Freitag, 14 Dezember 2012 07:54

Freiheit

Grundsätzlich gibt es zwei Formen der Freiheit: Die negative "Freiheit von" als Abwesenheit von inneren oder äußeren Zwängen oder sonstigen negativen Faktoren (z. B. Parasiten oder sonstige Krankheisterrger) und die positive "Freiheit zu" als Möglichkeit, ohne Zwang zwischen verschiedenen Optionen auswählen und entscheiden zu können, das heißt, das zu tun was man will, dorthin zu gehen, wohin man will und seinen Aufenthaltsort frei zu wählen, anders gesagt, unabhängig und ungebunden zu sein. Der Begriff benennt also allgemein einen Zustand der Autonomie eines handelnden Subjekts: Frei von Zwängen, frei zu tun, was man will.

Im Tierschutz spielt, namentlich in der angelsächsichens Welt, das 1979 vom britischen Farm Animal Welfare Committe veröffentlichte Konzept der "Fünf Freiheiten" eine Rolle. Dieses umfasst:

  1. Freiheit von Hunger, Durst und Fehlernährung
  2. Freiheit von Unbehagen
  3. Freiheit von Schmerz, Verletzung und Krankheit
  4. Freiheit von Angst und Leiden
  5. Freiheit zum Ausleben normalen Verhaltens

In der Tierrechts- und Zoogegnerszene ist dagegen, wenn von "Freiheit" die Rede ist, stets das Leben eines Tiers in seinem natürlichen Lebensraum gemeint, in dem es angeblich frei ist, namentlich die Freiheit der Aufenthaltswahl hat. Dass dies in dieser Forom nicht zutrifft, sondern dass es auch in der Natur zahleiche Einschränkungen der Freiheit gibt, wird ausgeblendet. Dieser Art der Freiheit wird die "Gefangenschaft" im Zoogehege gegenüber gestellt und behauptet, dass die Tiere unter der Fremdbestimmtheit und Begrenztheit ihres Aufenthaltsort leiden, was aber nicht richtig ist, wenn die Grundsätze der Tiergartenbiologie beachtet werden, sondern nur in Einzelfällen bei inadäquater Tierhaltung zutreffen kann.

Literatur und Internetquellen:

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Freitag, 14 Dezember 2012 07:50

Fixpunkt

Fixpunkte sind Orte, welche von einem Tier innerhalb seines Streifgebiets bzw., im Zoo, seines Geheges regelmässig aufgesucht werden, um relevante Verhaltensweisen auszuführen (Kotstellen, Nahrungsgebiete, Markierungsstellen, Rückzugsgebiete, usw.)

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 16:43

Zahmheit


Durch Zahmheit bei Tieren können Stresszustände (z.B. Angst und Aggression wegen der Anwesenheit des Menschen) wegfallen oder zumindest reduziert werden. Zahme Tiere sind entweder bereits an die Anwesenheit des Menschen gewöhnt oder sehen ihn nicht als Bedrohung an. Sie zeigen ihm gegenüber keine Fluchtreaktion und behandeln ihn vielfach wie einen Artgenossen, was (z.B. im Fall von Rehböcken während der Brunft) durchaus probematisch sein kann.

 

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Donnerstag, 13 Dezember 2012 16:39

Verhaltensanreicherung

Verhaltens- oder Umweltanreicherung (englisch Behavioural Enrichment, Environmental Enrichment) ist ein tiergärtnerisches Prinzip, das darauf abzielt, die Lebensqualität der gehaltenen Tiere dadurch zu erhöhen, dass ihnen Anreize geboten werden, welche sie beschäftigt halten und damit Langeweile und stereoptypes Verhalten vermeiden helfen. Neben einer möglichst optimalen Grundausstattung des Geheges und einer der Art entsprechenden Zusammensetzung der Tiergruppe gehört das Anbieten von immer wieder neuen Reizen und das Stellen von Aufgaben, die von den Tieren zu lösen sind, dazu.

 

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umweltanreicherung-term

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© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx