Samstag, 23 Februar 2019 14:27

GESSNER, C., FORRER, K. & HEROLD, J. (1563)

Thierbuoch

Das ist ein kurtze Bschreybung aller vierfüssigen Thieren, so auff der Erden und in Wassern wonend, sampt jrer waren Conterfactur : alles zuo Nutz und Guotem allen Liebhabern der Künsten, Artzeten, Maleren, Bildschnitzern, Weydleüten und Köchen gestelt / erstlich durch den hochgeleerten Herren D. Cuonrat Gessner in Latin beschriben, yetzunder aber durch D. Cuonrat Forer zuo mererem Nutz aller mengklichem in das Teütsch gebracht und in ein kurtze komliche Ordnung gezogen.

Getruckt zuo Zürych bey Christoffel Froschower, im Jar als man zalt 1563

Zentralbibliothek Zürich, NS 4,2, http://doi.org/10.3931/e-rara-5027 / Public Domain

gessner-biblio; gesner-biblio

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Donnerstag, 14 Februar 2019 09:48

WAGENKNECHT, E. (1996)

Der Rothirsch.

Die Neue Brehm-Bücherei 129. 156 Seiten, 1 Farbtafel, 50 Abbildungen.
3., überarb. Auflage. VerlagsKG Wolf, ISBN-10: 3894325003, ISBN-13: 9783894325008.

Aus dem Inhalt:

Name und Bezeichnung, Systematische Stellung und Stammesgeschichte, Verbreitung, Körperbau, Stoffwechsel und Ernährung, Das Geweih, Sinnesleistungen und Verhalten, Fortpflanzung und Populationsentwicklung, Gefahren Feinde Krankheiten, Anthropogene Einflüsse und ihre Auswirkung auf das Rotwild. Zitat: Das Rotwild ist heute im weitaus grössten Teil seines europäischen Verbreitungsgebietes gezwungen, unter den Bedingungen einer dicht besiedelten verkehrserschlossenen, technisierten und somit tiefgreifend veränderten Landschaft zu leben. Zitat: Glücklicherweise haben sich die pessimistischen Stimmen, die dem Rotwild im Hinblick auf diese Entwicklung schon vor vielen Jahrzehnten die letzte Stunde in unserer Kulturlandschaft voraussagten, nicht bestätigt. Es hat vielmehr eine erstaunliche Anpassungsfähigkeit bewiesen und zeigt heute in vielen Gebieten Europas sogar eine beachtliche Ausbreitungstendenz. Die veränderten Lebensbedingungen haben sich aber in zweierlei Hinsicht ausgewirkt: Einerseits ist das Verhältnis des Wildes zu seiner Umwelt weitgehend gestört, das hat zu bestimmten Aenderungen im Verhalten und insbesondere zu einer Zunahme der Wildschäden in Wald und Feld geführt. Und zum anderen ist das Wild selbst in weiten Gebieten in seiner körperlichen Entwicklung und Konstitution mehr oder weniger beeinträchtigt. Die Bewältigung der daraus resultierenden Probleme in der jagdlichen Bewirtschaftung des Rotwildes hat umfassende Kenntnisse der Biologie, insbesondere auch des Verhaltens dieser nach dem Elch grössten Hirschart zur Voraussetzung. Hier für gewisse Grundlagen zu liefern und Verständnis zu wecken, ist Anliegen dieser Schrift.

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Donnerstag, 07 Februar 2019 23:02

GRZIMEK, B. (1975)

Mit Grzimek durch Australien - vierfüßiger Australier. Abenteuer mit Tieren und Menschen des 5. Kontinents.

310 Seiten. Mit 107 Zeichnungen  und Fotos, von denen Alan Root 62 für den Verfasser aufnahm.

Kindler Verlag GmbH, München.

Inhalt: 

Sprung auf die Känguruhinsel; Großfußhühner erfanden den Brutapparat; Dreimal lernten Neuteltiere das Fliegen; Der Beutelwolf stirbt auf einer fernen Insel; Das Wundertier Känguruh, Unter Paradiesvögeln und Steinzeitmenschen; Säugetiere legen Eier; ferner über Dingo, Wildkaninchen, Beutelteufel, Wombat, Gleibeutler etc.

 

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Evidence of two genetically deeply divergent species of warthog, Phacochoerus africanus and P. aethiopicus (Artiodactyla: Suiformes) in East Africa.

Mammalian Biology 67 (2): 91-96.
https://doi.org/10.1078/1616-5047-00013

Summary:

Two species of warthogs (Phacochoerus), differing by the number of functional incisors, were described in the Holocene fossil record: the common warthog (P. africanus), widespread in sub-Saharan Africa, and the Cape, or desert warthog (P. aethiopicus), which was considered extinct since 1896, but was recently rediscovered in East Africa by morphological analyses. Mitochondrial and single-copy nuclear DNA sequences show that common and desert warthogs belong to two deeply divergent monophyletic lineages, that might have originated in the last part of the Pliocene. The finding of two genetically divergent extant species of warthogs highlights the importance of molecular methods applied to the knowledge and conservation of biodiversity in Africa, to uncover the tempo and mode of its species evolution.

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Donnerstag, 31 Januar 2019 14:28

MAYER, J. J. & WETZEL, R. M. (1986)

Catagonus wagneri.

Mammalian Species 259: 1-5. 3 Abb.

Veröffentlicht am 16.06.1986 durch die American Society of Mammalogists.

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Mittwoch, 28 November 2018 09:34

Neotropische Sukkulenten

Allgemeines

 ALLG Yucca varanus albigularis PD1
Mit Sukkulenten können Trockenhabitate dargestellt werden, nur passt eine Yucca aus Mexiko eher schlecht zu einem Weißkehlwaran (Varanus albigularis) aus Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Die Kakteen mit ihren gegen 1'800 Arten sind die bekanntesten Sukkulenten. Ihr natürliches Vorkommen ist, mit Ausnahme von Rhipsalis baccifera, auf den amerikanischen Kontinent beschränkt. Dabei sind sie nicht nur in Trockengebieten zu finden, sondern es gibt auch Arten, die in die Spritzzone der Meeresküsten, die oft mit Schnee- und Eis bedeckten Hochanden über 4'000 m oder das  Amazonas-Tiefland vorgedrungen sind.

Ebenfalls zur neotropischen Flora gehören die Agavoideen, zu denen u.a. die Gattung Agave mit rund 200 Arten, Yucca mit etwa 50 Arten und Nolina mit 26 oft stammsukkulenten Arten zählen. Auch unter den epiphytisch wachsenden Bromelien hat es einige Gattungen mit ausgesprochen sukkulentem Charakter. Die Palmlilien (Yucca spp.) sind bis auf eine Art nicht sukkulent, werden aber wegen ihrer systematischen Zugehörigkeit und Ähnlichkeit mit Agave trotzdem hier abgehandelt.

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Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Spargelgewächse (Asparagaceae)

AGAVACEAE Agave attenuata Sanary PD1
Drachenbaum-Agave (Agave attenuata) im ZoA-Zoo, Sanary-sur-Mer © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

AGAVACEAE Agave attenuata Sanary PD2
Drachenbaum-Agave (Agave attenuata) im ZoA-Zoo, Sanary-sur-Mer © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Unterfamilie: Agavengewächse (Agavoideae)

Drachenbaum-Agave

Agave attenuata

CITES: Die Art ist nicht in den Anhängen aufgeführt.

Verbreitung: Mexiko (Bundesstaaten Jalisco, Michoacán, México) in Höhenlagen von (400-)1'900-2'500 m.

Winterhärte: Die Art ist nur bedingt frostresistent.

Die Drachenbaum-Agave entwickelt in vielen Jahren einen oder mehrere aufrechte, dicke, bis zu (1.2-) 1.5 m hohe Stämme, an deren Spitze sich eine Rosette von 40-70 cm langen und 12-16 cm breiten, hellgrauen, eiförmigen und spitz zulaufenden Blättern befindet. Bei alten Pflanzen entwickelt sich der oft gebogene, bis zu 3.5 m hohe Blütenstand mit grünlichgelben Blüten [2; 8].

Die Art gilt nicht als gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN), zumal der Pflanzenhandel weitestgehend auf kultivierten Pflanzen beruht [5].

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AGAVACEAE Agave parryi truncata Lalonde PD1
Meskal-Agave (Agave parryii var. truncata) im Jardin zoologique tropical, La Londe-les-Maures © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

AGAVACEAE Agave parryi truncata Lalonde PD2
Meskal-Agave (Agave parryii var truncata) im Jardin zoologique tropical, La Londe-les-Maures © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Unterfamilie: Agavengewächse (Agavoideae)

Meskal-Agave

Agave parryi

CITES: Die Art ist nicht in den Anhängen aufgeführt.

Verbreitung: Südwestliche USA (Arizona, New Mexico) und Nordmexiko.

Winterhärtezone 6 für var. cousei (erträgt bis -18ºC).

Die nach dem amerikanischen Botaniker Charles Christopher PARRY (1823-1890) benannte Art ist eine kleine, kugelige Agave mit einer Höhe von 20-30 cm und einem Durchmesser von 30-80 cm. Sie steht einzeln oder in größeren Gruppen. Ihr rispiger Blütenstand wird 3-5 m hoch. Es werden zwei Unterarten und drei Varietäten unterschieden [6; 8].

Aus dem Herzen der Agave wird, nachdem sie im Alter von 6-10 Jahren zum ersten und letzten Mal geblüht hat, Alkohol (Meskal) destilliert.

Die Art gilt nicht als gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN) [5].

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AGAVACEAE Agave striata Lalonde PD1
Gestreifte Agave (Agave striata) in Jardin zoologique exotique, La Londe-les-Maures © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Unterfamilie: Agavengewächse (Agavoideae)

Schmalblättrige Agave

Agave striata

CITES: Die Art ist nicht in den Anhängen aufgeführt.

Verbreitung: Nordmexiko (Coahuila, Durango, Hidalgo, Nuevo León, Puebla, Querétaro, San Luis Potosí, Tamaulipas und Zacatecas).

Winterhärtezone 8 (erträgt bis -8ºC).

Die Schmalblättrige Agave kommt in Trockenwäldern und im Chaparral in Höhenlagen von 700-2'300 m vor. Sie bildet einen kurzen Stamm und erreicht eine Wuchshöhe von 1-2 m. Sie steht einzeln oder in größeren Gruppen. Ihre hellgrünen bis rötlichen, gestreiften und an den Rändern fein gezahnten Blätter sind 25-60 cm lang und nur 7 (5-10) mm breit. Sie haben einen braunen Endstachel. Ihr rispiger Blütenstand wird 1.5-2.5 m hoch. Es werden zwei Unterarten unterschieden [2; 5].

Die Art gilt nicht als gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN) [5].

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AGAVACEAE Agave lophanta Lalonde PD1
Dornkamm-Agave ( Agave unifilis) im Jardin zoologique tropical, La Londe-les-Maures © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

AGAVACEAE Agave lophanta Lalonde PD1
Dornkamm-Agave ( Agave unifilis) im Jardin zoologique tropical, La Londe-les-Maures © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Unterfamilie: Agavengewächse (Agavoideae)

Dornkamm-Agave

Agave univittata

CITES: Die Art ist nicht in den Anhängen aufgeführt.

Verbreitung: Südwestliche USA (Texas) Und Nordmexiko (Coahuila, Nuevo León, Tamaulipas, San Luis Potosi, Veracruz, Puebla).

Winterhärtezone 8 (erträgt bis -11ºC).

Die Dornkamm-Agave (Thorncrest Agava) besiedelt felsige Gelände und lockere Eichenwälder vom Tiefland bis auf eine Höhe von ca. 1'500 m. Sie ist in der Regel stammlos und bildet Wurzeltriebe, aus denen undurchdringliche Pflanzenpolster entstehen. Sie wird 60-90 cm hoch und erreicht einen Durchmesser von 60 cm. Die Blätter enden in einer scharfen Spitze und haben stachelige Ränder. Die Art ist auch unter dem Synonym Agave lophanta bekannt. Es gibt mehrere Varietäten [5; 8].

Die Art gilt nicht als gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN) [5].

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AGAVACEAE victoriae reginae Sanary PD1
Königin-Viktoriua-Agave (Agave victoriae-reginae) im ZoA-Zoo, Sanary-sur-Mer © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

AGAVACEAE victoriae elfenau PD1
Königin-Viktoriua-Agave (Agave victoriae-reginae) im ZoA-Zoo, Sanary-sur-Mer © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Unterfamilie: Agavengewächse (Agavoideae)

Königin-Viktoria-Agave

Agave victoria-reginae

CITES: Die Art fällt unter Anhang II (mit bestimmten Ausnahmen #4 ).

Verbreitung: Chihuahua-Wüste Mexikos (Bundesstaaten Durango, Nuevo León und Coahuila).

Winterhärte: Die Art ist nur bedingt winterhart.

Die Königin-Viktoria-Agave besiedelt bergiges Gelönde in Höhenlagen von 500-1'700 m. Sie hat nur 15-25 cm lange und 4-6 cm breite, eine dichte Rosette bildende, dicke Blätter mit weißen Rändern und meist ohne Randzähne. Der aufrecht stehende Blütenstand erreicht eine Höhe von 3 bis 5 m. Sie ist eine der am langsamsten wachsenden Agaven [2; 6; 8].

Die Art gilt nach IUCN nicht als gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN) [5], wohl aber nach der nationalen Roten Liste Mexikos. Gründe dafür sind Lebensraumverluste durch die Ausdehnung der Städte und das Sammeln wilder Exemplare für den Handel.

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AGAVACEAE Hesperaloe furnifera Lalonde PD1
Riesen-Hesperaloe (Hesperaloe funifera) im Jardin zoologique tropical, La Londe-les-Maures © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Unterfamilie: Agavengewächse (Agavoideae)

Riesen-Hesperaloe

Hesperaloe funifera

CITES: Die Art ist nicht in den Anhängen aufgeführt.

Verbreitung: Mexiko (Bundesstaaten Nuevo León und Coahuila) und vermutlich Südwest-Texas

Winterhärtezone 7 (erträgt bis -15ºC).

Die Riesen-Hesperaloe ist eine stammlose, ca. 1.8 m hohe, Polster bildende Sukkulente mit aufrechten, steifen, hell- bis gelbgrünen, lanzettförmigen Laubblättern, die in einem spitzförmigen Dorn enden, ansonsten aber keine Stacheln haben. Die Blattränder sind weiß, grau bis braun mit starken, variablen Fasern. Der Blütenstand ist 2 bis 4 m hoch. Das Wurzelwerk besteht aus einer sukkulenten Hauptwurzel und zahlreichen Faserwurzeln [8].

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AGAVACEAE Yucca baccata Lalonde PD1
Blaue Palmlilie (Yucca baccata) im Jardin zoologique tropical, La Londe-les-Maures © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Unterfamilie: Agavengewächse (Agavoideae)

Blaue Palmlilie

Yucca baccata

CITES: Die Art ist nicht in den Anhängen aufgeführt.

Verbreitung: Südwestliche USA und Nordmexiko in Höhenlagen von 1'400-1'600 (-2'500) m.

Winterhärtezone 6 (erträgt bis -20ºC).

Die Blaue Palmlilie ist meist stammlos oder bildet selten einen kurzen Stamm. Die Laubblätter sind blau bis grün, 30-70 cm lang und bilden an ihren Rändern Fasern. Die Blüten sind glockenförmig und weiß, wobei die äußeren Blütenblätter einen rötlichen oder violetten Farbton aufweisen [4; 10].

Die Art gilt nicht als gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN) [5].

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AGAVACEAE Yucca decipiens Lalonde PD1
Schwarze Palmlilie (Yucca decipiens) im Jardin zoologique tropical, La Londe-les-Maures © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

AGAVACEAE Yucca decipiens Lalonde PD2
Schwarze Palmlilie (Yucca decipiens) im Jardin zoologique tropical, La Londe-les-Maures © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Unterfamilie: Agavengewächse (Agavoideae)

Schwarze Palmlilie

Yucca decipiens

CITES: Die Art ist nicht in den Anhängen aufgeführt.

Verbreitung: Mexiko (Durango, Zacatecas, San Louis Potosí, Aguascalientes, Jalisco, Guanajuato).

Winterhärtezone 7 (erträgt bis -15ºC).

Die Schwarze Palmlinie besiedelt Ebenen mit sandigen Böden in Höhenlagen zwischen 1'750 und 2'650 m. Die Pflanzen stehen solitär, bilden einen schwarz-grauen Stamm mit einem Durchmesser von 1-2 m aus und erreichen eine Wuchshöhe von 8-12 m. Die Laubblätter sind grün, steif, rinnig, 30-50 cm lang und bilden an ihren Rändern Fasern. Der Blütenstand ist hängend, die Einzelblüten haben weiße bis cremefarbene Hüllblätter [9].

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AGAVACEAE Yucca elephantipes Porquerolles PD1
Riesen-Palmlilie (Yucca elephantipes) im Jardin Emmanuel Lopez auf Porquerolles © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Unterfamilie: Agavengewächse (Agavoideae)

Riesen-Palmlilie

Yucca elephantipes

CITES: Die Art ist nicht in den Anhängen aufgeführt.

Verbreitung: Südliches Mexiko bis Panama.

Winterhärtezone 10 (erträgt bis -1ºC).

Die Riesen-Palmlilie kommt in Höhenlagen bis 2'700 m vor. Die bevorzugte Niederschlagsmenge liegt bei 1'000-1'600 mm/Jahr, das optimale Temperaturspektrum bei 18-32ºC. Die Pflanze bildet zahlreich Stämme von 2-10 m Höhe aus. Die gezahnten, grünen Laubblätter befinden sich schopfartig oben am Stamm oder den Seitentrieben. Sie sind weich und werden 60-110 cm lang und 2-3 cm breit. Die Blütenknospen und die weichen Ansätze der Laubblätter sind essbar. Je nach Autor wird die Art auch als Yucca gigantea oder Yucca guatemalensis bezeichnet [3; 7; 8].

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AGAVACEAE Yucca gloriosa ruelz PD1
Kerzen-Palmlilie (Yucca gloriosa) in der Straußenfarm Mhou, Rülzheim © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Unterfamilie: Agavengewächse (Agavoideae)

Kerzen-Palmlilie

Yucca gloriosa

CITES: Die Art ist nicht in den Anhängen aufgeführt.

Verbreitung: Ursprünglich südöstliche USA (Alabama, Florida, Georgia, Louisiana, Missisippi, South Carolina). In vielen Ländern eingeführt und verwildert.

Winterhärtezone 6 (erträgt bis -20ºC).

Die Kerzen-Palmlilie wächst während Jahren stammlos mit einer grundständigen Blattrosette. Später bildet sie einen bis etwa 2 m hohen Stamm Alte Pflanzen verzweigen sich und bilden Horste aus mehreren Blattrosetten. Die blaugrünen Laubblätter sind schwertförmig und werden etwa 0.3-0.5 m lang und 2-3.5 cm breit. Die glockenförmigen, cremfarbenen, bisweilen rot oder purpurn überhauchten Blüten hängen an bis zu 2 m langen rispigen Blütenständen. Die Bestäubung erfolgt an den Naturstandorten durch Yuccamotten (Prodoxidae). In Mittelamerika wird die Art als Faserlieferant und Medizinalpflanze kultiviert. Die Früchte, Blüten und Blütenstandstengel können roh oder gerkocht gegessen werden, die Wurzeln nur gekocht. Die Fasern der Blätter werden für die Produktion von Kleidung, Körben und Matten verwendet. Die Wurzeln enthalten für den Menschen geringgradig giftige Saponine, sind aber für Fische sehr toxisch [7; 8; 10].

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AGAVACEAE Yucca linearifolia Lalonde PD3
Gezahnte Schmalblättige Palmlilie (Yucca linearifolia) im Jardin zoologique tropical, La Londe-les-Maures © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

AGAVACEAE Yucca linearifolia Lalonde PD2
Gezahnte Schmalblättige Palmlilie (Yucca linearifolia) im Jardin zoologique tropical, La Londe-les-Maures © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

AGAVACEAE Yucca linearifolia Lalonde PD1
Gezahnte Schmalblättige Palmlilie (Yucca linearifolia) im Jardin zoologique tropical, La Londe-les-Maures © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Unterfamilie: Agavengewächse (Agavoideae)

Gezahnte Schmalblättige Palmlilie

Yucca linearifolia

CITES: Die Art ist nicht in den Anhängen aufgeführt.

Verbreitung: Mexiko (Coahuila, Nuevo León)

Winterhärtezone 6 (erträgt bis -20ºC).

Die Gezahnte Schmalblättrige Palmlilie ist ein Endemit der Chihuahia-Wüste, wo sie an wenigen Stellen in Höhenlagen von 1'100-1'300 m vorkommt [5]. Sie ist nahe verwandt mit Yucca rostrata und ist wie diese stammbildend. Die   Stämme erreichen eine Höhe von 2-3 m. Die gezahnten, grau- oder blaugrünen bis grünen Laubblätter sind 30-45 cm lang und 0.5 cm breit. Der Blütenstand ist 60–80 cm hoch, wenig verzweigt, mit rund 3 cm großen, weißen Blüten. Blütezeit ist von April bis Juni. Die Früchte sind fleischige, nicht aufreißende Beeren von bis zu 7 cm Länge. [13]

Die Art gilt in der Natur als gefährdet (Rote Liste: VULNERABLE), weil größere Exemplare für den Handel der Natur entnommen werden. Sie wird jedoch häufig als als Zierpflanze kultiviert, wobei es sich beim Samen sehr oft ebenfalls um Naturentnahmen handelt. In Mitteleuropa kann sie allerdings nur mit mäßigem Erfolg im Freiland gepflegt werden und ist daher hierzulande selten geworden [5].

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AGAVACEAE Yucca rostrata Lalonde PD2
Blaublättrige Palmlilie (Yucca rostrata) im Jardin zoologique tropical, La Londe-les-Maures © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

AGAVACEAE Yucca rostrata Lalonde PD1 (2)
Blaublättrige Palmlilie (Yucca rostrata) im Jardin zoologique tropical, La Londe-les-Maures © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

AGAVACEAE Yucca rostrata Lalonde PD3
Blaublättrige Palmlilie (Yucca rostrata) im Jardin zoologique tropical, La Londe-les-Maures © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Unterfamilie: Agavengewächse (Agavoideae)

Blaublättrige Palmlilie

Yucca rostrata

CITES: Die Art ist nicht in den Anhängen aufgeführt.

Verbreitung: Nordmexiko und USA (Texas).

Winterhärtezone 6 (erträgt bis -20ºC).

Die Blaublättrige Palmlilie ist ein Endemit der Chihuahua-Wüste in Mexiko und der benachbarten steinigen, wüstenähnlichen Gebiete von Texas. Am Naturstandort wächst sie meist solitär, stammbildend und langsam bis zu 4 m Stammhöhe. Selten verzweigt sich der Stamm zu dicken Seitenarmen und erscheint dann fast kandelaberförmig. Die mehr als 100 linearen, blauen bis blaugrünen, 25-60 cm langen und 10-15(-17) mm breiten Blätter bilden einen endständigen, kompakten Schopf.  Sie sind weich und ihre Ränder sind meist glatt, gelegentlich fein gezähnt. Terminal sind die Laubblätter meist nicht stechend, gelegentlich haben sie einen stechenden Dorn. Die Pflanze blüht  erstmals im Alter von etwa 10 Jahren. Blütezeit ist von März bis Mai. Der traubige Blütenstand wird 1-2 m lang und trägt viele große, hängende, cremefarbene Blüten mit rund 5 cm langen, zugespitzten Hüllblättern. Die Bestäubung erfolgt durch Yuccamotten (Prodoxidae). Die Früchte sind oval bis elliptisch, bis 7 cm lang, selten eingeschnürt, an der Spitze mit einem starken, gebogenen Schnabel, was zum Artnamen "rostrata" geführt hat [8; 11; 13].

Yucca rostrata ist nahe verwandt mit Y. linearifolia sowie mit Y. thompsoniana, die im Habitus deutlich kleiner ist und wesentlich kürzere, steifere, stechendere und deutlicher gesägte Blätter hat [13].

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AGAVACEAE Yucca treculiana Lalonde PD1
Bajonett-Palmlilie (Yucca treculiana) im Jardin zoologique tropical, La Londe-les-Maures © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

AGAVACEAE Yucca treculiana Lalonde PD2
Bajonett-Palmlilie (Yucca treculiana) im Jardin zoologique tropical, La Londe-les-Maures © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Unterfamilie: Agavengewächse (Agavoideae)

Bajonett-Palmlilie

Yucca treculiana

CITES: Die Art ist nicht in den Anhängen aufgeführt.

Verbreitung: Nordmexiko (Chihuahua, Coahuila, Nuevo León, Durango, Zacatecas, Tamaulipas) und südwestliche USA (New Mexico, Texas).

Winterhärtezone 7 (erträgt bis -15ºC).

Die Bajonett-Palmlilie bildet einen oder einige wenigen Stämme  aus und erreicht eine Wuchshöhe von 2.5-6(-7) m. Die Laubblätter stehen in großen, ausladenden Rosetten. Sie sind lang, starr, rinnig und variieren in der Farbe von gelb- bis blaugrün. Die Blattränder sind hellbraun und haben spitze Enddornen. Im Gegensatz zu ähnlichen Arten fehlen die randständigen Fäden an den Blättern. Der Blütenstand ist bis 120 cm hoch, traubenförmig, mit Teilblütenständen und mit großen, dunkelbraunen Hochblättern im unteren Bereich, die mit dem Aufblühen abfallen. Die Einzelblüten stehen dicht, sind (halb-)rund und haben weiße oder gelegentlich violett überhauchte Perigonblätter. Später bilden sich zylindrische, fleischige, bis 10 cm lange Beerenfrüchte [9; 13].

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AGAVACEAE Nolina longifolia Sanary PD1
Mexikanischer Grasbaum (Nolina longifolia) im ZoA-Zoo, Sanary-sur-Mer © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Unterfamilie: Nolinoideae

Mexikanischer Grasbaum

Nolina longifolia

CITES: Die Art ist nicht in den Anhängen aufgeführt.

Verbreitung: Mexiko (Bundesstaaten Oaxaca und Puebla) in Höhenlagen von 800-900 m.

Winterhärtezone 9 (erträgt Temperaturen bis -8ºC).

Nolina longifolia bildet einen 1-3 m langen, unten verdickten Stamm mit korkiger Rinde. Die am Rand fein gezähnten, herabfallenden Blätter stehen in einem endständigen Schopf. Sie haben eine Länge von 50-250 cm und eine Breite von 10-30 mm. Der Blütenstand wird 1 bis 2 m hoch. Die Blätter werden gesammelt und zu Besen, Körben, Hüten etc. verarbeitet oder zum Eindecken von Dächern verwendet [7].

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NOLINACEAE Nolina microcarpa
Sacahuista-Bärengras (Nolina microcarpa) im Jardin zoologique tropical, La Londe-les-Maures © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Unterfamilie: Nolinoideae

Sacahuista-Bärengras

Nolina microcarpa

CITES: Die Art ist nicht in den Anhängen aufgeführt.

Verbreitung: Mexiko (Bundesstaaten Chihuahua und Sonora), USA (Arizona, Nevada, New Mexico, Texas) in Höhenlagen von 1'000-2'000 m.

Winterhärtezone 5 (erträgt Temperaturen bis -20ºC.

Das Socahuista-Bärengras ist eine stammlose, buschbildende Art, die wegen ihrer 60-140 cm langen und 5-12 mm breiten, fein gezahnten Blätter mit den trockenen, auffällig gedrehten Blattspitzen n den USA als  "Sawgrass" (Sägegras) bezeichnet wird. Sie bildet Horste bis 2 m Durchmesser. Der Blütenstand wird 30-80 cm lang. Die cremig-weißen Blüten erscheinen bereits im Vorfrühling [9].

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Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Kakteengewächse (Cactaceae)

CACTACEAE echinocactus grusonii Sanary PD1
Goldkugelkaktus (Echinocactus grusonii) im ZoA-Zoo, Sanary-sur-Mer © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

CACTACEAE echinocactus grusonii Sanary PD2
Goldkugelkaktus (Echinocactus grusonii) im ZoA-Zoo, Sanary-sur-Mer © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Unterfamilie:  Cactoideae
Tribus: Cacteae

Goldkugelkaktus, Schwiegermutterstuhl

Echinocactus grusonii

CITES: Die Art fällt unter Anhang II.

Verbreitung: Mexiko (Bundesstaaten Hidalgo und Querétaro).

Echinocatus grusonii ist ein kugeliger bis kurz zylindrischer Kaktus, der bis 130 cm hoch werden und einen Durchmesser von 80 cm erreichen kann. Junge Pflanzen haben Warzen, ähnlich wie Kakteen der Gattung Mamillaria, die sich nach einigen Jahren zu 21 bis 37 Rippen ordnen. Die Stacheln sind dicht und goldgelb, ebenso der wollige Scheitel. Die gelben Blüten sind bis 5 cm groß und haben einen Durchmesser von 4 cm. Die 1-2 cm großen Früchte sind grünlich, mit weißem Filz bedeckt und kugelig bis oval geformt. Im Inneren sitzen glänzende braune Samen [1; 2; 3; 4; 8].

Die Art gilt in der Natur als stark gefährdet (Rote Liste: VULNERABLE), wird jedoch häufig als Zierpflanze angepflanzt. Es gibt verschiedene Kulturformen: Echinocactus grusonii f. alba ist eine weißbedornte Form, der seltene Echinocactus grusonii cv. nudum eine Züchtung mit sehr kurzen Dornen [3; 5].

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CACTACEAE melocactus disciformis Sanary PD1
Melonenkaktus (Melocactus violaceus subsp. margaritaceus) Zuchtform "disciformis" im ZoA-Zoo Sanary-sur-Mer © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Unterfamilie: Cactoideae
Tribus: Cereeae

Melonenkaktus

Melocactus violaceus

CITES: Die Art fällt unter Anhang II.

Verbreitung: Nordost-Brasilien (Bahia, Pernambuco, Rio Grande do Norte, Paraíba, Alagoas, Minas Gerais, Espírito Santo, Sergipe).

Melocactus violaceus besiedelt sandige Standorte der Mata Atlântica und des Cerrado vom Meeresspiegel bis auf eine Höhe von 1'100 m [5]. Er ist ein klein bleibender Katus der eine Höhe und einen Durchmesser von jeweils bis zu 20 cm erreichen kann. Er hat 10-12 scharfkantige Rippen. Die etwa 2 cm langen Dornen stehen in Gruppen zu 5-8 Randdornen und einem Mitteldorn. Der Blütenstand ist ein bis 5 cm hohes Cephalium mit einem Durchmesser von 7 cm und roten oder violetten derben Borsten Die Blüten sind tiefrosa und ragen nur wenig aus dem Cephalium heraus. Die Früchte sind rot [12].

Die Art mit ihren vier Unterarten gilt in der Natur wegen Lebensraumverusts als gefährdet (Rote Liste: VULNERABLE), wird jedoch häufig als Zierpflanze angepflanzt [5].

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CACTACEAE Cephalocereus senilis Sanary PD1
Greisenhaupt (Cephalocereus senilis) im ZoA-Zoo Sanary-sur-Mer © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Unterfamilie: Cactoideae
Tribus: Pachycereeae

Greisenhaupt

Cephalocereus senilis

CITES: Die Art fällt unter Anhang II.

Verbreitung: Mexiko (Bundesstaaten Hidalgo, Guanajuato und Veracruz).

Cephalocereus senilis kann bei einem Durchmesser von bis zu 30 cm eine Höhe bis zu 15 m erreichen. Der blassgrüne Stamm mit seinen gelben Stacheln ist völlig unter langen weißen Haaren verborgen, die mit zunehmendem Alter ihre Farbe verlieren. Die weißen Blüten erscheinen erst, wenn der Kaktus 6 m hoch ist [1; 2; 4; 8]

Die Art gilt in der Natur als stark gefährdet (Rote Liste: VULNERABLE), wird jedoch häufig als Zierpflanze angepflanzt [5].

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CACTACEAE Opuntia ficus indica Porquerolles1
Kaktusfeige (Opuntia ficus-indica) im Jardin Emmanuel Lopez auf Porquerolles © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

CACTACEAE Opuntia ficus indica giens PD1
Kaktusfeige (Opuntia ficus-indica) in Blüte, Presqu'île de Giens © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

CACTACEAE Opuntia ficus indica giens PD2
Kaktusfeige (Opuntia ficus-indica) während der Fruchtbildung, Presqu'île de Giens © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

CACTACEAE Opuntia ficus indica Porquerolles2
Kaktusfeige (Opuntia ficus-indica) mit noch unreifen Früchten im Jardin Emmanuel Lopez auf Porquerolles © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Unterfamilie: Opuntioideae

Kaktusfeige

Opuntia ficus-indica

CITES: Die Art fällt unter Anhang II, ausgenommen Stengel, Blüten sowie Teile und Erzeugnisse.

Verbreitung: Ursprünglich vermutlich Mexiko, was wegen der Jahrhunderte langen Kultivierung nicht ganz sicher ist. Molekulargenetische Untersuchungen deuten darauf hin, es sich eine domestizierte Form von Opuntia megacantha handelt.

CITES: Die Art fällt unter Anhang II.

Winterhärtezone 10 (erträgt nur kurzfristig geringe Minustemperaturen).

Die Kaktusfeige ist eine strauch- oder baumartige Pflanze mit einer Wuchshöhe von 1-6 m. Sie verzweigt sich regelmäßig in Sprossen, die normalerweise mit feinen, stechenden Borsten versehen sind und ihrer Form wegen auch als „Ohren“ bezeichnet werden. Meist ist ein deutlicher Stamm  vorhanden. Die unterschiedlich geformten "Ohren" sind schmal bis breit verkehrt eiförmig oder länglich. Sie sind 20-60 cm lang und 10-25 cm breit. Die Früchte sind essbar. Sie werden mit den Samen roh verzehrt und zu Marmelade oder Spirituosen verarbeitet. Die jungen Sprossen können als Gemüse gekocht werden. Regional wird die Pflanze auch als Viehfutter angebaut. Auf den Opuntien leben Cochenille-Schildläuse (Dactylopius coccus), aus denen der Farbstoff Karmin gewonnen wird [2; 3; 4; 7].

In der Roten Liste der IUCN konnte die Art aufgrund mangelhafter Daten bzw. der Unmöglichkeit, zwischen echten wilden und domestizierten bzw. verwilderten Individuen zu unterscheiden, keiner Gefährdungskategorie zugeordnet werden [5].

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CACTACEAE Opuntia microdasys albispina bogabe PD1
Hasenohr-Kaktus (Opuntia microdasys var. albispina) im Botanischen Garten Bern © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

CACTACEAE Opuntia microdasys pallida botanicactus PD2
Hasenohr-Kaktus (Opuntia microdasys var. pallida) im Botanischen Garten "Botanicactus", Ses Salines, Mallorca © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

CACTACEAE Opuntia microdasys pallida botanicactus PD1
Hasenohr-Kaktus (Opuntia microdasys var. pallida) mit noch unreifen Früchten im Botanischen Garten "Botanicactus", Ses Salines, Mallorca © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Unterfamilie: Opuntioideae

Hasenohrkaktus

Opuntia microdasys

CITES: Die Art fällt unter Anhang II.

Verbreitung: Mexiko (Tamaulipas, Zacatecas, Hidalgo, Querétaro, Nuevo León, Coahuila, San Luis Potosí, Jalisco).

CITES: Die Art fällt unter Anhang II, ausgenommen sind Kulturpflanzen.

Winterhärtezone 9 (erträgt Temperaturen bis -8ºC).

Der Hasenohr-Kaktus ist ein strauchig wachsender und stark verzweigter Vertreter der Opuntien. Er bildet niedrige, bis 80-100 cm hohe Polster. Die länglichen bis runden, bis 15 cm langen "Ohren" sind blassgrün und fein behaart. Sie sind mit vielen großen, runden filzigen Areolen besetzt, die in der Regel keine Dornen tragen, sondern zahlreiche goldgelbe, oder weiße (var. albispina), hellgelbe (var. pallida) oder bräunliche (var. rufida) Glochidien, d. h. mit Widerhaken besetzte Haare, die leicht abbrechen und sich in die Haut einbohren. Die zahlreichen, hell bis rötlichgelben Blüten sind bis 5 cm lang und haben einen Durchmesser von ca. 4 cm. Die kugelförmigen Früchte sind dunkelrot und mit vielen, dicht mit Glochidien besetzten Areolen bedeckt [2; 4].

Die Art ist weit verbreitet und häufig und gilt daher nicht als gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN) [5].

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Literatur und Internetquellen:

  1. CHAPMAN, P. & MARTIN, M. (1982)
  2. HERBEL, D. (1978)
  3. MEIN SCHÖNER GARTEN
  4. RAUH, W. (1979)
  5. ROTE LISTE DER IUCN
  6. ROWLEY, G. (1979)
  7. USEFUL TROPICAL PLANTS
  8. WORLD OF SUCCULENTS
  9. GARTENYUCCA
  10. ZIMMERPALMEN
  11. DEUTSCHE DAHLIEN-, FUCHSIEN- UND GLADIOLEN- GESELLSCHAFT E.V.
  12. KAKTEENSAMMLUNG HOLZHEU
  13. TROPENGARTEN

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Freigegeben in Sukkulenten
Donnerstag, 15 November 2018 09:25

DE LA ROSA, C. & NOCKE, C. C. (2000)

A Guide to the Carnivores of Central America Natural History, Ecology, and Conservation.

262 Seiten, 117 Strichzeichnungen, 25 Verbreitungskarteb, 2 Tabellen.
University of Texas Press. ISBN: 978-0-292-71605-6

Inhalt:


Carnivores such as pumas, jaguars, and ocelots have roamed the neotropical forests of Central America for millennia. Enshrined in the myths of the ancient Maya, they still inspire awe in the region's current inhabitants, as well as in the ecotourists and researchers who come to experience Central America's diverse and increasingly endangered natural environment.

This book is one of the first field guides dedicated to the carnivores of Central America. It describes the four indigenous families -- wild cats, raccoons and their relatives, skunks and their relatives, and wild canids -- and their individual species that live in the region. The authors introduce each species by recounting a first-person encounter with it, followed by concise explanations of its taxonomy, scientific name, English and Spanish common names, habitat, natural history, and conservation status. Range maps show the animal's past and current distribution, while Claudia Nocke's black-and-white drawings portray it visually.

The concluding chapter looks to the carnivores' future, including threats posed by habitat destruction and other human activities, and describes some current conservation programs. Designed for citizens of and visitors to Central America, as well as specialists, this book offers an excellent introduction to a group of fascinating, threatened, and still imperfectly understood animals.

The authors have studied Central American carnivores for many years. Carlos L. de la Rosa is Director of the Florida Center for Environmental Studies' Riverwoods Field Laboratory in south Florida, where Claudia C. Nocke is currently working on a Ph.D.

delarosa-biblio

Freigegeben in D
Montag, 05 November 2018 10:23

Paläotropische Sukkulenten

 

Allgemeines

Aloen (Xanthorrhoeaceae) und Euphorbien (Euphorbiaceae) gehören zu den bekanntesten Sukkulenten der Paläotropis. Die Aloen umfassen rund 500 Arten, die Euphorbien über 2'100, von denen allerdings nicht alle sukkulent sind. Eine weitere große Gruppe, von der viele in der Paläotropis vorkommen, sind die Dickblattgewächse (Crassulaceae) mit rund 1'400 Arten und die Mittagsblumengewächse (Aizoaceae) mit etwa 1'800 Arten, deren Verbreitungsschwerpunkt in Südafrika liegt. Weniger bekannt ist die erst vor wenigen Jahren als eigene Familie beschriebene kleine Gruppe der Anacampserotaceae. Es gibt in der Paläotropis viele weitere Pflanzenfamilien, die hauptsächlich aus Nicht-Sukkulenten bestehen, daneben aber auch einige sukkulente Vertreter haben. Auf diesem Blatt werden neben paläotropischen Sukkulenten einstweilen auch solche des benachbarten Kap-Florenreichs (Capensis) abgehandelt.

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Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Grasbaumgewächse (Xanthorrhoeaceae)

ASPARAGALES Xanthorrh aloe arborescens hilltops PD1
Blühende Baum-Aloe (Aloe arborescens) im Ewanrigg Botanical Gardens, Simbabwe © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

ASPARAGALES Xanthorrh aloe arborescens Sanary PD1
Baum-Aloe (Aloe arborescens) im ZoA-Zoo, Sanary-sur-Mer © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

ASPARAGALES Xanthorrh aloe arborescens Lalonde PD1
Erdmännchen (Suricata suricatta) auf Baum-Aloe (Aloe arborescens) im Jardin zoologique tropical, La Londe © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Unterfamilie: Affodillgewächse (Asphodeloideae)

Baum-Aloe

Aloe arborescens

CITES: Die Art fällt unter Anhang II.

Verbreitung: Südliches Afrika: Botswana, Lesotho, Malawi, Mosambik, Simbabwe, Swasiland, Südafrika. Hauptsächlich in bergigen Landschaften.

Aloe arborescens bildet einen 2-3 m langen, an der Basis bis zu 30 cm dicken und auf einer Länge von 30-60 cm mit toten Blättern bedeckten Stamm und ist stark verzweigt. Die lebenden, graugrünen bis grünen Blätter sitzen in Rosetten am Ende der Zweige. Sie sind am Rand mit Zähnen bewehrt. Der Blütenstand ist bis 90 cm lang und meistens einfach, er kann  aber auch bis zwei Seitentriebe haben. Auf dem Stengel sitzen die zahlreichen, meist scharlachroten, gelegentlich orange- oder rosafarbenen oder gelben Blüten in einer etwa 20-30 cm langen, konischen Traube. Die Einzelblüten sind gestielt und haben eine Länge bis 4 cm. Blütezeit ist von Mai bis Juli. Die Bestäubung erfolgt hauptsächlich durch Vögel [1; 5; 9; 10].

Die Pflanze hybridisiert leicht mit anderen Aloe-Arten, namentlich mit Aloe ferox. Sie gehört zu den medizinisch interessanten Aloe-Arten. Sie wurde bereits im 17. Jahrhundert als Arzneipflanze verwendet. Eingesetzt wird sie bei Verbrennungen der Haut, z.B. bei Röntgen-Dermatitis [1; 10].

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ASPARAGALES Xanthorrh aloe ferox kleinkaroo PD1
Blühende Kap-Aloe (Aloe ferox) in der Klein-Karoo, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

ASPARAGALES Xanthorrh aloe ferox Sanary PD1
Kap-Aloe (Aloe ferox) im ZoA-Zoo, Sanary-sur-Mer © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

ASPARAGALES Xanthorrhoeaceae aloe ferox umgeni PD1
Kap-Aloen (Aloe ferox) mit Stämmen im Umgeni Valley Nature Reserve bei Howick, Kwazulu-Natal, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Unterfamilie: Affodillgewächse (Asphodeloideae)

Kap-Aloe

Aloe ferox

CITES: Die Art fällt unter Anhang II.

Verbreitung: Südliches Afrika: Lesotho, Südafrika (Westkap, Ostkap, Freistaat, KwaZulu-Natal).

Die Kap-Aloe wächst baumförmig mit einem einfachen, oft von abgestorbenen Blättern verdeckten Stamm bis auf eine Höhe von etwa 3-4 m, selten höher. Der Stamm selbst ist etwa 2-3 m hoch. Die bis 1 m langen und 15 cm breiten, lanzettlich-schwertförmigen Blätter sind mattgrün oder graugrün, bei Trockenheit rötlich überhaucht. Sie haben einen buchtig gezähntem Rand und meistens eine unregelmäßig stachelige Oberfläche. Sie stehen alle dicht gedrängt in einer endständigen Rosette. Der Blütenstand ist in 5-12 aufrechte Teilblütenstände verzweigt. Die Blüten stehen in bis zu 80 cm langen Trauben. Sie sind scharlachrot bis orange, gelegentlich gelb oder weiß. Die Befruchtung erfolgt durch Insekten oder Nektar saugende Vögel [1; 5; 9].

Aus Aloe-Blättern können Saft und Bittersaft gewonnen werden. Saft ist der gelartige, farblose Saft aus dem Blattinnern, Bittersaft der gelbliche Saft aus der grünen Epidermis des Blatts. Beide Safttypen waren bereits in der Antike bekannt. In Südafrika wurden Blätter, Saft und Bittersaft der Kap-Aloe traditionell von der indigenen Bevölkerung und seit etwa 1650 durch die europäischen Einwanderer als Heilmittel genutzt. 1772 wurde in der Nähe von Albertinia in der heutigen Westkap-Provinz die erste Aloe ferox-Farm gegründet. Eingesetzt werden die Mittel bei Hautentzündungen. Das in der Aloe enthaltene Aloin wirkt stark abführend, weswegen Aloe-Zubereitungen auch zur kurzfristigen Behandlung von Verstopfung verwendet werden können. Im Falle von Vergiftungen bei Tieren kann es zu Blutiger Diarrhoe, Polyurie und Hämaturie kommen [1; 3].

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ASPARAGALES Xanthorrhoeaceae aloe pillansii goegap PD1
Riesenköcherbaum (Aloe pillansii) im Hesters Malan Wild Flower Garden des Goegap-Naturschutzgebiets, Nordkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

ASPARAGALES Xanthorrhoeaceae aloe pillansii bogabe PD1
Riesenköcherbaum (Aloe pillansii), Jungpflanze im Botanischen Garten Bern © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

ASPARAGALES Xanthorrhoeaceae aloe pillansii bogabe PD2
Riesenköcherbaum (Aloe pillansii), Jungpflanze im Botanischen Garten Bern © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Unterfamilie: Affodillgewächse (Asphodeloideae)

Riesenköcherbaum

Aloe (= Aloidendron) pillansii

CITES: Der internationale Handel ist nach Anhang I eingerschränkt.

Verbreitung: Südliches Afrika: Südafrika (Nordkap), Namibia.

Der Riesenköcherbaum besiedelt die heißen und trockenen Gebiete von Namib, Vornamib und Sukkulentenkaroo in Höhenlagen von 250-1'000 m. Er ist eine stammbildende Aloe, die eine Höhe bis zu 10 m oder mehr erreicht. Der Stamm alter Bäume hat an der Basis einen Durchmesser von 1-2 m, teilt sich ab der Mitte mehrfach in jeweils zwei nach oben gerichtete Äste und verjüngt sich weiter nach oben hin auf etwa 20 cm Durchmesser. Die glatten, lanzettlich verschmälerten, graugrünen bis bräunlich grünen, 50-60 langen und an der Basis 10-12 cm breiten Laubblätter sind leicht sichelförmig und sitzen rosettenförmig zusammen. Sie haben glatte Oberflächen und weiße Blattränder, die in Abständen von 5-8 mm mit kleinen Zähnchen besetzt sind. Die ca. 50 cm langen, traubigen Blütenstände gehen horizontal auf der Höhe der untersten Blätter der Rosetten ab und sind  stark verzweigt. Die lockeren, zylindrischen Blütentrauben sind bis 15 cm lang und bestehen aus etwa 30 gelben, in der Mitte ausgebuchteten  Einzelblüten [9; 12].

Der Riesenköcherbaum ist die seltenste Aloe-Art im südlichen Afrika. Sein Hauptbestand konzentriert sich im Richtersveld-Nationalpark. Die Population soll bei nur noch 200 Exemplaren liegen. Junge Pflanzen kommen keine mehr auf und die alten sterben ab. Mögliche weitere Vorkommen bis zum Brandberg in Namibia bedürfen der Bestätigung.  Die Gefährdung beruht zum Teil auf einer Überweidung des Artareals duch Esel und Ziegen, aber auch Paviane und Stachelschweine, Bergbauaktivitäten und der Klimawandel setzen der Art zu. Vermutlich werden auch Pflanzen von Sammlern ausgegraben. Die Art wurde deshalb bereits 1998 als vom Aussterben bedroht eingestuft [Rote Liste: CRITICALLY ENDANGERED) [7; 12].

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ASPARAGALES Xanthorrhoeaceae aloe vera pierrelatte PD1
Echte Aloe (Aloe vera) in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Unterfamilie: Affodillgewächse (Asphodeloideae)

Echte Aloe

Aloe vera

CITES: Die Art ist als einzige Aloe explizit von den Anhängen ausgenommen.

Verbreitung: Ursprünglich wohl auf der Arabische Halbinsel, dies ist aber nicht gesichert. Die auch als Aloe barbadensis bezeichnete Art wird seit sehr langer Zeit kultiviert und ist heute weltweit in subtropischen und tropischen Ländern anzutreffen, insbesondere in der Karibik [8].

Die Echte Aloe hat keinen oder nur einen kurzen Stamm. Sie vermehrt sich nicht nur durch Samen, sondern auch durch Kindel und Wurzelausläufer, was zu Bildung dichter Gruppen führt. Die bis 50 cm langen, rosettenartig angeordneten Blätter laufen spitz zu und besitzen bedornte Blattränder. Im Januar bildet sich zwischen den Blättern ein lang gestielter, bis 90 cm langer Blütenstand, der senkrecht nach oben wächst und manchmal ein bis zwei Seitenzweige bildet. An den Enden sitzen je nach Sorte gelbe, rote oder orangefarbene, in Trauben angeordnete Röhrenblüten [6].

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Ordnung: Malpighienartige (Malpighiales)
Familie: Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae)

EUPHORBIACEAE Euphorbia milii milii elfenau PD1
Christusdorn (Euphorbia milii var. milii), Blüten, im ehemaligen Schauhaus der Stadtgärtnerei Bern © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

EUPHORBIACEAE Euphorbia milii milii palmengarten PD1
Christusdorn (Euphorbia milii var. milii) im Palmengarten Frankfurt © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Unterfamilie: Euphorbioideae
Tribus: Euphorbieae
Untertribus: Euphorbiinae

Christusdorn

Euphorbia milii

CITES: Die Art fällt unter Anhang II, ausgenommen sind Sendungen von 100 oder mehr offensichtlich künstlich vermehrten Exemplaren.

Verbreitung: Madagaskar, in 11 verschiedenen Varietäten.

Winterhärtezone 10 (erträgt bis -1ºC).

Euphorbia milii ist ein dorniger, aufrecht wachsender Trockenstrauch, der bis zu 60 hoch wird und verdickte und wenig verzweigte, dornige Triebe bildet, die mit der Zeit verholzen. Zwischen den Dornen sitzen die gegenständigen, länglich-runden hellgrünen Blätter. Bei den scheinbaren Blütenblättern handelt es sich in Wirklichkeit um rote, rosafarbene, gelbe oder weiße, nierenfömige Hochblätter, also umgewandelte Laubblätter. Die gelblichen Blütenstände werden von jeweils zwei Hochblättern umschlossen. Sie bestehen aus einer von 5 Gruppen männlicher Blüten umgebenen weiblichen Blüte. Die Blütenstengel tragen ab den Enden oft Seitenzweige mit weiteren, kleineren Blütenständen [2; 5; 6].

Der deutsche Name "Christusdorn" kommt daher, dass die dornigen Triebe der Zimmerpflanze an die Dornenkrone Jesu erinnern. Dass sie tatsächlich dafür verwendet wurden, ist natürlich auszuschließen, da die Pflanze damals im Mittelmeerraum noch unbekannt war. Erst 1821 wurde sie erstmals nach Europa eingeführt [6].

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Ordnung: Steinbrechartige (Saxifragales)
Familie: Dickblattgewächse (Crassulaceae)

SAXIFRAGALES Crassulaceae crassula arborescens sanary PD1
Blauer Jadestrauch (Crassula arborescens) im ZoA-Zoo, Sanary-sur_mer © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

SAXIFRAGALES Crassulaceae crassula arborescens sanary PD2
Dachwurz (Aeonium urbicum) im ZoA-Zoo, Sanary-sur_mer © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Unterfamilie: Crassuloideae

Blauer Jadestrauch, Pfennigbaum

Crassula arborescens

CITES: Die Art ist nicht in den Anhängen aufgeführt.

Verbreitung: Südafrika vom Westkap bis nach Kwazulu-Natal.

Winterhärte: Crassula arborescens ist nicht winterhart und erträgt keine Minustemperaturen. Vorzugstemperatur im Winter 5-13°C.

Der Blaue Jadestrauch wächst als sukkulenter Strauch mit dicken holzigen Stämmen und erreicht eine Höhe von 0.6-1.2 m, im Freiland bis 3-4 m. Der blaugraue Belag auf den rundlich-verkehrt eiförmigen, fleischigen, bis 7 cm langen und oft rot gerandeteten Blättern schützt vor starker Sonenneinstrahlung und sollte nicht unötig angefasst werden. Der sehr kurze Blütenstiel trägt eine sternförmige Blütenkrone. Die Blüten sind weiß bis rosa Es gibt zwei Unterarten und diverse Kultursorten [2; 5].

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SAXIFRAGALES Crassulaceae Kalanchoe tomentosa sanary PD1
Behaartes Katzenohr (Kalanchoe tomentosa) im ZoA-Zoo, Sanary-sur-Mer © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Unterfamilie: Kalanchoideae

Behaartes Katzenohr

Kalanchoe tomentosa

CITES: Die Art ist nicht in den Anhängen aufgeführt.

Verbreitung: Zentral-Madagaskar. Es gibt zahlreiche Kulturformen.

Winterhärte: Kalanchoe tomentosa ist nicht winterhart und sollte bei 10-15ºC überwintert werden.

Das Behaarte Katzenohr ist eine strauchartig verzweigte, bis 1 m hohe  Blattpflanze mit lockeren Rosetten lang-ovaler Blätter an verholzenden bis zu 45 cm langen Stengeln. Die 5-7 cm langen Blätter sind mit feinen, borstigen und meist silbrigen Haaren filzig bedeckt, an manchen Randstellen sind diese Haare jedoch bei jungen Blättern rostig orangerot und bei älteren schokoladenbraun. Die Blattfarbe variiert je nach Standort, weißlich im Schatten, an vollsonnigen Standorten tiefbraun. Blüten werden von einer Kalanchoe tomentosa nur selten ausgebildet [5; 8; 11].

Es gibt zahlreiche Kultursorten.

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Literatur und Internetquellen:

  1. BOTHA, M. C. & KOGLER, L. K. (1998)
  2. CHAPMAN, P. & MARTIN, M. (1982)
  3. CLINI TOX
  4. GARTEN-LEXIKON
  5. HERBEL, D. (1978)
  6. MEIN SCHÖNER GARTEN
  7. ROTE LISTE DER IUCN
  8. ROWLEY, G. (1979)
  9. VAN WYK, B.-E. & SMITH, G. (1996)
  10. WEST, O. (1974/1992)
  11. PFLANZENFREUNDE
  12. PLANTZAFRICA

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Freigegeben in Sukkulenten
Montag, 05 November 2018 10:23

Tropenwald-Stauden und -Kräuter

 

Allgemeines

Auf diesem Blatt werden terrestrische und aquatische Krautpflanzen des Tropen- und Subtropengürtels vorgestellt, die in der Regel ganzjährig unter klimatisierten Bedingungen gehalten werden und entweder nebst Bäumen und Sträuchern zum Bestand von Tropenhallen oder dann zur Einrichtungen von Terrarien oder Aqua-Terrarien gehören. Ganz unter Wasser lebende Pflanzen sind nicht berücksichtigt. Epiphyten werden auf einem separaten Blatt abgehandelt.

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Ordnung: Froschlöffelartige (Alismatales)
Familie: Aronstabgewächse (Araceae)

ALISMATALES Araceae alocasia odora PAP PD1
Duftendes Elefantenohr (Alocasia odora) im Papiliorama Kerzers © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

ALISMATALES Araceae alocasia odora PAP PD2
Duftendes Elefantenohr (Alocasia odora) im Papiliorama Kerzers © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Unterfamilie: Aroideae
Tribus: Colocasieae

Duftendes Elefantenohr

Alocasia odora

Verbreitung: Ost- und Südostasien von Assam bis zu den Ryukyu-Inseln, Taiwan und Borneo.

Das Duftende Elefantenohr ist eine immergrüne, rhizombildende, 120-240 cm hohe Staude, mit großen, saftig-grünen, glänzenden Blättern. Diese befinden sich an langen Stielen, sind pfeilförmig und werden ca. 60 cm lang und 30 cm breit. Die Pflanze ist einhäusig getrenntgeschlechtig. Der Blütenstand besteht aus dem Schaft, einem Hochblatt (Spatha) und dem Kolben (Spadix).  Im Kolben gibt es je einen weiblichen, sterilen und männlichen Abschnitt. Die Blüten duften besonders nachts sehr stark. Es werden große, rote Beeren gebildet. Wegen seines Gehalts an Kalzium-Oxalat ist die Pflanze in rohem Zustand ungenießbar bzw. giftig [4; 8].

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ALISM araceae typhonodorum lindleyanum pierrelatte PD1
Duftendes Elefantenohr (Alocasia odora) im Papiliorama Kerzers © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Unterfamilie: Aroideae

Aronstab-Scheinbaum

Typhonodorum lindleyanum

Verbreitung: Madagaskar, Komoren, Mauritius, Sansibar

Der Aronstab-Scheinbaum lebt in Sümpfen und an schlammigen Flussufern. Er kann eine Höhe von 1.5-2.5 m, selten bis 4 m erreichen. Es handelt sich um eine Staude, die einer Bananenpflanze ähnelt und einen bis 30 cm dicken Scheinstamm und ein Rhizom hat. Die Samen, können schwimmen, was neue Besiedlungssorte ermöglicht. Samen und Knollen werden als Nahrungsmittel verwendet, enthalten aber Kalzium-Oxalat und müssen daher gekocht oder getrocknet werden. Die Blätter werden zum Decken von Hütten verwendet und die Stärke aus dem Rhizom gilt in der Volksmedizin als Heilmittel gegen Schlangenbisse [11].

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ALISM araceae monstera deliciosa pierrelatte PD1
Köstliches Fensterblatt (Monstera deliciosa) in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

ALISM araceae monstera deliciosa pierrelatte PD2
Köstliches Fensterblatt (Monstera deliciosa) in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Unterfamilie: Monsteroideae

Köstliches Fensterblatt

Monstera deliciosa

Verbreitung: Mittelamerika: Ursprünglich von Mexiko (Oaxaca, Veracruz und Chiapas) bis Panama. Eingeführt und verwildert in den USA (Florida, Hawaii), Süd- und Südostasien, Australien, Ascensión, den Gesellschaftsinseln, und im westlichen Mittelmeerraum (Portugal, Marokko, Madeira).

Das Köstliche Fensterblatt ist eine immergrüne Kletterpflanze mit Luftwurzeln, die bis 20 m lang werden kann. Die jungen Blätter sind herzförmig und ungeteilt. Die ausgewachsenen Blätter sind groß und löchrig zerschlitzt. Die Blütenstände sind denen des Aronstabs ähnlich, jedoch größer. Sie haben einen von einem großen weißen Hüllblatt umgebenen gelblichen, langgestielten Blütenkolben, an dem sich später violette Beeren bilden [5; 8].

Diese schmecken nach Ananas und sind im Prinzip essbar, enthalten jedoch Kalziumoxalatnadeln, die die Rachenschleimhaut reizen. Abgesehen von den Früchten sind alle Teile der Monstera giftig und könen bei Mensch und Tier zu klinischen Symptomen wie Erbrechen, Durchfall und Blutungen, nach Aufnahme hoher Dosen zu Krämpfen, Ataxie, Hypotonie, Herzrhythmusstörungen sowie Leber- und Nierenschäden führen [3; 5].

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Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Sterngräser (Hypoxidaceae)

ASPARAGALES Hypoxidaceae molineria capitulata PAP PD1
Palmgras (Molineria capitulata) im Papiliorama Kerzers © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

ASPARAGALES Hypoxidaceae molineria capitulata PAP PD2
Palmgras (Molineria capitulata) im Papiliorama Kerzers © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Unterfamilie: entfällt, die Familie weist nur ca. 7-8 Gattungen auf.

Palmgras

Molineria capitulata

Verbreitung: Südostasien, Australasien bis zu den Salomonen sowie  und Nord- und Ostaustralien, in anderen tropischen Ländern eingebürgert.

Das Palmgras besiedelt schattige und feuchte Stellen in Wäldern, meist in Höhenlagen von 800–2’200 m, gelegentlich schon ab 300 m. Es handelt sich um eine stengellose, immergrüne Staude die direkt von den Wurzeln aus ein Büschel bis 1 m langer Blätter bildet. Aus den Blättern werden  Naturfasern gewonnen und die Früchte sind essbar [11].

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Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Orchideen (Orchidaceae)

ORC papiopedilum Xmonarch wilhelma presse
Paphiopedilum X "Monarch" in der Wilhelma Stuttgart © Wilhelma (Pressefoto)

ORC papiopedilum Xmonarch wilhelma presse2
Paphiopedilus X "Monarch" in der Wilhelma Stuttgart © Wilhalma (Pressefoto)

Unterfamilie: Cypripedioideae
Tribus: Cypripedieae
Untertribus: Paphiopedilinae

Frauenschuh-Hybride

Paphiopedilum X "Monarch"

Verbreitung: Zuchtform, Ausgangsarten Südostasien.

Die Gattung Paphiopedilum umfasst rund 140 Arten und unzählige Varietäten und Zuchtformen. Die meisten Arten wachsen terrestrisch  oder halbterrestrisch. An der Basis des Sprosses befindet sich eine Blattrosette und die Erneuerungsknospe, aus der neue Rosetten entstehen können. Der Spross ist unverzweigt. Die großen Blüten sind spiegelsymmetrisch und dreizählig. Ihr wichtigstes Merkmal ist das untere Kronblatt, das eine schuhähnliche Gestalt hat. Die beiden äußere Kronblätter sind länglich und bisweilen gedreht. Von den ursprünglich sechs Staubblättern sind noch zwei fertil, d.h. pollenbildend. Das dritte ist zu einem schildartigen Deckel umgebildet. Das obere Kelchblatt, ist viel größer als bei anderen Orchideen [7; 9; 10].

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Ordnung: Enzianartige (Gentianales)
Familie: Rötegewächse (Rubiaceae)

GENTIANALES Rubiaceae pentas lanceolata PAP PD1
Stern von Ägypten (Pentas lanceolata) im Papiliorama Kerzers © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Unterfamilie

Fünfzahlstrauch, Stern von Ägypten

Pentas lanceolata

Verbreitung: Afrika, Jemen

Der Fünfzahlstrauch ist ein immergrüner, dichtbuschig wachsender und reich verzweigter Halbstrauch, der eine Höhe von 0.5-2 m erreicht. Die Triebe verholzen von unten her. Die dunkelgrünen Blätter sind länglich. Sie werden bis 15 Zentimeter lang und sind vorne zugespitzt. Die kleinen Blüten sind fünfzählig, daher auch der deutsche Name Fünfzahlstrauch. Sie sitzen in dichten Dolden nebeneinander. Ihre Farbe ist variabel. Es dominieren Rot, Rosa und Weiß. Die Bandbreite reicht jedoch bis ins Magentafarbene, Pink und Violette und variiert in den Farbtönen, sodass manche Pflanzen bisweilen zweifarbig erscheinen. Die Halbsträucher bevorzugen einen sonnigen Standort auf feuchten Böden. Das Substrat sollte sandig-lehmig sein. Die Pflanzen ertragen Temperaturen nur über mindestens 1°C [6; 8].

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Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Akanthusgewächse (Acanthaceae)

LAMIALES Acanthaceae Brillantaisia lamium PAP PD1
Brillantaisia (Brillantaisia lamium) im Papiliorama Kerzers © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Unterfamilie: Acanthoideae
Tribus: Ruellieae

Brillantaisia

Brillantaisia lamium

Verbreitung: Westafrika, eingebürgert in Nordost-Australien und auf einigen Pazifischen Inseln.

Die Brillantaisia wächst als Staude oder Halbstrauch bis zu einer Höhe von 80-150 (-200) cm. Sie hat einfache, gegenständig angeordnete, behaarte Blätter von 5-14 cm Länge und 3.5-8 cm Breite. Diese sind eiförmig, fein gezähnt und gestielt. Von April bis September trägt sie hellpurpurne, in Rispen angeordnete, ca. 30 mm lange, zweilippige Blüten, aus denen nach der Befruchtung fachspaltige Kapselfrüchte gebildet werden [1; 6].

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Ordnung: Malpighienartige (Malpighiales)
Familie: Passionsblumengewächse (Passifloraceae)

MALPIGHIALIS Passifloraceae turnera ulmiflora pierrelatte PD1
Westindische Safranmalve (Turnera ulmiflora) in der Ferme aux Crocodiles © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

MALPIGHIALIS Passifloraceae turnera ulmiflora pierrelatte PD2
Westindische Safranmalve (Turnera ulmiflora) in der Ferme aux Crocodiles © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Unterfamilie: Safranmalvengewächse (Turneroideae)

Westindische Safranmalve

Turnera ulmiflora

Verbreitung: Florida, Mexiko, Mittelamerika und Karibische Inseln. Eingeschleppt und sich zum Teil invasiv verhaltend in Südamerika, Australien, Indonesien, Malaysia, Madagaskar, Neukaledonien und diverse Inseln im Pazifik.

Die Westindische Safranmalve ist eine ausdauernde Staude mit aromatischem, dichtem Laub, die eine Höhe von ca. 120 cm erreichen kann. Die wechselständig und spiralig angeordneten Laubblätter sind schmal-elliptisch bis lanzettförmig, haben einen gezähnten Rand und sind mit  feinen kleinen Borsten bedeckt. Die Blüten sind fünfzählig. Sie haben eine doppelte Blütenhülle, der Blütenbecher ist 5-8 mm lang,  der Blütenkelch etwa 20 mm. Die Kronblätter sind gelb. Es werden dreifächerige Kapselfrüchte mit vielen Samen gebildet [2]

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Ordnung: Pfefferartige (Piperales)
Familie: Osterluzeigewächse (Aristolochiaceae)

PIPERALES Aristolochiaceae aristolochia grandiflora pierrelatte PD3
Großblumige Pfeifenblume (Aristolochia grandiflora) in der Ferme aux Crocodiles © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

PIPERALES Aristolochiaceae aristolochia grandiflora pierrelatte PD1
Großblumige Pfeifenblume (Aristolochia grandiflora) in der Ferme aux Crocodiles © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

PIPERALES Aristolochiaceae aristolochia grandiflora pierrelatte PD2
Großblumige Pfeifenblume (Aristolochia grandiflora) in der Ferme aux Crocodiles © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Unterfamilie: Aristolochioideae

Großblumige Pfeifenblume, Großblumige Osterluzei

Aristolochia grandiflora

Verbreitung: Von Mexiko über Mittelamerika bis nach Panama und Kolumbien, vor allem an der Atlantikküste, ist aber auch an der Pazifikküste zu finden. Ferner auf Kuba, Jamaika und Trinidad heimisch; die Vorkommen auf St. Thomas, Guadeloupe und Martinique sind möglicherweise verwilderte Kulturpflanzen.

Die auch Gespenstplanze genannte Großblumige Pfeifenblume oder Osterluzei ist eine langwachsende, rankende Kletterpflanze, deren älteren Sprosse korkig und steif werden. Die Laubblätter sind herzförmig-zugespitzt, oberseits dunkelgrün, unterseits blaugrün. Die Blüten sind vorweiblich zwittrig (d. h. die weibliche Reife tritt früher ein als die männliche) und haben einen meist 20-50 cm langen, bisweilen längeren, aus einem Blatt bestehenden Kelch. Die Blüten sind lebhaft gezeichnet und verströmen einen starken Aasgeruch. Die Pflanze sollte im Halbschatten stehen, die Optimaltemperatur liegt bei 23°C, Temperaturen unter 18°C sind zu vermeiden [12].

 

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Literatur und Internetquellen:

  1. AUSTRALIAN NATIONAL BOTANIC GARDENS
  2. CABI - INVASIVE SPECIES COMPENDIUM
  3. CLINI TOX
  4. GARDENIA.NET
  5. GARTENJOURNAL
  6. HORTIPEDIA
  7. Internet Orchid Species Photo Encyclopedia
  8. MEIN SCHÖNER GARTEN
  9. ORCHIDS FANDOM
  10. SCHINZ, C. (1984)
  11. USEFUL TROPICAL PLANTS
  12. ZIMMERPFLANZEN-LEXIKON

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Freigegeben in Tropenwaldpflanzen
Montag, 05 November 2018 10:08

Tropenwald-Bäume und -Sträucher

 

Allgemeines

Hier werden nicht nur Bäume und Sträucher im eigentlichen Sinn vorgestellt, sondern auch verholzende Kletterpflanzen, wie die Würgefeigen,und  nicht verholzende, baumartige Krautpflanzen, wie die Bananen und die Papaya. Die aufgeführten Arten werden mehrheitlich ganzjährig in klimatisierten Tropenhallen gehalten.

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Ordnung: Kreuzblütlerartige (Brassicales)
Familie: Melonenbaumgewächse (Caricaceae)

BRASS caricaceaee carica papaya pierrelatte PD1
Papaya (Carica papaya) in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

BRASS caricaceaee carica papaya pierrelatte PD2
Papaya (Carica paya), Blatt, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

BRASS caricaceaee carica papaya pierrelatte PD3
Papaya (Carica papaya) mit noch unreifen Früchten in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Papaya, Melonenbaum

Carica papaya

Verbreitung: Ursprünglich von Mexiko über Mittelamerika bis ins nördliche Südamerika. Der Baum wurde bereits in vorkolumbianischer Zeit von den indigenen Völkernn kultiviert. Heute in vielen tropischen und subtropischen Ländern als Kulturpflanze verbreitet und auch verwildert.

Wuchshöhe: 6 m.

Der Papaya ist ein Milchsaft führender, kurzlebiger, kleiner Baum mit krautigem, grünem, an der Oberfläche mit den Narben abgefallener Blätter gezeichnetem Stamm. Er hat am Ende des Stamms mächtige, langgestielte Blätter mit tiefgeteilter, handförmiger Spreite. Er ist ein oder zweihäusig, d.h. es gibt männliche und weibliche Pflanzen sowie Hermaphroditen. Die Blüten sind meist eingeschlechtig, können aber auch zwittrig sein. Die Blütenstände entspringen an den Blattachseln, die männlichen sind verzweigt und überhängend und tragen schmal-trichterförmige 25-40 mm lange Röhrenblüten. Die weiblichen Blütenstände sind kurz und gabelig geteilt. Ihre gelbweißen Blüten sind etwas größer und befinden sich oberhalb des aus 3-5 Fruchtblättern gebildeten Fruchtknotens. Früchte werden ganzjährig gebildet. Es handelt sich um an Melonen erinnernde Beerenfrüchte, die ein Gewicht von 0.5 bis 5 kg erreichen können. Sie haben eine gelbgrüne Außenhaut, saftiges, wohlschmeckendes, gelbes oder orangefarbenes Fruchtfleisch und eine Fruchthöhlung mit wandständigen, pfefferkorngroen schwarzgrauen Samen.  [6].

Der Milchsaft des Papayabaums enthält Papain, ein Eiweiß spaltendes Enzym, das in seiner Wirkung dem Pepsin entspricht. Er wird durch Anritzen des Stamms oder der unreifen Früchte gewonnen und in der Nahrungsmittelindustrie, Medizin, Pelzgerberei, Seiden- und Wollherstellung, Bierproduktion und Kosmetik verwendet [5].

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Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Wunderblumengewächse (Nyctaginaceae)

CARYOPHYLLALES Nyctaginaceae bougainvillea spectabilis pierrelatte PD2
Bougainvillea (Bougainvillea spectabilis) in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

CARYOPHYLLALES Nyctaginaceae bougainvillea spectabilis porquerolles PD1
Bougainvillea (Bougainvillea spectabilis), ganzjährige Freilandhaltung auf Porquerolles © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

CARYOPHYLLALES Nyctaginaceae bougainvillea spectabilis pierrelatte PD1
Bougainvillea (Bougainvillea spectabilis) in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Bougainvillea, Wunderblume

Bougainvillea spectabilis

Verbreitung: Ursprünglich Brasilien von der Mata Atlântica bis Amazonien, in anderen tropischen Ländern eingeführt und gebietsweise verwildert.

Wuchshöhe: 12 m.

Die Bougainvillea ist nach dem französischen Forschungsreisenden Louis Antoine Comte de BOUGAINVILLE benannt, der anlässlich einer Weltumseglung 1768 auf den Salomonen gelandet war und die Insel Bougainville nach sich selbst benannt hatte. Es handelt sich um einen spreizklimmenden, stark verzweigten, bedornten Strauch mit verholzender Sprossachse, die zahlreiche gebogene Stacheln von 0,2 bis 0,8 Zentimeter Länge trägt. Bougainvilleen wachsen überwiegend in sommertrockenen Wäldern, wo sie mit Einsetzen der Trockenzeit ihr Laub abwerfen und anschließend wieder neu austreiben. Die wechselständigen Laubblätter sind eirund bis lanzettlich, ganzrandig und in eine Spitze augezogen. An den Sprossenden stehen jeweils drei Hochblätter, die bei der Wildform leuchtend rosa-violett sind und deren Basis mit drei schmal röhrenförmigen, fünfzähligen Blüte verwachsen ist. Diese hat einen grünen Kelch und eine gelbe Kronröhre, in der 7-8 Staubblätter verborgen sind. Aus dem Fruchtknoten bildet sich eine spindel- bIs birnförmige Frucht [6; 7].

Es gibt verschiedene Kulturformen mit unterschiedlich farbigen Hochblättern, wobei es sich zum Teil um Hybriden mit anderen Arten der Gattung handelt. Bougainvilleen können während des Sommers als Kübelpflanzen draußen gehalten werden, sie ertragen aber überhaupt keinen Frost und müssen daher im Herbst rechtzeitig ins Winterquartier gebracht werden. Ideal ist ein heller Standort mit Temperaturen zwischen 10 und 15ºC [7].

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Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Knöterichgewächse (Polygonaceae)

CARYOPHYLLALES Polygonaceae neomillspaughia emarginata PAP PD1
"Red-leaved Bob" (Neomillspaughia emarginata) im Papiliorama Kerzers © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Unterfamilie: Eriogonoideae

Falsche Meerestraube, "Red-leaved Bob"

Neomillspaughia emarginata

Verbreitung: Mexiko (Yucatan-Halbinsel), Belize, Guatemala, Honduras

Wuchshöhe: 1-5 m.

Es handelt sich um einen zweihäusig getrenntgeschlechtigen Strauch oder kleinen Baum, mit borkiger Rinde und großen Blättern. Die kleinen weißen weiblichen Blüten sind in Rispen angeordnet, aus ihnen entwickelten sich geflügelte Nussfrüchte (Achänen). Blütezeit ist von Mai bis November. Die essbaren Früchte sind ab Juni reif [1; 4].

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Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

FABALES Fabaceae lysiloma latisiliquum PAP PD1
Pappelfeige (Ficus religiosa), Blätter, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

 

Unterfamilie: Mimosengewächse (Mimosoideae)

Wilde Tamarinde

Lysiloma latisiliquum

Verbreitung: Karibischer Raum: Süd-Florida, Halbinsel Yucatán, Belize, Guatemala und auf den karibischen Inseln Kuba, Hispaniola, Puerto Rico, Turks- und Caicos sowie den Bahamas.

Wuchshöhe: meist 12, selten bis zu 15 m.

Die wilde Tamarine ist ein mäßig rasch wachsender, mittelgroßer Baum, der im Norden seines Areals laubabwerfend, im Süden immergrün ist. Er hat einen schlanken, kurzen Stamm mit langen, gebogenen Ästen, die eine schirmförmige Krone formen, und eine Tendenz, mehrere Stämme zu bilden. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig mit weißen Staub- und Kronblättern. Sie entwickeln sich zu Hülsenfrüchten. In Mittelamerika wird der Baum zur Holzgewinnung angepflanzt [8].

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Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Akanthusgewächse (Acanthaceae)

LAMIALES Acanthaceae  whitfieldia elongata PAP PD2
Weißer Kerzenstrauch (Whitfieldia elongata) im Papiliorama Kerzers © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

LAMIALES Acanthaceae  whitfieldia elongata PAP PD3
Weißer Kerzenstrauch (Whitfieldia elongata) im Papiliorama Kerzers © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Tribus: Whitfieldieae

Weißer Kerzenstrauch

Whitfieldia elongata

Verbreitung: Tropisches Westafrika.

Wuchshöhe: 1 m.

Der Weiße Kerzenstrauch ist ein immergrüner Strauch mit dunkelgrünen, glänzenden, eiförmigen bis länglichen Blättern und endständigen 8 bis 20 cm langen Blütenständen. Die Blüten und Hochblätter sind weiß. Die Pflanze ist lichtbedürftig. Sie kann im Sommer als Kübelpflanze im Freien gehalten werden. Der optimale Temperaturbereich liegt bei 18 bis 22°C, Temperaturen unter 15°C sind zu vermeiden [3].

Die Äste werden als Brennholz gesammelt, die Blätter werden gegessen, als Färbemitteln verwendet oder zu Präparaten verarbeitet, die in der traditionellen afrikanischen Medizin für verschiedene Indikationen eingesetzt werden [8]

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Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)

LAMIALES Lamiaceae clerodendrum speciosissimum PAP PD1
Prächtiger Losbaum (Clerodendron speciosissimum) im Papiliorama Kerzers © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Unterfamilie: Günsel (Ajugoideae)

Prächtiger Losbaum

Clerodendrum speciosissimum

Verbreitung: Südost- und Australasien. Kultiviert und verwildert in Teilen Afrikas, Süd- und Mittelamerikas, den Seychellen, der Karibik und in Florida.

Wuchshöhe: bis 3-4 m.

Der Prächtige Losbaum wächst als mittelgroßer Strauch mit vierkantigen, leicht filzigen Sprossen und gegenständigen, auffallend großen, langestielten, herzförmigen Blättern mit netzrunzeligen Adern. Die Blätter sind oberseits kurzhaarig, unterseits flaumig. Die fünfzähligen, zwittrigen Blüten bestehen aus einem glockigen, dunkelpurpurnen Kelch und einer feuerroten, langen, schlanken Kronröhre mit 5 schmalen, meist rückwärts gebogenen Zipfeln, aus der die 4 Staubblätter und der Griffel weit herausragen, und stehen in rispenförmigen Ständen. Aus ihnen entwickeln sich beerenartige Steinfrüchte [6].

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LAMIALES Lamiaceae clerodendrum thomsoniae pierrelatte PD1
Kletternder Losbaum (Clerodendron thomsoniae) in der Ferme aux Crocodiles © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Unterfamilie: Günsel (Ajugoideae)

Kletternder Losbaum

Clerodendrum thomsoniae

Verbreitung: Westafrika von Kamerun bis Senegal

Wuchshöhe: bis 4 m hohe Schlingpflanze.

Die Kletternde Losbaum hat gegenständige, gestielte Blätter mit dunkelgrüner, einfacher, eiförmiger und ganzrandiger Spreite. Die in Rispen angeordneten Blüten sind intensiv rot mit schneeweißen Kelchblättern. Blütezeit ist von Juni-August. Es werden Steinfrüchte gebildet. Die Pflanze ist vermutlich ungiftig, aber nicht als Tierfutter geeignet [2].

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Ordnung: Magnolienartige (Magnoliales)
Familie: Annonengewächse (Annonaceae)

MAGNOLIALES Annonaceae cananga odorata pierrelatte PD1
Ylang-Ylang (Cananga odorata), Blätter, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

MAGNOLIALES Annonaceae cananga odorata pierrelatte PD2
Ylang-Ylang (Cananga odorata), Stamm, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Unterfamilie: Ambavioideae

Ylang-Ylang

Cananga odorata

Verbreitung: Südost-/Australasien: Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, Papua-Neuguinea, Philippinen, Thailand, Vietnam. Kultiviert auf Madagaskar, den Komoren, Sansibar und Haiti. In feuchten Tälern und Hängen, in Wäldern oder an Waldrändern bis auf eine Höhe von 800 m.

Wuchshöhe: Bis 25 m.

Der Ylang-Ylang ist ein mittelgroßer, immergrüner und ganzjährig blühender Baum mit wechselständigen, bis 20 cm langen, länglich-eiförmigen, vorne lang zugespitzten, Blättern mit ledriger, glänzend dunkelgrüner Oberfläche und deutliche Nervatur. Die zwittrigen Blüten stehen in nickenden, achselständigen Büscheln. Sie sind gelblich grün mit 6 langen, schmalen, lanzettlichen, zurückgeschlagenen Kronblätter in zwei Kreisen und in dicht gedrängten Spiralen stehenden Staubblättern. Die Früchte sind länglich-eiförmige, hängende Sammelfrüchte, in denen die einzelnen Beeren an einer Blütenachse zu einer fleischigen Masse verwachsen sind [10].

Aus den großen Blüten wird das ätherische Ylang-Ylang-Öl gewonnen, das zur Herstellung von Parfümen und regional als Heilöl in der Volksmedizin verwendet wird [5; 10].

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Ordnung: Malpighienartige (Malpighiales)
Familie: Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae)

MALPIGHIALES Euphorbiaceae codiaeum variegatum pierrelatte PD1
Kroton oder Wunderstrauch (Codiaeum variegatum) in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

MALPIGHIALES Euphorbiaceae codiaeum variegatum pierrelatte PD2
Kroton oder Wunderstrauch (Codiaeum variegatum), Stamm, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Unterfamilie: Crotonoideae

Kroton oder Wunderstrauch

Codiaeum variegatum

Verbreitung: Südostasien bis Pazifik: Australien (Queensland), Fidschi, Indonesien, Malaysia, Philippinen, Vanuatu.

Wuchshöhe: Bis 3 m hoher Strauch.

Der Kroton ist eine immergrüne, verholzende, bis 100 cm hoch werdende Pflanze mit rot, gelb und grün gefärbten Blättern, die auch in ihrer Form varieren können. Er ist einhäusig und getrenntgeschlechtlig. Blüten sind eher selten zu beobachten. Es gibt zahlreiche Kulturformen, die in den Tropen und Subtropen als Gartenpflanzen, in unseren Breiten als eine der häufigsten Zimmerpflanzen Verwendung finden. Alleine in Deutschland werden pro Jahr etwa 300'000 Exemplare verkauft [9].

Alle Teile des Krotonstrauchs sind giftig, weil er einen Milchsaft enthält, der lokal reizend wirkt und vermutlich nicht näher bezeichnete Phorbolester beinhaltet. Diese sind wirksame Tumorpromotoren. Die Aufnahme von Pflanzenmaterial kann bei Tieren zu Läsionen der Maulschleimhaut, Speichelfluss, Erbrechen und Durchfall führen. Die letale Dosis ist unbekannt [2; 9].

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Ordnung: Malvenartige (Malvales)
Familie: Malvengewächse (Malvaceae)

MALVALES Malvaceae ceiba speciosa pierrelatte PD1
Florettseidenbaum (Ceiba speciosa), Frucht, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

MALVALES Malvaceae ceiba speciosa pierrelatte PD2
Florettseidenbaum (Ceiba speciosa), Blätter, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

MALVALES Malvaceae ceiba speciosa pierrelatte PD3
Florettseidenbaum (Ceiba speciosa), Stamm, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Unterfamilie: Wollbaumgewächse (Bombacoideae)

Florettseidenbaum

Ceiba speciosa

Verbreitung: Südamerika: Südbrasilien, Nordost-Argentinien, Ost-Bolivien, Paraguay, Uruguay.

Wuchshöhe: Bis 15 (-25) m.

Der Florettseidenbaum ist ein laubabwerfender mittelgroßer bis großer Charakterbaum südamerikanischer Halbtrockenwälder (Caatinga, Gran Chaco) mit flaschenförmigem, mit starken Dornen bewehrtem Stamm, der einen Durchmesser von 80-120 cm erreichen kann und als Wasserspeicher dient. Die Äste setzen meist schon weit unten an. Die wechselständigen Laubblätter haben einen langen Stiel und eine gefingerte Blattspreite mit gesägtem Rand. Die rosa Blüten werden hauptsächlich durch Schmetterlinge bestäubt. Sie entwickeln sich zu  weißen, seidige Fasern enthaltenden Kapselfrüchten. Die Gattung Ceiba umfasst 17 Arten. Neben C. speciosa wird vor allem der Kapokbaum (Ceiba pentandra) bei uns gepflegt [8; 10].

Die Fasern des Florettseidenbaums werden gesammelt und als Füllmaterial für Kissen sowie zur Herstellung von seidenartigen Stoffen verwendet. Das Holz ist weich, leicht und wenig dauerhaft. Es wird zum Bau von Kanus und für Schnitzereien, aber auch zur Zelluloseproduktion genutzt [8].

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MALVALES Malvaceae pachira aquatica pierrelatte PD1
Glückskastanie (Pachira aquatica) in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

MALVALES Malvaceae pachira aquatica pierrelatte PD2
Glückskastanie (Pachira aquatica), Stamm, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Unterfamilie: Wollbaumgewächse (Bombacoideae)

Glückskastanie

Pachira aquatica

Verbreitung: Mittelamerika von Mexiko bis Costa Rica.

Wuchshöhe: 4-20 m.

Die Glückskastanie wächst in ihrer Heimat als immergrüner, mittelgroßer Baum. In Kultur wird sie meist als Kübelpflanze gehalten und bleibt dann deutlich kleiner. Sie hat einen verdickten Stamm, der als Wasserspeicher dient. Die in Fünfergruppen angeordnet, dunkelgrünen Blätter sind gestielt, die Blattspreite ist handförmig in bis zu neun Fiederblätter geteilt und hat eine ledrige Oberfläche. Die grünlich-gelben Blüten mit roten Staubblättern sehen Rasierpinseln ähnlich. Die Pflanze bildet braune, holzige Früchte mit einem Durchmesser von gut 15 cm, die geröstet gegessen werden können [7].

Die Aussaat oder Vermehrung durch Stecklinge sollte bei einer Bodentemperatir von 25-30ºC erfolgen. Im Winter sollte die Umgebungstemperatur zwischen 12 und 15ºC liegen [7].

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MALVALES Malvaceae hibiscus rosa sinensis pierrelatte PD3
Chinesischer Roseneibisch (Hibiscus rosa-sinensis) in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

MALVALES Malvaceae hibiscus rosa sinensis pierrelatte PD1
Chinesischer Roseneibisch (Hibiscus rosa-sinensis), Blüte, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

MALVALES Malvaceae hibiscus rosa sinensis pierrelatte PD2
Chinesischer Roseneibisch (Hibiscus rosa-sinensis), Stamm, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Unterfamilie: Malvoideae

Chinesischer Roseneibisch

Hibiscus rosa-sinensis

Verbreitung: Das Ursprungsgebiet der Wildform dürfte im östlichen Indien oder südöstlichen China liegen. Kulturformen in vielen Ländern namentlich des asiatisch-pazifischen Raums.

Wuchshöhe: bis 3.50 (2-5) m.

Der Chinesische Roseneibisch ist ein mittelgroßer Strauch mit abstehenden, leicht sparrigen Ästen. Die Laubblätter sind oval, lang zugespitzt und haben einen gezähnten Rand. Die nicht-duftenden Blüten sind fünfzählig. Die Kelchblätter sind an der Basis verwachsen, die korallenrote Krone hat einen Durchmesser  von 10-15 cm. Aus ihrem Zentrum ragt eine von zahleichen verwachsenen Staubblättern gebildete Säule hervor, an deren Ende die fünf auseinanderspreizenden Narben des Fruchtknoten eine abschließende Krone bilden. Die Blüten verwelken bereits nach einem Tag. Die Frucht ist eine fünfkammrige Kapselfrucht [6].

Der Chinesische Roseneibisch ist eine beliebte Zierpflanze, von der es zahlreiche Kulturformen mit weißen, gelben, orange- oder rosafarbenen und roten sowie auch gefüllten Blüten gibt. Im Gegensatz zum Garten-Eibisch (Hibiscus syriacus) oder zum Hybriden Hibiscus x moscheutos ist er aber nicht winterhart und wird bei uns in der Regel als Kübelpflanze gepflegt, die ins Winterquartier gebracht werden muss, sobald die Außentemperatur unter 12ºC fällt. Die Pflanze ist nicht giftig, Wurzeln, Blätter und Blüten dienen roh oder gegart als Nahrungsmittel. Von der Verwendung als Tierfutter wird aber abgeraten. Die Blüten können zum Färben verwendet werden. Pflanzenteile werden in der Volksmedizin angewendet [2; 6; 7}.

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Ordnung: Myrtenartige (Myrtales)
Familie: Myrtengewächse (Myrtaceae)

MYRTALES Myrtaceae syzygium jambos pierrelatte PD1
Blätter des Rosenapfels (Syzygium jambos) in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

 

MYRTALES Myrtaceae syzygium jambos pierrelatte PD2
Stamm eines Rosenapfels (Syzygium jambos) in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

Tribus: Syzygieae

Rosenapfel

Syzygium jambos

Verbreitung: Ursprünglich Südostasien, heute in den Tropen weltweit als Obst-, Zier- oder Schattenbaum kultiviert, geht im Gebirge bis auf eine Höhe von etwa 2'000 m.

Wuchshöhe: 10-12 m.

Der Rosenapfel ist ein immergrüner, mittelgroßer, dicht belaubter Baum, mit gegenständigen, lanzettlichen, bis 20 x 5 cm messenden Laubblättern. Die Blattoberseite ist dunkelgrün glänzend mit Öldrüsen, und einem randparalleler Nerv. Die zwittrigen Blüten sind zu 4-5 in endständigen Rispen mit einem 1 bis 3.5 Zentimeter langen Stiel angeordnet oder stehen einzeln in den Blattachseln. Die 4 rundlichen, grünen Kelchblätter sind bei geöffneter Blüte zurückgeschlagen, Die ca. 1.5 cm langen, weißen oder rosafarbenen Kronblätter sind breit eiförmig und zuletzt zurückgebogen. Die 200-400 crèmeweißen, bis 4 cm lang Staubfäden verleihen der Blüte ein pinselartiges Aussehen. Die Früchte sind kreisel- bis birnenförmige, grünliche oder weißliche, auch hochrote Steinbeeren mit einem Durchmesser bis 6 cm, an denen die verdickten, bleibenden, Kelchblätter eine Krone bilden [5, 10].

Der Name Rosenapfel kommt davon, dass das Fruchtfleisch einen rosenähnlichen Duft aufweist. Die  etwas fade schmeckenden Früchte werden als Frischobst und zur Herstellung von Konserven, Gelee, Marmelade oder Sirup verwendet. Das Holz wird hauptsächlich als Brennholz genutzt. Die  Rinde enthält Farbstoffe [10].

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Ordnung: Sauerkleeartige (Oxalidales)
Familie: Sauerkleegewächse (Oxalidaceae)

OXAL oxalidaceae averrhoa carambola pierrelatte PD1
Sternfrucht (Averrhoa carambola) in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

 

OXAL oxalidaceae averrhoa carambola pierrelatte PD2
Sternfrucht (Averrhoa carambola), Blätter, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

Gattung: Gurkenbäume (Averrhoa)

Sternfrucht

Averrhoa carambola

Verbreitung: Ursprünglich Südostasien, heute in den Tropen und Subtropen weltweit kultiviert.

Wuchshöhe: Meist bis 10 m, selten bis 25 m.

Der Sternfruchtbaum ist ein kleiner, schnellwachsender, immergrüner Baum mit einem kurzen, bis 15 cm dicken Stamm und vielen Ästen. Die Rinde ist glatt und bräunlich. Die wechselständigen Blätter sind unpaarig gefiedert und flaumig behaart. Die einzelnen Fiederblättchen sind eiförmig bis länglich-elliptisch und nehmen von der Basis nach außen an Größe zu. Die zwittrigen, fünfzähligen Blüten sind klein und haben meist rosa-violette Kronblätter. Nach Bestäubung der Blüten durch Insekten entwickeln sich im Herbst die bekannten, 8-13 cm langen Sternfrüchte. Diese Früchte, eigentlich Beeren, sind im Längsschnitt oval, im Querschnitt sternförmig (daher der Name) und reifen von Grün zu Gelb oder Orange. Das Fruchtfleisch und die Schale sind knackig und mild süßlich mit hohem Wassergehalt [7; 8].

Die Frucht der Karambole enthält allerdings das Nervengift Caramboxin, welches bei Menschen mit Niereninsuffizienz zu starken Vergiftungserscheinungen und lebensbedrohlichen Zuständen führen kann. Auch die Wirkung von vielen Medikamenten wird durch den Genuss der Sternfrucht verändert [7].

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Ordnung: Schraubenbaumartige (Pandanales)
Familie: Schraubenbaumgewächse (Pandanaceae)

PANDANALES pandanus utilis pierrelatte PD1
Madagaskar-Schraubenbaum (Pandanus utilis) in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

 

PANDANALES pandanus utilis pierrelatte PD2
Madagaskar-Schraubenbaum (Pandanus utilis) in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

 

PANDANALES pandanus utilis pierrelatte PD3
Madagaskar-Schraubenbaum (Pandanus utilis) in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

Gattung: Schraubenbäume (Pandanus)

Madagaskar-Schraubenbaum

Pandanus utilis

Verbreitung: Inseln des westlichen Indischen Ozeans (Madagaskar, Mauritius, Réunion, Rodrigues), sumpfige Standorte im Regenwald und in Strandregionen in Meeresnähe. In vielen Gebieten mit tropischem oder subtropischem Klima eingeführt, z.B. in der Karibik, in Zentralamerika und den südlichen USA.

Wuchshöhe: Der Stamm kann bis 6 m hoch werden.

Der Schraubenbaum verdankt seinen Namen der gewundenen Anordnung seiner Blätter in drei schraubenartigen Zeilen. Es handelt sich um eine zweihäusige, immergüne Pflanze, die im Sprossbereich Stelzwurzeln ausbildet, die bis zum Erdboden herabwachsen, den eher schmalen Baumstamm stützen und so ein Umstürzen verhindert. Die schwertförmigen Blätter sind sehr lang, scharfrandig und am Rand mit einzelnen Dornen bewehrt. Die Blüten beider Geschlechter wachsen in Kolbenform, wobei die männlichen Blütenkolben verzweigt, die über 100 Einzelblüten umfassenden weiblichen Blütenstände einfach sind. Die Bäume tragen kopfgroße, kugelige Fruchtstände, die polyedrisch aus zahlreichen Einzelfrüchten zusammengesetzt sind [5; 6; 7]. 

Der Schraubenbaum ist vielseitig nutzbar, daher das Art-Epitheton "utilis". Die Blätter werden als Gemüse und Gewürz verwendet, sie dienen auch als Flecht- und Baumaterial und aus ihren Fasern können Kleiderstoffe hergestellt werden. Die männlichen Blütenkolben duften angenehm, weshalb sie auch als Aphrodisiakum dienen oder zu Parfüm, Gewürz oder Sirup verarbeitet werden. Die Früchte liefern ein Mehl zur Herstellung von Brot, Stärke und Speiseöl und werden in der Volksmedizin verwendet. Aus den Stelzwurzeln werden Pinsel, aus den Wurzeln Arzneien und dem Holz Schwimmer für Fischernetze hergestellt [5].

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Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Maulbeergewächse (Moraceae)

ROSAL moraceae artocarpus altilis pierrelatte PD3
Brotfruchtbaum (Artocarpus) altilis) in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

 

ROSAL moraceae artocarpus altilis pierrelatte PD2
Brotfrucht (Artocarpus altilis) in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

 

ROSAL moraceae artocarpus altilis pierrelatte PD4
Rinde eines Brotfruchtbaums (Artocarpus altilis) in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

Tribus: Brotfruchtbäume (Artocarpeae)

Brotfruchtbaum

Artocarpus altilis

Verbreitung: Ursprünglich Polynesien, von dort durch die indigene Bevölkerung  nach Hawaii eingeführt. Nach dem Misslingen einer Expedition der HMS Bounty bedingt durch eine literarisch berühmt gewordene Meuterei, gelang es in einem zweiten Anlauf einer Expedition (1791-1793) der HMS Providence unter Kapitän William BLIGH Brotfrucht-Stecklinge von Tahiti nach Westindien zu bringen, von wo die Art weiter nach Mittelamerika und das nördliche Südamerika verbreitet wurde.

Wuchshöhe: 15-20 m.

Der Brotfruchtbaum führt in allen Teilen einen weißen Milchsaft. Er hat dekorative, immergüne Blätter, die 70 x 40 cm messen, meist dreilappig tief eingeschnitten und oberseits glänzend grün sind. Die Pflanze ist einhäusig getrenntgeschlechtig. Die männlichen Blütenstände sind 20-30 cm lange, kräftige, gestielte Kolben, die abwärts gebogen sind. Die weiblichen sind kugelförmig und bestehen aus Hunderten von Blüten. Bei Reife werden die weiblichen Blüten einschließlich der Hüllblätter und der Achse  fleischig, und  der Blütenstand wandelt sich zu einem Fruchtstand mit einem Durchmesser von 20-30 cm und warzig gefelderter Oberfläche. Die bis 2 kg schweren "Brotfrüchte" sind also botanisch gesehen Fruchtverbände. Sie enthalten 20-22% Stärke und riechen sehr unangenehm. Die 16-24 darin enthaltenen Samen sind kastaniengroß, ebenfalls stärkehaltig und können verzehrt werden, nachdem sie geröstet worden sind. Die Bäume fruchten vom 5. Jahr an und liefern dann während  60-70 Jahren jährlich um die 50 "Brotfrüchte" [5; 6].

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ROSAL moraceae ficus auriculata pierrelatte PD3
Roxburgh- oder Elefantenohr-Feige (Ficus auriculata mit Früchten) in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

 

ROSAL moraceae ficus auriculata pierrelatte PD2
Roxburgh- oder Elefantenohr-Feige (Ficus auriculata), Blatt, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

 

ROSAL moraceae ficus auriculata pierrelatte PD1
Roxburgh- oder Elefantenohr-Feige (Ficus auriculata), Rinde, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

Tribus: Ficeae

Roxburgh-Feige, Elefantenohr-Feige

Ficus auriculata

Verbreitung: Südostasien: Bhutan, Süd-China, Indien, Myanmar, Nepal, Thailand, Vietnam in Höhenlagen von 100-1'700, stellenweise bis 2'100 m.

Wuchshöhe: bis 12 m.

Die Roxburgh-Feige wächst als hoch werdender Strauch bis niedrig bleibender Baum mit oft mehreren Stämmen mit Durchmessern bis 45 cm. Die Krone kann breit und ausladend werden. Die sehr großen, 55x30 cm messenden ovalen Blättern haben einen ca. 20 cm langen Stiel. Sie können bei Kälteeinbrüchen abgeworfen werden. Die großen, dunkel rot-violetten "Früchte", werden direkt am Stamm gebildet. Diese haben ein dunkel violett-rotes Fruchtfleisch mit einem etwas bitteren, Ananas-Erdbeer-Geschmack. Effektiv sind es keine Früchte, sondern Steinfruchtverbände. Die einzelnen kleinen Steinfrüchte spürt man beim Verzehr als kleine Körnchen. [8; 11].

Ähnlich wie bei der bekannten Essfeige ist der Bestäubungsvorgang kompliziert und hochspezialisiert: Feigengallwespen (Ceratosolen emarginatus) dringen durch eine Pore in den Blütenstand ein und fungieren als Bestäuber. Mit ihrem langen Legebohrer legen sie ihre Eier in einen Teil der Blüten, sodass sich in deren Fruchtknoten die Insekten entwickeln können. [11].

Die Roxburgh-Feige gilt als schwach giftig, weil sie Triterpene und Proteasen (Ficine) enthält, die bei Tieren Erbrechen und Durchfall, bei Aufnahme großer Mengen auch Krämpfe und Lähmungen verursachen [2].

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ROSAL moraceae ficus benghalensis pierrelatte PD1
Banyanfeige (Ficus religiosa) in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

 

ROSAL moraceae ficus benghalensis pierrelatte PD2
Banyanfeige (Ficus benghalensis), Luftwurzeln, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

Tribus: Ficeae

Banyan-Feige

Ficus benghalensis

Verbreitung: Ursprünglich Indien, in vielen tropischen Ländern eingeführt.

Wuchshöhe: 20 m, selten bis 30 m oder mehr.

Der Banyanbäume sind immergrüne Epiphyten, die auf allen möglichen Bäumen wachsen. Sie bilden Luftwurzeln aus, die sich zu einem dichten Netz entwickeln. Wenn die Wurzeln den Boden erreicht haben, kommt es zu einem verstärkten Wachstum, und mit der Zeit wird der Wirtsbaum erdrückt und stirbt ab. Der Baum steht dann allein auf seinen Wurzelpodesten [6; 9].

Die Feigen des Banyan sind essbar. Die abgekochten Blätter und die Rinde werden in der Volksmedizin bei verschiedenen Indikationen angewandt. Der konzentrierte Milchsaft dient ebenfalls medizinischen Zwecken und, in Kombination mit Feigen, als Aphrodisiakum [8].

Die Banyan-Feige gilt als schwach giftig, weil sie Triterpene und Proteasen (Ficine) enthält, die bei Tieren Erbrechen und Durchfall, bei Aufnahme großer Mengen auch Krämpfe und Lähmungen verursachen [6].

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ROSAL moraceae ficus longifolia pierrelatte PD1
Langblättrige Feige (Ficus binnendijkii), Blätter, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

ROSAL moraceae ficus longifolia pierrelatte PD3
Langblättrige Feige (Ficus binnendijkii), Luftwurzeln, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

ROSAL moraceae ficus longifolia pierrelatte PD2
Langblättrige Feige (Ficus binnendijkii), Stamm, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

Tribus: Ficeae

Langblättrige Feige

Ficus binnendijkii

Verbreitung: Südostasien: Indonesien (Java).

Dieser Ficus ist auch als Ficus longifolia bekannt. Er hat schmale, längliche, wechselständige Blätter, die bis zu 20-25 cm lang werden. Der Blütenstand ist als kleine, flaschenförmige, fleischige Hohlfrucht (Scheinfrucht) ausgebildet, an deren Innenwand viele winzige, Blüten angeordnet sind. In jedem Blütenstand gibt es 3 Typen von Blüten: Männliche mit Staubblättern, weibliche samenbildende Blüten mit einem langen Griffel und weibliche unfruchtbare, sogenannte Gallblüten mit einem kurzen Griffel, in denen sich die Larven der Gallwespen entwickeln. Die Früchte sind von einem fleischigen Mantel umhüllte, grüngelbe, kugelige, 1-1.5 cm grosse Steinfrüchte. Es gibt zahlreiche kultivierte Sorten mit u.a. einfarbigen, gelb- oder weiß-grün gemusterten, rötlichen sowie schmalen oder breiten Blättern. Die Pflanze sollte nicht längere Zeit Temperaturen unter 10ºC ausgesetzt sein [7].

Die Langblättrige Feige eignet sich zur Bepflanzung von Groß-Aquaterrarien für Segelechsen oder Wasseragamen [12].

Die Langblättrige Feige gilt als schwach giftig, weil sie Triterpene und Proteasen (Ficine) enthält, die bei Tieren Erbrechen und Durchfall, bei Aufnahme großer Mengen auch Krämpfe und Lähmungen verursachen [2].

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ROSAL moraceae ficus religiosa pierrelatte PD1
Pappelfeige (Ficus religiosa), Blätter, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

 

ROSAL moraceae ficus religiosa pierrelatte PD2
Pappelfeige (Ficus religiosa), Stamm, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

Tribus: Ficeae

Pappelfeige, Buddhabaum

Ficus religiosa

Verbreitung: Süd- und Südostasien: Bangladesch, Indien, Myanmar,Nepal, Pakistan, Sri Lanka, Thailand, Vietnam, in Höhenlagen von 600-2'800 m ü.M.

Wuchshöhe: 6-30 m.

Die Pappelfeige wächst als laubabwerfender, großer Baum mit Luftwurzeln, die sich zu Stützwurzeln entwickeln. Die Bezeichnung "Buddhabaum" beruht darauf, dass 600 Jahre vor unserer Zeitrechnung Buddha unter einem solchen Baum seine Erleuchtung empfangen haben soll. Ein Ableger des Originalbaums auf Sri Lanka soll angeblich 2'000 Jahre alt sein [6; 10].

Die Laubblätter sind herzförmig, Pappelblättern ähnlich, bis 17 cm lang, langgestielt, mit glänzender Oberseite und auffallend langer, schwanzförmiger Träufelspitze. Der Blütenstand ist als kleine, flaschenförmige, fleischige Hohlfrucht (Scheinfrucht) ausgebildet, an deren Innenwand viele winzige Blüten angeordnet sind. In jedem Blütenstand gibt es 3 Typen von Blüten: Männliche mit Staubblättern, weibliche samenbildende Blüten mit einem langen Griffel und weibliche unfruchtbare, sogenannte Gallblüten mit einem kurzen Griffel, in denen sich die Larven der Gallwespen entwickeln. Die Früchte sind 12 mm große, von einem fleischigen Mantel umhüllte Steinfrüchte. Sie sind grün bis purpurn, kugelig und sitzen paarweise an den Zweigen [10].

Die Pappelfeige gilt als schwach giftig, weil sie Triterpene und Proteasen (Ficine) enthält, die bei Tieren Erbrechen und Durchfall, bei Aufnahme großer Mengen auch Krämpfe und Lähmungen verursachen [2].

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Ordnung: Ingwerartige (Zingiberales)
Familie: Bananengewächse (Musaceae)

ZINGIBERALES Musaceae musa acuminata PAP PD1
Blätter der Bananenstaude (Musa acuminata) im Papiliorama Kerzers © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

ZINGIBERALES Musaceae musa acuminata PAP PD2
Blütenstand der Bananenstaude (Musa acuminata) im Papiliorama Kerzers © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

ZINGIBERALES Musaceae musa acuminata PAP PD3
Früchte der Bananenstaude (Musa acuminata) im Papiliorama Kerzers © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

Unterfamilie: Entfällt, die Familie besitzt nur 3 Gattungen.

Bananenstaude, Zwergbanane

Musa acuminata

Verbreitung: Ursprünglich Süd- und Südostasien: China (Provinzen Guangxi und Yunnan), Süd-Indien, Indonesien, Malaysia, Myanmar, Philippinen, Sri Lanka, Thailand. Heute pantropisch an feuchten und schattigen Standorten vom Tiefland bis auf eine Höhe von 1'200 m.

Wuchshöhe: 5 m, selten bis 9 m.

Die Zwergbanane ist kein Baum, sondern eine immergrüne ausdauernde krautige Pflanze, die sich kontinuierlich durch Wurzelausläufer aus ihrem Rhizom vermehrt. Der aus den Blattscheiden gebildete Scheinstamm ist an der Basis bis zu 30 cm dick. Die Blattstiele sind etwa 60 cm lang, die Blattspreiten erreichen eine Länge von ca. 2 m und eine Breite von 60 cm. Die Pflanze ist einhäusig mit eingeschlechtigen oder zwittrigen Blüten. Die Blüten  erscheinen etwa ab dem fünften Standjahr. Sie sind groß und von violetten Hüllblättern umgeben, die nach und nach abfallen. Sie verströmen einen leichten Honigduft. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten, Vögel (Nektarvögel, Kolibris), Fledertiere oder Spitzhörnchen. Die Früchte, d. h. die Bananen, sind botanisch gesehen Scheinbeeren. Nach der Frucht sterben die Bananenpflanzen ab und werden durch zuvor gebildete Seitentriebe ersetzt. Die Zwergbanane wird wegen ihrer Früchte kultiviert. Sie ist auch die wichtigste Stammart der Dessertbanane (Musa × paradisiaca) [7; 8].

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Ordnung: Ingwerartige (Zingiberales)
Familie: Strelitziengewächse (Strelitziaceae)

ZINGIBERALES strelitziaceae ravenala zrh PD2
Baum der Reisenden (Ravenala madagascariensis) im Maoala-Regenbwald des Zoo Zürich © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

ZINGIBERALES strelitziaceae ravenala zrh PD1
Blattansatz des Baums der Reisenden (Ravenala madagascariensis) im Masoala-Regenwald des Zoo Zürich © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

ZINGIBERALES strelitziaceae ravenala zrh PD3
Baum der Reisenden (Ravenala madagascariensis) im Masoala-Regenwald des Zoo Zürich © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

Unterfamilie: Entfällt, die Familie besitzt nur 3 Gattungen.

Baum der Reisenden

Ravenala madagascariensis

Verbreitung: Madagaskar. Als Zierpflanze in vielen Ländern der Tropen und Subtropen eingeführt.

Wuchshöhe: 10-15 m.

Der Baum der Reisenden kommt vom Tiefland bis auf eine Höhe von 1'600 m vor. Er ist der Nationalbaum Madagaskars, obwohl er eigentlich kein Baum ist, sondern eine Staude, die einen 8-10 m hohen, nicht-verholzenden Stamm ausbilden kann. Die riesigen, bananenähnlichen Blätter bilden einen bis 6-8 m breiten Fächer. In  dem kahnförmigen Blattgrund der dicht ineinander geschachtelten Blätter sammelt sich Flüssigkeit , die als Trinkwasser für Reisende diente. Daher der deutsche bzw. englische (Traveller's Tree oder Traveller's Palm) Name, für den es aber auch die Erklärung gibt, dass Reisende die Pflanze a s Kompass brauchen konnten, weil sie ihren Blätter meist ost-westlich ausrichtet. In den Ansatzsatzstellen der Laubblätter bilden sich die Blütenstände, die zahlreiche dreizählige, weiße Blüten umfassen. Der unterständige, dreiteilige Fruchtknoten sondert Nektar ab und entwickelt sich nach Bestäubung durch Vögel oder durch Lemuren zu einer holzigen Kapsel [5; 6].

Aus den Samen wird ein antiseptisch wirkendes Fett gewonnen, aus dem Stamm ein zuckerhaltiger Saft [6].

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Literatur und Internetquellen:

  1. BACKYARD NATURE
  2. CLINI TOX
  3. DEGA GARTENBAU 3/2015
  4. FLORA OF KAXIL KIUIC
  5. GRAF, R. (2005)
  6. LÖTSCHERT, W. & BEESE, G.(1981)
  7. MEIN SCHÖNER GARTEN
  8. USEFUL TROPICAL PLANTS
  9. WWW.GIFTPFLANZEN.COMPENDIUM
  10. ZOO ZÜRICH - PFLANZENDOKUMENTATION MASOALA
  11. STEINECKE, H. (2016)
  12. WASSERAGAMEN-FORUM

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