Dienstag, 12 Januar 2021 14:07

DENNIS, N., KNIGHT, M. & JOYCE, P. (1997)

The Kalahari: Survival in a Thirstland Wilderness.

168 Seiten, durchgehend farbig illustriert,
Struik Publishers, Cape Town. ISBN 10: 1868720195 ISBN 13: 9781868720194

Synopsis:

This work captures the essence of the Kalahari Gemsbok National Park in South Africa, from the smallest insects to its largest inhabitants. Photographed in all seasons of the year, the varying moods of the Kalahari are portrayed. The text aims to provide an insight into the balance of nature and the intricacies of life and survival in this wilderness.

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Sonntag, 12 November 2017 21:56

West- und Zentralafrika - Allgemeines

Allgemeines

Anschließend an die von der Sahara überleitenden Halbwüsten des Sahel erstrecken sich im Norden West- und Zentralafrikas Steppen und Trockensavannen, die südwärts in Feuchtsavannen und Trockenwälder übergehen. Es folgt ein Gürtel mit tropischen Feuchtwäldern, der die Regenwälder Westafrikas und des Kongobeckens umschließt. Das Klima ist hauptsächlich tropisch mit jahreszeitlichen Wärmeschwankungen von bis zu 25ºC im Norden der Region und weitgehend gleich bleibenden Temperaturen von etwa 22-26ºC im Regenwaldbereich. Der Westafrikanische Regenwald ist ein Brennpunkt der Biodiversität, der Steppen- und Savannenbereich ist – zumindest bezüglich Großsäugetieren - artenärmer als die vergleichbare Zone in Ost- oder Südafrika, so fehlen hier z.B. die Zebras, die Gnus, Rappenantilope, Impala und Steinböckchen, und Kudus gibt es nur östlich des Tschadsees.

Hauptsächliche Gefahren für die Biodiversität der Region sind das Vordringen der Sahelo-Sahara Richtung Süden als Folge des Klimawandels, Überweidung, die Erschließung des Regenwaldes durch Forststraßen zur Nutzung von Edelhölzern und im Gefolge davon das Schlagen von Brennholz und die illegale Jagd insbesondere auf Säugetiere für den Wildfleischhandel.

Typische Zootiere

Senegal-Galago, Rotscheitelmangabe, Weißscheitelmangabe, Grüne Meerkatze, Diana-Meerkatze, Monameerkatze, Brazzameerkatze, Drill, MandrillGuineapavian, Bärenstummelaffe, Flachlandgorilla, Bonobo, Schimpanse, Afrikanischer Wildhund, Honigdachs, Weißschwanzmanguste, Zebramanguste, Tüpfelhyäne, Streifenhyäne, Goldschakal, GepardKarakal, ServalLöwe, Leopard, Erdferkel, Afrikanischer Elefant, Klippschliefer, Warzenschwein, Pinselohrschwein, Zwergflusspferd, Flusspferd, Giraffe, Okapi, Kaffernbüffel, Rotbüffel, BongoSitatunga, Gelbrückenducker, Pferdeantilope, Bergriedbock, Ellipsenwasserbock, Klippspringer, Dorkasgazelle.

Afrikanischer Strauß, Zwergtaucher, Rosapelikan, Rötelpelikan, Kormoran, Graureiher, Goliathreiher, Kuhreiher, Seidenreiher, Küstenreiher, Nachtreiher, Zwergdommel, Schuhschnabel, Hammerkopf, Weißstorch, Abdimstorch, Wollhalsstorch, Afrikanischer Marabu, Brauner Sichler, Heiliger Ibis, Löffler, Gelbbrustpfeifgans, Witwenpfeifgans, Nilgans, Sporngans, Glanzgans, Zwergglanzgans, Kapente, Gelbschnabelente, Schreiseeadler, Schmutzgeier, SperbergeierGaukler, Sekretär, Wanderfalke, Turmfalke, Wachtel, Felsenhühnchen, Kongopfau, Helmperlhuhn, Jungfernkranich, Senegaltrappe, Teichhuhn, Afrikanisches Blätterhühnchen, Stelzenläufer, Säbelschnäbler, Kaptriel, Krokodilwächter, Sandregenpfeifer, Langzehenkiebitz, Großer Brachvogel, Kampfläufer, Rotschenkel, Graupapapagei, Weißbauch-Lärmvogel, Schwarzschwanz-Lärmvogel, Schildturako, Weißhaubenturako, Schwarzschnabelturako, Schleiereule, Weißgesichtseule, Milchuhu, Braunflügel-Mausvogel, Blaunackenmausvogel,Weißstirnspint, Scharlachspint, Gabelracke, Opalracke, Strichelracke, Wiedehopf, Steppenbaumhopf, Nördlicher Hornrabe, Rotschnabeltoko, Grautoko, Furchenschnabelbartvogel, Weißscheitelrötel, Kupfernektarvogel, Goldscheitelwürger, Purpur-Glanzstar, Napoleonweber, Textorweber, Paradieswitwe, Wachtelastrild.

Glattrand-Gelenkschildkröte, Spornschildkröte, Siedleragame, Braune Schildechse, Gefleckter Nilwaran, Königspython, Afrikan. Eierschlange, Grüne Mamba, Weißlippen- Kobra, Puffotter, Gabunviper, Wüsten-Hornviper, Nilkrokodil, Stumpfkrokodil, Zwergkrallenfrosch, Afrikanischer oder Glatter Krallenfrosch, Oku-See-Krallenfrosch, Zipfelkröte, Westafrikanischer Lungenfisch, Schmuck-Flösselhecht, Senegal-Flösselhecht, Elefantenrüsselfisch, Langflossensalmler.

Literatur und Internetquellen

BLOM, A., ALERS, M. P. T., FEISTNER, A. T. C., BARNES, R. F. W & BARNES, K. L. (1992)
BUTYNSKI, T. M. & KOSTER, S. H. (1994)
EAST, R. (1988-1990)
GIPPOLITI, S. & DELL'ORNO, G. (1996)
KAMDEM TOHAM, A. et al. (eds. 2006)
LUARD, N. (1985)
MITTERMEIER, R.A., MYERS, N. & GOETTSCH-MITTERMEIER, C. (1999)

SCOTT McGRAW, W. (1998)
STUART, C. & T. (1995)  

Birdlife - Important Bird Areas Online-Daten
UNEP/WCMC Protected Areas Programme Online-Daten

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Freigegeben in West-und Zentralafrika
Sonntag, 12 November 2017 17:43

Ostafrika - Allgemeines

Allgemeines

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Der Mount Meru vom Aruscha-Nationalpark aus, Tansania © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Der Ngorongorokrater vom Kraterrand aus, Tansania © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Palmen am Rufiji River im Selous-Wildschutzgebiet, Tansania © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Paviane (Papio cynocephalus) auf Kopje im Ruaha-Nationalpark, Tansania © Fabian Schmidt, Zoo Basel

 

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Wasserloch mit Mohrenklaffschnäbeln (Anastomus lamelligerus) im Ruaha-Nationalaprk, Tansania © Fabian Schmidt, Zoo Basel

 

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Dornbusch, Kopjes und Hügel im Mkomasi-Nationalaprk, Tansania © Fabian Schmidt, Zoo Basel

 

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Baobab (Adansonia digitata) und Termitenhügel im Tarangire-Nationalapark, Tansania © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Die Außenbezirke der Stadt Nairobi haben die Grenzen des Nairobi-Nationalparks erreicht © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Elfenbeinlager der tansanischen Naturschutzbehörde in Dar-es-Salaam. 2010 lagerten hier rund 90 Tonnen Rohelfenbein, das aufgefunden oder konfisziert wurde. Dies entspricht etwa 9'000 Elefanten © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Schlafender Leopard (Panthera pardus) im Nakuru-Nationalpark, Kenia © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Osteuropäische Störche nutzen die ostafrikanischen Steppen und Savannen als Winterquartier. Hier in der Serengeti © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Wassertriel (Burhinus vermiculatus) auf der Insel Ngamba im Viktoriasee, Uganda © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Ostafrika hat überwiegend ein tropisches Klima mit relativ geringen Temperaturunterschieden zwischen Sommer und Winter. Lange Trockenzeiten werden von Perioden mit unregelmäßigen Niederschlägen unterbrochen. In höheren Lagen, wie dem äthiopischen Hochland kann es vor allem nachts bitterkalt werden.

Ebenen mit nach Regenfällen rasch sprießenden Gräsern, Gebirgszüge, erloschene Vulkane, das Seen- und Fluss-System des Rifttals, der Lauf des Nils mit ausgedehnten Sumpfgebieten und die Küsten des Roten Meeres und des Indischen Ozeans tragen zur hohen Biodiversität der Region bei. Die Eastern Arc Mountains und die zwischen ihnen und dem Indischen Ozean liegenden Wälder sind ein Brennpunkt der Biodiversität. Auf einer Fläche nur so groß wie Belgien leben hier 4'000 Arten Gefäßpflanzen, wovon 1'400 endemische, und 1019 Wirbeltierarten (ohne Fische), wovon 121 endemische. In der Region befindet sich der Malawisee mit dem weltweit größten Artenreichtum an Fischen. Man geht davon aus dass es etwa 1'000 Arten sind, von denen über 90 % nur hier heimisch sind.

Naturschutz

Zwar ist die Region recht gut mit Nationalparks und anderen Schutzgebieten bestückt, aber mangelnder praktischer Wildschutz hat dazu geführt, dass in den meisten Ländern die Elefantenbestände zusammengebrochen sind. Heute haben sie sich wieder ein wenig erholt. Es dürfte in der Region gegen 200'000 Tiere geben, über 80 % davon in Tansania, das sich effektiv um den Schutz bemüht. Im Lager der Naturschutzbehörde in Dar-es-Salaam hat sich so viel Elfenbein aus Konfiskationen und Hegeabschüssen angehäuft, dass ob der Last die Gestelle zusammengebrochen sind. Auch der Bestand des Spitzmaulnashorn wurde in der Region drastisch reduziert, heute gibt es noch 700 Tiere, und das Nördliche Breitmaulnashorn ist im Freiland vermutlich ganz ausgerottet.

Ein Bevölkerungswachstum von 2.5 bis 3 % pro Jahr führt dazu, dass der Lebensraum für die Wildtiere immer knapper wird. Wildtier:Mensch-Konflikte häufen sich, illegale Fleischjagd gibt es überall und neue Verkehrswege zerschneiden die Lebensräume der Tiere. Seit Bernhard GRZIMEKs Zeiten engagiert sich die Frankfurter Zoologische Gesellschaft namentlich in Tansania für den Naturschutz. Auch andere Zoos beteiligen sich an Natur- und Artenschutzprojekten in der Region, etwa für Somali-Wildesel, Grévyzebra oder Spitzmaulnashorn, oder unterstützen Naturschutzgebiete. Viele Zoos beteiligten sich auch an der EAZA-Nashornkampagne (2005/06), die u.a. rund 100'000 € für Nashorn-Schutzprojekte in Ostafrika generierte.

Typische Zootiere:

Grüne Meerkatze, Anubispavian, Steppenpavian, Mantelpavian, Dschelada, Guereza , GoldschakalAfrikanischer Wildhund, Löffelhund, HonigdachsZebramanguste, ZwergmangusteWeißschwanzmangusteTüpfelhyäne, Streifenhyäne, Erdwolf, GepardKarakal, ServalLöwe, Leopard, Erdferkel, Afrikanischer Elefant, Klippschliefer, Buschschliefer, Südlicher Baumschliefer, Somali-Wildesel , Grévyzebra , Grantzebra, Spitzmaulnashorn, WarzenschweinFlusspferd, Giraffe, Okapi, Kaffernbüffel, Bongo, Elenantilope, Kleiner Kudu, Großer Kudu, Rotducker, Blauducker, Pferdeantilope, Rappenantilope, Weißbartgnu, Bergriedbock, Ellipsenwasserbock, Weißnacken-Moorantilope, Kirk-Dikdik, Klippspringer, Impala, Dorkasgazelle, Thomsongazelle, Schlicht-Borstenhörnchen, Tüpfelgrasmaus, Akazienratte, Nacktmull, Rote Elefantenspitzmaus, Rotschulter-Rüsselhündchen.

Massai-Strauß, Zwergtaucher, Rosapelikan, Rötelpelikan, Kormoran Graureiher, Goliathreiher, Kuhreiher, SeidenreiherKüstenreiher, Nachtreiher, Zwergdommel, Schuhschnabel, Hammerkopf, Weißstorch, Abdimstorch, Wollhalsstorch, Afrikanischer Marabu, Brauner Sichler, Heiliger Ibis, Löffler, Zwergflamingo, RosaflamingoGelbbrustpfeifgans, Witwenpfeifgans, Nilgans, Blauflügelgans, Sporngans, Glanzgans, Zwergglanzgans, Kapente, Rotschnabelente, Gelbschnabelente, Schreiseeadler, Bartgeier, Schmutzgeier, SperbergeierGaukler, Sekretär, Wanderfalke, Turmfalke, Gelbkehlfrankolin, Geierperlhuhn, HelmperlhuhnGrauhals-Kronenkranich, Teichhuhn, Afrikanisches Blätterhühnchen, Stelzenläufer, Säbelschnäbler, Kaptriel, Krokodilwächter, Sandregenpfeifer, Langzehenkiebitz, Großer Brachvogel, Kampfläufer, Rotschenkel, Schwarzköpfchen , Schwarzschnabelturako, Fischerturako, Weißhaubenturako, Seidenturako, Hartlaubturako, Weißwangenturako, Weißbauch-Lärmvogel, Schleiereule, Weißgesichtseule, Kap-Uhu, MilchuhuBraunflügel-Mausvogel, BlaunackenmausvogelScharlachspint, Weißstirnspint, Strichelracke, Gabelracke, Wiedehopf, Steppenbaumhopf, Nördlicher Hornrabe, Trompeter-HornvogelRotschnabeltoko, GrautokoFlammenkopf-Bartvogel, Weißscheitelrötel, Tacazze-Nektarvogel, Kupfernektarvogel, Heuglin-Brillenvogel, Elsterwürger, WachtelastrildNapoleonweber, Textorweber, Genickbandweber, Paradieswitwe, Königsglanzstar, Hildebrandt-Glanzstar, Purpur-Glanzstar, Dreifarben-Glanzstar, Starweber, Napoleonweber, Oryxweber,

Nilkrokodil, Spaltenschildkröte, Jackson-Chamäleon, Pantherschildkröte, Ostafrikanische Siedleragame, Fliederagame, Zwerggürtelschweif, Braune Schildechse, Afrikan. Eierschlange, Weißlippen-Kobra, Puffotter, Afrikanischer Krallenfrosch, Schmuck-Flösselhecht, Senegal-Flösselhecht, Elefantenrüsselfisch, Malawisee-Buntbarsche, Tanganjikasee-Buntbarsche.

Literatur und Internetquellen

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Freigegeben in Ostafrika
Donnerstag, 14 Juni 2018 14:43

Grasländer und Trockensavannen

Grasländer und Trockensavannen

 

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(1) Nairobi-Nationalpark, (2) Serengeti-Nationalpark, (3) Ngorongo-Krater / Schutzgebiet, (4) Tarangire-Nationalpark

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Wichtige Naturschutzgebiete in Steppe und Trockensavanne
Die nördliche Steppen und Trockensavannen erstrecken sich südlich der Sahara als etwa 200 bis 400 km breites Band vom Atlantik bis zum Roten Meer. In Ostafrika gibt es zusätzlich eine Abzweigung, die von Nord nach Süd über rund 2000 km in etwa dem Ostafrikanischen Graben folgt. Die Zone ist charakterisiert durch 250 - 1000mm Niederschlag im Jahresmittel und 6-10 aride Monate. Bei einem Jahresniederschlag von unter 700 mm bei einer Trockenzeit von wenigstens 8 Monaten resultiert eine Dornsavanne mit Akazienarten und bis kniehohem Gras, bei höherem Niederschlag Je nach Bodenbeschaffenheit holzreiche Savannen, die von grobfiedrigen, zur Schirmform neigenden und kaum dornentragenden, laubabwerfenden Bäumen dominiert wird oder Steppe mit knie- bis hüfthohem Gras.

In den einzelnen Schutzgebieten können oft mehrere dieser Vegetationstypen angetroffen werden

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Typische Zootiere

Grüne Meerkatze, Husarenaffe, Streifenschakal, Goldschakal, Schabrackenschakal , Löffelhund, Afrikanischer Wildhund, Honigdachs, Afrikanische Zibetkatze, Kleinfleck-Ginsterkatze, Großfleck-Ginsterkatze, Zwergmanguste, Zebramanguste, Erdwolf, Tüpfelhyäne, Streifenhyäne, Falbkatze, Karakal, Serval, Löwe, Leopard, Gepard, Erdferkel, Buschschliefer, Klippschliefer, Afrikanischer Elefant, Spitzmaulnashorn, Steppenzebra, Flusspferd, Warzenschwein, Giraffe, Kaffernbüffel, Elenantilope, Pferdeantilope, Streifengnu, Wasserbock, Südafrikanisches Stachelschwein , Afrikanischer Strauß, Abdimstorch, Wollhalsstorch, Afrikanischer Marabu, WeißrückengeierNördlicher Hornrabe, Blaunackenmausvogel,

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

Nairobi-Nationalpark, Kenia

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Landschaft des Nairobi-Nationalparks, am Horizont die Stadt Nairobi mit 4.4 Millionen Einwohnern © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Grantzebras (Equus quagga boehmi) im Nairobi-Nationalpark © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Weißbartgnus (Connochaetes taurinus albojubatus) und Kuhreiher (Bubulcus ibis) im Nairobi-Nationalpark © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Impalabock (Aepyceros melampus) im Nairobi-Nationalpark © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

 

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Kaffernbüffel (Syncerus caffer) und Kuhreiher (Bubulcus ibis) im Nairobi-Nationalpark © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Massaigiraffe (Giraffa c. tippelskirchi) im Nairobi-Nationalpark © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Fläche: 117 km²
Höhe: 1’533-1’760 m.ü.M.

Niederschlag / Jahr: 635 (Ebenen) - 889 (höhere Lagen) mm
Mittlere Monatstemperaturen: 17-21°C, Jahresmittel 19°C.

Der für afrikanische Verhältnisse kleine Park liegt unmittelbar außerhalb der Großstadt Nairobi. Im Osten, Norden und West ist er eingezäunt, im Süden ist er offen, um den Tieren ihre saisonalen Wanderungen zu ermöglichen. In den letzten Jahren sind aber die Bestände mancher Arten eingebrochen, was mit menschlichen Aktivitäten außerhalb des Parks und mit der Bau einer neuen Autostraße und einer Bahnlinie durch den Park zusammenhängen dürfte. Die in den 1960er Jahren bestehenden Wanderherden von etwa 30'000 Gnus gibt es nicht mehr. Nur noch etwa 200 Stück leben im Park. Der Zebrabestand ist von 2010-2019 von 1'400 auf unter 800 geschrumpft.

Der Park besteht überwiegend aus Grasland, mit oder ohne Besatz mit Akazien. Stellenweise findet sich Hochland-Wald oder Busch und entlang eines permanenten Flusses Galeriewald. Künstliche Wasserbecken tragen als Lebensraum für weitere, früher im Gebiet unbekannte Vogelarten zur Erhöhung der Biodiversität bei.

Im Park befindet sich seit 1964 das "Nairobi Animal Orphanage", in dem verwaiste oder aufgefundene Wildtiere gepflegt und rehabilitiert werden, und das als Informations- und Umweltbildungszentrum dient. Ausländische Touristen könen diesen Mini-Zoo gegen ein Eintrittsgeld von 20 USD besuchen.

Charakterpflanzen

Der Wald im Westen des Parks wird von Oliven- (Olea africana), Muhuhu- (Brachylaena hutchinsii) und Calodendrum-Bäumen (Calodendrum capense) dominiert, ferner hat es Croton-Sträucher (Croton dichogamus). In den Flusstälern Fieberakazien und Kandelaber-Euphorbien.

Tierwelt

Mit Ausnahme des Elefanten finden sich hier, unmittelbar am Stadtrand von Nairobi, die "Big Five": Löwe, Leopard, Spitz- und Breitmaulnashorn sowie Kaffernbüffel. Auch Gepard, Flusspferd und Giraffe sind vorhanden. Die Säugetierliste enthält 79, die Vogelliste 516 Arten (Important Bird Area KE036), darunter den vom Aussterben bedrohte Weißrückengeier. Unter den Reptilien befinden sich Nilkrokodil, Felsenpython, Speikobra, Puffotter, Panther- und Glattrand-Gelenkschildkröte.

Literatur und Internetquellen

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Serengeti-Nationalpark, Tansania

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Grantzebras (Equus quagga boehmi) auf Kurzgrassteppe im Serengeti-Nationalpark © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Topis (Damaliscus lunatus) auf Kurzgrassteppe in der Nähe von Seronera, Serengeti-Nationalpark © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Afrikanische Elefanten in Akaziensvanne bei Seronera, Serengeti-Nationalpark © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Löwe (Panthera leo) im Serengeti-Nationalpark © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Einsame Schirmakazie (Acacia tortilis) auf der Kurzgrassteppe des Serengeti-Nationalparks © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Klipschliefer (Procavia capensis) auf Kopje bei Seronera, Serengeti-Nationalpark © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Westliche Weißbartgnus (C. t. mearnsi) auf der Kurzgrassteppe der Serengeti © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Fläche: 14'750 km²
Höhe: ca. 1500 – 3648 m.ü.M.

Niederschlag / Jahr: Ca. 800 mm
Mittlere Monatstemperaturen: tags 21-26°C, nachts 9-14°C.

Der seit 1951 bestehende Nationalpark grenzt an das kenianische Maasai-Mara-Wildschutzgebiet und die tansanischen Ikorongo-, Grumeti- und Maswa-Wildschutzgebiete sowie das Ngorongoro-Schutzgebiet. Schon kurz nach seiner Gründung bestanden Pläne, den Park zu verkleinern und die abgetrennten Flächen teilweise an anderer Stelle zu kompensieren. Dies veranlasste den Frankfurte Zoodirektor Bernhard Grzimek und seinen Sohn Michael mit einer kleinen Piper Cup nach dem damaligen britischen Mandatsgebiet Tanganjika zu fliegen und die damals noch nicht bekannten Wanderungen der Steppenhuftiere zu erforschen. Obwohl es sich zeigte dass wichtige Weidegründe außerhalb der neuen Grenzen des Parks lagen, wurde diese abgetrennt, blieben aber als Ngorongoro-Schutzgebiet erhalten, wenn auch die Wildtiere fortan das Land mit den Rindern und Ziegen der Maasai teilen mussten. Anfang 1959 verunglückte Michael Grzimek als Folge der Kollision seiner Maschine mit einem Geier tödlich. Noch im selben Jahr erschien der Film "Serengeti darf nicht sterben", der 1960 als bester Dokumentarfilm einen Oscar erhielt und zweifellos dazu betrug, dass die tansanische Regierung 1975 sämtlich landwirtschaftlichen Aktivitäten aus dem Ngorngorokrater verbannte.

Vegetation

Die Vegetation besteht im Osten hauptsächlich aus Kurzgrassteppe, im finden sich Westen Ebenen mit längerem Gras, Akaziensavannen und stellenweise dichtem Dornbusch. Galeriewald am Grumeti River. Ferner Kopjes und felsige Hügel.

Tierwelt

Zwei Galagos und fünf tagaktive Primatenarten, darunter Husarenaffe (Erythrocebus patas), Afrikanischer Wildhund, Löwe, Leopard, Gepard, Serval, Karakal, Falbkatze, je 2 Ginsterkatzen- und Zibetkatzenarten, 6 Mangustenarten, Löffelhund, 3 Schakalarten, Tüpfelhyäne, Erdwolf, Baum- und Klippschliefer, Afrikanischer Elefant, Spitzmaulnashorn, Steppenzebra, Warzenschwein, Buschschwein, Giraffe, Kaffernbüffel, 23 Antilopenarten etc., Nilkrokodil. Es wurden 523 Vogelarten nachgewiesen (Important Bird Area TZ009).

Charakterpflanzen

Fingerhirse (Digitaria macroblephora), Rotgras(Themeda triandra) und Dropseed (Sporobolus ioclados) gehören zu den dominierenden Gräsern. Charakteristische Bäume und Sträucher sind je nach Gebiet Schirmakazie (Acacia tortilis), Fieber-Akazie (Acacia xanthophloea), Leberwurstbaum (Kigelia africana), Würgefeige (Ficus thonningii), Wilde Dattelpalme (Phoenix reclinata), Kandelabereuphorbie (Euphorbia candelabrum), Myrrhenstrauch (Commiphora africana), Zahnbürstenbaum (Salvadora persica), Wüstendattel (Balanites aegyptia). Im Dornbusch hauptsächlich Flötenakazie (Acacia drepanolobium).

Literatur und Internetquellen

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Ngorongorokrater / Ngorongo-Schutzgebiet, Tansania

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Spitzmaulnashörner (Diceros bicornis) auf Kurzgrassteppe im Ngorongoro-Krater © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Tüpfelhyänen (Crocuta crocuta) umgeben von Weißbartgnus (Connochetes taurinus albojubatus) auf Kurzgrassteppe im Ngorongoro-Krater © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Grauhals-Kronenkraniche (Balearica regulorum) auf auf Kurzgrassteppe im Ngorongoro-Krater © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Fieberakazienwald (Acacia xanthophloea) am Magadisee im Ngorongorokrater © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Fieberakazienwald (Acacia xanthophloea) am Magadisee im Ngorongorokrater © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Elenantilopen (Taurotragus oryx) im Schtzgebiet außerhalb des Ngorongorokraters © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Fläche: 8'300 km²
Höhe: ca. 1500 – 3648 m.ü.M.

Niederschlag / Jahr: 1'210 mm
Temperatur: (am Kraterboden) min. 2°C, max. 35°C.

Das Schutzgebiet schließt den 610 m tiefen Ngorongorkrater ein, dessen Boden eine Fläche von 260 km² bedeckt. Ebenfalls innerhalb des Perimeters liegen die durch ihre Fossilienfunde berühmte, 48 km lange Olduvaischlucht, der noch aktive, 3'188 m hohe Vulkan Old Doinyo Lengai sowie mehrere über 3'000 m hohe Gipfel erloschener Vulkane und die Empakaai-, Olmoti- und Kerimasikrater. Die Caldera des Empakaai wird teilweise von einem leicht alkalischen Kratersee mit einem Durchmesser von ca. 2.5 km und einer Tiefe bis 85 m eingenommen.

Vegetation:

Am häufig nebligen Kraterrand und den höheren Lagen der Kraterwände wachsen Busch, Heide, Langgrassavanne und immergrüne Bergnebelwälderwälder. Am Kraterboden gedeiht hauptsächlich eine Kurzgrassteppe. Kleinere Teile werden vom alkalischen Magadi-See, dem Gorigor-Sumpf und zwei Wäldern (Lerai und Laiyanai Forest) eingenommen. Außerhalb des Kraters Akaziensavanne und im Osten Gebirgswald, in den höheren Berglagen alpine Moore.

Tierwelt

Steppenpavian, Grüne Meerkatzen, Löwe, Leopard, Gepard, Serval, 3 Mangustenarten, Löffelhund, 3 Schakalarten, Tüpfelhyäne, Afrikanischer Elefant, Spitzmaulnashorn, Steppenzebra, Warzenschwein, Kaffernbüffel, 10 Antilopenarten, Kaphase, Stachelschwein etc., Giraffe, Impala, Topi und Nilkrokodil fehlen im Krater, Giraffen kommen aber innerhalb des Schutzgebietes vor. Es wurden über 500 Vogelarten nachgewiesen, auffällig sind im Grasland namentlich Strauß, Sekretär, Grauhals-Kronenkranich, Koritrappe und verschiedene Kiebitze (Important Bird Area TZ013) In den Kraterseen des Schutzgebiets leben saisonal zahlreiche Zwerg- und Rosaflamingos.

Charakterpflanzen

In der Trockensavanne Schirmakazie (Acacia tortilis) und Balsambaum (Commiphora africana), im Lerai-Wald Fieber-Akazie (Acacia xanthophloea) und Schlangenwurz (Rauvolfia caffra), im Laiyanai-Wald Seidenakazie (Albizia gummifera), Säulenbaum (Cassipourea malosana) und Acacia lahani. Als Folge der Überweidung findet eine Veränderung des Artenspektrums der Gräser statt und es breiten sich krautige Pflanzen aus der Familie der Asteraceae aus.

Literatur und Internetquellen

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Tarangire-Nationalpark, Tansania

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Afrikanischer Elefantenbulle Loxodonta africana) im Tarangire-Nationalpark © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Massai-Giraffe (Giraffa camelopardalis tippelskirchi) in Akazien-Savanne, Tarangire-Nationalpark © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Von-der-Decken-Toko (Tockus deckeni) im Tarangire-Nationalpark © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Baobabs (Adansonia digitata) - Abendstimmung im Tarangire-Nationalpark © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Fläche: 2'850 km²
Höhe: 1’100-1'500 m.ü.M.

Temperatur: min. 4°C, max. 40°C.
Jahresniederschlag: 767 mm, Trockenzeit Juni-Oktober.

Vegetation und Charakterpflanzen

Mosaik von Grassavanne und Buschsavanne mit vereinzelten Inselbergen ("Kopjes") und schwarzerdigen Gras- und Sumpfgebieten aus feiner, schwarzer Vulkanerde, die in der Regenzeit große Feuchtbiotope bilden.

Vegetation und Charakterpflanzen

Im Norden überwiegend Schirmakazien (Acacia tortilis) dazwischen Affenbrotbäume oder Baobabs (Adansonia digitata). die wie andernorts auch ziemlich unter den Elefanten zu leiden haben. Ansonsten hat es Leberwurstbäume (Kigelia africana) sowie Acacia–Commiphora- und Combretum–Dalbergia-Savannen. In den saisonalen Sumpfgebieten stehen Wüstendatteln (Balanites aegyptia).

Tierwelt

Nicht ohne weiteres sicht- aber dafür umso spürbarer ist die Tsetsefliege, die als Überträger der Rinderseuche Nagana und der Schlafkrankheit des Menschen dafür gesorgt hat, dass Tarangire von Hirten gemieden wird und sich die Wildtiere hier erhalten konnten. Unter den Säugetieren sind neben den „Big Five“ die Büschelohrbeisa (Oryx beisa callotis), der Kleine Kudu, fünf Arten Mangusten und das Schlichtborstenhörnchen (Xerus rutilus) bemerkenswert. Die Zahl der Vogelarten dürfte 450 übersteigen (Important Bird Area TZ010) und nach Angaben der Nationalpark-Verwaltung bei etwa 550 liegen.

Literatur und Internetquellen

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Donnerstag, 14 Juni 2018 14:16

Steppen und Trockensavannen

Die nördliche Steppen und Trockensavannen erstrecken sich als etwa 200 bis 400 km breites Band von Senegal über Mauretanien, Mali, Niger und Tschad sowie die nördlichsten Gebiete von Burkina Faso, Nigeria und Kamerun bis in den Sudan. Eine präzise Abgrenzung ist schwierig, da die Übergänge von den Halbwüsten bis zu den Feuchtsavannen fließend sind. Die Niederschlagsmenge nimmt von etwa 400 mm im Norden bis gegen 1000 mm im Süden zu.
        
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Wichtige Naturschutzgebiete in Steppe und Trockensavanne
Bedeutende Schutzgebiete im Bereich der nördlichen Steppen und Trockensavannen sind Ferlo-Nord und Ferlo-Süd (Senegal), Ansongo-Menaka (Mali), Boucle-du-Baoulé-NP (teilweise, Mali), Dilia de Lagané und Dallol Boboyé (beide IBA, Niger), Tschadsee (Nigeria), Waza NP (Kamerun) und Ouadi Rimé–Ouadi Achim und Zakouma-NP (Tschad). Einzelne Schutzgebiete reichen bis in die Sahara hinein und beherbergen daher auch Säbel- und Mendesantilopen und Damagazellen.


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Waza-Nationalpark beim Point Triple während der Regenzeit. Foto Marco Schmidt

Charakterpflanzen

Typische Gräser der Trockensavannen sind Dreigrannengras (Aristida mutabilis), Fingergras (Chloris prieurii) und Büffelgras (Cenchrus biflorus). Unter den Bäumen dominieren die Schirmakazie (Acacia tortilis), die bis 12 m hohe Verek-Akazie (Acacia senegal) und der gleich hoch werdende Langfadenbaum (Combretum glutinosum), die zu den Jochblattgewächsen (Zygophyllaceae) gehörende Wüstendattel (Balanites aegyptiaca) und der Hirtenbaum (Boscia senegalensis). In Höhenlagen von 450-600 m kommt auch der Baobab (Adansonia digitata) vor.

Typische Zootiere

Grüne Meerkatze, Husarenaffe, Anubispavian, Guineapavian, Goldschakal, Honigdachs, Zebramanguste, Tüpfelhyäne, Karakal, Löwe, Leopard, Gepard, Erdferkel, Afrikanischer Elefant, Klippschliefer, Flusspferd, Warzenschwein, Giraffe, Pferdeantilope, Dorkasgazelle, Rotstirngazelle (Gazella rufifrons); Afrikanischer Strauß, Abdimstorch, Wollhalsstorch, Afrikanischer Marabu, WeißrückengeierNördlicher Hornrabe, Blaunackenmausvogel, Goldscheitelwürger

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Freigegeben in West-und Zentralafrika
Donnerstag, 14 Juni 2018 16:59

Trockensteppe, Dornbusch

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Die Monte-Strauchsteppe ist reich an Kakteen; Prov. Cordoba, Argentinien © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Zwergmeerschweinchen im natürlichen Lebensraum. Prov. Córdoba, Argentinien © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Kanincheneule, Posadas de Qenti, Prov. Cordoba, Argentinien © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Bronzekiebitz "Teru-teru" (Vanellus chilensis) bei Posadas de Qenti, Provinz Cordoba, Argentinien © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Gabelschwanz-Königstyrann "Tijereta" (Tyrannus savana) bei Posadas de Qenti, Provinz Cordoba, Argentinien © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Allgemeines

Die Monte-Strauchsteppe erstreckt sich im Andenvorland über etwa 1200 km von der argentinischen Provinz Catamarca bis zur Mündung des Río Chubut. Sie verbindet die Puna im Norden mit der patagonischen Steppe im Süden. Mit einem Jahresniederschlag von nur 100 bis 250 mm ist das Klima dieser Region sehr trocken. Die meisten Niederschläge fallen im (südlichen) Sommer. Die Jahresdurchschnittstemperaturen liegen zwischen 14 und 20 °C. Es werden zwei Ökoregionen unterschieden: im Norden der gebirgige Monte de Sierra y Bolsones mit einer Fläche von 117'100 km², ab der Provinz Mendoza der 353'310 km² abdeckende, flachere Monte de Llanuras y Mesetas.
        
Die Vegetation ist ziemlich einheitlich. Dornsträucher oder blattlose Rutensträucher verleihen der Strauchsteppe besonders in der Trockenzeit ein eintöniges Aussehen. Erst kurz vor der spärlichen Regenperiode blühen die Sträucher, Kakteen, diverse Opuntien und Kräuter.

Östlich an den Monte schließt der Chaco seco an, der aus Trockenwäldern, Savannen und Trockenbusch besteht und im südlichen Teil sukzessive in die Pampa übergeht.

Die Übergangszone von Chaco Seco bzw. Monte im Westen und der Pampa im Osten wird als Espinal bezeichnet. Es handelt sich um eine Dornsavanne.

Typische Zootiere

Kleinfleckkatze, Jaguarundi, Puma, HalsbandpekariGuanako, Mara, Zwergmara, Flachland-Viscacha,Südliches Kugelgürteltier.
Darwin-Nandu, Schopftinamu, Aguja, RotrückenbussardSchopfkarakara, Chimango (Milvago chimango), Bronzekiebitz, Kanincheneule. 
Argentinische Landschildkröte, Roter Teju, Schwarzweißer Teju, Südboa

Weitere Tierarten

Zwerggürteltier (Zaedyus pichiy), Kampfuchs, Pampasfuchs, Anden-Skunk (Conepatus chinga), Patagonischer Skunk (Conepatus humboldti), Kleingrison (Galictis cuja), Zwerggrison (Lyncodon patagonicus), Pampaskatze, Grauer Spiesshirsch, Zwergmeerschweinchen (Microcavia spp.), Kammratten (Ctenomys spp.). Gabelschwanz-Königstyrann (Tyrannus savana).

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Nationalparks und andere Schutzgebiete*

Argentinien

  • El-Leoncito-Nationalpark. Provinz San Huan. Seit 2002. 897 km². Monte de Sierras y Bolsones
  • Lihué-Calel-Nationalpark. Provinz La Pampa. Seit 1976. 325 km². Monte de Llanuras y Mesetas
  • Los Cardones-Nationalpark. Provinz Salta. Seit 1996. 650 km². Monte de Sierras y Bolsones
  • Quebrada-del-Condorito-Nationalpark. Provinz Córdoba. Seit 1996. 373 km². Chaco seco - Sierras Pampeanas
  • San-Guillermo-Nationalpark. Provinz San Juan. Seit 1999. 1'660 km². Monte de Sierras y Bolsones
  • Sierra-de-las-Quijadas-Nationalpark. Provinz San Luís. Seit 1991. 735 km². Chaco seco - Monte  de Llanuras y Mesetas
  • Talampaya-Nationalpark. Provinz La Rioja. Provinz-Reservat seit 1975, Nationalpark seit 1997. 2'150 km². Chaco Seco - Monte de Sierras y Bolsones
  • Traslasierra-Nationalpark. Provinz Córdoba. Seit 2018. 1054 km². Chaco seco - Sierras Pampeanas

* Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit

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Literatur und Internetquellen

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Donnerstag, 14 Juni 2018 16:56

Grassteppe, Pampa

Allgemeines

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Töpfervögel (Furnarius rufus) mit Nest in der Pampa, Provinz Salto, Uruguay © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

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Nandus (Rhea americana) in der Pampa, Provinz Salto, Uruguay © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

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Rinder und Nandus (Rhea americana) weiden gemeinsam in der Pampa Uruguays © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

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Weidende Rinder in der Pampa Uruguays © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Das Grasland um den Rio de la Plata, die Pampa Argentiniens und Uruguays hat eine Ausdehnung von rund 500'000 km². Natürlicher Baumbewuchs fehlt wegen der häufigen Steppenbrände. Die mittleren Jahrestemperaturen liegen zwischen 14 und 17°C, die mittleren Tiefsttemperaturen im Juni/Juli bei 4-7°C, das mittlere Maximum im Januar bei 31°C, die Jahresniederschläge zwischen 600 und 1100 mm. Die natürliche Vegetation besteht aus Gräsern, die über einen Meter hoch werden können, namentlich Vertreter der Gattungen Stipa, Piptochaetium und Panicum. Allerdings wird die Pampa intensiv landwirtschaftlich genutzt. In Argentinien sind 60 % des Viehbestandes (= ca. 20 Millionen Rinder) und 80 % des Ackerlandes hier konzentriert. In Uruguay mit einer gesamten Landesfläche von nur 176'000 km² werden 11.7 Millionen Rinder und 9.7 Millionen Schafe gehalten.

Daher repräsentieren in beiden Ländern nur noch kleine Flächen den natürlichen Zustand. So hat z.B. in dem Gebiet, in dem eine der beiden letzten Pampashirschpopulationen Argentiniens lebt, der Anteil der naturbelassenen Flächen von 1985-2001 von 84% auf 37% abgenommen (DEMARIA et al., 2004).

Dementsprechend ist es um die Großtierfauna schlecht bestellt. Die Bestände der Spieß- und Pampashirsche nehmen ab, ebenso Pampas- und Kleinfleckkatze. Sumpfhirsch, Puma und Mähnenwolf sind in Uruguay vermutlich ausgestorben. Der eingebürgerte Europäische Feldhase erreicht dagegen Populationsdichten bis zu 100 Individuen / km² (DIETRICH, 1985).

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Typische Zootiere

Mähnenwolf, Kleinfleckkatze, Jaguarundi, Puma, Guanako, Wild-Meerschweinchen, Sumpf-Meerschweinchen, Große Mara Flachland-ViscachaBraun- und Weissborsten-Gürteltier .
Nandu, Halsbandtschaja, Koskorobaschwan, Schopfkarakara, Rotfußseriema, Bronzekiebitz, KanincheneuleGraukardinal (Paroaria coronata)

Weitere Tierarten

Zwerggürteltier (Zaedyus pichiy), Maikongfuchs, Pampasfuchs, Krabbenwaschbär, Anden-Skunk (Conepatus chinga), Kleingrison (Galictis cuja), Pampaskatze, Sumpfhirsch, Grauer Spießhirsch, Pampashirsch, Kaninchenratte (Reithrodon auritus), Kammratten (Ctenomys spp.).
Picuitäubchen (Columbina picui), Töpfervogel (Furnarius rufus), Schwefelmaskentyrann (Pitangus sulphuratus), Gabelschwanz-Königstyrann (Tyrannus savana), Campos-Spottdrossel (Mimus saturninus).

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Nationalparks und andere Schutzgebiete*

Argentinien

  • Campos-del-Tuyú-Nationalpark. Provinz Buenos Aires. Seit 2009.30 km²
  • Ciervo-de-los-Pantanos-Nationalpark. Provinz Buenos Aires. Teilweise RAMSRA-Gebiet seit 2008, Nationalaprk seit 2018. 56 km²

Uruguay

  • Valle-del-Lunarejo-Nationalpark. Departement Rivera. Seit 2001. 293 km²
  • Meseta de Artigas. Departement Paysandú. Seit 2003. Nationales Monument.
  • Quebrada de los Cuervos. Departement Treinta y Tres. Seit 2008 Landschaftsschutzgebiet. 194 km²

* Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit

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Literatur und Internetquellen

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Donnerstag, 14 Juni 2018 10:34

Grasländer der Tropen und Subtropen

(8.0) Allgemeines
(8.1) Spinifex-Grasland
(8.2) Mitchell-Grasland

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Allgemeines

Steppen, Halbwüsten und Wüsten Inneraustraliens sind mit dauerhaften, harten Gräsern bewachsen, die in einzelnen Horsten stehen. Es gibt zwei Typen.

Typische Zootiere

Kowari, Bergkänguru, Westliches Graues Riesenkänguru. Emu.

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Spinifex-Grasland

(engl. Hummock Grassland), mit Leitarten aus den Gattungen der Stachelkopfgräser (Triodia und Plectrachne). Das Spinifex-Grasland nimmt etwa ein Viertel der Landfläche Australiens ein.

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Mitchell-Grasland

oder Tussock-Grasland, das eine kleinere Landfläche, vor allem im Westen von Queensland bedeckt. Es wird dominiert von den vier Arten der Gattung Astreblea.

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

Einige Nationalparks:
Queensland (Mitchell-Grasland): Carnarvon-Nationalpark, Diamantina-Nationalpark

Westaustralien (Spinifex-Grasland): Cape Range-Nationalpark, Karinji-Nationalpark, Millstream-Nationalpark; Northern Territory: Boodjamulla-Nationalpark, Devils Marbles-Naturschutzgebiet, Finke Gorge-Nationalpark, N’Dhala Gorge-Nationalpark, Ruby Gap-Naturpark, Treptina Gorge-Nationalpark, Uluru-Kata Tjuta-Nationalpark, Watarrka-Nationalpark, West MacDonnell-Nationalpark,

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Literatur und Internetquellen

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Donnerstag, 14 Juni 2018 07:21

Grasländer

(7.0) Allgemeines
(7.1) Puszta
(7.2) Zentralasiatische Steppen

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Allgemeines

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Großtrappen (Otis tarda) im Nationalpark Neusiedlersee-Seewinkel. Foto www.nationalpark-neusiedlersee-seewinkel.at
Im Inneren des Kontinentes, wo der Einfluss des Meeres geringer ist, wird das Klima zunehmend trockener. Anstelle des Waldes entwickelte sich hier ein riesiger Graslandgürtel. Dieser reicht von der Walachischen Tiefebene Bulgariens und Rumäniens über Moldawien, die Ukraine und Russland nach Tibet und bis in die Mongolei.

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"Aueroxen" im Penzezug, Hortobágy Nationalpark © István Sandor
Im Norden gibt es eine Übergangszone zur Taiga, im Süden schließen Halbwüsten an, etwa im Bereich der Gobi. Eine Exklave ist die durch die Karpaten abgetrennte Puszta des pannonischen Beckens. Ursprünglich eine Waldsteppe, setzte hier ab dem 16. Jahrhundert durch menschliche Einwirkung eine weitere Versteppung der Landschaft ein. Auch das tibetische Hochland hat weitgehend Steppencharakter.

Der Lebensraum Steppe ist mit seiner Tier- und Pflanzenwelt bedroht durch Umwandlung in Ackerland oder Weinberge, Überweidung, illegale Jagd, nicht nachhaltigen Wasserverbrauch, Erdölförderung und Bergbau. Schutzgebiete machen nur einen kleinen Teil der Fläche der Eurasischen Grasländer aus. Die charakteristischen Biozönosen sind, namentlich im europäischen Teil, nur noch in Restbeständen vorhanden. Verschiedene Zoos beteiligen sich deshalb an Projekten zum Schutz von Arten oder Gebieten der eurasischen Steppe. Die im Zoo gehaltenen Steppentiere helfen mit, die Naturschutzbotschaft zu vermitteln.

Vegetation und Charakterpflanzen

Die prägenden Pflanzengesellschaften der Steppe bestehen aus Gräsern, darunter Schwingelarten (Festuca spp.), Pfriemengräser (Stipa spp.), Quecken (Agropyron spp.) oder Steppensegge (Carex stenophylla). Dazwischen gedeihen Wucherblumen (Leucanthemum spp.), Kuhschellen (Pulsatilla spp.), Tulpen (Tulipa spp.), Zwergschwertlilien (Iris spp.), Steppendisteln (Carduus spp.) und viele andere Steppenblumen. Man findet daneben vor allem Moose und Flechten, aber auch niedrigere Sträucher wie die Heidekrautgewächse, verschiedene Halophyten auf Salzböden und vereinzelte Waldinseln in günstigen Lagen.

Typische Zootiere: 

Feldhase (Lepus europaeus), Ziesel (Spermophilus citellus), Eurasische Zwergmaus (Micromys minutus), Mongolische Rennmaus (Meriones unguiculatus), Feldhamster (Cricetus cricetus), Steppenfuchs (Vulpes corsac), Wolf (Canis lupus), Przewalskipferd (Equus (ferus) przewalskii), Kiang (Equus kiang), Trampeltier (Camelus bactrianus), Hausyak

Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis), Grau- (Ardea cinerea), Seiden- (Egretta garzetta) und Nachtreiher (Nycticorax nycticorax), Zwergdommel (Ixobrychus minutus), Weißstorch (Ciconia ciconia), Löffler (Platalea leucorodia), Graugans (Anser anser), Rothalsgans (Branta ruficoliis), Moorente (Aythya nyroca), Rebhuhn (Perdix perdix), Steppenadler (Aquila nipalensis), Gänse- (Gyps fulvus), Mönchs- (Aegypius monachus), Bart- (Gypaetus barbatus) und Schmutzgeier (Neophron percnopterus), Jungfernkranich (Anthropoides virgo), Graukranich (Grus grus), Wachtelkönig (Crex crex), Feldlerche (Alauda arvensis), Blaukehlchen (Luscinia svecica), Vierzehenschildkröte (Testudo horsfieldii), Wiesenotter (Vipera ursinii)

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Nationalparks und andere Schutzgebietelineblack1px

Puszta

Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel

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Am Rand des Pannonischen Beckens: Grasland bei St. Margarethen, Burgenland © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Höhe 115- ca. 125 m.ü.M., 9'700 ha.

ca. 600 mm Niederschlag / Jahr
Mittlere Monatstemperaturen: min. ca. - 5, max. ca. 20˚C

Die Biotope des Nationalparks sind der Neusiedler See mit seinem Schilfgürtel, periodisch austrocknende Salzlacken, Mähwiesen, Hutweideflächen und kleinflächige EUR-07 grasland feldhase
Feldhase (Lepus europaeus) im Seewinkel bei Aptelon, Burgenland © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Sandlebensräume.

        
Tierwelt: Großer Abendsegler (Nyctalus noctula), Ziesel, Zwergmaus, Ährenmaus (Mus spicilegus), Feld- und Nordische Wühlmaus (Microtus arvalis, M. oeconimus),Feldhamster, Feldhase, Fischotter, Rotfuchs, Rothirsch, Reh, Wildschwein. Important Bird Areas AT001 und AT004. Hier brüten u.a. Zwergtaucher, Purpur- (A. purpurea) und Silberreiher (C. albus), Rohr- ( Botaurus stellaris) und Zwergdommel, Weißstorch, Löffler, Graugans, Kolbenente, Weihen (Circus aeruginosus, C. pygargus), Großtrappe (Otis tarda), Wachtelkönig, Kleines Sumpfhuhn (Porzana parva), Rohrschwirl (Locustella luscinioides), Blaukehlchen, Mariskensänger (Acrocephalus melanopogon).

Hortobágy-Nationalpark

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Przewalskipferde (Equus ferus przewalskii) im Sommer, Hortobágy-Nationalpark © Vera Warmuth / Kölner Zoo
Höhe 86-98 m.ü.M., 52'000 ha.

ca. 640 mm Niederschlag / Jahr
Mittlere Monatstemperaturen: min. -6, max. 25˚C

Tierwelt: Die Hortobágy Puszta wird mit Hauspferden, Szilajrindern, Zackelschafen und Wollschweinen beweidet. Im Semireservat Pentezug leben Urwildpferde und Heckrinder.
        
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Przewalskipferde (Equus ferus przewalskii) im Winter, Hortobágy-Nationalpark © Attila Korbely / Kölner Zoo
Die Hortobágy Puszta ist ein Important Bird Area (HU032). Hier brüten u.a. Zwergscharbe (Phalacrocorax pygmeus), Purpur- (Ardea purpurea), Rallen- (Ardeola ralloides) und Nachtreiher, Zwergdommel, Weißstorch, Löffler, Graugans, Moorente, Rotfußfalke (Falco vespertinus), Großtrappe (Otis tarda), Zwergsumpfhuhn (Porzana pusilla), Weißbart- (Chlidonias hybridus) und Trauerseeschwalbe (Ch. niger), Schwarzstirnwürger (Lanius minor) und Seggenrohrsänger (Acrocephalus paludicola).

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Zentralasiatische Steppen

Altyn Emel-Nationalpark

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Wildpferde (Equus (ferus) przewalskii)im natürlichen Lebensraum. Altyn Emel NP, Kasachstan © Henning Wiesner, Andechs
Höhe: 480 - 2'882 m.ü.M.

Altyn Emel ist gebirgig. In den tieferen Lagen hat es teilweise unterschiedliche Steppentypen, teilweise Wüsten und zu einem kleinen Teil Wald. Wegen der unterschiedlichen Landschaftsformen ist die Pflanzenvielfalt hoch, es wurden 634 Arten Gefäßpflanzen nachgewiesen.

Tierwelt: Die Wirbeltierfauna setzt sich aus 70 Säugetier, 280 Vogel- (wovon 155 Brutvogel-), 25 Reptilien-, 4 Amphibien- und 28 Fischarten zusammen. Unter den Säugetieren befinden sich Steinmarder, Steppeniltis, Fischotter, Turkmenischer Kulan, Kropfgazelle, Argali, sowie eine kleine Gruppe wiedereingeführter Przewalskipferde. In diesem Important Bird Area (KZ101) fallen die zahlreichen Geier (Schnee-, Gänse, Mönchs-, Bart- und Schmutzgeier), Falken (Saker, Rötel-, Turm- und Baumfalke) und sonstigen Greifvögel auf, ferner Krauskopfpelikan, Kragentrappe (Chlamydotis undulata), Blauracke und Weißrückenspecht (Dendrocopos leucotos).

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Literatur und Internetquellen

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© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx