLER, N. (2012)
GARDNER; P. C., AMBU, K., BERNARD, H. & GOOSSENS, B. (1914)
MITTERMEIER, R.A., MYERS, N. & GOETTSCH-MITTERMEIER, C. (1999)
PFEFFER, P. (1969)
WWF Malaysia & Cubitt, G. (1998)

BirdLife International (2013) Important Bird Areas factsheet: Tabin Wildlife Reserve.
BirdLife International (2013) Important Bird Areas factsheet: Taman Negara National Park.

Zurück zu Lebensräume in Süd- und Südostasien

Weiter zu Wallacea

Donnerstag, 14 Juni 2018 09:46

Nationalparks in Indonesien

Komodo-Nationalpark

lineblack1px

Komodo-Nationalpark

Errichtet: 1980
Gesamtfläche: 2193.22 km², davon rund ein Drittel Land
Höhenlagen: 0-735 m auf Komodo, bis 667 m auf Rinca
Temperatur: Mittlere Temperaturen von 17 bis 34°C. Während der Trockenzeit liegen die Höchsttemperaturen bei ca. 40°C
Jahresniederschlag: ca. 800-1000 mm

Der Komodo-Nationalpark liegt westlich von Flores. Er besteht aus einem Stück der Westküste von Flores, den Inseln Komodo (339.37 km²),  Rintja oder Rinca (196.25 km²) und Padar (20.17 km²), Gili Motang (ca 30 km²), Gili Dasami, zwei Dutzend kleineren Inselchen und dem umgebenden Meeresgebiet.

Die allgemeine Topografie ist hügelig, die Küste ist felsig mit Sandstränden in geschützten Buchten.

Vegetation: Etwa 70 % der Insel sind mit Savanne bedeckt mit der Palmyra- oder Lontarpalme (Borassus flabellifer) als wichtigster Baumart, ferner gibt es am Fuß der Hügel und in den Tälern Monsunwälder mit überwiegend laubabwerfenden Bäumen, darunter Stinkbaum (Sterculia foetida), Mandukbaum (Oroxylum indicum), Tamarindenbaum (Tamarindus indica), Jujube (Zizyphus horsfeldi), Schleichera oleosa, Cassia indica,  Nebelwälder mit zahlreichen Endemiten in Höhenlagen über 500 m und Mangrovenwälder.

Tierwelt: Reichhaltige Meeresfauna mit Korallenriffen, Haien, fünf Arten Meeresschildkröten, Blau-, sei und Pottwalen, zehn Delfinarten und Dugongs (Dugong dugon). An Land nebst den unten genannten typischen Zootieren u.a. Timor-Ochsenfrosch (Kaloula baleata), Freycinet-Großfußhuhn (Megapodius freycinet), ein Flughund (Pteropus electa) und verschiedene andere Fledertiere, Reisratte (Rattus exulans), Rincaratte (Rattus rintijanus). Important Bird Area ID 124 mit u.a. Flores-Grüntaube (Treron floris), Floreskrähe (Corvus florensis).

 Typische Zootiere:

lineblack1px

Literatur und Internetquellen:

PETER, W. & HOHMANN, G. (1983)

BIRDLIFE DATA ZONE
Komodo Island is the NEW 7 Wonders of The World
  

WORLD HERITAGE NOMINATION - IUCN Summary

Zurück zu Indomalaiischer Archipel

Weiter zu Wallacea

Donnerstag, 14 Juni 2018 21:31

Gebirge (4): Hochgebirge in Zentralasien

lineblack1px

Allgemeines

EUR-5 map zentralasien2
Die zentralasiatischen Gebirge: (1) Hindukusch, (2) Pamir, (3) Alai, (4) Karakorum, (5) Kunlun Shan, (6) Transhimalaya, (7) Himalaya, (8) Tian Shan, (9) Altai, (10) Nan Shan

EUR 05 K2 lechner
Nordseite des 8611 m hohen K2 im Karakorum von China aus gesehen © Kuno Lechner, übernommen unter der GNU Free DocumentationLizenz, Version 1.2+

Auf diesem Datenblatt werden eurasische Gebirge östlich des Urals vorgestellt. Die Gebirge Zentralasiens sind aufgrund ihrer Topografie und ihres extremen Klimas von besonderem Interesse. Der Altai hat eine vielfältige Fauna, weil er die sibirische Taiga mit der mongolischen Wüste verbindet. Die Berge Süd-Zentral-Chinas sind ein Brennpunkt der Biodiversität. Alle drei Gebiete beherbergen zahlreiche Tierarten, die in Zoos gehalten werden.

Typische Zootiere

Schneehase, Luchs, Manul, Schneeleopard, Wolf, Rothund, Rotfuchs, Kragenbär, Kleiner Panda, Buntmarder, Kiang, Sibirisches Moschustier, Maral, Weisslippenhirsch, Hausyak, Sibirischer Steinbock, Markhor, Argali, Blauschaf, Himalaya-Tahr, Takin.

Rostgans, Streifengans, Steinadler, Kaiseradler, Bartgeier, Schneegeier, Turmfalke, Königsglanzfasan, Weißer Ohrfasan, Satyrtragopan, Sibirischer Uhu, Habichtskauz, Kolkrabe, Alpenkrähe.

lineblack1px

Zentralasiens Hochgebirge rund um Tibet

EUR-5 everest-LucaGaluzzi www-galuzzi-it
Mount Everest © Luca Galuzzi, www.galuzzi.it

 

 

 

EUR 05 pamir
Hochebene und Panorama im Pamir © Piero d'Houin, übernommen unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 1.0 Generic-Lizenzt

 

 

 

EUR-5 tianshan
Aksu-Jabagly-Naturschutzgebiet im Tian Shan, alpine Wiese mit Wachholdersträuchern © Tomiris. Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen“

Die aus Gebirgsketten, Gebirgsmassiven und Hochplateaus bestehende zentralasiatischen Hochgebirgsregion liegt zu einem guten Teil auf über 3'000 m.ü.M., mit 14 Achttausenden als höchsten Erhebungen. Wie die tertiären Faltengebirge Europas verlaufen die Ketten im Wesentlichen in west-östlicher Richtung und biegen erst im Osten nach Norden oder Süden ab. Wichtige Gebirge sind (höchster Berg): Hindukusch (Tirich Mir, 7'708 m), Pamir (Kongur Tagh, 7'649 m), Alai (Pik Tandykul, 5'544 m), Himalaya (Mount Everest, 8'848 m), Transhimalaya (Nyainqêntanglha, 7'162 m), Tienschan (Dschengisch Tschokusu, 7'439 m), Kunlun (Liushi Shan, 7167 m), NanShan (Shule Shan, 6'346 m), Karakorum (K2, 8'611 m), Altai (Belucha, 4'506 m) und das Große Schneegebirge Sichuans (Minya Konka, 7556 m).

Eingerahmt von Pamir, Karakorum, Transhimalaya, Kunlun- und NanShan-Gebirge sowie den Bergen von Sichuan liegt auf 4000-4500 m Höhe das Hochland von Tibet mit einer Fläche von und 2 Millionen km². Es ist eine kalte Hochgebirgswüste charakterisiert durch großflächige Ebenen mit spärlicher Vegetation, Senken mit Seen oder sumpfigen Talböden, vegetationslosen Schotterböden und versalzten Zonen (DENZAU, 1999).

Das Klima im Zentrum der Region ist extrem kontinental, sehr trocken und mit Temperaturen von -60 bis +40°C. In den Randgebirgen fallen dagegen reichlich Niederschläge, die  letztlich in das Polarmeer bzw. den Indopazifik mit seinen Nebenmeeren fließen oder durch Syr-Darja und  Amu-Darja dem Aralsee zugeführt werden.

Vegetation und Charakterpflanzen

In den niederschlagsarmen Teilen der Region Hochsteppen, Halbwüsten, kalte Gebirgswüsten. Charakterpflanzen sind hier Gräser der Gattungen Stipa, Poa, Elymus,  Seggen (Carex, Kobresia), Salzkräuter (Salsola), Astern, Beifuß (Artemisia), Hornmelde (Krascheninnikovia), Tragant (Astragalus), und und Erbsensträucher (Caragana) (DENZAU, 1999).  An der Peripherie je nach Entfernung vom Meer und Exposition unterschiedliche Pflanzengesellschaften, einschließlich Laub- und Koniferenwälder.

Tierwelt

Zentralasiatischer Luchs, Manul, Schneeleopard, Wolf, Rothund, Rotfuchs, Tibetfuchs (Vulpes ferrilata), Tibet- und Himalaya-Braunbär, Kragenbär, Kiang, Südchinesische Rothirsche, Weisslippenhirsch, Wild- und Hausyak, Tibetgazelle (Procapra picticauda), Tibetantilope (Pantholops hodgsoni), Sibirischer Steinbock, Markhor, Argali, Blauschaf, Himalaya-Tahr, Himalaya-Serau (Capricornis tahr), Himalaya-Goral (Naemorhedus goral), Tibetanischer Wollhase (Lepus oiostolus), Schwarzlippen- und weitere Pfeifhasenarten, Langschwanz- (Marmota caudata),  Himalaya- (M. himalayana) und Menzbiers Murmeltier (M. menzbieri), Ornithologisch bedeutende Gebiete (u.a. Hemis-Nationalpark, IN-007, Khunjrab-Nationalpark, PK001, Klein-Pamir, AF-004, Mount Tuomuer-Nationalpark, CN121, Changtan-Plateau, CN132): Rostgans, Streifengans, Steinadler, Kaiseradler, Bartgeier, Schneegeier, Turmfalke, Himalaja- und Tibet-Königshuhn (Tetraogallus himalayensis, T. tibetanus), Tibet-Rebhuhn (Perdix hodgsoniae), Königsglanzfasan, Weißer Ohrfasan, Satyrtragopan, Mauerläufer, Kolkrabe, Alpenkrähe, Schneefinken (Montifringilla spp.) ...

Literatur und Internetquellen

lineblack1px

Altai

EUR-5 gora belucha
Gora Belucha und Akkem-Gletscher © Ondřej Žváček, Licensed under CC BY 2.5 via Wikimedia Commons

 

 

 

EUR-5 kutcherlinskoye-see
Kutscherlinskoye-See im Russischen altai © Ondřej Žváček. Licensed under CC BY 2.5 via Wikimedia Commons

 

 

 

EUR-5 ukok plateau Kobsev
Die Ukok-Hochebene im Altai © Kobsev. Creative-Commons-Lizenz Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen

 

 

 

EUR 05 marmota baibacina KR
Graues Murmeltier (Marmota baibacina) in Kasachstan © Klaus Rudloff, Berlin

 

 

 

EUR 05 panthera uncia wDreier
Junge Schneeleoparden (Panthera uncia) im Tierpark Berlin © Wolfgang Dreier, Berlin

Der Altai ist ein 2100 km langes, nördlich der Wüste Gobi gelegenes Gebirge im Grenzgebiet von Kasachstan, Russland, der Mongolei und China, das in die Teilgebirge Russischer, Mongolischer und Gobi-Altai unterteilt wird. Es ist „nur“ etwa so hoch wie die Alpen. Der höchste Berg ist die im Russischen Altai gelegene Gora Belucha (4506 m). Zwischen den Bergketten liegen in Höhenlagen von 1000 bis 1800 m Ebenen als Relikte glazialer Seen, z.B. das Uimonbecken. Auf  2000 bis 3000 m befinden sich Hochplateaus, wie z.B. die Ukok-Hochfläche.

Mit langen, kalten Wintern und kurzen, bisweilen recht heißen Sommern ist das Klima des Altai stark kontinental geprägt. Die Niederschlagsmengen variieren regional beträchtlich. Die westlichen und nördlichen Teile des Russischen Altai erhalten die höchsten Niederschläge, in Gipfellagen bis 1500 mm. Die südlichen Teile, insbesondere der Gobi-Altai, sind mit einer jährlichen Niederschlagsmenge bis zu 300 mm viel trockener.

Vegetation und Charakterpflanzen

In tiefen und mittleren Lagen des Südens Steppenvegetation. Wald ab 350 m oder höher bis 2400 m. Im Norden fließender Übergang von der Taiga in subalpine Waldvegetation bis auf etwa 1500-1800 m. Die Wälder und Waldsteppen des Altai setzen sich im Wesentlichen zusammen aus kleinblättrigen Laubbäumen wie Hängebirke (Betula pendula), Eberesche (Sorbus sibirica), Traubenkirsche (Padus racemosa) und Espe (Populus tremula) sowie Koniferen, wie Sibirische Fichte (Picea obovata), Sibirische Tanne (Abies sibirica), Sibirische Lärche (Larix sibirica), Sibirische Zirbelkiefer (Pinus sibirica) und, auf Sandböden, Wald-Kiefer (Pinus sylvestris). Darüber bis zur Schneegrenze, die auf 2400 bis 3000 m liegt, Waldtundren mit Zwergbirken (Betula nana), Heckenkirschen (Lonicera hispida), Zwergmispeln (Cotoneaster uniflorus) und Johannisbeeren (Ribes), alpines Grasland oder Moore und, auf den Hochplateaus, Gebirgstundren mit Moosen und Flechten. Die bis über 4000 m hohen Gipfel sind mit Firn bzw. Gletschern bedeckt, wobei die Gletscher eine Ausdehnung von gegen 900 km² haben.

Tierwelt

Die Fauna des Altai unterscheidet sich von jener der Gebirge rund um Tibet dadurch, dass sie Elemente der subarktischen Taiga enthält. Altai-(Zentralasiatischer) Luchs, Manul, Schneeleopard, früher auch Sibirischer Tiger, Wolf, Rothund, Rotfuchs, Steppenfuchs, Vielfrass, Zobel (Martes zibellina), Steinmarder, Feuerwiesel, Altaiwiesel (Mustela altaica), Hermelin, Mauswiesel (Mustela nivalis), Dachs, Fischotter, Sibirischer Braunbär, Wildschwein, Sibirisches Moschustier, Maral, Elch, Sibirisches Waldrentier (R. t. valentinae),  und Sibirisches (Asiatisches) Reh, ehemals Wisent, Sibirischer Steinbock, Argali. An Kleinsäugern findet man u.a. Schneehase, Altai-Pfeifhase (Ochotona alpina), Graues (Marmota baibacina) und Sibirisches (M. sibirica) Murmeltier. Ornithologisch bedeutendes Gebiete (CN092) mit u. a. Altai-Königshuhn (Tetraogallus altaicus), Felsen-Auerhuhn (Tetrao parvirostris), Sibirischem Uhu und Habichtskauz.

Literatur und Internetquellen

lineblack1px

Berge Süd-Zentral-Chinas

EUR-5 map sw china
Die Berge Sichuans, Jünnans und Nordburmas sind ein Brennpunkt der Biodiversität

 

 

 

EUR-5 jiuzhaigou valley sleeping dragon falls chensiyuan
Jiuzhaigou-Tal, Sleeping Dragon-Wasserfälle © Chen Si Yuan

 

 

EUR-5 Minya Konka Kogo
Minya Konka, nordwestgrat © Kogo, Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen"

Das als Brennpunkt der Biodiversität definierte Gebiet umfasste ursprünglich 800'000 km². Davon sind nur 64'000 km² noch einigermaßen intakt und nur 26'562 km² stehen unter Schutz. Die Artenvielfalt umfasst ca. 12'000 Gefäßpflanzen, wovon ca, 3'500 endemisch sind, 686 Arten Vögel (36 Endemiten), 300 Säugetiere (36), 70 Reptilien (16) und 84 Amphibien (51).

Vegetation und Charakterpflanzen

Bambuswälder, rund 230 Arten Rhododendren. Endemische Koniferenarten sind der Urweltmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides) und der Taubenbaum (Cathaya argyrophylla).

Tierwelt

Stumpfnasenaffen (Rhinopithecus), Eurasischer Luchs, Nebelparder, Schneeleopard, Leopard, Tiger, Wolf, Rothund, Riesenpanda, Kragenbär, Kleiner Panda, Buntmarder, Chinesisches Moschustier (Moschus berezowskii), Schopfhirsch, Weißlippenhirsch, Sambar, Takin, Chinesische Serau (Capricornis milneedwardsii), Roter Goral (Naemorhedus baileyi).

Ornithologisch bedeutende Gebiete (u.a. Baishui Jiang-Naturschutzgebiet, CN169), Wolong-Naturschutzgebiet, CN201, Gongga Shan-Naturschutzgebiet, CN219, Wulianfeng, CN266): Bindenseeadler (Haliaeetus leucoryphus), Goldfasan, AmherstfasanBlauer und Weißer Ohrfasan, Grünschwanz-Glanzfasan (Lophophorus lhuysii), Humefasan (Syrmaticus humiae), Blutfasan (Ithaginis cruentus), Temminck- und Blyth-Tragopan (Tragopan blythii), Schwarzhalskranich, Kansuhäherling (Garrulax sukatschewi).

Literatur und Internetquellen

Zurück zu Lebensräume in Eurasien

Weiter zu Mittelmeeraum

 

Freigegeben in Lebensräume in Eurasien
Donnerstag, 14 Juni 2018 07:48

Dickicht

 

(4.5) Allgemeines
(4.5.1) Maputaland-Pondoland-Buschland und -Dickicht

(4.5.2) Albany-Buschland und -Dickicht

------------------------------------------------------------------- -------------------          ----

  southafrica thicket map
(1) Weenen-NR, (2) Hluhluwe-iMfolozi-Park, (3) Addo-Elefanten-NP, (4) Great Fish River-NR. (a) Queen-Elizabeth-NP, (b) Oribi-Gorge-NR, (c) Thomas-Baines-NR , (d) Waters-Meting-NR

lineblack1px

 Allgemeines

Die auf Englisch "Thicket" genannte, natürlicherweise fragmentierte Ökoregion liegt zwischen den Drakensbergen und dem Küstenwald. Sie reicht vom Ostkap bis in den Süden Mpumalangas und Mosambiks und bildet ein Mosaik mit Savanne und anderen Vegetationstypen.

Das als Brennpunkt der Biodiversität definierte Gebiet umfasst 274'138 km². Davon sind rund 24 % noch intakt und etwa 8 % stehen unter Schutz. Die Biodiversität ist sehr hoch. Es sind 8'100 Gefäßpflanzen, 1'016 terrestrische Wirbeltierarten und 73 Fischarten bekannt. 1'900 Pflanzenarten, 45 terrestrische Wirbeltierarten und 20 Fischarten sind endemisch. Dickicht kommt auch außerhalb der definierten Ökoregion in Fynbos, Sukkulenter und Nama-Karoo, sowie Savanne und Trockenwald vor.

Literatur und Internetquellen

SAF 04 04 00 thicket hotspot
Ausdehnung des Maputaland-Pondoland-Albany Hotspots. Aus: ECOSYSTEM PROFILE - MAPUTALAND-PONDOLAND-ALBANY BIODIVERSITY HOTSPOT

lineblack1px

Maputaland-Pondoland-Buschland und -Dickicht

SAF-04-04-00 savanne oribigorge
Dichter Busch in der tief ausgeschnittenen Oribi-Schlucht des Umzilkulwana-Flusses © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 04 04 01 dickicht oribigorge trachylepis varia
Mabuye (Trachylepis varia) am Rand der Oribi-Schlucht des Umzilkulwana-Flusses © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Das Maputaland-Pondoland-Buschland und -Dickicht findet sich im Süden hauptsächlich in tiefen Flusstälern, im Norden ist es in tieferen Lagen weiter verbreitet. Vom Indischen Ozean wird es durch einen schmalen Streifen Küstenwald getrennt. Im Inland schließen das Grasland der Drakensberge, Savannen und Trockenwälder an. Die meisten Bäume und Sträucher sind immergrüne Hartlaubgewächse, ferner kommen Sagopalmfarne (Cycas), Kniphofien, Strelitzien und Sukkulenten, namentlich Aloen und Euphorbien, vor. Nur wenige Arten sind endemisch.

Literatur und Internetquellen

lineblack1px

Nationalparks und andere Schutzgebiete

Weenen-Naturschutzgebiet

SAF-04-04-01 savanne weenen kudu
Kudu (Tragelaphus strepsiceros) im Weenen-Naturschutzgebiet, Kwazulu-Natal © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-04-04-02 savanne weenen giraffe
Kapgiraffen (Giraffa cemelopardalis giraffa) im Weenen-Naturschutzgebiet, Kwazulu-Natal © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-04-04-02 savanne weenen acacia karoo
Süßdornakazie (Acacia karroo) im Weenen-Naturschutzgebiet, Kwazulu-Natal © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 04 04 02 savanne weenen acacia robusta
Prächtige Akazie (Vachellia robusta) im Weenen-Naturschutzgebiet, Kwazulu-Natal © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 04 04 02 dickicht weenen sagittarius
Sekretär im Weenen-Naturschutzgebiet, Kwazulu-Natal © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Bestehend seit 1974. Vollständig eingezäunte Fläche von 4'908 ha. Das Schutzgebiet ist Teil des 60'000 ha umfassenden Thukela-Biosphären-Reservats. Es liegt auf 898-1306 m Höhe.

Jahresniederschlag (Weenen Dorp) ca. 660 mm.
Temperatur: Monatsmittel min. 3.5°C (Juni), max.; 28,5°C (Januar).

Vegetation: Dickicht mit Afrikanischem Ölbaum (Olea europaea subsp. africana), Rotem Elfenbeinholz (Berchemia zeyheri), Bergkohlbaum (Cussonia paniculata), Kandelaber-Euphorbie (Euphorbia candelabrum) und der seltenen Grasaloe (Aloe spectabilis) namentlich im Tal des Bushman's River, ansonsten Akaziensavannen und Grasland. Zu den häufigen Baumarten gehören Acacia karoo, A. nilotica, A. robusta, A. sieberiana, A. tortilis, Witgat (Boscia albitrunca), Ficus-Arten, Flaschenbürstenstrauch (Greyia sutherlandii).

Tierwelt: Seit Beginn vorhanden oder spontan eingewandert sind Schabrackenschakal, Kap-Fingerotter, Tüpfelhyäne, Braune Hyäne, Erdwolf, Serval, Leopard, Erdferkel, Buschschwein (Potamochoerus larvatus), Buschbock, Bergriedbock, Steinböckchen und Klippspringer. Wiederangesiedelt wurden Breit- und Spitzmaulnashorn, Steppenzebra, Kapgiraffe, Kaffernbüffel, Elenantilope, Großer Kudu, Pferdeantilope, Südafrikanische Kuhantilope, Bergriedbock , Großriedbock (Redunca arundinum), Südafrikanischer Strauß.

Die Avifauna umfasst über 250 Arten. Während des Sommers sind z. B. 8 Kuckucksarten anzutreffen: Schwarz-, Afrikanischer, Einsiedlerkuckuck (Cuculus clamosus, C. gularis, C. solitarius), Häher-, Jakobiner-, Kapkuckuck (Clamator glandarius, C. jacobinus C. levaillantii), Gold- und Klaaskuckuck (Chrysococcyx caprius, C. klaas). Ferner sind besonders beachtenswert Namaspecht (Thripias namaquus), Weißkehlrötel (Cossypha humeralis), Meisensänger (Parisoma subcaeruleum), Angolagirlitz (Serinus albogularis) und Rotkopfamadine (Amadina erythrocephala). An großen Vögeln gibt es Schwarzstörche, die vermutlich auf Felsen in de Schlucht des Bushmans River brüten, Sekretäre und Paradieskraniche.

Literatur und Internetquellen

lineblack1px

Hluhluwe-iMfolozi-Park

SAF-04-04-04 savanne mfolozi white rhino
Breitmaulnashörner (Ceratotherium s. simum) in Mfolosi, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-04-04-06 savanne mosaik hluhluwe
Mosaik von Busch und Grasland in Hluhluwe © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-04-04-05 savanne corridor zebra
Steppenzebra (Equus q. antiquorum) in Trockenwald im Corridor © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-04-04-06 savanne hluhluwe elefant
Eingeführte subadulte Elefanten (Loxodonta africana) vor dichtem Busch in Hluhluwe © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-04-04-04 savanne mfolozi warthog
Warzenschwein (Phacochoerus africanus) in Mfolosi © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-04-04-06 savanne hluhluwe madenhacker
Rotschnabel-Madenhacker (Buphagus erythrorhynchus) auf Zebra © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 04 04 07 hluhluwe aloe arborescens
Baum-Aloe (Aloe arborescens) beim Hilltops Camp, Hluhluwe-iMfolozi-Park, Kewazulu-Natal© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 04 04 09 hluhluwe diceros
Spitzmaulnashorn (Diceros bicornis) im iMfolozi-Teil des Hluhluwe-iMfolozi-Parks, Kwazulu-Natal © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 04 04 07 hluhluwe nyala
Kämpfende junge Nyalaböcke (Tragelaphus angasi) im Hluhluwe-Teil des Hluhluwe-iMfolozi-Parks, Kwazulu-Natal © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Die Schutzgebiete von Hluhluwe und Umfolozi (offizielle Schreibweise heute: iMfolozi) wurden am 27. April 1897 (nach anderen Quellen am 30. April 1895) offiziell gegründet. Sie haben eine Fläche von 23'067 bzw. 47'753 ha. 1989 wurden sie durch einen Korridor verbunden, wodurch der 96'453 ha große, vollständig eingezäunte  Hluluwe-iMfolozi-Park entstand. Das Terrain ist hügelig, Höhenlagen von 90-586 m.ü.M.

Der Jahresniederschlag beträgt etwa 600 mm im Süden von Umfolozi bis 1250 mm beim Hilltop Camp im Norden von Hluhluwe. Die höchsten Niederschläge fallen von Februar bis April. Die mittlerer Tiefsttemperatur wird im Juli mit 12°C erreicht, die mittlere Höchsttemperatur im Dezember mit 30.5°C. In Umfolozi können die Tagestemperaturen bis auf 38°C steigen.

Vegetation: Die Vegetation des Parks ist äußerst vielfältig, wobei relativ wenig endemische Arten vorkommen. Sie umfasst Dickicht und Busch mit Kalahari-Weihnachtsbaum (Dichrostachys cinerea) and Akazien, lockere Savanne mit Schirmakazien (A. tortilis), Trockenwälder mit Marulabäumen (Sclerocarya birrea) und Süßdornakazien (A. nigrescens), Grasland (Northern Zululand Sourveld) und Galeriewald mit Sykomoren (Ficus sycomorus) und Afrikanischem Ebenholz (Diospyros mespiliformis) (SCOTT-SHAW & ESCOTT, 2011, unpubl.). Der Name Hluhluwe leitet sind von einer dornigen Liane (Dalbergia armata) ab, die auf isiZulu "umHluhluwe" genannt wird. 20 invasive Pflanzenarten gefährden die einheimische Vegetation. Am problematischsten sind Siamkraut (Chromolaena odorata) und Zedrachbaum (Melia azedarach ) (MACDONALD, 1983).

Tierwelt: Die Parks wurden ursprünglich eingerichtet, um das Breitmaulnashorn vor dem Aussterben zu bewahren, was ein voller Erfolg war. Nebst dem Breitmaul- mit 1'500 ist auch das Spitzmaulnashorn mit 360 Individuen gut vertreten, ferner leben hier u.a. Grüne MeerkatzeWeisskehlmeerkatze, Bärenpavian, Schabrackenschakal, Serval, LeopardTüpfel- und Braune Hyäne, Zuluzebra, Flusspferd, Warzenschwein, Buschschwein (Potamochoerus larvatus),  Kaffernbüffel, Elenantilope, Großer Kudu, Tiefland-Nyala, Buschbock, Rotducker, Kronenducker, Streifengnu, Wasserbock , Bergriedbock, Großriedbock (Redunca arundinum), Impala (23'000 Stück!), Steinböckchen und Klippspringer. Wiederangesiedelt wurden Afrikanischer Wildhund, Löwe, Gepard, Kapgiraffe, Rotschnabel-Madenhacker und zwischen 1985 und 1991 etwa 160 Elefanten. Die Wiederansiedlung der Elefanten hatte zum Ziel, der Verwaldung es Parks entgegen zu wirken.

Der Park ist ein ornithologisch bedeutendes Gebiet (IBA ZA046) mit über 425 Arten, darunter Kahlkopfrapp, Kapgeier (Gyps coprotheres), Weißrückengeier, Wollkopfgeier,Ohrengeier, Palmgeier, Raubadler, Kampfadler, Gaukler, Graubrustschlangenadler (Circaetus fasciolatus), Sekretär, Wachtelkönig (Wintergast), Kaptriel, Braunkopfpapagei (Poicephalus cryptoxanthus), etwa 30 Südliche Hornraben, Trompeterhornvogel und drei Tockus-Arten, drei Arten Frankoline, Kräuselhauben- und Helmperlhuhn, drei Arten Turakos, acht Arten Kuckucke und zehn Arten Eulen.

Die Herpetofauna schliesst ua mit ein: Nilkrokodil , Glattrand-Gelenkschildkröte , Pantherschildkröte, Starrbrust-Pelomeduse (Pelomedusa subrufa), Felsagame (Agama atra), Lappenchamäleon (Chamaeleo dilepis), Riesenskink (Acontias plumbeus), Delalande-Sandveldeidechse (Nucras lalandii), Afrikanische Strauchnatter (Philothamnus semivariegatus), Östliche Tigerschlange (Telescopus semiannulatus), Kap-Vogelnatter (Thelotornis capensis), Afrikanische Eierschlange, Puffotter , Rauten-Krötenviper (Causus rhombeatus).

Literatur und Internetquellen

 

lineblack1px

Weitere Parks mit Maputaland-Pondoland-Buschland und -Dickicht
(Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit)

SAF 04 04 07 queen elizabeth np
Vegetation mit Aloe ferox im Queen-Elizabeth-Nationalpark, Pietermaritzburh, Kwazulu-Natal © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Kwazulu-Natal: Mhlopeni-Naturschutzgebiet, Oribi-Gorge-Naturschutzgebiet, Queen-Elizabthe-Nationalpark, Ubizane-Wildschutzgebiet

lineblack1px

Albany-Buschland und -Dickicht

SAF-04-04-00 savanne watersmeeting
Dichtes Buschland am Kowie-Fluss, Waters Meeting-Naturschutzgebiet © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 04 04 00 thicket waters meeting
Dickicht-Vegetation im Waters Meeting-Naturschutzgebiet © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-04-04-00 savanne thomas baines
Albany-Dickicht mit Aloe ferox im Thomas Baines Naturschutzgebiet bei Grahamstown © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

In dem nach dem Albany District, dem früheren Grenzbezirk zwischen dem von europäischen Farmern besiedelten Ostkap und der Ciskei, dem traditionellen Siedlungsgebiet der Xhosa, benannten Albany-Buschland hat es vermehrt Sukkulenten. Der Jahresniederschlag liegt überwiegend unter 800 mm, im Süden zum Teil unter 450 mm. Grahamstown (seit 2019 Makhanda) weist einen Jahresniederschlag von 683 mm und eine durchschnittliche Jahrestemperatur Avon 16.8°C auf.

Zentrale Vorkommen des von manche Autoren als Teil des Kap-Florenreichs betrachteten Albany-Buschlands, von dem es mindestens fünf verschiedene Typen gibt, sind die Flusstäler des Fish, Sundays und Gamtoos. Es besteht hauptsächlich aus 2-2.5 m hohen dornigen Gehölzen und Sukkulenten.

Die dominierenden Gehölz- und Sukkulentenarten gehören je nach Dickichttyp zu den Gattungen Allophylus, Aloe, Bosciaoleoides, Canthium, Cussonia, Diospyros, Euclea, Euphorbia, Pappea, Portulacaria , Ptaeroxylon , Rhus, Schotia oder Tecomaria.

Literatur und Internetquellen

lineblack1px

Addo-Elefanten-Nationalpark

SAF-04-04-08 spekboomveld addo1
Afrikanischer Elefantenbulle (Loxodonta africana) im Spekboomveld des Addo-ENP © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-04-04-08 spekboomveld addo4
Das Kerngebiet des Addo ENP ist von landwirtschaftlich intensiv genutztem Land umgeben © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-04-04-08 spekboomveld addo5
Der elefantensichere Anderson-Zaun © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-04-04-08 spekboom addo
Der sukkulente Speckbaum (Portulacaria afra) © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-04-04-08 spekboomveld addo2
Spekboomveld im Addo ENP © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-04-04-08 spekboomveld addo3
Afrikanischer Elefantenbulle (Loxodonta africana) im Spekboomveld des Addo-ENP © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-04-04-08 schakal addo
Schabrackenschakal (Canis mesomelas) im Addo ENP © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 04 04 08 rooj addo
"Rooj hartebeeste", Südafrikanische Kuhantilopen (Alcelaphus buselaphus) im Addo ENP © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-04-04-08 geochelone addo
Pantherschildkröte (Geochelone pardalis) im Addo ENP © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-04-04-08 dungBeetle addo
Flugunfähiger Riesenmistkäfer (Circellium bacchus ) mit Elefantenmistkugel im Addo ENP © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 04 04 08 blick zuurberg addo
Blick vom Zuurberg über die Addo-Region © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Gegründet am 03.07.1931  auf eine Fläche von erwa 4'000 ha. Sukzessive Vergrößerung, bis 1991 auf 11'718 ha, bis 1996 Integration des Zuurberg Nationalparks und Expansion auf 54'000 ha, wovon 12'126 ha für die Elefanten zur Verfügung standen. Danach Integration und weitere Expansion auf heute 170'000 ha. Die nachfolgenden Informationen beziehen sich nur auf das Kerngebiet, da in de Zuurberg-, Darlington-Damm und Alexandria Forest-Sektion völlig andere Vegetationstypen vorherrschen:
Höhe: 76-341 m. ü. 16 M.
Mittlere Monatstemperatur 16°C im Januar, 5°C im Juli. Mittlere Höchsttemperatur 29°C im Januar, 21°C im Juli, Tageshöchsttemperatur im Januar bis 42°C.
Mittlerer Jahresniederschlag 479 mm. Die Niederschläge fallen ganzjährig an mit Spitzen von März-Mai und im August.

Nicht-nachhaltige Bejagung für im 19. Jahrhundert zu einer Beinahe-Ausrottung des Elefanten in Südafrika. In der östlichen Kapprovinz überlebte, nebst einigen Tieren im Knysna-Wald, eine einzige Herde, bei der die Bullen nur bescheidene, die Kühe meist gar keine Stosszähne trugen. Diese Herde hatte sich in die mit dichtem Speckbaumdickicht bestandenen Hügel um die Ortschaft Addo zurückgezogen, die wegen Wassermangels landwirtschaftlich nicht genutzt werden konnte.

Die Hügel waren aber rundum von Ackerbaubetrieben und Obstplantagen umgeben, und die Elefanten gerieten wegen der Landschäden, die sie verursachten, immer wieder in Konflikt mit den Farmern. 1919 wurde beschlossen, die Elefanten auszurotten. In den folgenden Jahren wurden 120 Tiere abgeschossen, bis sich das öffentliche Gewissen regte. 1931 wurde ein Gebiet als Addo Elephant National Park ausgeschieden und die restlichen Elefanten hineingetrieben. Es waren noch elf Stück. Unter dem Schutz des Parks vermehrte sich die Herde, anfänglich allerdings sehr langsam. 1954 umfasste sie erst 18 Tiere. Konflikte mit den Farmern waren nach wie vor an der Tagesordnung. Man versuchte sie zu umgehen durch Ablenkfütterungen mit Orangen.

1954 wurde ein elefantensicherer Zaun um einen zuerst 22, später etwa 50 km2 grossen Teil des Parks gelegt, womit das Problem vorerst geregelt war. Das Resultat war zwar etwas, was sich von einer Zoohaltung fast nur noch durch die Dimension unterschied, aber immerhin hatten die Elefanten die Möglichkeit, sich ungestört zu vermehren, was sie auch fleissig taten: nach zehn Jahren betrug der Bestand 43 Tiere, nach 20 Jahren waren es 75 und 1984 bereits 118. 1991 gelang es, den Addo Elephant National Park auf 117 km2 zu erweitern. Damit konnte Platz für maximal 220 Elefanten geschaffen werden. 1994 wurde aber bereits die 200er Marke erreicht, was weitere Vergrößerungen des Elefantenarereal erforderlich machte. Für 2014 wird der Bestand mit 620 angegeben. Heute werden die Elefantekühe zum Teil unter Hormone gesetzt, um das Populationswachstum zu bremsen. Zur Erhöhung der genetischen Bandbreite wurden Elefantenbullen aus dem Kruger-Nationalpark einegführt.

Vegetation und Charakterpflanzen: Mehr als 90 % der Fläche wird vom Spekboomveld eingenommen, einem der fünf Subtypen des Albany-Dickichts. Charakterpflanze ist der sukkulente Speckbaum (Spekboom, Portulacaria afra). Dieser bildet die hauptsächliche Nahrungsgrundlage der Elefanten, der Büffel und verschiedener Antilopen. Außerhalb des Parks ist er sehr selten geworden. Ferner kommen u.a. Karoo-Burenbohne (Schotia afra, ein Johannisbrotgewächs), zwei Sumachbaum-Arten (Rhus longispina  und tomentosa ), Amathungulu-Busch oder Num-num (Carissa macrocarpa ), Nadelbusch (Azima tetracantha ) und Ghwarrie-Busch (Euclea undulata ), Uitenhage-Aloe (Aloe africana ) und mehrere Euphorbienarten vor.

Tierwelt: Als größere Säuger hatten im Gebiet des ursprünglichen Parks Grüne Meerkatze, Schabrackenschakal, Karakal, Erdferkel, Elefant, Buschschwein (Potamochoerus larvatus), Kaffernbüffel, Großer Kudu, Buschbock, KronenduckerKap-Greisbock und Weißschwanz-Stachelschwein überlebt. Löwe, Tüpfelhyäne, Elenantilope, Südafrikanische Kuhantilope, Großriedbock (Redunca arundinum) und Bergriedbock wurden (wieder-)angesiedelt. Die in den 1960er Jahren angesiedelten Ostafrikanischen Spitzmaulnashörner (D. b. michaeli) wurden nach 1990 durch Tiere der südlichen Unterart (D. b. bicornis) aus Namibia ersetzt.

Heute zählt der Park im "Main Camp and Game Area" 47 Säugetierarten ohne Fledermäuse 253 Vogel-, 54 Reptilien- und 19 Amphibienarten. In allen Sektionen des Parks wurdenj 417 Vogelarten Besonders bemerkenswert ist der flugunfähige Riesenpillendreher, der nach der Ausrottung von Elefant und Nashorn außerhalb des Parks fast überall ausstarb.

Literatur und Internetquellen

lineblack1px

Great Fish River-Naturschutzgebiet

SAF-04-04-07 valleybushveld andriesvosloo1
Valley Bushveld mit Aloe ferox in der Andries Vosloo-Sektion des Great Fish River-Naturschutzgebiets © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-04-04-07 valleybushveld andriesvosloo2
Fish River Valley Bushveld in der Andries Vosloo-Sektion des Great Fish River-Naturschutzgebiets © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-04-04-07 valleybushveld giraffe
Kapgiraffe (Giraffa c. giraffa) im Great Fish River-Naturschutzgebiet. Foto: Eastern Cape Parks

 

SAF-04-04-07 valleybushveld elen
Elenantilopen (Taurotragus orys) und Steppenzebras (Equus q. antiquorium) im Great Fish River-Naturschutzgebiet. Foto: Eastern Cape Parks

Das Great Fish River-Naturschutzgebiet entstand durch den Zusammenschluss der früheren Andries Vosloo- und Sam Knott- Schutzgebiete der alten Kapprovinz und des Double Drift-Wildschutzgebiet des ehemaligen Homelands Ciskei. Es umfasst rund 45'000 ha. Benachbart befindet sich das private Kwandwe-Naturschutzgebiet mit 22'000 ha.

Die höchsten Hügel sind etwas über 500 m hoch.
Jahresniederschlag: Unter 500 mm.

Vegetation und Charakterpflanzen: Klassifiziert als Fish River Valley Bushveld und charakterisiert durch etwa 2 m hohe dornige Gehölze, Euphorbien und Aloen. Die Wiederansiedling des Spitzmaulnashorns und anderer Herbivoren sowie die Zunahme der Pavianbestände haben zu einem deutlichen Rückgang von Euphorbien-Arten (Euphorbia bothae, E. tetragona and E. triangularis) geführt (LENT et al., 2009; LUSKEL et al. (2009).

Tierwelt: Ursprünglich eingerichtet zum Schutz des Großen Kudus. Zusätzlich zu den noch autochthon vorkommenden Tierarten, wie Grüne Meerkatze, Bärenpavian (Papio ursinus), Schabrackenschakal, Kap-Fingerotter, Tüpfelhyäne, Karakal, Leopard, Buschbock, Kronenducker, Steinböckchen und Springbock wurden zahlreiche weitere wiederangesiedelt, so Spitzmaulnashorn, Steppenzebra, Flusspferd, Warzenschwein, Kapgiraffe, Kaffernbüffel, Elenantilope, Südafrikanische Kuhantilope, Streifengnu, Blessbock und Impala.

Der Park ist nicht auf der Liste der ornithologisch wichtigen Gebiete, es kommen aber mindestens 245 Vogelarten vor, im benachbarten Kwandwe-Reserbat wurden deren 302 nachgewiesen.

Pantherschildkröten sind häufig anzutreffen, Afrikanische Felsenpythons wurden (Python sebae) wurden wiederangesiedelt.

Literatur und Internetquellen

lineblack1px

Weitere Parks mit Albany-Buschland und -Dickicht
(Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit)

SAF 04 04 07 valleybushveld thomas baines
Valley Bushveld im Thomas-Baines-Naturschutzgebiet, Ostkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Ost-Kap: Blaauwkrantz-NaturschutzgebietKariega-Wildpark, Karringmelkspruit-Naturschutzgebiet, King-Williams-Town-Naturschutzgebiet, Kowie-Naturschutzgebiet, Mpofu-NaturschutzgebietMpongo-Park, Thomas-Baines-Naturschutzgebiet, Waters-Meeting-Naturschutzgebiet

lineblack1px

Zurück zu Übersicht Südliches Afrika

Weiter zu Trockensavannen und Grasländer

Freigegeben in Südliches Afrika
Donnerstag, 14 Juni 2018 15:13

JORDAN, B. (2009)

Die Kleine Wüstenspringmaus Jaculus jaculus.

61 Seiten, mit 55 Abbildungen.

Natur- und Tier-Verlag GmbH, Münster. ISBN 978-3-86659-125-7.

 

jordan-biblio

Freigegeben in J
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx