Donnerstag, 18 Juni 2020 14:09

GRIMM, R. (1969)

Blauböckchen (Cephalophus monticola [Thunberg,1798]; Cephalophmae, Bovidae) als Insektenfresser.

Zeitschrift für Säugetierkunde 35: 357-359.

Zusammenfassung:

Im Mageninhalt von Blauböckchen (Cephalophus monticola) aus freier Wildbahn stellte der Verfasser eine große Menge angedauter Ameisen der Art Paltothyreus tarsatus fest. Eine quantitative Untersuchung ergab, dass die Ameisen einen Anteil von 11,2% am Trockengewicht des Mageninhalts ausmachten. Da P. tarsatus überwiegend solitär lebt,muss angenommen werden, dass Cephalophus monticola die Ameisen nicht zufällig, sondern bewußt aufnimmt, womit er sich in die Reihe der carnivoren Antilopen einordnet.

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Freitag, 01 Mai 2020 08:06

GLUTZ VON BLOTZHEIM, U. N. (2004)

Die Bedeutung der Blattlaus Rhopalosiphum padi (L., 1758) und der Traubenkirsche Prunus padus L., 1753 für Vögel.

Der Ornithologische Beobachter 101: 89 – 98 (2004)

Zusammenfassung:

In zwei Gärten der Zentralschweiz wurde u.a. die Nutzung der Traubenkirschen-Hafer-Blattlaus Rho-palosiphum padi(L., 1758) an der Traubenkirsche untersucht. Diese Blattlaus überwintert als Ei auf der Traubenkirsche (Hauptwirt).  Im Frühjahr gebärt eine erste ungeflügelte Generation (Fundatrix) ungeflügelte und einige geflügelte Weibchen (Migrantes alatae).  Letztere entstehen dann vor allem in der 3. Hauptwirtsgeneration und wandern im Mai/Juni auf Gräser (Nebenwirte) ab, von wo ab Mitte September geflügelte Weibchenmütter (Gynoparae) und Männchen wieder auf die Traubenkirsche zurückkehren. Im Laufe der Jahre sind von Mitte September bis Mitte November 30 Vogelarten beim Verzehr von Traubenkirschenläusen beobachtet worden. Vor allem Mönchsgrasmücke und Zilpzalp nutzen das Angebot sehr intensiv. Sie verzehren in dieser Zeit in benachbarten Sträuchern und Bäumen auch Früchte bzw. andere Insekten, kehren aber immer wieder in die Traubenkirsche zurück und picken ausdauernder als die meisten anderen Arten Blattläuse. Zur Zeit des Blattlausfrasses sind öfter gleichzeitig bis 13 Individuen von 7 oder 8 Vogelarten in einer Traubenkirsche oder bis  11– 20 Zilpzalpe in der Traubenkirsche und benachbarten Bäumen und Sträuchern notiert worden. Diese Zahlen entsprechen in etwa dem Fassungsvermögen von 1–3 nahe beisammen gepflanzten Traubenkirschen. Im Herbst 2003 hat ein Teichrohrsänger wegen der Blattläuse mindestens 23 Tage lang auf kleinstem Raum in einem wenig typischen Rastbiotop verweilt. Wir haben ihn in dieser Zeit beim Verzehr von schätzungsweise 99’540 Blattläusen beobachtet. Mehrere Mönchsgrasmücken frassen im selben Herbst mindestens 50’240 und die Zilpzalpe mindestens 1'005’360 Blattläuse. Insgesamt darf mit einem Minimalverzehr von 1,5 – 3 Millionen Traubenkirschenläusen innerhalb von 2 Monaten gerechnet werden, was mindestens 3’000-6’000 g oder 20’160-40’330 kJ entspricht. Der Blattlausverzehr ist mit geringem Aufwand verbunden, energetisch ergiebig, eine wichtige Ergänzung zur vegetarischen Kost und wohl eine lohnende Möglichkeit zur Optimierung des Nahrungserwerbs. Unsere Beobachtungen sollten andernorts durch Kontrollen der Verweildauer, physiologische Untersuchungen und Überprüfung von Optimierungshypothesen ergänzt werden. Die früh austreibende und früh blühende Trauben-kirsche bietet schon im Frühjahr ein reiches Insektenangebot, bereits ab Mitte Juli Fruchtfleisch oder Kerne ihrer Steinfrüchte und vor allem im Herbst für verschiedene Insekten den begehrten Honigtau. Sie ist also nicht nur aus ästhetischen Gründen ein besonders attraktiver Wildstrauch, der nicht nur in Auenwäldern, sondern auch an Waldrändern, in der teilweise offenen Landschaft und vor allem im Siedlungsgebiet mehr Beachtung verdient und gefördert werden sollte.

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Montag, 22 Januar 2018 15:55

CARSON, R. (1963)

Der Stumme Frühling (Silent Spring, 1962).

Aktuelle Ausgabe mit einem Vorwort von  Joachim Radkau als Paperback im  Verlag C. H. Beck, München


Anbietertext:

Stichhaltig dokumentiert und belegt Carson die folgenschweren Aus Wirkungen der Pestizide auf die Umwelt. Die chemischen Pflanzenschutzmittel tilgen nicht nur Ernteschädlinge, sondern vernichten gleichzeitig alle anderen Lebewesen, vor allem aber die natürlichen Feinde des Schädlings. Die Natur ist ein einzigartiges Geflecht von Wechselbeziehungen. Jede Art hat ihren festen Platz und reiht sich ein in eine Kette von Organismen, die sich voneinander ernähren. Durch massives Sprühen gelangen die Gifte ins Erdreich und beeinträchtigen die Bodenlebewesen. Sie werden in Flüsse gespült, von den Fischen aufgenommen und geraten sogar ins Meer. Auf diese Weise kommen sie in die Nahrungskette, werden dort angereichert und rotten unbeteiligte Arten aus: Regenwürmer, Singvögel und schliesslich die Haustiere. Letztendlich erkrankt auch der Mensch, denn er steht selbst am Ende dieser Kette und nimmt die Gifte über die Nahrung auf. Wie der stete Tropfen den Stein höhlt, reichern sich Stoffe wie Chlordan, Parathion oder DDT im menschlichen Körper an. Die Schädlinge selbst werden in kurzer Zeit gegen die Pestizide resistent. Grössere Mengen des Giftes in höheren Konzentrationen werden erforderlich. Diesem scheinbaren Teufelskreis tritt die Autorin Carson mit Alternativen entgegen und nennt biologische Lösungen gegen Insektenplagen. Sterilisation der Schädlinge oder ein kontrolliertes Aussetzen ihrer natürlichen Feinde seien zwar gleichermassen Erfolg versprechend, aber weniger zerstörerisch.

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Ermittlung der Biomassen flugaktiver Insekten im Naturschutzgebiet Orbroicher Bruch mit Malaise Fallen in den Jahren 1989 und 2013.

Mitteilungen aus dem Entomologischen Verein Krefeld 1 (2013): 1-5. ISSN 1865-9365.

Zusammenfassung:

Beschrieben werden die Biomassen aus den Ergebnissen von Kartierungen mit Malaise Fallen im Naturschutzgebiet Orbroich, Krefeld. Die Ergebnisse zeigen an zwei Standorten einen hohen Verlust in der vergleichenden Betrachtung der Masse flugaktiver Insekten zwischen den
Untersuchungsjahren 1989 und 2013. Über die gleiche Fallentechnik an denselben Standorten wurden  jeweils  gravierende  Rückgänge  von > 75%  belegt.  Diese  Daten  deuten  darauf  hin, dass im Gebiet an den untersuchten Teilflächen nur noch weniger als ein Viertel der Masse flugaktiver Insekten in der lokalen Zönose verfügbar ist

Volltext

 

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Sonntag, 21 Januar 2018 09:11

LOMBARDO, F. (1995)

A review of the genus Popa Stål 1856 (Insecta Mantodea).

Tropical Zoology 8: 257-267.

Summary:

It is suggested that Mantis undata Fabricius 1793 does not belong to the genus Popa Stål 1856 as believed until now, but to the Indian genus Ambivia Stål1877 (n. comb.). The systematic position of the species of Popa is re-examined and a single species, Popa spurca Stål 1856 ( = P. undata auct. nec Fabricius) is recognised. The species is differentiated into two subspecies, one being Popa spurca spurca Stål 1856 ( = P. stuhlmanni Rehn 1914, P. batesi Sauss. & Zehnt. 1895) (n. syn.) widespread throughout all Africa south of the Sahara, except in the east which is populated by the other subspecies, P. spurca crassa (Giglio-Tos 1917).

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Samstag, 20 Januar 2018 08:51

ESCH, A. (2013)

Stabschrecken, Gepensterschrecken, Wandelnde Blätter - Erfolgreiche Haltung von Phasmiden.

128 Seiten mit zahlreichen Farbfotos.
Natur und Tier Verlag GmbH, Münster. ISBN-13 978-3-86659-221-6.

Verlagstext:

Wirbellose sind in der Terraristik stark im Kommen, und unter ihnen stehen die Phasmiden in der Beliebtheitsskala ganz oben. Wandelnde Blätter, Stab- und Gespenstschrecken eignen sich selbst für Einsteiger in die Terraristik und faszinieren durch skurrile Körperformen sowie vielseitiges Verhalten. Autor Alexander Esch gibt Ihnen mit diesem Buch einen praxisnahen Leitfaden mit allgemeinen Informationen zur Biologie sowie zur erfolgreichen Haltung und Vermehrung dieser spannenden Insektengruppe an die Hand und stellt die in der Terraristik beliebtesten Arten vor.

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Freitag, 19 Januar 2018 08:03

BURROWS, M. & WOLF, H.

Jumping and kicking in the false stick insect Prosarthria teretrirostris: kinematics and motor control.

Journal of Experimental Biology 2002 205: 1519-1530

Summary:

The false stick insect Prosarthria teretrirostris looks and behaves like a real stick insect but can jump and kick rapidly and powerfully like a locust, to which it is more closely related. It has an elongated body with slender hind legs that are some 2.5 times longer than the front and middle legs. A male with a body 67 mm long and weighing 0.28 g can jump 90 cm with a take-off angle of 40° and velocity of 2.5 ms-1, requiring an energy expenditure of 850 μJ. The body is accelerated at 165 ms-2 for only 30 ms. The larger and heavier females (mean body length 104 mm and weighing 1.5 g) can jump on average a distance of 49 cm.

During jumping, the tibiae of the hind legs are extended in 30 ms with maximum rotational velocities of 11.5° per ms, but during kicking, when there is no body weight to support, extension is complete in 7 ms with rotational velocities as high as 48° per ms. The short time available to accelerate the body indicates that the movements are not powered by direct muscle contractions and that there must be storage of elastic energy in advance. The motor patterns responsible for generating the necessary forces in the hind legs for jumping and kicking are similar and consist of three phases; an initial flexion of the tibia is followed by a co-contraction of the small flexor and large extensor tibiae muscles lasting several hundred milliseconds while the tibia remains fully flexed. Finally, the flexor motor neurons stop spiking so that the tibia is able to extend rapidly. The small semi-lunar processes at the femoro-tibial joints are not distorted, so that they cannot act as energy stores. Some 7% of the energy is stored transiently by bending the thin tibiae during the initial acceleration phase of a jump and releasing it just before take-off.

The jumping and kicking mechanisms of Prosarthria teretrirostris have features in common with those used by locusts but also have their own characteristics. The evolution of jumping in Orthoptera is discussed in this context.

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Donnerstag, 18 Januar 2018 18:55

SCHLÜTER, U. (2012)

Afrikanische Rosenkäfer - Unterfamilie Cetoniinae

64 Seiten mit zahlreichen Farbfotos
Natur und Tier Verlag GmbH, Münster. ISBN13: 978-3-86659-157-8

Inhalt:

Viele Terrarianer kennen sie nur als Futtertiere: die Larven der Rosenkäfer. Dabei sind diese wunderschönen Insekten ihrerseits faszinierende, einfach zu haltende Terrarientiere. Uwe Schlüter stellt tropische Rosenkäferarten aus Afrika vor, die derzeit im Trend liegen, unter anderem auch die imposanten Goliathkäfer. Käferpflege leicht gemacht!  

  • Vorwort
  • Systematik
  • Morphologie von Rosenkäfern
  • Rosenkäfer in der Natur
  • Pflege im Terrarium
  • Erwerb und Transport
  • Terrarieneinrichtung und -klima
  • Vergesellschaftung
  • Ernährung von Imagines und Larven
  • Vermehrung im Terrarium
  • Beschreibungen ausgewählter Arten
  • Weitere Informationen
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Donnerstag, 18 Januar 2018 14:44

MESSI, J., KEKEUNOU, S. & WEISE, S. (2006)

Abundance and life cycle of Zonocerus variegatus (Orthoptera: Pyrgomorphidae) in the humid forest zone of southern Cameroon.

Entomological Science, 9: 23–30. doi:10.1111/j.1479-8298.2006.00150.x

Abstract:

Weekly captures from January 2000 to January 2002 enabled us to study the abundance and life cycle of the variegated grasshopper, Zonocerus variegatus (Orthoptera: Pyrgomorphidae), in the humid forest zone of Southern Cameroon. We found that Z. variegatus was present throughout the year in the forest reserve and the human-influenced zones of Yaounde and Mbalmayo in two univoltine populations, which had unequal abundance and durations. The separation of the two populations was clearer in the Yaounde and Mbalmayo developed zones than in the Mbalmayo forest reserve (undeveloped zone). The abundance of Z. variegatus varied according to the post-embryonic stage, sex, year and season. Hatching and coupling took place during the dry and rainy seasons, whereas oviposition occurred only in the rainy season. In Cameroon, the type of life cycle of Z. variegatus observed in the humid forest zone of the south is different from that of the “Sudanian and Sahelian” zones.

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Mittwoch, 17 Januar 2018 15:58

CONLE, O. V. & HENNEMANN, F. H. (2005)

Studies on neotropical Phasmatodea I: A remarkable new species of Peruphasma  Conle & Hennemann, 2002 from Northern Peru (Phasmatodea: Pseudophasmatidae: Pseudophasmatinae).

Zootaxa 1068: 59–68. ISSN: 1175-5334 (online edition)

Abstract:

Peruphasma schultei n. sp, a remarkable new phasmid from the Cordillera del Condor in Northern Peru is described and illustrated from both sexes and the eggs. It is the first species of Peruphasma Conle & Hennemann, 2002 known to have rudimentary tegmina and alae. The original specimens were  collected by Dipl. Biol. Rainer Schulte (INIBICO  NGO, Tarapoto, Peru) to whom it is dedicated. Brief information on its biology and breeding are provided as well. Peruphasma picturata  (Redtenbacher, 1906) is re-transferred to
Autolyca Stål, 1875 and the type-locality “Chile” is shown to be wrong.

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© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx