Donnerstag, 14 Juni 2018 14:27

GAILLARD, S. (1995)

Stimulierung des Nahrungssuchverhaltens von Brillenbären (Tremarctos ornatus) in einem Zoogehege.

Diplomarbeit

44 Seiten

Universität Zürich, Zoologisches Institut, Abteilung Ethologie und Wildforschung
Supervisor: Prof. Dr. H. Kummer
Zoo Zürich

Zusammenfassung:

Siehe hier

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 14:16

FAIVRE, C. (1995)

Strukturierung eines Geheges für Nasenbären (Nasua nasua) im Hinblick auf eine Gemeinschaftshaltung mit Brillenbären (Tremarctos ornatus).

Diplomarbeit

29 Seiten

Universität Zürich, Zoologisches Institut, Abteilung Ethologie und Wildforschung
Supervisor: Prof. Dr. H. Kummer
Zoo Zürich

Zusammenfassung:

Siehe hier

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 09:41

SCHERER, F. (2008)

Beschäftigung von Brillenbären (Tremarctos ornatus) im Basler Zoo.

Diplomarbeit

88 Seiten

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Forstzoologisches Institut, Arbeitsbereich Wildtierökologie und Wildtiermanagement
Referent: Prof. Dr. Ilse Storch, Korreferent: Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter R. Pelz
Zoo Basel

Zusammenfassung: siehe hier

Summary: see here

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 08:18

KRÄMER, M. (2001)

Saisonalität der Nahrungsaufnahme bei Grizzlybären (Ursus arctos horribilis) und Brillenbären (Tremarctos ornatus) im Kölner Zoo.

Diplomarbeit

104 Seiten

Math.-Nat. Fakultät, Universität zu Köln
Leitung: Prof. Dr. G. Nogge
Zoo Köln

Zusammenfassung:

Die in nördlichen Breiten vorkommenden Grizzlybären und die Brillenbären der Anden leben in der Natur in ganz unterschiedlichen Breitengraden, was eine jahreszeitlich unterschiedliche Verfügbarkeit der Nahrung der Bären impliziert. Bei den Brillenbären ist nicht mit einer quantitativen Nahrungsknappheit zu einer bestimmen Jahreszeit zu rechnen, während die Grizzlybären je nach Lebensraum starken Wintern mit spärlichem Futterangebot ausgesetzt sind. Die Grizzlybären zeigen als Anpassung an Futterknappheit im Winter in der Wildbahn die Winterruhe, während ein solcher Fastenzustand bei Brillenbären nicht vorkommt.

In dieser Arbeit wurde der saisonale Futterverbrauch von Grizzlybären und Brillenbären im Kölner Zoo untersucht. Weiterhin wurden die Nahrungsmittelwahl und die qualitative Zusammensetzung von Energieangebot und -verbrauch sowie die Nährstoffaufnahme der Bären untersucht.
Hierzu wurden die zwei Grizzly- und die zwei Brillenbären im Frühjahr, Spätsommer und Winter jeweils 10 Tage lang beobachtet. Es wurden durch Wiegen der Nahrung das Futterangebot und durch Beobachten der Nahrungsaufnahme der Futterverbrauch erfasst.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Grizzlybären im Spätsommer deutlich mehr fressen als im Frühjahr und im Winter. Dagegen liegt die Nahrungsaufnahme im Frühjahr nicht wesentlich höher als im Winter (ein Tier frass im Winter sogar mehr als im Frühjahr). Die Brillenbären zeigen ebenfalls eine im Spätsommer erhöhte Futteraufnahme im Vergleich zu Frühjahr und Winter, die der der Grizzlys jedoch nicht gleichkommt. Beim Vergleich Fühjahr-Winter zeigen beide Brillenbären keine Gemeinsamkeiten: während das eine Tier in beiden Jahreszeiten einen ähnlich hohen Futterkonsum zeigt, ist dieser bei dem anderen Tier im Winter deutlich höher als im Frühjahr. Bezüglich der Nahrungswahl ergibt sich, dass beide Bärenarten energiereiche Nahrung bevorzugen: Bei den Grizzlys erreicht das Fleisch die höschsten Verbrauchswerte, bei den Brillenbären die Erdnüsse und das Brot.Die Energieaufnahme setzt sich bei den Grizzlybären im Frühjahr aus einem höheren Proteinanteil zusammen als zu allen anderen Jahreszeiten, während der Kohlenhydratanteil im Spätsommer noch dominanter ist als in den anderen Jahreszeiten. Im Winter ist der relative Fettanteil der Energieaufnahme von allen Jahreszeiten am höchsten.Die Brillenbären zeigen ähnliche Tenddenzen, jedoch abgeschwächter und mit einem stets höheren Kohlenhydratanteil in allen Jahreszeiten als bei den Grizzlys (aufgrund der vegetarischen Ernährung ist das Proteinangebot der Brillenbären im Vergleich zu dem der auch mit Fleisch gefütterten Grizzlys geringer). Gemeinsam ist allen Bären ein hoher relativer Fettanteil in der Energieaufnahme im Winter.

Die Erfassung der Nàhrstoffaufnahme zeigt eine mögliche Unter- und Überversorgung mit bestimmten Nährstoffen an. Zugrunde gelegt sind hierbei die Bedarfswerte des Hundes. Hierbei sind die eentuellen Unterversorgungen bei den Brillenbären (z.B. mit Mineralstoffen oder bestimmten Aminosäuren) stärker als bei den Grizzlybären, möglicherweise aufgrund der vegetarischen Ernährung. Hierzu wären weitere Untersuchungen unter Einbeziehung der Resorption notwendig.

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Donnerstag, 14 Juni 2018 13:53

GRAFFE, K. (1995)

Untersuchungen zur Nahrungsaufnahmeregulation und Verdauung bei Brillenbären (Tremarctos ornatus) im Kölner Zoo.

Diplomarbeit

109 Seiten

Math.-Nat. Fakultät, Universität zu Köln
Leitung: Prof. Dr. G. Nogge
Zoo Köln

Zusammenfassung:

Als Grundlage dieser Arbeit dienten Untersuchungen zum möglichen Zusammenhang zwischen Nahrungsaufnahme und Verhaltensstörungen und Versuche, die die Darmpassagedauer für verschiedene Samen bei Brillenbären bestimmen sollten. Zudem wurden beide Versuchsreihen hinsichtlich der Mechanismen zur Nahrungsaufnahmeregulation ausgewertet.

Die Versuche zu den Verhaltensstörungen fanden von März bis Mai 1995 statt. Dabei wurde den Brillenbären Sally und Baran ihre Hauptmahlzeit derart angeboten, dass die Nahrungsaufnahme mehr Aufwand erforderte. Das Verhalten der beiden Tiere, 90 Minuten vor und nach diesen Mahlzeiten, wurde protokolliert und hinsichtlich des Anteils von Verhaltensstörungen während dieser Zeit ausgewertet. Es zeigte sich, dass Barans Anteil von Verhaltensstörungen am Gesamtverhalten während dieser Zeit vom veränderten Fütterungsmodus unbeeinflusst blieb. Sally dagegen, reduzierte ihre Verhaltensstörungen im Laufe der Versuche. Diese Verringerung könnte als Auswirkung des veränderten Fütterungsmodus angesehen werden.

Höchstwahrscheinlich haben die Verhaltensstörungen der Kölner Brillenbären verschiedene Ursachen, sozialer Stress könnte einer davon sein.

Ein Projekt der Universität Durham beschäftigt sich mit der Rolle des Brillenbären als Samenverbreiter in seinem Habitat. Als Voraussetzung für Versuche im Freiland sind Vorversuche nötig, die in Zoologischen Gärten durchgeführt werden sollen. Sie sollen Informationen zur Dauer der Darmpassage und zum Nahrungsaufnahmeverhalten liefern. Im Oktober/November 1994 und Juli/August 1995 fanden im Rahmen meiner Arbeit Versuche zu dieser Thematik statt. Neben den beiden Brillenbären Susan und Baran nahmen drei weitere Brillenbären des Zoo Dortmund an Versuchen zur Dauer der Darmpassage teil. Die Versuche in Dortmund wurden von zwei Praktikantinnen durchgeführt, die Ergebnisse gehen nur teilweise in meine Arbeit ein. Die Untersuchungen ergaben, dass der Brillenbär mit großer Wahrscheinlichkeit für ein breites Spektrum an Samen als Verbreiter in Frage kommt, da die Focustiere Samen bis zu einer Größe von Kirschenkernen zumindest teilweise aufnahmen. Bären im Freiland haben ein breites Nahrungsspektrum, zu dem auch Früchte mit sehr großen Kernen gehören. Wenigen Beobachtungen zufolge nehmen sie diese auch auf.

Die Darmpassagedauer für verschiedene Samen der Größe von Kiwisamen bis Kirschsamen lag meist innerhalb von 24 Stunden. Der Ausschedungsverlauf war sehr variabel.

Ob der Brillenbär wirklich als Samenverbreiter in frage kommt, kann erst dann geklärt werden, wenn mehr über sein Verhalten in der Zeit zwischen Aufnahme der Samen und Ausschedung gekannt ist und die Keimfähigkeit der Samen, für die er als Verbreiter in Frage kommt, nach der Passage unterucht wurde.

Zur Nahrungsaufnahmeregulation lässt sich sagen, dass die Akzeptanz verschiedener Fürchte bei allen untersuchten Brillenbären (Sally, Susan, Baran, Concka, Cise und Inca) individuell verschieden ist. Stärke der Fressmotivation  und der Geschmack spielen eine Rolle. War die Nahrungsaufnahme während der Versuche zu den Verhaltensstörungen mit mehr Aufwand verbunden, reduzierten beide Bären die aufgenommene Futtermenge. Allen untersuchten Brillenbären ist eine Abneigung gegen faserige oder harte Fruchtbestandteile gemeinsam, die auch bei freilebenden Individuen beobachtet werden konnte. Hormone beeinflussen möglicherweise die Fressmotivation.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 12:42

WELTER, M. (2010)

Food intake and feeding behaviour in captive Andean bears (Tremarctos ornatus) and Malayan sun bears (Helarctos malayanus).

Master Thesis

124 Seiten

Zoologisches Institut Universität Köln
Betreuung: T. Ziegler, L. Kolter, H. Arndt
Kölner Zoo

Zusammenfassung:

Der in Südamerika beheimatete Brillenbär (Tremarctos ornatus), einziger noch lebender Vertreter der Kurzschnauzenbären (Tremarctinae), gehört mittlerweile zu den bedrohten Tierarten dieser Erde (IUCN Red List, 2009). Um die noch existierenden Bärenpopulationen Südamerikas noch weitestgehend erhalten zu können, ist es von Nöten, möglichst viele Informationen über die Ökologie dieser Tierart zu sammeln. In diesem Zusammenhang beobachteten Paisley und Garshelis 2006 Brillenbären, welche sich in eine höher gelegene Graslandschaft Boliviens zurückgezogen hatten und sich hier fast ausschließlich von Bromelien ernährten. Die beiden Forscher gingen davon aus, dass die Brillenbären in solchen Gebieten aufgrund der hohen Futterdichte schneller gesättigt seien als Bärenarten, die auf der Futtersuche weite Strecken zurücklegen müssen (Welch et al., 1997). Folglich müssten Brillenbären weniger Zeit in Nahrungssuche investieren und könnten den Rest des Tages im Ruhezustand verbringen. Die Ergebnisse von 2006 zeigten jedoch, dass das Aktivitätsbudget der Brillenbären dem aller anderen Bären sehr stark ähnelt, so dass Paisley und Garshelis ihre Anfangshypothese verwerfen mussten. Warum die Brillenbären jedoch so ein derart hohes Aktivitätsbudget trotz hoher Futterdichten aufwiesen ist bis heute nicht geklärt. In der folgenden Studie soll nun geklärt werden, ob das Aktivitätsbudget der Brillenbären möglicherweise durch ein, im Gegensatz zu anderen Bären, verändertes Nahrungsaufnahmeverhalten zustande kommt. Es wäre durchaus möglich, dass der Brillenbär die Nahrung mechanisch besser verarbeitet. Folglich würde er mehr Zeit benötigen um eine gewisse Menge an Futter aufzunehmen, was die von Paisley und Garshelis (2006) gemessene erhöhte Aktivität zumindest teilweise erklären würde. Um diese Hypothese zu testen, werden in dieser Studie die Anzahl der Bissen pro Futtermittel, die Kauzeit (min) pro Futtermittel, die Kauschläge pro Futtermittel sowie die Gesamtfresszeit (min) pro Futtermittel von vier Brillenbären aus dem Zoo Zürich mit den Werten von vier Malaienbären aus dem Kölner Zoo verglichen. Um weitere Vergleiche mit früheren Studien zu ermöglichen, werden die Daten in die folgenden sechs Variabeln umgerechnet: Kaufrequenz [Kauschläge/Kauzeit (min)], Kaurate (Kauschläge/ g Trockengewicht), Bissgröße  (g Trockengewicht/Bissen), Bissrate (Bissen/min), Aufnahmerate [g Trockengewicht/ Kauzeit (min)] und Manipulationszeit (min). Zusätzlich werden die beiden Arten auch noch im Hinblick auf unterschiedliche Kotpartikelgrößen untersucht (Vibrotronic Typ VE 1; Retsch; Germany). Anhand dieser Studie konnte die Hypothese belegt werden, dass Brillenbären eine geringere Aufnahmerate [g Trockengewicht/ Kauzeit (min)] als Malaienbären haben. Dabei wird die Aufnahmerate [g Trockengewicht/ Kauzeit (min)] der Brillenbären einmal durch ein spezielles Kauverhalten mit einer geringeren Kaufrequenz [Kauschläge/Kauzeit (min)] und einer erhöhten Kaurate (Kauschläge/ g Trockengewicht) beeinflusst. Des Weiteren zeigen sich auch im Bissverhalten Unterschiede zum Malaienbären insofern, dass die Brillenbären eine geringere Bissgröße (g Trockengewicht/Bissen) sowie eine geringere Bissrate (Bissen/min) haben. Da sie zusätzlich auch noch eine höhere Manipulationszeit (min) aufweisen, können sie in einem gewissen Zeitraum nicht so viel Futter aufnehmen wie Malaienbären. Was jedoch die Kotpartikelgröße betrifft, so konnte die der Studie zugrunde liegende Hypothese nicht bestätigt werden. Tatsächlich waren die Kotpartikel der Brillenbären in dieser Studie größer als die der Malaienbären. Die unterschiedlichen Fressverhalten dieser Studie lassen sich wahrscheinlich auf die spezielle Schädelmorphologie der Brillenbären zurückführen. Da Brillenbären im Vergleich zu Malaienbären ein höher gelegenes Kiefergelenk haben, können sie ihr Maul nicht derart weit öffnen (Engels, 2007). Dies würde erklären, warum sie im Vergleich zum Malaienbären kleinere Bissgrößen (g Trockengewicht/Bissen) aufweisen. Des Weiteren erlaubt die Kiefergelenkhöhe ein energiesparenderes Kauen (Arendsen de Wolff-Exalto, 1951 cf. Davis, 1955), so dass die Brillenbären möglicherweise länger kauen können und deshalb einen erhöhte Kaufrate (Kauschläge/g Trockengewicht) haben. Zusätzlich dazu sind die Kaumuskeln der Brillenbären besser entwickelt, (Davis, 1955) so dass die Brillenbären fester zubeißen können. Da intensives Kauen jedoch zeitaufwendig ist, haben die Tiere eine geringere Kaufrequenz [Kauschläge/Kauzeit (min)]. Das zeitaufwendigere Kau- und Beißverhalten der Brillenbären führt letztendlich dazu, dass sich auch ihre Aufnahmerate [g Trockengewicht/Kauzeit (min)] verringert. Im Hinblick auf die Kotuntersuchungen kann festgehalten werden, dass trotz des intensiven Kauverhaltens, Brillenbären größere Kotpartikel haben als Malaienbären. Deshalb wird davon ausgegangen, dass das intensive Kauverhalten nicht primär dazu dient die Nahrung möglichst weit zu zerkleinern, sondern nötig ist, um das Futter überhaupt auf eine verdaubare Partikelgröße zu reduzieren.

Abstract:

Little is known about the ecology and distribution of the Andean bear (Tremarctos ornatus), the only surviving of the family of Ursidae in South-America (Wilson & Mittermeier, 2009). Yet, as for many vulnerable species, the lack of information about ecology and distribution often makes it really difficult to develop adequate management strategies and conservation plans (IUCN Red List, 2009). Therefore, research on ecology of wild Andean bear population is still going on these days. In this context, a recent study (Paisley & Garshelis, 2006) analyzed feeding behaviour of Andean bears living in bromeliad-rich high altitude mixed grassland-cloud forests of Bolivia where researchers assumed bears to “fulfil their foraging needs in less time (…) than bears that depend mainly on small, scattered fruits, which take more time to find in quantities sufficient to satiate a bear” (Welch et al., 1997). However, their results revealed similar activity patterns for Andean bears and other foraging bear species (Paisley & Garshelis, 2006). In this study, I hypothesise that the fine structure of feeding behaviour, in particular the masticatory behaviour, of Andean bears is different from that of the ursinae species in a way that Andean bears need more time to process a certain amount of food. In other words, Andean bears have lower intake rates than the ursinae bears, explaining thereby at least partly the amazingly high activity patterns found by Paisley and Garshelis (2006). To test this hypothesis, the bite number per food item, the chewing time (min) per food item, the chewing slaps per food item and the feeding time (min) per food item of four captive Andean bears from Zurich Zoo are determined by means of the focal sampling method and continuous recording (Martin & Bateson, 1994) and compared to that of four captive Malayan sun bears from Cologne Zoo. For further comparison with other studies, these data are transformed into the six variables chewing frequency [slaps/chewing time (min)], chewing rate (slaps/g dry weight), bite size (g dry weight/bite), bite rate (bites/min), intake rate [g dry weight/chewing time (min)] and manipulation time (min). Additionally, scat particle size of both bear species is determined by means of the filter machine Vibrotronic Typ VE 1 (Retsch; Germany). The present study reveals that Andean bears effectively have lower intake rates [g dry weight/chewing time (min)] in comparison to Malayan sun bears. Principal causes are differences in chewing and biting activity as well as in food manipulation. The study clearly shows that Andean bears have lower bite sizes (g dry weight/bite) and lower bite rates (bites/min) and additionally display lower chewing frequencies [slaps/chewing time (min)] and higher chewing rates (slaps/g dry weight). Moreover, Andean bears manipulate more while feeding. Thus, in comparison to Malayan sun bears, Andean bears take smaller bites and process them more intensively, so that they need more time to ingest a certain food quantity. However, even though their food is highly processed, Andean bears produce bigger scat particles than Malayan sun bears. This particular feeding behaviour can at least be partly explained by the particular cranio-dental morphology of Andean bears. In fact, the skull morphology of Andean bears differs from that of the ursinae species in the position of the mandibular articulation (Engels, 2007) and the development of the different masticatory muscles (Davis, 1955). Thereby, the higher mandibular articulation reduces the relative muzzle opening (Engels, 2007), so that Andean bears are not able to ingest big food bites. Furthermore, the high mandibular articulation allows a better distribution of the masticatory pressure over the whole toothrow (Arendsen de Wolff-Exalto, 1951 cf. Davis, 1955), allowing Andean bears to save energy while chewing and thus explaining the elevated chewing rates (slaps/g dry weight). In addition, the masticatory muscles, especially the masseter zygomaticomandibularis (Davis, 1955) are highly developed and create such intense forces that fast chewing is not possible, so that the chewing frequency [slaps/chewing time (min)] is reduced. As the food intake and consequently the intake rate [g dry weight/chewing time (min)] are influenced simultaneously by chewing and biting behaviour, the differences measured in chewing and biting activities lead to the observed reduction in food intake. However, even though Andean bears intensively process their food, their scat particle size is not reduced in comparison to Malayan sun bears. In contrast, their scat particles are even bigger. Thus, I assume that the intense chewing and biting activities of Andean bears are not primarily thought to crush the food into extremely small particles. I rather suppose that Andean bears need to perform these intensive behaviour to reduce the food into particles small enough to be digested.

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Donnerstag, 14 Juni 2018 12:33

Brillenbär

Überordnung: LAURASIATHERIA
Ordnung: Raubtiere (CARNIVORA)
Taxon ohne Rang: Landraubtiere (FISSIPEDIA)
Unterordnung: Hundeartige (Caniformia)
Familie: Bären (Ursidae)
Unterfamilie: Kurzschnauzenbären (Tremarctinae)

D VU 650

EEPBrillenbär

Tremarctos ornatus • The Spectacled Bear • L'ours à lunettes

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Brillenbär (Tremarctos ornatus) im Zoo Las Leyendas, Lima © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

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Approximative Verbreitung des Brillenbären (Tremarctos ornatus)

 

 

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Brillenbär (Tremarctos ornatus) im Zoo Doué-la-Fontaine © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

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Brillenbär (Tremarctos ornatus) im Zoo Dortmund © Klaus Rudloff, Berlin

 

 

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Brillenbär (Tremarctos ornatus) im Tierpark Berlin © Klaus Rudloff, Berlin

 

 

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Brillenbär (Tremarctos ornatus) im Zoo Basel © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

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Junger Brillenbär (Tremarctos ornatus) im Tierpark Berlin © Carlos Frey, TP Berlin (Pressefoto)

 

 

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Junger Brillenbär (Tremarctos ornatus) im Tierpark Berlin © Klaus Rudloff, Berlin

 

 

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In den Kletterbäumen spielende Brillenbären (Tremarctos ornatus) im Zoo Zürich © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

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Junger Brillenbär (Tremarctos ornatus) erklettert Baum im Tierpark Berlin © Carlos Frey, TP Berlin (Pressefoto)

 

 

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Brillenbär (Tremarctos ornatus) im Sommer im Tiergarten Schönbrunn © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

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Brillenbär (Tremarctos ornatus) im Winter im Tiergarten Schönbrunn © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

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Brillenbärenmutter (Tremarctos ornatus) mit Jungtier im Tierpark Berlin © Carlos Frey, TP Berlin (Pressefoto)

 

 

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Brillenbären (Tremarctos ornatus) im Tiergarten Schönbrunn © Harald Seitz / TG Schönbrunn

 

 

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Brillenbärmotiv auf Briefmarke der DDR, 20 Pf.

 

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Der gefährdete "Ucumari" der Indios ist ein eher kleiner Bär. Es sind recht attraktive Tiere, die sich gut als Botschafter für Natur- und Artenschutzprojekte im tropischen Südamerika eignen. Aber trotz Internationalem Zuchtbuch und Förderung durch ein regionales Erhaltungszuchtprogramm ist die Zahl der europäischen Zoos, in denen sie zu sehen sind, recht gering.

Körperbau und Körperfunktionen

Der Brillenbär ist ein kleinerer Vertreter seiner Familie. Seine Kopf-Rumpflänge beträgt 100-180(-190) cm, die Schulterhöhe etwa 60-80 cm, die Schwanzlänge etwa 7 cm. Es gibt einen deutlichen Geschlechtsdimorphismus: Bären werden 100-175(-20) kg, Bärinnen nur 60-80 kg schwer.  Die Schnauze ist kurz, die Ohren sind klein. Das raue Fell besteht aus bis zu 12 cm langen Haaren. Es ist schwarz oder schwarzbraun, die Schnauze ist hell und es ist eine weiße, cremefarbene oder beige Kopf- (Brille!) und Brustzeichnung vorhanden, die enorm variabel ist. Man vergleiche dazu die nebenstehenden Bilder [2; 19].

Verbreitung

Tropische Anden: Bolivien, Ekuador, Kolumbien, Peru, Venezuela, möglicherweise Nordargentinien [16].

Lebensraum und Lebensweise

Brillenbären besiedeln tropische Trockenwälder, Tropische Tiefland-Regen- und Höhenwälder, darunter die Yungas, Busch sowie Grasland und Páramo der Hochanden. Sie werden in Höhenlagen von 200 bis über 4'750 m angetroffen. Sie sind Einzelgänger oder leben in temporären Mutterfamilien. Sie machen keine Winterruhe, sind hauptsächlich tag- und dämmerungsaktiv, gute Kletterer und errichten auf Bäumen oder am Boden Schlafnester [16; 19]. Manche Brillenbären sind wasserscheu, andere gehen ins Wasser, und im Zoo Zürich hat ein Brillenbär gar eine Peposakaente in einem Wassergraben gefangen.

Zur Deckung seines Nahrungsbedarfs benötigt ein Individuum, je nach Angebot,  ein Streifgebiet von etwa 10 - 150 km², dabei können sich die Streifgebiete von männlichen und weiblichen Tieren überlappen. Die Streifgebiete der Bären sind größer als jene der Bärinnen und werden olfaktorisch markiert so, wie dies Braunbären tun [9; 19].

Brillenbären sind Allesfresser, wobei Pflanzenkost überwiegt. Eine besonders wichtige Nahrungskomponente sind Tillandsien und andere Bromeliaceen. Auch Blattstiele von Palmen und Bambusschoße werden gerne gefressen. In der Nähe von Siedlungen suchen die Bären Maisfelder heim. Sie fressen Wirbellose aller Art und schlagen gelegentlich Hirsche, Bergtapire oder landwirtschaftliche Nutztiere oder fressen deren Aas. Saisonal bilden Früchte die Hauptkomponente ihrer Nahrung [16; 19].

Die Tragzeit beträgt 5.5 - 8.5 Monate, wobei die weite Spanne dadurch bedingt ist, dass die bei Bären übliche Keimruhe unterschiedlich lang sein kann. Meist werden 1-2 Junge geboren, selten mehr. Die Bärinnen bekommen mit 4-7 Jahren erstmals Nachwuchs. Das Geburtsintervall liegt in der Regel bei zwei Jahren. Auf der Nordhalbkugel werden die Jungen von Dezember- Februar geboren, im natürlichen Areal hauptsächlich von Mai-Oktober [19].

HEDIGER [9] berichtet von einer intelligenten Kooperation der Brillenbären zur Futterbeschaffung: Um Pflanzen von der Randbepflanzung der Kunstfelswand herunterzuholen, schleppte das Paar des Basler Zoos einen Wurzelstrunk an den Fuß der Wand, stellte ihn hochkant auf, der größere Mann kletterte hinauf und wurde vom Weibchen so gestützt, dass er sich zu voller Länge aufrichten und das Laub herunterreißen konnte.

Gefährdung und Schutz

Die Bestände des Brillenbären gehen ständig zurück. Dies ist vor allem der Lebensraumzerstörung und der illegalen Jagd zuzuschreiben. Obwohl bereits einige Schutzgebiet für diese Art geschaffen wurden, ist eine weitere Bestandesabnahme vorherzusehen, wozu auch der Klimawandel beitragen wird. Deshalb wird die Art seit 1982, letztmals überprüft 2016, als gefährdet eingestuft (Rote Liste: VULNERABLE).

Der internationale Handel ist seit dem 1. Juli 1975 durch CITES-Anhang I eingeschränkt.

Bedeutung für den Menschen

Wirtschaftliche Bedeutung: Brillenbären werden zur Gewinnung von Körperteilen für volksmedizinische oder kultische Zwecke illegal gejagt, gewerblicher Handel dürfte eine untergeordnete Rolle spielen [16]. Der legale internationale Handel mit Teilen und Erzeugnissen ist sehr limitiert, weil die Art seit 1975 unter CITES-Anhang I fällt. Es wurden geringe Mengen von Haaren, Hautstücken und "Specimens" (vermutlich Wissenschaftsmaterial) aus den Ursprungsländern exportiert. Rückschlüsse auf die Zahl der betroffenen Individuen lassen sich aus der Statistik nicht ziehen. Von 1977-2017 wurde im Rahmen von CITES die Ausfuhr von je 2 lebenden Wildfängen aus Ekuador und Peru registriert. Im selben Zeitraum wurden 137 Nachzuchttiere international verschoben, wovon 42 aus der Schweiz und 29 aus Deutschland stammten [3; 14].

Haltung im Zoo

Brillenbären können in entsprechend strukturierten Gehegen gemeinsam mit Nasenbären gehalten werden, z.B. im Zoo Zürich [5], auch eine Haltung zusammen mit Primaten ist möglich und wird z.B. im Zoo Frankfurt praktiziert. Es gibt ein Internationales Zuchtbuch, das am Jersey Zoo geführt wird und in dem 253 lebende Tiere in 101 Institutionen registriert sind [IZY 52, Daten bis November 2017]. Die Welterstzucht gelang dem Zoo Buenos Aires. Dort wurde von einem aus Ekuador importierten Zuchtpaar 1945 ein nicht lebensfähiges Junges geboren und 1947 Zwillinge, die erfolgreich aufgezogen und 1949 an den Zoo Basel gesandt wurden [9]. Brillenbären können im Zoo ein Alter von 39 Jahren erreichen [17].

Haltung in europäischen Zoos:
 Die Art wird in rund zwei Dutzend Zoos gehalten, von denen sich über ein Drittel im deutschsprachigen Raum befinden. Für Details siehe Zootierliste.

Seit 1987 gibt es ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm (EEP), das von 1993-2017 vom Kölner Zoo koordiniert wurde und ab 2018 vom Tierpark Berlin. Die Europäische Erstzucht verzeichnete der Zoo Basel am 17. Februar 1953 [9]. Die Bärenspezialisten-Gruppe der EAZA hat Empfehlungen für Bau und Gestaltung neuer, die sinnvolle Verwendung alter Anlagen sowie den Einsatz von Programmen zur Umweltanreicherung herausgegeben [10; 15].

Wie Brillenbären gehalten werden (Beispiel):
Nebelwald im Zoo Zürich ZOOLEX Gallery (siehe auch GAILLARD [7])

Forschung im Zoo: Brillenbären sind beliebte Studienobjekte für Doktor-, Diplom- und Examensarbeiten. Dabei kann es um Grundlagenforschung gehen, etwa zur Anatomie, Ontogenese, Physiologie oder Ethologie, aber auch um die Prüfung und gegebenenfalls Optimierung der Haltungsbedingungen und somit zur Erhöhung des Tierwohls, wie etwa zur Gruppenzusammensetzung, Umweltanreicherung, Neugestaltung von Anlagen, Fütterung oder Krankheitsgeschehen und tierärztliche Maßnahmen [1; 4; 5, 6, 7, 8; 11; 12; 13; 14; 18].

Mindestanforderungen an Gehege: Das Säugetiergutachten’96 des BMEL sah für ein Außengehege für zwei Brillenbären 150 m² und für jedes weitere Tier zusätzlich 20 m² vor. Das war zweifellos anpassungsbedürftig. Allerdings sollten sich, wie bei anderen solitär lebenden Tieren, die Maße für die Grundeinheit eines Geheges auf ein Einzeltier beziehen und nicht, wie im Säugetiergutachten 2014 des BMEL auf drei Tiere. Weil Bären solitär lebende Tiere sind, ist die Einzelhaltung in vielen Fällen mit weniger Stress verbunden als die Gruppenhaltung. Für bestehende Anlagen wäre demnach eine Fläche von 150 m² für jedes Tier zu fordern, d.h. für drei Tiere 450 m², was in der Größenordnung der Vorgabe des Gutachtens (500 m²) liegt. Dass die Innenboxen in jedem Fall verbindbar sein müssen ist nicht einzusehen, bei Wurfboxen wäre dies ohnehin kontraindiziert. Je nach Konstellation des Stallgebäudes sind unterschiedliche Möglichkeiten denkbar.

Da sich an der Situation, dass Brillenbären ausschließlich in EAZA Zoos gehalten werden, kaum etwas ändern wird, ist davon auszugehen, dass sich Neuanlagen hinsichtlich Dimensionen und Ausstattung an den umfangreichen Empfehlungen der EAZA orientieren werden.

Die Schweizerische Tierschutzverordnung (Stand 2018) schreibt für 1-2 Brillenbären eine Landfläche von 150 m² und ein Wasserbecken von 50 m² mit einer mittleren Tiefe von 1 m vor. Für jeden weiteren Bären ist die Landfläche um 20 und die Wasserfläche um 2 m² zu erhöhen, (was allerdings eine unsinnige Bestimmung ist, weil die Bären ja nicht herdenweise ins Wasser gehen). Für jedes Tier ist eine Schlafbox von 6 m² vorzusehen. Nach der 2. Tierhaltungsverordnung Österreichs (Stand 2018) ist für 1-2 Tiere ein Gehege von 300 m² erforderlich. Ein Badebecken ist nicht vorgeschrieben. Pro Tier ist eine Schlafbox von 8 m² notwendig.

Taxonomie und Nomenklatur

Der Brillenbär wurde vom französischen Naturforscher und Direktor der Ménagerie von Paris, Georges CUVIER, als "Ursus ornatus" beschrieben. Die Gattung Tremarctos, in die er heute gehört, wurde 1855 vom französischen Paläontologen und Zoologen François Louis Paul GERVAISE aufgestellt. Diese bildet eine eigene Unterfamilie. Tremarctos ornatus ist heute die einzige Art dieser Gattung. Es gibt keine Unterarten. Eine zweite Art, der etwa doppelt so große Florida-Höhlenbär (Tremarctos floridanus) aus dem südlichen Nord- und Mittelamerika ist vor etwa 12'000 Jahren ausgestorben [19].

Die ersten detaillierten Kenntnisse über die Lebensweise des "Ucumaris", wie die Indios den Brillenbären nennen, verdanken wir dem Schweizer Naturforscher Johann Jakob von TSCHUDI (1818-1889), der von 1838 bis 1843 Peru und von 1857 bis 1859 Brasilien, die La-Plata-Staaten, Chile, Bolivien und Peru bereits hatte. In einem seiner Reiseberichte beschreibt er auch, wie die Indios die Ucumaris abrichteten, um in den Schmieden die Blasebälge zu betätigen [9]. 

Literatur und Internetquellen

  1. AMBROSCH, J. (2009)
  2. CITES IDENTIFICATION MANUAL
  3. CITES TRADE DATA BASE
  4. DIETERMANN, A. (1996)  
  5. FAIVRE, C. (1995)  
  6. FRIESENBICHLER, K. (2014)
  7. GAILLARD, S. (1995)
  8. GRAFFE, K. (1995)
  9. HEDIGER, H. (1953)
  10. KOLTER, L., KAMPHORST, N.F. & RUVEN, S.A.W. (2007)
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