Samstag, 09 April 2022 08:33

Tropenwaldgehölze - Ozeanien

 

Allgemeines

Hier werden nicht nur Bäume und Sträucher im eigentlichen Sinn vorgestellt, sondern auch verholzende Kletterpflanzen und  nicht verholzende, baumartige Krautpflanzen, die ursprünglich aus dem australischen Florenreich ("Australis") stammen. Die aufgeführten Arten werden mehrheitlich ganzjährig in klimatisierten Tropenhallen gehalten.

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Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Maulbeergewächse (Moraceae)

ROSAL moraceae artocarpus altilis pierrelatte PD3
Brotfruchtbaum (Artocarpus) altilis) in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

 

ROSALES moraceae artocarpus altilis frutigen blatt PD1
Brotfruchtbaum (Artocarpus) altilis), Blätter, im Tropenhaus Frutigen BE © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

 

ROSAL moraceae artocarpus altilis pierrelatte PD2
Brotfrucht (Artocarpus altilis) in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

 

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Rinde eines Brotfruchtbaums (Artocarpus altilis) in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

 

ROSALES moraceae artocarpus altilis kiwell
Brotfruchtbaum (Artocarpus) altilis), Illustration von Blatt, weiblichem und männlichem Blütenstand und Frucht. Rex Nan Kivell Collection, National Library of Australia, nla.obj-135498865. Gemeinfrei.

 

ROSALES moraceae artocarpus altilis verlad
Verlad von Brotfruchtstecklingen in Otaheite (Tahiti), Illustration von Thomas GOSSE, 1796. National Library of Australia nla.obj-135292190. Gemeinfrei.

 

Tribus: Brotfruchtbäume (Artocarpeae)

Brotfruchtbaum

Artocarpus altilis

Verbreitung: Ursprünglich Polynesien, von dort durch die indigene Bevölkerung  nach Hawaii und andere pazifische Inselgruppen, nach Indonesien und die Inseln im Indischen Ozean bis Madagaskar eingeführt. 1793 wurden durch eine britische Expedition Brotfrucht-Stecklinge von Tahiti nach Westindien gebracht, von wo die Art weiter nach Mittelamerika und das nördliche Südamerika verbreitet wurde (siehe unten).

Wuchshöhe: 15-20 m.

Der Brotfruchtbaum führt in allen Teilen einen weißen Milchsaft. Er hat dekorative, immergüne Blätter, die 70 x 40 cm messen, meist dreilappig tief eingeschnitten und oberseits glänzend grün sind. Die Pflanze ist einhäusig getrenntgeschlechtig. Die männlichen Blütenstände sind 20-30 cm lange, kräftige, gestielte Kolben, die abwärts gebogen sind. Die weiblichen sind kugelförmig und bestehen aus Hunderten von Blüten. Bei Reife werden die weiblichen Blüten einschließlich der Hüllblätter und der Achse  fleischig, und  der Blütenstand wandelt sich zu einem Fruchtstand mit einem Durchmesser von 20-30 cm und warzig gefelderter Oberfläche. Die bis 2 kg schweren "Brotfrüchte" sind also botanisch gesehen Fruchtverbände. Sie enthalten 20-22% Stärke und riechen sehr unangenehm. Die 16-24 darin enthaltenen Samen sind kastaniengroß, ebenfalls stärkehaltig und können verzehrt werden, nachdem sie geröstet worden sind. Die Bäume fruchten vom 5. Jahr an und liefern dann während  60-70 Jahren jährlich um die 50 "Brotfrüchte" [3; 4].

Der Brotfruchtbaum erlangte in Europa allgemeine Bekanntheit durch die Geschichte von der "Meuterei auf der Bounty": 1787 erhielt Lieutenant William Bligh von der Britischen Admiralität das Kommando über das Schiff "Bounty", das im Auftrag von König Georg III. nach Tahiti segeln sollte, um dort Stecklinge des Brotfruchtbaums zu beschaffen und diese nach Westindien zu bringen. Dort sollten die Brotfrüchte als billiges Grundnahrungsmittel für die Sklaven der Zuckerrohr-Pflanzer dienen. Das Schiff stach am 23. Dezember 1787 in See und kam über die Ostroute am 27. Oktober 1788 in Tahiti an. Es wurden 1'015 Brotfruchtpflanzen gesammelt, eingetopft und in zu Treibhäusern umgebauten Kabinen und Mannschaftsräumen untergebracht. Am 5. April 1789 verließ die "Bounty" Tahiti. Auf der Rückfahrt meuterte die Mannschaft, nicht weil ihr Kommandant sie grausam behandelt hätte, wie dies oft dargestellt wird, sondern weil die Männer wegen der Brotfruchtsetzlinge sehr eingeengt leben mussten und ihre Wasserrrationen gekürzt wurden, teilweise aber auch weil sie zurück zu den Frauen wollten, mit denen sie auf Tahiti Beziehungen eingegangen waren. Die Brotfruchtpflanzen wurden sämtliche über Bord geworfen. Bligh, der mit einigen Getreuen in einem Beiboot ausgesetzt wurde, gelang es sich nach England durchzuschlagen, von wo aus er 1791 mit der HMS "Providence" eine zweite Exepdition nach Tahiti unternahm. Am 5. März 1793 lief er  mit 2'126 Brotfruchtpflanzen an Bord in den Hafen von Port Royal auf Jamaika ein. Als Grundnahrungsmittel für die Sklaven konnte sich die Brotfrucht zwar nicht durchsetzen, aber von Jamaika aus fand der Brotfruchtbaum eine weite Verbreitung in der Karibik sowie in Mittelamerika und im nördlichen Südamerika. Seit 2003 engagiert sich das Breadfruit Institute des Nationalen Tropischen Botanischen Gardens auf Hawai'i den Brotfruchtbaum als Mittel zur Welt-Hungerbekämpfung weiter zu verbreiten. Das Institut unterhält mit rund 120 Varietäten die weltweit größte Sammlung von Brotfruchtbäumen [1; 2; 5].

1879 veröffentlichte der französische Auto Jules VERNE die Kurzgeschichte "Les Révoltés de la Bounty". Später entstanden verschiedene Romane, Hörspiele und Verfilmungen über das Thema, das auch wissenschaftlich aufgearbeitet wurde. 

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Literatur und Internetquellen:

  1. ERSKINE, N. (2019). A mutiny and a mystery. Australian National Maritime Museum.
  2. FLIXBI (2016). Brotfrucht, Brotfruchtbaum (Breadfruit) Artocarpus altilis.
  3. GRAF, R. (2005)
  4. LÖTSCHERT, W. & BEESE, G.(1981)
  5. THE NATIONAL TROPICAL BOTANICAL GARDEN (NTBG)

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Freigegeben in Tropenwaldpflanzen
Samstag, 09 April 2022 08:25

Tropenwaldgehölze - Amerika

 

Allgemeines

Hier werden nicht nur Bäume und Sträucher im eigentlichen Sinn vorgestellt, sondern auch verholzende Kletterpflanzen und  nicht verholzende, baumartige Krautpflanzen, wie die Papaya, die ursprünglich aus dem Florenreich "Neotropis", d. h. den Tropen und Subtropen Nord-, Süd- und Mittelamerika stammen. Die aufgeführten Arten werden im Zoo mehrheitlich ganzjährig in klimatisierten Tropenhallen gehalten.

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Ordnung: Kreuzblütlerartige (Brassicales)
Familie: Melonenbaumgewächse (Caricaceae)

BRASS caricaceaee carica papaya pierrelatte PD1
Papaya (Carica papaya) in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Bern © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

BRASS caricaceaee carica papaya pierrelatte PD2
Papaya (Carica paya), Blatt, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

BRASS caricaceaee carica papaya pierrelatte PD3
Papaya (Carica papaya) mit noch unreifen Früchten in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Unterfamilie: Entfällt, die Familie umfasst nur 6 Gattungen.

Papaya, Melonenbaum

Carica papaya

Verbreitung: Ursprünglich von Mexiko über Mittelamerika bis ins nördliche Südamerika. Der Baum wurde bereits in vorkolumbianischer Zeit von den indigenen Völkernn kultiviert. Heute in vielen tropischen und subtropischen Ländern als Kulturpflanze verbreitet und auch verwildert.

Wuchshöhe: 6 m.

Die Papaya ist ein Milchsaft führender, kurzlebiger, kleiner Baum mit krautigem, grünem, an der Oberfläche mit den Narben abgefallener Blätter gezeichnetem Stamm. Er hat am Ende des Stamms mächtige, langgestielte Blätter mit tiefgeteilter, handförmiger Spreite. Er ist ein oder zweihäusig, d.h. es gibt männliche und weibliche Pflanzen sowie Hermaphroditen. Die Blüten sind meist eingeschlechtig, können aber auch zwittrig sein. Die Blütenstände entspringen an den Blattachseln, die männlichen sind verzweigt und überhängend und tragen schmal-trichterförmige 25-40 mm lange Röhrenblüten. Die weiblichen Blütenstände sind kurz und gabelig geteilt. Ihre gelbweißen Blüten sind etwas größer und befinden sich oberhalb des aus 3-5 Fruchtblättern gebildeten Fruchtknotens. Früchte werden ganzjährig gebildet. Es handelt sich um an Melonen erinnernde Beerenfrüchte, die ein Gewicht von 0.5 bis 5 kg erreichen können. Sie haben eine gelbgrüne Außenhaut, saftiges, wohlschmeckendes, gelbes oder orangefarbenes Fruchtfleisch und eine Fruchthöhlung mit wandständigen, pfefferkorngroen schwarzgrauen Samen [7].

Der Milchsaft des Papayabaums enthält Papain, ein Eiweiß spaltendes Enzym, das in seiner Wirkung dem Pepsin entspricht. Er wird durch Anritzen des Stamms oder der unreifen Früchte gewonnen und in der Nahrungsmittelindustrie, Medizin, Pelzgerberei, Seiden- und Wollherstellung, Bierproduktion und Kosmetik verwendet [6].

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Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Wunderblumengewächse (Nyctaginaceae)

CARYOPHYLLALES Nyctaginaceae bougainvillea spectabilis pierrelatte PD2
Bougainvillea (Bougainvillea spectabilis) in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

CARYOPHYLLALES Nyctaginaceae bougainvillea spectabilis porquerolles PD1
Bougainvillea (Bougainvillea spectabilis), ganzjährige Freilandhaltung auf Porquerolles © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

CARYOPHYLLALES Nyctaginaceae bougainvillea spectabilis pierrelatte PD1
Bougainvillea (Bougainvillea spectabilis) in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Tribus: Bougainvilleeae

Bougainvillea, Wunderblume

Bougainvillea spectabilis

Verbreitung: Ursprünglich Brasilien von der Mata Atlântica bis Amazonien, in anderen tropischen Ländern eingeführt und gebietsweise verwildert.

Wuchshöhe: 12 m.

Die Bougainvillea ist nach dem französischen Forschungsreisenden Louis Antoine Comte de BOUGAINVILLE benannt, der anlässlich einer Weltumseglung 1768 auf den Salomonen gelandet war und die Insel Bougainville nach sich selbst benannt hatte. Es handelt sich um einen spreizklimmenden, stark verzweigten, bedornten Strauch mit verholzender Sprossachse, die zahlreiche gebogene Stacheln von 0,2 bis 0,8 Zentimeter Länge trägt. Bougainvilleen wachsen überwiegend in sommertrockenen Wäldern, wo sie mit Einsetzen der Trockenzeit ihr Laub abwerfen und anschließend wieder neu austreiben. Die wechselständigen Laubblätter sind eirund bis lanzettlich, ganzrandig und in eine Spitze augezogen. An den Sprossenden stehen jeweils drei Hochblätter, die bei der Wildform leuchtend rosa-violett sind und deren Basis mit drei schmal röhrenförmigen, fünfzähligen Blüte verwachsen ist. Diese hat einen grünen Kelch und eine gelbe Kronröhre, in der 7-8 Staubblätter verborgen sind. Aus dem Fruchtknoten bildet sich eine spindel- bIs birnförmige Frucht [7; 8].

Es gibt verschiedene Kulturformen mit unterschiedlich farbigen Hochblättern, wobei es sich zum Teil um Hybriden mit anderen Arten der Gattung handelt. Bougainvilleen können während des Sommers als Kübelpflanzen draußen gehalten werden, sie ertragen aber überhaupt keinen Frost und müssen daher im Herbst rechtzeitig ins Winterquartier gebracht werden. Ideal ist ein heller Standort mit Temperaturen zwischen 10 und 15ºC [8].

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Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Knöterichgewächse (Polygonaceae)

CARYOPHYLLALES Polygonaceae neomillspaughia emarginata PAP PD1
"Red-leaved Bob" (Neomillspaughia emarginata) im Papiliorama Kerzers © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Unterfamilie: Eriogonoideae

Falsche Meerestraube, "Red-leaved Bob"

Neomillspaughia emarginata

Verbreitung: Mexiko (Yucatan-Halbinsel), Belize, Guatemala, Honduras

Wuchshöhe: 1-5 m.

Es handelt sich um einen zweihäusig getrenntgeschlechtigen Strauch oder kleinen Baum, mit borkiger Rinde und großen Blättern. Die kleinen weißen weiblichen Blüten sind in Rispen angeordnet, aus ihnen entwickelten sich geflügelte Nussfrüchte (Achänen). Blütezeit ist von Mai bis November. Die essbaren Früchte sind ab Juni reif [1; 3].

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Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

FABALES Fabaceae lysiloma latisiliquum PAP PD1
Wilde Tamarinde (Lysiloma latisiliquum), Blätter, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

 

Unterfamilie: Mimosengewächse (Mimosoideae)
Tribus: ingeae

Wilde Tamarinde

Lysiloma latisiliquum

Verbreitung: Karibischer Raum: Süd-Florida, Halbinsel Yucatán, Belize, Guatemala und auf den karibischen Inseln Kuba, Hispaniola, Puerto Rico, Turks- und Caicos sowie den Bahamas.

Wuchshöhe: meist 12, selten bis zu 15 m.

Die wilde Tamarine ist ein mäßig rasch wachsender, mittelgroßer Baum, der im Norden seines Areals laubabwerfend, im Süden immergrün ist. Er hat einen schlanken, kurzen Stamm mit langen, gebogenen Ästen, die eine schirmförmige Krone formen, und eine Tendenz, mehrere Stämme zu bilden. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig mit weißen Staub- und Kronblättern. Sie entwickeln sich zu Hülsenfrüchten. In Mittelamerika wird der Baum zur Holzgewinnung angepflanzt [10].

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Ordnung: Lorbeerartige (Laurales)
Familie: Lorbeergewächse (Lauraceae)

LAURALES lauraceae persea americana frutigen blatt PD1
Avocado (Persea americanaa), Blätter, im Tropenhaus Frutigen BE © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

LAURALES lauraceae persea americana frutigen bluete PD1
Avocado (Persea americanaa), Blüten, im Tropenhaus Frutigen BE © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

LAURALES lauraceae persea americana frutigen stamm PD1
Avocado (Persea americanaa), Stamm, im Tropenhaus Frutigen BE © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Unterfamilie: Lauroideae
Tribus: Perseae

Avocado

Persea americana

Verbreitung: Ursprünglich Mexiko und Mittelamerika. Heute weltweit als Nutzpflanze in den Tropen und Subtropen und zum Teil auch mediterranen Regionen, etwa im Süden der Iberischen Halbinsel etabliert.

Winterhärtezone: Nicht winterhart, manche Sorten ertragen Temperaturen bis +5ºC.

Wuchshöhe: Bis 20 m.

Der Avocado ist ein immergrüner mehrstämmiger Baum oder Strauch mit elliptisch-lanzettlichen Blättern. Die duftenden Blüten sind unscheinbar gelbgrün. Sie bestehen aus je drei Kelch- und Blütenblättern, die sich aber kaum voneinander unterscheiden und optisch eine Einheit bilden.. Sie erscheinen bei uns im April oder Mai in großer Zahl in endständigen Blütenständen; nur etwa jede fünftausendste entwickelt sich zur Frucht. Die Früchte sind je nach Sorte kleine oder bis 25 cm lange, birnförmige Steinfrüchte mit dunkelgrüner oder braunroter, glatter Schale. Das bei Reife butterweiche, cremefarbige bis gelbgrüne Fruchtfleisch umschließt einen großen, kugelförmigen, hellbraunen Steinkern [7; 8].

Der Avocado ist eine bienenfreundliche Pflanze, weil die Blüten reichlich Pollen liefern und einige der Staubblätter Nektarien tragen [8].

Der Avocadobaum wurde bereits vor etwa 8'000 Jahren kultiviert und ab dem 18. Jahrhundert in den Tropen und Subtropen weltweit verbreitet. Seine Frucht, die Avocadobirne, wird in der europäischen Literatur erstmals 1519 erwähnt. Sie hat einen nussartigen Geschmack und mit 25% einen hohen Fettgehalt. Es werden etwa 400 Klutursorten unterschieden, die sich drei ökologischen Typen zuordnen lassen. Wichtige Erzeugerländer sind Meiko, Brasilien, Dominikanische Republik, Peru und Kolumbien, in Europa Spanien und Portugal [7; 8].

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Ordnung: Magnolienartige (Magnoliales)
Familie: Annonengewächse (Annonaceae)

MAGNOLIALES annonaceae annona muricata frutigen blatt PD1
Stachelannone (Annona muricata), Blatt, im Tropenhaus Frutigen BE © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

MAGNOLIALES annonaceae annona muricata frutigen stamm PD1
Stachelannone (Annona muricata), Stamm, im Tropenhaus Frutigen BE © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Unterfamilie: Annonoideae
Tribus: Annoneae

Stachelannone

Annona muricata

Verbreitung: Ursprünglich Tropisches Süd- und Mittelamerika, Karibik. Heute weltweit als Nutzpflanze in den Tropen und Subtropen und zum Teil auch mediterranen Regionen, etwa im Süden der Iberischen Halbinsel etabliert.

Winterhärtezone 10 (erträgt bis -1ºC).

Wuchshöhe: 8-12 m.

Die Stachel-Annone ist ein mehrtriebiger Strauch oder kleiner Baum mit wenig verzweigter Krone. Die Laubblätter ähneln Lorbeerblättern und sitzen wechselständig an den Zweigen. Sie fallen im späten Winter (Februar/März) ab, um ab April/Mai neu zu sprießen. Die grüngelben Blüten bestehen aus je drei länglichen Kelch- und Kronblättern. Sie riechen nach Aas und locken damit Fliegen zur Bestäubung an. Die Frucht der Stachelannone ist botanisch gesehen eine große Beere. Sie wird bis zu 40 Zentimeter lang und bis zu 1(-4) Kilogramm schwer. In dem weichen, weißen Fruchtfleisch sitzen große, schwarze (giftige) Samen. Die Fruchthülle ist mit weichen Stacheln besetzt, welche die Überreste des weiblichen Geschlechtsapparates bilden [3; 7; 10].

Die Früchte der Stachelannone werden roh oder erhitzt konsumiert oder zu Fruchtsaft verarbeitet. Ihr Geschmack ähnelt dem der Anananas. Junge Blätter können gekocht und als Salat gegessen werden oder man kann daraus einen Tee herstellen. Früchte und Blätter werden auch in der traditionellen Medizin verwendet [10].

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Ordnung: Malvenartige (Malvales)
Familie: Malvengewächse (Malvaceae)

MALVALES malvaceaeae ceiba pentandra frutigen blatt PD1
Kapokbaum (Ceiba pentandra), Blätter, im Tropenhaus Frutigen BE © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

MALVALES malvaceaeae ceiba pentandra frutigen stamm PD1
Kapokbaum (Ceiba pentandra), Stamm, im Tropenhaus Frutigen BE © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

MALVALES malvaceaeae ceiba pentandra BLANCO
Blätter, Blüten und Früchte des Kapokbaums (Ceiba pentandra). Illustration aus BLANCO, F. M. (1880-1883) Flora de Filipinas. Gemeinfrei..

Unterfamilie: Wollbaumgewächse (Bombacoideae)
Tribus: Adansonieae

Kapokbaum

Ceiba pentandra

Verbreitung: Autochthoneses Vorkommen unsicher, entweder Mexiko, Mittelamerika und Karibik oder West- und Zentralafrika. Heute weltweit im Tropengürtel.

Winterhärtezone: Nicht winterhart, soll bei +10 bis 15ºC überwintert werden.

Wuchshöhe: Je nach Varietät 18-60 m.

Der Stamm des Kapokbaums ist vor allem in der Jugend unterschiedlich dicht mit Stacheln besetzt. Die Äste wachsen oft horizontal. Im Alter werden meterhohe Brettwurzeln ausgebildet. Die kurzgestielten Blätter werden in der Trockenzeit abgeworfen. Sie sind handförmig gegliedert; sie bestehen in der Regel aus 6-7 länglich-ovalen, bis 10 cm langen Einzelblättchen. Die Bestäubung der Blüten erfolgt durch Blattnasen-Fledermäuse, sekundär auch durch Insekten. Die 10-30 cm langen fünffächrigen Früchte bestehen aus ledrigen, mit kleinen schwarzen Samen gefüllten ledrigen Kapseln. Diese liegen lose in einer dichten Schicht von bis zu 1-3(-4) cm langen, seidenfeinen Samenhaaren, die für ihre Verbreitung durch den Wind sorgen [6; 9].

Die Samenhaare sind röhrenartige Fasern mit sehr glatter Oberfläche, die einen mikroskopisch feinen Wachsdüberzug haben. Infolgedessen ist die Kapokwolle sehr schwer benetzbar. Dank dieser Eigenschaft und ihrem geringen Gewicht wird Kapok für Rettungsringe und Schwimmwesten verwendet [9].

Die Kapokfasern können Entzündungen von Augen, Nase und Kehle verursachen  und zu chronischer Bronchitis führen. Verschiedene Pflanzenteile werden als Nahrungsmittel oder Heilmittel genutzt. Die Samen enthalten cyclopropenoide Fettsäuren, die bei Tieren zu unerwünschten physiologischen Reaktionen führen. Sie sollten daher nicht als Futtermittel verwendet werden, sofern die Fettsäuren nicht chemisch entfernt worden sind [11].

Nebst Ceiba pentandra gibt es zwischen Mexikon und Nordargentinien 19 weitere Kapokbaum-Arten, von denen Ceiba trichistandra aus Ekuador und Peru eine besondere Bedeutung für die Ernährung des Feuerflügelsittichs oder der aus derselben Region stammende, in Indonesien eingeführte Ceiba insignis für den Gelbwangenkakadu haben.

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MALVALES malvaceaeae ceiba speciosa bluete pierrelatte PD1
Florettseidenbaum (Ceiba speciosa), Blüte, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

MALVALES Malvaceae ceiba speciosa pierrelatte PD1
Florettseidenbaum (Ceiba speciosa), Frucht, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

MALVALES Malvaceae ceiba speciosa pierrelatte PD2
Florettseidenbaum (Ceiba speciosa), Blätter, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

MALVALES Malvaceae ceiba speciosa pierrelatte PD3
Florettseidenbaum (Ceiba speciosa), Stamm, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Unterfamilie: Wollbaumgewächse (Bombacoideae)
Tribus: Adansonieae

Florettseidenbaum

Ceiba speciosa

Verbreitung: Südamerika: Südbrasilien, Nordost-Argentinien, Ost-Bolivien, Paraguay, Uruguay.

Wuchshöhe: Bis 15 (-25) m.

Der Florettseidenbaum ist ein laubabwerfender mittelgroßer bis großer Charakterbaum südamerikanischer Halbtrockenwälder (Caatinga, Gran Chaco) mit flaschenförmigem, an der Basis mit starken Dornen bewehrtem Stamm, der einen Durchmesser von 80-120 cm erreichen kann und als Wasserspeicher dient. Die Äste setzen meist schon weit unten an. Die wechselständigen Laubblätter haben einen langen Stiel und eine gefingerte Blattspreite mit gesägtem Rand. Die Staubblätter der rosa Blüten sind zu einer bis zu 8 cm langen Mittelsäule verbunden. Die Blüten erscheinen im Herbst, wenn das Laub bereits herabgefallen ist. Sie werden hauptsächlich durch Schmetterlinge bestäubt. Sie entwickeln sich zu  weißen, seidige Fasern enthaltenden Kapselfrüchten. Die Gattung Ceiba umfasst 20 Arten. Neben C. speciosa wird vor allem der Kapokbaum (Ceiba pentandra) bei uns gepflegt [8; 10].

Die Fasern des Florettseidenbaums werden gesammelt und als Füllmaterial für Kissen sowie zur Herstellung von seidenartigen Stoffen verwendet. Das Holz ist weich, leicht und wenig dauerhaft. Es wird zum Bau von Kanus, Kisten und für Schnitzereien, aber auch zur Zelluloseproduktion genutzt [9; 10].

Der Florettseidenbaum wird in Mitteleuropa als Kübelpflanze kultiviert. Er ist raschwüchsig, was für Kübelpflanzen nicht unbedingt ein Vorteil ist. In spanischen und portugiesischen Städten wird er als Alleebaum an gepflanzt [8].

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MALVALES Malvaceae pachira aquatica pierrelatte PD1
Glückskastanie (Pachira aquatica) in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

MALVALES Malvaceae pachira aquatica pierrelatte PD2
Glückskastanie (Pachira aquatica), Stamm, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Unterfamilie: Wollbaumgewächse (Bombacoideae)
Tribus: Adansonieae

Glückskastanie

Pachira aquatica

Verbreitung: Mittelamerika von Mexiko bis Costa Rica.

Wuchshöhe: 4-20 m.

Die Glückskastanie wächst in ihrer Heimat als immergrüner, mittelgroßer Baum. In Kultur wird sie meist als Kübelpflanze gehalten und bleibt dann deutlich kleiner. Sie hat einen verdickten Stamm, der als Wasserspeicher dient. Die in Fünfergruppen angeordnet, dunkelgrünen Blätter sind gestielt, die Blattspreite ist handförmig in bis zu neun Fiederblätter geteilt und hat eine ledrige Oberfläche. Die grünlich-gelben Blüten mit roten Staubblättern sehen Rasierpinseln ähnlich. Die Pflanze bildet braune, holzige Früchte mit einem Durchmesser von gut 15 cm, die geröstet gegessen werden können [8].

Die Aussaat oder Vermehrung durch Stecklinge sollte bei einer Bodentemperatur von 25-30ºC erfolgen. Im Winter sollte die Umgebungstemperatur zwischen 12 und 15ºC liegen [8].

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Ordnung: Myrtenartige (Myrtales)
Familie: Myrtengewächse (Myrtaceae)

MYRTALES myrtaceae eugenia uniflora frutigen baum PD1
Surinamkirsche (Eugenia uniflora) im Tropenhaus Frutigen BE © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

MYRTALES myrtaceae eugenia uniflora frutigen blatt PD1
Surinamkirsche (Eugenia niflora), Blätter, im Tropenhaus Frutigen © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Unterfamilie: Myrtoideae
Tribus: Myrteae    

Surinamkirsche

Eugenia uniflora

Verbreitung: Ursprünglich östliches Südamerika von Surinam bis Uruguay. Heute in weiten Teilen der Tropen und Subtropen angepflanzt oder als invasiver Neophyt verbreitet.

Winterhärtezone 9-10 (akklimatisierte Exemplare ertragen bis -5ºC).

Wuchshöhe: 5-7(-12) m.

Die auch "Pitanga" genannte Surinamkirsche wächst als immergrüner, dichter Strauch. Der Stamm hat eine relativ glatte bis feinrissige, abblätternde Borke. Die gegenständigen Blätter sind gestielt, glänzend und ganzrandige. Die jungen Blätter sind im Austrieb bronzefarben, das ältere Laub im Herbst rot, was den Sträuchern zusätzlichen Schmuckwert verleiht. Die cremeweißen, kleinen, leicht duftenden Blüten erscheinen im Sommer in den Blattachseln. Sie entwickeln sich innerhalb von 5 bis 7 Wochen zu kirschgroßen, leuchtend roten Früchten,  Sie sind wie ein Heißluftballon mit mehreren "Rippen" geformt [4; 5].

Die Früchte werden im Ganzen gegessen. Sie enthalten bis zu 45 mg Vitamin-C pro 100 g Fruchtfleisch. Das saftige Fruchtfleisch schmeckt sehr aromatisch mit einem leicht säuerlichen und bitteren Unterton. In ihren Anbauländern werden Pitangas zu Marmeladen, Fruchtsäften, Eis oder Soßen verarbeitet, ebenso zu Essig und Likör. Aus gebrochenem Laub werden ätherischen Öle freigesetzt, die nach einer Mischung aus Myrte und Kampfer mit einem Schuss Zitrone duften und als Fliegen-Repellent verwendet werden [4].

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MYRTALES myrtaceae psidium guajava frutigen blatt PD1
Guave (Psidium guajava), Blätter, im Tropenhaus Frutigen BE © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

MYRTALES myrtaceae psidium guajava frutigen stamm PD1
Guave (Psidium guayava), Stamm, im Tropenhaus Frutigen BE © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

MYRTALES myrtaceae psidium guajava BLANCO
Blüten, Blätter und Frucht der Guave (Psidium guayava), Illustration aus BLANCO, F. M. (1880-1883) Flora de Filipinas. Gemeinfrei.

Unterfamilie: Myrtoideae
Tribus: Myrteae

Guave

Psidium guajava

Verbreitung: Ursprünglich tropisches und subtropisches Amerika vermutlich von Süd-Mexiko bis ins nördliche Südamerika. Heute in weiten Teilen der Tropen und Subtropen angepflanzt oder als invasiver Neophyt verbreitet.

Winterhärtezone: Nicht winterhart, soll bei +10 bis 15ºC überwintert werden.

Wuchshöhe: 6-10(-13) m.

Die Guave wächst als  robuster, etwas knorriger Baum. Der Stamm hat eine hellbraune, glatte Borke. Die gegenständigen, länglich ellipischen bis ovalen Blätter sind auf der Unterseite flaumig behaart. die 2.5 cm großen Blüten sind weiß. Sie stehen einzeln oder zu 2-3 in den Blattachseln. Sie wiesen zahlreiche Staubblätter auf. Die Früchte sind rundlichen bis birnförmige Beeren. Sie erreichen eine Durchmesser bis zu 10 cm und verfärben sich je nach Reifegrad von Grün nach Gelb. Das Fruchtfleisch ist mehlig und mehr oder weniger harzig [6; 7].

Die Guave wird als Fruchtbaum kultiviert. Ein einzelner Baum kann 300-400 kg Früchte tragen. Die süßsauer schmeckenden Früchte werden zur Herstellung von Getränken und Konfitüren verwendet, die Blätter als Medikament gegen Verdauungsstörungen. In manchen asiatischen Ländern werden die Blätter gekocht und als Gemüse konsumiert [6; 7; 10].

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Ordnung: Nachtschattnartige (Solanales)
Familie: Nachtschattengewächse (Solanaceae)

SOLANALES solanaceae capsicum chinense frutigen blatt PD1
Paprika (Capsicum chinense), Blätter, im Tropenhaus Frutigen BE © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SOLANALES solanaceae capsicum chinense frutigen frucht PD1
Paprika (Capsicum chinense), Frucht und Blüte, im Tropenhaus Frutigen BE © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Unterfamilie: Solanoideae
Tribus: Capsiceae

Paprika

Capsicum chinense

Verbreitung: Entgegen ihrem wissenschaftlichen Namen nursprünglich icht China, sondern Peru sowie vermutlich Brasilien und Bolivien. Heute in vielen tropischen und subtropischen Regionen kultiviert, namentlich in der Karibik.

Winterhärtezone: Nicht winterhart, muss in Treibhaus oder Wintergarten überwintert werden, sobald die Temperaturen dauerhaft unter 10ºC fallen.

Wuchshöhe: 45-75 (-250) cm.

Capsicum chinense wird seit langer Zeit kultiviert und weist daher eine große Variabilität auf. Es handelt sich um breite Büsche mit  hell- bis dunkelgrünen, eiförmig bis lanzettlich-eiförmig bis etwa 10 cm langen Blättern, die zumeist unbehaart sind. Die zwittrigen Blüten stehen in den Sprossknoten, meist in Gruppen von 3-5. Sprossknoten stehenden Blüten erscheinen meist in Gruppen von drei bis fünf. Meistens sind sie fünfzählig. Die grünlich-gelben, seltener weißen Kronblätter sind 0,5 bis 1 cm lang, die Staubgefäße sind in bei denmeisten Varietäten blau-violett. Die Früchte sind außerordentlich vielfältig. bei Wildformen sind sie meistens klein, rund und glatt, bei den meisten Zuchtformen faltig geformt. Unreife Früchtesind hell- bis dunkelgrün bei reifen reicht das Farbenspektrum von blassem Gelb über Orange, Lachsfarben und Rot bis zu einem dunklen Schokoladenbraun. Die Samen haben meistens einen welligen Rand, nur selten ist er glatt [0].

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Literatur und Internetquellen:

  1. BACKYARD NATURE
  2. CHILIPFLANZEN
  3. FLORA OF KAXIL KIUIC
  4. FLORA TOSKANA
  5. GLOBAL INVASIVE SPECIES DATA BASE
  6. GRAF, R. (2005)
  7. LÖTSCHERT, W. & BEESE, G.(1981)
  8. MEIN SCHÖNER GARTEN
  9. SCHRÖDER, R. (1963)
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Freigegeben in Tropenwaldpflanzen
Samstag, 09 April 2022 08:24

Tropenwaldgehölze - Asien

 

Allgemeines

Hier werden nicht nur Bäume und Sträucher im eigentlichen Sinn vorgestellt, sondern auch verholzende Kletterpflanzen, wie die Würgefeigen,und  nicht verholzende, baumartige Krautpflanzen, wie die Bananen. Die aufgeführten Arten werden mehrheitlich ganzjährig in klimatisierten Tropenhallen gehalten.

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Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)

LAMIALES Lamiaceae clerodendrum speciosissimum PAP PD1
Prächtiger Losbaum (Clerodendron speciosissimum) im Papiliorama Kerzers © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Unterfamilie: Günsel (Ajugoideae)

Prächtiger Losbaum

Clerodendrum speciosissimum

Verbreitung: Südost- und Australasien. Kultiviert und verwildert in Teilen Afrikas, Süd- und Mittelamerikas, den Seychellen, der Karibik und in Florida.

Wuchshöhe: bis 3-4 m.

Der Prächtige Losbaum wächst als mittelgroßer Strauch mit vierkantigen, leicht filzigen Sprossen und gegenständigen, auffallend großen, langestielten, herzförmigen Blättern mit netzrunzeligen Adern. Die Blätter sind oberseits kurzhaarig, unterseits flaumig. Die fünfzähligen, zwittrigen Blüten bestehen aus einem glockigen, dunkelpurpurnen Kelch und einer feuerroten, langen, schlanken Kronröhre mit 5 schmalen, meist rückwärts gebogenen Zipfeln, aus der die 4 Staubblätter und der Griffel weit herausragen, und stehen in rispenförmigen Ständen. Aus ihnen entwickeln sich beerenartige Steinfrüchte [4].

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Ordnung: Magnolienartige (Magnoliales)
Familie: Annonengewächse (Annonaceae)

MAGNOLIALES Annonaceae cananga odorata pierrelatte PD1
Ylang-Ylang (Cananga odorata), Blätter, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

MAGNOLIALES Annonaceae cananga odorata pierrelatte PD2
Ylang-Ylang (Cananga odorata), Stamm, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Unterfamilie: Ambavioideae

Ylang-Ylang

Cananga odorata

Verbreitung: Südost-/Australasien: Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, Papua-Neuguinea, Philippinen, Thailand, Vietnam. Kultiviert auf Madagaskar, den Komoren, Sansibar und Haiti. In feuchten Tälern und Hängen, in Wäldern oder an Waldrändern bis auf eine Höhe von 800 m.

Wuchshöhe: Bis 25 m.

Der Ylang-Ylang ist ein mittelgroßer, immergrüner und ganzjährig blühender Baum mit wechselständigen, bis 20 cm langen, länglich-eiförmigen, vorne lang zugespitzten, Blättern mit ledriger, glänzend dunkelgrüner Oberfläche und deutliche Nervatur. Die zwittrigen Blüten stehen in nickenden, achselständigen Büscheln. Sie sind gelblich grün mit 6 langen, schmalen, lanzettlichen, zurückgeschlagenen Kronblätter in zwei Kreisen und in dicht gedrängten Spiralen stehenden Staubblättern. Die Früchte sind länglich-eiförmige, hängende Sammelfrüchte, in denen die einzelnen Beeren an einer Blütenachse zu einer fleischigen Masse verwachsen sind [8].

Aus den großen Blüten wird das ätherische Ylang-Ylang-Öl gewonnen, das zur Herstellung von Parfümen und regional als Heilöl in der Volksmedizin verwendet wird [3; 8].

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Ordnung: Malpighienartige (Malpighiales)
Familie: Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae)

MALPIGHIALES Euphorbiaceae codiaeum variegatum pierrelatte PD1
Kroton oder Wunderstrauch (Codiaeum variegatum) in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

MALPIGHIALES Euphorbiaceae codiaeum variegatum pierrelatte PD2
Kroton oder Wunderstrauch (Codiaeum variegatum), Stamm, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Unterfamilie: Crotonoideae

Kroton oder Wunderstrauch

Codiaeum variegatum

Verbreitung: Südostasien bis Pazifik: Australien (Queensland), Fidschi, Indonesien, Malaysia, Philippinen, Vanuatu.

Wuchshöhe: Bis 3 m hoher Strauch.

Der Kroton ist eine immergrüne, verholzende, bis 100 cm hoch werdende Pflanze mit rot, gelb und grün gefärbten Blättern, die auch in ihrer Form varieren können. Er ist einhäusig und getrenntgeschlechtlig. Blüten sind eher selten zu beobachten. Es gibt zahlreiche Kulturformen, die in den Tropen und Subtropen als Gartenpflanzen, in unseren Breiten als eine der häufigsten Zimmerpflanzen Verwendung finden. Alleine in Deutschland werden pro Jahr etwa 300'000 Exemplare verkauft [7].

Alle Teile des Krotonstrauchs sind giftig, weil er einen Milchsaft enthält, der lokal reizend wirkt und vermutlich nicht näher bezeichnete Phorbolester beinhaltet. Diese sind wirksame Tumorpromotoren. Die Aufnahme von Pflanzenmaterial kann bei Tieren zu Läsionen der Maulschleimhaut, Speichelfluss, Erbrechen und Durchfall führen. Die letale Dosis ist unbekannt [1; 7].

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MALVALES Malvaceae hibiscus rosa sinensis pierrelatte PD3
Chinesischer Roseneibisch (Hibiscus rosa-sinensis) in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

MALVALES Malvaceae hibiscus rosa sinensis pierrelatte PD1
Chinesischer Roseneibisch (Hibiscus rosa-sinensis), Blüte, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

MALVALES Malvaceae hibiscus rosa sinensis pierrelatte PD2
Chinesischer Roseneibisch (Hibiscus rosa-sinensis), Stamm, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Unterfamilie: Malvoideae

Chinesischer Roseneibisch

Hibiscus rosa-sinensis

Verbreitung: Das Ursprungsgebiet der Wildform dürfte im östlichen Indien oder südöstlichen China liegen. Kulturformen in vielen Ländern namentlich des asiatisch-pazifischen Raums.

Wuchshöhe: bis 3.50 (2-5) m.

Der Chinesische Roseneibisch ist ein mittelgroßer Strauch mit abstehenden, leicht sparrigen Ästen. Die Laubblätter sind oval, lang zugespitzt und haben einen gezähnten Rand. Die nicht-duftenden Blüten sind fünfzählig. Die Kelchblätter sind an der Basis verwachsen, die korallenrote Krone hat einen Durchmesser  von 10-15 cm. Aus ihrem Zentrum ragt eine von zahleichen verwachsenen Staubblättern gebildete Säule hervor, an deren Ende die fünf auseinanderspreizenden Narben des Fruchtknoten eine abschließende Krone bilden. Die Blüten verwelken bereits nach einem Tag. Die Frucht ist eine fünfkammrige Kapselfrucht [4].

Der Chinesische Roseneibisch ist eine beliebte Zierpflanze, von der es zahlreiche Kulturformen mit weißen, gelben, orange- oder rosafarbenen und roten sowie auch gefüllten Blüten gibt. Im Gegensatz zum Garten-Eibisch (Hibiscus syriacus) oder zum Hybriden Hibiscus x moscheutos ist er aber nicht winterhart und wird bei uns in der Regel als Kübelpflanze gepflegt, die ins Winterquartier gebracht werden muss, sobald die Außentemperatur unter 12ºC fällt. Die Pflanze ist nicht giftig, Wurzeln, Blätter und Blüten dienen roh oder gegart als Nahrungsmittel. Von der Verwendung als Tierfutter wird aber abgeraten. Die Blüten können zum Färben verwendet werden. Pflanzenteile werden in der Volksmedizin angewendet [1; 4; 5}.

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Ordnung: Myrtenartige (Myrtales)
Familie: Myrtengewächse (Myrtaceae)

MYRTALES Myrtaceae syzygium jambos pierrelatte PD1
Blätter des Rosenapfels (Syzygium jambos) in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

 

MYRTALES Myrtaceae syzygium jambos pierrelatte PD2
Stamm eines Rosenapfels (Syzygium jambos) in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

Tribus: Syzygieae

Rosenapfel

Syzygium jambos

Verbreitung: Ursprünglich Südostasien, heute in den Tropen weltweit als Obst-, Zier- oder Schattenbaum kultiviert, geht im Gebirge bis auf eine Höhe von etwa 2'000 m.

Wuchshöhe: 10-12 m.

Der Rosenapfel ist ein immergrüner, mittelgroßer, dicht belaubter Baum, mit gegenständigen, lanzettlichen, bis 20 x 5 cm messenden Laubblättern. Die Blattoberseite ist dunkelgrün glänzend mit Öldrüsen, und einem randparalleler Nerv. Die zwittrigen Blüten sind zu 4-5 in endständigen Rispen mit einem 1 bis 3.5 Zentimeter langen Stiel angeordnet oder stehen einzeln in den Blattachseln. Die 4 rundlichen, grünen Kelchblätter sind bei geöffneter Blüte zurückgeschlagen, Die ca. 1.5 cm langen, weißen oder rosafarbenen Kronblätter sind breit eiförmig und zuletzt zurückgebogen. Die 200-400 crèmeweißen, bis 4 cm lang Staubfäden verleihen der Blüte ein pinselartiges Aussehen. Die Früchte sind kreisel- bis birnenförmige, grünliche oder weißliche, auch hochrote Steinbeeren mit einem Durchmesser bis 6 cm, an denen die verdickten, bleibenden, Kelchblätter eine Krone bilden [3, 8].

Der Name Rosenapfel kommt davon, dass das Fruchtfleisch einen rosenähnlichen Duft aufweist. Die  etwas fade schmeckenden Früchte werden als Frischobst und zur Herstellung von Konserven, Gelee, Marmelade oder Sirup verwendet. Das Holz wird hauptsächlich als Brennholz genutzt. Die  Rinde enthält Farbstoffe [8].

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Ordnung: Sauerkleeartige (Oxalidales)
Familie: Sauerkleegewächse (Oxalidaceae)

OXAL oxalidaceae averrhoa carambola pierrelatte PD1
Sternfrucht (Averrhoa carambola) in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

 

OXAL oxalidaceae averrhoa carambola pierrelatte PD2
Sternfrucht (Averrhoa carambola), Blätter, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

Gattung: Gurkenbäume (Averrhoa)

Sternfrucht

Averrhoa carambola

Verbreitung: Ursprünglich Südostasien, heute in den Tropen und Subtropen weltweit kultiviert.

Wuchshöhe: Meist bis 10 m, selten bis 25 m.

Der Sternfruchtbaum ist ein kleiner, schnellwachsender, immergrüner Baum mit einem kurzen, bis 15 cm dicken Stamm und vielen Ästen. Die Rinde ist glatt und bräunlich. Die wechselständigen Blätter sind unpaarig gefiedert und flaumig behaart. Die einzelnen Fiederblättchen sind eiförmig bis länglich-elliptisch und nehmen von der Basis nach außen an Größe zu. Die zwittrigen, fünfzähligen Blüten sind klein und haben meist rosa-violette Kronblätter. Nach Bestäubung der Blüten durch Insekten entwickeln sich im Herbst die bekannten, 8-13 cm langen Sternfrüchte. Diese Früchte, eigentlich Beeren, sind im Längsschnitt oval, im Querschnitt sternförmig (daher der Name) und reifen von Grün zu Gelb oder Orange. Das Fruchtfleisch und die Schale sind knackig und mild süßlich mit hohem Wassergehalt [5; 6].

Die Frucht der Karambole enthält allerdings das Nervengift Caramboxin, welches bei Menschen mit Niereninsuffizienz zu starken Vergiftungserscheinungen und lebensbedrohlichen Zuständen führen kann. Auch die Wirkung von vielen Medikamenten wird durch den Genuss der Sternfrucht verändert [5].

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Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Maulbeergewächse (Moraceae)

ROSAL moraceae ficus auriculata pierrelatte PD3
Roxburgh- oder Elefantenohr-Feige (Ficus auriculata mit Früchten) in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

 

ROSAL moraceae ficus auriculata pierrelatte PD2
Roxburgh- oder Elefantenohr-Feige (Ficus auriculata), Blatt, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

 

ROSAL moraceae ficus auriculata pierrelatte PD1
Roxburgh- oder Elefantenohr-Feige (Ficus auriculata), Rinde, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

Tribus: Ficeae

Roxburgh-Feige, Elefantenohr-Feige

Ficus auriculata

Verbreitung: Südostasien: Bhutan, Süd-China, Indien, Myanmar, Nepal, Thailand, Vietnam in Höhenlagen von 100-1'700, stellenweise bis 2'100 m.

Wuchshöhe: bis 12 m.

Die Roxburgh-Feige wächst als hoch werdender Strauch bis niedrig bleibender Baum mit oft mehreren Stämmen mit Durchmessern bis 45 cm. Die Krone kann breit und ausladend werden. Die sehr großen, 55x30 cm messenden ovalen Blättern haben einen ca. 20 cm langen Stiel. Sie können bei Kälteeinbrüchen abgeworfen werden. Die großen, dunkel rot-violetten "Früchte", werden direkt am Stamm gebildet. Diese haben ein dunkel violett-rotes Fruchtfleisch mit einem etwas bitteren, Ananas-Erdbeer-Geschmack. Effektiv sind es keine Früchte, sondern Steinfruchtverbände. Die einzelnen kleinen Steinfrüchte spürt man beim Verzehr als kleine Körnchen. [6; 9].

Ähnlich wie bei der bekannten Essfeige ist der Bestäubungsvorgang kompliziert und hochspezialisiert: Feigengallwespen (Ceratosolen emarginatus) dringen durch eine Pore in den Blütenstand ein und fungieren als Bestäuber. Mit ihrem langen Legebohrer legen sie ihre Eier in einen Teil der Blüten, sodass sich in deren Fruchtknoten die Insekten entwickeln können [9].

Die Roxburgh-Feige gilt als schwach giftig, weil sie Triterpene und Proteasen (Ficine) enthält, die bei Tieren Erbrechen und Durchfall, bei Aufnahme großer Mengen auch Krämpfe und Lähmungen verursachen [1].

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ROSAL moraceae ficus benghalensis pierrelatte PD1
Banyanfeige (Ficus religiosa) in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

 

ROSAL moraceae ficus benghalensis pierrelatte PD2
Banyanfeige (Ficus benghalensis), Luftwurzeln, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

Tribus: Ficeae

Banyan-Feige

Ficus benghalensis

Verbreitung: Ursprünglich Indien, in vielen tropischen Ländern eingeführt.

Wuchshöhe: 20 m, selten bis 30 m oder mehr.

Der Banyanbäume sind immergrüne Epiphyten, die auf allen möglichen Bäumen wachsen. Sie bilden Luftwurzeln aus, die sich zu einem dichten Netz entwickeln. Wenn die Wurzeln den Boden erreicht haben, kommt es zu einem verstärkten Wachstum, und mit der Zeit wird der Wirtsbaum erdrückt und stirbt ab. Der Baum steht dann allein auf seinen Wurzelpodesten [5; 7].

Die Feigen des Banyan sind essbar. Die abgekochten Blätter und die Rinde werden in der Volksmedizin bei verschiedenen Indikationen angewandt. Der konzentrierte Milchsaft dient ebenfalls medizinischen Zwecken und, in Kombination mit Feigen, als Aphrodisiakum [6].

Die Banyan-Feige gilt als schwach giftig, weil sie Triterpene und Proteasen (Ficine) enthält, die bei Tieren Erbrechen und Durchfall, bei Aufnahme großer Mengen auch Krämpfe und Lähmungen verursachen [4].

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ROSAL moraceae ficus longifolia pierrelatte PD1
Langblättrige Feige (Ficus binnendijkii), Blätter, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

ROSAL moraceae ficus longifolia pierrelatte PD3
Langblättrige Feige (Ficus binnendijkii), Luftwurzeln, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

ROSAL moraceae ficus longifolia pierrelatte PD2
Langblättrige Feige (Ficus binnendijkii), Stamm, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

Tribus: Ficeae

Langblättrige Feige

Ficus binnendijkii

Verbreitung: Südostasien: Indonesien (Java).

Dieser Ficus ist auch als Ficus longifolia bekannt. Er hat schmale, längliche, wechselständige Blätter, die bis zu 20-25 cm lang werden. Der Blütenstand ist als kleine, flaschenförmige, fleischige Hohlfrucht (Scheinfrucht) ausgebildet, an deren Innenwand viele winzige, Blüten angeordnet sind. In jedem Blütenstand gibt es 3 Typen von Blüten: Männliche mit Staubblättern, weibliche samenbildende Blüten mit einem langen Griffel und weibliche unfruchtbare, sogenannte Gallblüten mit einem kurzen Griffel, in denen sich die Larven der Gallwespen entwickeln. Die Früchte sind von einem fleischigen Mantel umhüllte, grüngelbe, kugelige, 1-1.5 cm grosse Steinfrüchte. Es gibt zahlreiche kultivierte Sorten mit u.a. einfarbigen, gelb- oder weiß-grün gemusterten, rötlichen sowie schmalen oder breiten Blättern. Die Pflanze sollte nicht längere Zeit Temperaturen unter 10ºC ausgesetzt sein [5].

Die Langblättrige Feige eignet sich zur Bepflanzung von Groß-Aquaterrarien für Segelechsen oder Wasseragamen [10].

Die Langblättrige Feige gilt als schwach giftig, weil sie Triterpene und Proteasen (Ficine) enthält, die bei Tieren Erbrechen und Durchfall, bei Aufnahme großer Mengen auch Krämpfe und Lähmungen verursachen [1].

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ROSAL moraceae ficus religiosa pierrelatte PD1
Pappelfeige (Ficus religiosa), Blätter, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

 

ROSAL moraceae ficus religiosa pierrelatte PD2
Pappelfeige (Ficus religiosa), Stamm, in der Ferme aux Crocodiles, Pierrelatte © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

Tribus: Ficeae

Pappelfeige, Buddhabaum

Ficus religiosa

Verbreitung: Süd- und Südostasien: Bangladesch, Indien, Myanmar, Nepal, Pakistan, Sri Lanka, Thailand, Vietnam, in Höhenlagen von 600-2'800 m ü.M.

Wuchshöhe: 6-30 m.

Die Pappelfeige wächst als laubabwerfender, großer Baum mit Luftwurzeln, die sich zu Stützwurzeln entwickeln. Die Bezeichnung "Buddhabaum" beruht darauf, dass 600 Jahre vor unserer Zeitrechnung Buddha unter einem solchen Baum seine Erleuchtung empfangen haben soll. Ein Ableger des Originalbaums auf Sri Lanka soll angeblich 2'000 Jahre alt sein [5; 9].

Die Laubblätter sind herzförmig, Pappelblättern ähnlich, bis 17 cm lang, langgestielt, mit glänzender Oberseite und auffallend langer, schwanzförmiger Träufelspitze. Der Blütenstand ist als kleine, flaschenförmige, fleischige Hohlfrucht (Scheinfrucht) ausgebildet, an deren Innenwand viele winzige Blüten angeordnet sind. In jedem Blütenstand gibt es 3 Typen von Blüten: Männliche mit Staubblättern, weibliche samenbildende Blüten mit einem langen Griffel und weibliche unfruchtbare, sogenannte Gallblüten mit einem kurzen Griffel, in denen sich die Larven der Gallwespen entwickeln. Die Früchte sind 12 mm große, von einem fleischigen Mantel umhüllte Steinfrüchte. Sie sind grün bis purpurn, kugelig und sitzen paarweise an den Zweigen [9].

Die Pappelfeige gilt als schwach giftig, weil sie Triterpene und Proteasen (Ficine) enthält, die bei Tieren Erbrechen und Durchfall, bei Aufnahme großer Mengen auch Krämpfe und Lähmungen verursachen [1].

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Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Brennnesselgewächse (Urticaceae)

ROSALES urticaceae debregeasia orientalis frutigen blatt PD1
Yanagi ichigo (Debregeasia orientalis), Blatt, im Tropenhaus Frutigen BE © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

ROSALES urticaceae debregeasia orientalis frutigen stamm PD1
Yanagi ichigo (Debregeasia orientalis), Stamm, im Tropenhaus Frutigen BE © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Yanagi ichigo

Debregeasia orientalis

Verbreitung: Süd- bis Ostasien: Bhutan, Süd-China, Japan, Nord-Indien, Nepal und Taiwan.

Winterhärte: Nicht winterhart, erträgt Temperaturen bis knapp über dem Gefrierpunkt.

Wuchshöhe: 1-4 m.

Der Yanagi ichigo-Baum gedeiht an schattigen, feuchten Stellen in Bergtälern in Höhenlagen von 300-2'800 m. Er ist meistens zweihäusig, selten einhäusig-getrenntgeschlechtig. Seine schlanken Zweige sind dunkelrot. Die dunkelgrünen, wechselständigen Blätter sind länglich- bis linearlazettlich mit dunkelroten Blattstielen. Die Blüten erscheinen an vorjährigen Zweigen häufig vor den Laubblättern. Die kurzgestielten männlichen Blüten haben einen Durchmesser von 1.2-1.5 mm. Die weiblichen Blütenstände zeigen viele kugelige Köpfchen mit einem Durchmesser von 3–5 mm. Die Früchte sehen aus wie orange Brombeeren. Sie sind essbar und können zur Herstellung alkoholischer Getränke verwendet werden. Aus der Pflanze werden auch hochwertige Fasern gewonnen [11].

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Ordnung: Seifenbaumartige (Sapindales)
Familie: Rautengewächse (Rutaceae)

SAPINDALES rutaceae citrofortunella microcarpa frutigen frucht PD1
Calamondin-Orange (Citrus x microcarpa), Blätter und Frucht, im Tropenhaus Frutigen BE © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAPINDALES rutaceae citrofortunella microcarpa frutigen stamm PD1 (4)
Calamondin-Orange (Citrus x microcarpa), Stamm, im Tropenhaus Frutigen BE © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Unterfamilie: Aurantioideae
Tribus: Citreae

Calamondin-Orange

Citrus X microcarpa

Die Calamondin-Orange ist ein vermutlich natürlicher Hybride zwischen der Mandarine (Citrus reticulata) und der Ovalen Kumquat (Citrus margarita). Da die Kumquats früher als eigene Gattung (Fortunella) angesehen wurden ist in Literatur und Beschriftungen auch der Name "x Citrofortunella microcarpa" anzutreffen.

Verbreitung: Ursprünglich vermutlich Südostchina, heute weit verbreitet auf den Philippinen, wo sie auf Tagalog "Kalamansî" genannt wird, in Malaysisa und Indonesien. Ferner wird sie u.a. in Sri Lanka, Taiwan, der Karibik und Florida häufig kultiviert.

Winterhärtezone: Die Angaben variieren etwas (8b-11). Im mitteleuropäischen Klima nicht winterhart.

Wuchshöhe: 8 m an Naturstandorten.

Die Calamondin-Orange wächst als immergrüner kleiner Baum oder, im Kübel, bis 2 m hoher Strauch. Ihre ganzrandigen, ovalen Laubblätter duften. Sie sind oberseits dunkelgrün, auf der Unterseite heller. Blütezeit ist von April bis Juni und bisweilen bis in den Herbst hinein. Die weißen Einzelblüten duften stark. Die Früchte sind Beeren mit in unreifem Zustand grüner, in reifem oranger Schale, die in Form und Größe jenen der Mandarine gleichen, aber saures und bitteres Fruchtfleisch haben [2; 5].

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Ordnung: Seifenbaumartige (Sapindales)
Familie: Seifenbaumgewächse (Sapindaceae)

SAPINDALES sapindaceae dimocarpus longan frutigen blatt PD1
Longan-Baum (Dimocarpus longan), Blätter, im Tropenhaus Frutigen BE © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAPINDALES sapindaceae dimocarpus longan frutigen stamm PD1
Longan-Baum (Dimocarpus longan), Stamm, im Tropenhaus Frutigen BE © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Unterfamilie: Sapindoideae

Longan-Baum

Dimocarpus longan

Verbreitung: Ursprünglich Süd- und Südostasien von Indien und Sri Lanka über Südchina und Hinterindien bis nach Indonesien und den Philippinen. Als Nutzbaum in vielen tropischen und subtropischen anderen Gebieten angebaut.

Winterhärtezone: Nicht winterhart, toleriert kuzfristig +5ºC. Muss in beheiztem Wintergarten oder Treibhaus bei 13-23ºC überwintert werden.

Wuchshöhe: 10-40 m.

Der Longan ist ein dicht belaubter, immergrüner Baum. Seine wechselständigen Fiederblätter sind tiefgrün, ledrig, gewellt und werden 30-50 cm lang. Sie bestehen meistens aus 4-5 Fiederpaaren. Die einzelnen Fiederblättchen sind 6-15 cm lang. Der Neuaustrieb ist rötlich gefärbt. Die end- oder achselständigen, rispenartigen Blütenstände sind unscheinbar, sehr stark verzweigt und erscheinen auf den noch jungen Trieben. Nach der Blütezeit im Frühling trägt der Longan-Baum im Hochsommer kugelförmigige Früchte in dichten Büscheln, vergleichbar mit Weintrauben. Die Longan-Frucht ähnelt der Litchi, ist aber nur halb so groß, ihr Fruchtfleisch ist etwas milder und süßer, und die braune bis gelborangefarbene Schale ist glatt [4].

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Ordnung: Ingwerartige (Zingiberales)
Familie: Bananengewächse (Musaceae)

ZINGIBERALES Musaceae musa acuminata PAP PD1
Blätter der Bananenstaude (Musa acuminata) im Papiliorama Kerzers © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

ZINGIBERALES Musaceae musa acuminata PAP PD2
Blütenstand der Bananenstaude (Musa acuminata) im Papiliorama Kerzers © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

ZINGIBERALES Musaceae musa acuminata PAP PD3
Früchte der Bananenstaude (Musa acuminata) im Papiliorama Kerzers © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

Unterfamilie: Entfällt, die Familie besitzt nur 3 Gattungen.

Bananenstaude, Zwergbanane

Musa acuminata

Verbreitung: Ursprünglich Süd- und Südostasien: China (Provinzen Guangxi und Yunnan), Süd-Indien, Indonesien, Malaysia, Myanmar, Philippinen, Sri Lanka, Thailand. Heute pantropisch an feuchten und schattigen Standorten vom Tiefland bis auf eine Höhe von 1'200 m.

Wuchshöhe: 5 m, selten bis 9 m.

Die Zwergbanane ist kein Baum, sondern eine immergrüne ausdauernde krautige Pflanze, die sich kontinuierlich durch Wurzelausläufer aus ihrem Rhizom vermehrt. Der aus den Blattscheiden gebildete Scheinstamm ist an der Basis bis zu 30 cm dick. Die Blattstiele sind etwa 60 cm lang, die Blattspreiten erreichen eine Länge von ca. 2 m und eine Breite von 60 cm. Die Pflanze ist einhäusig mit eingeschlechtigen oder zwittrigen Blüten. Die Blüten  erscheinen etwa ab dem fünften Standjahr. Sie sind groß und von violetten Hüllblättern umgeben, die nach und nach abfallen. Sie verströmen einen leichten Honigduft. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten, Vögel (Nektarvögel, Kolibris), Fledertiere oder Spitzhörnchen. Die Früchte, d. h. die Bananen, sind botanisch gesehen Scheinbeeren. Nach der Frucht sterben die Bananenpflanzen ab und werden durch zuvor gebildete Seitentriebe ersetzt. Die Zwergbanane wird wegen ihrer Früchte kultiviert. Sie ist auch die wichtigste Stammart der Dessertbanane (Musa × paradisiaca) [5; 6].

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Literatur und Internetquellen:

  1. CLINI TOX
  2. FLORA TOSKANA
  3. GRAF, R. (2005)
  4. LÖTSCHERT, W. & BEESE, G.(1981)
  5. MEIN SCHÖNER GARTEN
  6. USEFUL TROPICAL PLANTS
  7. WWW.GIFTPFLANZEN.COMPENDIUM
  8. ZOO ZÜRICH - PFLANZENDOKUMENTATION MASOALA
  9. STEINECKE, H. (2016)
  10. WASSERAGAMEN-FORUM
  11. FLORA OF CHINA

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Freigegeben in Tropenwaldpflanzen
Donnerstag, 07 April 2022 13:40

SPORON, A. & METTLER, M. (2002)

Gesellige Degus.

Taschenbuch. 64 Seiten, durchgängig farbig illustriert.
Franckh Kosmos Verlag, Stuttgart. ISBN-13: 9783440089491.

Beschreibung:

Alles drin - Hier lesen Sie alles über Haltung, Fütterung und Pflege Ihrer Degus. Mit ausführlicher Anleitung für die abwechslungsreiche Gestaltung des Deguheims.
Klar und übersichtlich - Mit praktischen Checklisten und Tabellen zu jedem Thema. So finden Sie alles Wissenswerte schnell und auf einen Blick. Die extra-breite Umschlagkappe zeigt die Grundausstattung für Degus auf einen Blick.
Aus erster Hand - Anna Sporon und Michael Mettler, langjährige Deguhalter und Experten auf diesem Gebiet, wissen und schreiben, was Degus zum Wohlfühlen brauchen.

sporon-biblio

Freigegeben in S

Breeding Biology of Vanellus chilensis (AVES: Charadriidae) in a Peri-urban Area of Southern Brazil.

Revista de Ciéncia Ambientais 13(3): (ISSN 1981-8858). http://dx.doi.org/10.18316/rca.v13i.6070

Abstract:

The neotropical species Vanellus chilensis, known as Southern Lapwing, is found in grassland environments, in rural and urban open areas. e species is considered a social Bird, which aggregates in pairs or small groups during the breeding period, in austral spring and summer. During the reproductive period, the cooperative breeding behavior is common among individuals of the species, when a non-breeding individual, called "helper", assists the breeding pair in parental care activities. We monitored a total of 11 social breeding unities of V. chilensis between august 2014 and january 2015 in the Universidade do Vale do Rio dos Sinos campus, in São Leopoldo, Rio Grande do Sul. We conducted nest observations, by evaluating the breeding success of individuals regarding eggs and chick's loss, with and without helpers' presence, as well as behavioral aspects. We recorded the laying of 65 eggs, of which 10.7% achieved breeding success, regarding the number of viable chicks. In this study, helpers' presence in the nests did not influence the breeding success of individuals, thus, dismissing the hypothesis that helpers' assistance improves breeding success of the species. Our findings contribute to the knowledge on the breeding biology of V. chilensis in peri-urban areas.


haeberlin-biblio

Freigegeben in H
Donnerstag, 24 März 2022 15:13

JOSEPH, L., MERWIN, J. & SMITH, B.T. (2020)

Improved systematics of lorikeets reflects their evolutionary history and frames conservation priorities.

Emu - Austral Ornithology 120 (3): 201–215. doi:10.1080/01584197.2020.1779596. S2CID 222094508.

Abstract:

A well-supported genus-level classification of any group of organisms underpins downstream understanding of its evolutionary biology and enhances the role of phylogenetic diversity in guiding its conservation and management. The lorikeets (Psittaciformes: Loriini) are parrots for which genus-level systematics (phylogenetic relationships and classification) has long been unstable and unsatisfactory. Instability has manifested through frequently changing compositions of some genera (e.g. Trichoglossus and Psitteuteles). Other genera (e.g. Charmosyna, Vini) have become so large that their phenotypic heterogeneity alone at least questions whether they are monophyletic assemblages that genera should comprise. Recent molecular phylogenetic and phenotypic studies have improved the framework with which to rationalise genus-level systematics in lorikeets but some trenchant uncertainty has remained. Here we utilise published genomic data and tetrahedral analysis of plumage colour to develop a full review of the genus-level classification of lorikeets. Using existing phylogenetic relationships and a newly estimated time-calibrated tree for lorikeets, we show where paraphyletic assemblages have misled the classification of genera. We assign six species to three new genera and six other species to four previously described generic names that have been in synonymy in recent literature. Our taxonomic revision brings a new perspective informing and guiding the conservation and management of the lorikeets and their evolutionary biology.

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Genome size variation in Rana arvalis and some related brown frog species, including taxonomic comments on the validity of the R. arvalis subspecies.

Zeitschrift für Feldherpetologie, Supplement 13: 95–112.

Volltext (PDF)

Zusammenfassung:

Der DNA-Gehalt des diploiden Zellkerns von Rana arvalis und acht nahe verwandter Braunfroscharten wurde mittels Durchflusszytometrie bestimmt. Auf Grund der Genomgrößen konnten wir drei Gruppen von Braunfröschen unterscheiden. Die erste Gruppe wies geringere Kern-DNA-Gehalte auf (10,04–11,76 pg) und bestand aus R. temporaria, R. dalmatina, R. asiatica, R. amurensis, R. dybowskii und R. pirica. Die zweite Gruppe mit intermediären Werten (12,52–13,76 pg) umfasste R. arvalis und R. macrocnemis, und die dritte Gruppe enthielt nur R. graeca (15,24–15,44 pg). Rana arvalis wies überlappende Genomgrößen nur zu R. macrocnemis auf. Bei den Unterarten von R. arvalis bestand der größte Unterschied zwischen R. a. arvalis und R. a. wolterstorffi (2,0 %); zwischen R. a. arvalis und R. a. issaitschikovi unterschieden sich die Genomgrößen um 1,7 %, und zwischen R. a. arvalis und R. a. altaica um 0,4 %. Die Taxonomie von R. arvalis wird diskutiert.

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Structure of an African Red-Billed Hornbill (Tockus Erythrorhynchus Rufirostris and T. E. Damarensis) Hybrid Zone as Revealed by Morphology, Behavior, and Breeding Biology.

The Auk 121 (2): 565–586. https://doi.org/10.1093/auk/121.2.565

Abstract:

The distributions of southern African (Tockus erythrorhynchus rufirostris) and Damaraland (T. e. damarensis) Red-billed Hornbills overlap in northern Namibia. Allopatric populations of the taxa have diagnosable differences in habitat, morphology, vocalizations, and displays. We investigated the structure of the hybrid zone using data from morphology, behavior, and breeding biology. The morphological characteristics—eye color and facial plumage color—were summarized as hybrid index scores, which showed a significant positive regression against distance from southwest to northeast across the hybrid zone. Vocalizations also showed a positive relationship between the first principal component (extracted from 12 call variables) and distance across the hybrid zone. However, there appears to be introgression of a T. e. damarensis call into T. e. rufirostris, but not vice versa. In addition, female T. e. damarensis-male T. e. rufirostris breeding pairs occur more frequently than male T. e. damarensis-female T. e. rufirostris pairs. The asymmetrical call introgression may result either from asymmetry in mating or from genetic control of call inheritance. Finally, heterospecific pairs show lower fitness, in the form of reduced hatching success, even when female fitness attributes are included as covariates. Although we are uncertain whether the Red-billed Hornbill hybrid zone is stable, the apparent biological processes operating within it conform to predictions of both the “mosaic” and the “tension zone” models, because both habitat characteristics and a balance of dispersal and selection appear to determine its structure

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Donnerstag, 23 Dezember 2021 12:47

BUQUET, T. (2019)

Notes on Gessner’s Giraffe. Bible, Sources and Iconography.

In Leu, U. B. & Optiz, P.: Conrad Gessner. Die Renaissance der Wissenschaften. De Gruyter Oldenbourg; De Gruyter, pp.557-579, 2019, 978-3-11-049696-3. ￿10.1515/9783110499056-030￿. ￿hal-02139257￿

Volltext: https://hal-normandie-univ.archives-ouvertes.fr/hal-02139257/document

Abstract:

The chapter on giraffe given by Conrad Gessner in his Historia animalium1 is an important step in the long-term history of this animal, from Antiquity to pre-modern times.2 The aim of this paper is not to give an in-depth review of Gessner’s chapter on the giraffe, but it will stress three topics: the specific problem of the presence of the giraffe in the Bible; some aspects of Gessner’s textual sources, with a special focus on medieval authors, and the illustrations of the giraffe in the printed editions of Gessner’s Historia animalium.

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Sonntag, 28 November 2021 16:30

AUNG, S. H. (1967)

Observations on the Red goral Nemorhaedus cranbrooki and the Burmese takin Budorcas t. taxicolor at Rangoon Zoo.

International Zoo Yearbook 7: 225-226.

Inhalt:

Es werden Angaben zum ex situ-Bestand gemacht und Informationen über biometrische Daten gegeben.

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