Sonntag, 18 Oktober 2020 07:04

DÖRNATH, K. A. (2014)

Immobilisationsverfahren sowie medikamentöse Ruhigstellung beim Gorilla.

Vet. med. Diss. Uni Leipzig.

165 Seiten, 22 Abb., 20 Tab., 605 Literaturangaben, Anlage mit 2 Abb. und 1 Tab..
Verlag Mensch und Buch, Berlin. ISBN: 978-3-86387-452-0.

Zusammenfassung:

Die Dissertation stellt eine Retrospektive  zu Immobilisationsverfahren sowie zu medikamentöser Ruhigstellung bei Gorilla dar.

Hierfür wurden alle in 29 zoologischen Einrichtungen in Europa vorhandenen medizinischen Daten gesichtet, Aufzeichungen der ausgewählten Dekade von Juni 1993 bis Mai 2003 quantifiziert, analysiert und bemerkenswerte Ereignisse für den Zeitraum 1929 bis 2004, für den insgesamt Unterlagen vorhanden waren, aufgeführt. In 28 Zoos wurde zusätzlich ein Fragebogen zum Thema beantwortet.

Die meisten der 620 Immobilisationen des o. g. Jahrzehnts waren aus Gründen des tiergärtnerischen Management erforderlich. Die häufigsten chemischen Immobilisationen wurden mit einer Kombination von Ketamin und einem α-Agonisten ausgeführt, wobei die aus Ketamin und Xylazin doppelt so häufig wie die aus Ketamin und Medetomidin verwendet wurde. Am zweithäufigsten wurde Ketamin als Monosubstanz eingesetzt. Wenige weitere Immobilisationen fanden mittels anderer Wirkstoffgruppen-Kombinationen statt. Nur selten wurde eine Immobilisation durch eine Inhalationsnarkose aufrecht erhalten. Eine Prämedikation  erfolgte lediglich bei jeder elften chemischen Immobilisation. 28% der chemischen Immobilisationen wurden antagonisiert. Bei 47.4% aller Immobilisationen waren die Tiere zu diesem Zeitpunkt klinisch gesund. Zwischenfälle traten bei 18  chemischen Immobilisationen auf. Allerdings waren 77.8% der hiervon betroffenen Gorillas krank. Bei drei Patienten endeten diese Zwischenfälle letal.

Psychopharmaka wurden meist zur Stressreduktion und zum Eindämmen pathologischen Verhaltens abgewendet. Meist kamen Sedativa, sehr selten Antidepressiva zum Einsatz. Die Gabe von Psychopharmaka war nicht immer erfolgreich.

Die Euthanasie als Spezialindikation der chemischen Immobilisation war sechsmal im o. g. Zeitraum dokumentiert.

Aufgrund vorliegender Ergebnisse können Imobilisationen beim Gorilla als sehr sicher bezeichnet werden.

Psychopharmaka sind immer individuell und nach genauer Diagnose anzuwenden.

Bei der Euthanasie eines Gorillas muss nicht nur mit dem betreffenden Individuum tierschutzgerecht umgegangen werden, sondern es sollten auch die seelischen Bedürfnisse der Gruppenmitglieder sowie der betreuenden Menschen berücksichtigt werden.

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Donnerstag, 18 Februar 2016 15:08

SCHÜTTE, B. (2008)

Zur Nosologie von im Leipziger Zoo gehaltenen Meerkatzen (Gattungen Cercopithecus, Erythrocebus, Miopithecus) - Eine Analyse des Krankheitsgeschehens von 1955 bis 2006 unter Berücksichtigung von Immobilisation und Narkose

On  Nosology of guenons (Genera Cercopithecus, Erythrocebus, Miopithecus) kept in the Zoological Garden Leipzig. An analysis of diseases from 1955 to 2006 in consideration of immobilisation and anaesthesia

Dr. med. vet. Dissertation

97 Seiten, 2 Abbildungen, 27 Tabellen, 305 Literaturangaben, Anhang mit 5 Tabellen

Veterinärmedizinische Fakultät, Universität Leipzig
Betreuer: Prof. Dr. med. vet. habil. K. Eulenberger
Zoo Leipzig

Ganze Arbeit

Zusammenfassung:

Um Meerkatzen in zoologischen Gärten erfolgreich halten und nachzüchten zu können und um Menschen, die Kontakt zu den Tieren haben, vor Zoonosen zu schützen, ist es wichtig, einen guten Kenntnisstand über die bei diesen Tieren potenziell vorkommenden Krankheiten zu besitzen. In dieser Arbeit wird eine Übersicht über die in der Fachliteratur bei Meerkatzen beschriebenen Infektionen und Krankheiten gegeben und durch die veterinärmedizinischen Erfahrungen aus 51 Jahren Meerkatzenhaltung im Zoologischen Garten Leipzig ergänzt. Als Grundlage für die Analyse des Krankheitsgeschehens bei Meerkatzen im Zoologischen Garten Leipzig dienten Krankenblätter, Einträge in Visitebücher, Obduktionsprotokolle, Befunde von weiterführenden Untersuchungen und Narkoseprotokolle. Es wurden medizinische Daten von rund 150 Meerkatzen aus 17 verschiedenen Arten zusammengetragen und in Form von 387 Fallberichten ausgewertet und dargestellt. Dabei handelte es sich um 333 Krankheitsfälle und 54 Fälle des Zucht und Haltungsmanagements. Überdies wurden bakteriologische, virologische, mykologische und parasitologische Untersuchungen wie auch Angaben zu Narkosen nochmals gesondert erfasst und ausgewertet. Des Weiteren wurden im Rahmen der Arbeit hämatologische und klinisch-chemische Referenzwerte für Meerkatzen im Zoologischen Garten Leipzig erstellt. Am häufigsten kamen mit 37,2 % in der untersuchten Population Krankheiten der Verdauungsorgane vor, wobei es sich in den meisten Fällen um relativ harmlose Durchfallerkrankungen handelte. Weniger häufig traten traumatisch bedingte Krankheiten (13,2 %) auf, von denen mehr als die Hälfte der Fälle Bissverletzungen waren. Krankheiten der Atmungsorgane betrafen 12,9 % der Krankheitsfälle und Störungen der Fortpflanzungsfunktionen, zu denen auch neonatale Krankheiten gerechnet wurden, 10,2 %. 9,9 % der Krankheitsfälle wurden der Gruppe der unspezifischen Krankheiten zugeordnet, da es sich um Fälle mit unspezifischer Symptomatik handelte. Andere Krankheiten, wie solche der Haut und des Haarkleides (6,6 %), des Nervensystems (3 %), des Herz-Kreislauf-Systems (2,4 %), der Bewegungsorgane (2,1 %), des Harnapparates (0,9 %), der Sinnesorgane (0,6 %) sowie von Leber, Pankreas und Endokrinium (je 0,3 %), waren eher selten. Es wurden 69 Todesfälle gezählt. Die höchsten Tierverluste (15) waren im Zusammenhang mit Krankheiten der Atmungsorgane zu verzeichnen, wobei der Tuberkulose (8 Todesfälle) hier eine entscheidende Bedeutung zukam. In der Literatur bisher nicht beschriebene Infektionen und Krankheiten werden entsprechend ihrer Bedeutung herausgestellt. Es werden Empfehlungen zu verschiedenen, in der Analyse besonders aufgefallenen Aspekten der medizinischen Betreuung von Meerkatzen gegeben. Hierzu zählen z.B. das Management von Tuberkulose und Hepatitis A, die Vermeidung gehäuft auftretender Bissverletzungen durch Optimierung von Gruppenzusammensetzung und Haltungsbedingungen, eine mögliche Prophylaxe epileptiformer Anfälle bei Jungtieren durch Vitamin D3-Substitution und Uterusleiomyome als Ursache für Menstruationsbeschwerden. Außerdem werden Empfehlungen zur Immobilisation gegeben. Der praktizierende Tierarzt erhält somit einen Überblick über Infektionen und Krankheiten, die bei Meerkatzen vorkommen können, sowie deren Bedeutung.

Summary:

To hold and breed guenons in Zoological Gardens, it is necessary to have good knowledge about diseases that also could potentially infect humans who come into contact with them. This dissertation contains a synopsis of the infections and diseases of guenons found in specialized literature with additional veterinary medical knowledge gathered over 51 years experience in holding guenons in the Zoological Garden Leipzig. The analysis of diseases of guenons in the Zoological Garden Leipzig is based on medical records, autopsy reports, results of continued studies and anaesthesia records. Medical facts on ca. 150 guenons of 17 different species were collected, of which 387 case descriptions were evaluated. From these cases 333 were of illness and 54 of breeding and keeping management. Parallel, bacteriological, virological, mycological and parasitological studies and information about anaesthesia were separately listed and analysed. Also included in this study are haematological and serum biochemistry references for guenons in the Zoological Garden Leipzig. With 37,2 %, an infection of the digestive system was the most common illness under the examined population, mostly harmless cases of diarrhoea. Less common were traumatically induced illnesses (13,2 %), of which more than half were bite injuries. Other illnesses were respiratory diseases (12,9 %) and reproduction disorder including neonatal diseases (10,2 %). Because of non specific symptoms, 9,9 % of illnesses were classed as non specific diseases. Illnesses of skin and coat (6,6 %), nervous system (3 %), cardiovascular system (2,4 %), locomotor organs (2,1 %), urinary tract (0,9 %), sense organs (0,6 %) and liver, pancreas and endocrine system (0,3 % each) were quite uncommon. In 69 cases the guenons died. The highest cause of death (15) was due to respiratory diseases, of which tuberculosis (8 cases) played an important role. Infections and diseases that have not been described in literature before are emphasized due to their significance. Advice is also given on different aspects of medical treatment of guenons that were of particular notice in the analysis. Included are e.g. management of tuberculosis and hepatitis A, the avoidance of bite injuries through group optimizing and caging quality, prevention of seizures of young animals through Vitamin D3 substitution and uterine leiomyoma as cause of menstrual problems. Advice is also given on immobilisation. The practicing vet will get the general idea of infections and diseases which can be found under guenons, and their importance.

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Donnerstag, 14 Juni 2018 15:37

THOMAS, C. (2002)

Krankheiten, Fortpflanzung und Immobilisation der Orang-Utans (Pongo pygmaeus) in zoologischen Gärten.

Dr. med. vet. Dissertation

149 Seiten.

Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Leipzig
Leitung: Prof. Dr. Klaus Eulenberger
Zoo Leipzig, Zoo Berlin

Zusammenfassung

Abstract

 

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Montag, 01 Dezember 2014 13:31

WEDLICH, V. (1982)

Großbären (Ursidae) in der veterinärmedizinischen Literatur

Dr. med. vet. Dissertation

227 Seiten

Klinik für kleine Klauentiere und forensische Medizin und Ambulatorische Klinik der Tierärztlichen Hochschule Hannover
Wissenschaftliche Betreuung: Prof. Dr. Dr. h. c. W. Schulze
1. Berichterstatter: Prof. Dr. Dr. h. c. W. Schulze
2.Berichterstatter: Prof. Dr. L. Dittrich
Zoologischer Garten Berlin

Zusammenfassung:

Deutsche und Englische Zusammenfassung

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Donnerstag, 14 Juni 2018 10:02

LETZNER, G. (1987)

Ein Beitrag zur Immobilisation, Physiologie und Pathologie der Giraffidae.

A Contribution concerning the Immobilization, Physiology and the Pathology of the Giraffidae.

Dr. med. vet. Dissertation

273 Seiten.

Klinik für kleine Klauentiere und forensische Medizin und Ambulatorische Klinik der Tierärztlichen Hochschule Hannover
Wissenschaftliche Betreuung: Prof. Dr. W. Bollwahn
1. Berichterstatter: Prof. Dr. W. Bollwahn
2.Berichterstatter: Prof. Dr. K. Wächtler
Zoologischer Garten Berlin

Zusammenfassung:

Deutsche und Englische Zusammenfassung

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 09:57

KULOW, W. (1990)

Krankheiten der Nashörner aus der Sicht des Zootierarztes mit einem Beitrag zur medikamentellen Immobilisierung

Eine Zusammenstellung von Berichten aus der internationalen Fachliteratur sowie von Erkenntnissen aus dem Vergleich mitteleuropäischer Nashornhaltungen

Dr. med. vet. Dissertation

252 Seiten.

Freie Universität Berlin
1. Gutachter      Prof. Dr. H.-G. Klös
2. Gutachter      Univ.-Prof. Dr. W. Hofmann
Zoologischer Garten Berlin

Zusammenfassung:

Deutsche und Englische Zusammenfassung

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 14:44

SCHÖNE, J. (2001)

Zur Distanzimmobilisation des Eurasischen Luchses (Lynx lynx) - Auswirkungen einer Medetomidin/Ketamin-Kombination auf Anästhesietiefe, Atem-, Kreislauf- und Stoffwechselfunktionen

Medetomidine-ketamine-remote anaesthesia of the Eurasian lynx (Lynx lynx) and its effects on anaesthetic depth, respiration, circulation and metabolism

Dissertation

99 Seiten mit 27 Abbildungen, 29 Tabellen, Anhang

Fachgebiet Tiergartenbiologie und Zootiermedizin der Tierärztlichen Hochschule Hannover, Prof. M. Böer sowie Institut für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie der Tierärztlichen Hochschule Hannover, Prof. W. Löscher, Tierärztliche Hochschule Hannover.
Probanden und Untersuchungen im Wildpark Lüneburger Heide, im Wildpark Schwarze Berge, im Heimatnaturgarten Weißenfels, im Tierpark Essehof und im Wisentgehege Springe

Voller Text

Zusammenfassung:

Für den Eurasischen Luchs (Lynx lynx) wurde erstmals ein modernes, tierart- und tierschutzgerechtes Anästhesie- und Immobilisationsverfahren erarbeitet. Erstmals werden statistisch gesicherte Daten einer nahezu vollständigen Anästhesieüberwachung bei dieser Felidenart vorgestellt. Zur Schonung der Probanden fand ein praxisnahes und unter Feldbedingungen einsetzbares nicht bzw. minimal invasives Monitoring Verwendung. Anhand der Überwachung von Reflexerregbarkeit, Schmerzempfinden, Muskelrelaxation, Atem-, Kreislauf- und Stoffwechselfunktionen wurden die klinische Eignung und die veterinärmedizinische Praktikabilität einer Medetomidin/Ketamin-Anästhesie beim Luchs überprüft. Die Untersuchungen wurden unter weitestgehend standardisierten Bedingungen und unter Berücksichtigung der Geschlechter sowie unterschiedlicher Alters- und Gewichtsklassen an 17 Versuchstieren durchgeführt. Das Alter der 10 männlichen (davon 1 Kastrat) und der 7 weiblichen Tiere reichte von etwa 3 Jahren bis 14 ½ Jahren, bei einem Körpergewicht von 16,8 kg bis 35 kg.

Es wurden nach geschätztem Körpergewicht 0,03 mg/kg Kgw Medetomidin und 3 mg/kg Kgw Ketamin auf Distanz injiziert (0,0319 ± 0,0031 mg/kg Kgw Medetomidin und 3,19 ± 0,31 mg/kg Kgw Ketamin absolut). Alle experimentell-anästhesiologischen Immobilisationen wurden mit diagnostischen und/oder therapeutischen Maßnahmen verbunden. In 5 min-Intervallen (15 min bis 45 min nach Injektion) wurden Daten der Reflexaktivität, des Schmerzempfindens, der Muskelrelaxation, der Atemfrequenz, des ausgeatmeten Kohlendioxids (Kapnometrie), der peripheren Sauerstoffsättigung (Pulsoximetrie), der Herzfrequenz, der indirekten Blutdruckmessung, der kapillären Rückfüllungszeit, der Schleimhautfarbe und der Thermoregulation in einem eigens für diese Studie entwickelten Anästhesieprotokoll dokumentiert. Die Aufzeichnungen der Elektrokardiogramme sowie die venösen Blutgasanalysen (inkl. Säure-Basen-Status) erfolgten in 10 min-Intervallen (15 min bzw. 20 min bis 45 min bzw. 50 min nach Injektion).

Die mittlere Einleitungsphase betrug 0:10:21 ± 0:03:26 [h:min:sek], die Toleranzphase 0:50:27 ± 0:08:42 [h:min:sek] und die Aufwachphase 0:13:56 ± 0:07:53 [h:min:sek]. Die Toleranzphase wies eine sehr gute Anästhesietiefe mit deutlicher peripherer Analgesie und vollständiger Muskelrelaxation auf.

Kapnometrie, Pulsoximetrie, indirekte Blutdruckmessung, Elektrokardiographie und mobile Blutgasanalyse erwiesen sich als zuverlässige nicht bzw. minimal invasive Methoden für eine Anästhesieüberwachung unter Feldbedingungen. Erregbarkeit des Pupillarreflexes (p=0,0031), endexspiratorischer Kohlendioxidgehalt (p=0,0002), periphere Sauerstoffsättigung (p=0,0098), venöser Sauerstoffpartialdruck (p=0,0026) und venöser Kohlendioxidpartialdruck (p=0,0030) erfuhren im Verlauf der Anästhesie von Minute 15 bis Minute 45 bzw. 50 einen signifikanten Anstieg. Erregbarkeit des Kornealreflexes (p=0,0063), Herzfrequenz (p<0,0001), diastolischer Blutdruck (p=0,0216) und Körperinnentemperatur (p<0,0001) verringerten sich im selben Zeitraum signifikant. Alle übrigen Parameter erfuhren im Verlauf der Anästhesie keine Veränderungen oder die Veränderungen waren statistisch nicht signifikant. Die i.m. Gabe von Atipamezol in der 5fachen Dosis des verabreichten Medetomidin erwies sich bei dieser Felidenart als geeignet, den Medetomidinanteil rasch und effektiv aufzuheben.

Die gewonnenen Daten belegen, daß systemische wie organspezifische Einflüsse der Medetomidin/Ketamin-Anästhesie in oben genannter Dosis durch endogene Regulationsmechanismen der Luchse kompensiert wurden und bei gesunden Tieren keine klinischen Komplikationen hervorriefen. Die Kombination aus dem α2-Agonisten Medetomidin und dem dissoziativen Anästhetikum Ketamin führt beim Eurasischen Luchs in der verwendeten Dosis zu einer sicheren, effektiven und antagonisierbaren Immobilisation, die für kleine chirurgische Eingriffe und Managementmaßnahmen geeignet ist.

Abstract:

A modern anesthesia and immobilisation procedure was developed for the Eurasian Lynx (Lynx lynx). Data supported by statistical analysis of a comprehensive anesthesia monitoring are presented for the first time for this feline species. In order to avoid undue harm to the subjects, none or minimally invasive monitoring techniques were used, which are suitable for use both in clinical environment and under field conditions. Based on observations of reflex activity, pain sensitivity, muscle relaxation, respiratory, circulatory and metabolic functions, the clinical suitability and veterinary practicability of the medetomidine/ketamine anesthesia were demonstrated. The experiment was carried out on 17 animals in predominantly standardized conditions. Gender, as well as age and weight classes were taken into consideration. Age of the 10 male (1 castrated male) and 7 female lynxes varied from 3 to almost 14 ½ years with body weights varying from 16,8 kg to 35 kg.

After estimating the body weight of the subject, 0,03 mg/kg medetomidine and 3 mg/kg ketamine were injected from a distance (actual dosages were found to be 0,0319 ± 0,0031 mg/kg medetomidine and 3,19 ± 0,31 mg/kg ketamine after weighing the subjects). All experimental remote immobilisations were carried out in conjunction with diagnostic and/or therapeutical measures. Reflex activity, pain sensitivity, muscle relaxation, respiratory rate, end-tidal carbon dioxide (capnography), peripheral oxygen saturation (pulse oximetry), heart rate, indirect blood pressure measurement, capillary refill time, mucous membrane colour and thermoregulation were documented every 5 minutes (15 min-45 min after injection) in a specially created anesthesia protocol. Data from the electrocardiograph and venous blood gas analysis (inclusive of acid-base-state) were recorded every 10 minutes (15/20 min-45/50 min after injection).

Mean induction phase lasted 0:10:21 ± 0:03:26 [h:min:sec], mean tolerance phase 0:50:27 ± 0:08:42 [h:min:sec] and mean recovery phase 0:13:56 ± 0:07:53 [h:min:sec]. The tolerance phase showed a very good anesthetic depth with pronounced peripheral analgesia and complete muscle relaxation.  Capnography, pulse oximetry, indirect blood pressure measurement, electrocardiography and mobile blood gas analysis proved to be reliable none or minimally invasive methods for anesthesia monitoring under field conditions. Excitability of the papillary light reflex (p=0,0031), end-tidal carbon dioxide levels (p=0,0002), peripheral oxygen saturation (p=0,0098), venous oxygen partial pressure (p=0,0026) and venous carbon dioxide partial pressure (p=0,0030) increased significantly in the course of anesthesia from minute 15 to minute 45. Excitability of the corneal reflex (p=0,0063), heart rate (p<0,0001), diastolic blood pressure (p=0,0216) and body temperature (p<0,0001) decreased significantly in the same period. All other parameters remained unchanged during anesthesia or the changes were statistically nonsignificant. The i.m. application of atipamezole at 5 times the dosage of the administered medetomidine proved to be a suitable method of antagonizing the medetomidine effect quickly and effectively.

The results show that systemic and organ-specific effects of the medetomidine/ketamine anesthesia were compensated by endogenous regulatory mechanisms of the lynxes and did not cause clinical complications in healthy animals. In the dosages described above, the combination of the α2-agonist medetomidine and the dissociative anesthetic ketamine leads to a secure, effective and antagonizable immobilisation, which is suitable for minor surgical and management procedures for the Eurasian Lynx.

 

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© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx