Sonntag, 08 April 2018 07:22

EIBL-EIBESFELDT, I. (1969)

Grundriss der vergleichenden Verhaltensforschung.

2. überarbeitete und erweiterte Auflage. 563 Seiten. Mit zahlreiuchen Strichzeichnungen und s/w-Photos.
Piper Verlag Gmbh

Das Buch bildet den Abschluss der tierethologischen Forschungen von EIBL-EIBESFELDT, der sich später der Humanethologie zuwandte. Es befasst sich mit der Genetik, stammesgeschichtlichen Entwicklung und Ontogenese von Verhaltensweisen, den Mechanismen des Lernens, der Beziehung von Ökologie und Verhalten, Beziehung zu Artgenossen, Orientierung im Raum und der zeitlichen Ordnung im Verhalten.

EIBL-EIBESFELDT beschrieb als erster die Putzsymbiosen von Riffbarschen, das Turnierverhalten der Meerechsen und das Schwarmverhalten bei Fischen sowie das Verhalten einiger Arten, wie des Putzerlippfisches (Labroides dimidiatus), des Putzer-Nachahmers Aspidontus taeniatus. Ferner erforschte er u.a. Zeremonien der Balz und Brutablösung der Fregattvögel und flugunfähigen Kormorane.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 07:46

PLANK, V. (2015)

Ethologische Beobachtung von Totenkopfaffen (Saimiri sciureus) mit besonderem Fokus auf dem Verhaltensvergleich.

Bachelorarbeit

50 Seiten

Technische Universität München, Wissenschaftszentrum Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt
Betreuung: Prof. Dr. Gerstmeier
Tierpark Hellabrunn

Ganze Arbeit

Zusammenfassung:

Die Untersuchung über den Verhaltensvergleich dreier Fokustiere der Totenkopfaffen wurde im Mai-August 2015 im Tierpark Hellabrunn, München, zum Thema „Ethologische Beobachtung von Totenkopfaffen (Saimiri sciureus) mit besonderem Fokus auf dem Verhaltensvergleich“ des Jungtiers, der Mutter und des Vaters gemacht.

Im Bezug auf das Verhalten von Saimiri sciureus zeigten die Beobachtungen die aus der Literaturrecherche erwarteten Ergebnisse auf. So war das Jungtier Orina das aktivste Tier mit dem ausgeprägtesten Bewegungsverhalten, was im Vergleich zu den Adulten deutlich erhöht war. Zwischen dem Männchen und dem Weibchen konnten keine derart eindeutigen Unterschiede festgestellt werden. So war aber trotzdem zu sehen, dass Anton am meisten fraß, da er auch das größte Tier darstellte. Das Weibchen wies hingegen mehr Sozialkontakte auf, was ebenfalls den Vermutungen entsprach, da sie sich hauptsächlich an der Jungtieraufzucht beteiligte. Das Männchen hatte dabei kaum Interesse am Nachwuchs, sowie auch allgemein an sozialen Kontakten. Zwischen den Fokustieren konnte keine klar ersichtliche Dominanzhierarchie erkannt werden. Es konnten wegen der sehr seltenen Beobachtungen dieses Verhaltens keine klare Rangordnung festgestellt werden, da kein Geschlecht das andere eindeutig dominiert. Das Jungtier besaß offensichtlich den niedrigsten Rang der Gruppe, da es als einziges Tier aktiv von anderen vertrieben wurde.
Dabei wäre es für nachfolgende Beobachtungen der Totenkopfaffen im Tierpark Hellabrunn sehr interessant, die Hierarchieverhältnisse in den nächsten Jahren zu untersuchen, wenn Orina ihre Jungtierphase beendet hat. Um festzustellen, ob sie aufgrund ihres Alters den untersten Rang in der Gruppe einnimmt oder aus anderen, noch unbekannten Gründen.

 

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© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx