Schweizer Brutvogelatlas. Verbreitung der Brutvögel in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein 1993–1996/Atlas des oiseaux nicheurs de Suisse. Distribution des oiseaux nicheurs en Suisse et au Liechtenstein en 1993–1996.

574 Seiten, durchgehend vierfarbig ilklustriert.
Schweizerische Vogelwarte/Station ornithologique suisse, Sempach. ISBN 3-952 1064-5-3.

Details:

Das Werk bietet einen einzigartigen Überblick über die Verbreitung und Situation der einheimischen Brutvögel.

Die Schweiz wurde in 467 Atlasquadrate eingeteilt, wobei es vor allem in den Alpen einige Modifikationen gegenüber dem ersten Atlas gab. In 2943 Kilometerquadraten wurden Kartierungen durchgeführt. Die rund 1000 beteiligten Ornithologinnen und Ornithologen sandten ihre Daten jährlich auf vorgedruckten Formularen ein. Sie wurden an der Vogelwarte oder durch Freiwillige laufend erfasst.

Die erhobenen Daten werden wie folgt präsentiert:

  • Vergleichskarten 1972–1976 vs. 1993–1996: Sie zeigen erstens das gesamte Verbreitungsgebiet, in dem eine Art nachgewiesen wurde, wobei sie auch Gebiete mit sehr geringer Populationsdichte und zerstreute Einzelvorkommen einschliessen. Zweitens geben sie die Resultate der beiden Atlaserhebungen separat wieder und lassen damit Änderungen in der Verbreitung erkennen.
  • Punktkarten: Für Vogelarten, die zwar ein grosses Verbreitungsgebiet haben, aber nur in geringer Dichte vorkommen, wurden Punktkarten angefertigt. Sie zeigen, in welchen Quadratkilometern die entsprechende Art 1993–1996 festgestellt wurde.
  • Dichtekarten: Der zweite Brutvogelatlas gibt erstmals auch Informationen über räumliche Unterschiede in der Häufigkeit der verbreiteten Vogelarten wieder. Dazu wurden die Ergebnisse der Kartierungen in den 2943 Kilometerquadraten verwendet.

Zusätzlich zu diesen Angaben erlauben die Daten genaue Aussagen über die Höhenverteilung nördlich und südlich der Alpen sowie über den Anteil besetzter Kilometerquadrate in den verschiedenen Höhenstufen.

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Donnerstag, 14 Juni 2018 08:42

BÖHM, C. & GRASS, J. (1999)

Verhalten  und Volierennutzung  der Wasseramsel Cinclus  cinclus im Alpenzoo Innsbruck während zwei unterschiedlichen Lebensperioden.

Monticola 8: 149-154.

Zusammenfassung:

Im Innsbrucker Alpenzoo wurden 1998 zwei gekäfigte Wasseramseln in zwei unterschiedlichen Lebensperioden (Mauser und Herbst) beobachtet, um Unterschiede in Verhaltensmuster und in der räumlichen Nutzung der Volieren festzustellen. Die gesamte Beobachtungszeit betrug 40 Stunden. Das Verhaltensmuster beider Wasseramseln zeigte zwischen Mauser und Herbstperiode erhebliche Unterschiede, die sich auch in der Nutzung der Volierenbereiche widerspiegelte. Während in der Mauserzeit ruhige Plätze in den oberen und rückwärtigen Volierenteilen bevorzugt wurden, hielten sich die Vögel im Herbst vor allem in Bodennähe an den Wasserbecken in engem räumlichem Kontakt zu einander auf.

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Donnerstag, 14 Juni 2018 08:58

HEER, L. (2002)

Der Wachtelkönig.

Wildbiologie - Biologie einheimischer Wildtiere 1/50. 16 Seiten
Hrsg.: Wildtier Schweiz, Winterthurerstrasse 92, CH-8006 Zürich.

Auszug:

Der Wachtelkönig ist ein heimlicher Wiesenbewohner. Er verlässt die schützende, hohe Vegetation kaum, so dass man nur durch seinen nächtlichen Ruf auf ihn aufmerksam wird. Doch gerade seine Vorliebe für Wiesen hat ihn an den Rand des Aussterbens gebracht: Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Schweiz und im übrigen Europa noch weit verbreitet, hat ihm die intensive Landwirtschaft mit Kreiselmähern und mehrmals im Jahr geschnittenen Wiesen mehr und mehr die Lebensgrundlage und das Habitat für die Jungenaufzucht entzogen. Der Wachtelkönig musste deshalb auf die Liste der weltweit bedrohten Vogelarten gesetzt werden. Ein im Jahre 1996 lanciertes, breit angelegtes Artenschutzprogramm des Schweizer Vogelschutzes SVS – BirdLife Schweiz verzeichnete aber in den letzten Jahren erste Erfolge, so dass nach den zahlenmässig sehr mageren 1990er Jahren wieder vermehrt singende Wachtelkönige in der Schweiz auszumachen sind und mehrere Bruten erfolgreich verliefen.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 07:19

WEIBEL, U. (1999)

Die Feldlerche.


Wildbiologie - Biologie einheimischer Wildtiere 1/49. 16 Seiten
Hrsg.: Wildtier Schweiz, Winterthurerstrasse 92, CH-8006 Zürich.

Auszug:

Die Feldlerche, der einstige Spatz der Feldflur, gerät in der intensiv genutzten Agrarlandschaft mehr und mehr in Bedrängnis: Ihr ausdauernder, jubilierender Gesang ist in der Literatur und Musik verewigt, doch in der Natur ist er immer seltener zu hören. Als Bodenbrüter in Wiesen und Äckern mit niedriger und lückiger Vegetation leidet die Feldlerche unter hohen Brutverlusten durch die Mahd und einem kleiner werdenden Nistplatzangebot. Auf den grossparzelligen, intensiv genutzten Landwirtschaftsflächen gestaltet sich die Nahrungssuche ausserdem immer aufwendiger. Um genügend Nahrung und geeignete Nistplätze zu finden, müssen die Reviere ausgedehnt werden. Wo dies nicht möglich ist, werden Reviere bereits im Mai wieder aufgegeben; weniger Brutversuche und entsprechend weniger Nachwuchs pro Saison und Paar sind die Folge. Die Ökologisierung der Landwirtschaft bietet die Chance, den Lebensraum der Feldlerche wieder aufzuwerten. Denn verschiedene Studien belegen, dass Feldlerchen vom Bio-Landbau, von Flächenstillegungen und von ökologischen Ausgleichsflächen profitieren können.

 

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Wildbiologie - Biologie einheimischer Wildtiere 1/62. 16 Seiten
Hrsg.: Wildtier Schweiz, Winterthurerstrasse 92, CH-8006 Zürich.
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Handbuch der Vögel Mitteleuropas. Band 5. Galliformes und Gruiformes.

Aula-Verlag, Wiesbaden 1994 (2.Aufl., 1. Aufl. 1973). ISBN 3-89104-561-1.

Verlagstext zum Handbuch:

Dieses in seiner Art unübertroffene Werk umfasst alle in Mitteleuropa als Brutvögel, Durchzügler und Gäste zu beobachtende Vogelarten. Insgesamt sind 534 Arten mit 800 Unterarten behandelt. Jedes Kapitel ist gleichartig gegliedert, so dass ein schneller und direkter Vergleich der Daten verschiedener Vögel möglich ist. Hierfür ist die elektronische Ausgabe, die sämtliche 15'718 (!) Seiten sowie alle 3'200 Abbildungen und Farbtafeln des 23-bändigen Gesamtwerkes beinhaltet, besonders gut geeignet. (http://www.verlagsgemeinschaft.com/cms/shop/cddvds/6500947.php).

 

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Die Entwicklung der Vogelwelt in der Schweiz.
L'évolution de l'avifaune en Suisse.

Avifauna Report Sempach 1, Annex. 444 S.; ISSN: 1424-7976.

Zusammenfassung:

Vogelgemeinschaften sind nicht statisch. Die Zahl der Individuen in einer Population kann von Jahr zu Jahr stark variieren. Sie ist von verschiedenen Faktoren abhängig, z.B. den Witterungsbedingungen zur Brutzeit oder im Winterquartier. Langfristige Entwicklungen werden erst erkennbar, wenn die Bestände kontinuierlich überwacht werden. Nur dann kann ein Monitoringprogramm die Funktion eines Frühwarnsystems übernehmen und die für den Naturschutz notwendigen Grundlagen liefern. Die Überwachung der Vogelbestände ist eine der Kernaufgaben der Schweizerischen Vogelwarte Sempach. Im Verlauf der Jahre ist eine Fülle von Daten über die Verbreitung und Bestandsentwicklung der Vögel zusammengekommen.

Der vorliegende Band dokumentiert die Bestandsentwicklungen und ergänzt damit den Brutvogelatlas (Schmid et al. 1998) und die Avifauna (Winkler 1999a). Für eine grosse Zahl von Arten zeigt er die Trends, aber auch die Lücken in unserem Wissen auf. Überwachungsprojekte wurden für verschiedene Artengruppen und mit unterschiedlichen Zielen installiert. Sie sind im ersten Teil des Buches beschrieben. Beobachtungen seltener Arten werden in der Datenbank des Informationsdienstes gesammelt. Seit 1984 erheben wir diese Zufallsdaten nach bestimmten Regeln. Dazu entwickelten wir Auswertungsprogramme, die den unterschiedlichen Beobachteraufwand berücksichtigen. Das Pentadenprogramm ist besonders geeignet, um die Phänologie des Auftretens aufzuzeigen. Mit dem Brutvogelprogramm können Entwicklungen in der Zahl der besetzten Brutplätze dargestellt werden.

Verbreitete Brutvogelarten werden im Projekt Monitoring Häufige Brutvögel erfasst. Da dieses Projekt erst 1999 gestartet wurde, sind hier noch keine Ergebnisse präsentiert. Integriert wurden jedoch Daten aus dem Vorgängerprojekt Jahresübersichten, dem Monitoring Brutvögel in Feuchtgebieten, den Dauerbeobachtungsflächen und aus Spezialprojekten für verschiedene Arten. Präsentiert werden auch die Ergebnisse der winterlichen Wasservogelzählungen. Der Hauptteil des Buches enthält die Kapitel für rund 270 Vogelarten. Die Menge der verfügbaren Daten ist sehr unterschiedlich. Insgesamt sind die Wasservögel die am besten dokumentierte Artengruppe. Sie konzentrieren sich im Winter in grosser Zahl auf unseren Gewässern. Die Bestände der meisten Arten haben seit Beginn der Zählungen 1967 stark zugenommen. Im Verlauf des letzten Jahrzehnts sind sie für mehrere Arten stabil geblieben oder zurück gegangen.

Die Bestandsentwicklung der Brutvögel ist im Allgemeinen noch unbefriedigend dokumentiert. Für etliche Greifvogelarten existieren gute Daten. Sie weisen meist auf stabile oder steigende Bestände hin. Umgekehrt haben die Bestände von vielen Arten der Landwirtschaftsgebiete, Arten mit speziellen Habitatansprüchen sowie störungsempfindlichen Arten abgenommen.

 

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Extraordinary cranial specialization in a new genus of extinct duck (Aves: Anseriformes) from Kauai, Hawaiian Islands.

Zootaxa 2296: 47–67 (2009)

Abstract:

Talpanas lippa is described as a new genus and species of waterfowl from Kauai, Hawaiian Islands, that is unlike any other known member of the order. It is characterized by a short, stout tarsometatarsus and a braincase that is shallow and wide relative to its length with very small orbits. In comparison with extant species, the optic foramen of Talpanas is remarkably small whereas the maxillo-mandibular foramen, which is the exit point of the trigeminal nerve, is grossly enlarged. Relative to skull length and foramen magnum area, the maxillo-mandibular foramen is one order of magnitude larger in cross-sectional area than that of extant Anseriformes. We conclude that Talpanas had reduced visual abilities, as reflected externally by its small orbits and optic foramen, and a grossly hypertrophied trigeminal foramen. Taken together, this suggests that Talpanas may have been more heavily reliant upon somatosensory (tactile) cues for foraging than any living species of bird. Pectoral elements are unknown, but the evident lack of keen eyesight suggests that the species was flightless, as were many other insular waterfowl.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 18:44

KELLER, V. (1999)

Kolbenenten sind im Kommen - Ein farbenprächtiger Gast aus Spanien erobert unsere Seen.

ORNIS 1999 (6): 34-37.

Verbreitung:

Von Südwedsteuropa her breitet sich die Kolbenente (Netta rufina) immer weiter nach Osten aus. Ihr Gesamtbestand hat allerdings nicht zugenommen, nur die Verteilung hat geändert. Was lockt die Kolbenente aus den warmen Überwinterungsgebieten in Spanien an unsere kalten Seen?

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Donnerstag, 14 Juni 2018 10:53

BAHR, N. & CU, N. (1992)

Vietnams vergessene Vögel: Der Vo Quy-Fasan.

ORNIS 1992 (3): 12-13

Zusammenfassung:

Über Jahrzehnte war Vietnam ein weisser Fleck nicht nur auf der ornithologischen Weltkarte. Jetzt, nachdem die Kriegswirren beendet sind, erforschen vietnamesische Wissenschafter die Tiere ihrer Heimat. Unterstützt vom Internationalen Rat für Vogelschutz (ICBP), bringen diese Bestandesaufnahmen immer wieder bedrohte Raritäten ans Licht.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 10:03

SUTER, W. (2005)

Die Schellente - Unermüdlich auf Tauchgang.

Ornis 2005 (1): 14-16

Zusammenfassung:

Ungefähr 10'000 Schellenten verbringen den Winter in der Schweiz und Umgebung, vor allem auf dem Bodensee, auf dem Untersee/Rhein und auf dem Genfersee. Die Schellente unterscheidet sich in vielen Merkmalen von anderen Tauchenten. Etwa 60 % des Tages verbringt sie unter Wasser - unermüdlich auf der Suche nach Nahrung. Mitte März ist sie bereits wieder auf dem Zug in ihre Brutgebiete in der Taiga.

 

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© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx