Sonntag, 10 Februar 2019 09:53

FISCHER, A. (2007)

Untersuchungen zur ontogenetischen Entwicklung sozialer Kompetenz bei Chinesischen Muntjaks (Muntiacus reevesi OGILBY 1839), einer ursprünglichen Hirschart.

Rer. nat. Dissertation Universität Bielefeld

431 Seiten inkl. Anhänge. Mit Abbildungen und Tabellen.

Zusammenfassung:

In dieser Arbeit geht es darum aufzuzeigen, was ein geschlechtsreif gewordenes Jungtier in die Lage versetzt, sich in der sozialen Situation der Unterlegenheit zu orientieren und im sozialen Verband mit den anderen Tieren zu leben und sich artgemäß weiterzuentwickeln.

  • Welche räumlichen und sozialen Mechanismen nutzen die Tiere und welche Fähigkeiten werden dabei entwickelt und angewandt?
  • Welche inneren Zustände sind daran beteiligt und inwieweit sind individuelle Ausformungen beobachtbar?

In der Untersuchung wird zum einen ein Beitrag zur Grundlagenforschung erarbeitet, der das Wissen über eine ursprüngliche Hirschart, den Chinesischen Muntjak (Muntiacus reevesi OGILBY 1839), hier genauer die Unterart Formosa-Muntjak (M. reevesi micrurus SCLATER 1875), erweitert, zum anderen werden Hinweise gewonnen für ihre Haltung und Zucht. Es ergibt sich ein komplexes Bild der sozialen Möglichkeiten dieser Tierart. Die Grundlage der Untersuchung bildet die detaillierte Erfassung des Verhaltens der gut bekannten Tiere.

Untersucht wurden 2 Zuchtgruppen von 4 bis 8 Muntjaks verschiedenen Alters und 2 Vergleichsgruppen mit jeweils 3 Tieren. Die Gesamtzahl der Tiere stieg während der Beobachtungszeit von 14 Tieren (8 Böcke, 6 Ricken) auf 20 Tiere (10,10) an. Die Hauptbeobachtungstiere lebten ganzjährig in 1900-2600 m2 großen Freigehegen mit natürlicher Vegetation sowie Wind- und Wetterschutzeinrichtungen. Die Entwicklung der einzelnen Tiere wurde über einen Zeitraum von 4 Jahren (1998-2002) erfasst. Die Hauptdatenaufnahme erfolgte von April 2000 bis Dezember 2001 (18 Monate). In dieser Zeit wurde das Verhalten von 4 subdominanten Böcken und 4 subdominanten Ricken mit Interaktionen zu allen Gruppenmitgliedern aufgenommen, mit 150 Beobachtungsstunden je Tier. Es wurde ein Verhaltenskatalog erstellt mit Definitionen von ca. 250 Verhaltenselementen, inklusive unterschiedlicher Ausprägungen und begleitender Körperhaltungen und mit Situations- und Motivationsbeispielen. Dabei wurden neue Verhaltensweisen und Lautäußerungen dieser Tierart beschrieben.

Aufgrund der Untersuchungen der Diplomarbeit (FISCHER 1997) wurde ein dreistufiges Modell vorgeschlagen, in dem sich auf verschiedenen Ebenen die Fähigkeiten beschreiben lassen, die ein geschlechtsreif gewordenes Jungtier besitzen oder erwerben muss, um über einen längeren Zeitraum in seiner Gruppe ohne psychische und physische Schäden verbleiben und sich dabei weiterentwickeln zu können. Die auf den drei Ebenen entwickelten Fähigkeiten bauen aufeinander auf, sind voneinander abhängig und bestärken sich in Rückkopplungen gegenseitig.

 

fischer-biblio

Freigegeben in F
Freitag, 04 Januar 2019 15:50

KUMMER, H. (1968)

Social organization of hamadryas baboons: A field study.

187 Seiten, 68 Abbildungen, 17 Tabellen.
Bibliothec Primatologica No. 6.
S. Karger Verlag, Basel, New York.

Inhalt:

Die Arbeit ist das Ergebnis einer Feldstudie, die von Fred KURT† und Hans KUMMER† 1960/61 in Äthiopien durchgeführt wurde. Sie klärt die soziale Organisation des Mantelpavians: Mantelpaviane sind in einem komplexen, mehrschichtigen Sozialsystem organisiert. Die kleinsten sozialen Einheiten sind Harems, die bis zu 15 Tiere umfassen können und aus einem Alpha-Mann, mehreren von ihm monopolisierten Weibchen, deren Jungtieren und einigen jungen Männchen bestehen. Zwei bis drei solcher Ein-Mann-Gruppen bilden zusammen einen Clan, dessen Mitglieder zusammen auf Futtersuche gehen und sozial interagieren. Mehrere Clans schließen sich zu einer bis zu 100 Individuen bestehenden Bande zusammen, die zusammen in einem gemeinsamen Streifgebiet von 10-40 km2 umherziehen. An Schlafplätzen können sich mehre Banden zu einer großen Herde treffen und die Nacht gemeinsam verbringen. Ferner gibt es ein Kapitel zur Fortpflanzung und ein Ethogramm.

kummer-biblio

Freigegeben in K

First insights into the social organisation of Goodman's mouse lemur (Microcebus lehilahytsara)--testing predictions from socio-ecological hypotheses in the Masoala hall of Zurich Zoo.

Folia Primatol (Basel). 2013;84(1):32-48. doi: 10.1159/000345917. Epub 2013 Jan 29.

Abstract:

Following current socio-ecological hypotheses, the social organisation of a species is mainly determined by resource quality and distribution. In the case of Microcebus spp., a taxon-specific socio-ecological model was formulated earlier to explain their variable social organisation. The aim of this study was to test predictions from this model in Goodman's mouse lemur based on a data set from animals living in the semi-free colony of Zurich Zoo. During a 2-month study, we observed 5 females and 5 males using radiotelemetry. We collected data on space use and social behaviour, on sleeping sites and on sleeping group composition. Predictions were only partly confirmed. As expected, Goodman's mouse lemurs were solitary foragers with an increased level of sociality due to crowding effects at the feeding stations. In contrast to the prediction, females and males formed unisexual sleeping groups, which were stable in females and of a fission-fusion type in males. Whereas the formation of sleeping groups by both sexes may be triggered by thermoregulatory benefits, the formation of unisexual sleeping groups may result from divergent interests of the sexes. We conclude that the existing model for the evolution of mouse lemur social organisation needs to be refined.

jürges-biblio

Freigegeben in J
Dienstag, 03 Juli 2018 09:53

CHAPMAN, M. (2003)

The social behaviour and captive management of Bennett's wallabies, Macropus rufogriseus rufogriseus.  

MSc Thesis, University of Tasmania

278 Seiten mit Fotos, Grafiken und Tabellen.

Abstract:

The Bennett's wallaby, Macropus rufogriseus rufogriseus, is frequently exhibited in wildlife parks and zoos in Australia and overseas. The social behaviour of the Bennett's wallaby was investigated and its role in developing captive management strategies was considered. A questionnaire was mailed to 31 wildlife parks and zoos within Australia and New Zealand to collect information on current husbandry practices and to provide a basis for experimental manipulations of a captive group. A comprehensive behavioural inventory was compiled using observations of captive Bennett's wallabies at Bonorong Wildlife Park and the University of Tasmania, as well as wild wallabies at Coal Mines Nature Reserve on the Tasman Peninsula and Mt Field National Park in south-eastern Tasmania. Wallabies at the university enclosure devoted the greatest portion of both the day and night time browsing or attending feeding stations, although more time was devoted to browsing during the day and feeding at night.. Alert postures were sustained for longer periods during the day than at night. These activities were alternated with long and frequent periods of resting. Social interactions of any kind were rarely observed, particularly during the daytime.

The collection of Bennett's wallabies established at the University of Tasmania were utilised in experimental manipulations examining the effects of varying the number and position of feeding stations available, stocking rates and the age and gender of group members on the frequencies of performing elements of behaviour and occupying sectors of the enclosure. When four feeders were spaced throughout the 1000 m² of the enclosure wallabies occupied more sectors, were more active and interacted significantly more often than when feeders were positioned near to each other or their numbers reduced. When stocked at rates of three, six or nine animals per 1000 m², wallabies were more visible and active and interacted amicably more frequently at the medium stocking rate than at other times. When more adults were included in the captive group than members of other age classes, the proportion of time that wallabies were hidden from view in refuges within enclosure vegetation slightly increased but was offset by increased activity at other times, when wallabies alternated browsing and feeding with the adoption of alert postures, increased locomotory activity, more grooming and a greater number of social interactions.

These findings were used as a basis from which were developed principles of best practice in the captive management of Bennett's wallabies and other macropodoids.

Volltext:

https://eprints.utas.edu.au/19154/1/whole_ChapmanMichelleElizabeth2003_thesis.pdf

Freigegeben in C
Mittwoch, 16 Mai 2018 07:36

KIESSLING, S. E. (2008)

Social relationships in zoo-living bonobos, Pan paniscus.

Dr. rer. nat. Dissertation

107 Seiten

Institut für Neurobiologie, Fakultät für Naturwissenschaften, Universität Ulm
Leitung: Prof. Dr. Günter Ehret
Zoo Frankfurt, Zoo Köln, Zoo Planckendael (Belgien)

Ganze Arbeit

Zusammenfassung:

Die vorliegende Studie behandelt die sozialen Beziehungen von Bonobos in menschlicher Obhut. Ziel der Arbeit war, mögliche Zusammenhänge zwischen der Vitalität einer Gruppe, speziell der sozialen und räumlichen Nähe ihrer Mitglieder zueinander, und Aspekten einer flexiblen, der Situation frei lebender Tiere ähnlicheren Haltungsform zu untersuchen. Verhaltensweisen und Beziehungsmuster in 3 verschiedenen Gruppen von Bonobos wurden analysiert und mit dem bisherigen Wissen über das soziale Leben dieser bislang am wenigsten erforschten Menschenaffenart verglichen. Dabei wurden vorwiegend Freilandstudien berücksichtigt. Das interaktive und räumliche Verhalten in einer der Gruppen, welche in einem künstlich induzierten “fission-fusion“ System gehalten wurde (Frankfurt), wurde dem von konstanten Gruppen gegenüber gestellt (Planckendael und Köln). Es sollte überprüft werden, ob ein relativ häufiger Partnerwechsel, wie er für frei lebende Bonobos beschrieben worden ist, erkennbare Auswirkungen auf die soziale Dynamik einer Gruppe hat. Für die Bonobogruppe, deren Mitglieder überwiegend in 2 variablen Untergruppen gehalten wurden, wurde im Anschluss überprüft, ob die Raten an sozialer und/oder räumlicher Nähe mit der Dauer ihrer jeweiligen Zusammensetzung abnahmen, was auf eine intrinsische Motivation in Richtung Auseinandergehen (“fission “) hinweisen könnte. Zudem wurden Untergruppentreffen, bei denen alle Tiere zeitweise miteinander interagieren konnten, untersucht, um zu überprüfen, ob ein solches Zusammenkommen (“fusion“) einen stimulierenden Effekt auf die Gruppendynamik hat, insbesondere auf die Interaktionsraten von Tieren, die vorher getrennt waren. Strukturelle Beziehungsmuster, welche in allen 3 Zoogruppen gefunden wurden, entsprachen grundsätzlich dem bisher bekannten Bild des sozialen Lebens von Bonobos. Dies bestätigt die Erwartungen, dass diese Tiere auch in menschlicher Obhut viele natürliche Verhaltensmuster zeigen. Einige untersuchte Faktoren, wie die sozialen Beziehungen zwischen Jungtieren und Erwachsenen, sind bislang nur wenig berücksichtigt worden und bedürfen intensiverer Forschung. Die Bonobogruppe, welche unter künstlichen “fission-fusion“ Bedingungen gehalten wurde, zeigte eine deutlich erhöhte Rate an sozialer und räumlicher Nähe, verglichen mit den konstanten Gruppen. Die Rate an agonistischem Verhalten hingegen war in dieser Gruppe am geringsten. Interaktives Verhalten hatte in Frankfurt auch einen größeren Anteil am Aktivitätsprofil, verglichen mit Planckendael und Köln. Untergruppentreffen führten bei den Bonobos zu einem Erregungsanstieg, was vor allem an einer erhöhten Rate an sozio-sexuellem Verhalten zu erkennen war, aber nie zu einer erhöhten Aggressivitätsbereitschaft führte. Nach einigen Tagen ohne Veränderungen im Partnerspektrum, sank häufig die Interaktionsrate einer Untergruppe und die Tiere befanden sich weniger häufig in direkt er räumlicher Nähe zueinander. Die Ergebnisse dieser Arbeit sind kompatibel mit Annahmen, dass Bonobos ein hohes Anpassungspotential besitzen und bei geeigneter sozialer Gruppierung auch in Menschenobhut ihr natürliches Verhaltensrepertoire zeigen können. Da viele strukturelle Ähnlichkeiten zwischen den Beziehungen von zoolebenden und wildlebenden Tieren existieren, können Zoostudien dazu beitragen, soziale Beziehungsmuster dieser am wenigsten bekannten Menschenaffenart genauer zu an alysieren. Zukünftige Untersuchungen sollten beide Forschungsbereiche (Zoo und Freiland) stärker kombinieren. Auf der Ebene des Managements von Zoopopulationen konnte die vorliegende Studie erste Hinweise liefern, dass eine dem Freiland nachempfundene, flexible Haltung der Tiere in wechselnden Untergruppen einen stimulierenden Effekt auf die Vitalität einer Gruppe haben kann. Bonobos scheinen ein intrinsisches Bedürfnis nach sozialer Abwechslung zu besitzen. Institutionen, die Bonobos (und andere “fission-fuson“ Arten) halten, sollten ein möglichst flexibles Haltungssystem in Erwägung ziehen, vor allem in Hinblick auf langfristig vitale soziale Gruppen und deren artgerechter Haltung in menschlicher Obhut.

Summary:

The following study analyses the social relationships in zoo-living bonobos. The main aim of the study was to determine if there is a correlation between the vitality of a group, measured via the amount of social and spatial proximity between its members, and a keeping system which more closely resembles grouping patterns found in free ranging animals. The behaviour and inter-ape relationships in three different zoo-living groups were studied, and compared to what is known of free-living bonobos. The knowledge base concerning free-living bonobos is limited compared to other great ape species. But, it is well documented that they live in flexible and fluid fission-fusion societies in the wild, in which members of the same community forage and travel in ever-changing parties. One of the groups studied (Frankfurt) was kept in an artificial fission-fusion environment, this group was compared to two others (Cologne and Plankendael) which were kept in constant groups. The question was, whether changing the group members often, as in Frankfurt, has a positive effect on the animal’s social relationships, noticeable by a higher rate of social and spatial proximity. Detailed analyses of the separation management strategy performed in Frankfurt were carried out. It was investigated whether all-animal encounters enhanced the social arousal and whether individuals, which were separated before tended to be especially attracted by each other. It was furthermore hypothesised that bonobos that spend some time together in a constant subgroup, show signs of social separation, indicating an intrinsic motivation to move on (fission). To test this, observation data taken form just after a fission-fusion “event” was compared to data form before such an “event”, to see if the rearrangement of a group had a stimulating effect on the group dynamic.  The social patterns observed in the three groups investigated in this study correlate to what has been observed in free-living bonobos. This confirms the conclusion that captive bonobos display many of the social characteristics that have been observed in the wild. Many inter-ape relationships however, like these between juveniles and adults, have not been studied intensively and need to be studied in more detail.  The Frankfurt group, which was kept in the artificial fission-fusion system, showed increased values in social and special proximity, compared to the other groups which were kept in constant parties (Cologne and Plankendael). The amount of agonistic behaviour in this group (Frankfurt) was, in contrast, lower. When being reunited, the animals mostly displayed an increase in socio-sexual behaviour, but rarely any aggressive behaviour. After a few days within the same subgroup the animals tended to display a decrease in social interactions and direct proximity to each other. The results of this study confirm assumptions that bonobos have a great ability to adjust to captive conditions, and are able to display much of their natural behaviour in captivity (high adaptive potential). This being the case, affirms the assumptions that also zoo studies, are of invaluable importance towards understanding the social behaviour and social needs in this, the least studied, of the great apes. Future studies should aim to combine the two fields of study (zoo and field) to a greater extent. This study could also prove important to zoos keeping bonobos and other fission-fusion species, as it clearly shows that the artificial fission-fusion system used in Frankfurt increases the vitality and social dynamic in this group. This also raises the question whether bonobos have an intrinsic drive to leave/join groups to maintain sociability. Keeping long-term vital social groupings is, however, of great importance regarding future conservation efforts.

 

kiessling-biblio [kießling]

Freigegeben in K
Donnerstag, 14 Juni 2018 06:49

ALBRECHT, E. (2016)

Behavioural examination of a successful introduction of a hand-reared white rhinoceros.

Running title: Successful introduction of a hand-reared white rhinoceros.

Master’s Thesis

51 Seiten, 7 Grafiken, 2 Anhänge.

Institute of Biodiversity, Animal Health and Comparative Medicine, University of Glasgow.
Zoo Augsburg (Dr. B. Jantschke)

Ganze Arbeit

Abstract:

Introductions and familiarisations of captive animals are common in contemporary zoos. To introduce hand-reared offspring to conspecifics can be challenging as they may lack social skills and have rarely been investigated in non-primate mammals. A behavioural assessment of these processes for hand-reared rhinoceros has not been previously reported. A hand-reared southern white rhinoceros calf (Ceratotherium simum simum) was introduced to an initially aggressive individual, the mother of another calf. Using continuous observations of social interactions (agonistic, cohesive and play behaviour) and instantaneous sampling of four routine behaviours (feeding, resting, locomotion, interaction environment) two weeks before and after the full introduction, the behaviour of five white rhinos was observed. The routine behaviours were quantified as proportion of time and social interaction as frequency.

Immediately following introduction, the frequency of agonistic behaviours increased but then dropped quickly. Additionally, cohesive behaviours involved all individuals and elicited play behaviour suggesting that previously used indicators for primates, as affiliative and play behaviour with all group members, may also be applied to other groups to assess a successful introduction. Surprisingly, most social interactions and the closest bond of the hand-reared infant occurred with the initially aggressive individual and her calf. This shows that even once aggressive behaviour occurred, a successful introduction is still possible and the information gained are relevant to guide similar future introductions and give valuable reference information. Increased frequencies and greater behavioural diversity after the introduction indicated a welfare benefit for the introduced individual, as well as the opportunity to learn species-appropriate behaviour.

 

albrecht-biblio

Freigegeben in A
Donnerstag, 14 Juni 2018 10:08

FREY, J. (1982)

Verhaltensdifferenzierung und soziale Position in einer Wollaffengruppe (Lagothrix lagothricha).

Diplomarbeit

81 Seiten

Universität Basel
Supervisor: Prof. Dr. R. Schenkel
Zoo Basel

Zusammenfassung:

Siehe hier

 

frey-biblio

Freigegeben in F
Donnerstag, 14 Juni 2018 15:38

KELLER, Ch. (2005)

Die Nilkrokodile (Crocodylus niloticus) im Basler Zoo - Raumnutzung in der Anlage, Sozialverhalten, Revierverhalten, Circadian-Rhythmus.

Diplomarbeit

72 Seiten plus Anhang

Universität Basel
Leitung: Prof. Dr. David G. Senn, Dr. Thomas Jermann
Zoo Basel

Schlussbetrachtung: siehe hier

22.01.2016

Freigegeben in K
Donnerstag, 14 Juni 2018 08:47

BEUTH, R. (2015)

Sozialverhalten von Rothschild-Giraffen (Giraffa camelopardalis rothschildi) in Freilandhaltung im Zoo Leipzig.

Social behavior of Rothschild's giraffes (Giraffa camelopardalis rothschildi) in open air enclosure at the Zoo. Leipzig

Bachelorarbeit

48 Seiten

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Zoologisches Institut
Leitung: Dr. Dietmar Weinert, Dr. Peter Fritzsche
Zoo Leipzig GmbH

Ganze Arbeit

Zusammenfassung:

Ziel dieser Arbeit war die Erfassung des Sozialverhaltens der Rothschild-Giraffen (Giraffa camelopardalis rothschildi) im Zoo Leipzig. Die Herde, bestehend aus neun Tieren, wurde dafür über einen Zeitraum von 6 Wochen (15.06.-25.07.2015) in vier verschiedenen Registrierungs-Intervallen auf der Kiwara-Savanne und im Giraffenhaus beobachtet. Auf der weitläufigen Vergesellschaftungsanlage sind die Giraffen täglich von ca. 09:30-17:30 Uhr. In dieser Zeitspanne zeigten sie zwei Aktivitätsmaxima in den zweistündigen Beobachtungsphasen von 10-12 Uhr und 14-16 Uhr und zudem den höchsten Anteil an Sozialverhalten mit 7,7 % im ersten und 6,7 % im zweiten Intervall. Der durchschnittliche Anteil des Sozialverhaltens unterschied sich nicht signifikant zwischen Außenanlage (1,44 ± 0,43 %) und Stallbereich (1,2 ± 0,31 %). Allerdings zeigte sich ein signifikanter Unterschied in der zeitlichen Abhängigkeit des Verhaltens auf der Kiwara-Savanne. Von 10-12 Uhr lag der prozentuale Wert bei 16,06 ± 2,35 % und von 14-16 Uhr bei 9,78 ± 1,1 %.
Die Darstellung des sozialen Netzwerks der Giraffen in einem Sequenzdiagramm veranschaulichte, dass besonders die juvenilen Tiere eine höhere Zahl sozialer Interaktionen aufweisen. Sie zeigten mehr Affiliation, Naso-nasal- und Anogenitalkontrolle verglichen mit den Adulttieren. Gusti wies die maximale Dauer an Allo-grooming auf (88,58 ± 27,69 s).
Ausgehend vom individuellen Folgeverhalten innerhalb der Zuchtgruppe konnte eine strikt lineare Rangordnung mit Max als Alpha- und Geluk als Omega-Tier erstellt werden.
Die Untersuchung des Laktationsverhaltens der Giraffenkühe deutet auf eine kooperative Brutpflege hin, da sie nicht nur ihre eigenen Kälber saugen ließen.
Bei der Auswertung des interspezifischen Verhaltens auf der Freianlage zeigte sich, dass die Giraffen am häufigsten mit Grevy-Zebra (Equus grevyi ) (34 %) und Säbelantilope (30 %) interagieren, gefolgt von Südafrikanischem Blauhals-Strauß (Struthio camelus australis) (25 %), Thomson-Gazelle (Eudorcas thomsonii) (6 %) und Weißnacken-Moorantilope (5 %). Die jüngeren Giraffen zeigten einen höheren Anteil interspezifischen Verhaltens bezüglich Interaktionsvolumen und Anzahl der Interaktionspartner.
Das Topogramm veranschaulichte die individuell unterschiedlichen Aufenthaltsbereiche, abhängig von den präferierten sozialen Interaktionspartnern. Ferner konnte eine inhomogene Nutzung der Gehegefläche dokumentiert werden.
Diese Arbeit entstand in Zusammenarbeit der Arbeitsgruppe „Allgemeine Zoologie – Chrono- und Verhaltensbiologie“ der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg unter Betreuung von Herrn Dr. Peter Fritzsche aus dem Bereich der Soziobiologie und der Zoo Leipzig GmbH.

Abstract:

The aim of this thesis was the aquisition of Rothschild’s giraffe (Giraffa camelopardalis rothschildi) in the Zoo Leipzig. The herd, consisting of nine individuals, was therefore been observed for a period of 6 weeks (15.06.-25.07.2015) in four different recording intervals on the Kiwara-Savanna and in the giraffe’s stable. The giraffes are on this association compound on a daily basis from ca. 09:30 a.m. to 05:30 p.m. In this time frame there had been two activity maxima in the 2-hour observational time span of 10 a.m.-12 p.m. and 2-4 p.m. and beside the highest amount of social behavior with 7,7 % in the first and 6,7 % in the second interval. The mean proportion of social behavior did not significantly differ between open-air enclosure (1,44 ± 0,43 %) and stable (1,2 ± 0,31 %). Nevertheless there was a significant difference in the time dependence of this behavior on the Kiwara-savanna. From 10 a.m. until 12 p.m. the percentage averaged 16,06 ± 2,35 % and from 2-4 p. m. it amounted 9,78 ± 1,1 %.
The visualization of the giraffe’s social network in a sequence diagram clarified that especially juveniles show a higher number of social interactions. They displayed more affiliation, naso-nasal and anogenital controls compared with the adults. Gusti exhibited the maximum duration of allo-grooming (88,58 ± 27,69 s).
Referring to the individual following behavior within the breeding group there could be complied a linear ranking with Max on the alpha and Geluk on the omega position.
The trial of the lactation behavior of the giraffe cows suggests a cooperative maternal care due to the fact that they didn’t suckle only their own calfs.
The analysis of the giraffe’s interspecific behavior has shown that the herd interacts most with Grevy’s zebra (Equus grevyi ) (34 %) and scimitar oryx (Oryx dammah) (30 %), followed by southern ostrich (Struthio camelus australis) (25 %), Thomson’s gazelle (Eudorcas thomsonii) (6 %) and Mrs. Gray’s waterbuck (Kobus megaceros) (5 %). The younger giraffes exhibited a higher amount of interspecific behavior regarding interaction volume and the number of interaction partners.
The topogram illustrated the individually different locating areas, depending on preferred social interaction partners. Further an inhomogeneous utilization of the enclosure areas could be documented.
This thesis was developed in cooperation with the research group “General Zoology – Chronobiology and Ethology” of the Martin-Luther-University Halle-Wittenberg supervisioned by Dr. Peter Fritzsche from the discipline of sociobiology and the Zoo Leipzig GmbH.

 

beuth-biblio

Freigegeben in B
Donnerstag, 14 Juni 2018 09:26

HOFFMANN, D. (2014)

Untersuchungen zum Sozialverhalten einer Drillgruppe im Zoo Hannover.

Bachelorarbeit

61 Seiten plus Anhang

Unversität Hildesheim, Institut für Biologie und Chemie, Abteilung Biologie
Betreuung: Prof. Dr. Horst Kierdorf
Zoo Hannover

Ganze Arbeit

Zusammenfassung:

In der vorliegenden Bachelorarbeit wurde die Fragestellung untersucht, ob es Veränderungen im Sozialverhalten der im Zoo Hannover beobachteten Drillgruppe im Vergleich zur letzten Beobachtung im Mai 2013 gibt. Anhand dieser Veränderungen wurden Rückschlüsse auf die Sozialstruktur gezogen. Nachdem die Ergebnisse ausgewertet und diskutiert wurden, kann abschließend festgehalten werden, dass es in den Sozialverhalten der einzelnen Individuen Veränderungen gegeben hat, wobei sich die Sozialstruktur der Drillgruppe in Bezug auf die Rangordnung jedoch nicht verändert hat. N’Guru hat wie damals die ranghöchste Position in der Gruppe und hat sich als Haremsführer behauptet. Katara blieb das ranghöchste Weibchen der Gruppe beziehungsweise hat die zweite Position in der Rangordnung. Liza hat weiterhin wie bei der letzten Beobachtung den dritten Rang. Demzufolge ist Daphne das rangniedrigste Tier der Gruppe. Da Liza und Daphne während dieser Untersuchung vermutlich tragend waren, ist es wahrscheinlich, dass sich die Sozialstruktur der Gruppe auch in Zukunft verändern wird. Für weitere Untersuchungen wäre interessant zu beobachten, ob Liza und Daphne durch die Geburt eines Jungtiers in der Rangordnung aufsteigen. Zudem ist es spannend zu erfahren, ob Liza dann wie vor der Beobachtung im Mai 2013 wieder das ranghöchste Weibchen der Gruppe wird. Abschließend bleibt festzuhalten, dass die Beobachtung der Drillgruppe im Zoo Hannover trotz der größeren Außenanlage in keinem Fall mit der Beobachtung in Auffangstationen mit weitaus großflächigeren Gehegen (wie in Kamerun und Nigeria) oder sogar in freier Wildbahn zu vergleichen ist. Somit lassen sich die gezogenen Schlüsse nicht einfach auf Drills in der Natur übertragen. Die Wichtigkeit des Schutzes des Mandrillus leucophaeus soll an dieser Stelle noch einmal betont 61 werden. Nur so ist es möglich, auch in Zukunft weitere Erkenntnisse über diese erstaunliche und interessante Affenart zu erhalten. Die Artenschutzprogramme der deutschen Zoos und der Organisationen wie „Rettet den Drill e.V.“ leisten hierzu einen erheblichen Beitrag (PAULSEN und MEYER 2014; ZOO HANNOVER 2014).

 

hoffmann-biblio

Freigegeben in H
Seite 1 von 6
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx