Mittwoch, 28 April 2021 15:58

RUPPELL, J. C. (2010)

Vocal Diversity and Taxonomy of Nomascus in Central Vietnam and Southern Laos.

International Journal of Primatology 31: 73–94.

Abstract:

Previous researchers suggested that gibbon song repertoire is genetically determined and song characteristics are useful for assessing systematic relationships. The southern white-cheeked crested gibbon is regarded as either a subspecies of Nomascus leucogenys or its own species (Nomascus siki). I studied vocal diversity among different wild populations of Nomascus in central Vietnam and southern Laos to assess their taxonomic relationships and to examine whether their vocal patterns correspond to forms previously described for Nomascus siki. I examined the songs of 7 Nomascus populations in Vietnam and Laos. I analyzed 192 song bouts from different gibbon groups including 173 phrases of 42 females and 192 phrases of 42 males. Linear discriminant analysis, classification trees, and multidimensional scaling revealed marked separation of groups in the northern and southern populations. Within the 2 geographic populations, there is little variability and the vocal characteristics exhibited no apparent cline. I conclude that the northern and southern geographic populations may represent 2 distinct taxa. I postulate that a taxonal boundary such as large rivers existing between southern Quang Binh province and northern Thua-Thien Hue province in Vietnam and northern Phou Xang He NBCA and southern Dong Phou Vieng NBCA in Laos has limited gene flow between the populations. Differing topographic features could also serve as a selective force for improved sound transmission in a highly territorial species, driving the divergence between the 2 populations.

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Donnerstag, 14 Juni 2018 15:38

BRUCKNER, H. (2012)

Stimmentwicklung eines im Zoo geborenen Großen Pandas (Ailuropoda melanoleuca) in den ersten 10 Lebenswochen.

Diplomarbeit

65 Seiten

Universität Wien, Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer: Helmut Kratochvil
Tiergarten Schönbrunn Wien

Zusammenfassung:

Große Pandas sind bei der Geburt – Beuteltiere ausgenommen – die kleinsten Säugetiere im Verhältnis zur Körpergröße der Mutter. Sie vokalisieren in den ersten Lebenswochen sehr häufig. Die Lautäußerungen sind von Geburt an undifferenziert, höchst variabel und – gemessen an der Körpergröße – ungewöhnlich laut. Untersuchungen der Lautäußerungen des im Tiergarten Schönbrunn in Wien geborenen Fu Long bis zum Alter von 10 Lebenswochen mittels multidimensionaler Methoden bestätigen ein Lautrepertoire mit hoher Variationsbreite. Es wurden die Lauttypen Moan, Croak, Squawk, Squall, Whistle und Whiff differenziert, welche in unterschiedlicher Kombination häufig in Lautfolgen auftreten. Bereits ab der Geburt wurden 4 Lauttypen, der Croak (Gesamtanteil 7,54 %), Squawk (51,12 %), Whistle (3,46 %) und Whiff (7,13 %), festgestellt. Ab der 2. Lebenswoche kam der Squall (29,74%) hinzu. Der Whistle wurde nach der 3. und der Croak nach der 4. Lebenswoche nicht mehr abgegeben. Der Moan (1,02 %) war erst ab Woche 7 festzustellen. Die Laute sind von zumeist chaotischer Struktur und weisen zu einem hohen Prozentsatz auf einen erregten Gemütszustand hin. Die geräuschhafte Struktur der Laute, vielfach versehen mit Nichtlinearen Phänomenen, und der hohe Anteil an Variationen lässt vermuten, dass dadurch die Aufmerksamkeit der um ein Vielfaches größeren Mutter immer wieder aufs Neue stimuliert wird. Der hohe Anteil an Lauten, die auf erregten Gemütszustand hinweisen, ebenso wie die hohe Variationsbreite, könnte bedeuten, dass diese selbst unter Aufzuchtsbedingungen in menschlicher Obhut überlebenswichtig sind. Der Lauttyp „Humming“, der bei allen anderen Großbärenarten vorkommt, konnte beim Großen Panda innerhalb der ersten 10 Lebenswochen nicht festgestellt werden.

Summary:

The Giant Panda has the smallest body size of any mammal at birth relative to the size of the mother, except for marsupials. Despite this, the new-born are highly vocal in the first postnatal weeks. From the start, the calls were undifferentiated, highly variable and – in relation to the body size – unusually loud. Calls of the new-born male Giant Panda “Fu Long” were recorded at Tiergarten Schönbrunn, Vienna, for the first 10 weeks of his life. Using multidimensional methods the analysis of the calls confirmed the presence of a call repertoire with high range of variation. The following call types were distinguished: “moan”, “croak”, “squawk”, “squall”, “whistle” and “whiff”. They appear in different combinations mostly within call sequences. Four call types were evident in the first week: the croak (overall percentage 7.54 %), squawk (51.12 %), whistle (3.46 %) and whiff (7.13 %). In the second week of life, the squall (29.74 %) was introduced. The whistle disappeared after the third week and the croak after the fourth week. The moan (1.02 %) was first heard in the seventh week. The calls are largely chaotic and unstructured, and they generally indicate a state of high emotional arousal. The noisiness of the calls, which were mostly accompanied by nonlinear phenomena, and the high amount of variation suggest that they serve to continually catch the attention of the much larger mother. The high proportion of calls, which can be ascribed to an excited state of arousal, and the high rate of variability of the calls may indicate that they are essential for survival, even under rearing conditions in captivity. The call type “humming”, which is part of the call repertoire in all other ursid species, was not detected in the Giant Panda within the first ten postnatal weeks.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 13:12

BERGMANN, F. (2012)

Vokalisation und Verhalten beim Flachlandtapir.

Bachelorarbeit

27 Seiten

Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Salzburg, Organismische Biologie,
Leitung: Ao.Univ.-Prof. Dr.phil. Gustav Bernroider
Zoo Salzbug

Zusammenfassung:

Tapire kommunizieren über olfaktorische, akustische und visuelle Signale. Sie haben nur ein geringes Repertoire an Tönen, da sie in der Natur primär solitär leben.
HUNSAKER and HAHN 1965 beschrieben in ihrem Paper, dass Flachlandtapire 4 Lautäußerungen beherrschen:
-    Pfeiflaute
a.     „sliding squeal“
b.    „fluctuating squeal“
-    Klicklaute
-    Kurzlaute
In der vierwöchigen Datenaufnahme konnte ich bei dem beobachteten Pärchen zwei der beschriebenen Lautäußerungen feststellen. Einerseits das Klicken. Dieses dient der spezifischen Identifikation. Tapire verwenden es, um einander zu erkennen. Während der Paarungszeit hat das Klicken eine weitere wichtige Funktion. Bullen klicken, wenn sie um ein Weibchen werben.
Die zweite Lautäußerung war das „sliding squeal“. Mit Hilfe dieses Pfeiflautes können Tapire einander orten und in aggressiven Situationen dient es auch der Unterwerfung.
Auch andere für Tapire typische Verhaltensweisen konnte ich beobachten. Wenn sich 2 Tapire paaren wollen, stellen sich zuerst so nebeneinander, dass eines das andere in der Geschlechtsgegend beriechen kann. Das Männchen versucht, das Weibchen in die Hinterfüße zu. Da das Weibchen dann ebenfalls versucht das Männchen in die Hinterfüße zu zwicken, kommt es oft zu Kreis- oder Karusselbewegungen, da beide Tiere versuchen ihre Füße in Sicherheit zu bringen. Jedoch versuchte nur Miguel Bibi zu zwicken, die jedoch jedes Mal davon lief.
Ein weiteres Verhaltensmuster war die Haltung als sie sich zum ersten Mal sahen. Beide richteten die Ohren nach vorne, der Rüssel wird dem anderen Tier entgegengestreckt und dabei Klicklaute ausgestoßen.
Die letzte Verhaltensbeobachtung war, dass sich Männchen viel öfter dem Weibchen nähern.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 08:46

KÜHHAAS, P. (2011)

Morphologie des Larynx des Afrikanischen Elefanten (Loxodonta africana).

Morphology of the larynx of the african elephant (Loxodonta africana).

Dissertation, Dr. Med. Vet.

109 Seiten

Department für Pathobiologie (Institut für Anatomie und Histologie) der Veterinärmedizinischen Universität Wien
Betreuer: Univ.-Prof.Dr.med.vet. Gerald Weissengruber, Institut für Anatomie und Histologie, Department für Pathobiologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien
Tiergarten Schönbrunn, Wien

Voller Text

Zusammenfassung:

Es gibt mehrere Publikationen, die sich mit den komplexen akustischen Kommunikationssystemen des Afrikanischen Elefanten (Loxodonta africana) insbesondere mit der Infraschallkommunikation auseinandersetzen. Über die anatomischen Strukturen des Vokaltrakts ist jedoch bisher wenig bekannt. Die Kehlköpfe von zwei adulten und zwei juvenilen Afrikanischen Elefanten wurden präpariert und die Knorpel, Muskeln, Bänder und Gelenke nach den Methoden der makroskopischen Anatomie untersucht. Die Plicae vocalis und vestibularis sowie die Epiglottis wurden histologisch untersucht. Von den zwei adulten Individuen wurden CT-Aufnahmen des Larynx angefertigt. Die Epiglottis ist kurz und breit, ihre Apex ist abgerundet und in einem Winkel von fast 90° nach rostral gerichtet. Schild-, Ring- und Aryknorpel sind über synoviale, aber wenig bewegliche Gelenke verbunden, deren Kapseln elastische Fasern enthalten. Ein Foramen thyroideum findet sich in allen Schildknorpeln, bei einem juvenilen Elefanten wurden zwei Foramina thyroideae gefunden. Der M. thyreoarytaenoideus liegt lateral der Plicae vocalis und vestibularis sowie medial des Schildknorpels und zieht zum Processus muscularis und zur gesamten dorsolateralen Kante des Aryknorpels. Eine Trennung in M. vocalis und M. vestibularis ist nicht zu erkennen. Die breite Plica vocalis verläuft von caudodorsal nach rostroventral in einem Winkel von etwa 35 Grad und verbreitert sich leicht von dorsal nach ventral. Sie hat eine sehr scharfe rostrale Kante und ist von der Plica vestibularis durch einen sehr flachen Ventriculus laryngis getrennt. Der Umriss der Plica vestibularis ist dreieckig. Ein Ligamentum vocalis und vestibularis konnten weder makroskopisch noch histologisch nachgewiesen werden.

Summary

There are several publications that describe the complex acoustic communication systems of the African Elephant (Loxodonta Africana) including the use of low-frequency vocalization. But very little is known about the anatomical structures of the vocal tract. Larynges of two adult and two juvenile African elephants were dissected and the cartilages, muscles, ligaments and related joints were studied by means of macroscopic anatomical methods. Histological sections were taken of the focal fold, vestibular fold and epiglottis. CTscans of the larynges were taken in the two adult individuals.The epiglottis is wide and short, its apex is rounded and directed rostrally in an angle of nearly 90°. The thyroid cartilage, cricoid cartilage and the two arytenoid cartilages are connected via synovial joints that are little flexible and whose capsules consist elastic fibres. A thyroid foramen occurs constantly within the thyroid cartilage. In one juvenile elephant two thyroid foramina were found. The thyroarytenoid muscle lies lateral of the vocal and the vestibular fold and medial of the thyroid cartilage and reaches to the Processus muscularis and the entire dorso-lateral edge of the arytenoid cartilage. It is not divided in two portions. The broad vocal fold runs from caudodorsal to rostroventral in an angle of about 35 degrees and widens slightly during its course to ventral. It has a sharp rostral edge and is separated from the vestibular fold by a shallow ventriculus laryngis. The vestibular fold has a triangle-like shape. A vocal ligament or vestibular ligament could neither be identified macroscopically nor histologically.

 

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© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx