Husbandry and pathology of Rodents and Lagomorphs in Swiss zoos.

Verh. Ber. Erkrg. Zootiere 39: 241-254.

Ganzer Text

Zusammenfassung:

Haltung und Pathologie von Nagetieren und Hasen in schweizerischen Tiergärten

In der vorliegenden Arbeit werden die früher und derzeit in den vier wissenschaftlich geleiteten Zoos der Schweiz gehaltenen Nagetiere und Hasen vorgestellt. Ehemalige und gegenwärtige Gehege werden mit den gesetzlichen Anforderungen verglichen. Es werden Informationen über die Unterbringung und Fütterung der gegenwärtig gehaltenen Arten gegeben, und bei einigen Arten werden die Zuchterfolge analysiert. Es wird auf spezielle pathologische Probleme, wie Infektionskrankheiten, Parasitosen, Struma, Tumoren sowie zwischen- und innerartliche Aggression hingewiesen, und es werden Vorschläge zur Verhütung von Krankheiten und zur Minderung der Unfallhäufigkeit gemacht.

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Donnerstag, 14 Juni 2018 14:16

DOLLINGER, P. (1971)

Tod durch Verhalten bei Zootieren.

Death through behaviour in zoo animals.

Vet. med. Diss. Zürich.
Juris Verlag Zürich. 229 Seiten, 26 Tabellen, 11 Grafiken, 15 Fotos

Tierpsychologische Abteilung des Zoologischen Instituts, Prof. Dr. H. Hediger, und
Veterinär-Pathologisches Institut, Prof. Dr. H. Stünzi, der Universität Zürich
Zoo Zürich

Zusammenfassung:

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem von HEDIGER (1956) geschaffenen Begriffs des Todes durch Verhalten (TdV) bei Zootieren. Dieser Terminus wird erstmalig definiert, wobei zwischen direktem und indirektem TdV unterschieden wird (pp. 13-14).

Aus der Literatur werden Angaben über die Häufigkeit der traumatischen Todesursachen – welche sich weitgehend mit den direkt durch Verhalten verursachten Todesfällen decken – in verschiedenen Zoos und aus verschiedenen Pathologischen Instituten zusammengestellt (pp. 15-23).

Um sichere Anhaltspunkte über die Bedeutung des TdV zu erhalten, wurden die Todesfälle im Säugetier-, Vogel- und Reptilienbestand des Zürcher Zoos von 1954-1969 bearbeitet (pp.24-47). Dabei zeigte es sich, dass über die Frequenz des indirekten TdV retrospektiv nichts ausgesagt werden kann, dass jedoch der direkte TdV bei Säugetieren und Vögeln die wichtigste Todesursache darstellt (23.4 resp. 29.4 % der Todesfälle), während er bei Reptilien relativ unbedeutend ist.

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse aus dem Zürcher Zoo findet sich auf Seite 48.

Den breitesten Raum nimmt eine analytische Untersuchung über das Phänomen des TdV ein (pp. 49-152). Es wird ein Schema der am TdV beteiligten psychologischen, ökologischen, ethologischen und pathologischen Komponenten gegeben (p.49) und deren Beziehungen untereinander werden anhand einiger exemplarischer Beispiele dargestellt (pp. 49-53).

Anschliessend wird detailliert auf die einzelnen Komponenten eingegangen, wobei auf die auslösenden Faktoren (psychologische und ökologische Momente) besonderes Gewicht gelegt wird, da deren Kenntnis Voraussetzung und bester Ansatzpunkt für eine wirksame Prophylaxe des TdV ist (pp- 53-126).

Von den zum  Tod führenden Verhaltensweisen (pp. 127-144) werden Automutilation, Inanition und Kannibalismus sowie das Syndrom des Ausbrechens, Ausreissens und Entweichens näher untersucht.

Die den Tod bewirkenden Läsionen und Funktionsstörungen werden nur der Vollständigkeit halber gestreift (pp. 144-152) und schliesslich werden noch einige grundsätzliche Bemerkungen zur Prophylaxe des TdV gemacht (pp. 153-156).

Den Abschluss des Textteils bildet die umfangreiche Kasuisitik aus den Zoos von Zürich und Mulhouse (pp.157-196) und die Bibliographie (pp. 200-216).

Abstract:

The problem of “death through behaviour” (death caused by effects of behaviour) of zoo animals (HEDIGER,l 1956) is discussed in the present paper.

A definition of this term is provided recognising direct and indirect cause of death through behaviour (pp. 13-14).

Reports from various pathology-laboratories and zoos dealing with traumatic deaths which could be contributed to animal behaviour are reviewed (pp. 15-23).

In order to emphasize the importance of above phenomenon, deaths of mammals, birds and reptiles which occurred at Zurich zoo between 1954 and 1969 were analysed (pp.24-47). The frequency of deaths caused indirectly through behaviour could not be recognised. Behaviour as direct cause of death occurred most frequently in mammals and birds (23.4 and 29.4 % respectively), but was relatively unimportant in reptiles.
The results of the survey from Zurich zoo are summarized on page 48.

The phenomenon of death through behaviour is analysed (pp. 49-152). The psychological, ethological, ecological and pathological factors and their interrelations participating in the occurrence of deaths through behaviour are illustrated on a scheme with some practical examples (pp. 49-53).

All components are discussed each in detail with particular attention to the triggering factors (psychological and ecological moments) in order to gain knowledge and basis for prophylaxis (pp- 53-126).

Some behavioural pattern leading to death, such as automutilation, inanition, cannibalism and also the occurrence of break-outs, tearings and escapes are discussed (pp. 127-144).

The lesions and functional disturbances were only briefly noted (pp. 144-152) and general remarks are given on prophylaxis (pp. 153-156).

In the final chapter case histories are listed from the zoos of Zurich and Mulhouse/France (pp.157-196) and references of the literature are provided (pp. 200-216).

Datenblatt PDF

 

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Donnerstag, 25 Mai 2017 16:54

SINN, A.D. (2004)

Pathologie der Reptilien - eine retrospektive Studie.

Vet. med. Diss. München

Aus dem Institut für Zoologie, Fischereibiologie und Fischkrankheiten der Tierärztlichen Fakultät der Ludwig - Maximilian - Universität München

Wissenschaftliche Leitung PD Dr. P. Kölle

160 Seiten mit zahlreichen Tabellen und Grafiken

Zusammenfassung.

Für diese Arbeit wurden die Sektionsbefunde von 1941 Reptilien ausgewertet. Bei der Sektion wurden die Organe zuerst makroskopisch beurteilt und anschließend weitere Untersuchungen (Parasitologie, Bakteriologie, Histologie und Virologie) eingeleitet. Es handelte sich um 526 Echsen (davon 16 Panzerechsen), 425 Schlangen und 990 Schildkröten (662 Landschildkröten und 328 Wasserschildkröten). Zu den am häufigsten sezierten Arten gehörten in dieser Reihenfolge: Griechische Landschildkröte (Testudo hermanni), Grüner Leguan (Iguana iguana), Rotwangen-Schmuckschildkröte (Trachemys scripta elegans), Russische Landschildkröte (Agrionemys horsfieldii), Abgottschlange (Boa constrictor), Königspython (Python regius), Wasseragame (Physignathus cocincinus) und “Gelbwangen”-Schmuckschildkröte (Pseudemys spp.).

Der weitaus überwiegende Teil der Reptilien mit Alters - und Geschlechtsangabe war adult (64 %) und weiblich (58 %). Die Betrachtung der Verteilung der Sektionen im Verlauf des Jahres ergab, dass die
meisten Sektionen (586) im Frühling (März bis Mai) stattfanden, gefolgt von 497 Sektionen im Sommer (Juni bis August). Die wenigsten Sektionen fanden in Herbst (September bis November) und Winter (Dezember bis Februar) statt (je 429). Die bakteriologischen Untersuchungen ergaben, dass in erster Linie gramnegative und fakultativ pathogene Bakterienspezies von Bedeutung waren. Fatal ist, dass ein
Großteil dieser Keime eine relativ hohe natürliche Resistenz gegenüber Antibiotika besitzt. Bei den Virusinfektionen waren in erster Linie Herpesvirusinfektionen der Landschildkröten und Paramyxovirusinfektionen der Schlangen von Bedeutung. Zu dem liegt die Dunkelziffer sicher höher, da nur im Verdachtsfall eine virologische Untersuchung erfolgte. Insgesamt wurden bei 24,3 % der Reptilien Parasiten festgestellt. Den stärksten Befall wiesen Echsen auf, den geringsten Befall Wasserschildkröten. Bei Schlangen waren in erster Linie schwere Protozoeninfektionen (19,8 % aller sezierten Schlangen wiesen Protozoen auf) wie Amöbiasis (7,8 % der Schlangen) und Kryptosporidiose (2,1 % der Schlangen) von Bedeutung. Bei Landschildkröten waren hochgradige Parasitosen selten und ein gering - bis mittelgradiger Befall die Regel. Die Betrachtung der Organsysteme ergab, dass die Niere generell am häufigsten von Krankheiten betroffen war (55 % aller sezierten Reptilien). An zweiter Stelle folgte die Leber (48 % der sezierten Reptilien). Abhängig vom Nahrungsspektrum ergeben sich gewisse Prädispositionen. Karnivore Reptilien waren weitaus weniger von Nierenkrankheiten betroffen als herbivore Reptilien. Bei Leberkrankheiten präsentierte sich die Verteilung ähnlich. Allerdings trieb die unter Wasserschildkröten stark verbreitete Adipositas deren Rate an Leberkrankheiten in die Höhe. Die am häufigsten erkrankten Organsysteme bei den einzelnen Gruppen (in abnehmender Reihenfolge):

  • Echsen: Niere, Leber, Lunge, Gastro-Intestinal-Trakt
  • Schlangen: Gastro-Intestinal- rakt, Lunge, Niere, Leber
  • Landschildkröten: Niere, Leber, Gastro-Intestinal- Trakt, Lunge
  • Wasserschildkröten: Leber, Niere, Lunge, Herz- und Kreislaufsystem


Abschließend zeigte sich ein enger Zusammenhang zwischen bestimmten Organsystemen. So scheinen Nieren - und Skelettkrankheiten und Leber - und Nierenkrankheiten eng zusammenzuhängen. Dazu wurde ausgewertet, wie häufig Nieren - und Skelettkrankheiten (bei Echsen 10 % und bei Landschildkröten 15 % der jeweiligen Gruppe) und Nieren - und Leberkrankheiten (bei Landschildkröten 14 % und bei Wasserschildkröten 12 % der jeweiligen Gruppe) gemeinsam auftraten. 

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Freitag, 24 Februar 2017 11:10

KING, J. E. (1983)

Seals of the World. 

2. Auflage. 240 Seiten mit zahlreichen s/w-Fotos, Strichzeichnungen, Karten und Tabellen.
Oxford University Press & British Museum (Natural History). ISBN 0-19858513-6.

Inhalt: 

Updated and enhanced edition of that published twenty years ago. Includes maps, excellent illustrations, species accounts, a long section on pinniped anatomy and pathology, excellent appendices, indexes and bibliography.

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Montag, 01 Dezember 2014 13:31

WEDLICH, V. (1982)

Großbären (Ursidae) in der veterinärmedizinischen Literatur

Dr. med. vet. Dissertation

227 Seiten

Klinik für kleine Klauentiere und forensische Medizin und Ambulatorische Klinik der Tierärztlichen Hochschule Hannover
Wissenschaftliche Betreuung: Prof. Dr. Dr. h. c. W. Schulze
1. Berichterstatter: Prof. Dr. Dr. h. c. W. Schulze
2.Berichterstatter: Prof. Dr. L. Dittrich
Zoologischer Garten Berlin

Zusammenfassung:

Deutsche und Englische Zusammenfassung

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Donnerstag, 14 Juni 2018 10:02

LETZNER, G. (1987)

Ein Beitrag zur Immobilisation, Physiologie und Pathologie der Giraffidae.

A Contribution concerning the Immobilization, Physiology and the Pathology of the Giraffidae.

Dr. med. vet. Dissertation

273 Seiten.

Klinik für kleine Klauentiere und forensische Medizin und Ambulatorische Klinik der Tierärztlichen Hochschule Hannover
Wissenschaftliche Betreuung: Prof. Dr. W. Bollwahn
1. Berichterstatter: Prof. Dr. W. Bollwahn
2.Berichterstatter: Prof. Dr. K. Wächtler
Zoologischer Garten Berlin

Zusammenfassung:

Deutsche und Englische Zusammenfassung

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 15:11

VOLLRATH, C. (2010)

Krankheiten, Fortpflanzung und Immobilisation der Tiger (Panthera tigris) im Zoologischen Garten Leipzig unter besonderer Berücksichtigung der „Tigerkrankheit".

Diseases, reproduction and immobilization of tigers (Panthera tigris) in the Leipzig Zoological Garden with regard to “tiger disease”.

Med. vet. Dissertation

197 Seiten, 15 Abbildungen, 64 Tabellen, 583 Literaturangaben, Anhang mit 5 Abbildungen und 48 Tabellen

Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Leipzig und Zoologischer Garten Leipzig (Betreuer: Prof. Dr. Klaus Eulenberger)

Voller Text (26 MB)

Zusammenfassung:

Die Krankheiten, Fortpflanzung und Immobilisation der Tiger des für seine Zucht berühmten Leipziger Zoologischen Gartens wurden zusammenfassend über einen Zeitraum von über 50 Jahren analysiert. Das Datenmaterial bestand aus Kranken- und Sektionsberichten sowie bakteriologischen, virologischen, parasitologischen und mykologischen Untersuchungsbefunden. Insgesamt wurden über 4000 Fälle ausgewertet und mit der medizinischen Fachliteratur verglichen. Die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit zeigen, dass sich die Haltungsbedingungen der Tiger im Leipziger Zoologischen Garten im Laufe der Zeit wesentlich verbessert haben und der Gesundheitsstatus heute als sehr gut eingeschätzt werden kann.

Zur Distanzimmobilisation und -narkose haben sich die Kombination von 3 mg/kg Xylazin und 3 mg/kg KM Ketaminhydrochlorid sowie Yohimbin als Antidot in einer Dosis von 0,5 mg/kg KM bewährt. Zu den häufigsten Krankheitsbildern gehörten Infektionskrankheiten, unter ihnen die sog. Koliinfektion und die Pasteurellose. Obwohl sie heute mit einfachen Mitteln therapierbar sind, verursachten sie seinerzeit in der Studienpopulation gleichzeitig v. a bei Jungtigern große Verluste. Seit Beginn der BCG-Impfung ist die Tuberkulose nicht mehr im Leipziger Tigerbestand aufgetreten. Ebenso brachte die Umstellung auf eine Lebendvakzine bei der Panleukopenieprophylaxe eine entscheidende Verbesserung.

Die meisten Todesfälle verursachten nach den Infektionskrankheiten Krankheiten des Respirationstrakts (Pneumonien) und Fortpflanzungsstörungen (v. a. Totgeburten). Ab einem Alter von 9 Jahren traten bei weiblichen Tigern Störungen im Geburtsverlauf auf. Am häufigsten erkrankten neonatale Tiger an Infektionskrankheiten und an den Folgen von Fruchtwasseraspiration. Bei den Krankheiten des Bewegungsapparats steht die auf einem alimentären sekundären Hyperparathyreoidismus beruhende Osteodystrophia fibrosa im Vordergrund. Ihr wird seit den 80er Jahren durch verstärkte Fütterung mit Ganzkörperfuttertieren vorgebeugt. Als Therapie von Nephritiden hat sich bei den Tigern des Untersuchungsguts besonders in den letzten Jahren eine einmalige subkutane Infusionstherapie mit insgesamt 2 ml/kg KM Glukose und Natriumbikarbonat im Verhältnis 1:1 sowie Elektrolyten und Aminosäuren, Enrofloxacin und Marbofloxacin in den von den Herstellern angegebenen Dosierungen bewährt.

Regelmäßige Krallenpflege ab einem Alter von 9 Jahren beugt Lahmheiten durch eingewachsene Krallen sowie Wundinfektionen vor. Vitaminmängeln wird im Leipziger Zoologischen Garten durch Fütterung von Ganzkörpertieren mit allen Innereien sowie die prophylaktische Gabe von Multivitaminpräparaten vorgebeugt. Möglicherweise verhaltensbedingte Todesfälle bei ansonsten gesunden neonatalen Tigern lassen in einigen Fällen auf eine gestörte Mutter-Kind-Beziehung schließen. Lediglich vereinzelt traten im Untersuchungsgut Krankheiten der Leber, des Herz- und Kreislaufsystems, des endokrinen Systems, Vergiftungen, sexuelle Verhaltensstörungen und Kachexien auf.
Bestandsprobleme wurden durch Caliciviren hervorgerufen, die klinische Symptome sowohl bei adulten als auch jungen Tigern und Löwen hervorriefen. Hier muss zwischen artgemäßer Aufzucht und Infektionsrisiko abgewogen werden.
Zu den erst postmortal festgestellten Krankheiten gehörte das metastasierende Hämangiosarkom.

Die „Tigerkrankheit“ gehörte über viele Jahre zu den schwer behandelbaren Krankheiten mit hoher Rezidivrate. Mittlerweile haben sich zwar Ampicillin und Penicillin als effektive Therapeutika im Leipziger Zoologischen Garten bewährt. Dennoch konnte auch in dieser Arbeit die Ätiologie nicht endgültig geklärt werden und bedarf weiterführender Untersuchungen.

Ansätze für künftige Forschungsaufgaben bietet die Klärung der möglicherweise generell bei Tigern hereditären Kataraktätiologie und des Hydrocephalus internus bei Amurtigern. Die hohe Diskrepanz der eigenen Ergebnisse im Vergleich zum Schrifttum erfordert weitere Studien an umfangreicherem Material zur Prävalenz von CDV, FIV und FeLV bei Tigern. Bislang nicht im Schrifttum beschriebene Krankheiten (z. B. Obstipation, Hämangiosarkom, Furunkulose, Pyodermie, Härungsanomalien und Panaritien), Infektionen (z. B. mit Gattung Salmonella Saint-Paul, Salmonella enteritidis, Salmonella anatum, Salmonella cholerae suis, Staphylococcus epidermidis und Staphylococcus intermedius) und Infestationen (z. B. Capillaria aerophila) werden in den entsprechenden Kapiteln besonders herausgestellt.

Abstract:

Records from a period of more than 50 years regarding diseases, reproduction and immobilization of the tigers at the Leipzig Zoological Garden, which is famous for its breeding, are summarized and analysed. These records include medical files, anaesthesia records, pathological examination reports and the results of bacterial, virological, parasitological and mycological examinations. All in all, over 4,000 cases were evaluated and compared to medical literature. The results of this study reveal a fundamental improvement over the years in how tigers are kept at the Leipzig Zoological Garden. Nowadays, the tigers can be said to be in excellent health.

A combination of 3 mg/kg xylazine and 3 mg/kg ketamine as well as 0.5 mg/kg of the antidote yohimbine have proved effective for immobilizing tigers. Infectious diseases, e. g. the so-called coli infection and pasteurellosis, were diagnosed most often. Although they can be healed easily today, infectious diseases used to be the leading cause of mortality, especially among younger tigers. Tuberculosis has disappeared from the Leipzig tiger stock since the introduction of the BCG vaccination. Likewise, the shift to an attenuated live virus vaccination has led to progress in preventing panleukopenia. Respiratory tract diseases (pneumonia) and reproduction disorders (especially stillbirth) are now the second most common cause of death. Starting at the age of nine years, female tigers experienced birthing disorders. Neonatal tigers suffered most often from infectious diseases and from the consequences of amniotic fluid aspiration.

Of all diseases of the locomotor system, the symptom of alimentary secondary hyperparathyroidism - generalised osteodystrophia fibrosa - happens to be the most significant. Therefore, as a precautionary measure, young tigers have been increasingly fed dead whole body animals since the 1980s. Enrofloxacine and marbofloxacine in combination with a singular subcutaneous infusion of 1 ml/kg glucose and 1 ml/kg bicarbonate, electrolytes and amino acids have proved to be an effective therapy for nephritis in tigers at the Leipzig Zoological Garden. Regular claw care starting at the age of nine years has proved to prevent lameness caused by ingrown claws and wound infections. At the Leipzig Zoological Garden, vitamin deficiency is prevented by offering tigers a variety of whole body animals, along with multivitamins. Some cases of unexplained death in otherwise healthy neonatal tigers imply an abnormal relationship between mother and cub. Hepatic diseases, cardio-vascular diseases, endocrine disorders, intoxications, disorders in sexual behaviour and cachexia occurred only sporadically among tigers.

Calicivirus infections posed an especially difficult problem within the enclosed tiger population.They caused clinical symptoms in young and adult tigers as well as in lions. As a consequence, it is important to carefully consider proper rearing or taking the risk of an infection. A malign haemangiosarcoma was diagnosed, but only postmortem. For many years, “tiger disease” was among the most difficult to treat diseases with a high relapse rate. Ampicillin and Penicillin have proved to be effective therapeutics at the Leipzig Zoological Garden. Nevertheless, the aetiology of tiger disease still remains unclear. Further studies are required. A suggestion for future research assignments could be the clarification of the possibly hereditary etiologic of cataracts and hydrocephalus internus in the Amurtiger.$

The vast difference between the results of this study concerning the prevalence of CDV, FIV and FeLV in tigers as compared to those in medical literature demands further studies with a larger sampling of stock. Diseases of the tiger (e. g. obstipation, haemangiosarcoma, furunculosis, pyoderma, panaritium), infections (e. g. by Salmonella Saint-Paul, Salmonella enteritidis, Salmonella anatum, Salmonella cholerae suis, Staphylococcus epidermidis and Staphylococcus intermedius) and infestations (e. g. Capillaria aerophila) which have not yet been described in medical literature are each discussed separately in their respective chapters.

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© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx