Samstag, 17 Oktober 2020 07:59

VIGORS, N. A. (1828)

The Zoological Journal Vol. III
From January, 1827, To April 1828.

London.

https://www.biodiversitylibrary.org/item/87903#page/168/mode/1up

Der Verweis auf den Afrikanischen Elefanten findet sich in einem Artikel auf den Seiten 140-143 über die Lieferungen 52 und 53 von GEOFFROY SAINT-HILAIREs und F. CUVIERs "Histoire Naturelle des Mammifères, avec des Figures originales, dessinées d'après des Animaux vivans".

Weshalb die Besprechung im Journal und nicht die Originalarbeit als Referenz für den Gattungsnamen Loxodonta gewählt wurden, hat der informationsanbieter bisland nicht herausgefunden.

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Donnerstag, 14 Juni 2018 15:41

SPRANGER, J. (2014)

Does Construction Noise Affect the Behaviour of the African Elephants (Loxodonta africana) at Basel Zoo?

Masterarbeit

40 Seiten

Universität Basel, Umweltwissenschaften, Institut für Natur-, Landschafts- und Umweltschutz (NLU)
Supervisor: Prof. Dr. Bruno Baur, Dr. Stefan Hoby
Zoo Basel

Conclusion:

Siehe hier

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Donnerstag, 14 Juni 2018 13:26

HUWILER, M. (2013)

Unhörbar sichtbar - Die tieffrequente akustische Kommunikation und das Verhalten afrikanischer Elefanten im Zoo.

Maturaarbeit

20 Seiten

Gymnasium Neufeld, Bern,
Supervisor: Dr. Daniel Moser
Zoo Basel

Vorwort und Zusammenfassung:

Siehe hier

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 13:48

ROVERI, M. (2004)

Individuelle Unterschiede im Verhalten der sechs Afrikanischen Elefanten auf der Aussenanlage im Zoologischen Garten Basel.

Diplomarbeit

26 Seiten

Institut für Natur-, Landschafts- und Umweltschutz, Universität Bern
Betreuung: Prof. Bruno Baur
Zoo Basel

Zusammenfassung: siehe hier

 

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Freitag, 15 Juni 2018 08:39

WEISSENBÖCK, N. (2010)

Thermoregulation of African (Loxodonta africana) and Asian (Elephas maximus) Elephants: Heterothermy as an Adaptation of Living in Hot Climates.

Dissertation

73 Seiten

Ganzer Text

Institut für Zoologie, Universität Wien
Leitung: Univ.-Prof. Dr. Walter Arnold
Tiergarten Schönbrunn

Zusammenfassung:

Elefanten haben als größte landlebende Säugetiere die kleinste Körperoberfläche im Verhältnis zum Volumen. Dadurch ist der Wärmeaustausch mit der Umgebung so eingeschränkt wie bei keinem anderen Säugetier. In der Kälte kann dies vorteilhaft sein, bei Hitzeexposition jedoch enorme Probleme bereiten. Dies ist wahrscheinlich der Grund, warum Elefanten das Fell verloren und ihre Körperwärme maßgeblich über Veränderungen der Hautdurchblutung regulieren. Während einer Studie zum temperaturregulierenden Verhalten von Afrikanischen Zooelefanten mittels Infrarot-Thermographie konnte ich eine Abnahme der Hauttemperatur, vor allem an den sensiblen Ohren, als Reaktion auf Kälteexposition beobachten. Die effektive
Vasokonstriktion der Hautgefäße scheint es dem Elefanten zu ermöglichen in kühlen Klimaten zu leben, so zum Beispiel in der Subhimalajaregion, wo Asiatische Elefanten bis zur Schneegrenze vordringen, oder in Westafrika, wo nachts Temperaturen unter dem Gefrierpunkt herrschen können. Unter gemäßigten klimatischen Bedingungen konnte an den untersuchten Zooelefanten zahlreich auftretende, unabhängige thermische Fenster an ihrer gesamten Körperoberfläche beobachtet werden. Die Häufigkeit dieser stark vaskularisierten Regionen nahm mit zunehmender Lufttemperatur und Körpergewicht der Tiere zu. Die fein abgestimmte und lokal beschränkbare Veränderung der Hautdurchblutung scheint es dem Tier zu ermöglichen über einen weiten Bereich von Umgebungstemperaturen seine Körperwärme ohne zusätzlichen Energieverbrauch zu regulieren. Ob dies ausreicht auch mit heißen Klimaten zurecht zu kommen, war die zentrale Fragestellung dieser Arbeit. Einige Wüstensäugetiere, so etwa die Kamele, sind in der Lage eine erhöhte Körperkerntemperatur während des Tages zu tolerieren, um dann die überschüssige Wärme während der kühleren Nachtstunden abzugeben. Diese so genannte „adaptive Heterothermie“ reduziert beides, den Wasser- und den Energiebedarf für die evaporative Kühlung. In der vorliegenden Arbeit wurde untersucht, ob diese Anpassung auch bei Elefanten existiert, deren Wärmeabgabe vorrangig durch die enorme Körpergröße eingeschränkt wird. Aufgrund der Schwierigkeiten physiologische Parameter bei Elefanten kontinuierlich über längere Zeiträume zu erfassen, habe ich zuerst an der Entwicklung einer präzisen und zuverlässigen
Methode zur Messung der Körpertemperatur bei Großsäugetieren gearbeitet. Das
entwickelte telemetrische Verfahren konnte erfolgreich an Afrikanischen (Loxodonta africana) und Asiatischen (Elephas maximus) Zooelefanten angewandt werden.
Zur Beantwortung der Kernhypothese dieser Dissertation, habe ich schlussendlich die Körpertemperatur von elf adulten Asiatischen Elefanten in ihrem natürlichen Lebensraum in Thailand über längere Zeiträume erfasst. Dabei zeigte sich, dass Asiatische Elefanten, die einem feuchten und warmen Klima ausgesetzt sind, tatsächlich eine ausgeprägte Heterothermie zeigen, selbst wenn sie mit ausreichend Wasser und Futter versorgt werden. Die gemessene Körpertemperatur erreichte ihr tägliches Maximum kurz vor Sonnenuntergang und zeigte eine tägliche Schwankung, die etwa 2.6 mal so groß war als vom generellen allometrischen Zusammenhang zwischen Körpergröße und der täglichen Variationsbreite bei Säugetieren zu erwarten war. Ich berechnete, dass Elefanten 26.5 MJ Wärme in ihren massigen
Körpern speichern können, was in etwa 10% ihres täglichen Energieverbrauches entspricht. Diese überschüssige Wäre wurde nachts durch eine Erhöhung der thermischen Konduktanz wieder abgegeben. Die Wärmeabgabe nahm während der ersten Nachtstunden umso mehr zu, je höher die maximale Lufttemperatur war. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Heterothermie in Elefanten eine adaptive und reguläre Reaktion auf hohe Lufttemperatur ist. Heterothermie ist also keine spezielle Wüstenanpassung, sondern scheint eine grundsätzliche thermophysiologische Reaktion bei Säugetieren zu sein, die an ihre physiologischen
Leistungsgrenzen stoßen.

Abstract:

Being the largest terrestrial animal on earth today, elephants have the smallest surface to volume ratio. Therefore, heat exchange with the environment is greatly restricted, as in no other terrestrial mammal. This may be of considerable advantage in the cold, but disadvantageous during exposure to heat. While studying the thermoregulatory behaviour of African zoo elephants via infrared thermography I observed, as a consequence of cold exposure, a reduction in skin temperature, particularly of the ears. The effective cutaneous vasoconstriction may enable the elephant to cope with low temperatures, e.g. in the sub-Himalayan region,
where Asian elephants travel up to the snow-line, or during the night in West Africa
where temperatures can drop below freezing. Under moderate temperate conditions, however, the studied zoo elephants abundantly showed small, independent thermal windows over their whole body surface. The frequency of these highly vascularised skin areas increased with increasing ambient temperature and body weight. The fine-tuned and locally restricted cutaneous blood flow may enable an animal to regulate its body heat without additional expenditure of energy over a wide area of ambient temperatures. Whether this is sufficient to cope with hot climate conditions was the central question of this thesis. Some desert mammals, such as camels, tolerate elevated core body temperature during the
day and dissipate the excess heat during the cooler night hours. This so-called “adaptive heterothermy” reduces both water and energy requirements for evaporative cooling. In this thesis I investigated whether this response also exists in elephants when primarily large body size constrains heat dissipation.
Owing to the difficulty obtaining physiological parameters continuously from large megaherbivores like elephants, I first had to develop a precise and reliable non-invasive method for determining the body temperature of large-bodied mammals. The telemetric procedure was employed successfully on African (Loxodonta africana) and Asian (Elephas maximus) zoo elephants. Finally, to answer the core hypothesis I measured body temperature over longer periods in eleven adult Asian elephants living in their natural habitat in Thailand. It became clear that Asian elephants exposed to the humid and hot climate, indeed showed pronounced heterothermia, even when supplied with plenty of water and food. Body temperature reached its daily peak before sunset and fluctuated with a daily range 2.6 times larger than expected from allometric relations between body size and daily range of body temperature in mammals. I estimate that elephants can store up to 26.5 MJ heat per day in their huge bodies, equivalent to about 10% of their daily energy expenditure. This heat load was dissipated during the night through an elevated thermal conductance. Heat dissipation increased during the first part of the night with a greater increase on days with higher maximum ambient temperature.
Heterothermy, therefore, is not a special desert adaptation, but rather seems to be a basic thermophysiological reaction of mammals pushed to their physiological limits.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 11:57

SCHOPF, B. (2010)

Beiträge zur Osteologie und Osteometrie des Schädels des Afrikanischen Elefanten.

Diplomarbeit, Mag. Med. Vet.

52 Seiten

Veterinärmedizinische Universität Wien, Department für Pathobiologie. Abteilung für Anatomie
Betreuer: Ao. Univ. Prof. Dr. Gerald Weissengruber, Veterinärmedizinische Universität Wien
Tiergarten Schönbrunn, Wien

Voller Text

Zusammenfassung:

Die greifbare Literatur über die Osteologie des Schädels der Afrikanischen Elefanten (Loxodonta africana und Loxodonta cyclotis) ist sehr spärlich. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, einen umfassenden craniometrischen Datensatz zu erstellen und die Morphologie des Schädelknochens kurz gefasst zu beschreiben. Die erarbeiteten Ergebnisse werden vor allem im Hinblick auf Kriterien zur Determination der Art bzw. Unterart, des Alters und des Geschlechts mit Ergebnissen aus der vorhandenen Literatur diskutiert.
Zur Untersuchung gelangten sieben Schädel der Art Loxodonta africana und zwei Schädel der Art Loxodonta cyclotis, die entweder aus dem Institut für Anatomie der Veterinärmedizinischen Universität Wien oder dem Naturhistorischen Museum in Wien stammten. Sämtliche Schädel wurden mittels Schublehre vermessen, die Messstrecken fotografisch dokumentiert und die Messergebnisse in Tabellen dargestellt.
Manche erstmals in der vorliegenden Arbeit vorgestellten Messstrecken dürften geeignet sein, bereits in einem deutlich jüngeren Alter als nach den bisher beschriebenen Methoden eine Geschlechtsbestimmung beim Schädel des Savannenelefanten durchführen zu können. Anhand der Ausprägung des Gesichtsschädels scheint weiters eine Zuordnung der Schädel entweder zu Loxodonta africana oder zu Loxodonta cyclotis möglich zu sein. Die Beurteilung des Gesichtsschädels und der Schädelenge lässt zumindest eine grobe Altersschätzung zu.

Summary

Existing Literature concerning the osteology of the African Elephant (Loxodonta africana, bush elefant and Loxodonta cyclotis, forest elephant) skull is very rare. The aim of this study is to generate a comprehensive craniometrical dataset and describe the skull’s morphology. The final results are discussed with data from literature dealing with determination of species or subspecies, age and sex.
For this study, seven skulls of L. africana and two skulls of L. cyclotis belonging to the Institute of Anatomy of the University of Veterinary Medicine Vienna or the National Museum of Natural History in Vienna were examined. The measurements were taken with a caliper and illustrated in photos. The metrical data was documented in tables.
The skull of a 16 years old male Loxodonta africana has a size comparable to that of female adult skulls. Among the measurements, only the width of the foramen magnum, the occipital condyles, the size of the cavum nasi and the tusk alveole are greater in males. The least width of the neurocranium compared to the length of the skull is smaller in the adult male Loxodonta africana than in younger males and females. The viscerocranium of juvenile Loxodonta africana is relatively longer than in adults.
The skull of the bush and the forest elephant differ in a few traits. Forest elephants have a shorter and wider viscerocranium and the least width of the neurocranium is wider than in bush elephants.
In adults, the skull is longer and the ratio of the least width of the neurocranium compared to the skull length is smaller than in juveniles.
In this study, a method to distinguish between forest and bush elephant by means of considering measurements of the viscerocranium is described.
The age of an individual might be estimated using measurements of the viscerocranium also and of the least width of the neurocranium.
Some measurements described in this study could be useful for sex determination at earlier individual ages than mentioned in literature.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 08:46

KÜHHAAS, P. (2011)

Morphologie des Larynx des Afrikanischen Elefanten (Loxodonta africana).

Morphology of the larynx of the african elephant (Loxodonta africana).

Dissertation, Dr. Med. Vet.

109 Seiten

Department für Pathobiologie (Institut für Anatomie und Histologie) der Veterinärmedizinischen Universität Wien
Betreuer: Univ.-Prof.Dr.med.vet. Gerald Weissengruber, Institut für Anatomie und Histologie, Department für Pathobiologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien
Tiergarten Schönbrunn, Wien

Voller Text

Zusammenfassung:

Es gibt mehrere Publikationen, die sich mit den komplexen akustischen Kommunikationssystemen des Afrikanischen Elefanten (Loxodonta africana) insbesondere mit der Infraschallkommunikation auseinandersetzen. Über die anatomischen Strukturen des Vokaltrakts ist jedoch bisher wenig bekannt. Die Kehlköpfe von zwei adulten und zwei juvenilen Afrikanischen Elefanten wurden präpariert und die Knorpel, Muskeln, Bänder und Gelenke nach den Methoden der makroskopischen Anatomie untersucht. Die Plicae vocalis und vestibularis sowie die Epiglottis wurden histologisch untersucht. Von den zwei adulten Individuen wurden CT-Aufnahmen des Larynx angefertigt. Die Epiglottis ist kurz und breit, ihre Apex ist abgerundet und in einem Winkel von fast 90° nach rostral gerichtet. Schild-, Ring- und Aryknorpel sind über synoviale, aber wenig bewegliche Gelenke verbunden, deren Kapseln elastische Fasern enthalten. Ein Foramen thyroideum findet sich in allen Schildknorpeln, bei einem juvenilen Elefanten wurden zwei Foramina thyroideae gefunden. Der M. thyreoarytaenoideus liegt lateral der Plicae vocalis und vestibularis sowie medial des Schildknorpels und zieht zum Processus muscularis und zur gesamten dorsolateralen Kante des Aryknorpels. Eine Trennung in M. vocalis und M. vestibularis ist nicht zu erkennen. Die breite Plica vocalis verläuft von caudodorsal nach rostroventral in einem Winkel von etwa 35 Grad und verbreitert sich leicht von dorsal nach ventral. Sie hat eine sehr scharfe rostrale Kante und ist von der Plica vestibularis durch einen sehr flachen Ventriculus laryngis getrennt. Der Umriss der Plica vestibularis ist dreieckig. Ein Ligamentum vocalis und vestibularis konnten weder makroskopisch noch histologisch nachgewiesen werden.

Summary

There are several publications that describe the complex acoustic communication systems of the African Elephant (Loxodonta Africana) including the use of low-frequency vocalization. But very little is known about the anatomical structures of the vocal tract. Larynges of two adult and two juvenile African elephants were dissected and the cartilages, muscles, ligaments and related joints were studied by means of macroscopic anatomical methods. Histological sections were taken of the focal fold, vestibular fold and epiglottis. CTscans of the larynges were taken in the two adult individuals.The epiglottis is wide and short, its apex is rounded and directed rostrally in an angle of nearly 90°. The thyroid cartilage, cricoid cartilage and the two arytenoid cartilages are connected via synovial joints that are little flexible and whose capsules consist elastic fibres. A thyroid foramen occurs constantly within the thyroid cartilage. In one juvenile elephant two thyroid foramina were found. The thyroarytenoid muscle lies lateral of the vocal and the vestibular fold and medial of the thyroid cartilage and reaches to the Processus muscularis and the entire dorso-lateral edge of the arytenoid cartilage. It is not divided in two portions. The broad vocal fold runs from caudodorsal to rostroventral in an angle of about 35 degrees and widens slightly during its course to ventral. It has a sharp rostral edge and is separated from the vestibular fold by a shallow ventriculus laryngis. The vestibular fold has a triangle-like shape. A vocal ligament or vestibular ligament could neither be identified macroscopically nor histologically.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 08:30

Afrikanischer Elefant

Überordnung: AFROTHERIA
Taxon ohne Rang: PAENUNGULATA<
Ordnung: Rüsseltiere (PROBOSCIDEA)
Familie: Elefanten (Elephantidae)

Red list status vulnerable

EEPAfrikanischer Elefant

Loxodonta africana • The African Elephant • L'éléphant d'Afrique

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Subadulter Afrikanischer Elefantenbulle (Loxodonta africana) im Opel-Zoo Kronberg @ Opel-Zoo

 

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Verbreitung des Afrikanischen Elefanten (Loxodonta africana) nach IUCN. Dunkelgrün sichere, mittelgrün vermutliche Verbreitung

 

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Afrikanischer Elefantenkuh (Loxodonta africana) aus Simbabwe im Alter von ca. 22 Jahren in La Planète Sauvage, Port-Saint-Père @ Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Stoßzahnloser Afrikanischer Elefantenbulle (Loxodonta africana) im Beekse Bergen Safaripark @ Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Schlafender Afrikanischer Elefantenbulle (Loxodonta africana) im Nationalzoo Pretoria @ Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Afrikanische Elefantenkuh (Loxodonta africana)wird im Tiergarten Schönbrunn geduscht @ Rudolf Stahl / TG Schönbrunn (Pressefoto)

 

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Afrikanischer Elefantenkühe (Loxodonta africana) auf grasbestandener Freianlage im ZooParc de Beauval @ Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Afrikanischer Elefant (Loxodonta africana) im Zoo Toronto @ Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Afrikanische Elefantenkuh (Loxodonta africana) mit nur einem Stoßzahn im Zoo du Tertre Rouge, La Flèche © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Die alte Afrikanische Elefantenkuh "Ruaha" (Loxodonta africana) in ihrer Herde im Zoo Basel @ Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Afrikanische Elefantenkühe und Jungtiere (Loxodonta africana) im Hands-on-Management im Zoo Wuppertal @ Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Junger Afrikanischer Elefant (Loxodonta africana) im Zoo Wuppertal © P. Scheer, Wuppertal

 

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Junger Afrikanischer Elefant (Loxodonta africana) "Abu* im Tiergarten Schönbrunn - Pressefoto TG Schönbrunn

 

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Junger Afrikanischer Elefant (Loxodonta africana) "Tuluba* im Tiergarten Schönbrunn © Norbert Potensky / TG Schönbrunn

 

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Nachwuchs bei den Afrikanischen Elefanten (Loxodonta africana) des Tierparks Berlin ©Tierpark Berlin (Pressefoto)

 

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Subadulter Afrikanischer Elefantenbulle (Loxodonta africana) "Tamo" auf der Innenanlage im Opel-Zoo Kronberg @ Opel-Zoo

 

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Dressurvorführung mit Afrikanischen Elefanten (Loxodonta africana) früher im Zoo Basel @ Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

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Afrikanischer Elefant (Loxodonta africana) beim kontrollierten Freilauf im Zoo Dresden @ Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Schulkinder in direktem Kontakt mit Afrikanischem Elefant (Loxodonta africana) im Zoo Dresden @ Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Interaktive Informationstafel zum Thema Afrikanischer Elefant (Loxodonta africana) im Zoo Dresden © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Afrikanischer Elefant (Loxodonta africana) auf der Außenanlage des Tierhändlers Ghiazza in Skeerpoort, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Afrikanische Elefanten (Loxodonta africana) aus dem Tuli-Block bei Tierhändler in Skeerpoort, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Die im Tuli-Block in Botswana gefangenen Jungelefanten (Loxodonta africana) wurden von indonesischen Mahouts und mit Hilfe Asiatischer Elefantemkühe gezähmt und trainiert © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Indonesischer Tierpfleger in Kontakt mit Jungelefant (Loxodonta africana) auf Tierhandelsstation in Skeerpoort, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Elefanten sind die größten Landsäugetiere und beim Publikum außerordentlich beliebt. Ihr Verhalten und ihre Gefährdung als Folge der Elfenbeinjagd sind zoopädagogisch interessante Themen. Auch bieten sie sich für Forschungsarbeiten und forschendes Lernen sowie als Botschafter für Natur und Artenschutz in Afrika an. Afrikanische Elefanten werden daher in relativ vielen Zoos gehalten.

Körperbau und Körperfunktionen

Bei den Afrikanischen Savannenelefanten erreichen die Bullen eine Kopf-Rumpflänge von 600-650(-750) cm, eine Schwanzlänge von 100-130(-150) cm, eine Schulterhöhe von 320-350(-400) cm und ein Gewicht von 6'000(-12'000) kg. Die Kühe haben eine Schulterhöhe von 260(-300) cm und ein Gewicht von 2'800-4'600 kg. Bei den Waldelefanten werden die Bullen 160-290 cm hoch, die Kühe bis 210 cm. Zwischen den beiden Formen gibt es fließende Übergänge. Im Gegensatz zum Asiatischen Elefanten hat der Afrikaner eine fliehende Stirn, der höchste Punkt des Körpers ist nicht der Kopf, sondern der Rücken, der Rüßel weist tiefe Querrunzeln auf, das Rüsselende hat zwei "Finger" und die Ohren sind sehr viel größer, beim Savannenelefanten bis etwa 150 cm hoch und m.o.w. dreieckig, beim Waldelefanten nicht ganz so groß und rund. Beide Geschlechter haben Stoßzähne, bisweilen ist nur einer oder gar keiner ausgebildet. Die Graue Haut ist runzlig und spärlich mit verstreuten schwarzen Haaren versehen. Der Schwanz hat eine Quaste von 38-76 cm langen Haaren [23; 31].

Verbreitung

Afrika südlich der Sahara : Angola, Äquatorial-Guinea, Äthiopien, Benin, Botswana, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Kenia, Kongo, Kongo Dem., Liberia, Malawi, Mali, Mosambik, Namibia, Niger, Nigeria, Ruanda, Sambia, Senegal, Sierra Leone, Simbabwe, Somalia, Südafrika, Südsudan, Tansania, Togo, Tschad, Uganda, Zentralafrikanische Republik.

Ausgerottet in Burundi, Gambia und Mauretanien. Wiederangesiedelt in Swasiland [22].

Lebensraum und Lebensweise

Afrikanische Elefanten bewohnen die unterschiedlichsten Lebensräume vom tropischen Regenwald bis zur extrem trockenen Wüste. Im Gebirge gehen sie bis auf 5'000 m hinauf. Je nach Lebensraum ernähren sie sich von Gras, Wasserpflanzen, Schilf, Früchten, Blättern, Ästen oder Baumrinde. Sie leben gesellig in Mutterfamilien mit Jungtieren und Halbwüchsigen, die Bullen in Junggesellengruppe oder, vor allem ältere Tiere, einzeln. Die Kälber werden nach einer Trächtigkeit von 22 Monaten geboren, sie haben beim Savannenelefanten ein mittleres Geburtsgewicht von110 kg und eine Schulterhöhe von etwa 95 cm. Die Intervalle zwischen zwei Geburten betragen etwa 4 Jahre [26; 31].

Gefährdung und Schutz

Bis 2004 war der Afrikanische Elefant unter den damals geltenden Kriterien als stark gefährdet eingestuft worden. Seitdem gilt er als gefährdete Tierart (Rote Liste: VULNERABLE) [22], wobei das Ausmaß der Gefährdung von Tierschutzaktivisten maßlos übertrieben wurde. Tatsächlich sind Trends und Status regional unterschiedlich. Währenddem z.B. in Westafrika der Bestand klein und stark bedroht ist, haben die Bestände in Südafrika derart zugenommen, dass sie gebietsweise ihren Lebensraum bedrohen. Die Wilderei setzt aber in den letzten Jahren den Elefantenbeständen auch im südlichen Afrika wieder vermehrt zu, und der afrikanische Gesamtbestand hat von 2006, als er auf 640'000 Tiere geschätzt wurde (Kategorien Definite, Probable und Possible), auf rund 530'000 im Jahr 2016 abgenommen [30].

Der internationale Handel ist unter CITES differenziert geregelt, je nach Ursprungsland fällt die Art unter Anhang I oder II mit Quotenregelungen (II = Populationen im südlichen Afrika). Für Deutschland werden Einfuhrgenehmigungen für Wildfänge nur erteilt, wenn die Voraussetzungen der Haltungsrichtlinien für Elefanten des Bundesamtes für Naturschutz aus dem Jahr 2000 erfüllt sind.

Zoogestütztes Artenschutzprojekt (Beispiel):

Bedeutung für den Menschen

Der Afrikanische Elefant hatte und hat z.T. immer noch eine große Bedeutung als Elfenbeinlieferant. Von 2001-2016 wurden weltweit über 22'000 Stück und 167 Tonnen (entspricht etwa 34'000 Stück) Stoßzähne legal international gehandelt, obwohl der Handel durch CITES stark eingeschränkt wird. Ebenfalls verwertet werden die Häute und lokal das Fleisch der Afrikanischen Elefanten. In einigen Ländern (Botswana, Kamerun, Mosambik, Namibia, Sambia, Simbabwe, Südafrika, Tansania) ist die Trophäenjagd ein wirtschaftlich relevanter Faktor. Im Zeitraum 2001-2016 exportierte Simbabwe mit 4'257 Stück die meisten Trophäen [24]. In Trockengebieten kann es zu Konkurrenzsituationen zwischen Elefanten und Viehhaltung kommen. Der mittlerweile ausgerottete Nordafrikanische Elefant wurde von den Karthagern gezähmt und für Kriegsdienste verwendet. Südlich der Sahara gab es keine Zähmung zur Nutzung als Arbeitstier, bis die belgische Kolonialverwaltung im Kongo 1938 die Elefantenstation Gangala-na-Bodio einrichtete, die einige Jahrzehnte Bestand hatte [26]. Im südlichen Afrika wurden in den letzten Jahren einige Elefanten als Reittiere abgerichtet, um den Touristen "Elefantensafaris" anbieten zu können.

Haltung

Afrikanische Elefanten galten lange als nicht zähmbar. Dies ist unzutreffend. Allerdings haben sie mehr Temperament als ihre asiatischen Verwandten. In den letzten Jahren haben viele Zoos zur Minimierung der Unfallgefahr ihr Elefantenmanagement von freiem Kontakt auf geschützten Kontakt umgestellt.

Die Tuli-Elefanten: Im Tuli-Reservat in Botswana hatte der Elefantenbestand gegen Ende des letzten Jarhunderts eine solche Höhe erreicht, dass er reduziert werden sollte. Daher erhielt der südafrikanische Tierhändler Riccardo GHIAZZA 1998 die Genehmigung, 30 Jungelefanten zu fangen, was ohne Verluste und offenbar ohne sonstige Probleme geschah. Die Jungtiere wurden auf das Anwesen des Tierhändlers in Skeerpoort (NW-Provinz) verbracht, wo eine große Elefantenanlage gebaut worden war. Um die Tiere zu zähmen und abzurichten wurden Mahouts aus Indonesien und Asiatische Elefantenkühe eingeflogen. Nach Meinung deutscher und südafrikanischer Tierschutzorganisationen wurden die Jungelefanten unter unzumutbaren Bedingungen gehalten und gequält. Dies traf anfänglich insofern zu, als scharfe Elefantenhaken und blanke Fußketten ohne Manschetten verwendet wurden und die Jungtiere auf nacktem Betonboden schlafen mussten. Diese Fehler wurden auf Weisung der südafrikanischen Behörden aber umgehend korrigiert. Trotzdem wurde Strafanzeige erstattet. Die Tiere wurden formell beschlagnahmt und die Verantwortung für die Haltung wurde einer südafrikanischen Tierschutzorganisation übertragen, die bei der Wahrnehmung dieser Aufgabe aber eindeutig überfordert war. Letztlich wurden 9 Elefanten vom WWF-Südafrika gekauft und im Marakele-Nationalpark freigelassen, wo sie gut zurecht kamen. 5 gingen an einen Halter in Südafrika und 16 wurden exportiert. Von diesen wurden 7 im Januar 1999  mit einer ukrainischen Chartermaschine nach Leipzig-Halle geflogen und von den Zoologischen Gärten Basel, Dresden und Erfurt übernommen, obwohl die selbsternannten Tierschützer Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt hatten, um dies zu verhindern. Von den 7 Tieren ist eines 2013 gestorben, alle anderen sind heute (2020) noch gesund und munter [35; 36].

Haltung in europäischen Zoos: Ungefähr 70 ortsfeste Einrichtungen in Europa halten Afrikanische Elefanten. Davon befinden sich etwa 12 im deutschsprachigen Raum. Für Details siehe Zootierliste. Die Gesamtzahl der Afrikanischen Elefanten in Europa liegt unter 300, davon sind etwa 40 Bullen [21].

Es gibt ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm (EEP) seit 1993, das vom Zoo Wuppertal koordiniert wird und das 2007 zu einem Globalen Programm ausgeweitet wurde. Das Globale Programm wurde aber 2012 wieder aufgegeben.

2020 wurden von der EAZA neue Leitlinien für eine optimale Haltung (Best Practice Guidelines) herausgegeben.

Der erste Zoo, weltweit, der die Geburt eines Afrikanischen Elefanten verzeichnen konnte, war der Tierpark Hellabrunn im Jahr 1941. Auch die zweite Geburt ereignete sich in Deutschland, nämlich am 28. August 1965 im Opel-Zoo.

Der älteste Afrikanische Elefant in einem europäischen Zoo, die aus Tanzania stammende Kuh "Ruaha" im Zoo Basel starb im Juli 2010 im Alter von 59 Jahren. Sie wurde 1951 geboren und 1952 vom Schweizer Tierfänger August Künzler in der Nähe von Arusha gefangen. Der damalige Zootierarzt und spätere Direktor des Zoo Basel, Ernst M. Lang holte "Ruaha" und vier weitere Jungtiere in Arusha ab. In Mombasa wurden sie auf einen holländischen Frachter verladen, der sie bis Genua transportierte. Als die fünf "Elefäntli" am 1. November in Basel eintrafen, war die Begeisterung groß, die jubelnden Schulkinder durchbrachen gar die vorsorglich organisierte Polizeiabsperrung [27; 28].

Nach dem Tod von "Ruaha"  hat "Sara" des Zoo Rostock mit Geburtsjahr 1962 die Rolle als Patriarchin der Afrikanischen Elefanten in Europa übernommen, bis sie im November 2013 altershalber eingeschläfert werden musste. Danach war "Dashi" im Tierpark Berlin, Jahrgang 1968, bis 2016 die Doyenne der Herde. Gegenwärtig (2020) ist es "Katka" des Danziger Zoos mit Geburtsjahr 1970. Die beiden ältesten in Deutschland sind "Lilak" im Opel-Zoo und "Safari" im Zoo Erfurt, beide 1971 geboren [21].

Die Elefantenhaltung in Zoos hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Von den 53 (Stand März 2020) in Zoos im deutschsprachigen Raum lebenden Afrikanischen Elefanten wurden 20seit dem Jahr 2001 in einem europäischen Zoo geboren [21; 33].

Wie Afrikanische Elefanten gehalten werden (Beispiele):

Forschung im Zoo: Afrikanische Elefanten sind beliebte Studienobjekte für Doktor-, Diplom- und Examensarbeiten. Dabei kann es um Grundlagenforschung gehen, etwa zur Anatomie [1; 3; 8; 15; 18; 19], Physiologie [7; 13; 20] oder Ethologie [4; 5; 6; 9; 10; 11; 14], aber auch um die Prüfung und gegebenenfalls Optimierung der Haltungsbedingungen und somit zur Erhöhung des Tierwohls [2; 16; 17], wie etwa zur Gruppenzusammensetzung, Umweltanreicherung, Neugestaltung von Anlagen, Fütterung oder Krankheitsgeschehen und tierärztliche Maßnahmen. Manche Arbeiten fokussieren auch darauf, die Tiere besser für die Zoopädagogik nutzbar zu machen [12].

Mindestanforderungen an Gehege: Die Schweizerische Tierschutzverordnung (Stand 2018) enthält Vorschriften für am 1.9.2008 bereits bestehende Gehege. Beim Bau neuer Gehege sollen neue Erkenntnisse einfließen. Da alle schweizerischen Elefantenanlagen nach 2008 neu gebaut wurden, sind die Bestimmungen der Verordnung redundant.  Nach der 2. Tierhaltungsverordnung Österreichs (Stand 2018) sind für 3 Kühe ein Außengehege von 3'000 m² und ein Innengehege von 300 erforderlich, die für jedes weitere Tier um 10% zu vergrößern sind, ferner Einzelboxen von 40 m². Für einen Bullen sind außen 700 und innen 100 m² erforderlich, Einzelboxen müssen 50 m² messen.

In Deutschland stellten die Tierschutzsachverständigen der Zoos fest, dass die Anforderungen des Säugetiergutachtens des BML von 1996 anpassungsbedürftig seien. Allerdings schieße das Säugetiergutachten 2014 teilweise über das Ziel hinaus. Für Gruppen von bis zu vier Elefantenkühen sollten nicht die Anforderungen des neuen Säugetiergutachtens gelten, sondern nach einer angemessenen Übergangsfrist jene der Haltungsrichtlinie des BfN, d.h. innen Einzelboxen und mindestens 200 m² nutzbare Lauffläche. Dies für Kühe und für Kälber ab zwei Jahren, jüngere werden nicht mitgerechnet. Diese Fläche kann auch durch die Verbindung von Einzelboxen erreicht werden, die mindestens 33 m² groß sein sollen. Für größere Zuchtgruppen und für die Bullenhaltung erachteten die Sachverständigen der Zoos die Vorgaben des Gutachtens als akzeptabel, auch wenn sie eher „Best practice“ darstellen als eigentliche Mindestanforderungen.

Die Position der Tierschutz-Sachverständigen der Zoos wurde gestützt durch eine umfangreiche epidemiologische Studie in 68 akkreditierten nordamerikanischen Zoos, die ergab, dass die Gehegefläche für das Wohlergehen der Elefanten wenig bedeutsam ist. Wesentlich sind die Gehegestruktur, Gehegeböden, ein stabiles soziales Umfeld und gute Programme für Fütterung und Verhaltensanreicherung [29].

Als Mindestgröße für Außengehege für bis zu 4 Kühen oder selbständigen Jungtieren sieht das Gutachten 2'000 m², für eine Zuchtkuh mit eigener Nachzucht bis zu 8 Jahren 1'000 m² und für 1-2 Bullen ebenfalls 1'000 m² vor.

Die Schweizerische Tierschutzverordnung (Stand 2018) schreibt für die Haltung von 3 Elefantenkühen ein Außengehege von 500 m² und eine Stallfläche von 15 m² vor. Für die Haltung eines Bullen ist ein weiteres Außengehege von 150 m² und eine Doppelbox von 2 x 30 m² erforderlich. Für jedes zusätzliche Tier ist das Außengehege um 100 m² zu erweitern. Die Anforderungen der 2. Tierhaltungsverordnung Österreichs (Stand 2018) entsprechen faktisch  "Best practice"-Bedingungen, nicht Mindestanforderungen: Für 3 Kühe ist ein Außengehege von 3'000 und ein Innenlaufbereich von 300 m² vorgeschrieben. Für jede weitere Kuh sind die Flächen um 10% zu erhöhen. Einzelboxen müssen 40 m² messen. Für die Haltung eines Bullen sind ein Außengehege von 700 m² und ein Innenlaufbereich von 100 m² erforderlich. Einzelboxen müssen 50 m² messen.

Taxonomie und Nomenklatur

Der Afrikanische Elefenat wurde 1797 vom Göttinger Zoologieprofessor Johann Friedrich BLUMENBACH in seinem "Handbuch der Naturgeschichte" als "Elephas africanus" erstmals wissenschaftlich beschrieben. Die Abtrennung in eine eigene Gattung Loxodonta wurde 1827 von den französischen Zoologen Étienne GEOFFROY SAINT-HILAIRE und Frédéric CUVIER vorgenommen, die feststellten, dass die Unterschiede zwischen den beiden Elefantenarten in etwa denen zwischen einem Hund und einer Hyäne entsprächen [32; 34].

Seit 2000 werden die afrikanischen Elefanten von vielen Autoren zwei verschiedenen Arten zugeteilt: dem Savannenelefanten (Loxodonta africana) bzw. dem Waldelefanten (Loxodonta cyclotis). Dies ist allerdings nicht unumstritten und insbesondere ist die Aufteilung in zwei Arten der Aufmerksamkeit der Elefanten entgangen - es gibt nämlich eine ausgedehnte Zone, wo beide Formen hybridisieren. Auch CITES und die IUCN gehen nur von einer Art aus [22; 23; 32].

Literatur und Internetquellen

  1. BENZ, A. (2005)
  2. DETTWILER, R. (2005)
  3. ELSÄßER, L.M. (2011) [ELSÄSSER] 
  4. HUWILER, M. (2013)
  5. KANDLER, C. (2002)
  6. KANDLER, C. (2010)  
  7. KRÜMMEL, E. (1998)
  8. KÜHHAAS, P. (2011)  
  9. LIMPINSEL, A. (2007)
  10. LINTNER, R. (2006) 
  11. MEYER, V. (2013)
  12. ORTEL, C. (2011)
  13. PÖDER, C. (2013) 
  14. ROVERI, M. (2004)
  15. SCHOPF, B. (2010)  
  16. SEIBOLD, P. (2000) 
  17. SPRANGER, J. (2014)
  18. STANEK, G. (2012)
  19. TRENKWALDER, H. (2013)  
  20. WEISSENBÖCK, N. (2010)
  21. ABSOLUT ELEPHANT
  22. BLANC, J. (2008). Loxodonta africana. The IUCN Red List of Threatened Species 2008: e.T12392A3339343. http://www.iucnredlist.org/details/12392/0. Downloaded on 28 June 2018.
  23. CITES IDENTIFICATION MANUAL
  24. CITES TRADE DATA BASE
  25. EAZA Elephant TAG (2005)
  26. GRZIMEK, B. (Hrsg. 1970)
  27. HEDIGER, H. (1953)
  28. LANG, E.M. (1994)
  29. MEEHAN, C.L., MENCH, J.A., CARLSTEAD, K. & HOGAN, J.N. (2016)
  30. THOULESS, C.R., DUBLIN, H.T., BLANC, J.J., SKINNER, D.P. et al. (2016)ELEPHANT DATA BASE
  31. WILSON, D. E. et al. eds. (2009-)
  32. WILSON, D. E. & REEDER, D. M. (2005)
  33. ZOOELEFANT.DE
  34. VIGORS, N. A. (1828)
  35. ANIMAL PEOPLE, SEPT. 1999
  36. 35; 36

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Elefantenherde (Loxodonta africana) an der Tränke im Chobe-Nationalpark, Botswana © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

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