Donnerstag, 14 Juni 2018 08:10

KULAWIG, B. (2014)

Auswirkung des Nachwuchses auf die soziale Gruppe der Giraffa camelopardalis rothschildi im Opel-Zoo.

Impact of offspring on the social group of the Giraffa camelopardalis rothschildi at the Opel-Zoo.

Bachelor

48 Seiten

Didaktik der Biowissenschaften, Goethe-Universität Frankfurt am Main
Leitung: Prof. Dr. Paul Dierkes
Opel-Zoo Kronberg

Zusammenfassung:

In dieser Studie wurden die Auswirkungen auf die sozialen und sexuellen Verhaltensweisen der Giraffen nach der Geburt eines Jungtieres untersucht. Hierfür wurden die Giraffen in zwei Phasen beobachtet, zum einen vor und zum anderen nach der Eingliederung des Jungtiers Katja. Insgesamt wurden die Tiere 151 Stunden lang beobachtet. Soziogramme der unterschiedlichen Phasen machen deutlich, dass nach der Eingliederung des Jungtieres die soziale Interaktion deutlich zunimmt. Das gerichtete Sexualverhalten wird in der zweiten Phase ausschließlich von dem Bullen signifikant häufiger gezeigt. Im Weiteren wurden die Distanzen der Giraffen zueinander bestimmt, die Ergebnisse unterstützen die Soziogramme.
Es konnte gezeigt werden, dass das Muttertier signifikant mehr soziale Verhaltensweisen gegenüber dem Jungtier zeigt, als zu den anderen Giraffen. Auch die anderen Giraffen zeigten Interesse an dem Jungtier, dieses hielt jedoch nicht lange an.

Abstract:

This study examined the effects of giving birth on the social and sexual behaviours of giraffes. For this, the giraffes were observed in two phases, one before and the other after the inclusion of the young animal Katja. Overall, the animals were observed for 151 hours. Sociograms of the various stages make it clear that after the integration of the young animal social interactions increased significantly. Oriented sexual behaviour appears significantly more frequently in the second phase in the bull. In addition, the distances of the giraffes to each other, which supported the conclusions from the sociograms. It could be shown that the mother animal shows significantly more social behaviours towards the young animal than other giraffes. Other giraffes also showed an interest in the young animal, although this did not last long.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 13:48

KALDEN, N.K. (2009)

Sozialverhalten der Erdmännchen (Suricata suricatta) im Georg von Opel-Freigehege für Tierforschung.

Social behaviour of suricates (Suricata suricatta) in the Georg von Opel-Freigehege für Tierforschung.

Bachelorarbeit

73 Seiten

AG Spezielle Zoologie – Evolution und Systematik der Tiere, Philipps Universität Marburg
Leitung: Prof. Dr. Lothar Beck
Opel-Zoo Kronberg

Zusammenfassung:

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Sozialverhalten der Erdmännchenkolonie (n=3) im Georg von Opel-Freigehege für Tierforschung in Kronberg.

Es sollen Grundzüge des Verhaltens im Vergleich zu wildlebenden Surikaten aufgezeigt werden und mögliche Störungen, sowie Auffälligkeiten eruiert, deren Ursachen bestimmt und die Auswirkungen innerhalb der Gruppe verdeutlicht werden.

Hierzu wurden die Einflüsse der geringen Gruppengröße, der Besuchermenge, der Trächtigkeit des Alpha-Weibchens, der Haltungsbedingungen und der Eingliederungsversuche von unverwandten Erdmännchen (n=2) aus dem Duisburger Zoo  untersucht.

Dabei konnten keine Verhaltensauffälligkeiten oder Störungen auf die Haltungsbedingungen zurückgeführt werden. Lediglich die Gruppengröße hat eine Wirkung auf das Leben der Tiere angedeutet. Die Auswertung der Ergebnisse zeigt einen negativen Einfluss der niedrigen Individuenzahl auf die Aktivitätsprofile der natürlichen Arbeitsteilung unter den Erdmännchen, welche nachfolgen die Nachzucht beeinträchtigen kann.

Als Stressfaktoren stellten sich die Besuchermenge und die Eingliederung der Duisburger Weibchen heraus. Jedoch war der Einfluss erst ab einer bestimmten Besucherzahl zu erkennen, was für eine teileweise Gewöhnung an menschliche Gegenwart spricht. Dabei reicht der optische Reiz der Besucher für vermehrtes Warn- und Wachverhalten aus, eine Erhöhung des Markierverhaltens entsteht aber nur durch eine vorangegangene Konfrontation mit gruppenfremden Artgenossen.

Durch die Untersuchung der sozialen Interaktionen konnte ein enges Gruppengefüge und eine enge Paarbindung festgestellt werden, die sich durch die Trächtigkeit unter den Weibchen negativ verändern. Auch auf die Sensibilität der Feindwahrnehmung bzw. Vorsicht und die Stressanfälligkeit aller Tiere hat die Trächtigkeit bzw. Jungenaufzucht eine steigernde Wirkung.
Während der Beobachtung konnten nur Verhaltensweisen eruiert werden, die auch bei wildlebenden Surikaten zu beobachten sind. Die Beeinflussung trat nur in Form einer Änderung in den Aktivitätshäufigkeiten, jedoch nicht in widernatürlichem Verhalten auf.

Abstract:

This research paper is about the social behaviour of the meerkats from the “Georg von Opel-Freigehege für Tierforschung” in Kronberg.
Within a six-week stay in the zoo, its small group of suricats (n=3) were observed and their behaviour with the aid of several sampling methods documented. By the data thus obtained, an ethogram and a sociogram were created. Also the analyse of the data can show the main features of the behaviour compared to wild suicats and demonstrate possible disturbances, irregularities, their reasons and also effects on the group.
Hereto the effects by the low size of the group, the quantity of visitors, the pregnancy of the alpha female, the husbandry conditions and the integration of the unrelated meerkats (n=2)  from Duisburg were investigated.
Thereby no behavioural disorder because of the husbandry conditions appeared. Only the minor size of the colony indicated an impact on the life of the aninals.
The analysis shows an adverse influence because of the small number of individuals on the natural assignment of work among meerkats, which subsequently may negatively impact the breed.
Further the amount of visitors and the inclusion of the new females turned out to be a stress factor. However, the influence was only after a certain number of visitors ascertainable, which implies a partial habituation to human presence. In doing so, the optical stimulus is enough to trigger an increased trend of warning and watching. Increase of spraying arise but not unless there is a previous confrontation with the suricats from Duisburg.
Through the study the social interactions of the meerkats from the Opel-Zoo, a strong social fabric and close relationship are detected, that changes among both females by the gestation.
Also on the sensitivity of the enemy cognition or rather the attention and the stress-vulnerability of all animals, the pregnancy and rearing of young has an enhancing effect.
During the observation, only bebaviour which are shown by wild suricats, were ascertained. The influence occurs only in terms of a change in the frequent distribution of manner and not in unnatural behaviour.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 13:44

HEMPEL, E. (2008)

Untersuchungen zum Ausmaß der Situationsspezifität sozialer Hierarchien am Beispiel der Mufflon-Herde (Ovis aries musimon).

Studies on the dimension of specific situations in social hierarchy using the example of a moufflon herd (Ovis aries musimon).

Bachelorarbeit

133 Seiten

Evolution und Systematik der Tiere, Philipps Universität Marburg
Leitung: Prof. Dr. Lothar A. Beck
Opel-Zoo Kronberg

Zusammenfassung:

In der vorliegenden Arbeit wurden die Ziele verfolgt, die Relevanz der Komponente Motivation für die Dominanzstrukturen einer Herde Europäischer Wildschafe unter Zoohaltungsbedingungen zu quantifizieren und die Reichweite der formalen Dominanz nach DE WAAL (1989) zu erfassen. Da zum einen die Motivation für dominanzrangrelevante Interaktionen vom situativen Kontext abhängt (v.a der Qualität der Ressource s.l., um die konkurriert wird) und sich zum anderen eine etwaige Auswirkung von Dominanzhierarchien auf nicht-.sozionegative Aspekte der sozialen Organisation am ehesten in ebenfalls hierarchisch organisierten Aspekten finden lassen sollten, thematisiert die vorliegende Arbeit primär situationsspezifische soziale Hierarchien. Zwei zusätzliche Ziele lagen darin, den Integrationsprozess eines neuen Herdenmitglieds zu dokumentieren und eventuell vorhandene verwandtschaftliche Bindungen innerhalb der Herde zu identifizieren.

Die individuenbasierte Studie wurde an der zwölf Tiere umfassenden Herde Europäischer Mufflons (Ovis aries musimon) des Georg von Opel-Freigeheges für Tierforschung während der Paarungszeit im Zeitraum vom 09.12.2007-08.02.2008 durchgeführt.

Um insgesamt vier Aspekte der sozialen Organisation- Dominanzstrukturen, hierarchische und nicht-hierarchische Assoziationsstrukturen, Geruchprüfungsstrukturen-zu erfassen, wurden durch eine Kombination verschiedener Sampling- und Recording-Verfahren (Behaviour- und Scan-Sampling) dyadische und kollektive Verhaltensweisen protokolliert. Zur statistischen Auswertung (vor allem der mittels Scan-Sampling erhobenen Daten) wurden multivariate Methoden (Multidimensionale Skalierung und hierarchische Cluster-Analyse) angewandt.

Zum Erfassen der Dominanzstrukturen wurden relevante agonistische Interaktionen in vier Situationen, von denen drei die gesamte Herde betrafen(„Raufe“: Konkurrenz um Heu, „Trog“: Konkurrenz um Saft- und Kraftfutter, „Gelände“: Konkurrenz vor allem um „persönlichen Raum“) und eine nur die adulten Widder („Konkurrenz um Geschlechtspartner“), aufgezeichnet und für die ersten drei je eine Dominanzhierarchie ermittelt. Alle drei Dominanzhierarchien waren nicht-zufällig, stabil und linear. Sie besaßen nur eine geringe Situationsspezifität, sodass eine situationsübergreifende Konsensus-Dominanzhierarchie erstellt werden konnte. Diese Hierarchie war, soweit dies mit den verfügbaren Informationen ausgesagt werden konnte, primär nach dem Alter und sekundär nach dem Geschlecht gegliedert: Adulte Tiere waren durchgängig ranghöher als nicht-adulte und innerhalb der Altersklassen Männchen dominanter als Weibchen. Die Dominanzrelation der beiden adulten Widder bei der Konkurrenz um Geschlechtspartner entsprach der, die sie in den anderen drei Situationen besaßen. Die Tiere besetzten die Rangpositionen in der Regel in derselben Reihenfolge, und alle drei Rangordnungen ließen sich in jeweils drei Schichten gliedern, die in zwei der drei Situationen (Ausnahme „Gelände“) den Statusgruppen der Herde entsprachen.

Bezüglich der Relevanz des Faktors Motivation lässt sich aus dem weitergehenden Fehlen einer Situationsspezifität der Dominanzstrukturen schließen, dass der Qualität und Intensität der Auseinandersetzungsmotivation in der vorliegenden Studie keine große Relevanz für den Ausgang der Konflikte zukam. Dennoch war sie nicht völlig bedeutungslos, denn die beiden rein futtermotivierten Hierarchien waren sich, wenn auch nur geringfügig – den Hypothesen entsprechend – ähnlicher, und die in der Situation mit der höherwertigen Futterressource war differenzierter. Ebenfalls der Vorhersage entsprechend zeichnete sich die vorwiegend von Konkurrenz um die abstrakte Größe „persönlicher Raum“ motivierte Dominanzhierarchie durch die stärkste Eindeutigkeit aus. Dies steht in Einklang mit der Annahme, dass die mit dieser Situation sichtbar werdenden Dominanzreaktionen am ehesten der DE WAALSCHEN (1989) formalen Dominanz entsprechen.

Als Indikator für die nicht-hierarchischen und nicht-situationsgebundenen Assoziationsstrukturen dienten die Nachbarschaftshäufigkeiten, die mittels der Nächster-Nachbar-Methode erfasst wurden. Die durch die identifizierten Substrukturen der Herde bestanden vor allem aus potentiellen Mutter-Jungtier-Dyaden, die vermutlich auch eine Matrilinie mit einem Jungtier des letzten Jahres umfassten. Darüber hinaus wurden auch Gruppierungen, zu denen mehrere Tiere derselben statusklasse zählten, gefunden. Außerdem konnten enge Assoziationen zwischen Tieren verschiedenen Geschlechts identifiziert werden, die eventuell auf die Paarungszeit zurückzuführen sind.

Für die Untersuchung der Assoziationsstrukturen beim Ortswechsel wurden wanderreihenfolgen der gesamten Herde aufgenommen. Weder für spontane noch für induzierte Ergebnisse konnte eine Konsensusreihenfolge (als hierarchische Struktur) ermittelt werden. Es konnten aber auch „Module“ von Tieren innerhalb der Reihenfolgen identifiziert werden, die besonders häufig unmittelbar aufeinander folgende Positionen besetzt hatten. Dabei fiel auf, dass Jungtiere fast ausschließlich mit adulten Weibchen Module bildeten, die aber nur zum Teil Entsprechungen in den anderen untersuchten Aspekten der sozialen Organisation fanden. Für die Belegung der vordersten Position konnte nur für die spontanen Ereignisse die Präferenz eines adulten (Subdominanten) Weibchens ausgemacht werden; bei den induzierten Reihenfolgen war bemerkenswert, dass teils dominanter Tiere, teils aber auch Lämmer häufiger die erste Position besetzten. Als Erklärung dafür wurde die fehlende Differenzierung zwischen den Stimulivalenzen der induzierten Ereignisse in Betracht gezogen. Die hinterste Position wurde bei  beiden Wanderreihenfolgentypen gehäuft von einem der beiden adulten Widder oder einem Weibchen eingenommen. Ob es sich dabei um eine „Führung“ der Herde vom Ende der Reihenfolge handelte oder vielleicht um ein Verhalten, das in der freien Wildbahn dem Schutz vor Prädatoren dient, kann nicht entschieden werden.

Als weitere nicht-sozionegative Komponente der sozialen Organisationen wurden zwei Typen von Geruchsprüfungsstrukturen (naso-nasale und naso-anale) durch das Protokollieren investigativer Kontakte erfasst. Beide Kontaktarten fanden vorwiegend unter den adulten Tieren der Herde beiden Geschlechts statt. Die beiden adulten Widder initiierten deutlich häufiger naso-anale Kontakte als die übrigen Herdemitglieder. Für den ältesten der beiden konnte in beiden Kontaktarten deutliche Präferenzen für bestimmte adulte Weibchen festgestellt werden. Unter den Weibchen und nicht-adulten Tieren besteht eine Antiproportionalität bezüglich der Anzahl der Interaktionspartner, bei denen naso-anale Kontakte initiiert und von denen die empfangen werden.

Nach DE WAAL (1989) sollten sich formalisierte Dominanzbeziehungen auch nicht sozionegative Verhaltensbereiche hinein auswirken. Da kein Verhalten identifiziert werden konnte, das die Kriterien für formale Dominanz vollständig erfüllte-die Konflikte um die vorwiegend abstrakte Größe „persönlicher Raum“ kamen ihm lediglich am nächsten-, und die daraus erstellte Dominanzhierarchie auf Entsprechungen mit den drei anderen untersuchten Aspekten der sozialen Organisation überprüft. Es ergaben sich nur sehr geringe Zusammenhänge, da in der Regel sowohl rangferne als auch rangnahe Tiere miteinander interagierten und assoziiert waren.

Auch der Vergleich der drei übrigen Aspekte der sozialen Organisation untereinander ergab, dass sie nur zu einem geringen Teil Zusammenhänge aufweisen. Sie stellen vielmehr unabhängige Organisationsmuster dar, deren Strukturen sich nicht voneinander ableiten lassen. Um ein möglichst repräsentatives Gesamtbild der komplexen Organisation zu erhalten, bedarf es der Untersuchung aller - und gegebenenfalls noch weiterer – Aspekte.

Der Integrationsprozess eines neuen  Herdenmitglieds wurde vor allem durch die nicht- situationsgebundenen Assoziationsstrukturen dokumentiert. Diese zeigen im Zeitverlauf eine deutliche räumliche Annäherung  zwischen dem „neuen“ Widder und der übrigen Herde. Auch die anderen Aspekte der sozialen Organisation, darunter vor allem die naso-analen Geruchsprüfungsstrukturen, weisen Anzeichen des Integrationsprozesses auf.

Da für die Untersuchungsherde keine Angaben über Verwandtschaftlichen Bedingungen vorlagen, wurde geprüft, ob in den untersuchten Aspekten der sozialen Organisation Hinweise auf Verwandtschaftsbeziehungen identifiziert werden konnten. Am deutlichsten wurden Hinweise in den Ergebnissen der Nachbarschaftshäufigkeiten gefunden, die zudem Entsprechungen in den übrigen Aspekten besaßen. Dadurch konnten zwei potentielle matrilineare Verwandtschaftsgruppen ermittelt werden: ein Mutter-Lamm-Paar und eine Mutter-Lamm-Jährling-Triade. Im Falle der Dreiergruppe konnten zahlreiche Hinweise auf die Existenz einer Jahrgangsübergreifenden Geschwisterbindung gefunden werden. Zwischen einem der Mutter-Lamm-Paare kann auf Grund einer physiognomischen Anomalie eine Verwandtschaft als gesichert gelten.

Abstract:

The aims of this study were to quantify the relevance of motivation for the structures of dominance in a herd of European moufflon in captivity and to gather the range of “formal dominance” DE WAAL (1989). Two additional aims were to record the process of integration of a new herd member and to identify possible kinships of group members.
The individual based study was realized on the 12 animals in a herd of European Moufflon (Ovis aries musimon) at the Opel-Zoo during mating season from 09.12.2007-08.02.2008.
To record all in all four aspects of social organization – structures in dominance, hierarchical and not hierarchical structures, olfactory testing- a combination of behavior and scan sampling methods were used. For statistical analyses multivariate methods (multidimensional scaling, hierarchical cluster analyses) were used.
To gather structures in dominance four relevant agonistic interactions were recorded. Three for the whole herd: “Raufe” (competition about hay), “Trog” (competition about concentrated feed plus fruit and vegetables), “Gelände” (competition about individual space) and one for the adult ram (competition about sexual partner). For the first three interactions a hierarchical dominance was created. All three hierarchical dominances are not random, stable and linear.
They are not specific for one situation, so a consensus hierarchical dominance could be created. This hierarchy was organized primary towards age and secondary towards sex: adult animals are higher in hierarchical dominance than subadult and within age classes males are more dominant than females. Both adult rams have in the category competition about sex partners the same rank like in the other three categories.
In conclusion the relevance of the factor motivation (food) was low for the issue of conflicts. Both hierarchies in competitions about food were similar, like expected. The hierarchy in the competition about individual space was the clearest one. Like expected the reactions for dominance are conform with “formal dominance” DE WAAL (1989).
As an indicator for not hierarchical and not situation linked structures, frequencies of neighborhood were recorded with the “next-neighbor-method”. The substructures in the herd were mainly build by mother-offspring units, probably also with offspring of the year prior to that. There were also groups of animals of the same status and pairs of males and females, which were probably caused by mating season.
For studies about structures in movement, sequence of movement of the whole herd was observed. As a result no hierarchical structure of sequence was shown, neither for spontaneous nor for induced events. . But inside the sequences of movement different “modules”, animals which often move sequent in the same position, like females and their offspring. In spontaneous events an adult (subdominant) female was often in the first position of moving sequence, as in induced events sometimes dominant animals, sometimes offspring were in first position. The last position in moving sequence was often occupied by the both rams or one female. If this behavior could be seen as “leading” from end of sequence or protection against predators is not clear yet.
As a further element of social organization, two types of sniffing contacts (naso-nasal and naso-anal) were recorded. Both types were mainly shown between the adult animals. Both adult rams show more naso-anal contacts like the other members of the herd. The older one prefers specific adult females. Females and subadults show an inverse proportion in giving and receiving naso-anal contacts.
A hierarchy in dominance was created, based on competition about individual space, because this aspect was nearest to DE WAAL´s (1989) “formal dominance”. All other studied aspects of social organization were tested accordingly. There were only few relations, because animals near and distant in rank interact with each other and were associated.
The process of integration of a new member of the herd was recorded. The observations show a decrease in regional distance between the “new” ram and the herd. Also the naso-anal show a process of integration.
All recorded aspects of social organization were tested with regard to hints of relatedness. The clearest hint was found in frequencies of neighborhood. Two matrilinear kinship groups could be found. One mother-lamb pair and a mother-lamb-yearling group. In the group with three animals hints about a sibling bond were found. Between one mother-lamb pair a physiological abnormality show relatedness.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 08:25

DUTKIEWICZ, V. (2015)

Planung und Durchführung eines Unterrichtsprojekts zur Verhaltensbiologie der Honigbiene am außerschulischen Lernort Tierpark Bochum.

Planning and implementation of a school project regarding the behavior of the honeybee at ‘Tierpark Bochum’ as an example field trip location.

Masterarbeit

64 Seiten & Anhang

Ganzer Text

Ruhruniversität Bochum, AG Verhaltensbiologie und Didaktik der Biologie/
Leitung: Prof. Dr. W. Kirchner
Tierpark Bochum

Zusammenfassung:

Zoos bzw. Tierparks spielen als außerschulische Lernorte im Biologieunterricht eine wichtige Rolle, da sie durch die direkte Auseinandersetzung mit der Natur ein lebendiges Lernen ermöglichen. Damit bieten sie auch die Möglichkeit, Einblicke in Fachbereiche zu erlangen, welche im Klassenraum nicht möglich sind. Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um die Analyse eines geplanten, durchgeführten und evaluierten Unterrichtsprojekts für die gymnasiale Oberstufe am außerschulischen Lernort Tierpark Bochum zu dem Thema Verhaltensbiologie der Honigbiene.
Die Auseinandersetzung mit dem Thema ‚Honigbiene‘ ist wichtiger denn je. Die Honigbiene, als einer der wichtigsten Bestäuber unserer heimischen Flora, ist in ihrem Bestand durch den Befall der Varroa-Milbe bedroht. Der altersbedingte Rückgang der deutschen Imker sowie die Tendenz zu einer stetig ansteigenden Monokultur, erschweren das Überleben der Honigbiene zusätzlich. Durch die praktische Vermittlung von Inhalten wie der ‚altersabhängigen Arbeitsteilung‘, dem ‚Bienentanz‘, der ‚Nestgenossenerkennung sowie ‚dem Befall durch die Varroa-Milbe‘ werden durch das Unterrichtsprojekt nicht nur curriculare Vorgaben erfüllt, sondern auch das Bewusstsein für ökologische Zusammenhänge gebildet sowie die besondere Verantwortung des Menschen für die Natur gefördert.
Für die Durchführung des Projekts stand ein PKW-Anhänger mit drei Schaubienenvölkern, das Beemobil, zur Verfügung.
Das Projekt wurde mit fünf Schulklassen des Gymnasiums bzw. des Gymnasialzweigs eines Berufskollegs erprobt. Dabei handelte es sich um vier Klasen der Oberstufe und einer, eigentlich nicht in das Konzept passenden, neunten Klasse. Insgesamt haben 101 Schülerinnen und Schüler an dem Projekt teilgenommen.
Die Schülerinnen und Schüler haben das Projekt im Durchschnitt alle sehr positiv bewertet. Durch die Ergebnisse der Evaluation lässt sich erkennen, dass es ihnen viel Spaß gemacht hat und ihnen die jeweiligen Teilaufgaben nahezu gleich gut gefallen haben. Ihren Lernzuwachs haben die Teilnehmer ebenfalls aus subjektiver Sicht als sehr hoch bewertet, dieser wurde jedoch nicht mit einem objektiven Testverfahren gemessen.
Da die Schülerinnen und Schüler der neunten Klasse das Unterrichtsprojekt insgesamt am besten bewertet haben und die meiste Begeisterung sowie Motivation vorwiesen, ist das Projekt, da es zusätzlich auch inhaltlich die Vorgaben des Lehrplans für die Mittelstufe abdeckt, für die Mittelstufe zu empfehlen.

Abstract:

Field trips to zoos represent an important part in Biology classes, since they provide an active learning environment by directly exposing students to nature
So they also give the opportunity to obtain insights in specific  fields, which a teacher  cannot provide in the regular classroom. The thesis at hand deals with the planning, implementation and evaluation of a school project regarding the behavior of the Honeybee (Apis mellifera). The project aims at the highest grades of the German ‘Gymnasium’ and takes the ‘Tierpark Bochum’ as an example field trip location.
The examination of the subject ‘Honeybee’ could not be more important. The Honeybee as one of the most important pollinator of our native flora is threatened by the infestation of Varroa Destructor. A growing monoculture and the decline of the German apiarist threaten the survival of the Honeybee too. The practical teaching of contents such as ‘the division of labor depending on the age’, ‘the dance of the Honeybee’, ‘the recognition of relatives’ and ‘the infestation of Varroa Destructor’ is one part of the project. However, the project does not only serve the curricular requirements, but also promotes the understanding of ecological interdependencies as well as awareness for responsible behavior towards nature.
For the implementation of this school project a truck trailer, called ‘Beemobil’ was provided by the working group ‘Verhaltensbiologie und Didaktik der Biologie’ of the ‘Ruhruniversität Bochum’ under the leadership of Prof. Dr. W. Kirchner. In this truck trailer three little bee colonies were installed for the observation of behavior. The project was tested with four senior high school classes and one junior high school class (9th). In total 101 students took part in the project.
It was valued highly at average by all students. The results of the evaluation show that the participants enjoyed the tasks almost equally well. They have rated their learning respective also as very high from subjective point of view.
The whole project attained high appreciation with students. Learning outcome and enjoyment were equally rated very high. Since the 9th graders rated the project best compared with the other classes and had the most enthusiasm and motivation, the project is recommend for the 9th grade because it also serves the curricular requirements for intermediate grades.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 08:10

DORNBUSCH, T. (2008)

Beobachtungen an Kurzkrallenottern (Amblonyx cinereus) in Gefangenschaft

Observations on short-clawed otters (Amblonyx cinereus) in captivity

Diplomarbeit

132 Seite

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Leitung: Dr. Hartmut Greven, Institut für Zoomorphologie und Zellbiologie
Zoo Duisburg

Zusammenfassung:

An insgesamt 99 Beobachtungstagen wurde das Verhalten von zwei Familiengruppen von Asiatischen Kurzkrallenottern (Ambolnyx cinereus) im Aquazoo Düsseldorf und im Zoo Duisburg beobachtet und protokolliert. Darüber hinaus wurden auch einige Beobachtungen und Experimente mit dem handzahmen Kurzkrallenotter „Nemo“ durchgeführt.

1. Die Kurzkrallenotter waren etwa 60 % des Beobachtungszeitraums (täglich von 07:40 bis 14:50 Uhr) aktiv. Die Aktivität ist stark von den Fütterungszeiten abhängig. So gab es im Aquazoo, parallel zu den Fütterungszeiten, drei Phasen an denen die Tiere an besonders vielen Tagen aktiv waren. Im Zoo Duisburg gab es hingegen vier Phasen an denen die Tiere an den meisten Tagen aktiv waren, jedoch ebenfalls parallel zu den Fütterungszeiten.

2.  Die  Kurzkrallenotter  verbrachten  den  größten  Teil  der  Beobachtungszeit  mit Lokomotion,  sowie Ruhen und Schlafen. Bei der Gruppe im Aquazoo nahm Ruhen und Schlafen den größten Anteil am Verhalten  ein  (46,8  %),  gefolgt  von  der Lokomotion  (24,2  %).  Im  Zoo  Duisburg  lag  der  Anteil  an Lokomotion der beiden Fokustiere deutlich höher (51,9 %), gefolgt von Ruhen und Schlafen (32,8 %). Bei  beiden  Gruppen  war  die  Nahrungsaufnahme  mit  8,7  %  bzw.  12,5  %  der  drittstärkste  Anteil. Im Aquazoo nahm das Komfortverhalten bei den adulten Tieren mehr Zeit in Anspruch (7,6 %), als der Aufenthalt im Wasser (5,25 %). Bei den Jungtieren war es jeweils umgekehrt. Im Zoo Duisburg nahm das Komfortverhalten bei „Nepal“ mehr Zeit in Anspruch (3,7 %), als der Aufenthalt im Wasser (2,3 %). Bei „Mahal“ war der Wert des Komfortverhaltens geringer.

3. In der Familiengruppe helfen sich die Tiere bei der Nahrungsaufnahme und Fellpflege. Außerdem zeigen sie viele Verhaltensweisen gemeinsam, zum Beispiel Ruhen und Schlafen. Aggressives Verhalten wurde selten beobachtet. Die Mütter nehmen offenbar eine besondere, dominante Stellung ein.

4. Die Tragzeit der Kurzkrallenotter beträgt etwa 60 Tage. Bei einer Haltung in Familiengruppen gebärt das Muttertier offenbar nur einmal im Jahr Junge. Adulte Töchter bekommen in ihren elterlichen Familien offensichtlich keinen Nachwuchs. An der Aufzucht der Jungtiere sind sowohl Mutter und Vater, als auch die älteren Geschwister beteiligt. Eine ältere Tochter unterstützte ihre Mutter sogar beim säugen.

5. Eine Datensammlung über die Haltung von Kurzkrallenottern in 51 Zoos Europas Belegt, dass 98,6 % der Kurzkrallenotter Paarweise oder in Familiengruppen gehalten werden. Keines der 51 Gehege, unterschreitet die deutschen Richtlinien zur Otterhaltung. Elf Zoos halten Kurzkrallenotter mit anderen Tierarten in zum Teil sehr großen Gehegen, zusammen.
6. Der handzahme Kurzkrallenotter „Nemo“ bevorzugte als Nahrung Rotaugen, Regenwürmer und Mäuse. Durch Futterkanister, in welchen die Tiere nach Futter tasten konnten, konnte die Dauer der Nahrungsaufnahme um etwa 55 % gesteigert werden.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 07:05

HÜTTNER, T. (2012)

Erstellung eines Ethogramms für Antillen-Manatis (Trichechus manatus manatus) im Tiergarten Nürnberg.

Compiling of an ethogram for Antillean Manatees (Trichechus manatus manatus) at “Tiergarten Nürnberg”

Bachelorarbeit

45 Seiten.

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Leitung: Prof. Dr. Andreas Feigenspan (Lehrstuhl für Tierphysiologie), Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg; Tiergarten Nürnberg, Dr. Lorenzo von Fersen (Kurator für Forschung und Artenschutz)
Tiergarten Nürnberg

Zusammenfassung:

Mit der Umsiedelung der Manati-Gruppe in ihr neues Gehege, das Manatihaus, hat sich in Nürnberg die Gelegenheit ergeben, eine ausführliche Verhaltensbeschreibung über die Seekühe zu erfassen. Hierzu wurde durch eine fortlaufende Beobachtungsphase über mehrere Wochen ein vollständiger Verhaltenskatalog, ein sog. Ethogramm erstellt. Das fertige Ethogramm umfasst letztendlich 33 verschiedene Verhaltensweisen, die in vier Hauptkategorien (AKTIV, PASSIV, NAHRUNGS-AUFNAHME und SOZIALVERHATEN) unterteilt sind, inklusive der jeweiligen Verhaltensbeschreibung. In der Auswertung zeigte sich, dass zum einen zwischen den einzelnen Tieren Unterschiede in der allgemeinen Aktivität und der Atemfrequenz bestehen. So hängt die Atemfrequenz jeweils mit der Größe und der Aktivität des analysierten Tieres zusammen. In der Verteilung einzelner Verhaltensweisen traten ebenfalls Unterschiede auf. Bestimmte Verhaltensweisen zeigte vermehrt nur ein Individuum, gleichzeitig waren andere Verhaltensmuster geschlechtstypisch verteilt. Zum anderen konnte ein umfassendes Bild der Sozialstruktur erstellt wer-den, mit dem Ergebnis, dass soziale Interaktionen weitestgehend von den Manati-Bullen ausgehen und an die weiblichen Tiere gerichtet sind. Insgesamt ist durch die Studie eine umfangreiche Bestandsaufnahme des Verhaltens der Manatis in Nürnberg gelungen. Dabei ist das aufgenommene Verhalten in hohem Maße mit bereits in der Natur und anderen Einrichtungen beobachtetem Verhalten vergleichbar.

Abstract:

The relocation of three Antillean-manatees of Zoo Nuremberg into their new home, the so-called “Manati-Haus” made it possible to start a detailed behavioral observation of those manatees. During 8 weeks of daily observations a detailed ethogram comprising 33 behavioral patterns was established. These patterns were assigned to functional categories such as: active, passive, feeding and social behavior.
A quantitative analysis of the results showed individual differences regarding general activity and breathing frequency. Thus the breathing frequency seems to depend on the size and activity of the animal. Also the distribution of single behavioral patterns differs in regard to the individuals. In this context it was seen that some behavioral patterns have been recorded only in some animals and not in the other ones. Some patterns seem to be sex dependent. Furthermore it was possible to perform a comprehensive analysis of the social structure and to draw a sociogram. Most of the observed social contacts were originated from a male towards a female individual. To summarize: the behavioural categories observed in this study are comparable to the recorded behavior of manatees in other locations.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 06:12

DOLLHÄUPL, S. (2012)

Stressbedingte Verhaltensänderungen beim Großen Tümmler (Tursiops truncatus) im Delfinarium Nürnberg.

Stress-related behavioural changes in bottlenose dolphins (Tursiops truncatus) of Nuremberg’s Dolphinarium

Bachelorarbeit

59 Seite

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Leitung: Prof. Dr. Andreas Feigenspan (Lehrstuhl für Tierphysiologie); Prof. Dr. Martin Klingler (Lehrstuhl für Entwicklungsbiologie)
Tiergarten Nürnberg

Zusammenfassung:

Bei in Gefangenschaft lebenden Tieren kommt es durch den begrenzten Raum
unwiderruflich zu stressigen Situationen (Waples A.K., Gales J.N., 1993, 2002). Um dies zu vermeiden, werden durch sog. Wildlife Managemente, Konzepte ausgearbeitet, um Tieren die Möglichkeit zu bieten, sich aus dem Weg zu gehen und Stress zu vermindern.
Eine Möglichkeit dazu ist der Entwurf weitläufigerer Gehege. Allerdings ist die Umsetzung in eine neue Anlage ebenfalls belastend. Um festzustellen, ob aus besagten Situationen stressbedingte Verhaltensänderungen resultieren, wurde die Tümmler Gruppe des Nürnberger Delfinariums während der Umsetzung in die neue Lagune beobachtet. Um eventuelle Verhaltensänderungen festzustellen, wurde ermittelt, ob Unterschiede in der Häufigkeit der einzelnen Verhaltensweisen und Unterschiede der Atemfrequenz im Vergleich „altes Delfinarium“ und neue Lagune existieren und ob die Tiere sich während der Eingewöhnungszeit bevorzugt in Bereichen aufhalten, die näher am „alten Delfinarium“ liegen.
Die Auswertungen ergaben, dass bei allen Tieren Verhaltensänderungen auftraten, von denen einige als signifikant eingestuft werden konnten. Ebenso waren Veränderungen in der Atemfrequenz ersichtlich, die jedoch, anders als erwartet, ausfielen. Letztere Fragestellung bestätigte sich nur bei einem Tier. Durch Vergleiche mit Originalliteratur und der Einbeziehung des Umfeldes zur Zeit der Umsetzung konnten die Veränderungen als stressbedingt eingestuft werden. Es ist belegt, dass Stress die Anfälligkeit für Krankheiten erhöht (Waples A.K., Gales J.N., 2002). Um dies zu vermeiden sollte man versuchen, die Qualität der Lebensweise im Zoo auch bei Umsetzungen aufrecht zu erhalten und die Reduzierung von Stressoren sowie die ständige Oberservierung und Beurteilung des Verhaltens sollte angestrebt werden.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 14:53

KRATZER, C. (2013)

Quantitative und qualitative Verhaltensbeobachtung zur Vergesellschaftung von Suricata suricatta und Cynictis penicillata im Tiergarten Nürnberg.

Bachelorarbeit

38 Seiten

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen_Nürnberg
Leitung: Prof. Dr. Andreas Feigenspan (Lehrstuhl für Tierphsiologie)
Tiergarten Nürnberg

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 14:32

SCHWARZ, L. (2013)

Quantitative Verhaltensuntersuchungen und qualitative Bewertungen zur Frage der Persönlichkeit bei sieben Großen Tümmlern (Tursiops truncatus) im Tiergarten Nürnberg.

Masterarbeit

66 Seite

Ganze Arbeit

Universität Bayreuth
Leitung: Prof. Dr. Stefan Schuster (Lehrstuhl Tierphysiologie), Prof. Dr. Heike Feldhaar (Lehrstuhl Tierokologie I)
Tiergarten Nürnberg

Zusammenfassung:

Die Zahl an Veröffentlichungen zum Thema Tierpersönlichkeit steigt stetig. In diesem Zusammenhang wird häufig diskutiert, in welchem Ausmaß sich die Ausprägungen bestimmter Persönlichkeitseigenschaften auf das Leben eines Tieres, vor allem in menschlicher Obhut, auswirken. Die Persönlichkeit kann  beispielsweise beeinflussen, wie das Tier seine Umgebung aufnimmt oder auf andere Tiere bzw. den Menschen reagiert. Verständnis von Tierpersönlichkeit ist daher wichtig für ein tiergerechtes Management und kann zur Lösung diverser Probleme beitragen, die bei der Haltung von Tieren entstehen können. So kann der Umgang mit den Tieren erleichtert und auf diese Weise auch deren Wohlbefinden gesteigert werden. In dieser Masterarbeit sollte die Frage nach der Persönlichkeit bei sieben Großen Tümmlern (Tursiops truncatus) im Tiergarten Nürnberg untersucht werden. Hierfür wurden quantitative Verhaltensmessungen durchgeführt, bei denen die Reaktionen der Tummler in fünf verschiedenen Testsituationen, auf bekannte und unbekannte Objekte beobachtet wurden. Es zeigten sich z.T. signifikante Unterschiede im Verhalten der Tummler während der Testsituationen, was auf die Existenz von Persönlichkeit hinweist. Das Vorhandensein bestimmter Eigenschaften wurde, basierend auf den Reaktionen der Tiere, diskutiert. Zur Ergänzung wurden qualitative Bewertungen in Form von Fragebogen durchgeführt, in welchen die Delfine von ihren Tierpflegern für 13 Eigenschaften auf einer Skala von 0-10 bewertet wurden. Basierend auf den quantitativen und qualitativen Ergebnissen konnten, Aussagen über die Eigenschaften jedes Tieres getroffen und dahingehend deren Persönlichkeit diskutiert werden. Die Ergebnisse der quantitativen Verhaltensmessungen wurden abschließend mit den qualitativen Bewertungen verglichen. Von den Bewertungen, die für den Vergleich herangezogen werden konnten, stimmten 66,7 % mit den Ergebnissen der Verhaltensmessungen überein. Die Ergebnisse lieferten eine erste wichtige Einschätzung hinsichtlich bestimmter Persönlichkeitseigenschaften der sieben Großen Tummler und zeigten, dass die Ergebnisse der unterschiedlichen Methoden zu einem großen Teil übereinstimmen.

Abstract:

The number of publications concerning the topic animal personality increases constantly. In this context it is often discussed, to what extent certain characteristic traits affect the life of an animal, especially under human care. Personality can influence for instance, how the animal receives its environment or reacts to other animals or humans. Knowledge of animal personality is therefore important for an animal-appropriate management and can contribute to solving problems concerning animal husbandry. Thus, the handling of animals can be facilitated and their welfare can be increased. This thesis aimed to analyze the question about personality in seven bottlenose dolphins (Tursiops truncatus) in the Tiergarten Nurnberg. Quantitative behavioral measurements have been taken, to observe the reactions of the dolphins to familiar and unfamiliar objects in five test situations. To some extent significant differences in the behavior of the dolphins during the test situations could be detected, which indicate the existence of personality. Based on the reactions of the animals, the existence of certain characteristic traits was discussed. In addition, a qualitative rating with questionnaires for the dolphin keepers was conducted. The keepers rated the animal for 13 traits on a scale of 0-10. Based on the quantitative and qualitative results, assumptions about the traits of each animal could be made and personality could be discussed. In the end the results of the quantitative behavioral measurements were compared to the result of the qualitative ratings. From the ratings, that could be used for the comparison, 66,7 % matched with the results of the behavioral measurements. The results provided a first important assessment of certain characteristic traits of the seven bottlenose dolphins and showed that the results of the different methods matched to a large extent.

 

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Fear of the dark or dinner by moonlight? Reduced temporal partitioning among Africa’s large carnivores

Ecology 93: 2590–2599.

Summary:

Africa is home to the last intact guild of large carnivores and thus provides the only opportunity to investigate mechanisms of coexistence among large predator species. Strong asymmetric dominance hierarchies typically characterize guilds of large carnivores; but despite this asymmetry, subdominant species may persist alongside their stronger counterparts through temporal partitioning of habitat and resources. In the African guild, the subdominant African wild dogs and cheetahs are routinely described as diurnal and crepuscular. These activity patterns have been interpreted to result from the need to avoid encounters with the stronger, nocturnal spotted hyenas and lions. However, the idea that diel activity patterns of carnivore species are strongly shaped by competition and predation has recently been challenged by new observations. In a three-year study in the Okavango Delta, we investigated daily activity patterns and temporal partitioning for wild dogs, cheetahs, spotted hyenas and lions by fitting radio collars that continuously recorded activity bursts, to a total of 25 individuals. Analysis of activity patterns throughout the 24-h cycle revealed an unexpectedly high degree of temporal overlap among the four species. This was mainly due to the extensive and previously undescribed nocturnal activity of wild dogs and cheetahs. Their nocturnal activity fluctuated with the lunar cycle, represented up to 40% of the diel activity budget and was primarily constrained by moonlight availability. In contrast, the nocturnal activity patterns of lions and hyenas were unaffected by moonlight and remained constant over the lunar cycle. Our results suggest that other ecological factors such as optimal hunting conditions have shaped the diel activity patterns of subdominant, large predators. We suggest that they are “starvation driven” and must exploit every opportunity to obtain a meal. The benefits of activity on moonlit nights therefore offset the risks of encountering night-active predators and competitors.

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© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx