Mittwoch, 30 September 2020 13:50

MESCHKE, T. (2020)

Klippschliefer- vielfältige Einheitlichkeit oder einheitliche Vielfältigkeit.

ELIOMYS 2/2020: 4-29.

Aus der Zusammenfassung:

Viele Fragen ergeben sich im Hinblick auf das Verbreitungsgebiet des Klippschliefers. Ungeklärt ist die Situation im Südsudan, wo die Unterarten ruficeps, marrensis, butleri, slatini, kerstingi und sharica möglicherweise aufeinander treffen. Klärungsbedarf besteht auch hinsichtlich der Formen habessinica und alpini und ihrer angrenzenden Unterarten wie minor, pallida, butleri und meneliki in Bezug auf die tatsächliche Färbung ihres Rückenflecks und ihre jeweiligen Verbreitungsgrenzen. Außerdem stellt sich die Frage, ob in Süd-Somlia überhaupt Klippschliefer vorkommen. Viele Unterarten und Formen (vor allem aus dem Sudan und Westafrika) sind nur von ganz wenigen Exemplaren bekannt, sodass neues Material aus diesen Regionen einige Fragen beantworten könnte. Die Verbreitungskarten einiger Autoren weisen außerdem keine Verbreitungslücke zwischen Nord-Tansania und Süd-Malawi auf, was ebenfalls weiterer Nachforschungen bedarf. Allerdings ist das Verbreitungsgebiet  wahrscheinlich viel lückenhafter und nicht so kontinuierlich, wie es oft dargestellt wird.

Anhand der btrachteten Felle und von Literaturbeschriebungen stellt der Autor einen eigenen Ansatz zur Systematik der Klippschliefer dar.

meschke-biblio

Freigegeben in M
Donnerstag, 14 Juni 2018 12:18

HÖFT, S. (2010)

Chronoethologische Untersuchungen an einer Gruppe von Klippschliefern (Procavia capensis) im Zoo Osnabrück.

Diplomarbeit

244 Seiten

Zoologisches Institut der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät
Prof. Dr. Hartl,
Dr. Udo Gansloßer, Zoologisches Institut und Museum Universität Greifswald
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Zoo Osnabrück

GOOGLE Books

Zusammenfassung:

In der vorliegenden Arbeit wurde das Verhalten einer Klippschliefergruppe (Procavia capensis) im Zoo Osnabrück untersucht. Die Gruppe bestand zum Zeitpunkt der Untersuchung aus einem adulten Männchen, fünf adulten Weibchen (ab 02.04.2010 vier) und vier Jungtieren. Für die Gruppe wurde ein Ethogramm erstellt mit Schwerpunkt auf das Sozialverhalten. Mithilfe der Sequenzanalyse nach GERBER (1976 zitiert in WILHELM und GANSLOSER 1989) und eines Binomialtestes wurden die Verhaltenselemente des Sozialverhaltens in die Kategorien "Soziopositives Verhalten“ sowie " Agonistisches Verhalten“ (mit den Kategorien " Angriffs- und Drohverhalten“ und " Defensives Verhalten“) eingeteilt. Für die Analysen wurden jeweils Aktion und entsprechende Reaktion der an dyadischen Interaktionen beteiligten Tiere vom 13.01. - 27.04.2010 aufgezeichnet. Insgesamt wurde für die quantitativen Analyse 334 Stunden beobachtet, wobei ein N = 75:647 (Anzahl der Aktions-Reaktions-Paare) erzielt wurde.

Des weiteren wurde die Chronoethologie der Klippschliefergruppe untersucht. Mithilfe von Infrarotkameras wurde das Verhalten der Tiere über 24 Stunden, über mehrere Tage aufgezeichnet. 17 Tage (17.01. - 02.02.2010) des aufgezeichneten Materials wurden ausgewertet. Dabei wurde sich auf die Verhaltenskategorien " Fressen“, " Thermoregulation unter Wärmelampe“ ( " TuW“) und " Thermoregulation ohne Wärmelampe“ ( " ToW“) beschränkt. Ziel war es zu überprüfen, ob ein 24-Stunden-Rhythmus vorliegt und ob ein fester Tagesablauf existiert. Ferner wurde der Einfluss der Wärmelampe (einzige künstliche Beleuchtung in der Innenanlage der Klippschliefer) sowie der Tierpfleger auf das Verhalten der Klippschliefergruppe untersucht.

Die Untersuchung konnte zeigen, dass die Tiere einen 24-Stunden-Rhythmus in den untersuchten Verhaltenskategorien aufwiesen. Wie wild lebende Klippschliefer war die Zoogruppe tagaktiv und auch ihr Tagesprofil entsprach demjenigen wild lebender Artgenossen. Nach dem Anschalten und vor dem Abschalten der Wärmelampe zeigten die Klippschliefer im Zoo thermoregulatorisches Verhalten unter dieser, wie wild lebende Artgenossen unter der Sonne. Fressperioden existierten am Morgen sowie nachmittags und abends, wobei die Zoogruppe, im Gegensatz zu ihren wild lebenden Artgenossen mit zwei Fressphasen, drei Gruppenfressaktivitäten zeigte. Den Rest des Tages und die Nacht verbrachten die Tiere grösstenteils mit " ToW“. Anhand der Zeitbudgets konnte gezeigt werden, dass thermoregulatorisches Verhalten den Grossteil eines 24-Stunden-Tages ausmachte (Männchen 88,73%;Weibchen 74,94%; Jungtiere 71,74%) und bezüglich des " Fressens“ sich das Zuchtmännchen, die Weibchen und Jungtiere signifikant unterschieden. Die Jungtiere (10,48%) verbrachten signifikant mehr Zeit mit Fressen als das Männchen (5,13%) oder die Weibchen (6,39%), die wiederum mehr Zeit mit Fressen verbrachten als das Männchen (bei allen p < 0; 001; Mann-Whitney U-Test). Mit "TuW“ verbrachte das Männchen signifikant mehr Zeit als die Jungtiere (p = 0; 005; Mann-Whitney U-Test).

Die Wärmelampe hatte einen Einuss auf die untersuchten Verhaltenskategorien. Die Klippschliefergruppe nutzten die Wärmelampe unmittelbar nach dem Anschalten zur Thermoregulation und auch einige Zeit vor ihrem Abschalten. Ferner frassen die Tiere fast ausschliesslich im Zeitraum, wenn die Wärmelampe angeschaltet war. Bei der Wärmelampe könnte es sich somit um einen Zeitgeber oder Maskierungsfaktor handeln. Bei den tierpfegerischen Tätigkeiten könnte höchstens die morgendliche Fütterung, die eine Fressphase initiierte, einen Zeitgeber darstellen.

Summary

The aim of the present study was to examine the behaviour of a Rock Hyrax group (Procavia capensis) living at Osnabrück Zoo. The group included one adult male, five adult females (from 02.04.2010 four) and four juveniles. For this group, an ethogram was established with a focus on social behaviour. The patterns of the social behaviour were arranged to the classes " social positive behaviour” and "agonistic behaviour” (with the classes "attack and threat behaviour” and "defensive behaviour”) by using sequential analysis following GERBER (1976 cited in WILHELM und GANSLOSER 1989) and a binomial test. Therefore, action and reaction of observed individuals, which were involved in dyadic interactions, was recorded from 13.01. - 27.04.2010. In total 334 hours were observed for the quantitative analysis, at which a N = 75.647 (number of actions-reactions-pairs) was obtained.

In addition, the chronoethology of the Rock Hyrax group was studied. For recording the behaviour of the animals over 24 hours per day, infrared cameras were used. 17 days (17.01. - 02.02.2010) of the recorded material were analysed. Herein, the analysis was focused on the behavioural categories "feeding”, "thermoregulation under heat lamp” ( "TuW”) and " thermoregulation without heat lamp” ( "ToW”). The aim was to verify whether a rhythm of 24 hours and a fixed daily routine exist. Furthermore, the influence of the heat lamp (sole artificial lighting in the indoor cage of the Rock Hyraxes) and the keepers on the behaviour of the Rock Hyrax group was analysed.

Like free-ranging Rock Hyraxes the zoo group was diurnal and its daily routine was conform to the one of free-ranging conspecifics too. After switching on and off of the heat lamp, the Rock hyrax in the zoo showed thermoregulatory behaviour under it like free-ranging conspecifics under the sun. Feeding bouts occured in the morning, in the afternoon and evening. In contrast to free-ranging conspecifics, which show two feeding bouts, the zoo hyraxes had three times of group feeding. The rest of the day and night the animals spent mostly with "ToW”. Based on time budgets it can be demonstrated that thermoregulatory behaviour took up the largest part of a 24-hour-day (male 88,73%; females 74,94%; juveniles 71,74%) and that relating to " feeding” the differences between the adult male, the adult females and the juveniles were significant. The juveniles (10,48%) spent significantly more time eating than the adult male (5,13%), and the adult females (6,39%) (both p < 0; 001; Mann-Whitney U-Test). The females spent significant more time eating than the male (p < 0; 001; Mann-Whitney U-Test).

The male spent significant more time "TuW” than the juveniles (p = 0; 005; Mann-Whitney U-Test). The heat lamp had an influence on the analysed behavioural categories. The Rock Hyrax group used the heat lamp for thermoregulation immediately after switching on and some times before beeing switched off. Furthermore, the animals fed almost exclusively when the heat lamp was on. Therefore, the heat lamp could be a zeitgeber or a masking factor. Relating to the animal keeper's activity, at most the morning feedings, which initiated a feeding bout, could be seen as a zeitgeber.

 

höft-biblio

Freigegeben in H
Donnerstag, 14 Juni 2018 08:42

HAHN, H. (1959)

Von Baum-, Busch- und Klippschliefern, den kleinen Verwandten der Seekühe und Elefanten.

Die Neue Brehm-Bücherei Band 246.
88 Seiten, 20 s/w-Fotos, 8 Strichzeichnungen, 3 Landkarten, 2 Bestimmungstabellen.
A Ziemsen Verlag, Wittenberg-Lutherstadt.
Nachdruck der 1. Auflage von 1959. Westarp-Wissenschaften, Hohenwarsleben 2004, ISBN 3-89432-680-8.

Inhalt:

Die Monographie informiert über Anatomie, Systematik, Lebensweise und aktuelle sowie frühere Verbreitung der rezenten Schliefer, von denen der Autor 8 Arten anerkennt, über die gegenwärtigen Schlieferbiotope und deren Ökologie, ferner über ausgestorbene Schlieferformen. Sie enthält ein Fachwörter- und ein Literaturverzeichnis sowie ein Sachregister.

 

hahn-biblio

Freigegeben in H
Donnerstag, 14 Juni 2018 08:31

Buschschliefer

Überordnung: AFROTHERIA
Taxon ohne Rang: PAENUNGULATA
Ordnung: Schliefer (HYRACOIDEA)
Familie: Schliefer (Procaviidae)

D LC 650

EEPBuschschliefer

Heterohyrax brucei • The Bush Hyrax • Le daman gris ou daman des steppes

 

116 001 002 001 heterohyrax brucei BBG PD(2)
Buschschliefer, TG Bernburg © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

 

116 001 002 001 heterohyrax brucei map
Approximative Verbreitung des Buschschliefers (Heterohyrax brucei)

 

 

 

116 001 002 001 heterohyrax brucei TPB Rudloff
Buschschliefer (Heterohyrax brucei)im Tierpark Berlin © Klaus Rudloff, Berlin

 

 

 

116 001 002 001 heterohyrax brucei cottbus PD1
Buschschliefer (Heterohyrax brucei) im Tierpark Cotttbus © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

 

116 001 002 001 heterohyrax brucei opel opel
Buschschlieferweibchen (Heterohyrax brucei) mit Nachwuchs im Opel-Zoo Kronberg © Archiv Opel-Zoo

 

 

 

116 001 002 001 heterohyrax brucei TPB Rudloff(2)
Buschschlieferweibchen (Heterohyrax brucei) mit Jungtier im Tierpark Berlin © Klaus Rudloff, Berlin

 

 

 

116 001 002 001 heterohyrax brucei opel opel2
Buschschlieferweibchen (Heterohyrax brucei) mit Nachwuchs im Opel-Zoo Kronberg © Archiv Opel-Zoo

 

 

 

116 001 002 001 heterohyrax brucei seronera PD1
Buschschliefer (Heterohyrax brucei) bei Seronera im Serengeti-Nationalpark, Tansania © Peter Dollinger, Zoo Office Ben

 

Weitere Bilder auf BioLib

Buschschliefer sind wegen ihrer anatomischen Besonderheiten und ihrer Eigenschaft als kleine Verwandte der Elefanten von Interesse für die Zoopädagogik. Als tagaktive und soziale Art ziehen sie die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich und sind daher gute Botschafter für den Schutz der Biodiversität der afrikanischen Savannen.

Körperbau und Körperfunktionen

Buschschliefer haben eine Kopf-Rumpflänge von 32-56 cm und wiegen 1.3-3.6 kg. Es gibt kaum einen Unterschied zwischen den Geschlechtern, wobei die Weibchen bisweilen etwas größer sind als die Männchen. Die Ohren sind abgerundet, der Schwanz ist rudimentär, die von hellen bis schwarzen, vom übrigen Fell deutlich verschiedenen Haaren umgebene Rückendrüse ist nur klein. Das Fell ist rauchgrau bis hellbraun gefärbt, unterseits heller bis weiß, bei den auf Bäumen lebenden Formen ist es dunkler. Auffällig sind die hellen Überaugenflecken [2; 3; 7].

Verbreitung

Afrika südlich der Sahara: Angola, Äthiopien, Botswana, Burundi, Dschibuti, Eritrea, Kenia, Kongo Dem., Malawi, Mosambik, Somalia, Südafrika (Limpopo-Provinz, Mpumalanga), Sambia, Simbabwe, Südsudan, Sudan, Tansania, Uganda. Angaben zu Vorkommen in Ägypten und Algerien beruhen auf Verwechslungen mit Klippschliefern [1].

Lebensraum und Lebensweise

Buschschliefer sind Savannenbewohner. Sie leben teils überwiegend in Felsen, teils überwiegend auf Bäumen und besiedeln Regionen bis auf eine Höhe von 3'800 m. Die Tiere sind tagaktiv. Nachts schlafen sie in Fels- oder Baumhöhlen. Sie leben in Gruppen von einem Männchen und mehreren Weibchen. Sie ernähren sich von Blättern, Zweigen, Früchten und Baumrinde. Nach einer Trächtigkeit von etwa 250 Tagen werden bis 3 voll behaarte und sehtüchtige Junge mit einem Geburtsgewicht von 220-230 g geboren, die sich ab dem ersten Lebenstag geschickt in der Gruppe bewegen. In Gebieten mit zwei Regenzeiten kann ein Weibchen zweimal im Jahr werfen. Buschschliefer teilen ihren Lebensraum mit Klippschliefern, mit denen sie in der Regel harmonisch zusammenleben. Es werden die Warnrufe der jeweils anderen Art beachtet und bisweilen werden sogar gemeinsame Kindergärten geführt [1; 2; 5; 7].

Gefährdung und Schutz

Der Buschschliefer hat eine weite Verbreitung, mutmaßlich eine große Gesamtpopulation und kommt in zahlreichen Schutzgebieten vor. Er gilt daher aufgrund einer Beurteilung aus dem Jahr 2014 nicht als gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN) [1].

Der internationale Handel ist durch CITES nicht geregelt.

Bedeutung für den Menschen

Die Art wird zur Gewinnung von Fleisch und Fellen bejagt. Aus den Fellen werden in Südafrika Bettüberwürfe gefertigt [1].

Haltung

Buschschliefer sind extrem gute Kletterer und vermögen eventuell auch glatte Flächen zu überwinden. Als Höchstalter werden 11 Jahre und 9 Monate angegeben, die von einem im Prager Zoo geborenen und gestorbenen Tier erreicht wurden [6].

Haltung in europäischen Zoos: Es gibt gegen 20 europäische Haltungen. Etwa zwei Drittel davon befinden sich in Deutschland. Für Details siehe Zootierliste.

Seit 2008 gibt es ein Europäisches Zuchtbuch (ESB), das am Touroparc Zoo in Romanèche-Thorins geführt wird.

Mindestanforderungen an Gehege:Das Säugetiergutachten’96 sah eine Grundfläche von 8 m² für eine Gruppe von fünf Busch- oder Klippschliefern vor. Im Säugetiergutachten 2014 des BMEL wird als Mindestfläche für 5 Buschschliefer 10 m² vorgegeben, je weiteres Tier  zusätzlich 2 m², und als Gehegehöhe 2,5 m. Dafür gibt es keine wissenschaftliche Begründung.  Tierhaltererfahrung zeigt, dass Buschschliefer sich sogar in Gehegen, die kleiner sind als die Vorgaben des alten Gutachtens, nachhaltig halten und züchten lassen und keine Verhaltensabweichungen zeigen. Daher sind nach Ansicht der Tierschutzsachverständigen der Zoos folgende Gehegedimensionen nach wie vor als Mindestanforderung zu akzeptieren: Einer Gruppe von bis zu 5 Buschschliefern muss ganzjährig eine Fläche von 8 m² zur Verfügung stehen, für jedes zusätzliche erwachsene Tier ist die Fläche um 1,5 m² zu erhöhen. Die Gehegehöhe darf 2 m nicht unterschreiten. Ferner müssen Klettermöglichkeiten nicht, wie das Gutachten vorgibt, aus Fels, Verstecke nicht aus Felsnischen bestehen. Klettermöglichkeiten aus anderen Materialien und einfache Rückzugskisten erfüllen gleichermaßen den Zweck.

Die Schweizerische Tierschutzverordnung (Stand 2018) schreibt für 1-5 Tier ein Außen- und Innengehege von je 16 m² / 40 m vor. Für jedes weitere Tier kommen jeweils 3 m² zur Basisflächen dazu. Die 2. Tierhaltungsverordnung Österreichs (Stand 2018) fordert für 5 Tiere ein Außengehege von 20 m² und ein Innengehege von 5 m². Für jedes weitere Adulttier sind die Flächen um 2 bzw. 0.5 m² zu erhöhen. Ein ganzjähriger Zugang zum Außengehege mit zwei Durchgängen ist zu gewährleisten.

 Taxonomie und Nomenklatur

Die Art wurde 1868 von John Edward GRAY vom British Museum in London als "Hyrax brucei" beschrieben. Im selben Jahr beschrieb GRAY die heute nicht mehr anerkannt ART Dendrohyrax blainvillii. Bis 1972 wurde die vom thüringischen Naturforscher Johann Christian Daniel von SCHREBER (1792) ausgegebene Artbezeichnung "syriacus" für den Buschschliefer verwendet, dann wurde "syriacus" als Unterart dem Klippschliefer zugeordnet und der Buschschliefer heißt seitdem durch eine Kombination der beiden von GRAY ausgegebenen Namen Heterohyrax brucei (GRAY, 1868) [7; 8].

Die Taxonomie des Buschschliefers ist noch nicht restlos geklärt. Gemeinhin wird davon ausgegangen, dass die Gattung aus nur einer Art mit 24-25 Unterarten ist. Vier dieser Unterarten, H. s. lademanni, H. s. mossambicus, H. s. princeps und H. s. thomasi ausgesprochene Baumtiere [4].

Literatur und Internetquellen

  1. BUTYNSKI, T. et al. (2015). Heterohyrax brucei. The IUCN Red List of Threatened Species 2015: e.T9997A21283287. http://www.iucnredlist.org/details/9997/0. Downloaded on 23 May 2018.
  2. GRIMMBERGER, E. & RUDLOFF, K. (2009)
  3. GRZIMEK, B. (Hrsg. 1970)
  4. HAHN, H. (1959)
  5. MILLS, G & HES, L. (1999)
  6. WEIGL, R. (2005)
  7. WILSON, D. E. et al. eds. (2009-)
  8. WILSON, D. E. & REEDER, D. M. (2005)

Zurück zu Übersicht Afrotheria

Weiter zu Klippschliefer (Procavia capensis)

Freigegeben in Afrotheria
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx