Donnerstag, 14 Juni 2018 15:53

JONES, R. (2008)

Husbandry Guidelines for the Common Hippopotamus.

Western Sydney Institute of TAFE, Richmond, NSW, Australien.
105 Seiten. Fotos, Grafiken, Tabellen

PDF herunterladen von http://nswfmpa.org/Husbandry%20Manuals/Published%20Manuals/Mammalia/Common%20Hippopotamus.pdf

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 10:41

FISCHER, M. (ed., 200X)

Husbandry Guidelines for the Babirusa (Babyrousa babyrussa) Species Survival Plan.

83 Seiten. St. Louis Zoo. (undatiert)

Einleitung:

Effective management of the babirusa requires proper housing. This chapter of the Husbandry Guidelines for the Babirusa SSP is a compilation of a survey sent to eight institutions housing babirusa. Using the survey results and the AZA Mammal Standards for wild swine, these guidelines have been developed on the suggested housing of this species in captivity. Managers are a sked to use these guidelines and to report any experiences that may improve the guidelines to the SSP Coordinator. Constructive comments have also been gathered from European zoos housing babirusa.

Babirusa need indoor enclosures and should have the opportunity to spend time in an outdoor enclosure. Housing animals together in pairs and as single sex groups have been successful in North America, Europe and Indonesia. Pregnant sows usually need to be separated from other babirusa prior to parturition, as boars as well as other sows have been known to kill infants.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 16:53

SAMBRAUS, H.H. & SPANNL-FLOR, M. (2006)

Artgemäße Haltung von Yaks.

Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V. (TVT) Merkblatt Nr. 103.
15 Seiten

Volltext herunter laden von: http://www.tierschutz-tvt.de/merkblaetter.html#c5

Einleitung:

Im allgemeinen gilt der Yak als Tierart des Himalaya, also als Tier des Hochgebirges und kalter Regionen. Dort lebt er vorwiegend in Höhen zwischen 2000 und 5000 m. Tatsächlich geht sein Verbreitungsgebiet im Norden aber weit über den Himalaya hinaus. Domestizierte Yaks werden bis in die südlichen Gebiete Sibiriens gehalten. Je weiter er nördlich vorkommt, um so mehr ist er auch in tiefer liegenden Gebieten
anzutreffen.

In Mitteleuropa gibt es domestizierte Yaks außerhalb von Zoos erst seit einigen Jahren und zunächst nur in wenigen größeren Beständen in Oberbayern, in der Schweiz und in Südtirol. Mitunter wird bezweifelt, dass der Yak sich in gemäßigten Zonen halten lässt. Die bisherigen Erfolge sind jedoch ermutigend. Wesentlich ist, dass in der Haltung grundsätzliche Bedürfnisse dieser Tierart berücksichtigt werden.

Das vorliegende Merkblatt soll deutlich machen, unter welchen Bedingungen domestizierte Yaks in Mitteleuropa gehalten werden können. Diese Tiere stehen zwar Hausrindern nahe, haben aber doch eine deutlich andere Lebensweise.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 17:14

KOHLHAUSE, S. (2009)

Interindividuelle Unterschiede in der Reaktion auf psychosozialen Stress bei Spitzhörnchen (Tupaia belangeri).

171 Seiten. Verlag Deutsche Veterinärmedizinische Gesellschaft Service GmbH, Gießen. ISBN 3941703005, 9783941703001.

Volltext

Zusammenfassung:

Die Stressreaktion eines Säugetiers wird von vielen Faktoren beeinflusst und die Stressantwort auf ein und denselben Stressor kann bei zwei Individuen völlig verschieden ausfallen. Während beispielsweise einige Parameter unter Stressbedingungen starke Veränderungen erfahren, können bei anderen nur minimale Unterschiede ermittelt werden. Diese individuellen Unterschiede mithilfe einfach zu bestimmender, nicht-invasiver Methoden vorhersagen zu können, würde einen großen Vorteil bei der Erforschung spezieller Bereiche der Stressantwort ermöglichen. Ein etabliertes experimentelles Stress-Modell ist die Anwendung von chronischem, psychosozialem Stress bei Tupaia belangeri, die sich für die Stressforschung durch ihr ausgeprägtes territoriales Verhalten besonders eignen. Das Ziel der vorliegenden Arbeit lag deshalb darin, verschiedene Parameter auf ihre prädiktive Potenz hin zu testen. Dabei zeigte sich, dass man anhand von Alter, Gewicht, den basalen Hormonspiegeln und der lokomotorischen Aktivität Aussagen über das Ausmaß der Stressreaktion treffen kann. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse ist bei der Planung eines Experiments eine selektive Auswahl von Versuchstieren möglich. Möchte man beispielsweise Veränderungen der Körperkerntemperatur unter Stressbedingungen untersuchen, ist es empfehlenswert, jüngere Tiere in die Experimente einzubeziehen. Hingegen sind Veränderungen des Schlafrhythmus aufgrund der stärkeren Ausprägung besser bei älteren Tieren zu beobachten. Diese Ergebnisse könnten in Zukunft die Erforschung von individuellen Stressreaktionen erleichtern.

Abstract:

The stress response of the organism depends on a variety of criteria and the same stressor can elicit totally different stress responses in distinct individuals. Every animal shows its individual stress response, possibly with clear changes in some parameters or virtually no changes in others. The prediction of such individual stress responses via methods which are both easy to assess and non-invasive would provide significant advantage for the experimental design in the field of stress research. The model of chronic psychosocial stress in Tupaia belangeri was elaborated in the recent years and is based on the pronounced territoriality of the animals. The aim of the present study was to test a variety of parameters as potential predictors for the individual stress responses. It could be shown that the age of the animals, basal body weight, baseline hormone levels and locomotor activity can serve as predictors for the extent of the stress response with respective to certain parameters. The present data provide valuable information for further studies on individual stress responses. On the basis of the present results it is now possible to select individual male Tupaia belangeri according to their baseline values in distinct physiological parameters. For example, if the focus is on the stress induced changes in body temperature it is advisable to select younger animals whereas alterations in the sleep rhythm can be better observed in older animals.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 09:11

WEISS, M. (2010)

Environmental Enrichment als Beitrag zu einer artgerechtenTierhaltung – Entwicklung und Erprobung eines Programms und neuer Objekte für eine Orang-Utan-Gruppe (Pongo abelii)  in der ZOOMErlebniswelt Gelsenkirchen.

Environmental enrichment as a part of species appropriate animal husbandry – Developement and Investigation of a programme and new devicesfor a group of orang-utans (Pongo abelii) in the ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen.

Bachelorarbeit

75 Seiten

Ganzer Text

Fakultät für Biologie und Biotechnologie, Ruhr-Universität Bochum
Betreuer: Prof. Dr. Wolfgang H. Kirchner
Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen

Zusammenfassung:

Die artgerechte Haltung von Zootieren wird gleichermasen von Tierschutzern und Zoobesuchern gefordert. Sie ist in den Leitbildern der zoologischen Garten und Tierparks verankert und stellt einen Grund fur die standige Modernisierung der Anlagen dar. Jedoch reicht die Konstruktion eines grosen Geheges, diverser Ruckzugsmoglichkeiten und ggf. geraumiger Innenanlagen nicht aus, um dieses Ziel zu erreichen: Besonders bei der Menschenaffenhaltung ist zusatzlich ein vielseitiges und anspruchsvolles Environmental Enrichment unentbehrlich.

Ziel dieser Arbeit war daher die Entwicklung eines Enrichment-Programms sowie neuer Enrichment-Objekte fur die Orang-Utan-Gruppe (1,4) der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen. Orang-Utans zeigen in der Natur ein deutlich hoheres Aktivitatsausmas als in Gefangenschaft, wobei ein Grosteil ihrer Aktivitat auf die Nahrungssuche entfallt. Als grostes und schwerstes baumlebendes Saugetier stellen sich den Orang-Utans dabei vor allem bei der Fortbewegung, der Nahrungssuche und dem Nahrungserwerb grose korperliche und kognitive Anforderungen. Da diese in Gefangenschaft meist fehlen bzw. deutlich geringer sind, zeigen die Tiere dort haufig nur einen geringen Anteil aktiver Verhaltensweisen. Bei kognitiv anspruchslosen Beschaftigungsmoglichkeiten kommt es schnell zu einer Gewohnung (Habituation), wodurch die Beschaftigungsdauer mit diesen Methoden abnimmt. Daher sollten Orang-Utans im Rahmen dieser Studie uber einen moglichst grosen Anteil des Tages beschaftigt werden, ohne dass ihre Futtermenge entschieden erhoht wurde. Besonders die Dauer des Nahrungserwerbs sollte dadurch erhoht und die Affen zusatzlich kognitiv gefordert werden. Um die Effektivitat dieses Programms zu uberprufen, wurden die Auswirkungen auf das Verhalten der Gruppe systematisch untersucht. Zusatzlich wurde die Effektivitat der einzelnen Futterungsmethoden und der neu entwickelten Objekte untersucht.

Die Ergebnisse zeigen, dass eine zeitliche Annaherung des Aktivitatsprofils der Gruppe an das Freilandverhalten sowie eine signifikante Erhohung des Nahrungserwerbsverhaltens erreicht werden konnte. Alle Gruppenmitglieder liesen sich mit den im Programm eingesetzten Methoden beschaftigen, ohne dass eine Habituation oder die Zunahme antagonistischer Verhaltensweisen beobachtet wurden. Es wurden jedoch grose individuelle Unterschiede im Interesse und den angewandten Techniken deutlich, sodass festzuhalten ist, dass eine artgerechte Beschaftigung aller Tiere den Einsatz verschiedener Objekte bzw. Methoden erfordert.

Ein differenziertes, systematisches Environmental Enrichment, das auf die individuellen Anspruche der Tiere angepasst wurde und kreative, kognitive und korperliche Herausforderungen kombiniert, ist damit ein wichtiger Bestandteil der artgerechten Haltung von Menschenaffen speziell Orang-Utans in Zoos.

Abstract:

The species appropriate keeping of animals in zoos is demanded equally by animal welfarists and zoo visitors. It is established in the general principles of zoological gardens and therefore a reason for ongoing remodeling of the animals’ enclosures. The construction of a large enclosure with various possibilities to retreat is often not enough to achieve this aim: Especially for a species appropriate great ape husbandry it is essential to have a variable and challenging environmental enrichment.

The objective of this survey was the development of an enrichment programme and new enrichtment devices for the orang-utans (1,4) of the ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen. In the wild, Orang-utans show a distinctly higher activity extend – which mostly constists of foraging – than in captivity. As largest and most heaviest arboreal mammal they have to solve various physical and cognitive challenges during the locomotion and foraging. In captivity these are missing in most cases so that the amount of active behaviours is detectably smaller. Lowbrow enrichment leads quickly to a habituation that verifiably reduces the tenure.

Hence, in this study the orang-utans should be engaged most of the day without increasing the amount of food. Particulary the amount of time needed for foraging should be enhanced and the apes’ cognitive abilities should be encouraged. To investigate the effectivity of this programme the influence on the behaviour was systematically examined. This was complemented by investigation of the effectivity of several feeding methods and new enrichment devices.

The results show a temporal approximation of the group’s activity to the behaviour of free-living animals and a significant increase of the amount of foraging. All group members could be engaged by the feeding methods without signs of habituation or an increase of antagonistic behaviours.

However big individual differences in the interest for the different methods occurred. Therefore, it is important for a species appropriate engagement of all animals to use various objects or methods in an enrichment programme. Thus, a various and systematically environmental enrichment which respects the individual demands and combines creative, cognitive and physical challenges is an important part of species appropriate great ape husbandry (especially orangutans) in zoos.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 14:40

WANKER-STEMPELL, S. (2006)

Der Einfluss der Haltungsbedingungen auf die Mutter-Kind-Beziehung bei drei Unterarten des Tigers (Panthera tigris LINNAEUS, 1758) in zoologischen Gärten.

Housing conditions and their influence on the mother- child- relationship of three subspecies of the tiger in zoological gardens.

Rer. nat. Dissertation

100 Seiten, 20 Abbildungen. Shaker Verlag, Aachen, ISBN-10: 3-8322-5635-0, ISBN-13: 978-3-8322-5635-7, ISSN 0945-0688

Department Biologie der Universität Hamburg
Betreuung: Prof. Dr. J. Parzefall
Verschiedene Zoos in Deutschland (Leipzig, Krefeld, Berlin, Schwerin, Wuppertal, Stuttgart, Halle)

Bezugsquelle für Buch

Zusammenfassung:

Auswilderungsprogramme sind davon abhängig, dass Tiere „normales“ Verhalten zeigen. Um „abnormalem“ Verhalten durch entsprechende Gehege entgegenzuwirken, wurde eine Anzahl von Studien durchgeführt, die den Zusammenhang zwischen dem Verhalten des Tieres und dem Gehege untersuchten. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, arttypisches Verhalten zu messen und somit das Gehege zu beurteilen. Es gibt Untersuchungen, die mit wissenschaftlich zugänglichen Parametern arbeiten, z.B. mit dem Messen des Reproduktionserfolges. Die Frage bei diesen Untersuchungen lautet aber, ob diese Parameter eine tatsächliche Messgröße liefern, um ein Gehege zu beurteilen. Denn letztendlich machen nicht die Paarung und die Geburt den Reproduktionserfolg aus, sondern die mütterliche Aufzucht. Deswegen sollte in dieser Studie untersucht werden, ob durch die Quantität des mütterlichen Elternaufwandes die Beurteilung der Qualität des Geheges möglich ist.
Hierfür wurden in verschiedenen zoologischen Gärten neun Mütter mit ihren insgesamt 17 Jungtieren beobachtet. Es wurden neben den brutpflegerelevanten Verhaltensweisen elf verschiedene Gehegeparameter gemessen und auf einen Zusammenhang zum Elternaufwand untersucht.
Die Ergebnisse multivariater Modelle und einer Diskriminanzfunktionsanalyse zeigen, dass verschiedene Gehegeparameter einen Einfluss auf die Verhaltensweisen innerhalb der Mutter-Kind-Beziehung haben. Es gibt Gehegeparameter mit einem positiven Einfluss auf das Verhalten der Mutter. Die Mütter leckten umso mehr die Jungtiere, je größer die Gesamt- bzw. die Landfläche und je größer die Waldfläche waren. Des Weiteren nahm bei größeren Land- und Waldfläche die Saugdauer zu. Spielverhalten nahm zu, je länger die Besucherfront, je größer die Betonfläche und je kleiner die Sandfläche waren.
Des Weiteren konnte gezeigt werden, dass es Gehegeparameter gibt, die einen negativen Einfluss auf das Verhalten der Mutter haben. Leckverhalten wurde weniger gezeigt, je länger die Besucherfront und je geringer die Strukturierung waren. Die Saugdauer nahm ab, je länger die Besucherfront war. Die Mutter spielte weniger und kürzer mit dem Jungtier, je natürlicher die Gruppenzusammensetzung, je länger die Aufenthaltsdauer draußen, je besser die Aussicht und der Strukturierungsgrad waren.
Beide Auswertungsmethoden zeigen weiterhin, dass den Gehegeparametern eine hierarchische Bedeutung zukommt.
Darüber hinaus gibt es Unterschiede in den gezeigten Verhaltensweisen der Mutter-Kind-Beziehung. Leckverhalten wurde neben dem Spielverhalten am stärksten durch die Gehegeparameter beeinflusst. Da das Lecken den größten mütterlichen Aufwand erfordert, kann diese Verhaltensweise herangezogen werden, um Gehege anhand der Mutter-Kind-Beziehung zu beurteilen.

 Abstract:

Programs to release animals back into the wild depend on animals showing “normal” behaviour. In order to countervail “abnormal” behaviour by corresponding enclosures, a number of surveys have been made that analyse the interrelation between an animal’s behaviour and its enclosure. Thereby, several possibilities of measuring characteristic behaviour exist that can be taken to evaluate enclosures. There are studies working with scientifically accessible parameters, such as measuring the achievement of reproduction. However, the central question in these studies is whether those parameters provide an actual measurement category to assess an enclosure. In the end, not copulation and birth determine the result of reproduction, but rather maternal breeding. Therefore, this study aims at analysing whether a qualitative appraisal of an enclosure is possible by looking at the quantity of maternal effort. For this purpose, nine mothers with their 17 pups have been observed in several zoological gardens. Besides behavioural patterns regarding brood care, eleven different parameters in conjunction with enclosures have been measured and tested if there is a relation to the effort parents put on their pups. The results of multivariate models and a discriminant function- analysis show that there are several parameters having an effect on behavioural patterns within the mother- child relationship. There are enclosure parameters influencing the behaviour of the mother in a positive way. Mothers licked their pups all the more, the larger their land and woodland areas have been. Furthermore, the suction period increased in case of larger areas. Playing habits increased the longer the front for visitors, the larger the concrete surface and the smaller the area covered with sand has been. Additionally it could have been shown that there are enclosure parameters having a negative impact on the mother’s behaviour. Licking behaviour has been shown less, the longer the front for visitors and the less structured enclosures have been. A longer visitor’s front, led to a decrease in the suction period. The mother played fewer and shorter with the pup, in case of more natural composited groups, longer periods outside, a better view and an improved degree of structuring. Both evaluation methods furthermore show the hierarchical importance of enclosure parameters. Moreover, there are differences in the behavioural patterns shown, with regard to the mother- child- relationship. Next to playing tendencies, licking behaviour has been influenced most strongly by enclosure parameters. Due to the fact that licking calls for the most maternal effort, this behaviour can be drawn on to evaluate enclosures by means of mother- child- relationships.

 

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Flugunfähigmachen von Vögeln – Für und Wider.

Der Zoologische Garten (N.F) 82 (5-6):  293-339.

Zusammenfassung:

Techniken des Vogelflugs und biologische Funktionen des Fliegens werden erläutert, Gründe für ein Flugunfähigmachen, wie sie sich aus den Aufgaben und Verpflichtungen der Zoos ergeben, werden dargelegt und Methoden des Flugunfähigmachens werden beschrieben. Die rechtliche Situation in Deutschland und in weiteren Ländern wird vorgestellt. Es wird diskutiert, welche Gründe für und gegen ein Flugunfähigmachen sprechen, inwieweit eine Volierenhaltung zu bevorzugen ist, und ob einer reversiblen oder irreversiblen Methode der Vorzug zu geben ist. Ein Rechtsgutachten kommt zum Schluss, dass auch unter dem deutschen Tierschutzgesetz Eingriffe zum Flugunfähigmachen dann zulässig sind, wenn sie nach tierärztlicher Indikation geboten sind, wobei eine Indikation auch im Sinne der Prävention gesehen werden kann. Im Gegensatz zu Kommentatoren des Deutschen Tierschutzgesetzes betrachten die Autoren das bloße Federstutzen nicht als verbotenen Eingriff. Im Interesse des guten Funktionierens europäischer und internationaler Erhaltungszuchtprogramme wird angeregt, in Analogie zur Gesetzgebung anderer Staaten auch in Deutschland zumindest für bestimmte Vogelarten Eingriffe zum Flugunfähigmachen für generell zulässig zu erklären.

Abstract:

The techniques and biological functions of avian flight are briefly presented. The reasons for rendering zoo birds flightless are explained taking into account the tasks and obligations of modern zoos, and the various deflighting procedures are described. The legal situation regarding deflighting as it currently exists in Germany and other countries is clarified. It is discussed in detail under which circumstances it would be justifiable to render a bird flightless, to what extent keeping the birds in aviaries would be an alternative and whether reversible or irreversible methods should be preferred. A legal opinion has been sought which came to the conclusion that even under the restrictive Animal Welfare Law of Germany interventions to render a bird flightless were admissible if based on veterinary indication on a case-by-case basis. Such indication may be justified by the anticipation that a bird may be injured or die from an accident in future if not deflighted. Contrary to the views of some legal experts commenting on the German Animal Welfare Law the authors consider feather clipping not to be an intervention prohibited under the law. In the interest of the good functioning of european and international breeding programmes the authors suggest that the German legislation should be modified with a view of containing a general derogation for rendering flightless at least certain species of zoo birds.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 11:59

MÜNCHAU, B. (1980)

Zoohaltung von Kameliden.

Vet. med. Dissertation

293 Seiten

Klinik für kleine Klauentiere und forensische Medizin und Ambulatorische Klinik der Tierärztlichen Hochschule Hannover
1. Berichterstatter: Prof. Dr. W. Schulze
Zoo Hannover und andere Zoos in Deutschland und der Schweiz

Zusammenfassung:

Im Verlauf des Wandels der Zootierhaltung innerhalb der letzten Jahrzehnte von der Menagerie zu einer artgemässen, verhaltensgerechten Unterbringung und Pflege in künstlichen Territorien wurde die Aufmerksamkeit der Tierhalter in zunehmendem Masse auf die arteigenen Bedürfnisse der Tiere gelenkt. Um diesen bei der Haltung gerecht werden zu können, bedarf es sowohl der Kenntnisse der Lebensbedürfnisse und des Normalverhaltens der Wildtiere in freier Wildbahn als auch der Erfahrungen, die unter besonderen Lebensumständen wi im Zoo gemacht wurden.

Auf der Basis des Gutachtens über Tierschutzgerechte Haltung von Säugetieren und der Grundsätze moderner Zootierhaltung wurden in 20 Zoologischen Gärten der Bundesrepublik Deutschland, der DDR und der Schweiz Untersuchungen durchgeführt. Anhand eines Fragebogens wurden die Haltungs- und Umweltbedingungen für Kameliden erfasst und vor dem Hintergrund umfangreicher Literatur diskutiert.

Ziel der Arbeit ist es, einen Beitrag zu den Forschungen neuzeitlicher Tiergartenbiologie in Richtung auf die angemessene, artgerechte Nahrung und Pflege sowie eine verhaltensgerechte Unterbringung, wie sie im Tierschutzgesetz (1972) gefordert wird.

Summary:

During the change of keeping animals in zoos from menagery to a housing and care that pays tribute to the species and their conduct in artificial territories for the past decades, the animal keepers attention has increasingly ben drawn upon the specific necessities of the animals. In order to master them, knowledge of the living necessities and the normal behavior of wild animlas in their hunting ground, as well as the experiences made under special living conditions, like in zoos, is necessary.

On the basis of the expert opinion about the adequate housing of mammals and the principles of modern zoology, inquieries were made in 20 zoos in the Federal Republic of Germany, German Democratic Republic and Switzerland. By means of a queastionnaire the keeping and environmental factors were regisered and discussed on the background of extensive literature.

It is the aim of this work to be a contribution to the research of modern zoo biology in the direction of adequate, suitable food and care, as well as a housing that suits the nimals behavior as it is enacted in the Act of Animal Care (1972).

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Donnerstag, 14 Juni 2018 08:35

ANDREEWA, A. (2011)

Chronoethologische Beobachtung zur Reduktion von Sterotypien durch Umstellung des Futterrhythmus bei Sandkatzen (Felis margarita harrisoni) im Zoo Osnabrück.

Bachelorarbeit

100 Seiten

Erstprüfer: PD. Dr. Udo Gansloßer, Zoologisches Institut und Museum Universität Greifswald
Zweitprüfer: apl. Prof. Dr. G. Purschke, Fachbereich Zoologie, Universität Osnabrück
Zoo Osnabrück

Zusammenfassung:

Ziel der Chronoethologie ist es, Erkenntnisse über die Rhythmik zu gewinnen, die  jedem Organismus eigen ist, wie beispielsweise der Schlaf-Wachrhythmus und das  Hungergefühl. Reguliert  werden diese  Vorgänge  durch  ein  Gef€ge  aus  „inneren  Uhren“.  Diese  Inneren  Uhren  haben,  wenn  sie  nicht  durch  periodisch  wiederkehrende Faktoren der Umwelt, die s.g. „Zeitgeber“, synchronisiert werden,  einen je nach Art oder Individuum von 24 Stunden abweichenden Rhythmus. Tiere  in Zoohaltung sind ebenfalls Zeitgebern ausgesetzt, die jedoch aus dem Zooalltag  resultieren,  u.a.  die  künstlichen  Lichtverhältnisse  und  regelmäige Fütterungszeiten.  Sowohl  die  „künstlichen“ Zeitgeber,  die  Zooroutine als  auch der  eingeschränkte Lebensraum können das  Verhalten  der  Tiere  derart  beeinflussen,  dass  es zu einem Unwohlsein und infolgedessen zu Verhaltensstörungen führt.

Solch  eine  Verhaltensstörung  in  Form  von  Bewegungsstereotypie  weist  das Sandkatzenpaar Naji  und  Asahrá  im  Zoo  Osnabrück  auf.  Im  Zuge  dessen  ist  die  Zielsetzung dieser Arbeit, festzustellen, ob eine Äderung des Futterrhythmus von  einer Fütterung auf drei pro Tag zu einer Reduzierung der Stereotypie führt. Die  Beobachtungen  erstrecken  sich  vom 15.11 bis  12.12.2010  und  werden  sowohl  mittels Direktbeobachtungen als auch mit Videoaufzeichnungen durchgeführt. Aus  den Ergebnissen geht hervor, dass sich vor allem das Verhalten von Naji im Laufe  der  Beobachtungen  auffallend  wandelt.  Zeigt  er  anfänglich  noch  ausgeprägte  Pacingphasen, die nachts bis zu sechs Stunden andauern können, so nehmen diese  in  den  darauffolgenden  Wochen  signifikant  ab  und  werden  durch  inaktives  Verhalten  ersetzt.  Im  Vergleich  zu  Naji  zeigt  das  Weibchen  im  Bezug  zur  Umstellung  des  Futterrhythmus  keine  signifikanten  Unterschiede  im  Verhalten,  von leichten Abnahmen des inaktiven und stereotypen Verhaltens abgesehen.  Zum  Ende  der  Beobachtungen  fällt  bei  ihr  allerdings  eine  signifikante  Zunahme  der  Stereotypie  bei  einer  gleichzeitigen  Abnahme  der  Lokomotion  auf,  was  darauf  zurück  zu  führen  ist,  dass  sich Asahrá während dieser  Zeit  in  „Hitze“ (Rolligkeit)  befindet. Die diesbezügliche Reaktion des Männchens ist eine deutliche Zunahme  der aktiven Verhaltensweisen, insbesondere der Lokomotion.

Abstract:

The aim of chronotheology is to gain insight into the rhythmicity which is peculiar  to  every  individual  organism.  „Schlaf-Wach-Rhythmus”  and  hunger  are  only  two  examples  to  which  it  can  be  applied.  These  mechanisms  are  regulated  with  a  structure  of inner  clocks.  The rhythms  of  these  inner  clocks  can  deviate from 24  hours,  unless  they  are  synchronised  by  periodically-recurring environmental  factors,  the  so  called  „Zeitgeber”.  The  extent  of  deviation  differs  from  species  to  species  and  individual  to individual.  Animals  in  a  zoo  are  equally  exposed  to  Zeitgeber.  These  Zeitgeber,  however,  are  influenced  by  conditions  resulting  from  the  daily  zoo  life,  such  as  artificial  lighting  conditions  and  regular  feeding  times.  Unfortunately,  these  artificial  Zeitgeber,  the  daily  routine  of  zoo  life,  and  limited  living  space  can  negatively  impact  on  animals’  behaviour.  They  can,  for  instance,  lead to sickness and, consequently, to conduct disorders. 

The two sand cats Naji and Asahr‡ of the zoo in Osnabr€ck exhibit such conduct  disorders  in  the  form  of  stereotyped  sequences  of  movements.  The  goal  of  this  study is to find out whether changing the feeding rhythm of both animals from one  to  three  feeding  times  per  day  brings  about  a  reduction  of  their  stereotypy.  In  order  to  gather  information,  direct  observations  and  video  recording  have  been  conducted  between  15 November  and  12  December  2010.  The  results  demonstrate that both animals reacted differently to the changed feeding routine.  Naji’s  behaviour  changed  significantly  during  the  given  time  frame.  While  in  the  beginning his behaviour was characterised by distinct pacing phases which could  last  up  to  six  hours  at  night,  in  subsequent  weeks  he  became  more  and  more  inactive. In contrast to Naji, the behaviour of the female sand cat, Asahr‡, did not  alter  substantially  in  the  beginning,  except  for some slight  reductions  in  inactive  and stereotyped behaviour. Only in the end did her activity decrease considerably  while at the same time her behaviour showed increased forms of stereotypy. This  change in behaviour is attributable to the fact that Asahr‡ was on heat at that time.  The male, by contrast, became significantly active during this phase.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 07:58

SCHULZE, H. (1998)

Developing a husbandry manual to facilitate the distribution and presentation of information: with special reference to slender loris Loris tardigradus nordicus at Ruhr-University, Bochum.

International Zoo Yearbook 36: 34-48. ISSN 0074-9664, DOI: 10.1111/j.1748-1090.1998.tb02882.x

Abstract:

Generally the practical information required for husbandry of wild species in captivity is not readily available in a single comprehensive source. This paper describes the sort of information which would be most useful for species management, using the Slender loris Loris tardigradus nordicus as an example, and provides a practical model of the possible form and content of a husbandry manual. A single, easily available source of husbandry data would be a valuable tool for all institutions and individuals which are willing to participate in coordinated breeding programmes, helping to maintain genetic diversity and increase the size of captive populations. It would be of particular interest to small institutions, such as zoos with limited staff, breeding colonies in scientific institutions, veterinarians and private breeders. Husbandry manuals which are updated at intervals using, for example, a subscription-based amendment service or a database of husbandry information which can be accessed using a computer are both reasonable possibilities. Some existing sources of information for the management of Asian loris species and details about on-line World Wide Web services, for accessing conservation information and species-management data, which are in the development stages are described. This paper also presents some general information on minimum necessary requirements for successful husbandry of Slender lorises which, in captivity, are cautious but curious animals that become extremely familiar with their environment and react with excitement to novel stimuli. They are prone to both environmental and social stress, and stress-related symptoms observed in the species, such as slow movements, freezing to motionless or apparent loss of fear in stressful situations, may be based on earlier learning and are sometimes difficult to gauge unless keepers are familiar with the habits of each individual. Enclosure design, lighting and temperature are all significant to the well-being of the species. Slender lorises prefer to use the upper part of the enclosure, although they will use the lower area to avoid aggressive confrontations with conspecifics, and a system of branches and wiremesh which allows continuous locomotion with no ‘dead ends’ and furnishings that encourage locomotor activity should be provided. Because the species has a tendency towards adiposity and diabetes diet is a serious consideration. A comprehensive husbandry manual for Asian prosimians has been developed (Fitch-Snyder et al., in press).

 

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© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx