Donnerstag, 12 Oktober 2017 06:24

Mandarin-Krokodilmolche

Ordnung: Schwanzlurche (Caudata)
Überfamilie: Salamanderverwandte (Salamandroidea)

Familie: Salamander und Molche (Salamandridae)

D NT 650

Mandarin-Krokodilmolch

Tylototriton shanjing • The Mandarin Newt • Le triton empereur

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Mandarin-Krokodilmolch (Tylototriton shanjing) im Kölner Zoo © Thomas Ziegler, Köln

 

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Approximative Verbreitung des Mandarin-Krokodilmolchs (Tylototriton shanjing)

 

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Mandarin-Krokodilmolch (Tylototriton shanjing) im Aquazoo Düsseldorf © Peter Dollingr, Zoo Office Bern

 

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Eier des Mandarin-Krokodilmolchs (Tylototriton shanjing) im Kölner Zoo © Detlef Karbe, Köln

 

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Mandarin-Krokodilmolch-Larve (Tylototriton shanjing) im Kölner Zoo © Detlef Karbe, Köln

 

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Junger, metamorphosierter Mandarin-Krokodilmolch (Tylototriton shanjing) beim Fressen im Kölner Zoo © Detlef Karbe, Köln

 

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Junger Mandarin-Krokodilmolch (Tylototriton shanjing) kurz vor dem Landgang im Kölner Zoo © Detlef Karbe, Köln

 

 

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Der Geknöpfte Krokodilmolch ist eine in ihrer Heimat potenziell gefährdete, heute vermutlich gefährdete, auffällige, überwiegend landlebende Molch-Art die zunehmend in europäischen Zoos gezeigt wird.

Körperbau und Körperfunktionen

Der Mandarin-Krokodilmolch ist ein relativ großer, massiger Molch mit einer Gesamtlänge von 13-17(-18) cm, wobei die Weibchen etwas größer werden als die Männchen. Der flache dreieckige Kopf mit den großen Augen ist deutlich vom Rumpf abgesetzt. Krokodilmolche haben eine raue, warzige Haut. Die Grundfarbe ist dunkelbraun, die durchgehende Rückenleiste, die deutlich voneinander getrennten Warzenknöpfe, der Schwanz und Teile von Kopf und Beinen sind gelb-orange. Die kontrastreiche  Färbung warnt mögliche Angreifer vor übelschmeckenden Sekreten, die von den großen Parotoiddrüsen am Kopf und von sonstigen Hautdrüsen produziert werden. Die Körperhaut ist ferner mit zahlreichen großen und kleinen Warzen besetzt. Männliche  Tiere sind meistens auch etwas schlanker als die Weibchen, in der Laichzeit sind sie an der vorstehenden Kloake deutlich von den Weibchen zu unterscheiden [1; 2; 3].

Verbreitung

Südostasien: Südchina. Die Abgrenzung zu Tylototriton verrucosus ist aber nicht klar und es ist möglich, dass die Art auch in Myanmar, Laos und Vietnam vorkommt [4].

Lebensraum und Lebensweise

Mandarin-Krokodilmolche sind überwiegend nachtaktiv. Sie verbringen die meiste Zeit ihres Lebens an Land und gehen nur zur Fortpflanzung ins Wasser. Die Paarung erfolgt mit einer Kreisbewegung ohne direkten Körperkontakt. Die Weibchen legen bis zu 50 Eier mit einem Durchmesser von 8 mm, die sie einzeln an Pflanzen heften, wobei die Ablage teils im Wasser, teils an Land stattfindet [1; 2].

Gefährdung und Schutz

Die Art ist in Yünnan gebietsweise häufig aber die Bestände nehmen ab. Sie wird daher aufgrund einer mittlerweile revisionsbedürftigen Beurteilung aus dem Jahr 2004 als potenziell gefährdet eingestuft [4].

Der internationale Handel ist ab dem 26.11.2019 nach CITES-Anhang II geregelt.

Ein Projekt zur Abklärung der Gefährdung dieser Art durch den internationalen Handel wurde im Rahmen des Deutschsprachigen Amphibienschutzprogramms DASP vom VdZ und anderen Zoo-Organisationen unterstützt [5].

Bedeutung für den Menschen

Shanjing-Krokodilmolche werden in großem Stil für die Zwecke der traditionellen chinesischen Medizin zur Heilung von Krankheiten wie AIDS, Krebs, Asthma, Tuberkulose und Impotenz gesammelt. Sie werden auch als Delikatesse konsumiert [4].

Haltung

Mandarin-Krokodilmolche werden in kleinen Gruppen in einem Aquaterrarium gehalten. Sie benötigen feuchte Versteckmöglichkeiten so wie eine mehrwöchige kühle Überwinterung. Als Bodensubstrat für den Landteil eignet sich eine ca. 20 cm dicke, mit Moospolstern abgedeckte Schicht Pinienrinde. Als Bepflanzung eignen sich z.B. Nestfarn (Asplenum nidus) und Kleinblättriger Kletter-Ficus (Ficus pumila). Der Wasserteil soll etwa 20 cm tief und sein Boden mit einer 2-5 cm dicken Sand-Kiesschicht bedeckt sein. Als Bepflanzung eignet sich Wasserpest (Elodea spec.). Die Lufttemperatur soll im Winter bei ca. 17-22 Grad vom Frühjahr bis Herbst bei ca. 20-26 liegen Die Wassertemperatur soll Jahresverlauf zwischen ca. 18-25 Grad variieren. Zur Vermeidung von Verlusten durch innerartliche Aggressivität sollen die Larven einzeln aufgezogen werden [3].

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird in rund 20 europäischen Einrichtungen gezeigt, von denen sich etwa ein Viertel im deutschsprachigen Raum befinden. Für Details siehe Zootierliste

Mindestanforderungen an Gehege: In Deutschland gibt es keine konkreten Mindestanforderungen. In Österreich sind diese in Anlage 4 der 2. Tierhaltungsverordnung, in der Schweiz in Anhang 2, Tabelle 6 der Tierschutzverordnung festgelegt.

Wie Krokodilmolche gehalten werden (Beispiel): Vivarium im Tierpark Chemnitz, siehe ZOOLEX Gallery.

Taxonomie und Nomenklatur

Die Krokodilmolche sind eine fossil auch in Europa weit verbreitete, heute auf Südostasien beschränkte Gattung der Salamandridae. Innerhalb der Gattung werden mittlerweile 23 Arten unterschieden [1]. Bis in die jüngere Zeit wurde Tylototriton shanjing und T. verrucosus nicht klar von einander bgegrenzt. Erst 1995 wurden sie aufgrund von Färbungsunterschieden und einiger anatomischer Unterschiede getrennt. Heute sind sie als eigenständige Arten anerkannt [2, 7].

Literatur und Internetquellen

  1. AMPHIBIAWEB
  2. FLECK, J. (2010)
  3. KARBE, D. (3013) DASP-Merkblatt Tylototriton shanjing
  4. OHLER, A. et al. (2004). Tylototriton shanjing. The IUCN Red List of Threatened Species 2004: e.T59485A11934078. http://www.iucnredlist.org/details/59485/0. Downloaded on 03 December 2017.
  5. ROWLEY, J. J. L., SHEPERD, C. R., STUART, B. L., NGUYEN, T. Q., et al. (2016)
  6. WAGNER, P. & DITTMANN, A. (2014)
  7. ZIEGLER, T., HARTMANN, T., van der STRAETEN, K., KARBE, D. & BÖHME, W. (2008)

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Donnerstag, 12 Oktober 2017 06:24

Geknöpfter Burma-Krokodilmolch

Ordnung: Schwanzlurche (Caudata)
Familie: Salamander und Molche (Salamandridae)
Gattung: Krokodilmolche (Tylototriton spp.)

D LC 650

Geknöpfter Burma-Krokodilmolch

Tylototriton verrucosus • The Himalayan Newt • Le triton du Himalaya

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Geknöpfter Birma-Krokodilmolch (Tylototriton verrucosus) im Aquazoo Düsseldorf © Sandra Honigs, Aquazoo

 

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Approximative Verbreitung des Geknöpften Birma-Krokodilmolchs (Tylototriton verrucosus)

 

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Geknöpfter Birma-Krokodilmolch (Tylototriton verrucosus) im Naturschutz-Tierpark Görlitz © Klaus Rudloff, Berlin

 

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Geknöpfter Birma-Krokodilmolch (Tylototriton verrucosus) im <tierpark Chemnitz © Klaus Rudloff, Berlin

 

 

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Der Geknöpfte Krokodilmolch ist eine in ihrer Heimat nicht gefährdete, auffällige, überwiegend landlebende Molch-Art die in einigen Zoos zu sehen ist.

Körperbau und Körperfunktionen

Der Geknöpfte Krokodilmolch ist kontrastreich gefärbt. Die Weibchen können eine Gesamtlänge von 20 cm erreichen, die Männchen bleiben mit bis zu 17 cm kleiner und sind auch etwas schlanker. Der Kopf ist breit und abgerundet mit hervorstehenden Augen und großen Parotoiddrüsen, die ein übelriechendes und übelschmeckendes Sekret produzieren. Über den Rippenenden hat es auffällige, leuchten orange gefärbte Warzen ("Knöpfe"). Die Haut ist drüsenreich und rau, am Körrper dunkelbraun, an Kopf, Beinen und Schwanz orange.  [2; 6].

Verbreitung

Süd- und Südostasien: China, Indien, Myanmar, Nepal, Thailand, in Vietnam möglicherweise ausgestorben.

Lebensraum und Lebensweise

Die Geknöpften Krokodilmolche verbringen die meiste Zeit ihres Lebens an Land, wo sie hauptsächlich Feuchtwälder bewohnen und kehren nur zur Fortpflanzung während des Monsuns ins Wasser zurück. Wasserlebensräume sind nicht-austrocknende Weiher und Tümpel sowie Waldbäche. Bei der Paarung umklammert das Männchen das Weibchen von unten her. Es setzt eine Spermatophore, d.h. ein Samenpaket auf dem Boden ab und biegt danach den Hinterleib so zur Seite, dass das Weibchen das Pakte aufnehmen kann. Die Eier haben einen Durchmesser von etwa 5 mm. Sie werden überwiegend an Land in feuchtem Moos abgelegt [2; 3; 7; 8].

Gefährdung und Schutz

Die Art ist weit verbreitet und gilt zumindest gebietsweise als häufig. Sie ist deshalb aufgrund einer Beurteilung aus dem Jahr 2004 nicht als gefährdet eingestuft [7].

Der internationale Handel ist ab dem 26.11.2019 nach CITES-Anhang II geregelt.

Ein Projekt zur Abklärung der Gefährdung dieser Art durch den internationalen Handel wurde im Rahmen des Deutschsprachigen Amphibienschutzprogramms DASP vom VdZ und anderen Zoo-Organisationen unterstützt [5].

Bedeutung für den Menschen

In Myanmar werden die Krokodilmolche als Köder zum Fischen verwendet und in Indien werden sie für die Zwecke der traditionellen Medizin gesammelt [7].

Haltung

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird in rund 15 europäischen Einrichtungen gezeigt, die sich etwa ein Viertel im deutschsprachigen Raum befinden. Für Details siehe Zootierliste

Mindestanforderungen an Gehege: In Deutschland gibt es keine konkreten Mindestanforderungen. In Österreich sind diese in Anlage 4 der 2. Tierhaltungsverordnung, in der Schweiz in Anhang 2, Tabelle 6 der Tierschutzverordnung festgelegt.

Wie Krokodilmolche gehalten werden (Beispiel): Vivarium im Tierpark Chemnitz, siehe ZOOLEX Gallery.

Taxonomie und Nomenklatur

Die Art wurde 1871 von dem schottischen Zoologen John ANDERSON unter ihrem heute noch gültigen Namen beschrieben [1]. Bis in die jüngere Zeit wurde Tylototriton verrucosus und T.shanjing nicht klar voneinander abgegrenzt. Heute sind sie als eigenständige Arten erkannt [1].

Literatur und Internetquellen

  1. AMPHIBIAN SPECIES OF THE WORLD
  2. AMPHIBIAWEB
  3. FLECK, J. (2010)
  4. GRZIMEK, B. (Hrsg. 1970)
  5. ROWLEY, J. J. L., SHEPERD, C. R., STUART, B. L., NGUYEN, T. Q., et al. (2016)
  6. O'SHEA, M. & HALLIDAY, T. (2001)
  7. VAN DIJK, P. P. (2009). Tylototriton verrucosus. The IUCN Red List of Threatened Species 2009: e.T59487A11934912. http://www.iucnredlist.org/details/59487/0. Downloaded on 03 December 2017.
  8. ZIEGLER, T., HARTMANN, T., van der STRAETEN, K., KARBE, D. & BÖHME, W. (2008)

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Donnerstag, 14 Juni 2018 12:16

Pátzcuaro-Querzahnmolch

Ordnung: Schwanzlurche (Caudata)
Überfamilie: Salamanderverwandte (Salamandroidea)

Familie: Querzahnmolche (Ambystomatidae)

D CR 650

Pátzcuaro-Querzahnmolch

Ambystoma dumerilii • The Lake Patzcuaro Salamander La salamandre du Lac Patzcuaro

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Pátzcuaro-Querzahnmolch (Ambystoma dumerilii) im Tiergarten Schönbrunn © Daniel Zupanc, Tiergarten Schönbrunn

 

 

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Vorkommen des Pátzcuaro-Querzahnmolchs (Ambystoma dumerilii)

 

 

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Pátzcuaro-Querzahnmolch (Ambystoma dumerilii) im Tiergarten Schönbrunn © Daniel Zupanc, Tiergarten Schönbrunn

 

 

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Der Pátzcuaro-Querzahnmolch ist eine in ihrer Heimat vom Aussterben bedrohte Art, für die wegen ihres beschränkten Lebensraums der Aufbau von ex situ-Reservepopulationen wichtig ist.

Körperbau und Körperfunktionen

Pátzcuaro-Querzahnmolche durchlaufen nie eine Metamorphose zum Erwachsenenstadium, sondern werden als Larven geschlechtsreif. Voll ausgewachsene Larven haben eine Kopf-Rumpflänge von etwa 165 mm und eine Schwanzlänge von 120 mm. Der Kopf ist groß, mit kleinen, lidlosen Augen und beidseits drei federartigen äußerlichen Kiemenästen. Der Körper ist relativ schlank mit einer flossenartigen Längsfalte auf dem Rücken. Der Schwanz ist seitlich zusammengepresst und hat oben wie unten einen Flossensaum. Die Extremitäten haben vorne 4, hinten 5 Zehen, die durch Schwimmhäute verbunden sind [2].

Verbreitung

Nordamerika: Mexiko, nur in einem kleinen Teil des 126 km² großen Pátzcuaro-Sees im Teilstaat Michoacán [4].

Lebensraum und Lebensweise

Wie der Axolotl erreicht der Pátzcuaro-Querzahnmolch seine Geschlechtsreife bereits im Larvenstadium, macht also keine Metamorphose zum Erwachsenenstadium durch. Dieses, Neotenie genannte Phänomen ist durch eine Unterfunktion der Schilddrüse bedingt. Er hat deshalb eine rein aquatische Lebensweise [4].

Gefährdung und Schutz

Der Pátzcuaro-Querzahnmolch ist im Freiland hochgradig bedroht, vermutlich sogar ausgestorben. Da die letzte Beurteilung aus dem Jahr 2003 stammt, wird er von der IUCN noch als vom Aussterben bedroht taxiert. Heute ist davon auszugehen, dass die Pátzcuaro-Querzahnmolche im einzigen See, in dem sie natürlicherweise vorkamen, ausgestorben sind, weil Fische, die in den See eingesetzt wurden, ihre Eier und Larven gefressen haben. Außerdem wurde Abwasser eingeleitet und flache Uferbereiche aufgefüllt. Nonnen in einem nahegelegenen Kloster hatten Tiere gesammelt, um aus ihnen Hustensaft zu gewinnen. Sie haben sie bis vor Kurzem allerdings auch gezüchtet und somit hat die Art überlebt [5].

Der internationale Handel ist nach CITES-Anhang II geregelt.

Bedeutung für den Menschen

Die Art wurde für medizinische Zwecke genutzt, wobei die Sammeltätigkeit nicht nachhaltig war [4]. Von 2001-2016 wurde keine internationale Handelstätigkeit registriert [3], obwohl offensichtlich Nachzuchttiere aus Mexiko ausgeführt worden sind.

Haltung

Haltung in europäischen Zoos: Ein Österreichischer Forscher aus Graz hatte die Möglichkeit, ein paar Tiere aus Mexiko zu importieren und es gelang ihm, diese zur Zucht zu bringen. Aus seinem Bestand gingen einige Individuen an den Tiergarten Schönbrunn, dem 2015 die Zoo-Welterstzucht gelang (PM Tiergarten Schönbrunn vom 30.07.2015). Mittlerweile ist die Art in mehreren europäischen Einrichtungen zu sehen, von denen sich über die Hälfte im deutschsprachigen Raum befinden. Für Details siehe Zootierliste. Es gibt mittlerweile auch ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm (EEP), das vom Chester Zoo koordiniert wird.

Mindestanforderungen an Gehege: In Deutschland gibt es keine konkreten Mindestanforderungen. In Österreich sind diese in Anlage 4 der 2. Tierhaltungsverordnung, in der Schweiz in Anhang 2, Tabelle 6 der Tierschutzverordnung festgelegt.

Taxonomie und Nomenklatur

Die Art wurde 1870 von dem aus Frankreich stammenden mexikanischen Zoologen Alfred DUGÈS unter der Bezeichnung Siredon dumerilii beschrieben [1].

Literatur und Internetquellen

  1. AMPHIBIAN SPECIES OF THE WORLD
  2. CITES IDENTIFICATION MANUAL
  3. CITES TRADE DATA BASE
  4. SHAFFER, H.B., FLORES-VILLELA, O., PARRA-OLEA, G. & WAKE, D. (2008). Ambystoma dumerilii. The IUCN Red List of Threatened Species 2008: e.T59055A11876338. http://www.iucnredlist.org/details/59055/0. Downloaded on 28 November 2017.
  5. TIERGARTEN SCHÖNBRUNN - PRESSEMITTEILUNG

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Freigegeben in Schwanzlurche
Donnerstag, 14 Juni 2018 23:47

NIETZKE, G. (1969/1972)

Die Terrarientiere Band 1. Schwanzlurche, Froschlurche, Schildkröten.

344 S., 4 Farbtafeln, 109 s/w-Tierfotos, 43 technische Abbildungen.

Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart.

Das Werk ist mittlerweile verfügbar als 4. neubearbeitete und neugestaltete. Aufllage - Stuttgart (1989; 276 S., 101 Farbfotos, 16 SW-Fotos, 82 Zeichnungen, 19 Tab.; Ln. DM 148, –. – ISBN 3-8001-7178-3.

 

Die Terrarientiere Band 2. Krokodile, Echsen, Schlangen.

Ferner: Pflanzen im Terrarium, Zucht und Aufzucht, Freilandaufenthalt und Überwinterung. 

300 S., 8 Farbtafeln,, 109 s/w Abbildungen

Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart. ISBN 3-8001-7002-7.

 

Freigegeben in N
Donnerstag, 14 Juni 2018 22:30

FLECK, J. (2010)

Die Krokodilmolche der Gattung Tylototriton ANDERSON, 1871.

Teil 1: Elaphe 18, Heft 1: 38-45.

Teil 2: Elaphe 18, Heft 2: 38-45.

 

Freigegeben in F
Donnerstag, 14 Juni 2018 10:06

Stacheliger Krokodilmolch

Ordnung: Schwanzlurche (Caudata)
Überfamilie: Salamanderverwandte (Salamandroidea)

Familie: Salamander und Molche (Salamandridae)

D NT 650

Stacheliger Krokodilmolch

Tylototriton asperrimus • The Black Knobby Newt • Le triton hérissé

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Stacheliger Krokodilmolchs (Tylototriton asperrimus) in Privathaltung in Löwen, Belgien © Henk Wallays. Veröffentlicht unter Creative Commons Attribution-NonCommercial 3.0 (CC BY-NC 3.0) license

 

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Approximative Verbreitung des Stacheligen Krokodilmolchs (Tylototriton asperrimus)

 

 

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Der Stachelige Krokodilmolch ist ein in seiner Heimat gefährdeter, recht großer, aber unscheinbar gefärbter Molch, der in europäischen Zoos kaum je gezeigt wird.

Körperbau und Körperfunktionen

Die Angaben zur Körperlänge variieren in der Literatur von 11.5 bis 15 cm, FLECK (2010) erhielt allerdings Tiere, die 21 (Weibchen) bzw. 17 cm (Männchen) lang waren. Der ganze Körper ist bei dieser Art einheitlich schwarz gefärbt [2; 3].

Verbreitung

Südostasien : Hauptsächlich in Zentral- und Südchina, aber auch im Norden von Vietnam [5].

Lebensraum und Lebensweise

Die Art besiedelt temporäre Tümpel in Bambusdickichten und Primärwäldern der Hügelregion in Höhenlagen von 400-1'700 m. Die Eier werden am Tümpelrand an Land abgelegt, die Larven entwickeln sich im Wasser [5].

Gefährdung und Schutz

Dieser Krokodilmolch wird häufig und nicht nachhaltig für den Einsatz in der Traditionellen Medizin gefangen. Ausserdem leidet die Art unter der Zerstörung seines Lebensraums durch die Landwirtschaft und Holzschlag. Er wir deshalb aufgrund einer Beurteilung aus dem Jahr 2008 als potenziell gefährdet angesehen [5].

Der internationale Handel ist ab dem 26.11.2019 nach CITES-Anhang II geregelt.

Ein Projekt zur Abklärung der Gefährdung dieser Art durch den internationalen Handel wurde im Rahmen des Deutschsprachigen Amphibienschutzprogramms DASP vom VdZ und anderen Zoo-Organisationen unterstützt [4].

Bedeutung für den Menschen

Stachelige Krokodilmolche werden getrocknet oder in Alkohol eingelegt als Ersatz für Gecko gekko in der traditionellen chinesischen Medizin als Heilmittel gegen AIDS, Krebs, Asthma, Tuberkulose und Impotenz eingesetzt [5; 6].

Haltung

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird nur ganz vereinzelt und sporadisch in europäischen Einrichtungen gezeigt. Für Details siehe Zootierliste

Mindestanforderungen an Gehege: In Deutschland gibt es keine konkreten Mindestanforderungen. In Österreich sind diese in Anlage 4 der 2. Tierhaltungsverordnung, in der Schweiz in Anhang 2, Tabelle 6 der Tierschutzverordnung festgelegt.

Taxonomie und Nomenklatur

Die Krokodilmolche sind eine fossil auch in Europa weit verbreitete, heute auf Südostasien beschränkte Gattung der  Salamandridae. Innerhalb der Gattung werden mittlerweile 23 Arten unterschieden. Tylototriton asperrimus wurde 1930 wissenschaftlich beschrieben.

Literatur und Internetquellen

  1. AMPHIBIAM SPECIES OF THE WORLD
  2. AMPHIBIAWEB
  3. FLECK, J. (2010)
  4. ROWLEY, J. J. L., SHEPERD, C. R., STUART, B. L., NGUYEN, T. Q., et al. (2016)
  5. VAN DIJKk, P.P. et al. (2008). Tylototriton asperrimus. The IUCN Red List of Threatened Species 2008: e.T59482A11932895. http://www.iucnredlist.org/details/59482/0. Downloaded on 03 December 2017.
  6. WAGNER, P. & DITTMANN, A. (2014)

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Freigegeben in Schwanzlurche
Donnerstag, 14 Juni 2018 09:55

Spanischer Rippenmolch

Ordnung: Schwanzlurche (Caudata)
Überfamilie: Salamanderverwandte (Salamandroidea)

Familie: Salamander und Molche (Salamandridae)

D NT 650

Spanischer Rippenmolch

Pleurodeles waltl • The Iberian Ribbed Newt • Le pleurodèle de Waltl

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Spanischer Rippenmolch (Pleurodeles waltl) im Zoo-Aquarium Berlin © Klaus Rudloff, Berlin

 

 

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Approximative Verbreitung des Spanischen Rippenmolchs (Pleurodeles waltl) - reicht in Marokko noch etwas weiter westwärts

 

 

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Spanischer Rippenmolch (Pleurodeles waltl) im Tierpark Chemnitz © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

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Spanischer Rippenmolch (Pleurodeles waltl) im Tier- und Ökogarten Peine © Klaus Rudloff, Berlin

 

 

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Spanischer Rippenmolch (Pleurodeles waltl) im Tierpark Chemnitz © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

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"Rippenmolch (Pleurodeles Waltlii)". Bild aus aus Brehms Thierleben (1882-1887)

 

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Der Spanische Rippenmolch ist der größte Vertreter seiner Familie in Europa. Er ist recht pflegeleicht, wid häufig in Privathand gehalten wird und gelangt dadurch auch relativ oft in Zoos.

Körperbau und Körperfunktionen

Die Männchen des spanischen Rippenmolchs werden bis etwa 31 cm, lang, die Weibchen bis 29 cm, die Tiere bleiben aber meist deutlich kleiner. Der Rippenmolch ist schlank und gestreckt gebaut, der Leib trotzdem ziemlich kräftig, der Kopf etwas länger als breit, an der Schnauzenspitze abgestutzt, beim Weibchen sogar flach krötenartig gerundet, der Schwanz messerförmig zusammengedrückt, am Ende stumpf abgerundet und sowohl oben als auch unten mit einem deutlichen Hautkamme versehen. Die Vorderfüße haben vier, die Hinterfüße fünf freie Zehen. Auf dem drüsenreichen, warzigen Oberkörper sind die an den Rumpfseiten in einer Längsreihe stehenden Hauthöcker auffallend. Jeder dieser Höcker trägt das feine, zugespitzte Ende einer freien Rippe, welches der Molch durch Muskeldruck durch die Hauthöcker hindurch spießen kann. Im Frühjahr entwickelt das Männchen Brunstschwielen an den Vorderbeinen, mit deren Hilfe es das Weibchen umklammert [1; 3; 4; 5; 6].

Verbreitung

Mittelmeerraum: Iberische Halbinsel (Spanien, Portugal) und Marokko. In Gibraltar eingeführt [2].

Lebensraum und Lebensweise

Der Spanische Rippenmolch ist stark wasserabhängig. Für die Wissenschaft entdeckt wurde er in tiefen Zisternen, wie sie in Andalusien üblich waren [3]. Oft bleibt er ganzjährig im Wasser, vorzugweise in Weihern, die über 1 m tief sind. Wenn Gewässer austrocknen, versteckt er sich unter Steinen, Wurzeln oder Totholz. Er besiedelt lichte Pinienwälder und Brachland, vorzugsweise in eher tiefliegende Regionen. Über 900 m ist er selten, wurde aber auch schon auf 1'565 Metern über Meereshöhe festgestellt. Der Laich wird in möglichst verkrauteten, stehenden oder langsam fließenden Gewässern abgelegt [1; 2].

Gefährdung und Schutz

Weil die Bestände deutlich abnehmen, wurde die Art aufgrund einer Beurteilung aus dem Jahr 2008 als potenziell gefährdete Tierart eingestuft [2].

Der internationale Handel ist durch CITES nicht geregelt. Der Spanische Rippenmolch ist nach Anhang III der Berner Konvention und, in Spanien, nach nationaler Gesetzgebung geschützt.

Praktische Schutzmassnahmen: Erhalten und Wiederherstellen von Lebensräumen, ex-situ-Zucht und Wiederansiedlung.

Bedeutung für den Menschen

Beliebt bei Hobbyhaltern, ansonsten keine Angaben.

Haltung

Spanische Rippenmolche gehören zu den am einfachsten zu pflegenden Amphibien. Sie benötigen ein möglichst großes Aquarium mit mindestens 70 Liter Inhalt. Bodengrund von etwa 5 cm tiefe, Wasserstand etwa auf 15-20 cm Höhe, mit Wasserpflanzen bepflanzt. Heizung und Filter sind nicht nötig, Wasserwechsel in größeren Zeitabständen. Ein Landteil ist nicht unbedingt erforderlich. Wöchentlich mit Regenwürmern, Nacktschnecken, Insektenlarven oder feinen Streifen aus Rinderherz füttern [5].

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird in rund 50 europäischen Einrichtungen gezeigt, von denen sich etwa ein Sechstel im deutschsprachigen Raum befinden. Für Details siehe Zootierliste

Mindestanforderungen an Gehege: In Deutschland gibt es keine konkreten Mindestanforderungen. In Österreich sind diese in Anlage 4 der 2. Tierhaltungsverordnung, in der Schweiz in Anhang 2, Tabelle 6 der Tierschutzverordnung festgelegt.

Wie Spanische Rippenmolche gehalten werden (Beispiel): Vivarium im Tierpark Chemnitz, siehe ZOOLEX Gallery.

Taxonomie und Nomenklatur

Die afrikanische Art Pleurodeles poireti wird bisweilen als Unterart von P. waltl angesehen [1].

Literatur und Internetquellen

  1. AMPHIBIAWEB
  2. BEJA, P. (2009). Pleurodeles waltl. The IUCN Red List of Threatened Species 2009: e.T59463A11926338. http://www.iucnredlist.org/details/59463/0. Downloaded on 02 December 2017.
  3. BREHM, A. E. (1882-1887)
  4. GRZIMEK, B. (Hrsg. 1970)
  5. NIETZKE, G. (1969)
  6. O'SHEA, M. & HALLIDAY, T. (2002)

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Freigegeben in Schwanzlurche
Donnerstag, 14 Juni 2018 09:48

SCHNEIDER, C. & SCHNEIDER, W. (2011)

Die Bergbachmolche der Gattung Neurergus im Irak (Caudata: Salamandridae).

The Kurdistan newts of the Genus Neurergus in Iraq (Caudata: Salamandridae).

HERPETOZOA Wien 23 (3/4): 3 - 20.

Kurzfassung:

Die verfügbaren Angaben zur Verbreitung der Gattung Neurergus im Irak wurden während einer 11-tägigen Reise in die autonome Provinz Kurdistan/Irak im Frühjahr 2010 verifiziert.  Dazu wurden die in der Literatur genannten Fundorte aufgesucht, wenn der Zugang zu ihnen möglich war.  Beobachtungen im Habitat, Beschreibungen der bewohnten Gewässer, Daten zur Morphologie und Biologie der Molche und die aktuelle Beurteilung der ungefähren Verbreitung der Arten werden präsentiert. Bergbachmolche die völlig mit den von NESTEROV (1916) als Rhithrotriton  derjugini Forma typica und Rhithrotriton derjugini var. microspilotus beschriebenen Tieren übereinstimmten, wurden in unmittelbarer Nähe ihrer jeweiligen Typuslokalitäten gefunden.  Beide Molchformen wurden erstmals seit NESTEROVs Reise im Jahr 1914 für den Irak wieder nachgewiesen. Neurergus derjugini derjugini (NESTEROV, 1916) und Neurergus derjugini microspilotus (NESTEROV, 1916) [Syn. Neurergus microspilotus (NESTEROV, 1916)] werden als gültige Namen der beiden Taxa vorgeschlagen. Färbungsvarianten der Art Neurergus crocatus, COPE 1862  von  verschiedenen Fundpunkten werden beschrieben.

Freigegeben in S
Donnerstag, 14 Juni 2018 16:37

Tigersalamander

Ordnung: Schwanzlurche (CAUDATA)
Überfamilie: Salamanderverwandte (Salamandroidea)

Familie: Querzahnmolche (Ambystomatidae)

D LC 650

Tigersalamander

Ambystoma tigrinum / mavortium • The Tiger Salamander La salamandre tigrée

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Gestreifter Tigersalamander (Ambystoma mavortium) im Tierpark Chemnitz © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

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Approximative Verbreitung von Ambystoma tigrinum (rot) und A. mavortium (dunkelblau)

 

 

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Gestreifter Tigersalamander (Ambystoma mavortium) im Tierpark Chemnitz © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

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Östlicher Tigersalamander (Ambystoma tigrinum) im Tierpark Chemnitz © Klaus Rudloff, Berlin

 

 

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Sonora-Tigersalamander (Ambystoma mavortium stebbinsii) im Arizona Sonora Desert Museum, Tucson © Klaus Rudloff, Berlin

 

 

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Die Haltung des Tigersalamanders ist dann von besonderem zoopädagogischem Interesse, wenn zu Vergleichszwecken auch Axolotl oder Pátzcuaro-Salamander gehalten werden. Verglichen mit dem Axolotl wird er aber nicht so häufig gehalten.

Körperbau und Körperfunktionen

Erwachsene Tigersalamander werden (15-)19-28(-33) cm lang. Es sind große, kräftige Salamander. Ihr Kopf ist gross mit abgerundeter Schnauze und kleinen, mit Lidern versehenen Augen und fehlenden Ohrdrüsen. Der Körper ist plump, der Schwanz dick, an der Wurzel fast drehrund, im weiteren Verlaufe stärker oder schwächer zusammengedrückt, am Ende ziemlich spitz abgerundet und niemals mit Hautsäumen versehen; die Vorderfüße haben vier, die Hinterfüße fünf freie Zehen. Die Tiere sind sehr unterschiedlich gefärbt und gezeichnet, meist ähnlich wie ein Feuersalamander mit gelber Zeichnung auf schwarzem oder dunkelbraunem Grund [2; 5; 7].

Verbreitung

Nordamerika: Vom südlichen Kanada über die USA bis Nord-Mexiko [3; 4].

Lebensraum und Lebensweise

Anders als der Axolotl macht der Tigersalamander oft eine Metamorphose durch (in der Regel bei tigrinum, während die westlichen (mavortium) Formen sich auch als Larven fortpflanzen können. Die Larven besiedeln tiefe Weiher und Tümpel. Die Erwachsenen leben außerhalb der Paarungszeit an Land. Zur Fortpflanzung besiedeln sie im Frühjahr ruhige Gewässer, wo die Weibchen ihre Eier in Klumpen an Wasserpflanzen ablegen. Die Larven bleiben etwa ein Jahr im Wasser [6; 7].

Gefährdung und Schutz

Nach Beurteilungen aus dem Jahr 2015 gelten die Taxa mavortium und tigrinum mit ihren großen Gesamtpopulationen, der hohen Zahl der Subpopulationen und der weiten Verbreitung nicht als gefährdet [3; 4].

Der internationale Handel ist nach CITES nicht geregelt.

Bedeutung für den Menschen

Gebietsweise werden Tigersalamander für Ernährungs- oder medizinische Zwecke oder für den lokalen Heimtierhandel gesammelt. Bei den Tieren, die in den internationalen Handel gelangen, dürfte es sich in der Regel um Nachzuchten handeln [4].

Haltung

Haltung in europäischen Zoos: Die Arten werden in rund 20 europäischen Einrichtungen gezeigt, von denen sich etwa ein Drittel im deutschsprachigen Raum befinden. Für Details siehe Zootierliste

Mindestanforderungen an Gehege: In Deutschland gibt es keine konkreten Mindestanforderungen. In Österreich sind diese in Anlage 4 der 2. Tierhaltungsverordnung, in der Schweiz in Anhang 2, Tabelle 6 der Tierschutzverordnung festgelegt.

Wie Querzahnmolche gehalten werden (Beispiel): Vivarium im Tierpark Chemnitz, siehe ZOOLEX Gallery.

Taxonomie und Nomenklatur

Der Tigersalamander wurde 1825 vom amerikanischen Chemiker und Herpetologen Jacob GREEN als "Salamandra tigrina" beschrieben. Bei den Tigersalamandern wurde die ehemalige Unterart A. tigrinum tigrinum zu einer eigenen Art hochgestuft (Östlicher Tigersalamander, A. tigrinum), während die übrigen früheren Unterarten als Westlicher Tigersalamander (A. mavortium, mit fünf Unterarten) zusammengefasst werden [1].

Literatur und Internetquellen

  1. AMPHIBIAN SPECIES IF THE WORLD
  2. BREHM, A. E. (1882-1887)
  3. IUCN SSC Amphibian Specialist Group (2015). Ambystoma mavortium. The IUCN Red List of Threatened Species 2015: e.T199970A2623523. http://www.iucnredlist.org/details/199970/0. Downloaded on 02 December 2017.
  4. IUCN SSC Amphibian Specialist Group (2015). Ambystoma tigrinum. (errata version published in 2016) The IUCN Red List of Threatened Species 2015: e.T83293207A105179324. http://www.iucnredlist.org/details/83293207/0. Downloaded on 02 December 2017.
  5. GRZIMEK, B. (Hrsg. 1970)
  6. NIETZKE, G. (1969)
  7. O'SHEA, M. & HALLIDAY, T. (2002)

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Donnerstag, 14 Juni 2018 15:51

Schlammteufel

Ordnung: Schwanzlurche (Caudata)
Überfamilie: Niedere Schwanzlurche (Cryptobranchoidea)

Familie: Riesensalamander (Cryptobranchidae)

D NT 650

Schlammteufel

Cryptobranchus alleganiensis • The Hellbender • Le ménopome

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Schlammteufel (Cryptobranchus alleganiensis) im Tierpark Chemnitz © Klaus Rudloff, Berlin

 

 

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Approximative Verbreitung des Schlammteufels (Cryptobranchus alleganiensis)

 

 

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Schlammteufel (Cryptobranchus alleganiensis) im Tierpark Chemnitz © Hermann Will, Chemnitz / Nürnberg

 

 

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Schlammteufel (Cryptobranchus alleganiensis) im Tierpark Chemnitz © Klaus Rudloff, Berlin

 

 

402 003 002 00 cryptobranchus alleganiensis BREHM
"Hellbender (Cryptobranchus horridus)". Bild aus aus Brehms Thierleben (1882-1887)

 

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Der Schlammteufel bleibt deutlich kleiner als die Riesensalamander. Da europäische Zoos sich selten auf nordamerikanische Fauna spezialisieren, ist er hierzulande nur selten zu sehen.

Körperbau und Körperfunktionen

Mit einer Gesamtlänge bis zu 70 cm wird der Schlammteufel nur etwa halb so groß wie seine asiatischen Verwandten. Sein Kopf ist breit und abgeplattet. Obwohl er über Lungen atmet, hat er beidseits (manchmal auch nur auf einer Seite) hinter dem Kopf je eine als fleischige Falte ausgebildete Kiemenspalte und innerlich je vier Kiemenbögen. An den Flanken weist er auffällige Hautwülste auf. Die Färbung ist braun-grau mit dunkleren Flecken [3; 5].

Verbreitung

Nordamerika: Östliche USA (von Illinois, Indiana, Ohio, Pennsylvania und New York bis Missouri, Arkansas, Mississippi, Alabama, Georgia, Nord- und Süd-Carolina, West Virginia und Maryland, einschliesslich Kentucky, Tennessee, und eventuell Iowa). In Kansas eingeführt [4].

Lebensraum und Lebensweise

Die Lebensweise gleicht jener der Asiatischen Riesensalamander. Zur Paarungszeit im Herbst hebt das Männchen eine Brutgrube aus und lockt das Weibchen hinein, das dort seine Eier ablegt. Diese werden anschließend vom Männchen befruchtet und dann bis zum Schlüpfen der Larven bewacht. In einem Nest laichen oft mehrere Weibchen [3].

Gefährdung und Schutz

Wegen deutlich abnehmender Bestände, bedingt durch direkte Verfolgung, Umweltverschmutzung, wasserbauliche Maßnahme und erhöhte wassersportliche Aktivitäten, wurde der Schlammteufel aufgrund einer mittlerweile revisionsbedürftigen Burteilung aus dem Jahr 2004 als potenziell gefährdete Tierart eingestuft [3].

Der internationale Handel ist nach CITES-Anhang III (USA) geregelt.

Bedeutung für den Menschen

Irrtümlich glauben manche Sportfischer, Schlammteufel seien hochgiftig oder richteten große Schäden am Fischbestand und der Fischbrut an, weshalb die Tiere verfolgt und getötet werden. Schlammteufel werden auch für den Tierhandel oder zu Präparationszwecken gefangen [4]. Von 2001-12016 wurde kein internationaler Handel mit lebenden Tieren registriert [2]

Haltung

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird in ganz wenigen europäischen Einrichtungen gezeigt, die sich überwiegend im deutschsprachigen Raum befinden. Für Details siehe Zootierliste

Die Welterstzucht gelang erst im Jahr 2011 im St. Louis Zoo (PM St. Louis Zoo vom 30.11.2011).

Mindestanforderungen an Gehege: In Deutschland gibt es keine konkreten Mindestanforderungen. In Österreich sind diese in Anlage 4 der 2. Tierhaltungsverordnung, in der Schweiz in Anhang 2, Tabelle 6 der Tierschutzverordnung festgelegt.

Wie Schlammteufel gehalten werden (Beispiel): Vivarium im Tierpark Chemnitz, siehe ZOOLEX Gallery.

Taxonomie und Nomenklatur

In der Vergangenheit wurde der Schlammteufel mit den unterschiedlichsten wissenschaftlichen Namen bedacht. Allein bei BREHM finden sich die folgenden Bezeichnungen: Cryptobranchus horridus und salamandroides, Protonopsis horrida, Abranchus alleghaniensis, Curycea macronota, Molge gigantea, Menopoma alleghaniensis und fusca, Salamandrops giganteus. [1].

Der Schlammteufel bildet eine monospezifische Gattung innerhalb der Familie der Riesensalamander. Es werden zwei Unterarten unterschieden [3].

Literatur und Internetquellen

  1. BREHM, A. E. (1882-1887)
  2. CITES TRADE DATA BASE
  3. GRZIMEK, B. (Hrsg. 1970)
  4. HAMMERSON, G. & PHILLIPS, C.(2004). Cryptobranchus alleganiensis. The IUCN Red List of Threatened Species 2004: e.T59077A11879843. http://www.iucnredlist.org/details/59077/0. Downloaded on 01 December 2017.
  5. O'SHEA, M. & HALLIDAY, T. (2002)

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