Donnerstag, 14 Juni 2018 18:54

Misch- und sommergrüne Laubwälder

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Wichtige Naturschutzgebiete im Bereich derMisch- und sommergrünen Laubwälder - zum Vergrößern auf Bild klicken

 

NAM-4 gatineau alter biberbau
Alter Biberteich im Gatineau-Park, Ontario, Kanada © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Vom Biber gefällte Bäume im Upper Canada Migratory Bird Sanctuary, bei Morrisburg, Ontario, Kanada © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Strumpfbandnatter (Thamnophis sirtalis) im Gatineau-Park, Ontario, Kanada © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Allgemeines

Die Vegetationsperiode der im Osten des Kontinents südlich an den borealen Nadelwald anschließenden sommergrünen Laub- und Mischwälder wird nur durch kurze Winter unterbrochen. Die Niederschläge liegen zwischen 500 – 1500 mm pro Jahr und sind über das ganze Jahr gleichmäßig verteilt.

Währenddem in Ost-Kanada noch ausgedehnte Misch- und Laubwälder bestehen, sind diese in den USA im Flachland bis auf kümmerliche Reste verschwunden. Größere Wälder gibt es praktisch nur noch in den Appalachen.

Vegetation und Charakterpflanzen

Charakterpflanzen der Mischwälder sind Hemlocktanne (Tsuga canadensis), Zucker-Ahorn (Acer saccharum), Amerikanische Buche (Fagus grandifolia) und Gelb-Birke (Betula alleghaniensis). Zu den weiteren typischen Arten gehören Weiß-Esche (Fraxinus americana), Rot-Ahorn (Acer rubrum), Rot- und Weiß-Eiche (Quercus rubra, Q. alba), Amerikanischer Zürgelbaum, Weymouth- und Rot-Kiefer (Pinus strobus, P. resinosa).

Weiter nach Süden verschwinden die Koniferen zunehmend. Zur Roten und Weißen Eiche gesellt sich die Schwarzeiche (Quercus velutina), neben Zucker- und Rotem Ahorn, Amerikanischer Buche und Weiß-Esche kommen im Sommergrünen Laubwald auch Hickory-Bäume (Carya spp.), Robinie, Christusdorn, Tulpenbaum, Gewöhnlicher Trompetenbaum, Indianerbanane, Amerikanischer Amberbaum, Traubenkirsche (Prunus serotina), Zucker-Birke (Betula lenta), Tupelo-Baum (Nyssa sylvatica), Amerikanische Ulme (Ulmus americana) und, als Unterwuchs. Blüten-Hartriegel (Cornus florida) oder Ahornblättriger Schneeball (Viburnum acerifolium) häufig vor.

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Typische Zootiere

Nordopossum, Rotfuchs, Wolf, Baribal, Streifenskunk, RotluchsPuma, Wapiti, Elch, Maultierhirsch, Weisswedelhirsch, Grauhörnchen, Amerikanisches Rothörnchen, Östliches Streifenhörnchen, Urson.

Steinadler, Wanderfalke, Gerfalke, Buntfalke, Truthahngeier, Wildtruthuhn, Virginiawachtel, Kanadakranich, Schleiereule, Virginia-Uhu, Waldohreule, Raufusskauz, Kolkrabe, Hausgimpel.

Carolina-Dosenschildkröte, Milchschlange, Strumpfbandnatter, Kupferkopf, Wald-Klapperschlange, Pazifik-Klapperschlange.

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

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Waldfrosch (Rana sylvatica) im Gatineau-Park, Ontario, Kanada © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Einige Nationalparks:

USA: Isle Royale NP, Meadow Valley Wildlife Area, Richard J. Dorer Memorial Hardwood State Forest, Adirondack-Park, Monongahela National Forest, Shenandoah NP, George Washington and Jefferson National Forests incl. Mt. Rogers, Big South Fork Nat. River and Recreation Area

Kanada: Cape Breton Highlands NP, Fundy NP, Réserve écologique Jackrabbit, Mont-Tremblant NP, La-Mauricie-NP, Point Pelee-NP, Parc de la Gatineau, Pukaskwa-NP, Riding Mountain-Nationalpark NP 

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Literatur und Internetquellen

SANDERSON, I. T. (1962)
SKY WORELL, G. (1990)
STEPHENSON, M. (1983)
University of Maryland - Biomes of North America Lecture Notes
ZÖLLER, L. (Download 2012)

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Donnerstag, 14 Juni 2018 18:50

Kühle Regenwälder

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Wichtige Naturschutzgebiete im Bereich der temperierten Regenwälder - zum Vergrößern auf Bild klicken

 

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Hirschzungenfarne (Asplenium), Seal Bay Regional Park, Vancouver Island, Kanada © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Schwarzwedelhirsch (Odocoileus hemionus) auf Quadra Island, Kanada © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

NAM-3 vancouver island wald odoc hemionus
Schwarzwedelhirschkalb im natürlichen Lebensraum. Vancouver Isl., Kanada © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Allgemeines

Die kühlen Regenwälder der amerikanischen Pazifikküste erstrecken sich von Alaska bis Nordkalifornien, etwa vom 40. bis zum 63. Breitengrad. Oder vielmehr: erstreckten sich, denn heute ist weit mehr als die Hälfte des Areals abgeholzt. In den US-Bundesstaaten Oregon und  Washington sind sogar nur noch knapp 10 % des ursprünglichen Küstenregenwaldes erhalten, in Britisch-Kolumbien sind es noch 35 %.

Die Temperaturen sind ausgeglichen, dank dem warmen Wasser des nordpazifischen Meeresstroms im Monatsmittel über null Grad, die Niederschläge sind über das ganze Jahr verteilt und die Niederschlagsmenge ist sehr hoch, an der Westküste von Vancouver Island z.B. über 6'000 mm. Im Inland gibt es kühle Regenwälder in den tieferen Lagen der Columbia-Berge, wo Steigungsregen für einen Jahresniederschlag von über 2'000 mm sorgen (Glacier-Nationalpark, Mount Revelstoke-Nationalpark).

Vegetation und Charakterpflenzen

Der dreischichtige Wald ist dichter, üppiger und feuchter als jeder tropische Regenwald. Im Gegensatz zu jenem verfügt er über eine dichte Bodenvegetation aus Büschen und Farnen. Darüber erhebt sich eine Schicht mittelhoher Laub- und Nadelbäume, die ihrerseits von riesigen Koniferen überragt werden, die über 100 m hoch werden können. Dominierende Baumarten sind die Douglasie (Pseudotsuga menziesii, bis 133 m hoch), die Sitka-Fichte (Picea sitchensis, bis 95 m hoch), der Riesen-Lebensbaum (Thuja plicata, bis 70 m hoch), der Riesenmammutbaum (Sequoiadendron giganteum, bis 84 m hoch) und der Küstenmammutbaum (Sequoia sempervirens, bis 116 m hoch).

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Typische Zootiere

Nordopossum, Baribal, BraunbärWolf, Rotfuchs, Waschbär, Vielfraß, Streifenskunk, Kanada-Luchs, Rotluchs, Puma, Wapiti, Elch, Maultierhirsch, Weißwedelhirsch, Grauhörnchen, Rothörnchen, Kanadischer Biber, Urson.

Steinadler, Weißkopf-Seeadler, Wanderfalke, Gerfalke, Buntfalke, Kanadakranich, Virginia-Uhu, Schneeeule (im Winter), Kolkrabe,

Strumpfbandnatter, Pazifik-Klapperschlange.

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

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Rainforest Trail im Pacific Rim National Park, Vancouver Island, Kanada © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

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Diademhäher (Cyanocitta stelleri) am Giant Ceder Trail, Mount-Revelstoke-Nationalpark, British Columbia, Kanada © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Einige Nationalparks:

USA: Glacier-Bay-Nationalpark und Reservat (seit 1980, 13'287 km²), Denali-NP, Chugach National Forest, Kodiak National Wildlife Refuge, Katmai-NP, Lake Clark-NP, Admiralty Island National Monument, Misty Fjords National Monument, Olympic-NP, Redwood-NP, Modoc National Forest

Kanada: Kluane-Nationalpark und Reservat (Yukon, seit 1972, 22'013 km²), Strathcona Provincial Park, Pacific Rim-NP, Quadra Island, Seal Bay Nature Provincial Park, Mitlenatch Island Nature Provincial Park, Mount Revelstoke-NP, Glacier-NP

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Literatur und Internetquellen

SANDERSON, I. T. (1962)
SKY WORELL, G. (1990)
STEPHENSON, M. (1983)
University of Maryland - Biomes of North America Lecture Notes
ZÖLLER, L. (Download 2012)

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Donnerstag, 14 Juni 2018 18:43

Borealer Nadelwald

 

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Wichtige Naturschutzgebiete im borealen Nadelwald - zum Vergrößern auf Bild klicken

 

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Borealer Nadelwald mit Weiß-Fichten (Picea glauca) am Denali-Highway in Alaska. Copyright © 1995–2020 Esri. Darf nicht für kommerzielle Zwecke verwendet werden.

 

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Elchkuh (Alces alces americana) im Cape Breton Highlands-Nationalpark, Neuschottland (Nova Scotia), Kanada © Chensi Yuang, veröffentlicht unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International, 3.0 Unported, 2.5 Generic, 2.0 Generic and 1.0 Generic-Lizenz

Allgemeines

Wo die Juli-Isotherme bei 10°C liegt, geht die Tundra in den Borealen Nadelwald, die Taiga, über. Das Klima dieser Zone ist charakterisiert durch einen geringen Jahresniederschlag (i.d.R. 250 – 500 mm) und eine relativ kurze Vegetationsperiode von etwa fünf Monaten, wovon nur drei eine mittlere Temperatur von über 10°C aufweisen. Im Winter ist der Boden in der Regel gefroren, im Sommer kann er bis in eine Tiefe von vier Metern auftauen. Durch diesen Boden kann das Wasser nur schwer abfließen, es entsteht Staunässe und es bilden sich Sumpfflächen.

Vegetation und Charakterpflanzen

Die Vegetation wird dominiert durch ausgedehnte, artenarme Nadelwälder und durch Moore. Bei den Nadelhölzern herrschen Weiß- (Picea alba) und Schwarz-Fichten (P. mariana) vor, die anschliessend an die Tundra zusammen mit Balsam-Pappeln (Populus balsamifera), Amerikanischen Espen (Populus tremuloides) und Papier-Birken (Betula papyrifera) einen Fichten-Espenwald bilden, der weiter südlich von einem Fichten-Kiefernwald mit Banks- (Pinus banksiana), Weymouth- (P. strobus), Rot- (P. resinosa) oder Pech-Kiefern (P. rigida) sowie Balsam-Tannen (Abies balsamea) abgelöst wird. Auf sandigen, steinigen Standorte oder Moorflächen gedeiht Wachholder (Juniperus), auf Sumpfböden Tamarack-Lärchen (Larix laricina).

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Typische Zootiere

Polarfuchs, Rotfuchs, Wolf, Braunbär, Baribal, Vielfrass, Kanadaluchs, Puma, Wapiti, Elch, Maultierhirsch, KaribuWaldbisonAmerikanisches Rothörnchen, Östliches Streifenhörnchen, Urson.

Steinadler, Gerfalke, Wanderfalke, Buntfalke, Kanadakranich, Virginia-UhuSchneeeule  (im Winter), Waldohreule, Sperbereule, Bartkauz, Raufusskauz, Kolkrabe.

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

Alaska: Denali-Nationalpark und Reservat (früher Mount-McKinley-Nationalpark, seit 1917, 19'186 km²), Gates-of-the-Arctic-Nationalpark und Reservat (seit 1980, 30'448 km²), Kenai-Fjords-Nationalpark (seit 1980, 2'711 km²), Kobuk-Valley-Nationalpark (seit 1980, 7'085 km²), Koyukuk National Wildlife Refuge, Lake-Clark-Nationapark und Reservat (seit 1980, 16'309 km²), Nowitna National Wildlife Refuge, Wrangell–St. Elias-Nationalpark und Reservat (seit 1980, 49'713 km²), Yukon–Charley Rivers National Preserve.

Kanada: Réserve faunique Assinica, Kouchibouguac National Park, La Mauricie National Park, La Vérendrye Wildlife Reserve, Réserve faunique des Laurentides, Nahanni National Park Reserve (NW-Territorien, seit 1976, 30'050  km²), Wapusk-Nationalpark (Manitoba, seit 1996, 11'475 km²), Wood Buffalo National Park.

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Literatur und Internetquellen

SANDERSON, I. T. (1962)
SKY WORELL, G. (1990)
STEPHENSON, M. (1983)
University of Maryland - Biomes of North America Lecture Notes
ZÖLLER, L. (Download 2012)

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Donnerstag, 14 Juni 2018 17:39

Polareis, Tundra

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Wichtige Naturschutzgebiete in Polareis und Tundra - zum Vergrößern auf Bild klicken

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Tundra mit Wollgras (Eriophorum sp.), Alaska. Fotos US Fish and Wildlife Service

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Eisbär (Ursus maritimus) im Übergangsbereich von Tundra zu Taiga, bei Churchill, Manitoba, Kanada. Foto: Mila Zinkova

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Pfeifschwan (Cygnus columbianus in Alaska. Foto: US Fish and Wildlife Service

Allgemeines

Nebst dem im Nordpolarmeer zwischen Grönland und dem kanadischen Festland gelegenen kanadisch-arktischen Archipel, erstreckt sich die baumlose Tundra von der Küste Labradors über die Ungava-Halbinsel östlich und die Keewatin-Halbinsel westlich der Hudson Bay bis zum Unterlauf des Mackenzie und weiter nach Nord-Alaska. Die Tundra ist charakterisiert durch lange, schneereiche Winter, eine kurze Vegetationsperiode von etwa 3 Monaten, während derer die mittlere Temperatur mehr als 5ºC beträgt, geringe Niederschläge (< 200 mm) und Permafrostboden, der im Sommer nur oberflächlich auftaut, was zu Staunässe führt.

Vegetation und Charakterpflanzen

Die artenarmen Pflanzengesellschaften bestehen zur Hauptsache aus Moosen und Flechten, je nach Lage hat es auch Gräser, wie Tundragras (Dupontia fisheri), Polargras (Arctagrostis latifolia) und Semaphorgras (Pleuropogon sabinei), Wollgräser (Eriophorum spp.), Steinbrechgewächse (Saxifragaceae), Leimkraut (Silene acaulis), Arktischen Mohn (Papaver radicatum), Weiße Silberwurz (Dryas octopetala), Weidenröschen (Epilobium), Besenheide (Calluna vulgaris), Vierkantige Schuppenheide (Cassiope tetragona) und niedrige Sträucher, wie Moorbeeren (Vaccinium uliginosum), Zwergbirken (Betula nana) oder die nur wenige cm hohen Arktis-Weiden (Salix polaris).


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Typische Zootiere

Polarfuchs, Wolf, Eisbär, (Braunbär), VielfrassKaribu, Moschusochse.

Zwergschwan, Schneegans, Kaisergans, Zwergschneegans, Ringelgans, Kragenente, Eisente, Plüschkopfente, Eiderente, Gänsesäger, Weißkopf-Seeadler , Gerfalke, Wanderfalke, Alpenschneehuhn, Kanadakranich, Sandregenpfeifer, Regenbrachvogel, Sturmmöwe , Mantelmöwe, Küstenseeschwalbe, Papageitaucher, Trottellumme, Schneeeule, Kolkrabe.

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

Alaska:

  • Denali-Nationalpark und Reservat (früher Mount-McKinledy-Nationalpark, seit 1917, 19'186 km²)
  • Gates-of-the-Arctic-Nationalpark und Reservat (seit 1980, 30'448 km²)
  • Glacier-Bay-Nationalpark  und Reservat (seit 1980, 13'287 km²)
  • Katmai-Nationalpark und Reservat (seit 1980, 16'564 km²)
  • Kenai-Fjords-Nationalpark (seit 1980, 2'711 km²)
  • Kobuk-Valley-Nationalpark (seit 1980, 7'085 km²)
  • Lake-Clark-Nationalpark und Reservat (seit 1980, 16'309 km²)
  • Wrangell-St.-Elias-Nationalpark (seit 1980, 49'713 km²)

Grönland:

  • Nordostgrönland-Nationalpark (seit 1974, 972'000 km², weltweit größter Nationalpark)

Kanada:

  • Akami-Uapishkᵁ-KakKasuak-Mealy-Mountains-Nationalpark (Neufundland und Labrador, seit 2015, 10'700 km²)
  • Aulavik-Nationalpark (NW-Territorien, auf Banks Island, seit 1992, 12'199 km²)
  • Auyuittuq-Nationalpark (Nunavut, seit 1976, 20'500 km²)
  • Ivvavik-Nationalpark (Yukon, seit 1984 10'168 km²)
  • Kluane National Park and Reserve (Yukon, seit 1972, 22'013 km²)$
  • Nahanni National Park Reserve (NW-Territorien, seit 1976, 30'050  km²)
  • Qausuittuq-Nationalpark (Nunavut auf Bathurst Island, seit 2015, 11'000 km²)
  • Quttinirpaaq-Nationalpark (Nunavut, auf Ellesmere Island, seit 1988/2001, 37'775 km²)
  • Sirmilik-Nationalpark (Nunavit auf Bylot- und Banff-Insel, seit 1999/2001, 22'200 km²)
  • Torngat-Mountains-Nationalpark (Neufundland und Labrador, seit 2005, 9'700 km²)
  • Tuktut-Nogait-Nationalpark (NW-Territorien, seit 1996, 16'340 km²)
  • $Ukkusiksalik-Nationalpark (Nunavut, seit 2003, 20'500 km²)
  • Vuntut-Nationalpark (Yukon, seit 1995, 4'345 km²)
  • Wapusk-Nationalpark (Manitoba, seit 1996, 11'475 km²)

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Literatur und Internetquellen

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Donnerstag, 14 Juni 2018 10:46

Gewässer und Feuchtgebiete

(11.0) Allgemeines
(11.1) Neuguinea
(11.2) Australien
(11.3) Neuseeland

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Allgemeines

AUS-12 lake-thetis tadorna
Australische Kasarkas (Tadorna tadornoides) im natürlichen Lebensraum, Lake Thetis, West-Australien © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

AUS-121 barramundi cobourg
Wildhüter mit gefangenem Barramundi (Lates calcarifer) im Cobourg-Nationalpark, Northern Territory © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

AUS-12 beeliar-RP Lake-Bibra
Schwarzschwäne (Cygnus atratus) im natürlichen Lebensraum, Lake Bibra, West-Australien © Peter Dollinger, Zoo Office BernZ

 

AUS-12 batehaven reiher
Silberreiher (Casmerodius albus) im natürlichen Lebensraum, Batehaven © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

AUS-12 yellagong haubentaucher
Haubentaucher (Podiceps cristatus) im natürlichen Lebensraum, Yellagong-Regionalpark, Westaustralien © Peter Dollinger, Zoo Office BernZ

Seit der Besiedlung durch die Europäer ist die Süsswasserfauna der Region zunehmend gefährdet durch Einflüsse von Rodung und Landwirtschaft, wasserbauliche Maßnahmen, Überfischung sowie Konkurrenz durch und Krankheitsübertragung von eingeführten Fischarten, insbesondere durch den illegal eingeführten Karpfen, der sich in Australien ausgesprochen invasiv verhält. In den tropischen Regionen konkurrieren Moskitofische (Gambusia holbrooki) und Nilbarsche (Tilapia) die heimischen Arten, in Neuseeland dir für Zwecke der Sportfischerei eingeführten Bachforellen und Regenbogenforellen (Oncorhynchus mykiss), Bachsaiblinge, Königslachse (Oncorhynchus tshawytscha), Flussbarsche  und Schleien. Ein gleichartiges Problem bei den Amphibien ist die Gefährdung durch die zur Bekämpfung von Schadinsekten nach Australien eingeführte Agakröte, die aber alle Amphibien frisst, die kleiner sind als sie selbst, und die zudem für Beutegreifer toxisch ist

Das Ausstellen australasischer Süsswasserfauna kann somit nicht nur dazu dienen, einige wichtige Zeugen der Evolution zu präsentieren, sondern auch dazu, auf die Gefahren aufmerksam zu machen, die durch das Freilassen gebietsfremder Fischarten entstehen.

Typische Zootiere

Goldbauch-Schwimmratte

Zwergtaucher, Brillenpelikan, Kormoran, Kräuselscharbe, Silberreiher, Seidenreiher, Elsterreiher, Kuhreiher, Elsterreiher, Rotrückenreiher, Brauner Sichler, Australischer Ibis, Strohhalsibis, Gelbschnabellöffler, Schwarzschwan, Hühnergans, Kastanienente, Augenbrauenente, Rosenohrente, Australien-Moorente, Maoriente, Paradieskasarka, Radjahgans, Saruskranich, Brolgakranich, Regenbrachvogel, Kampfläufer, Maskenkiebitz

Schmalbrust-Schlangenhals-Schildkröte, Parker's Schlangenhals-Schildkröte, Australische Spitzkopfschildkröte (Emydura australis), Rotbauch-Spitzkopfschildkröte, Australische Wasseragame, Mertens-Wasserwaran, Bindenwaran, Australisches Süßwasserkrokodil, Neuguineakrokodil, Leistenkrokodil

Prachtlaubfrosch, Korallenfinger, Riesenlaubfrosch

Australischer Lungenfisch, Harlekin-Regenbogenfisch, Parkinson-Regenbogenfisch, Schützenfisch

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Neuguinea

Der während der Kolonialzeit „Kaiserin Augusta-Fluss“ genannte Sepik ist mit 1'126 km das längste Fließgewässer auf Neuguinea. Er mündet im Nordosten der Insel in die Bismarcksee. Der zweitwichtigste Fluss Neuguineas ist der 1'050 km lange Fly, der an der Südküste der Insel in den Papuagolf mündet. Der größte See ist der auf einer Hochebene in Papua-Neuiguineagelegene Lake Murray mit 647 km². In Tieflagen gibt es ausgedehnte Feuchtgebiete mit Mooren, Süsswasser-Sumpfwäldern und Mangroven.

Tierwelt

Neuguinea ist der Verbreitungsschwerpunkt der Regenbogenfische (Melanotaeniidae), von denen es auf der Insel und in Nordaustralien rund 80 Arten gibt. Leichhardts Sägerfische (Pristis microdon) laichen manchmal auch im Süßwasser. Sie sind relativ häufig in den großen Flüssen Fly, Sepik, Ramu, Mamberamo und Digul vertreten. Besonders häufig sind sie im mittleren Fly River bzw. Lake Murray, wo sie die Hauptarme und Altwasser bewohnen.

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Australien

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Mangroven, Garig-Gunak-Barlu-Nationalpark, Northern Territory © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

AUS-12 mangrove cobourg 2
Mangroven, Garig-Gunak-Barlu-Nationalpark, Northern Territory © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

AUS-12 yellagong-RP
Yellagong Regional Park, West-Australien © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

AUS-12 kakadu schweine
Verweilderte Hausschweine, Schwemmebene im Kakadunationalpark, Northern Territory © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Entsprechend dem Umstand, dass Australien der trockenste Kontinent ist, gibt es auch nur wenige bedeutende Binnengewässer. Gerade mal sechs Flüsse haben eine Länge von mehr als 1'000 km: Der Murray River (2'652 km), Murrumbidgee River (1’485 km), Darling River (1'472 km), Cooper Creek (1’420 km), Lachlan River (1’339km) und Flinders River (1'004 km). Diese befinden sich alle im östlichen Drittel des Kontinents. Der längste Fluss in Westaustralien ist der Gascoyne (865 km) gefolgt vom Murchison River (820 km).

In Australien gibt es nur wenige und relativ kleine Süsswasserseen im Inland. Häufiger sind Küstenseen und Lagunen, deren Wasser mehr oder weniger brackig ist. Ferner gibt es im Innrn des Kontinentes eine Anzahl großer, nur periodisch gefüllte Flachseen mit salzhaltigem Wasser, darunter den Lake Eyre im Norden Südaustraliens, der eine Fläche von bis zu 9'660 km² einnehmen kann, ferner die ebenfalls in Südaustralien gelegenen Lake Torrens und Lake Gairdner mit Flächen von bis zu 5'745 bzw. 4'350 km².

Tierwelt

Eines der bemerkenswertesten aquatischen Säugetiere weltweit ist das Schnabeltier, ein eierlegendes Säugetier mit Entenschnabel, Backentaschen, Schwimmhäuten, Biberschwanz und, beim Männchen, Giftsporn, das in klaren Gewässern im Osten Australiens lebt. Auch unter den rund 280 Fischarten hat es einige bemerkenswerte, vielfach endemische Kreaturen, so den Australischen Lungenfisch (Neoceratodus forsteri), ein lebender Beweis für die frühere Existenz des Südkontinents Gondwana, dessen nächste Verwandte in Südamerika und Afrika leben. Ferner der Schützenfisch (Toxotes jaculatrix), der Barramundi (Lates calcarifer), ein großschuppiger Riesenbarsch, oder zwei Knochenzüngler-Arten (Scleropages jardinii, S. leichhardti). Die dominierende Fischfamilie ist die der Dorschbarsche (Percichthyidae) mit dem Murray-Dorsch (Maccullochella peelii) als prominentester Art. Die meisten Galaxien (Galaxiidae) und Grunzbarsche (Terapontidae) sowie viele Glasbarsche (Chandidae) und Regenbogenfische (Melanotaeniidae) leben in Australien. Die in unseren Gewässern häufigste Familie der Karpfen kommt in Australien natürlicherweise nicht vor.

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Neuseeland

Der im Zentrum der Nordinsel gelegene Waikato ist mit 425 km der längste Fluss Neuseelands.

Tierwelt:

Nebst diversen eingeführten, hebietsfremden Arten kommt die im Pazifikraum weitverbreitete Augenbrauenente sowie die endemischen Paradieskasarka und Maoriente vor. Zur heimischen Fischfauna Neuseelands gehören u.a. der Kurzflossenaal (Anguilla australis), verschiedene Schlammfische (Neochanna spp., Galaxiidae), Schläfergrundeln (Eleotridae) und der schmerlenähnliche Torrent-Fisch (Cheimarrichthys fosteri). 

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

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Die überflutete Tiefebene im Kakadu-Nationalpark © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
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Literatur und Internetquellen

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Donnerstag, 14 Juni 2018 10:42

Gebirge

(10.0) Allgemeines
(10.1) Neuguinea
(10.2) Australien
(10.3) Neuseeland

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Allgemeines

Als Folge ihrer Lage am Rande der australischen Kontinentalplatte sind Neuguinea und Neuseeland sehr gebirgig. Der im Zentrum der Platte gelegene australische Kontinent ist dagegen überwiegend flach und seine Gebirge haben eine relativ geringe Höhe. Da Neuguinea im Tropengürtel, Neuseeland dagegen in der gemäßigten Zone der Südhalbkugel liegt, sind Gebirgsflora und Fauna dieser Inseln sehr verschieden.

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Neuguinea 

AUS-11 Puncak-Jaya - This file is licensed under the Creative Commons Attribution 2.0 Generic license. 342 x 700 px. Uploaded 13.04.2012.
Die 4'884 m hohe Carstensz-Pyramide (Puncak Jaya), West-Papua, der höchste Berg auf einer Insel. Foto: Alfindra Primaldhi.

 

AUS-11 Owen-Stanley - The copyright holder of this file allows anyone to use it for any purpose, provided that Colin Freeman is acknowledged. 342 x 700 py. Upladed 13.04.2012
Owen-Stanley-Gebirge, 50 km östlich von Port Moresby. Foto: Colin Freeman

Bei Neuguinea stoßen die pazifische und die australische tektonische Platte längs der Nordküste zusammen. Als Ergebnis davon entstanden zahlreiche Vulkane und von Nordwest nach Südost verlaufende Faltengebirge. Im Zentrum des westlichen, zu Indonesien gehörenden Teils der Insel, befindet sich das Maokegebirge, dessen höchste Gipfel 4'884 m und 4'750 m hoch sind. Das Maokegebirge geht in Papua-Neuguinea in das Bismarckgebirge über mit dem Wilhelmsberg (4'509 m) als höchster Erhebung. Weiter nach Südosten folgt das Owen-Stanley-Gebirge mit dem 4'072 m hohen Mount Victoria.

Nördlich der Zentralen Gebirge befinden sich weitere, etwas weniger hohe Gebirgszüge, so das Van Rees-Gebirge im Westen, das Hunstein- und das Thurnwald-Gebirge im Zentrum, sowie das Hagen- und das Schradergebirge im Osten. Der höchste Gipfel des küstennahen Finisterre-Gebirge im Nordosten hat eine Höhe von ungefähr 4'120 m und ist nach dem Wilhelmsberg) der zweithöchste Berg Papua-Neuguineas. Auf der Huon-Halbinsel setzt sich das Finisterre-Gebirge als Saruwaged-Gebirge fort, das mit dem Mount Sarawag ebenfalls eine Höhe von 4'120 m erreicht.

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Australien

AUS-11 Mt-Kosciusko - This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported, 2.5 Generic, 2.0 Generic and 1.0 Generic license. 342 x 700 px. Uploaded 13.04.2012.
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Australische Alpen: Blick vom Mount Townsend zum Mount Kosciuszko. Foto: John Wormell.

 

Nur 5% der Fläche Australiens liegen höher als 600 m.ü.M.. Es gibt zahlreiche kleinere Gebirge, wie die bis 1'524 m hohen Mac Donnel Ranges, sowie Inselberge, darunter der 1’106 m hohe Mount Augustus, der größte Monolith der Erde, sowie der Uluru oder Ayers Rock, ein kleinerer, aber ungleich besser bekannter, 863 m hoher Monolith. Das einzige größere Gebirge des Kontinents ist das im Osten über 3’200 km in nord-südlicher Richtung verlaufende Große Australische Scheidegebirge (Great Dividing Range) dessen höchste Erhebungen die in Neusüd-Wales gelegenen „Australischen Alpen“ (Snowy Mountains) mit dem 2'229 m hohen Mount Kosciuszko sind.

Typische Zootiere

BergkänguruGelbfuß-Felsenkänguru (Petrogale xanthopus)

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Neuseeland

AUS-11 Arthurs-Pass NZ3
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Südalpen. Arthur's Pass, Neuseeland © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

AUS-11 Arthurs-Pass NZ2
Südalpen. Arthur's Pass, Neuseeland © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Im Bereich der Südinsel Neuseelands schiebt sich die pazifische über die australische tektonische Platte. Dadurch wurden und werden entlang der Westküste der Insel die Südalpen aufgefaltet. Diese ähneln den europäischen Alpen, sind aber etwas weniger hoch als diese: die höchsten Gipfel, Mount Cook, Mount Tasman und Mount Dampier erreichen nur Höhen von 3'754, 3’498 und 3’440 Metern. Die Südalpen sind stark vergletschert, wobei manche Gletscher bis auf etwa 400 m.ü.M. hinabreichen. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts haben sich die meisten Gletscher verkürzt und sind deutlich dünner geworden.

Im Südosten der Nordinsel setzt sich das Faltengebirge als Mittelgebirge bzw. Hügelland fort. Ansonsten sind für die Nordinsel Vulkane typisch, deren höchster der 2797 m hohe Ruapehu ist. Der Grund für den Vulkanismus liegt darin, dass im Bereich der Nordinsel die pazifische unter die australische tektonische Platte abtaucht, was starke Druckunterschiede und Spannungen in der Erdkruste zur Folge hat.

Typische Zootiere

Kea

 

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

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Südalpen, Westland-Nationalpark, Neuseeland © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Einige Nationalparks:

Neuguinea / Indonesien: Lorentz-Nationalpark

Neuseeland: Arthurs-Pass-Nationalpark, Fjordland Nationalpark, Mount Aspiring-Nationalpark, Mount Cook-Nationalpark, Mount Egmont-Nationalpark, Te Urewera-NationalparkT, ongariro-Nationalpark, Westland-Nationalpark

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Literatur und Internetquellen

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Donnerstag, 14 Juni 2018 10:38

Heiden und Dünen

(9.0) Allgemeines
(9.1) Heiden
(9.2) Sanddünen

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Allgemeines

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The Pinnacles, Nambung-Nationalpark, Westaustralien © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Heiden entwickeln sich auf nährstoffarmen Böden, etwa alten Dünensystemen, die durch eine Absenkung des Meeresspiegels heute im inland liegen. Dies ist der Fall z.B. beim Nambung-Nationalpark, der in den seenahmen Bereichen eine typische Dünenflora, in den am weitesten davon entfernten "Bassendean woodlands" eine Heideflora mit Banksien etc.

Typische Zootiere

Nacktnasenwombat, Kaninchenkänguru, Rotes Riesenkänguru; Tannzapfenechse.

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Heiden

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Blühende Banksia am Brand Highway, Westaustralien © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Rotes Riesenkänguru (Macropus rufus) am Murchison River, Westaustralien © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Vegetation und Charakterpflanzen

Die Heiden, eine der artenreichsten Vegetationszonen Australiens, bedecken eine Fläche von rund 25.000 km². Auf ihren ausgesprochen nährstoffarmen Böden gedeiht eine ungeheure Vielfalt von Pflanzen aus unterschiedlichen Gattungen, zumeist niedrige, unter 2 m hohen, kleinblättrige Büsche, deren Früchte sich bei vielen Arten erst nach einem Feuer öffnen und die zusammen mit Heidekrautgewächsen, Restios- und Riedgräsern, Lilien und Orchideen zu einem dichten Pflanzenteppich verschmelzen. Vom Charakter und den vertetenen Pflanzenfamilien her ähneln sie dem Fynbos Südafrikas. Küstendünen erstrecken sich über etwa die Hälfte der australischen Küstenlänge. Hier gedeihen rund rund 250 einheimische Arten und zahlreiche, vielfach invasive Neophyten.

Zu den dominierenden Pflanzenfamilien der Heiden gehören die Schmetterlingsblütler( Fabaceae), die Myrten- (Myrtaceae) und Silberbaumgewächse (Proteaceae).

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Sanddünen

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Preston Beach, Yalgorup-Nationalpark, Westaustralien © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Bewachsene Düne. Cape Foulwind, Neuseeland © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Wekaralle (Gallirallus autralis) in ihrem natürlichen Lebensraum. Cape Foulwind, Neuseeland © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Vegetation und Charakterpflanzen

Die australische Dünenflora umfasst rund 250 einheimische Arten. Besonders im Südosten treten viele Neophyten auf, rund 100 Arten sind bekannt, darunter der Bitou-Busch (Chrysanthemoides monilifera) und der Gewöhnliche Strandhafer (Ammophila arenaria), die ursprünglich zur Dünenbefestigung eingeführt wurden, sich aber invasiv verhalten und nun die heimische Flora verdrängen.

Zu den wichtigsten einheimischen Arten gehören die Fächerblumen (Scaevola spp., Goodeniaceae) und Süßgräser (Poaceae) der Gattungen Spinifex und Sporobolus.

Tierwelt

Auf mit Dünenvegtation bestandenen Küstendünen brüten Möwen, Seeschwalben, z.B. Silberkopfmöwe (Larus = Chroicocephalus novaehollandiae) und Zügelseeschwalbe (Sterna = Onychoprion anaethetus) und andere See- und Küstenvögel. Bildet sich auf immobilen Dünen eine Grasschicht, tauchen auch Vögel des Graslandes auf, in Neuseeland etwa Weka-Rallen (Gallirallus australis).

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

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Marmion-Meerespark, Westaustralien © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Einige Nationalparks: Westaustralien: Cape Arid-Nationalpark, Cape Le Grand-Nationalpark, Cape Range-Nationalpark, D’Entrecasteaux-Nationalpark, Fitzgerald River-Nationalpark, François Peron-Nationalpark, Kalbarri-Nationalpark, Nambung-Nationalpark, Yanchep-Nationalpark

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Donnerstag, 14 Juni 2018 10:34

Grasländer der Tropen und Subtropen

(8.0) Allgemeines
(8.1) Spinifex-Grasland
(8.2) Mitchell-Grasland

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Allgemeines

Steppen, Halbwüsten und Wüsten Inneraustraliens sind mit dauerhaften, harten Gräsern bewachsen, die in einzelnen Horsten stehen. Es gibt zwei Typen.

Typische Zootiere

Kowari, Bergkänguru, Westliches Graues Riesenkänguru. Emu.

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Spinifex-Grasland

(engl. Hummock Grassland), mit Leitarten aus den Gattungen der Stachelkopfgräser (Triodia und Plectrachne). Das Spinifex-Grasland nimmt etwa ein Viertel der Landfläche Australiens ein.

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Mitchell-Grasland

oder Tussock-Grasland, das eine kleinere Landfläche, vor allem im Westen von Queensland bedeckt. Es wird dominiert von den vier Arten der Gattung Astreblea.

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

Einige Nationalparks:
Queensland (Mitchell-Grasland): Carnarvon-Nationalpark, Diamantina-Nationalpark

Westaustralien (Spinifex-Grasland): Cape Range-Nationalpark, Karinji-Nationalpark, Millstream-Nationalpark; Northern Territory: Boodjamulla-Nationalpark, Devils Marbles-Naturschutzgebiet, Finke Gorge-Nationalpark, N’Dhala Gorge-Nationalpark, Ruby Gap-Naturpark, Treptina Gorge-Nationalpark, Uluru-Kata Tjuta-Nationalpark, Watarrka-Nationalpark, West MacDonnell-Nationalpark,

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Literatur und Internetquellen

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Donnerstag, 14 Juni 2018 10:24

Trockensavannen der Tropen und Subtropen

Allgemeines

Da die Regenmenge von der Peripherie Australiens richtung Zentrum abnimmt, wird der Baumwuchs von außen nach innen immer spärlicher, der offene Trockenwald oder die Feuchtsavanne wandelt sich zur Trockensavanne, in der nur noch trockenheitsresistente Baumarten gedeihen. Schließlich geht die Savanne in Trockenbusch über.

Vegetation und Charakterpflanzen

In den vom Monsun beeinflussten Gebieten Eukalypten und Teebäume (Melaleuca), wo es trockener (unter 250-350 mm Jahresniederschlag) ist Akazien, Wüsten-Kasuarinen (Allocasuarina decaisneana) oder, im Kimberley-Gebiet, Baobabs (Adansonia).

Typische Zootiere

Kurzkopfgleitbeutler, Gelbfuß-Felsenkänguru, Flinkwallaby, BergkänguruÖstliches Graues Riesenkänguru, Rotes Riesenkänguru, Sumpfwallaby.

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

Einige Nationalparks: Westaustralien: Karijini-Nationalpark, Windjana Gorge-Nationalpark, Purnululu-Nationalpark; Northern Territory: Keep River-Nationalpark, Gregory-Nationalpark, Nitmiluk-Nationalpark, Litchfield-Nationalpark, Kakadu-Nationalpark

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Literatur und Internetquellen

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Serpentine-Nationalpark, Westaustralien © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Yanchep-Nationalpark, Westaustralien © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Tuart (Eucalyptus gomphocephala), Ludlow State Forest / Tuart Forest NP. Foto: Gnangarra

 

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Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Blauer Eukalyptus (Eucalyptus globulus) auf Phillip Island © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Westliches Graues Riesenkänguru (Macropus fuliginosus), Serpentine-Nationalpark, Westaustralien © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

AUS-4 yalgorup NP Lk Hayward kookaburra
Lachender Hans (Dacelo novaeguineae) im natürlichen Lebensraum, Yalgorup-Nationalpark, Westaustralien © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

AUS-5 phillips koala
Koala im natürlichen Lebensraum. Phillip Island, Victoria © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Allgemeines


Trockene Hartlaubwälder wachsen auf weniger fruchtbarem Boden und bei einem Jahresniederschlag von unter 1000 mm entlang der Ost- und Südostküste Australiens, auf Tasmanien sowie in Westaustralien südlich von Perth. Diese Wälder werden regelmäßig von Bränden heimgesucht, wobei die Bäume erstaunlich feuerresistent sind. Gegen das Innere des Kontinents hin gehen sie in offene Trockenwälder und Savannen über. Diese erstrecken sich entlang weiter Teile der Peripherie Inneraustraliens. Die Formationen der gemässigten Zonen beginnen in Süd-Queensland und gehen bis in die Gegend von Adelaide. Ein zweites Gebiet, wo dieser Vegetationstyp vorkommt, ist der Südwesten Westaustraliens von der Shark Bay an südwärts.

Offene Trockenwälder und Savannen erstrecken sich entlang weiter Teile der Peripherie Inneraustraliens. Die Formationen der gemässigten Zonen beginnen in Süd-Queensland und erstrecken sich bis in die Gegend von Adelaide. Ein zweites Gebiet, wo dieser Vegetationstyp vorkommt, ist der Südwesten Westaustraliens. Hier sind auch Proteen-Arten (Banksia, Grevillea, Hakea und Dryandra) häufig. 

Vegetation und Charakterpflanzen

Eukalypten der Gattungen Angophora, Corymbia und Eucalyptus sind bestandesbildend, stellenweise sind auch Kasuarinen sehr dominant. Die Eukalptusarten sind sehr anpassungsfähig. Währenddem manche Arten in feuchten Hartlaubwäldern vorkommen, dringen der bis 90 m hohe Karri (E. diversicolor) und der Jarrah (E. marginata) mit ihren Wurzeln tief ins Erdreich ein und können so im trockenen Südwesten Wälder bilden. Der Schnee-Eukalyptus (E. pauciflora) andererseits kommt im Osten des Kontinents in Höhenlagen bis 1’200 m vor und hält Temperaturen von -20°C aus.
    
Der Unterwuchs der trockenen Eukalyptuswälder besteht oft aus einer Grasdecke, etwa aus Silberhaargras (Imperata sp.) und u.a. den gut an Waldbrände angepassten Grasbäumen (Xantorrhoea und Kingia), Karri-Kasuarinen (Allocasuarina decussata), Karri- (Acacia pentadenia) und andere Akazien, Karri-Haseln (Trymalium spp.), Südseemyrten (Leptospermum, engl. Tea Trees) sowie diversen Schmetterlingsblütlern, wie z.B. Hovea elliptica, und Proteen, darunter die feuerresistente Sägen-Banksia (Banksia serrata) und Arten der Gattungen Grevillea, Hakea und Dryandra.

Typische Zootiere

Kurzschnabeligel, Tüpfelbeutelmarder, Koala, Zwerggleitbeutler, Kurzkopfgleitbeutler, Nacktnasenwombat, Kaninchenkänguru, Bürstenschwanz-Känguru, seinem Namen zum Trotz das Sumpfwallaby, Parmakänguru, Bergkänguru, Bennettwallaby, Westliches, Östliches Graues Riesenkänguru und in offenen Gebieten Rotes Riesenkänguru. Diamanttäubchen, Bronzeflügeltaube, Schopftaube, Helmkakadu, Gelbohr-Rabenkakadu, Gelbhaubenkakadu, in offenen Gebieten Rosakakadu, Rosella, Wellensittich, Lachender Hans, Diamantfink, Flötenvogel. Streifenkopf-Bartagame, Rautenpython.

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

Yanchep-Nationalpark

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Grasbäume (Xanthorrhoea sp.) im Yalgorup-Nationalpark, Westaustralien © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Westaustralien, 42 km nördlich von Perth

Gegründet 1957. 2'800 ha, Seehöhe bis wenige Meter darüber.

Charakterpflanzen: Jarrah (Eucalyptus marginata), Tuart (Eucalyptus gymnocephala), Marri (Corymba calophylla), Grasbäume (Xanthorrhoea sp.), Myrtenheiden (Melaleuca spp.), Kasuarinen, Papageienstrauch (Banksia sessilis), Yanchep-Rose (Diplolane angustifolia), Känguru-BAUS-5 yanchep NP beach galah
Rosakakadus (Eolophus roseicapilla), Yanchep Nationalpark, Westaustralien © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
lumen (Cat Paw, Kangaroo Paw, Anigozanthos spp.)

Tierwelt: Kleiner Kurznasenbeutler (Isoodon obesulus), Koala, Westliches Irmawallaby (Macropus irma), Westliches Graues Riesenkänguru

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AUS-4 yalgorup NP Lk Hayward fantail
Graufächerschwanz (Rhipidura fuliginosa) im natürlichen Lebensraum, Yalgorup-Nationalpark, Westaustralien © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Einige weitere Nationalparks

Westaustralien: Cape Arid-Nationalpark, D’Entrecasteaux Nationalpark, Fitzgerald River-Nationalpark, Porongurup-Nationalpark, Stirling Range-Nationalpark, Walpole-Nornalup-Nationalpark, Yalgorup-Nationalpark

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Literatur und Internetquellen

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© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx