Donnerstag, 14 Juni 2018 14:34

Gewässer und Feuchtgebiete

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Die wichtigsten Gewässer West- und Zentralafrikas

(11.1) Fließgewässer
(11.2) Stehende Gewässer
(11.3) Feuchtgebiete
(11.4) Mangroven

Typische Zootiere

Monameerkatze, Gabun-Zwergmeerkatze, Rotscheitelmangabe, Westlicher Gorilla, Flusspferd, Zwergflusspferd, Rotbüffel, Ellipsenwasserbock, Sitatunga; Zwergtaucher, Rosapelikan, Rötelpelikan, Kormoran, Graureiher, Goliathreiher, Kuhreiher, Seidenreiher, Zwergdommel, Nachtreiher, Schuhschnabel, Hammerkopf, Weißstorch, Abdimstorch, Wollhalsstorch, Sattelstorch, Afrikanischer Marabu, Hagedasch, Brauner Sichler, Heiliger Ibis, Schmalschnabellöffler, Gelbbrustpfeifgans, Witwenpfeifgans, Kapente, Gelbschnabelente, Sporngans, Höckerglanzgans, Afrikanische Zwergglanzgans, Nilgans, Schreiseeadler, Teichhuhn, Afrikanisches Blätterhühnchen, Stelzenläufer, Säbelschnäbler, Großer Brachvogel, Kampfläufer, Rotschenkel, Sandregenpfeifer, Langzehenkiebitz, Krokodilwächter, Weißstirnspint, Scharlachspint; Gefleckter Nilwaran, Nilkrokodil, Panzerkrokodil, Stumpfkrokodil, Zwergkrallenfrosch, Afrikanischer Krallenfrosch, Zipfelkröte, Afrikanischer Lungenfisch, Schmuck-Flösselhecht, Senegal-Flößelhecht, Elefantenrüsselfisch, Langflossensalmler, Kongosalmler, Atlantischer Schlammspringer, Winkerkrabben.

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Fließgewässer

Kongobecken 2
Das Kongobecken: (1) Kongo, (2) Lualaba (= Kongo-Oberlauf), (3) Sangha, (4) Ubangi, (5) Uele, (6) Kasai, (7) Kwango, (8) Sankuru, (9) Lomami

 

 

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Der Gambiafluss im Niokolo-Koba-Nationalpark, Senegal. Foto: US Geological Survey

Der Kongo ist das bedeutendste Fließgewässer West- und Zentralafrikas. Mit seinem in der kongolesischen Provinz Katanga entspringenden Quellfluss Lualaba ist er 4.374 km lang und mit seinen zahlreichen Nebenflüssen, darunter Kasai, Ubangi, Lomami, Luvua, Aruwimi, Sangha und Ruki, entwässert er ein Einzugsgebiet von 3'730’474 km². Mit einer mittleren Wasserführung von gegen 40'000 m³/s ist er nach dem Amazonas der zweitmächtigste Strom der Erde. Das zweitgrößte Einzugsgebiet hat mit 2'261'763 km² der Niger mit seinen Nebenflüssen Benue und Bani. Er ist 4’184 km lang und fließt in großem Bogen von den Bergen Guineas durch teilweise sehr arides Gebiet in den Golf von Guinea. Mit 6'000 m³/s ist seine Wasserführung aber deutlich geringer als die des Kongos. Der Schari endet als einziger der großen Flüsse West- und Zentralafrikas nicht im Atlantischen Ozean, sondern bildet den Hauptzufluss des Tschadsees. Mit seinem Quellfluss Ouham ist er 1’740 km lang. Sein Schari-Logone-Becken genanntes Einzugsgebiet erstreckt sich über 548'747 km². Der Senegal ist von der Länge her ungefähr mit dem Rhein vergleichbar. Sein Einzugsgebiet ist etwa doppelt so groß wie das des Rheins, da es aber in einer regenarmen Zone liegt, schwankt die Wasserführung stark und ist bestenfalls halb so groß wie die des Rheins. Mit etwa 407'000 km² entwässert das Flusssystem des Volta (mit Schwarzem und Weißem Volta) ebenfalls eine beachtliche Fläche. Comoé und Gambia sind zwei weitere Flüsse mit über 1'000 km Länge. Ihre Einzugsgebiete sind aber mit rund 80 bzw. 70'000 km² deutlich kleiner.

Tierwelt

Nebst unter "Typische Zootiere" aufgeführten Arten: Goliathfrosch.

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Stehende Gewässer

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Die Fläche des Tschadsees schrumpfte von 1963-2001 dramatisch um rund 90%, was möglicherweise eine Folge des Klimawandels ist. Grafik UNEP
Während in Ostafrika, in den Brüchen der Kontinentalplatte riesige Seen entstanden sind (von denen allerdings der Tanganyika- und der Mwerusee zum Einzugsgebiet des Kongo gehören), gibt es in West- und Zentralafrika nur einen wirklich großen See: den Tschad. Vor 12'000 bis 8'000 Jahren, als in Afrika eine Feuchtperiode herrschte, reichte der Tschad bis zum Gebirge von Tibesti und bedeckte eine Fläche von über 400'000 km². Danach schrumpfte er als Folge der klimatischen Bedingungen kontinuierlich. Ab den 1960er Jahren kamen eine Überweidung der WAF-11-02-02 Lake Oku
Ou-See, Kratersee in Nordwest-Kamerun
Umgebung, der Bau eines Staudamms im Zufluss Ngadda und vermehrte Wasserentnahmen dazu, und die Wasserfläche nahm dramatisch ab. Hatte der See 1963 noch eine Oberfläche von über 25'000 km², waren es im Jahr 2000 keine 1’500 km2 mehr.

        
In den letzten Jahren hat sich die Situation stabilisiert bzw. hat die Wasserfläche wieder leicht zugenommen. Mit einer Tiefe von etwa 10 m ist der hauptsächlich vom Schari gespiesene Tschad ein typischer Flachsee, der keinen oberirdischen Abfluss hat.

In den Sumpfwäldern der Regenwaldzone gibt es ebenfalls Flachseen, die insbesondere während der Regenzeit eine große Ausdehnung annehmen können und Teile noch größerer Feuchtgebiete sind, so z.B. der 2-6 m tiefe Tumba-See oder der 5-10 m tiefe Maï-Ndombe-See, der bis 8'000 km² erreichen kann.

Relativ häufig sind kleine Kraterseen, in denen oft endemische Arten vorkommen. Als Beispiel sei der auf 2219 m Höhe gelegene, von Nebelwald umgebene Oku-See in Nordwest-Kamerun genannt, der einzige Ort,wo der stark gefährdete Oku-See-Krallenfrosch (Xenopus longipes) vorkommt.

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Feuchtgebiete

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Rotbüffel (Syncerus c. nanus) auf Lichtung in Sumpfwald. Lobéké-Nationalpark, Kamerun. Foto: Amcaja
Entlang den Gewässern, in den Mündungsgebieten der Flüsse und an der Küste gibt es zahlreiche bedeutende Feuchtgebiete.

Die im Steppen-Trockensavannenbereich gelegenen sind oft temporär oder haben eine saisonal unterschiedliche Ausdehnung. Von Bedeutung ist namentlich die Massina-Überschwemmungsniederung in Mali - etwa so groß wie die Schweiz - in welcher der Niger ein ausgedehntes Binnendelta bildet.
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Tanoë-Sumofwald, Elfenbeinküste © Klaus Wünnemann, Zoo Heidelberg

Im Bereich des tropischen Regenwaldes finden sich ausgedehnte Sumpfwälder, insbesondere im östlichen und westlichen Kongo sowie im Nigerdelta. WAF-11-03-03 Tanoe swamp forest C-6538 wuennemann
Tanoë-Sumofwald, Elfenbeinküste © Klaus Wünnemann, Zoo Heidelberg
Da sie für den Menschen sehr unzugänglich sind, sind sie in großen Teilen unberührt. Zum Teil sind diese Wälder permanent, zum Teil saisonal überflutet. Daneben gib es auch überflutete Lichtungen. Das Ngiri-Tumba-Maï-Ndombe-Feuchtgebiet im Westen der Demokratischen Republik Kongo gilt mit einer Ausdehnung von über 65'000 km² als das grösste Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung unter dem Ramsar-Übereinkommen.

Charakterpflanzen

In ständig überfluteten Gebieten die Raffia-Palme (Raphia sp.), in zeitweilig überfluteten Gebieten z.B. Mangostanen ( Garcinia sp.) und Breiapfelbäume ( Manilkara sp.)

Tierwelt

Monameerkatze, Gabun-Zwergmeerkatze, Rotscheitelmangabe, Westlicher Gorilla, Waldelefant, Zwergflusspferd, Rotbüffel, Sitatunga, Stumpfkrokodil, Gefleckter Nilwaran

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Mangroven

Entlang der Küste Nigerias und Kameruns erstreckt sich über eine Länge von fast 1000 km ein ausgedehnter Mangrovengürtel mit einer Fläche von rund 30'000 km².

Charakterpflanzen

Schwarze Mangroven (Avicennia nitida, A. tomentosa), Knopfmangrove (Conocarpus erectus), Weiße Mangrove (Laguncularia racemosa), Rote Mangroven (Rhizophora racemosa, R. harrisonii, R. mangle) und dazwischen andere Baumarten wie Schraubenbäume (Pandanus) oder Eibisch (Hibiscus).

Tierwelt

Monameerkatze, Gabun-Zwergmeerkatze, Rotscheitelmangabe, Manati (Trichechus senegalensis), Rotbüffel, Gefleckter Nilwaran, Atlantischer Schlammspringer, Winkerkrabben,

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Freigegeben in West-und Zentralafrika
Donnerstag, 14 Juni 2018 14:30

Gebirge

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Wichtige Schutzgebiete in afrikanischen Gebirgen

(6.1) Kamerunberg
(6.2) Die Vulkane der Insel Bioko

(6.3) Virunga-Vulkane
(6.4) Ruwenzorigebirge
(6.5) Hochland von Adamaua
(6.6) Nimbaberge

Die höchsten Gebirge West- und Zentralafrikas sind in der Guinearegion der Kamerunberg und die Vulkane der Insel Bioko, sowie die an der Grenze zum Ostafrikanischen Grabenbruch gelegenen Virunga-Vulkane und das Ruwenzorigebirge. Letzteres ist als einziges dieser Hochgebirge nicht vulkanischen Ursprungs, sondern entstand durch eine Verwerfung in Zusammenhang mit dem Bruch der Kontinentalplatte. Ebenfalls von Interesse sind das Hochland von Adamaua an der Grenze zwischen Kamerun und Nigeria und die im Grenzgebiet Liberias, der Elfenbeinküste und Guineas gelegenen Nimbaberge.

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Kamerunberg

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Der Kamerunberg von der Stadt Tiko aus © Amcaja. Veröffentlicht auf Wikimedia Commons unter der Attribution-ShareAlike 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)-Lizenz.

 

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Krater des Kamerunbergs © Amcaja. Veröffentlicht auf Wikimedia Commons unter der Attribution-ShareAlike 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)-Lizenz.

 

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Vulkansand in altem Lavastrom am Kamerunberg Krater des Kamerunbergs © Amcaja. Veröffentlicht auf Wikimedia Commons unter der Attribution-ShareAlike 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)-Lizenz.

Mit 4’095 m ist der Mount Cameroon der höchste Berg Westafrikas. Er ist Teil einer Kette von Vulkanen, die sich von der kamerunisch-nigerianischen Grenze über Bioko bis nach São Tomé, Príncipe und Annobon erstreckt. Wegen der enormen Höhendifferenz und der dadurch bedingten unterschiedlichen Temperaturen, sowie den unterschiedlich hohen Niederschlägen – bis 10'000 mm im Südwesten und sehr viel weniger an den im Regenschatten liegenden Nord- und Osthängen ist die biologische Vielfalt sehr groß. Die Berghänge waren ursprünglich bis auf eine Höhe von 2'200-2'400 m durchgehend mit Wald bedeckt. Heute sind die unteren Bereiche weitgehend gerodet, gebietsweise bis auf 1'000 m.

Vegetation

Der Kamerunberg ist von Tieflandregenwald umgeben. Dieser geht ab 500 m Höhe sukzessive in Bergwald über, der bis gegen 2400 m Höhe reicht, dann folgt eine Strauchzone und oberhalb dieser montanes Grasland mit Andropogon amethystinus, Deschampsia mildbraedii, Agrostis mannii, Koeleria cristata, und Bulbostylis erratica, sowie subalpine Pflanzengesellschaften, zu denen z.B. die Orchideen Brownleea parviflora and Holothrix tridentata gehören. Auf dem bisweilen schneebedeckten Gipfel wachsen nur noch Flechten. 42 Pflanzenarten kommen nur am Kamerunberg vor, 29 weitere nur am Kamerunberg und auf Bioko.

Tierwelt

Rotscheitelmangabe, Westliche Vollbartmeerkatze (Cercopithecus preussi), Rotnasenmeerkatze (C. erythrotis), Große Weißnasenmeerkatze (C. nictitans stampflii), Drill, Schwarzer Stummelaffe (Colobus satanas), Schimpanse, Waldelefant, Pinselohrschwein, Buschbock, Schwarzrückenducker (Cephalophus dorsalis), Fernando-Po-Ducker (Cephalophus ogilbyi), Blauducker, Kamerun-Weichratte (Praomys morio), Quastenstachler (Atherurus africanus). Die Avifauna des Kamerunbergs (Important Bird Area CM027) ist mit 370 Arten sehr reichhaltig. Zwei Arten kommen ausschließlich am Kamerunberg vor: Der Kamerunberg-Brillenvogel (Speirops melanocephalus) und das Kamerunberg-Frankolin (Francolinus camerunensis). Auch unter den zahlreichen Amphibien gibt es eine endemische Kröte (Werneria preussi).

Literatur:

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Die Vulkane der Insel Bioko

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Pico Basilé. Quelle: www.guinealia.com

 

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Blaurückenturakos (Tauraco macrorhynchus) auf Bioko. Foto: Shoshana Sommer

Bis zur letzten Eiszeit war die heute zu Äquatorialguinea gehörende Insel Bioko (früher Fernando Po) als Halbinsel mit dem Festland verbunden. Als Folge des Anstiegs des Meeresspiegels in der Nacheiszeit liegt sie nun 40 km vor der Küste Kameruns. Die Insel wird von drei Schildvulkanen gebildet, deren höchster mit 3011 m der Pico Basilé ist. Pico Basilé ist ab ca. 800 m Höhe Nationalpark, Allerdings entwickelte sich ab 1980 ein umfangreicher illegaler Handel mit Wildfleisch, das auch aus dem Park beschafft wurde. Heute gibt es Primaten und Ducker praktisch nur noch im Schutzgebiet Südliches Hochland an den unzugänglichen Südhängen der 2261 m hohen Gran Caldera de Luba.

Vegetation

Oberhalb von 1’500 m gibt es drei Bergwaldgebiete. Diese haben ein offenes Kronendach und sind charakterisiert durch zwei Schefflera-Arten (S. abyssinica, S. mannii, Araliaceae), Afrikanisches Stinkholz (Prunus africana) und die Lippenblütlerart Nuxia congesta.

Tierwelt

Westliche Vollbartmeerkatze (Cercopithecus preussi insularis), Rotnasenmeerkatze (C. e. erythrotis), Kronenmeerkatze (C. p. pogonias), Große Weißnasenmeerkatze (C. nictitans stampflii), Drill , Pennant-Stummelaffe (Piliocolobus p. pennantii), Schwarzer Stummelaffe (Colobus satanas), Fernando-Po-Ducker (Cephalophus o. ogilbyi), Blauducker. Ebenso wie der Nationalpark Pico Basilé (GQ002), wo 70 Arten festgestellt wurden, ist Caldera de Luba ein Important Bird Area (GQ003) mit etwa 120 Brutvogelarten, darunter eine endemische und 35 endemische Unterarten.

Literatur und Internetquellen

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Virunga-Vulkane

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Berg-Regenwald im Parc des Volcans, Virungaberge, Ruanda. Aufstieg zur Karisoke-Forschungsstation © Thomas Kauffels, Kronberg

 

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Parc des Volcans, Virungaberge, Ruanda. Aufstieg zur Karisoke-Forschungsstation © Thomas Kauffels, Kronberg

 

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Parc des Volcans, Virungaberge, Ruanda. Aufstieg zur Karisoke-Forschungsstation © Thomas Kauffels, Kronberg

 

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Schwarzstirnducker Cephalophus nigrifrons) im Parc des Volcans, Virungaberge, Ruanda © Thomas Kauffels, Kronberg

 

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Berggorillas (Gorilla b. beringei) im Parc des Volcans, Virungaberge, Ruanda © Thomas Kauffels, Kronberg

 

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Berggorillas (Gorilla b. beringei) im Parc des Volcans, Virungaberge, Ruanda © Thomas Kauffels, Kronberg

 

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Berggorillas (Gorilla b. beringei) im Parc des Volcans, Virungaberge, Ruanda © Thomas Kauffels, Kronberg

 

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Berggorillas (Gorilla b. beringei) im Parc des Volcans, Virungaberge, Ruanda © Thomas Kauffels, Kronberg

Die Virunga-Vulkane sind ein Gebirge bestehend aus neun einzelnen Vulkanen. Es liegt im Westarm des Riftvalleys, im Grenzgebiet von Ruanda, Uganda und der DR Kongo. Die Vulkane stehen in drei Gruppen: Der mit 4507 m höchste Berg, der Karisimbi, gehört zur zentralen, in der Grenzegion von DR Kongo und Ruanda gelegenen Gruppe, ebenso wie der Mikeno (4437 m) und der Visoke (3711 m). Die östliche Gruppe umfasst den Sabinyo (3634 m) am Dreiländereck, westlich davon den Muside sowie Richtung Osten, auf der Grenze zwischen Ruanda und Uganda, den Muhabura (4127 m) und den Mgahinga (3474 m), und die westliche, ganz auf dem Staatsgebiet der DR Kongo liegenden Gruppe den Nyiragongo (3462 m) und den Nyamuragira (3063 m).

Jedes der drei Länder, in denen die Vulkane liegen, hat mehr oder weniger große Gebiete unter Schutz gestellt: In der Demokratischen Republik Kongo 7'900 km² als Virunga-Nationalpark, in Ruanda 130 km² als Parc des Volcans und in Uganda 33.7 km² als Mgahinga-Gorilla-Nationalpark. Zusammen mit dem ugandischen Ruwenzori-Nationalpark, dem Semliki- und dem Queen Elizabeth-Nationalpark bilden sie ein zusammenhängendes Schutzgebiet. Gemäß dem Umweltprogramm der Vereinigten Nationen ist der Virunga-Nationalpark in der DR Kongo das Schutzgebiet mit der größten Biodiversität in ganz Afrika. Es umfasst auch Tiefland ab 680 m.ü.M. und den kongolesischen Teil des Ruwenzori-Massivs. In den Virunga-Bergen gibt es zwei Regen von März-Mai und von September-November. Der feuchteste Monat ist Oktober mit (im Mgahinga Gorilla NP) 250 mm, der trockenste Juli mit 10 mm Niederschlag.

In dem zu den Schutzgebieten gehörenden Tiefland gibt es Steppen, Savannen, Sümpfe, Seen und Tiefland-Regenwald. An den Hängen und in den Gipfelregionen gedeihen Gebirgs-Regenwald und eine einzigartige afroalpine Flora. Die höchsten Gipfel der immer noch aktiven Vulkane sind schneebedeckt. Seit 1994 ist der Park wegen des Eindringens von Flüchtlingen und bewaffneter Milizen und damit verbundener illegaler Aktivitäten, wie Jagd, Holzeinschlag oder Beweidung, auf der Liste der gefährdeten Schutzgebiete. Der Park ist teilweise touristisch erschlossen und es befindet sich darin die von Dian Fossey begründete Karisoke-Forschungsstation.

Vegetation

An den Berghängen gedeihen Bambuswälder aus Yushania alpina und Kossobaumwälder (Hagenia abyssinica), in höheren Lagen Baumheiden (Erica und Philippia spp.) und dazwischen Steineiben (Podocarpus latifolius). Darüber afro-alpine Vegetation mit Schopfbäumen (Dendrosenecio adnivalis) und Riesenlobelien (Lobelia wollastonii). Oberhalb 4'300 m Pionierpflanzen wie Algen, Flechten und Moose, daneben aber auch noch Gräser.

Tierwelt

Säugetiere des zentralafrikanischen Regenwaldes wie Eulenkopf-, Gold- (C. kandti) und Östliche Vollbartmeerkatze, Berggorilla, Leopard, Südlicher Baumschliefer, Waldelefant, Pinselohrschwein, Riesenwaldschwein , Virungabüffel, Buschbock, Schwarzstirnducker (Cephalophus nigrifrons), Blauducker sowie Südafrikanisches Stachelschwein. Die Avifauna ist sehr vielfältig. Bis zum Jahr 2020 wurden allein im Virunga-Nationalpark 486 Vogelarten nachgewiesen. Die Herpetofauna ist demgegenüber eher ärmlich: Eine Untersuchung im Parc des Volcans förderte 9 Arten Froschlurche, 5 Echsen- und 3 Schlangenarten zutage. Von diesen 17 Arten waren 8 Endemiten der Bergwälder im Westlichen Rift.

Literatur und Internetquellen

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Ruwenzorigebirge

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Der Stanley-Berg mit dem Pic Marguerite (rechts). Foto: Albert Backer

 

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Vegetation im Ruwenzori-Gebirge auf 3700 m Höhe. Baumerikas, Dendrosencio, Lobelien und Strohblumen. Foto: Manuel Werner

 

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Bergwald im Ruwenzori-Gebirge, Lebensraum des Ruwenzori-Dreihornchamäleons und des Boulenger-Zwergchamäleons . Quelle: www.herpsafari.nl/trip-reports-outside-eu/2018-4-sw-uganda/

 

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Bambuswald im Ruwenzori-Gebirge. Foto: www.herpsafari.nl/trip-reports-outside-eu/2018-4-sw-uganda/

 

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Mbuku, ein Gebirgsbach im Ruwenzori-Gebirge. Foto: www.herpsafari.nl/trip-reports-outside-eu/2018-4-sw-uganda/

Das Ruwenzori-Gebirge entstand durch eine Verwerfung bei der Bildung des Westarms des Ostafrikanischen Grabenbruchs. Das Gelände ist stark zerklüftet und steil. Unter den 25 Bergen, die höher als 4'500 m und ab dieser Höhe teilweise vergletschert sind, befindet sich der 5'109 m hohe Margherita Peak oder Pic Marguerite des Stanley-Massivs, der dritthöchste Gipfel Afrikas. Die Gletscher des Ruwenzori haben als Folge des Klimawandels seit 1955 60 % ihrer Ausdehnung verloren. Bei einer Fortsetzung des gegenwärtigen Trends dürfte der „Ewige Schnee“ bis in zwei, drei Jahrzehnten der Geschichte angehören.
        
Das Gebirge liegt im Grenzgebiet von Uganda und der DR Kongo. Große Teile stehen unter Naturschutz, auf der kongolesischen Seite als Teil des Virunga-Nationalparks, auf ugandischer Seite als Ruwenzori-(Rwenzori-Mountains)-Nationalpark. Wegen Rebellenaktivitäten wurde dieser in die Liste der gefährdeten Naturschutzgebiete aufgenommen. Auf der kongolesischen Seite kam es als Folge des Bürgerkriegs in Ruanda zu einer massiven Einwanderung von Flüchtlingen, und weite Teile des Parks sind unter der Kontrolle von Rebellen-Milizen, die ihre automatischen Gewehre auch zum Wildern einsetzen. Von Juli 1997 bis Ende 2000 wurde auch der ugandische Park aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Vegetation

Das Ruwenzorigebirge ist eine Insel von tropischem Regenwald und afro-alpiner Vegetation inmitten einer Savannenlandschaft. Die vier wichtigsten Vegetationszonen sind Bergwald bis 2'300 m mit Symphonia globulifera, Prunus africana, Albizia, Podocarpus und Dombeya-Arten, darüber Bambuswald oder Akanthusgestrüpp, bis auf 4'000 m Wälder mit Kossobäumen (Hagenia abyssinica), Afrikanischen Buchen (Rapanea rhododendroides), Johannisbaumgewächsen wie das endemische Hypericum bequaertii, Lobelien, Schopfbäumen oder Baumheiden, und darüber afro-alpine Moore.

Tierwelt

Trotz weitreichender Zerstörung der ursprünglichen Lebensräume hat der Ruwenzori immer noch die vielfältigste Gebirgsfauna Afrikas, darunter 70 Arten Säugetiere, unter denen sich viele endemische Formen befinden, so etwa das Ruwenzori-Sonnenhörnchen (Heliosciurus ruwenzorii), die Ruwenzori-Spitzmaus (Ruwenzorisorex suncoides), die Ruwenzori-Otterspitzmaus (Micropotamogale ruwenzorii), die Ruwenzori-Hufeisennase (Rhinolophus ruwenzorii), eine Lamellenzahnratte (Otomys dartmouthi), oder der Ruwenzori-Stummelaffe sowie der stark gefährdete Ruwenzori-Rotducker (Cephalophus nigrifrons rubidus). Leoparden wurden bis in Höhenlagen von 4'000 m beobachtet. In tieferen Lagen kommen Arten des zentralafrikanischen Regenwaldes und der Feuchtsavanne vor wie Diademmeerkatze, Östliche Vollbartmeerkatze, Schimpanse, Pinselohrschwein, Riesenwaldschwein, Rotbüffel oder Buschbock.

Auch die Avifauna ist sehr artenreich. Auf der ugandischen Seite (Important Bird Area UG005) wurden bisher 217 Arten nachgewiesen. Von den zahlreichen Reptilien und Amphibien seien die Chamäleons hervorgehoben, die mit mehreren Arten (Kinyongia carpenteri, Kinyongia xenorhina, Rhampholeon boulengeri, Trioceros ellioti, Trioceros johnstoni) vertreten sind

Literatur und Internetquellen

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Hochland von Adamaua

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Hochland von Adamaua. Quelle: The Cameroon News

 

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Der 1'224 m hohe Rhumsiki-Peak im Mandara-Gebirge im Norden Kameruns © Amcaja. Veröffentlicht auf Wikimedia Commons unter der Attribution-ShareAlike 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)-Lizenz.

 

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Vulkanische Aufschlüsse in der Kapsiki-Region in Nordkamerun © W. E. A. van Beek, African Studies Centre, Leiden. Veröffentlicht auf Wikimedia Commons unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International-Lizenz.

Das Hochland von Adamaua erstreckt sich von Ostnigeria über das nördliche Zentralkamerun bis in den Westen der Zentralafrikanischen Republik. Es ist im Mittel etwa 1000 m hoch und empfängt im zentralen Teil 1’400-1'700 mm Niederschlag pro Jahr. Die höchsten Erhebungen liegen an der Grenze zu Nigeria und erreichen 2'700 m. In den höheren Lagen herrscht Grasland vor, ansonsten dominiert Feuchtsavanne. Im Norden schließt Trockensavanne, im Süden tropischer Regenwald an. Im Hochland entspringen bedeutende Flüsse: Der Benue, der zum Niger und der westliche Logone, der mit dem Schari in den Tschadsee fließt, und Richtung Süden der Sanaga und sein Zufluss Djérém. Diese und die ihnen zufließenden Bachläufe haben sich oft tief in die Landschaft eingeschnitten.

Der nigerianische Teil des Hochlandes mit dem 2419 m hohen Chappal Waddi liegt im Gashaka-Gumti-Nationalpark. Ebenso wie dieser ist der 2'456m m hohe Tchabal-Mbabo in Kamerun ein Important Bird Area.

Tierwelt

Die Grasländer der Hochlagen beherbergen die einzige Population des Bergriedbock in Westafrika, der hier eine eigene Unterart (Redunca fulvorufula adamauae) bildet. Auch der Gewöhnliche Riedbock (Redunca redunca) kommt vor, ferner Kronenducker, Riesenelenantilope, Pferdeantilope, Westliche Kuhantilope Klippspringer und Oribi (Ourebia ourebi). Die stark gefährdete Kröte Sclerophrys djohongensis ist ein Endemit des Adamaua-Hochlands.

Literatur

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Nimbaberge

 

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Mount Nimba © UNESCO, Guy Debonnet. Veröffentlicht unter der CC BY-SA 3.0-igo-Lizenz

 

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Montanes Grasland der Gipfelregion der Nimbaberge. Foto: Universitöt Würzburg - Community Ecology Working Group

 

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Protea-Buschland auf dem Mount Nimba © Yakoo 1986, Veröffentlicht auf Wikimedia Commons unter der Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)-Lizenz.

 

WAF 06 06 04 nimba nebelwald yakoo
Montaner Nebelwald auf dem Mount Nimba © Yakoo 1986, Veröffentlicht auf Wikimedia Commons unter der Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)-Lizenz.

 

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Tiefland-Regenwald am Mount Nimba © Yakoo 1986, Veröffentlicht auf Wikimedia Commons unter der Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)-Lizenz.

 

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Die Nimbaberge umgebende Savanne © Yakoo 1986, Veröffentlicht auf Wikimedia Commons unter der Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)-Lizenz.

 

Die Nimbaberge zeichnen sich durch eine außerordentlich hohe Biodiversität mit zahlreichen endemischen Arten aus. Sie erheben sich abrupt aus den umliegenden Tieflandwäldern und Savannen. Ihr höchster Gipfel, der Mont Richard-Molard erreicht eine Höhe von 1752 m. In den unteren Bereichen schwanken die mittleren Temperaturen zwischen 14°C und 30°C, in den Gipfelregionen sind es 17°C bzw. 23°C. Je nach Höhenlage und Exposition liegt der Jahresniederschlag zwischen 1'430 mm und 3'300 mm. Die Hänge der Bergkette sind von dichten Nebelwäldern bedeckt und in den Hochlagen finden sich Wiesen.

Das Gebiet war durch den Abbau von Eisenerz, die Einwanderung von Flüchtlingen und die Besetzung durch Rebellen gefährdet und wurde deshalb auf die Rote Liste des gefährdeten Welterbes der UNESCO gesetzt. In der Elfenbeinküste sind 125 km² als Schutzgebiet ausgewiesen, in Guinea 52 km². Zusammen mit einem liberianischen Anteil bilden sie ein Biospärenreservat mit einer Kernzone von 218 km².

Vegetation

Über 2'000 Arten Gefäßpflanzen wurden beschrieben, wovon 16 im Gebiet endemisch sind. Die wichtigste Grasart der Gipfelregion ist Loudetia kagerensis. Endemisch sind der Farn Asplenium schnellii, Osbeckia porteresii (Melastomataceae) und Blaeria nimbana (Ericaceae). An den Hängen gedeihen nebst Myrtengewächsen und Vertretern anderer Familien die regional endemische Protea occidentalis und der Baumfarn Cyathula cylindrica var. mannii. Die Nebelwälder der mittleren Höhenlagen sind reich an Lianen und Epiphyten, darunter über 100 Orchideenarten.

Tierwelt

Aus dem Gebiet sind 317 Wirbeltierarten bekannt, darunter Potto, Senegal-Galago, Diana-Meerkatze, Bärenstummelaffe, Roter Stummelaffe (Piliocolobus badius), Grüner Stummelaffe (Procolobus verus), Schimpanse, Fleckenhalsotter (Lutra maculicollis), Palmenroller (Nandinia binotata), Afrikanische Zibetkatze (Civectictis civetta), mehrere Ginsterkatzen und Mangusten, Afrikanische Goldkatze (Profelis aurata), Leopard (Panthera pardus) , Klippschliefer, Baumschliefer, Warzenschwein, Pinselohrschwein, Buschbock, Blauducker und drei weitere Duckerarten, Rotbüffel und - im benachbarten Deré-Wald, Zwergflusspferd. Bislang wurden 72 Brutvogelarten nachgewiesen, tatsächlich dürfte ihre Zahl aber höher liegen. In der Gipfelregion ist die stark gefährdete lebendgebärende Nimbakröte (Nimbaphrynoides occidentalis) endemisch. Eine weitere endemische und stark gefährdete, zeitweilig ausgestorben geglaubte Amphibienart ist der Nimba-Riedfrosch (Hyperolius nimbae).

Literatur und Internetquellen

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Freigegeben in West-und Zentralafrika
Donnerstag, 14 Juni 2018 14:25

Tropische Regen- und Feuchtwälder

(5.0) Allgemeines
(5.1) Westafrikanischer Regenwald
(5.2) Zentralafrikanischer Regenwald
(5.3) Feuchtwälder

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Allgemeines

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Wichtige Naturschutzgebiete im Regen- und Feuchtwald

 

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Tanoë-Sumpfwald, Elfenbeinküste © Klaus Wünnemann, Zoo Heidelberg

 

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Bergregenwald im Parc des Volcans, Virungaberge, Ruanda © Thomas Kauffels, Opel-Zoo Kronberg

 

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Tanoë-Sumpfwald, Elfenbeinküste © Klaus Wünnemann, Zoo Heidelberg

 

Das Regenwaldgebiet West und Zentralafrikas wird durch die Dahomey-Lücke unterteilt, eine Trockenzone die sich vom Osten Ghanas bis zum Westen Nigerias erstreckt und einen fast waldfreien Savannen-Korridor bildet. Die westlich der Lücke liegenden Wälder in Togo, Ghana, Elfenbeinküste, Liberia, Sierra Leone, Guinea und Guinea-Bissau werden als "Upper Guinean forests" bezeichnet. Die östlich davon in Nigeria, Kamerun, Äquatorialguinea und Gabun liegenden "Lower Guinean Forests" gehen nahtlos in den Kongo-Regenwald der beiden Kongostaaten und der Zentralafrikanischen Republik über. Die beiden Waldgebiete wurden in verschiedene Ökoregionen unterteilt. Sie sind umgeben von Feuchtwäldern oder Feuchtsavannen.

Bedeutende Nationalparks und andere Schutzgebiete sind: Outamba-Kilimi (Sierra Leone), Sapo (Liberia), Tai, Marahoué, Azagny, Banco (Elfenbeinküste), Ankasa, Kakum (Ghana), Cross River (Nigeria), Takamanda, Douala-Edéa, Campo Ma'an, Dja (Kamerun), Moukalaba-Doudou (Gabun), Monte Alén (Äquatorialguinea), Odzala (Kongo), Lefini, Salonga-Nord und -Süd, Sankuru, Epulu-Okapi, Maiko, Kahuzi-Biéga (DR Kongo), Dzanga-Sangha (Zentralafrikanische Republik) sowie die tieferen Bereiche der Gebirgs-Nationalparks in der Region.

Im Bereich des tropischen Regenwaldes finden sich ausgedehnte Sumpfwälder, insbesondere im östlichen und westlichen Kongo sowie im Nigerdelta, und an der Küste Nigerias und Kameruns gibt es einen ausgedehnten Mangrovengürtel. Diese beiden Lebensräume werden unter Feuchtgebiete vorgestellt, wobei die terrestrischen Tierarten nur nachstehend aufgeführt sind.

Typische Zootiere

Sowohl in west-, wie in zentralafrikanischen Waldgebieten (oder an Waldrändern) kommen u.a. folgende Tierarten vor: Potto, Rotscheitelmangabe, Monameerkatze, Schimpanse, Weißbauch-Schuppentier, Baumschliefer, Leopard, Waldelefant, Pinselohrschwein, Riesenwaldschwein, Rotbüffel, Bongo, Sitatunga, Buschbock, Riesenducker. Hammerkopf, Hagedasch, Witwenpfeifgans, Hartlaubente, Zwergglanzgans, Glanzgans, Schreiseeadler, Palmgeier, Schildturako, Grauwangenhornvogel, Gelbbüschel-Zwergbärtling, Nördliche Weißgesichtseule, Weißscheitelrötel, Purpurglanzstar. Nilkrokodil, Panzerkrokodil, Stumpfkrokodile, Gefleckter Nilwaran, Königspython, Schwarzweiße Kobra.

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Westafrikanischer Regenwald

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Ankasa-Wildreservat, Ghana Westregion © Klaus Wünnemann, Zoo Heidelberg

 

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Ankasa-Wildreservat, Ghana Westregion © Klaus Wünnemann, Zoo Heidelberg

 

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Ankasa-Wildreservat, Ghana Westregion © Klaus Wünnemann, Zoo Heidelberg

 

Der Westafrikanische Regenwald ist ein Brennpunkt der Biodiversität mit 9’000 Arten Gefäßpflanzen, wovon 2'250 Endemiten und 1'220 terrestrischen Wirbeltierarten, wovon 270 endemische. Besonders gut vertreten sind die Säugetiere mit 551 Arten. Einen besonders hohen Anteil an Endemiten weisen mit 89 von total 116 Arten die Amphibien auf. Allerdings sind von einer ursprünglichen Waldfläche von 1'265'000 km² nur noch etwa 10 % intakt und lediglich 20'224 km² stehen unter Schutz.

Typische Zootiere

Weißscheitelmangabe, Rotbauch-, Campbell- und Lowe-Meerkatze, Diana-Meerkatzen, Bärenstummelaffe, Zwergflusspferd, Schwarzducker, Zebraducker; Mohrenkopfpapagei, Westafrikanischer Grauapagei, Schreihornvogel. Königspython, Schwarzweiße Kobra, Grüne Mamba, Westliche Gabunviper

Literatur:

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

Ankasa-Reservat und Nini-Suhien-Nationalpark, Ghana

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Ankasa-Wildreservat, Ghana Westregion © Klaus Wünnemann, Zoo Heidelberg

 

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Ankasa-Wildreservat, Ghana Westregion © Klaus Wünnemann, Zoo Heidelberg

 

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Ankasa-Wildreservat, Ghana Westregion © Klaus Wünnemann, Zoo Heidelberg

Der an der Grenze zur Elfenbeinküste gelegene Gebiet umfasst eine Fläche von 524 km². Davon ist etwa ein Drittel unberührter tropischer Tiefland-Regenwald, der wohl die höchste Biodiversiät aller Waldreservate Ghanas aufweist und besonders viele seltene und bedrohte Arten beherbergt. Das Reservat, das auch ein Important Bird Area (GH001) ist, liegt auf einer Höhe 35 - 170 m.ü.M, es wird von drei größeren Flüssen durchflossen: dem Ankasa-, dem Nini- und dem Suhienfluss.

Tierwelt

Alle zehn in Ghana vorkommenden Primatenarten werden hier angetroffen, Waldelefanten kommen noch in einem kleinen Bestand vor, die Katzen sind mit Leopard und Goldkatze vetreten und die Paarzeher mit acht Antilopen-, zwei Schweinearten und dem Wassermoschustier. Die Vogelliste umfasst über 200 Arten und es wurden über 600 Arten Schmetterlinge nachgewiesen.

Internetquellen

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Taï-Nationalpark, Elfenbeinküste

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Taï-Nationalpark, Elfenbeinküste. Foto: Zoo Leipzig

 

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Taï-Nationalpark, Elfenbeinküste, im Nebel © Alexey Yakovlev, Moskau. Veröffentlich auf Wikimedia Commons unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic license.

 

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Westafrikanischer Schimpanse (Pan troglodytes verus) in seinem Lebensraum. Elfenbeinküste. Foto Wild Chimpanzoo Foundation

 

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Spornkuckuck (Centropus senegalensis) im Taï-Nationalpark, Elfenbeinküste © Gregor Rom, veröffentlicht auf Wiki9media Commons unter der Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0) License.

 

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Seidenspinne (Nephila sp.) im Taï-Nationalpark, Elfenbeinküste © Gregor Rom, veröffentlicht auf Wiki9media Commons unter der Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0) License.

Gelegen im äußersten Westen des Landes, nahe der Grenze zu Liberia. Bestehend als Schutzgebiet seit 1926, als Nationalpark seit 1972, als Biosphärenreservat der UNESCO seit 1978 und als Welt-Naturerbe seit 1982.

Fläche: 6'200 km² (Biosphärenreservat), davon 3'300 km Nationalpark und 960 km² das nördlich anschließende N'zo-Wildschutzgebiet.

Höhe 80-396 m.ü.M.

1'700 mm Niederschlag / Jahr im Norden, 2'200 mm im Süden.
Mittlere Temperatur: Januar max. 30, min 23°C, Juli max. 27, min. 22°C.

Vegetation

Nationalpark und Wildschutzgebiet sind ganz mit Tiefland-Regenwald bedeckt. Typische Baumarten sind: Azobé (Bongossiholz, Lophira alata), Borikiobaum (Uapaca guineensis), Kapokbaum (Ceiba pentandra), Ölpalme (Elaeis guineensis), und als Pionierbaum auf Lichtungen und an Waldrändern Schirmbaum (Musanga cecropioides). Viele Bäume sind von Würgefeigen (Ficus sp.) besiedelt.

Tierwelt

47 größere Säugetierarten, darunter Potto, Demidoff-Galago (Galagoides demidoff), Weißscheitelmangabe, Campbell-Meerkatze (Cercopithecus campbelli), Diana-Meerkatze, Große Weißnasenmeerkatze (Cercopithecus nictitans), Kleine  Weißnasenmeerkatze (Cercopithecus petaurista), Westafrikanische Stummelaffe (Piliocolobus badius), Grüner Stummelaffe (Procolobus verus), Schimpanse, Afrikanische Goldkatze (Profelis aurata), Leopard, Riesenwaldschwein, Pinselohrschwein, Zwergflusspferd, Hirschferkel (Hyemoschus aquaticus), Rotbüffel, Bongo, Sitatunga(?), Buschbock, 6 Duckerarten, Kleinstböckchen (Neotragus pygmaeus). Bedeutendes Vogelschutzgebiet mit über 230 Vogelarten, darunter Mohrenkopf- und Grauapagei. Nilkrokodil, Panzerkrokodil, Stumpfkrokodil, Afrikanische Weichschildkröte (Trionyx triunguis), mindestens 39 Schlangenarten wovon 22 im Primärwald und 17 am Waldrand oder in offeneren Gebieten leben. Darunter Erd- (Calabaria reinhardtii), Königs- und Felsenpython (Python sebae), Lianennatter (Thelotornis kirtlandii), Schwarzweiße Kobra, Grüne Mamba, Westliche Gabun- und Nashornviper (Bitis nasicornis).

Literatur und Internetquellen

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Zentralafrikanischer Regenwald

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Ituriwald am Epulu-Fluss bei der Okapi-Zuchtstation. Foto: J. Doremus, USAID

 

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Regenwald im Parque Nacional de Monte Alén, Äquatorialguinea. Bild: https://pt.slideshare.net

 

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Bergregenwald im Parc des Volcans, Virungaberge, Ruanda © Thomas Kauffels, Opel-Zoo Kronberg

Der Zentralafrikanische Regenwald ist mit einer Ausdehnung von rund 1.6 Millionen km² nach Amazonien das zweitgrößte Regenwaldgebiet der Erde. Er gilt aber, im Gegensatz zum Westafrikanischen Regenwald nicht als Brennpunkt der Biodiversität. Es ist besser erhalten als der Regenwald Westafrikas, zumal viele Gebiete schlecht erschlossen oder als Sumpfwald schlecht zugänglich sind. Dies hat dazu geführt, dass etliche größere Tierarten erst spät für die Wissenschaft  entdeckt und beschrieben worden sind, etwa das Okapi (1901), der Bonobo (1929) oder der Kongopfau (1936). Heute ist trotz immer noch schlechter Erschließung auch hier der Jagddruck auf alle größeren Säugetiere enorm hoch.

Typische Zootiere

Schopfmangabe, Goldbauchmangabe , Sumpf-, Rotschwanz-, Blaumaul-, Eulenkopf-Wolf-, Kronen-, Große Weissnasen-, Westliche  und Östliche Vollbartmeerkatze, Brazzameerkatze, Zwergmeerkatzen, Drill, Mandrill, Östliche und Westliche Gorillas, Bonobo, Okapi, Blauducker. Kongopfau, Kongograupapgei, Schwarzschnabelturako,

Literatur

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Feuchtwälder

Der Regenwald ist von Monsunwäldern umgeben. Deren Bäume sind weniger hoch, das Kronendach ist lichter und es kommt nicht zur Ausbildung vertikaler Stockwerke. Es gibt eine ausgeprägte Trockenzeit von vier bis fünf Monaten, während der die meisten Bäume ihr Laub abwerfen. Die Artenvielfalt ist im Feuchtwald allgemein geringer als im Regenwald, aber oft hat man es mit einem Mosaik von Lebensräumen zu tun (Guinean forest-savanna mosaic), d.h. einer Durchmischung von Regenwald, Feuchtwald, Feuchtsavanne und Grasland, so etwa im Bia-Nationalpark in Ghana. Wie beim Regenwald gibt es auch bei den Feuchtwäldern einen westlichenund einen zentralafrikanischen Teil. Diese sind durch das Hochland von Kamerun von einander getrennt.

Typische Zootiere

Senegal-Galago, Weißschwanzmanguste, Leopard, Waldelefant und Übergangsformen, Pinselohrschwein, Rotbüffel und Übergangsformen, Buschbock

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Donnerstag, 14 Juni 2018 14:21

Savannen und Trockenwälder

In Gebieten mit 1000-1500 mm Jahresniederschlag entwickelt sich eine Feuchtsavanne. Die Bäume stehen hier dichter als in der Trockensavanne und können sogenannten Trockenwald bilden, d.h. eine Waldformation bei der die Bäume während der ausgeprägten, vier bis fünf Monate dauernden Trockenzeit das Laub abwerfen.

Im Feuchtsavannen-Trockenwaldgürtel gibt es an sich ein gutes Netz von Schutzgebieten, was allerdings nicht verhindern konnte, dass die westafrikanischen Löwen- und Elefantenbestände massiv geschrumpft sind und das Westliche Spitzmaulnashorn (Diceros bicornis longipes) höchstwahrscheinlich in den letzten Jahren ausgestorben ist.
        
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Wichtige Naturschutzgebiete in Feuchtsavanne und Trockenwald
Bedeutende Schutzgebiete im Bereich sind: Kiang West-NP (Gambia), Niokolo-Koba NP (Senegal), Boucle du Baoulé NP (südl. Teil, Mali), Comoe-NP und Marahoue-NP (teilweise, Elfenbeinküste), Mole-NP, Bui-NP und Digya-NP (Ghana), Kaboré-Tambi-NP (Burkina-Faso), Kéran-NP (Togo), W-Nationalpark (Benin / Burkina Faso / Niger), Boucle de la Pendjari-NP (Benin), Kainji-See-NP (Nigeria), Manda-NP (Tschad), Manovo-Gounda St. Floris-NP und Bamingui-Bangoran-NP (Zentralafrikanische Republik), sowie im südlichen Savannengürtel der Upemba NP und das Bushimaie-Jagdschutzgebiet (DR Kongo - Katanga).

Charakterpflanzen

Hohe Gräser, wie Elefantengras (Pennisetum purpureum). Typische Bäume sind Baobab (Adansonia digitata), Iroko (Milicia spp.), Myrobalanen (Terminalia spp.) und Langfäden (Combretum spp.)aus der Familie der Flügelsamengewächse.

Typische Zootiere

Senegal-Galago, Grüne Meerkatze, Husarenaffe, Anubispavian, Guineapavian, Goldschakal, Honigdachs, Zibetkatze, Zebramanguste, Weißschwanzmanguste, Tüpfelhyäne, Karakal, Serval, Löwe, Leopard, Gepard, Erdferkel, Afrikanischer Elefant, Klippschliefer, Flusspferd, Warzenschwein, Giraffe, Afrikanischer Büffel, Pferdeantilope, Ellipsenwasserbock, Rotstirngazelle (Gazella rufifrons); Afrikanischer Strauß, Abdimstorch, Wollhalsstorch, Afrikanischer Marabu, Nördlicher Hornrabe, Blaunackenmausvogel, Goldscheitelwürger

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

Kiang-West-Nationalpark, Gambia

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Savanne im Kiang-West-Nationalpark. Foto: Ikwaner
Bestehend seit 1987

Fläche: 115.26 km²
Höhe 30 m.ü.M.
mm Niederschlag / Jahr.
Mittlere Temperatur: Januar max. 33, min 15°C, Juli max. 32, min. 23°C.

Vegetation

Hauptsächlich Feuchtsavanne mit  Langfäden (Combretum spp.) und Afrikanischem Palisander (Pterocarpus erinaceus), dazwischen Baobab (Adansonia digitata), Kapokbaum (Ceiba pentandra) und Stände von Raphia-Palmen (Raphia palmapinus) auf Untergrund mit Süßgräsern (Andropogon spp.). Ferner Mangrovenwald entlang dem Gambiafluss, Sümpfe, Salzpfannen, Marschland mit einer Übergangszone von Mitragyna–Akazien-Savanne.

Tierwelt

Senegalgalago, Grüne Meerkatze, Husarenaffe (Erythrocebus patas), Guineapavian, Westafrikanischer Stummelaffe (Piliocolobus badius), Schabrackenschakal (Canis mesomelas), Karakal, Serval, Leopard, Buschbock (Tragelaphus scriptus), Sitatunga, Maxwellducker (Cephalophus maxwelli), Kronenducker, Pferdeantilope, Riedbock, Oribi (Ourebia ourebi). Bedeutendes Vogelschutzgebiet (IBA GM007)

Literatur und Internetquellen

EAST, R. (1990) 
EMMS, C. & BARNETT, L. (2001)

BIRDLIFE Data Zone 

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Boucle de la Pendjari-Nationalpark, Benin

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Baobab (Adansonia digitata) an der Mare Bali, Boucle de la Pendjari-Nationalpark, Benin. Foto: Dominik Schwarz

Bestehend seit 1955, als Nationalpark seit 1961
Fläche: 2'755 km²
Höhe 160 bis 423 m.ü.M.
1'100 mm Niederschlag / Jahr.
Mittlere Temperatur: Januar max. 33, min 18°C, Juli max. 29, min. 21°C.

Vegetation

Grasland mit  lockerem Bewuchs mit Acacia sieberiana und Mitragyna inermis oder mit Myrobalanen (Terminalia macroptera). Ferner Galeriewälder und in Flussnähe Sümpfe.

Tierwelt

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Afrikanische Büffel (Syncerus caffer) an der Mare Bali, Boucle de la Pendjari-Nationalpark, Benin. Foto: Dominik Schwarz
Senegalgalago, Grüne Meerkatze, Husarenaffe (Erythrocebus patas), Guineapavian, Schabrackenschakal (Canis mesomelas), Gepard, Karakal, Serval, Leopard, Löwe, Afrikanischer Elefant, Afrikanischer Büffel, Buschbock (Tragelaphus scriptus), Rotflankenducker (Cephalophus rufilatus), Pferdeantilope, Westliche Kuhantilope (Alcelpahus buselaphus major), Korrigum (Damaliscus lunatus korrigum), Kob (Kobus kob), Riedbock, Oribi (Ourebia ourebi). Bedeutendes Vogelschutzgebiet (IBA BJ002)

Literatur und Internetquellen


EAST, R. (1990) 
LUARD, N. (1985)
BIRDLIFE Data Zone

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Mole-Nationalpark, Ghana

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Afrikanischer Elefant (Loxodonta africana) im Molde-Nationalpark, Ghana. Foto: Stig Nygaard
Bestehend seit 1961, als Nationalpark seit 1971

Fläche: 4'840 km²
Höhe 120 bis 490 m.ü.M.
1'000 mm Niederschlag / Jahr.
Mittlere Temperatur: Januar max. 34, min. 21°C, Juli max. 30, min. 22°C.

Vegetation

Überwiegend offene Guinea-Savanne mit Isoberlinia doka, Butyrospermum paradoxum, Burkea africana, Combretum spp. and Terminalia avicenniodes. als häufigsten Baumarten. Entlang den Flüssen Galeriewälder, ferner Sümpfe, Grasland und Schwemmebenen

Tierwelt

Senegalgalago, Grüne Meerkatze, Husarenaffe (Erythrocebus patas), Guineapavian, Schabrackenschakal (Canis mesomelas), Afrikanischer Wildhund, Tüpfelhyäne, Leopard, Löwe, Afrikanischer Elefant, Warzenschwein, Afrikanischer Büffel, Buschbock (Tragelaphus scriptus), Rotflankenducker (Cephalophus rufilatus), Kronenducker, Pferdeantilope, Westliche Kuhantilope (Alcelpahus buselaphus major), Kob (Kobus kob), Riedbock, Oribi (Ourebia ourebi). Bedeutendes Vogelschutzgebiet (IBA GH028) mit über 300 nachgewiesenen Arten.

Literatur und Internetquellen

EAST, R. (1990) 
LUARD, N. (1985)
BIRDLIFE Data Zone

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Donnerstag, 14 Juni 2018 14:16

Steppen und Trockensavannen

Die nördliche Steppen und Trockensavannen erstrecken sich als etwa 200 bis 400 km breites Band von Senegal über Mauretanien, Mali, Niger und Tschad sowie die nördlichsten Gebiete von Burkina Faso, Nigeria und Kamerun bis in den Sudan. Eine präzise Abgrenzung ist schwierig, da die Übergänge von den Halbwüsten bis zu den Feuchtsavannen fließend sind. Die Niederschlagsmenge nimmt von etwa 400 mm im Norden bis gegen 1000 mm im Süden zu.
        
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Wichtige Naturschutzgebiete in Steppe und Trockensavanne
Bedeutende Schutzgebiete im Bereich der nördlichen Steppen und Trockensavannen sind Ferlo-Nord und Ferlo-Süd (Senegal), Ansongo-Menaka (Mali), Boucle-du-Baoulé-NP (teilweise, Mali), Dilia de Lagané und Dallol Boboyé (beide IBA, Niger), Tschadsee (Nigeria), Waza NP (Kamerun) und Ouadi Rimé–Ouadi Achim und Zakouma-NP (Tschad). Einzelne Schutzgebiete reichen bis in die Sahara hinein und beherbergen daher auch Säbel- und Mendesantilopen und Damagazellen.


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Waza-Nationalpark beim Point Triple während der Regenzeit. Foto Marco Schmidt

Charakterpflanzen

Typische Gräser der Trockensavannen sind Dreigrannengras (Aristida mutabilis), Fingergras (Chloris prieurii) und Büffelgras (Cenchrus biflorus). Unter den Bäumen dominieren die Schirmakazie (Acacia tortilis), die bis 12 m hohe Verek-Akazie (Acacia senegal) und der gleich hoch werdende Langfadenbaum (Combretum glutinosum), die zu den Jochblattgewächsen (Zygophyllaceae) gehörende Wüstendattel (Balanites aegyptiaca) und der Hirtenbaum (Boscia senegalensis). In Höhenlagen von 450-600 m kommt auch der Baobab (Adansonia digitata) vor.

Typische Zootiere

Grüne Meerkatze, Husarenaffe, Anubispavian, Guineapavian, Goldschakal, Honigdachs, Zebramanguste, Tüpfelhyäne, Karakal, Löwe, Leopard, Gepard, Erdferkel, Afrikanischer Elefant, Klippschliefer, Flusspferd, Warzenschwein, Giraffe, Pferdeantilope, Dorkasgazelle, Rotstirngazelle (Gazella rufifrons); Afrikanischer Strauß, Abdimstorch, Wollhalsstorch, Afrikanischer Marabu, WeißrückengeierNördlicher Hornrabe, Blaunackenmausvogel, Goldscheitelwürger

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Donnerstag, 14 Juni 2018 16:19

Nördliche Wüsten und Halbwüsten

 

(2.1) Sahara-Nordrand
(2.2) Sahelo-Sahara

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(1) Bou Hedma-Nationalpark, (2) Termit / Tin Toumma-Schutzgebiet

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Ca. 9-10'000 Jahre alte Felsmalerei (Rappenantilopen, Hippotragus niger) im Tassili n’Ajjer, Alger © Wolfgang Dreier, Berlinien

 

Allgemeines

Mit einer Fläche von rund 9 Millionen km² ist die Sahara ist die größte Trockenwüste der Erde. Im Norden grenzt sie an Atlas und Mittelmeer, im Westen an den Atlantik und im Osten an das Rote Meer. Von West nach Ost misst sie bis gegen 6'000 km, unterbrochen nur von der Flussoase des Nils, von Nord nach Süd über 1'800 km. Zu etwa 70 % ist die Sahara von kantigem, wasserdurchläßigem Schutt oder Fels bedeckt (Hammada), etwa 20 % sind Sandwüste (Erg), die bis zu 300 m hohe Dünen bildet und die restlichen 10 % Kies- oder Geröll (Serir). Topografisch glieder sie sich in Tiefebenen (180-360 m. ü. M.), in bis -133 m tiefe, abflusslosen Senken, wo sich sich temporäre Salzseen (Schotts) bilden können sowie in bis 3'400 m hohe Gebirge, wie das Sandsteingebirge Tassili n'Ajjer in Algerien oder die durch vulkanische Aktivitäten gebildeten Hoggar- und Tibestiberge  im Süden Algeriens bzw. im Norden Tschads. Früher war die Sahara eine Savannenlandschaft  mit Flüssen und Seen, in der Elefanten, Giraffen und Antilopen leben, wie jungsteinzeitliche Felsmalereien bezeugen. Der Übergang zur jetztigen Trockenperiode begann vor 5'000 Jahren.

Die Sahara weist die höchste Verdunstungsrate der Erde auf. Saisonal kann die Luftfeuchtigkeit in manchen Gebieten auf 2.5% abfallen. Die Tagestemperatur kann auf über 50ºC im Schatten steigen, die Nachttemüperatur in höheren Lagen bis auf -12ºC abfallen.

Südlich schließt der Sahel an die Sahara mit Halbwüsten an, die fließend in Steppen und Trockensavannen übergehen. Das Aïr-Gebirge in Niger ist eine Sahel-Enklave, die von Wüste umschlossen ist.

Tierwelt

In den Sanddünen leben nebst Insekten und Spinnentieren Apothekerskink und Wüstenhornvipern, die sich in den feinen Wüstensand eingraben können sowie Wüstenfuchs und Dünengazelle. In den spärlich mit Aristida-Gräsern, Queller (Salicornia spp.) und Büschen bestandenen Trockensteppen finden u.a. die Mendesantilope, die Damagazelle, die Kleine Wüstenspringmaus und die Fette Sandratte ihr Auskommen. Der Sandfuchs ist in Stein- und Sandwüstenb zu finden. Die Steinwüsten werden von Afrikanischem und  Zentralsahara-Dornschwanz bewohnt, die Gebirge von Klippschliefer und Mähnenspringer. In den Oasen finden Saharafrosch und Eierlegende Zahnkärpflinge geeignete Lebensräume

 

 

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Sahara-Nordrand

Bou Hedma Nationalpark

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Fette Sandratte (Psammomys obesus) im natürlichen Lebensraum, Bou Hedma-Nationalpark, Tunesien © Hans-Peter Müller, Rabat

Höhe 90-840 m.ü.M.
150-195 mm Niederschlag / Jahr, in den Bergen 220 mm.
Temperatur min. 0°C, max. 45°C, Monatsmittel 3°C, max. 38°C. Im Januar ist Schnee nicht ungewöhnlich.

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Fette Sandratte (Psammomys obesus) im natürlichen Lebensraum, Bou Hedma-Nationalpark, Tunesien © Hans-Peter Müller, Rabat
Die Hälfte des Parks besteht aus einem Faltengebirge aus Kalk und Mergel, die andere Hälfte sind Ebenen.

        
Vegetation: Sahel-Steppe mit diversen Gräsern (Aristida obtusa, A. ciliata, Cenchrus ciliaris, Digitaria commutata) oder Trockensavanne mit Schirmakazie (Acacia tortilis) und Acacia raddiana.

Tierwelt: 28 Säugetierarten, darunter Goldschakal, Sandfuchs, Libysches Streifenwiesel, Ginsterkatze, Falbkatze, Stachelschwein, Gundi, Fette Sandratte, Wüstenspringmäuse, Elefantenspitzmaus (Elephantulus rozeti), Mähnenschaf, Dünengazelle. 133 Vogel- und 22 Reptilien-/Amphibienarten.

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Sahelo-Sahara

Termit / Tin Toumma-Schutzgebiet

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Mendesantilope in ihrem natürlichen Lebensraum, Termit-Tin Toumma-Schutzgebiet, Niger. 2004 wurden hier 128 Individuen der vom aussterben bedrohten Art gezählt © John Newby Sahara Conservation Fund

ca. 24 mm Niederschlag / Jahr (Bilma).
Temperatur min. um 0°C, max. gegen 50°C.

Landschaftselemente sind fossile Wadis, das Termit-Gebirgsmassiv, die Tin Toumma-Wüste, die bewachsenen festen Dünen der Sahelo-Sahara-Zone und die Wanderdünen nördlich von Egaro. Im März 2012 wurde nach jahrelangen Bemühungen des Sahara Conservation Fund das Gebiet mit einer Fläche von 100,000 km² unter Schutz gestellt.
        
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Dorkasgazelle (Gazella dorcas) in ihrem natürlichen Lebensraum, Termit-Tin Toumma-Reservat, Niger. Dieses Reservat ist ein wichtiges Rückzugsgebiet für die gefährdete Art © Françoise Claro, Paris
Vegetation: An Bäumen hat es Akazienarten, Senegal-Tamariske, Tamarinde, Zahnbürstenbaum (Salvadora persica). Die Gräser sind mit den Gattungen Aristida, Cenchrus, Chloris, Cymbopogon, Dactyloctenium, Dantonia, Echinochloa, Eragrostis und Stipagrostis  vertreten.

Tierwelt: An Säugetieren kommen u.a. Goldschakal, Sand-, Blass- und Wüstenfuchs, Streifenwiesel, Honigdachs, Ginsterkatze, Streifenhyäne, Falb- und Sandkatze, Gepard, Mendesantilope, Dorkas- und Damagazelle und Mähnenschaf vor. Nachgewiesen wurden 82 Vogelarten, darunter Nubier- und Arabertrappe.

SAVING THE SAHARA'S THREATENED WILDLIFE


Literatur und Internetquellen:

BEUDELS, R.C. et al. (2005)
RABEIL, T., NEWBY, J. & HAROUNA, A. (2008)

Protected Planet

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Donnerstag, 14 Juni 2018 16:04

Küstenregionen und Atlasgebirge

(1.1) Mittelmeerregion
(1.2) Atlantikküste
(1.3) Atlas-Vorland
(1.4) Gebirge

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NAF map maghreb
(1) Tamri-Nationalpark, (2) Souss Massa-Nationalpark, (3) Königliches R'Mila-Schutzgebiet, (4) Ain Tijja-Mezguitem, (5) El Feidja Nationalpark

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Mittelmeerregion

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Fischerboote am Golf von Hammamet, Tunesien © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Dromedar (Camelus dromedarius), Nähe Nabeul, Tunesien © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Winden (Convolvulus sp.) am Strand bei Nabeul, Tunesien © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Opuntienhecke (Opuntia ficus-indica) im Norden Tunesiens © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Der aus China stammende Roseneibisch (Hibiscus rosa-sinensis) ist im Maghreb weit verbreitet © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Von Kap Spartel an der Straße von Gibraltar bis nach Tunesien hinein fallen die Berge unmittelbar zum Meer ab. Im Nordosten Tunesiens folgen flache Gebiete mit Seen und Lagunen, etwa dem Lac Ichkeul bei Bizerta einem von Flüssen gespeisten Süßwassersee, der aber mit dem Lac de Bizerte, einer Salzwasserlagune verbunden ist und daher je nach Niederschlägen einen mehr oder weniger hohen Salzgehalt aufweisen kann. Im Gebiet der Hauptstadt liegen die Sebkha Ariana und der Lac de Tunis, beides mit dem Mittelmeer verbundene Lagunen. An der Ostküste Tunesiens befinden sich der Golf von Hammamet und der Golf von Gabès mit breiten Sandstränden. Im Südosten liegt, vom Festland durch den Golf von Bouhghrara getrennt, die Insel Djerba mit einer Fläche von 514 km² die größte afrikanische Insel im Mittelmeer. Das anschließende libysche Tripolitanien ist durch die Küstenebene Al-Jifarah charakterisiert, die durch das Bergland Jabal Nafusah von der Sahara getrennt ist. Weiter östlich, in der Kyrenaika, gibt es keine durchgehende Küstenebene mehr, sondern diese wird an vielen Stellen durch bis 880 m hohe Berge unterbrochen. Bei Tobruk und in Ägypten wird die flache Küste nach Süden vom hier bis etwa 240 m hohen Libyschen Plateau begrenzt, und im Osten findet die afrikanische Mittelmeerküste ihren Abschluss im Nildelta.

Das Klima unmittelbar an der Küste ist semi-arid, landeinwärts nimmt im Maghreb die Niederschlagsmenge rasch zu. Die Vegetation ist mediterran und unterscheidet sich nicht wesentlich von jener Südspaniens. Hier wie dort machen sich auch eingeführte Kaktusfeigen breit. Früher brachten die Mittelmeer-Mönchsrobben (Monachus monachus) ihre Jungen in Höhlen entlang der Felsenufer zur Welt. Heute sind sie dort verschwunden.

Typische Zootiere

Berberaffe, Atlaslöwe, Karakal, Falbkatze, Kleinfleck-Ginsterkatze, Goldschakal, Fennek, Atlashirsch, Säbelantilope, Mendesantilope, Mhorrgazelle, Berber-Streifengrasmaus, Kairo-Stachelmaus, Gundi, Nordafrikanischer Strauß, Weißstorch, Waldrapp, Maurische Bachschildkröte, Maurische Landschildkröte, Sinai-Agame, Afrikanischer Dornschwanz, Ägyptischer Dornschwanz, Marokko-Perleidechse, Berberskink, Apothekerskink, Hufeisennatter, Eidechsennatter, Wüstenhornviper, Ägyptische Kobra.

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

El Feidja Nationalpark

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Atlashirsche (Cervus elaphus barbarus) in ihrem Lebensraum, El Feidja-Nationalpark, Tunesien © Thomas Kauffels, Kronberg

 

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Atlashirsche (Cervus elaphus barbarus) in ihrem Lebensraum, El Feidja-Nationalpark, Tunesien. Die Tiere befinden sich in einem 417 ha großen Gatter © Thomas Kauffels, Kronberg

Höhe 550 - 1150 m.ü.M.
1'200 - 2'000 mm Niederschlag / Jahr.
Mittlere Temperatur: Januar 6.2°C, Juli 24°C.

Vegetation: Korkeichenwald mit Korkeiche, Algerischer Eiche (Quercus canariensis), Montpellier-Zistrose (Cistus monspeliensis), Baumheide (Erica arborea), Myrte (Myrtus communis), Westlichem Erdbeerbaum.

Tierwelt: Atlaslöwe und Berberleopard sind ausgestorben. Nebst dem wieder angesiedelten Berber- oder Atlashirsch, der noch in einem Großgatter gehalten wird, sind Maghreb-Gartenschläfer (Eliomys munbyanus), der ab der libyschen Kyrenaika vom Wüstenschläfer abgelöst wird, Rotfuchs und Wildschwein) typische Elemente der paläarktischen Fauna. Stachelschwein (Hystrix cristata), Goldschakal, Ichneumon (Herpestes ichneumon), Kleinfleck-Ginsterkatze und Falbkatze vermitteln zwischen Europa und Afrika. Unter den 120 Vogelarten sind Zwergadler (Hieraaetus pennatus), Baumfalke, Uhu, Wiedehopf, Atlasgrünspecht (Picus vaillantii). Ferner leben 20 Reptilien-Arten in dem nur 2'632 ha großen Park.

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Atlantikküste

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Atlantikküste bei Sidi R'bat, Souss Massa Nationalpark, Marokko. Bild: https://www.booking.com

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Atlantikküste bei Sidi R'bat, Souss Massa Nationalpark, Marokko. Bild: Ahuilat Lahcen (http://souss-massa-nationalpark-marokko.qsoft.ch/)

An der marokkanischen Atlantikküste herrschen Sanddünen vor, die eine Höhe von bis zu 60 m erreichen können. Seeseitig wird der lose Sand von Strandhafer (Ammophila arenaria subsp. arundinacea) zusammen gehalten.  Auf der Landseite wächst eine kurze, mit vielen Blumen durchsetzte Grasdecke. Landeinwärts folgen Küstenebenen mit flachen Brackwassersümpfen, deren Vegetation in etwa gleich ist, wie die der Camargue. Auf trockenerem Boden dehnen sich – heute zumeist kultivierte oder mit australischen Eukalyptusbäumen aufgeforstete– Sand- und Kiesebenen aus. Nach Süden zu wird die Küste felsiger, bleibt aber flach.

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

Souss Massa-Nationalpark

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Mendesantilope (Addax nasomaculatus) im natürlichen Lebensraum, Souss Massa, Marokko

 

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Säbelantilopen (Oryx dammah) in ihrem Lebensraum, Souss Massa-Nationalpark, Marokko

 

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Waldrappe (Geronticus eremita) im natürlichen Lebensraum, Souss Massa Nationalpark, Marokko © H.-P. Müller, Rabat

Höhe 0 - 150 m.ü.M.
ca. 240 mm Niederschlag / Jahr, zusätzlich Küstennebel entsprechend ca. 200 mm.
Temperatur min. 10°C, max. 27°C.
Fels- und Sandküste, Mündungsgebiete von zwei Flüssen, Lagunen, Salzpfannen, Küstendünen, und hauptsächlich Steppen mit Sukkulenten oder Garrigue.

Vegetation: In Küstennähe Cyperaceen, Binsen (Juncus acutus), Queller (Salicornia spp.) Tamarisken (Tamarix spp.), im Landesinneren Arganbaum (Argania spinosa), gebietsweise Sukkulenten, wie Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae), Mittagsblumen (Mesembryanthemaceae), Greiskraut (Senecio anteuphorbium), Kalanchoe (K. faustii), Ginster (Retama monosperma), Jochblätter (Zygophyllum spp.) oder steppenartige Garrigue.

Tierwelt: Es wurden 46 Säugetier- und 275 Vogelarten nachgewiesen, darunter Standvögel wie auch Zugvögel. Der Park ist einer der letzten Zufluchtsorte des Waldrapps. Die wieder angesiedelten Mhorrgazellen, Säbelantilopen, Mendesantilopen und Nordafrikanische Strauße befinden sich in einem Großgatter.

Die Herpetofauna ist mit 25 Arten vertreten, darunter die Maurische Landschildkröte, Maurische Bachschildkröte, Wechselkröte und Saharafrosch .

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Tamri-Nationalpark

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Waldrappe (Geronticus eremita) im natürlichen Lebensraum, Oued El Tamri, Marokko © Hans-Peter Müller, Rabat

40 km nördlich von Souss Massa befindet sich der Tamri-Nationalpark, wo ebenfalls Waldrappen brüten. Im nahe gelegenen Tal des Ouel El Tamri befinden sich ihre Futtergründe. Hier leben auch echte (nicht verwilderte) Felsentauben (Columba livia), ferner Felsenhühner (Alectoris barbara), Triele (Burhinus oedicnemus), Dünnschnabel- (Larus (=Chroicocephalus) genei) und Korallenmöwen (Larus (=Ichthyaetus) audouinii), Theklalerchen (Galerida thekla) und Blaumerlen (Monticola solitarius).

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Atlas-Vorland

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Ebene vor dem 687 m hohen Jbel Lakhdar © L. Mahin. Veröffentlicht auf Wikimedia Commons unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported-Lizenz

Über ein paar Stufen steigt die Ebene allmählich zum Rif bzw. den Vorbergen des Atlas an. Dieses Atlasvorland ist ein 400-600 m hohes Tafelland zwischen der Küstenebene und den Atlasbergen. Dieses Kernland des Königreichs Marokko ist sehr fruchtbar, erhält aber im Landesinnern nur wenig Regen und hat daher Steppencharakter.

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

Königliches R'Mila-Schutzgebiet

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Mhorrgazellen (Nanger dama mhorr) im natürlichen Lebensraum. R'Mila-Schutzgebiet, Marokko © Hans-Peter Müller, Rabat

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Mhorrgazellen (Nanger dama mhorr) im natürlichen Lebensraum. R'Mila-Schutzgebiet, Marokko © Henning Wiesner, Andechs

Höhe ca. 500 m.ü.M.
280 mm Niederschlag / Jahr.
Temperatur min. -7°C, max. 46.6°C (Marrakesch).

Vegetation: Mit Akazien (Acacia gummifera und Acacia raddiana) durchsetzte Trockensavanne.

Tierwelt: In diesem umzäunten, ehemaligen königlichen Hühnerjagdgebiet wurden 1992 je drei Mhorrgazellen aus Almería und Hellabrunn eingesetzt. Diese haben sich so gut vermehrt, dass von R'Mila aus andere Reservate besiedelt werden konnten, so z.B. das Safia-Naturschutzgebiet in der West-Sahara. Ausgehend von 17 aus dem Königlichen Bouznika-Schutzgebiet eingeführten Dorkasgazellen hat sich hier auch ein Bestand von rund 500 Tieren entwickelt.

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Gebirge

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Hoher Atlas bei Timit, Ait Bougoumez-Tal © Arnold Betten

 

 

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Rif-Gebirge bei Ghafsai © Abdel Hamid Err. Veröffentlicht auf Wikimedia unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported-Lizenz

 

 

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Aleppokiefern (Pinus halepensis) bei Amizmiz, Hoher Atlas © Adam Axon

Der Atlas ist ein Faltengebirge, das seine Entstehung dem Aufeinandertreffen von Afrikanischer und Eurasischer Kontinentalplatte verdankt. Es hat eine Länge von etwa 2300 Kilometern und besteht aus mehreren Gebirgsketten: An der Mittelmeerküste der Kleine Atlas und das Rif mit maximal 2456 Metern Höhe, im Zentrum Marokkos der Mittlere (bis 3'340 m) und der Hohe Atlas (bis 4'165 m Höhe), und im Süden, die Grenze zur Sahara markierend, Anti-Atlas, Djebel Siroua und Sahara-Atlas.

Vegetation: Die montane Stufe der nördlichen und zentralen Ketten wird dominiert von immergrünen Eichen. In der subalpinen Stufe mischen sich Spanische Tannen (Abies pinsapo) mit Aleppokiefern und Atlaszedern. Im Süden ist es sehr viel trockener, der Wald wird durch Dornbusch ersetzt und der Übergang zur Wüste ist fließend. 

Tierwelt: Die Tierwelt des Rifs ähnelt teilweise derjenigen Südspaniens. Hier leben z.B. Wildschwein, Rotfuchs, Ringeltaube, Buchfink, Amsel, Feuersalamander, Erdkröte und Laubfrosch (Hyla meridionalis). Rif, Kleiner, Mittlerer und Hoher Atlas bilden das Verbreitungsgebiet des Berberaffen, der bis in Höhen von 2'600 m vorkommt. Auch die stark gefährdete Edmigazelle (Gazella cuvieri) steigt bis auf 2'600 m. An afrikanischen Arten gibt - oder gab - es im Atlas z.B. den Atlaslöwen, ausgerottet um 1940), den Leopard und den Karakal.

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

Ain Tijja-Mezguitem

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Waldrapp-Voliere in Ain Tihha-Mezguitem © H. P. Müller

 Im Rif-Gebirge im Nordosten Marokkos, etwa 700 km Luftlinie von Souss Massa entfernt, haben sich der Tierpark Hellabrunn und andere Zoos in einem Waldrapp-Projekt engagiert. Im Jahr 1999 wurde eine Kooperationsvereinbarung vom Forstwirtschaftsministerium, einem Zookonsortium aus dem deutschsprachigen Raum und anderen Beteiligten unterschrieben, mit dem Ziel, in Ain Tijja-Mezguitem, im Nord-Osten Marokkos, eine Aufzuchtstation einzurichten, dort eine ex situ Waldrapp-Population zu halten und zu züchten, um später dort aufgezogene Vögel freizulassen und eine Waldrapp-Population aufzubauen, die imstande ist, in ihrer natürlichen Umgebung zu überleben.


Literatur und Internetquellen:

ABAIGÁR, T. et al. (2019)
BEUDELS, R.C. et al. (2005)

MÜLLER, H.P. (2004)
RABEIL, T., NEWBY, J. & HAROUNA, A. (2008)

Protected Planet
Dossier UNESCO: Parc National d'El Feija

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Donnerstag, 14 Juni 2018 17:24

Gewässer und Feuchtgebiete

(11.0) Allgemeines
(11.1) Seen der Hochanden
(11.2) Kraterseen
(11.3) Bergbäche
(11.4) Tieflandflüsse
(11.5) Wasserfälle
(11.6) Überschwemmungs-Grassavannen
(11.7) Flussdeltas und Lagunen
(11.8) Mangrovenwälder

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Allgemeines

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Der See Nahuel Huapí bei Bariloche, Argentinien © Valerie Merges, Layton, Utah

So vielgestaltig die Topographie und so unterschiedlich Klima und Vegetation, so verschiedenartig sind auch die Gewässer und Feuchtgebiete Südamerikas: Von reißenden kalten Bergbächen bis zu träge dahinfließenden Tropenflüssen und von oft salzhaltigen Bergseen der Anden bis zu Süß- und Brackwasserlagunen an der Küste findet man hier alles, was man sich denken kann, einschließlich der gewaltigen Iguazú-Wasserfälle und des riesigen Überschwemmungsgebiets des Pantanal.

Typische Zootiere

Amazonas-Delfin, Riesenotter, Krabbenwaschbär, Jaguar, Karibische Seekuh, Mittelamerikanischer Tapir, Flachlandtapir, Sumpf-Meerschweinchen, Wasserschwein, Nutria.

Kormoran, Schlangenhalsvogel, Silberreiher, Kuhreiher, Kahnschnabel, Nachtreiher, Maguaristorch, Roter IbisSchneesichler, Schwarzzügelibis, Rosalöffler, Andenflamingo Jamesflamingo, Kubaflamingo, Chileflamingo, Halsband-Wehrvogel, Hornwehrvogel, Koskorobaschwan, Schwarzhalsschwan, Kuba-, Herbst-, Gelbbrust- und Witwenpfeifgans, Höckerglanzgans, Magellan-Graukopf-und Rotkopfgans, Bahama-, Zimt-, Blauflügel-, Chile-Krick-, Fuchs-Löffel-, Chile-Pfeif-, Spitzschwanz-, Silber-/Puna- und Schopfente, Rotaugen- und Peposakaente, AmazonasenteRotschulterenteSchwarzkopf- und Argentinische RuderenteMagellan- und Langflügel-Dampfschiffente, Teichhuhn, Sonnenralle, Amerikanischer Stelzenläufer, Inkaseeschwalbe, Graumöwe.

Fransenschildkröte, Gewöhnliche Krötenkopfschildkröte, Hellrandige Krötenkopfschildkröte, Nikaragua-Schmuckschildkröte, Arrau-Schienenschildkröte, Terekay-Schienenschildkröte, Streifenbasilisk, Stirnlappenbasilisk, Krokodilteju, Große Anakonda, Paraguay-Anakonda, Krokodilkaiman, Brillenkaiman, Breitschnauzen-Kaiman, Mohrenkaiman, Brauen-Glattstirnkaiman, Keilkopf-Glattstirnkaiman, Spitzkrokodil, Beulenkrokodil , Schwimmwühle, Titicaca-Riesenfrosch, Grosse Wabenkröte, Zwergwabenkröte.

Süsswasserstechrochen ArapaimaGabelbart, Gelbflossen-Glanzsalmler, Gesäumter Schillersalmler, Bicuda, Schwarzer Pacu, Gefleckter Scheibensalmler, Brauner Mühlsteinsalmler, Gepunkteter Beilbauchfisch, Silber-Beilbauchfisch, Roter Piranha, Haken-Scheibensalmler, Zitteraal, Panzerwelse, Schwarzer Dornwels, Schwarzlinien-Harnischwels, Wabenwels, Gold-Störwels, Rotflossenantennenewels, Engel-Antennenwels, Tigerspatelwels, Heckels Buntbarsch, Schmetterlingsbuntbarsch, Getüpfelter Erdfresser, Pfauenaugenbuntbarsche, Mittelamerikanische Buntbarsche, Kamm-Buntbarsche, Segelflosser, Diskusfische,, Rotkeil-Augenfleckbuntbarsch, Flaggenbuntbarsch.

Weitere Tierarten

Schwimmbeutler (Chironectes minimus), Fischotter (Lontra felina, L. longicaudis, L. provocax), Titicaca-Taucher (Rollandia microptera), Inkataucher (Podiceps occipitalis), Olivenscharbe (Phalacrocorax brasilianus), Cocoi-Reiher, Schmuckreiher, Marmorreiher, Pfeifreiher, Waldstorch (Mycteria americana), Jabirú (Jabiru mycteria), Sichler (Plegadis chihi, P. ridgwayi), Stirnbandibis, Grünibis (Mesembrinibis cayennensis), Weisswangen-Wehrvogel, Falkland-Dampfschiffente, Sturzbachente (Merganetta armata), Andenblässhuhn (Fulica ardesiaca), Zwergbinsenralle (Heliornis fulica), Andensäbelschnäbler (Recurvirostra andina), Andenmöwe (Chroicocephalus serranus), Dominikanermöwe, Großer Rußsegler (Cypseloides senex).

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Seen der Hochanden

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Titicacasee mit Isla de Sol, Bolivien

 

 

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Chile-Flamingos (Phoenicopterus chilensis) im natürlichen Lebensraum, Salar de Atacama © Thomas Althaus (https://www.thomas-althaus-zoologe.net/bildergalerien/)

 

 

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Chile-Flamingos (Phoenicopterus chilensis) im natürlichen Lebensraum, Salar de Atacama © Thomas Althaus (https://www.thomas-althaus-zoologe.net/bildergalerien/)

In den Hochlagen der Anden gibt es zahlreiche Seen und - oft temporäre - Flachseen. Letztere sind zum Teil mit Mineralsalzen gesättigt und werden dann Salares genannt. Der bekannteste Anden-See ist der im Altiplano von Peru und Bolivien auf 3'810 m Höhe gelegene Titicaca-See. Mit einer Fläche von 8'288 km² - fast halb so groß wie Sachsen - ist er der größte Süßwassersee Südamerikas. Im Titicaca-See leben mehrere endemische Tierarten, darunter der stark gefährdete, flugunfähige Titicaca-Taucher und der vom Aussterben bedrohte Titicaca-Riesenfrosch.
        
Der Titicacasee ist ein Important Bird Area (BO018, PE097). Nebst dem Titicaca-Taucher kommen hier u.a. auch Inkataucher, Olivenscharbe, Chile-Krick-, Spitzschwanz-, Puna-, Rotaugenente und Schwarzkopf-Ruderente, Anden-, James- und Chileflamingo, Punaibis, Andenblässhuhn und Andenmöwe vor.

Die endemische Zahnkarpfen (Orestias spp.) des Titicacasees sind durch Überfischung und wegen der für die Sportfischerei eingesetzten Regenbogenforellen (Oncorhynchus mykiss) und Kanadischen Seesaiblinge (Salvelinus namaycush) gefährdet..
        
Der Salar de Uyuni ist mit mehr als 10'000 km² der größte Salzsee Südamerikas. Er liegt im bolivianischen Altiplano auf einer Höhe von 3'653 m. Der größte Salzsee Chiles ist der 3'000 km² große und 2'300 m hoch gelegene Salar de Atacama. Die Salares bieten Lebensraum namentlich für Anden-, James- und Chileflamingos, Andensäbelschnäbler, Andenmöwe.

 

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Kraterseen

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Der Kratersee Diego de la Haya im Volcán Irazú, dem mit 3'432 m höchsten Vulkan Costa Ricas © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Vulkansee, Volcán Poas, Costa Rica. Sein Wasser hat einen pH-Wert von weniger als 1 pH © Thomas Althaus, Detligen (https://www.thomas-althaus-zoologe.net/bildergalerien/)

 

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Lago de Atitlan. Bild aus Youtube (Marcos, Guatemala)

Kraterseen bilden sich durch die teilweise Auffüllung von Vulkankratern und ähnlichen Strukturen (Calderen, Einschlagskratern, Maaren) mit Wasser. Mangels größerer Zuflüsse werden sie vorab durch Regenwasser, bisweilen durch Grundwasser gespiesen. Oft gibt es keinen oberirdischen Abfluss, sondern das Wasservolumen wird durch Verdunstung und Versickerung stabil gehalten. Als Folge vulkanischer Aktivitäten sind viele der oft giftgrün, azur- oder türkisblau gefärbten Kraterseen sehr heiss und ihr Wasser ist wegen unterhalb der Oberfläche austretender Schwefeldämpfe sehr sauer. Auch der Gehalt an Kohlendioxid kann sehr hoch sein.

Seen in Calderen haben eine größere Fläche als Seen in eigentlichen Vulkankratern. Ihr Wasser ist eher alkalisch und hier gibt es auch Wasserpflanzen und Fische und sich davon ernährende Vögel, wie den 1986 ausgestorbenen Atitlantaucher (Podilymbus gigas).

Bekannte Kraterseen gibt es namentlich in Mittelamerika, so jene des Volcán Poás, Volcán Irazú, Rincón de la Vieja und Volcán Tenorio in Costa Rica. In Calderen gelegen sind der 126 km² grosse Lago de Atitlán in Guatemala sowie die 21 km² grosse Laguna de Apoyo in Nikaragua.

 

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Bergbäche

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Bergbach, Tapantí-Nationalpark, Cordillera de Talamanca, Costa Rica © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Bergbach, Tapantí-Nationalpark, Cordillera de Talamanca, Costa Rica © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Schnell fließende Gebirgsbäche und -flüsse mit ihren zahlreichen Stromschnellen und Wasserfällen haben ihren Ursprung in den Hochlagen der Kordilleren und entwässern die Páramos, die tropischen Regen- und Nebelwälder, die subtropischen und gemäßigten Feuchtwälder sowie die Puna. Bis hinauf auf 4'500 m sind sie sind Lebensraum z.B. der Sturzbachente und der Weißkopf-Wasseramsel (Cinclus leucocephalus).

In vielen Gebirgsbächen und -flüssen von Mittelamerika bis Feuerland wurden Forellen und Regenforellen eingesetzt, was der lokalen Fischfauna nicht unbedingt zuträglich war.

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Tieflandflüsse

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Langsam fließender Tropenfluss, Rio Tarcoles, Costa Rica © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Riesenotter (Pteronura brasiliensis) im natürlichen Lebensraum, Río Madre de Diós, Manú-NP, Peru © Thomas Althaus (https://www.thomas-althaus-zoologe.net/bildergalerien/)

 

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Krokodilkaiman (Caiman crocodilus) im natürlichen Lebensraum. Rio Sarapiquí, Costa Rica © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Río de la Plata, Uruguay © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Im tropischen Südamerika wird zwischen zwei Flusstypen unterschieden: Die trüben, mit Lehm-Sedimenten beladenen und daher milchigweiß oder ockerfarben erscheinenden werden als ríos blancos, Weißwasserflüsse, bezeichnet, die klaren, deren Wasser durch organische Substanzen dunkel gefärbt und relativ sauer ist, als ríos negros, Schwarzwasserflüsse. Die ríos blancos fließen durch Schwemmlandzonen, die ríos negros strömen über härteren Grund mit zutage tretenden Felsen, die Stromschnellen entstehen lassen. Die unterschiedliche chemisch-physikalische Beschaffenheit ihres Wassers führt zu unterschiedlich zusammengesetzten Fischfaunen.

Die Namen Südamerikanischer Flüsse können je nach Abschnitt wechseln. So heißen die einzelnen Strecken des Amazonas Río Quarhasanta, Río Lloqurea (12 km), Río Challamayo (13 km), Río Hornillos (30 km), Río Apurímac (730 km), Río Ene (181 km), Río Tambo (158 km), Río Ucayali (1600 km) und erst nach dessen Vereinigung mit dem Río Marañon wird die Bezeichnung Amazonas verwendet. Je nachdem, welcher der Quellflüsse als Ursprung des ins Meer mündenden Stroms angesehen wird, findet man auch unterschiedliche Angaben zur Länge des Flusses.

Der Amazonas. Dieser hat zusammen mit seinem Quellfluss Ucayali eine Länge von 6488 km und ist somit nach dem Nil der zweitlängste Fluss der Erde. Sein Einzugsgebiet umfasst 7'050'000 km².

Der Río de la Plata. Dabei handelt es ich um den gemeinsamen 290 km langen Mündungstrichter des Río Paraná und des Río Uruguay. Sein Einzugsgebiet umfasst 4'144'000 km².
        
Der Orinoko mit einer Länge von 2140 km und einem Einzugsgebiet von 953'000 km².

Der Río Tocantíns, der neben dem Amazonas in den Atlantik mündet, mit einer Länge von 2'450 km und einem Einzugsgebiet von 764'000 km².

Der Río Colorado in Argentinien, der wichtigste Fluss Patagoniens, mit einer Länge von 1'114 km und einem Einzugsgebiet von 419'000 km².

 

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Wasserfälle

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Iguazú-Fälle, Argentinien / Brasilien © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

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Iguazú-Fälle, Argentinien / Brasilien © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Es gibt wohl kaum eine Tropenhalle in einem Zoo, in der nicht ein künstlicher Wasserfall für eine optische und akustische Belebung und eine erhöhte Luftfeuchtigkeit sorgt. In Südamerika finden wir einige der eindrücklichsten Vorbilder, so den erst 1910 entdeckten Salto Angel des Río Churun in Venezuela, der sich mit 979 m Fallhöhe von einem Tafelberg hinabstürzt und damit der der höchste freifallende Wasserfall der Erde ist. Über eine zweite Fallstufe von etwa 200 m Höhe gelangt das Wasser dann in den Tiefland-Regenwald.

Nur 64-82 m hoch, dafür 2'700 m breit sind die Fälle des Iguazú an der Grenze von Brasilien und Argentinien. Sie bestehen aus 20 größeren und 255 kleineren Wasserfällen, über die sich pro Sekunde zwischen 1500 und 7000 m³ Wasser in eine "Teufelsschlund" (Garganta del Diablo) genannte Schlucht ergießen. Von zoologischem Interesse ist, dass eine Kolonie Großer Rußsegler in der Felswand hinter dem herabstürzenden Wasser brütet. Um zu ihren Nestern zu gelangen, müssen die Segler die herabstürzenden Wassermassen durchfliegen.

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Überschwemmungs-Grassavannen

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Feuchtgebiet im Chaco húmedo, Nordost-Argentinien © Lucía Soler, HUELLAS

 

 

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Feuchtgebiet im Chaco húmedo, Nordost-Argentinien © Lucía Soler, HUELLAS

 

 

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Großer Ameisenbär (Myrmecophaga tridactyla) im natürlichen Lebensraum. Pantanal, Brasilien. Bild Anagoria.

 

 

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Halsbandwehrvogel (Chauna torquata) im natürlichen Lebensraum. Pantanal, Brasilien. Bild Anagoria.

Regelmäßig und großflächig überschwemmte Gebiete gibt es in den Llanos del Orinoco (Kolumbien und Venezuela), den Llanos de Moxos (Dept. Beni, Bolivien), weiter unten im selben Flusssystem in Humaitá am Rio Madeira (Bundesstaat Amazonas, Brasilien), in den Esteros del Iberá (Provinz Corrientes, Argentinien), dem Chaco-Nationalpark und Umgebung (Provinz Chaco, Argentinien) und der Parklandschaft Entre Ríos (Argentinien) und natürlich im Pantanal, einem der weltweit größten Binnenland-Feuchtgebiete.

Das Pantanal ist eine riesige Schwemmebene des Río Paraguay mit minimalem Gefälle, gelegen in den Bundesstaaten Mato Grosso do Sul und Mato Grosso Brasiliens sowie den anschließenden Gebieten Boliviens und Paraguays. Die Angaben zu seiner Fläche variieren je nach Quelle zwischen 100'000 und 230'000 km², was damit zusammenhängen mag, dass es keine scharfe Abgrenzung zum Chaco Humedo gibt. Während der Regenzeit von November bis März ist es jeweils bis zu 5 Monaten überschwemmt, was auf weite Strecken keinen Baumbewuchs zulässt.

Die Landschaft ist eine Grassavanne, geprägt vom Río Paraguay und seinen Zuflüssen, ganzjährig oder periodisch Wasser führenden Bächen, Altwassern, Lagunen, Flachseen, Weiher, salzhaltigen Salinas, Sümpfen, Feuchtwiesen, Schilfröhricht und Galeriewäldern. Erhöhte, inselartige, ganzjährig trockene Standorte, auf die sich die Landtiere während der Regenzeit zurückziehen, weisen einen Cerrado-artigen Bewuchs auf. In ganzjährig unter Wasser stehende Flächen wächst eine Fülle von Wasserpflanzen, darunter dichte Teppiche von Wasserhyazinthen, Hechtkraut (Pontederia cordata), Riesenseerosen und Schwimmfarnen (Salvinia).

Typisch ist auch das Vorkommen von größeren Beständen ein und derselben Baumarten, namentlich Palmen (Mauritia vinifera, Copernicia australis, Attalea princeps), Trompeten- (Tecoma aurea) und Sandpapierbäumen (Curatella americana).

Durch die im Pantanal praktizierte extensive Bewirtschaftung mit Rinder- und Büffelherden wird das Oekosystem kaum beeinträchtigt. Bedroht wird das Gebiet durch die Gewinnung von Biokraftstoff (Bioethanol), wozu auf den Cerradoflächen Pflanzungen angelegt und entlang den Flüssen Fabriken errichtet werden.

 

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Flussdeltas und Lagunen

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Mangrovenreiher (Butorides striatus) im Río Estrella-Delta, Aviarios del Caribe, Costa Rica © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Wasserhyazinthen (Eichhornia). Delta des Río Estrella, Aviarios del Caribe, Costa Rica © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Kahnschnabel (Cochlearius cochlearius) im Río Estrella-Delta, Aviarios del Caribe, Costa Rica © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Da die Flüsse des süd- und mittelamerikanischen Tieflandes nur langsam fließen und viel Sediment mit sich führen, neigen sie zur Deltabildung - die Sedimente werden zu Inseln abgelagert und der Fluss spaltet seinen Lauf auf. Das weltweit größte Delta - jenes des Amazonas - nimmt bereits 350 km vor Erreichen des Atlantiks seinen Anfang mit der Aufspaltung des Stroms in den Canal do Norte und den Canal do Sur. Die Ilha de Marajó, die größte Insel im Delta, hat etwa die Fläche der Schweiz. Auch das Delta des Orinoko weist eine respektable Fläche von 24'000 km² auf, jenes des Paraná immerhin 14'000 km².

Als Labyrinth von Inseln und Wasserflächen und aufgrund des saisonal unterschiedlichen Überflutungsregimes ist die Biodiversität der Deltas sehr hoch. An Vegetationstypen werden Überschwemmungssavannen, Palmensümpfe, z.B. mit Buriti- (Mauritia flexuosa) und Kohlpalmen (Euterpe oleracea), Galeriewälder, Mangrovenwälder und Schilfröhricht angetroffen.

Durch die Ablagerung von Sedimenten Flussmündungen kann es zur Bildung von Lagunen kommen, die namentlich für die Avifauna von großer Bedeutung sind.

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Mangrovenwälder

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Silberreiher im natürlichen Lebensraum. Playa del Carmen, Yucatan © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

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Mangroven, Río Tárcoles, Carara, Costa Rica © Peter , VDZ

 

 

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Mangroven, Río Sierpe © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Das Hauptverbreitungsgebiet der Mangroven in Lateinamerika umfasst Mittelamerika, die Nordküste Kolumbiens, die Amazonasmündung und Teile der Südostküste Brasiliens. An der Pazifikküste verhindert der kalte Humboldtstrom eine Ausdehnung über 4° südlicher Breite hinaus. Die Mangroven benötigen Brackwasser. Bevorzugte Standorte sind Buchten, Lagunen und Deltas mit geringer Wasserbewegung. Da Mangroven die Verlandung fördern, können sich Mangrovenwälder weit ins Land hinein erstrecken, sofern noch salzhaltiges Grundwasser vorhanden ist.

Mangrovenwälder haben keine Bodenvegetation und kaum Epiphyten, sind aber ansonsten extrem produktiv. Nebst den bis zu 12 m hohen Bäumen kommen auch Gebüsche von 2-3 m Höhe vor. Bei den Leitarten in Süd- und Mittelamerika handelt es sich um Schwarze Mangroven (Avicennia spp.), Weiße Mangrove (Laguncularia racemosa), Rote Mangroven (Rhizophora spp.) und Holzapfelmangroven (Sonneratia spp.). Mangroven beherbergen viele Arten von Landwirbeltieren und ihr dichtes Wurzelwerk bietet Lebensraum für unzählige Fische und Wirbellose.

Mangrovenwälder sind extrem sensible Ökosysteme. Durch Eingriffe des Menschen wurden viele dieser Lebensräume vernichtet - und mit ihnen zahlreiche endemische Tierarten. So etwa in Surinam, wo die größten zusammenhängenden Mangrovenwälder Lateinamerikas durch Landgewinnungsprojekte zerstört und zu Reis- und Zuckerrohrplantagen umgewandelt wurden.

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Einige Nationalparks und andere Schutzgebiete

Argentinien

  • El-Palmar-Nationalpark. Provinz Entre Ríos. Seit 1966. 85 km². Seit 2011 Teil des 215 km² umfassenden Palmar Yatay RAMSAR-Reservats Nr. 1969. Feuchtsavanne mit Palmenhainen, Ufer des Río Uruguay.
    Iguazú-Nationalpark
    . Provinz Misiones. Seit 1934. 677 km². Wasserfälle, Mâta Atlantica
  • Humedales Chaco. Provinz Chaco. RAMSAR-Reservat seit 2004. 5'080 km². Schwemmebene von Río Paraná und Río Paraguay

Brasilien

  • Iguaçu-Nationalpark. Bundesstaat Paraná. Seit 1986. 1'700 km². Wasserfälle, Mâta Atlantica
  • Pantanal-Matogrossense-Nationalpark. Bundesstaaten Mato Grosso / Mato Grosso do Sul. Seit 1971. 1'350 km². Pantanal

Paraguay

  • Río-Negro-Nationalpark. Departement Alto Paraguay. Seit 2004. 1'238 km². Pantanal

Uruguay

  • Bañados del Este y Franja Costera. Derpartemente Rocha und Treinta y Tres. RAMSAR-Reservat Nr. 290 seit 1984 und UNESCO-Biosphären-Reservat. 4'074 km². Lagune, Flüsse, Meeresküste
  • Laguna de Rocha. Departement Rocha. Landschaftsschutzgebiet und seit 2015 RAMSAR-Reservat Nr. 2236. 109 km²
  • Nationalpark Esteros de Farrapos. Departement Río Negro. 175 km² RAMSAR-Reservat Nr. 1433 seit 2004, davon 63 km² Nationalpark seit 2008. 24 Inseln im Río Uruguay.

Venezuela

  • Aguaro-Guariquito-Nationalpark. Seit 1974. 5'857 km2. Llanos

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Literatur und Internetquellen

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Donnerstag, 14 Juni 2018 17:19

Feuchtwälder der gemäßigten Zone

(10.0) Allgemeines
(10.1) Sommergrüne Wälder
(10.2) Valdivianischer Regenwald
(10.3) Subantarktischer Südbuchenwald
(10.4) Koniferenwälder

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Allgemeines

Anschließend an die subtropischen, immergrünen Hartlaubwälder Mittelchiles breiten sich sommergrüne Südbuchenwälder aus. Diese werden gefolgt vom immergrünen Valdivianischen Regenwald. Weiter südlich treten wieder sommergrüne oder aber immergrüne Nothofagus-Wälder auf. Stellenweise gibt es Koniferen- oder Mischwälder. Diese Waldtypen kommen auch in Argentinien vor.

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Sommergrüne Wälder

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Roble (Nothofagus obliqua) © Diucón. Übernommen aus Wikimedia Commons unter der Creative Commons Attribution 3.0 Unported-Lizenz

Bei bei einer mittleren Jahrestemperatur von 12°C und Jahresniederschlägen von, je nach Gegend, 1'000 bis 4'000 mm, herrschen sommergüne Südbuchen vor. In tieferen und wärmeren Lagen bis etwa 1000 m.ü.M. ist der Roble (Nothofagus obliqua) die Leitart, der eine Höhe von 40 m erreichen kann. Weiter südlich dominiert der niedrigere Raulí (N. procera).

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Valdivianischer immergüner Regenwald

Valdivianischer Regenwald, Huilo-Huilo, Chile
Valdivianischer Regenwald, Huilo-Huilo, Chile © F. Oberwemmer, Zoo Leipzig

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Valdivianischer Regenwald, Huilo-Huilo, Chile © F. Oberwemmer, Zoo Leipzig

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Valdivianischer Regenwald im Puyehue-Nationalpark, Chile © Tae Sandoval Murgan. Übernommen aus Flickr unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic-Lizenz

Südlich der sommergrünen Südbuchenwälder und unterhalb der Araukarienwälder erstreckt sich bis zum 47.- 49 südlichen Breitengrad der Valdivianische immergrüne Regenwald. Dieser ist auf der Ostseite der Anden nur inselartig zu finden, so in einem Teil des Nationalparks Nahuel Huapi. Viele Pflanzenarten gehören Familien an, die auch in den Regenwäldern Neuseelands und Tasmaniens sowie in Südafrika zu finden sind und als Beleg für die Existenz des Südkontinents Gondwana genommen werden.

Vegetation und Charakterpflanzen

Der Wald wird dominiert von Vertretern der Lorbeergewächse (Laurales), wie Laureliopsis philippiana, Laurelia sempervirens, von Scheinulmen (Eucryphia cordifolia), Tique (Berberidopsidales: Aextoxicon punctatum) sowie von Caldcluvia paniculata und Weinmannia trichosperma, die zu den Sauerkleeartigen gehören. Der Wald hat einen dichten Unterwuchs bestehend aus Bambus (Chusquea spp.), Chilenischer Rhabarber (Gunnera tinctoria) und Farnen (Lophosoria quadripinnata, Blechnum chilense).

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Typische Zootiere

Puma; Südpudu

Weitere Tierarten

Kampfuchs, Andenfuchs, Anden-Skunk (Conepatus chinga), Kleingrison (Galictis cuja), Nachtkatze (Leopardus guigna), Huemul (Hippocamelus bisulcus); Smaragdsittich (Enicognathus ferrugineus); Nasenfrosch (Rhinoderma darwinii).

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Subantarktische Südbuchenwald

Südbuchenwald (Nothofagus) auf Feuerland
Südbuchenwald (Nothofagus) auf Feuerland © Thomas Kauffels, Opel-Zoo, Kronberg

 

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Südbuchenwald im Torres-del-Paine-Nationalpark © Carlos Texidor Cadenas. Übernommen aus Wikimedia Commons unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International-Lizenz

Vegetation und Charakterpflanzen

Südlich des 49. Breitengrads nimmt die Regenmenge ab (Jahresniederschlag im Nationalpark Tierra del Fuego 700 mm), und es folgt auf den valdivianischen der Subantarktische Südbuchenwald oder Magellanwald, in dem im Osten sommergüne Nothofagus-Arten (N. antarctica, N. pumilio) dominieren, aber auch immergrüne Arten, wie Magellan-Südbuche (N. betuloides), Coihue-Südbuche (N. dombeyi) und Buchsblättrige Berberitze (Berberis microphylla) vorkommen bzw. im Westen vorherschen. Oberhalb der Baumgrenze, auf Feuerland bei etwa 600 m.ü.M., wächst hochandine Vegetation.

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Koniferenwälder

Chilenische Araukarien (Araucaria araucana) im Conguillío-Nationalpark, Chile
Chilenische Araukarien (Araucaria araucana) im Conguillío-Nationalpark. Foto:Tigre rayadi via Wikimedia Commons

 

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Araukarien (Araucaria araucana) im Parque Nacional Conguillio, Chile © lautaroj. Übernommen aus Flickr unter der Creative Commons Attribution 2.0 Generic-Lizenz

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Patagonische Zypressen (Fitzroya cupressoides) im Parque Nacional Alerce Costero, Chile © Sietecolores. Übernommen aus Wikimedia Commons unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported-Lizenz

Vegetation und Charakterpflanzen

In Höhenlagen von 600-1'700 m und bei einem Jahresniederschlag zwischen 1'000 und 4'500 mm wächst in den Südanden Chiles und Argentiniens ein Araukarienwald (Araucaria araucana), der zur Gewinnung von Zellulose, hauptsächlich für den japanischen Markt, rücksichtslos eingeschlagen wurde. Die Chilenische Araukarie gilt mittlerweile als gefährdet und ist in CITES-Anhang I aufgeführt. Die Samen der Chilenischen Araukarie sind ein wichtiger Nahrungsbestandteil für die Smaragdsittiche.

Die Chilezeder (Austrocedrus chilensis) gedeiht in Höhenlagen von 900 bis 1800 m und dringt weiter nach Norden vor als die Araukarie.

Nur inselartig, etwa auf Chiloe oder im argentinischen Nationalpark Los Alerces, kommt bis auf etwa 1'500 m Höhe in der Region die nach CITES Anhang I geschützte Patagonische Zypresse (Fitzroya cupressoides) vor, ein mächtiger, immergrüner Baum, der eine Höhe bis zu 50 Metern sowie Stammdurchmesser von 3-5 Metern erreichen kann. Die Art ist auf der Roten Liste als stark gefährdet klassiert, da vom ursprünglichen Verbreitungsgebiet nur noch etwa 15 % (ca. 200 km²) übrig geblieben sind.

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Typische Zootiere

PumaGuanakoSüdpuduSchopfkarakara

Weitere Tierarten

Andenfuchs, Kampfuchs, Südandenhirsch (Hippocamelus bisulcus), Magellan-Zwergreisratte (Oligoryzomys magellanicus), Patagonische Chinchillamäuse (Euneomys spp.), Anden-Feldmäuse (Abrothrix spp.), Kaninchenratte (Reithrodon auritus); Smaragdsittich (Enicognathus ferrugineus); Nasenfrosch (Rhinoderma darwinii)

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

Bernardo O'Higgins-Nationalpark

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Südandenhirsche (Hippocamelus bisulcus) im Bernardo O'Higgins-Nationalpark © Hernán Amado, Proyecto Huemul

Chile, Regionen XI und XII (Aysén, Magallanes und Antártica)

Fläche 35'259 km², Höhe 0-3'607 m.ü.M.

Vegetation: Gletscher, Grasland, Valdivianischer und subpolarer Wald, letzterer mit Nothofagus betuloides, Nothofagus pumilio, Nothofagus antarctica und Drimys winteri.

Tierwelt: Eines der letzten Rückzugsgebiete des Südandenhirschs oder Huemuls (Hippocamelus bisulcus), Meerotter (Lontra felina), Kondor.

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Einige weitere Nationalparks und Schutzgebiete

Chile

  • Alerce-Andino-Nationalpark. Los-Lagos-Region. Seit 1982.393 km²
  • Alerce-Costero-Nationalpark. Los-Ríos-Region. 1987 Nationalmonument, seit 2012 Nationalpark. 139 km²
  • Corcovado-Nationalpark. Los-Lagos-Region. Seit 2005. 2'096 km².
  • Hornopirén-Nationalpark. Los Lagos-Region. Seit 1988. 482 km²
  • Nahuelbuta-Nationalpark. La-Araucanía-Region. Seit 1939. 68 km2
  • Puyehue-Nationalpark. Los Lagos Region. Seit 1941. 1'068 km2
  • Queulat-Nationalpark. Aysén-Region. Seit 1983. 1'541 km²
  • Torres-del-Paine-Nationalpark. Magallanes- und Antártica Chilena-Region: Seit 1959. 2'420 km²
  • Vicente-Pérez-Rosales-Nationalpark. Los-Lagos-Region. Seit 1926. 2'536 km²
  • Villarrica-Nationalpark. Araucanía- und Los-Ríos-Region. Seit 1940. 630 km²

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Literatur und Internetquellen

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Donnerstag, 14 Juni 2018 17:15

Patagonisches Grasland

Allgemeines

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Patagonisches Grasland bei der Estancia Cerro Guido, Torres de Paine, Chile © Gonzalo Baeza. Übernommen aus Wikimedia Commons unter der Creative Commons Attribution 3.0 Unported.Lizenz.

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Landschaft im Nationalapark Lihué-Calel, Provinz La Pampa, Argentinien. Bild: Claudio Elias, Gemeinfrei

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Ein Rudel Guanakos (Lama guanicoe) im Nationalpark Monte León, Provinz Santa Cruz, Argentinien © Killy Ridols. Übernommen aus Wikimedia Commons unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic-Lizenz.

Patagonien ist durch weite Ebenen und Tafelberge ("Mesetas") charakterisiert. Die mittlere Jahrestemperatur beträgt im Norden, 13, im Süden 6°C. Der Jahresniederschlag ist gering, je nach Gegend zwischen 120 und 500 mm. Das Patagonische Grasland setzt sich aus vier verschiedenen Vegetationstypen zusammen: Im subandinen Bereich dominieren Federgräser (Stipa spp.). Der zentrale Bereich, der bei der Halbinsel Valdés bis zum Atlantik reicht, ist sehr niederschlagsarm. Auch hier dominieren Stipa-Arten, die Bodenbedeckung liegt aber nur bei 30-40 %, d.h. es handelt sich um eine Halbwüste, und in abflusslosen Senken bilden sich Salzebenen mit Halophyten. Um den Golf von San Jorge, im Bereich der Provinzen Chubut und Santa Cruz, gedeihen vorab Schwingel (Festuca spp.) und Rispengräser (Poa spp.). Im Süden des Festlandes und auf Feuerland ist die Niederschlagsmenge mit bis zu 500 mm am höchsten. Hier wachsen neben Gräsern auch Zwergsträucher.

Patagonien ist sehr dünn besiedelt, aber es werden dort etwa 8 Millionen Schafe gehalten, die eine Konkurrenz für Guanakos und Darwin-Nandus darstellen. Die Bedeutung der Pelzjagd, die früher namentlich dem Graufuchs ) und der Kleinfleckkatze zusetzte, hat in den letzten Jahren abgenommen.

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Typische Zootiere

Kleinfleckkatze, Puma, Guanako, Grosse Mara, Braunborsten-Gürteltier.
Nandu, Darwin-Nandu, Schopfkarakara, Falkland-Karakara, Kanincheneule, Felsensittich.

Weitere Tierarten

Zwerggürteltier (Zaedyus pichiy), Andenfuchs, Kampfuchs, Anden-Skunk (Conepatus chinga), Patagonischer Skunk (C. humboldti), Kleingrison (Galictis cuja), Zwerggrison (Lyncodon patagonicus), Pampaskatze, Magellan-Zwergreisratte (Oligoryzomys magellanicus), Patagonische Chinchillamäuse (Euneomys spp.), Anden-Feldmäuse (Abrothrix spp.), Kaninchenratte (Reithrodon auritus), Zwergmeerschweinchen (Microcavia australis), Bergviscacha, Kammratten (Ctenomys spp.).

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

Halbinsel Valdés

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Guanako in der patagonischen Buschsteppe, Valdés-Halbinsel, Foto Eberhardt Travel

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Kolonie von Magellan-Pinguinen, Valdés-Halbinsel, Foto Claudio Elias

Naturschutzgebiete, Weltnaturerbe seit 1999
Fläche: 3'625 km²; Höhe: -35 - ca.  m. ü. M.
Jahresniederschlag:  1005 mm
Temperatur : im Winter unter 5°C (mittlere Mindesttemperatur im Juli 3.7°C), im Sommer bis zu 45 °C (mittlere Höchsttemperatur im Januar 23.3°C)

Vegetation: Karge Gras- und Buschsteppen, unterbrochen durch Salzseen.

Tierwelt: Die im restlichen Patagonien vielfach seltener werdenenden Kampfüchse, Guanakos, Große Maras und Darwin-Nandus sind häufig. Paarungs- und Wurfplätze von Mähnenrobbe und Südlichem Seeelefant. Saisonal viele Magellanpinguine (DRESSEN, 2011).

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Einige weitere Nationalparks und Schutzgebiete

Argentinien

  • Feuerland-Nationalpark (Tierra del Fuego PN). Provinz Tierra del Fuego. Seit 1960. 689 km²
  • Los-Glaciares-Nationalpark. Provinz Santa Cruz. Seit 1937. 7'269 km²
  • Monte-Leób-Nationalpark. Provinz Santa Cruz. Seit 2004. 240 km²

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Literatur und Internetquellen

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© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx