Mittwoch, 21 September 2022 09:02

MISLIN, V. & HERZOG, G. (2011)

Erfahrungen bei der Haltung und Nachzucht der madagassischen Flachrücken-Spinnenschildkröte Pyxis planicauda (GRANDIDIER, 1867).

Testudo 20(1): 7-24.

Volltext

Schlussfolgerung:

Durch den erhöhten Feuchtigkeitsbedarf stellen die Schildkröten hohe Anforderungen an Hygiene und Pflege. Die Flachrücken-Spinnenschildkröte eignet sich für Schildkrötenhalter, die sich bewusst sind, dass die Haltung auch einen technischen Aufwand benötigt.

mislin-biblio

Freigegeben in M
Montag, 18 Juli 2022 08:12

ZESSIN, W. (2007)

Neue Nashornhaltung im Zoo Schwerin - Zooverein informierte sich aus erster Hand.

URSUS 13: 42-46, 6 Abb.


Volltext (PDF)

Inhalt:

Der Artikel informiert über die Fortpflanzungsbiologie von Breitmaulnashörnern im Freiland, die Haltungsgeschichte (1980-2007) der ersten Breitmaulnashörner im Zoo Schwerin, Erfahrungen anderer Zoos, Durchgeführte Untersuchungen und Ergebnisse zur künstlichen Besamung im Zoo Schwerin, Durchzuführende Maßnahmen bei Paarhaltung und die geplante neue Nashornhaltung in Schwerin.

zessin-biblio

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Dienstag, 05 April 2022 09:45

NUPNAU, C. (2021)

Chinesische Zwergwachteln - Kleine Hühnervögel ganz gross.

Taschenbuch, 118 Seiten, mit über 250 Farbfotos.
Eigenverlag. Zu beziehen bei: Cynthia Nupnau, Waldstrasse 1, 8580 Biessenhofen, Email: thurgauerzwergwachteln©gmail.com 

Inhalt:

Das Buch "Chinesische Zwergwachteln, Kleine Hühnervögel ganz gross" ist das erste deutschsprachige Buch in dem es nur um Zwergwachteln geht. Auf 118 Seiten und über 250 Farbfotos werden die Zucht mit Naturbrut und Kunstbrut beschrieben, sowie über 30 Farbschläge der Zwergwachtel gezeigt.  Es werden sowohl häufige Krankheiten und Probleme behandelt sowie deren Verhalten. Durch viele Fotos wird gezeigt wie man Zwergwachtel Gehege einrichten kann und was man für eine artgerechte Haltung braucht. Das Buch geht darauf ein wie man seine Zwerge zähmen kann, zeigt wie man z. B. Geschlechter unterscheidet und vieles mehr.

Buchbesprechung: https://www.tierwelt.ch/artikel/ziervogel/zwergwachtel-wissen-zwischen-buchdeckeln-404675

nupnau-biblio

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Sonntag, 19 Dezember 2021 09:21

GIELEN, J. (2021)

Die Zucht des Goldscheitelwürgers.

Gefiederter Freund 68(8): 16-19.

Inhalt:

Der Autor, ein niederländischer Vogelzüchter, berichtet über Erfolge und Misserfolge bei seiner langjährigen Haltung und Zucht des Goldscheitelwürgers mit Beobachtungen zum Verhalten, Details zur Fortpflanzung und Aufzucht sowie zur Fütterung.

gielen-biblio

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Impact of genomic leakage on the conservation of the endangered Milky Stork.

Biological Conservation 229(e1400253). DOI:10.1016/j.biocon.2018.11.009

Siehe auch Zeitungsartikel: https://www.eurekalert.org/news-releases/623399

Abstract:

Endangerment and extinction of threatened populations can often be accelerated by genomic contamination through infiltration with alien alleles. With a growing anthropogenic footprint, many such hybridization events are human-mediated. The Milky Stork (Mycteria cinerea) is one such species whose genomic composition is threatened by human-mediated hybridization with its sister taxon, the Painted Stork (Mycteria leucocephala). A comprehensive investigation of the stork population in Singapore using three complementary population-genomic approaches revealed a large proportion of hybrids that have undergone several generations of genomic leakage from Painted Storks and fall along a genetic cline that closely mirrors a phenotypic cline from pure Milky to pure Painted. Although originating from a limited number of introduced Painted Storks, these hybrids are now an integral part of both the wild and captive Singaporean and southern peninsular Malaysian stork population. Genetically informed conservation management including the isolation of hybrids in captivity and a strict removal of hybrids from the wild along with a release of genetically pure Milky Storks is imperative for continued survival. Similar approaches must become routine in endangered species conservation as human-mediated hybridization increases in volume.

bajeva biblio

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Aufzucht und Wiederansiedlung von Wechselkröten durch die Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen

12 4 21 2 Sachsenhagen Aufzucht
Aufzuchtbehälter für Wechselkröten in der Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen © Florian Brandes, WASS Sachsenhagen

12 4 21 3 Laichschnur
Einen Tag alte Laichschnur der Wechselkröte © Florian Brandes, WASS Sachsenhagen

12 4 21 5 metamorph quappen
Metamorphosierende Quappen der Wechselkröte in Aufzuchtbehälter © Florian Brandes, WASS Sachsenhagen

12 4 21 4 metamorph jungkroeten
Junge Wechselkrötchen in Aufzuchtbehälter © Florian Brandes, WASS Sachsenhagen

12 4 21 6 auswilderung
Auswilderung von jungen Wechselkröten © Lars Kaletta, WASS Sachsenhagen

 

Das Verbreitungsgebiet der Wechselkröte (Bufotes viridis) erreicht seine nordwestliche Grenze in Ost-Niedersachsen. Geeignete Lebensräume sind dort selten, und als Folge von Lebensraumzerstörung und -zerschneidung ist der Bestand im Lauf des 20. Jahrhunderts um 80% zurückgegangen. Die Vorkommen beschränken sich auf isolierte Sekundärhabitate, die alle außerhalb von Naturschutz- oder Fauna-Flora-Habitat-Gebieten liegen. 2019 gab es nur noch 7 Vorkommen in den Landkreisen Helmstedt und Wolfenbüttel, in denen insgesamt 106 Adulttiere gezählt wurden. Bei nur zwei Vorkommen konnte eine Fortpflanzung nachgewiesen werden. Die Art gilt somit nach der Roten Liste Niedersachsens als regional vom Aussterben bedroht.

Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Wolfenbüttel hat deshalb ein Projekt zum Erhalt der Wechselkröte in Niedersachsen und dem Aufbau einer vitalen, langfristig überlebensfähigen Population aufgegleist. Seit dem Frühjahr 2019 beteiligt sich nebst der Ökologischen NABU-Station Aller/Oker  die Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen an diesem Projekt, indem sie im Auftrag der Unteren Naturschutzbehörde Jungkröten aufzieht.

Das Vorgehen besteht darin, dass bei einer der beiden noch reproduzierenden Populationen Laichschnüre entnommen werden und so das sehr verlustreiche Quappenstadium ex situ überbrückt wird. Dadurch kann aus den Eiern eine größere Anzahl Jungkröten heranwachsen als diese in der Natur der Fall wäre wäre. Jungkröten und metamorphoierende Quappen werden dann zur Stützung noch vorhandener Bestände an Standorten im Landkreis Wolfenbüttel ausgewildert, an denen in den letzten Jahren Populationsrückgänge zu verzeichnen waren. Auch am Entnahmestandort werden Individuen ausgewildert, um den Verlust durch die Laichentnahme auszugleichen.

Begleitet werden diese Maßnahmen von Habitatverbesserungen, die gewährleisten sollen, dass sich die Populationen möglichst langfristig erhsalten und wachsen können. Zusätzlich werden neue Laichgewässer geschaffen, um Jungkröten und Quappen neu anzusiedeln.

Bereits im ersten Projektjahr konnten bis zum 22.08.2019 insgesamt 867 Jungkröten und zusätzlich über 3.000 Quappen ausgewildert werden, die alle einer einzigen, im Mai entnommenen Laichschnur entstammen. 2020 wurden 349 und 2021 weitere 585 Jungkröten ausgewildert.

Literatur und Internetquellen

Zurück zu Schutz für heimische Amphibien

Donnerstag, 23 September 2021 14:29

"Extinct in the wild"

Um die 60 Tierarten, einschließlich ein paar wichtiger Unterarten, die zum Teil von manchen Autoren als selbständige Arten betrachtet werden, gelten oder galten als "Extinct in the wild" (EW), d.h. Sie haben ausschließlich im Zoo oder in ähnlichen Einrichtungen überlebt, nachdem sie in der Wildbahn ausgerottet worden oder aus anderen Gründen ausgestorben sind. Bei einzelnen Arten war diese Einschätzung allerdings nicht korrekt, weil kleine Populationen überlebt haben. Etwa die Hälfte der Arten konnte seit 1956 - die meisten in den letzten Jahre und durch Zoos oder mit deren Mitwirkung - mit Erfolg oder erfolgversprechend wieder ausgewildert werden.

Es bedeuten:

  • Red Data Book (RDB) Status: Aktuell = 2021. CR = unmittelbar vom Aussterben bedroht, DD = Situation unklar, EN = stark gefährdet, EW = in der Wildbahn ausgestorben, EX = ausgestorben, VU = gefährdet
  • Zuchtbuch, Zuchtprogramm: Icon = koordiniertes Zoo-Programm existiert. ISB = Internationales Zuchtbuch (WAZA), EEP = Europäisches Erhaltungszuchtprogramm (EAZA), ev. auch Zuchtprogramme in anderen Regionen; SSP = Species Survival Plan (Amerikanischer Zooverband)

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Säugetiere

Tierart

In Wildbahn
ausgestorben

EW
von-bis

Aktueller
RDB-Status

Zuchtbuch
Zuchtprogramm

Wiederansiedlung
ab

Mexikanischer Wolf
(Canis lupus baileyi)*
1980 -
(Unterart)
-
(Unterart)
EEPISB/SSP ansiedlung 200 1998
Rotwolf
(Canis rufus)
1980 1994-2008 CR EEPSSP ansiedlung 200 1987
San-Miguel-Gaufuchs
(Urocyon l. littoralis)
2000
alle eingefangen
-
(Unterart)
-
(Unterart)
lokales Zuchtprogramm
mit AZA-Zoo-Support
ansiedlung 200 2003
Santa-Rosa-Graufuchs
(Urocyon l. santarosae)
2000
alle eingefangen
-
(Unterart)
-
(Unterart)
lokales Zuchtprogramm
mit AZA-Zoo-Support
ansiedlung 200 2003
Schwarzfussiltis
(Mustela nigripes)
 ca. 1985 1996-2008  EN EEPSSP ansiedlung 200 1991
Przewalskipferd
(Equus przewalskii)
1969   2008- EN  EEPISB / EEP ansiedlung 200 1992
Miluhirsch
(Elaphurus davidianus)
 
1900 (Chines. Gatter-
population erloschen)
 
2008- EW EEPehemals ISB  ansiedlung 200 1985
Vietnam-Sika*
(Cervus nippon pseudaxis)
? (noch in Gattern
in Vietnam)
 
-  -
(Unterart)
 
EEPEEP  keine, Schutz nicht
gewährleistet
 
Taiwan-Sika
(Cervus nippon taiouanus)
1969 -  -
(Unterart)
lokales Zuchtprogramm
(Taipei Zoo)
ansiedlung 200 1994
Wisent
(Bison bonasus)
 1925 -   NT
(seit 2020)
EEPISB /EEP ansiedlung 200 1956
Mhorrgazelle
(Gazella dama mhorr)"
1980  -
(Unterart)
CR
(Art)
 
EEPISB / EEP ansiedlung 200 1990 
Saudi-Gazelle
(Gazella saudiya)**
1980  1996-2008  EX  -  -
Arabische Oryx
(Oryx leucoryx)
1972 2000- VU EEPISB / EEP ansiedlung 200 1978
Säbelantilope
(Oryx dammah)
ca. 1986   EW EEPISB / EEP ansiedlung 200 1994

** bei den ex situ-Tieren handelt es sich möglicherweise um Hybriden

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Vögel

Tierart

In Wildbahn
ausgestorben

EW
von-bis

Aktueller
RDB-Status

Zuchtbuch
Zuchtprogramm

Wiederansiedlung
ab

Kalifornischer Kondor
(Gymnogyps californianus)
1987
alle Wildvögel eingefangen
-

CR

EEPSSP ansiedlung 200 1992
Alagoas-Hokko
(Mitu mitu)
1980er-Jahre 1994- EW in Brasilien
ab 1977
ansiedlung 200 2018-
Guam-Ralle
(Gallirallus owstoni)
 1987 1994-2019 CR EEPSSP ansiedlung 200 2010
Socorro-Taube
(Zenaida graysoni)
1972 1994 EW EEPEEP  in Vorbereitung
Spixara
(Cyanopsitta spixii)
2000 2019 EW EEPISB
ansiedlung 200 2019
Mikrones. Eisvogel
(Todiramphus cinnamominus)
1986 2014 EW EEPSSP Evaluierung
Balistar
(Leucopsar rothschildi)
2006
(vermutlich)
- CR EEPEEP 2011
(frühere Versuche
fehlgeschlagen)
Hawaii-Krähe
(Corvus hawaiiensis)
2002
2004 EW  - diverse Versuche
missglückt

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Reptilien, Amphibien

Tierart

In Wildbahn
ausgestorben

EW
von-bis

Aktueller
RDB-Status

Zuchtbuch
Zuchtprogramm

Wiederansiedlung
ab

Seychellen-Riesenschildkröte*
(Aldabrachelys hololissa)
ca. 1840
-

-

EEP (gigantea):
hololissa in 2
Haltungen in UK;
Zucht auf Seychellen
ansiedlung 200  2011
Arnold-Riesenschildkröte*
(Aldabrachelys arnoldii)
ca. 1849
- - Zuchtprogramm
auf Seychellen
ansiedlung 200 2006
Schwarze Weichschildkröte
(Nilssonia nigricans)
 [1] 2002-2021 CR Zucht in Teichen
bei Tempeln
-
Weihnachtsinsel-Gecko
(Lepidodactylus listeri)
2012  2017- EW Zucht lokal und im
Taronga Zoo
 gegenwärtig nicht
möglich
Weihnachtsinsel-Blauschwanzskink
(Cryptoblepharus egeriae)
2010 2017- EW Zucht lokal und im
Taronga Zoo
ev. auf Cocos (Keeling)
Island
Wyomingkröte
(Bufo (Anaxyrus) baxteri)
1991 2004 EW EEPSSP ansiedlung 200 1989, Erfolg?
Kihansi-Gischtkröte
(Nectophrynoides asperginis)
2005/06
2009  EW  EEPSSP Erster Versuch
2010

[1] war effektiv im Freiland  nie ganz ausgestorben

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Fische

Tierart

In Wildbahn
ausgestorben

EW
von-bis

Aktueller
RDB-Status

Zuchtbuch
Zuchtprogramm

Wiederansiedlung
ab

Kunimasu
(Oncorhynchus kawamurae)
1948
(Tazawa-See)
2019-

EW

in Japan- geplant durch
Aquarium Senboku
Yarkonbrachse
(Acanthobrama telavivensis)
1999 2006-2014 VU in Israel
ansiedlung 200 2006
Feuerschwanz-Fransenlipper
(Epalzeorhynchos bicolor)
 [1] 1996-2011 CR Aquaristik, ca.
70 europ. Zoos
empfohlen
Ameca Shiner
(Notropis amecae)
2008  2919- EW in Mexiko
ansiedlung 200 2016
Tequila-Kärpfling
(Zoogoneticus tequila)
2013 - EN in Mexiko
ansiedlung 200 2016
Gestreifter Allotoca
(Allotoca goslinei)
2004 2018- EW Zucht in Mexiko,
USA, Europa
-
Ameca-Hochlandkärpfling
(Ameca splendens)
2010
-   EW Zucht in Mexiko,
USA, Europa
ansiedlung 200 2016
Frances-Hochlandkärpfling
(Skiffia francesae)
2010 1996-

EW Zucht in USA,
Europa
-
El-Potosi-Wüstenkärpfling
(Cyprinodon alvarezi)
1994 1996-  EW  Zucht in USA,
Europa
 -
Langflossen-Wüstenkärpfling
(Cyprinodon longidorsalis)
- 1996- EW Zucht in USA,
Europa
keine, da Ursprungsgewässer
nicht mehr existiert
Charco-Azul-Wüstenkärpfling
(Cyprinodon veronicae)
1995 2019- EW Zucht in Mexiko,
USA, Europa
-
Monterrey-Platy
(Xiphophorus couchianus)
1995  2019-  EW  Zucht in Mexiko,
USA, Europa
 
 Gegenwärtig keine wegen
Zustand des Habitats
Muzquiz-Platy
(Xiphophorus meyeri)
1997 2019-  EW  Zucht in Mexiko,
USA, Europa
 
Wird angestrebt
Murchison Bay-Buntbarsch
(Haplochromis lividus)
[2]
1996-2010
DD Aquaristik
in USA seit 2014
-
Ishmael-Maulbrüter
(Haplochromis ishmaeli)
1991
1996-2010
CR Aquaristik
-
Perrier-Maulbrüter
(Haplochromis perrieri)
1986 1996-2010  CR Aquaristik  
Maulbrüter
(Haplochromis argens)
[2]  1996-2010  VU Aquaristik -
(Wildbestand nimmt zu)
Weißlachs
(Stenodus leucichthys
ca. 1960er
Jahre (?)
2008- EW  in Russland
seit 2004
ansiedlung 200 

[1] hat effektiv an einem Ort (ca. 10 km² überlebt
[2] war effektiv im Viktoriasee nie ganz ausgestorben

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Wirbellose

Tierart

In Wildbahn
ausgestorben

EW
von-bis

Aktueller
RDB-Status

Zuchtbuch
Zuchtprogramm

Wiederansiedlung
ab

Kronenschnecke
(Aylacostoma chloroticum)
- 2000- EW Zucht in Brasilien
-
Kronenschnecke [1]
(Aylacostoma guaraniticum)
- 2000- EW ? -
Kronenschnecke[1]
(Aylacostoma stigmaticum)
 - 2000- EW- ? -
Polynesien-Baumschnecke
(Partula dentifera = navigatoria)
1994 1996- EW EEPISB / EEP
ansiedlung 200 2016
Polynesien-Baumschnecke [2]
(Partula faba)
1994 1996- EW EEPISB / EEP
-
Polynesien-Baumschnecke
(Partula hebe)
1994 1996- EW EEPISB / EEP
ansiedlung 200 2016
Polynesien-Baumschnecke
(Partula mirabilis)
1980er-Jahre
2009-  EW  EEPISB / EEP
-
Polynesien-Baumschnecke
(Partula mooreana)
1980er-Jahre 1996- EW EEPISB / EEP
ansiedlung 200 2016
Polynesien-Baumschnecke
(Partula nodosa)
1980er-Jahre 1996-  EW  EEPISB / EEP
ansiedlung 200 2015
Polynesien-Baumschnecke
(Partula rosea)
2000 1996- EW EEP ISB / EEP
-
Polynesien-Baumschnecke
(Partula suturalis)
1980er-Jahre 1996-  EW EEPISB / EEP
ansiedlung 200 2015
Polynesien-Baumschnecke
(Partula tohiveana)
1980er-Jahre 1996-  EW  EEPISB / EEP ansiedlung 200 2016
Polynesien-Baumschnecke
(Partula tristis = garrettii)
 
 1994 1996-  EW  EEPISB / EEP ansiedlung 200 2016
Polynesien-Baumschnecke
(Partula varia)
2000  1996-  EW  EEPISB / EEP - 
Oahu-Buschgrille
(Leptogryllus deceptor)
 
  1996-  EW   
Socorro-Assel
(Thermosphaeroma thermophilum)
1988  1996- EW  Zucht in New Mexico
seit 1992
 
 

[1] wahrscheinlich ganz ausgestorben
[2] ex situ-Population 2016 erloschen, daher jetzt ganz ausgestorben

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Literatur und Internetquellen

 

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Freigegeben in Tierhaltung wozu?
Samstag, 11 September 2021 15:53

HETZ, S. K. (2017)

Qualzuchten bei Fischen im Heimtierbereich.

Tierärztekammer Berlin

Einleitung:

Unerwünschte Merkmale treten bei der Zucht von Tieren immer wieder auf. Während solche Merkmale in vielen Bereichen eher Nebenprodukte der eigentlichen Zuchtziele sein können, können im Heimtierbereich solche unerwünschten Merkmale  direkt  mit  den Zuchtzielen einhergehen. In  der Aquaristik hat sich für solche Merkmale der Begriff „Qualzuchten“ etabliert. Obwohl die gezielte Zucht von Fischen mit solchen unerwünschten Merkmalen vor allem in anderen Kulturkreisen stattfindet, sollte man sich trotzdem mit dem Thema kritisch auseinandersetzen.


Volltext: https://www.tieraerztekammer-berlin.de/images/qualzucht/Qualzuchten-bei-Fischen-Hetz.pdf

hetz-biblio

Freigegeben in H
Samstag, 17 Juli 2021 08:24

Wiederansiedlungen in Europa

Wiederansiedlung regional ausgestorbener Tierarten in Europa

Die nachfolgende Liste berücksichtigt Wiederansiedlungen mit Zoobeteiligung. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ansiedlungen außereuropäischer Arten sowie Arten, bei denen lediglich Bestandsstützungen vorgenommen wurden, sind in der Liste nicht enthalten.

Tierart

Feldgrille¹

Gerandete Wasserspinne¹

Maifisch²

Kammmolch

Springfrosch¹

Laubfrosch

Wechselkröte²

Geburtshelferkröte²

Mallorca-Geburtshelferkröte²

Knoblauchkröte

Gelbbauchunke²

Griech. Landschildkröte (T. hermanni)

Europäische Sumpfschildkröte²

Zauneidechse²

Ringelnatter

Wiesenotter²

Europäischer Kormoran²

Graureiher²

Weißstorch

Schwarzstorch

Waldrapp

Marmelente

Moorente

Kolbenente²

Mönchsgeier

Gänsegeier

Bartgeier

Schmutzgeier²

Rebhuhn

Grauer Kranich²

Steinkauz²

Habichtskauz

Uhu

Kolkrabe

Zwergmaus¹

Feldhamster

Alpenmurmeltier²

Ziesel²

Europäischer Biber²

Europäischer Nerz

Europäischer Fischotter²

Wildkatze

Eurasischer Luchs

Pardelluchs²

Mitteleuropäischer Rothirsch²

Waldrentier²

Wisent (in Wildbahn ganz ausgestorben)

Alpensteinbock²

Iberischer Steinbock²

Land, Ort

England,

England

Deutschland (Rhein)

Deutschland (Mittelfranken)

Jersey

Schweiz, Deutschland

Deutschland

Deutschland (NRW)

Mallorca

Deutschland (Mittelfranken)

Deutschland (Niederbayern)

Katalonien

Deutschland, Österreich, Schweiz

England

Deutschland (Ruhrgebiet)

Österreich, Ungarn

Italien (Lombardei)

Nordwestschweiz

Schweiz, Deutschland

Lombardei (experimentell)

Deutschland, Österreich, Spanien

Mallorca

Steinhuder Meer

Italien (Lombardei)

Mallorca, Frankreich, Bulgarien

Bulgarien, Frankreich, Italien

Alpenraum

Bulgarien

Schweiz (MIsserfolg)

England, [Deutschland Stützung]

Deutschland, [Schweiz Stützung]

Deutschland, Österreich

Deutschland, Schweiz

Bayerischer Wald

England

Deutschland (Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen)

Schweiz (Jura)

Deutschland (Erzgebirge), Polen, Tschechien

Schweiz

Deutschland (Saarland, Steinhuder Meer), Estland

Schweiz

Deutschland

Deutschland, Schweiz,

Spanien, Portugal,

Schweiz

Finnland

Aserbaidschan, Deutschland, Polen, Rumänien, Russland, Slowakei, England

Alpenraum, Osteuropa

Französische Pyrenäen

Fett: Projekt-Datenblatt vorhanden
¹ Kein Datenblatt bzw. keine Information im Zootier-Lexikon, Projekte im Rahmen der British Association of Zoos and Aquaria

² Kein eigenes Datenblatt im Zootier-Lexikon: Details und Quellen auf Tierart-Datenblatt

HALTUNG zwecke storch NOH PD1

Freifliegende Störche auf Baumhorst im Tierpark Nordhorn. Es handelt sich um echte Wildstörche, die ein normales Zugverhalten zeigen © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

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Freigegeben in Tierhaltung wozu?
Freitag, 16 Juli 2021 05:50

Zwecke der Tierhaltung

HALTUNG schild erlen PD1
Vorbildliche Gehegebeschriftung im Tierpark Lange Erlen, Basel: Schilder mit Basisinformationen © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

HALTUNG schild erlen PD2
Vorbildliche Gehegebeschriftung im Tierpark Lange Erlen, Basel: Schilder mit ergänzenden Informationen © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

HALTUNG waschbär HD1 PD
Dank entsprechender Konditionierung sind die Waschbären des Heidelberger Zoos auch tagsüber häufig aktiv © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

HALTUNG waschbär HD2
Die Waschbärhaltung des Heidelberger Zoos bezweckt, das Publikum über invasive Neozoen aufzuklären © Lingusa, veröffentlicht unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international“

 

HALTUNG waschbär HD3 petra stein
Die Popularität der Waschbären kann dazu genutzt werden, die Besucher während der Corona-Pandemie zum Maskentragen zu motivieren © Petra Stein / Zoo Heidelberg

Zoogegner unterstellen oft, Zoos würden betrieben, um mit Tieren, die sie ihrer Freiheit beraubt hätten, den großen Reibach zu machen. Was für die Schausteller vergangener Jahrhunderte zugetroffen haben mag, gilt heute längst nicht mehr: Die meisten größeren Einrichtungen sind gemeinnützige Unternehmen oder gehören der öffentlichen Hand. Auch der Tierpark Hagenbeck, einst als kommerzielles Unternehmen konzipiert, oder der Zoo Hannover, lange Zeit das Schaufenster der Tierhandlung Ruhe, sind heute gemeinnützige Gesellschaften mbH, letzterer im Besitz des Kommunalverbands (heute Region) Hannover. Kleinere Einrichtungen werden oft von Vereinen oder Kommunen betrieben, ohne dass der Eintritt kostenpflichtig wäre, und Privatzoos sind in aller Regel froh, wenn sie nicht in die Roten Zahlen kommen. Grundsätzlich muss jeder Zoo in der Lage sein, aus Eintrittsgeldern oder Mitgliedsbeiträgen, Beiträgen der öffentlichen Hand, Spenden oder sonstigen Quellen ausreichend Einkünfte zu generieren, um eine tiergerechte Haltung dauerhaft zu gewährleisten. Mehr an Rendite wird aber, zumindest im deutschsprachigen Raum, in aller Regel nicht erwartet.

Was also ist der Zweck der Zootierhaltung, wenn es nicht darum geht, Kapital daraus zu schlagen? Wie bereits unter "Grundsätze" festgehalten, sollen bzw. müssen nach dem Selbstverständnis der Zoos sowie nach der EU-Verordnung Zoos nicht nur Erholungsraum sein, sondern auch der Arterhaltung dienen, Wissen vermitteln und Forschung ermöglichen oder betreiben. Zudem müssen sie, um ihre Aufgaben erfüllen zu können, auch ein wirtschaftlich gesundes Fundament haben.

Alle Tiere, die im Zoo gehalten werden, sollten mindestens einem dieser Zwecke dienen. Ein Waschbär etwa, der keiner gefährdeten Art angehört, der den genzen Tag in seiner Baumhöhle verschläft und daher vom Publikum nicht gesehen wird, dessen Gehegebeschriftung einen minimalen Informationswert hat und über den keine Daten gesammelt werden, hat grundsätzlich im Zoo nichts verloren. Die Haltung eines Waschbären dagegen, der so konditioniert wird, dass er auch tagsüber aktiv ist, und mit dessen Hilfe das Publikum über invasive Arten aufgeklärt wird, ist hingegen absolut sinnvoll, denn sie dient der Erholungs- und der Bildungsfunktion und trägt dazu bei den Zoo attraktiv und somit wirtschaftlich zu machen.

Die Beratergruppen (Taxon Advisory Groups) des Europäischen Zoo- und Aquarienverbands (EAZA) erstellen für die einzelnen Tiergruppen "Regional Collection Plans". Darin wird festgehalten, welchen Zwecken eine im Zoo gehaltene Art dienen kann, z.B. als Reservepopulation, für Wiederansiedlungen, als Botschafter für in situ-Projekte, für die Forschung oder die Umweltbildung. Für Arten, die hinsichtlich Umwelt-, Natur- und Artenschutz einen bedeutenden Wert haben, werden Zuchtprogramme ("New Style"-EEP) eingerichtet und langfristige Management-Pläne aufgestellt. Andere Arten sollen, wenn möglich, durch diesbezüglich relevantere ersetzt werden, was natürlich nicht immer geschieht, etwa weil eine nicht-artenschutzrelevante Art wesentlich zur Wirtschaftlichkeit eines Zoos beitragen und ihm so ermöglichen kann, sich für andere, gefährdete Arten einzusetzen.

HALTUNG zwecke goldau PD1

Die Sikahirsche und Mufflons des Natur- und Tierparks Goldau sind selbst ohne Artenschutzrelevanz, stellen aber, weil sie in einem Kontaktgehege gehalten werden und vom Publikum gefüttert werden dürfen, die größte Attraktion des Parks dar. Damit generieren sie Geldmittel, die der Park für Artenschutzprojekte, etwa für den Bartgeier, den Wisent oder den Laubfrosch einsetzen kann.
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Literatur und Internetquellen

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Freigegeben in Tierhaltung wozu?
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