Donnerstag, 14 Juni 2018 13:38

ISRAEL, S. & SINCLAIR, T. (eds. 1987)

Indian Wildlife.

Insight Guides - The Great Adventure Series.

363 Seiten, zahlreiche Fotos und 20 Landkarten.
1st edition. APA Productions (HK), Ltd.; ISBN 10: 0134679296; ISBN 13: 9780134679297.

Inhalt:

Das Buch schließt Nepal und Sri Lanka ein. Im ersten Teil wird auf die unterschiedlichen Lebensräume, Tiergruppen, ihre kulturelle Bedeutung  sowie ihr Vorkommen in bestimmten Gebieten eingegangen. Im zweiten Teil werden 20 Nationalparks eingehend vorgestellt. Im 3. Teil finden sich nebst Reise-Informationen und Gesundheits-Tips Listen der Nationalparks und sonstigen Schutzgebiete Indiens, Sri Lankas und Nepals jeweils mit Kurzinformationen zu jeder Einrichtung.

Freigegeben in I
Donnerstag, 14 Juni 2018 23:44

Renosterveld

(10.3) Allgemeines

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Southern africa renoster
Karte der Gebiete, die mit Textbeiträgen oder Fotos vorgestellt werden: (1) Buntbock-NP, (a) Tinie-Versveld-Wildblumenreservat, (b) Ensamhet-Schildkröten-Reservat

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SAF-10-2-02 Renosterbos Abu Shawka
Renosterbos, Nashornbusch (Elytropappus rhinocerotis). Foto Abu Shakwa, Kapstadt

 

SAF-10-2-03 tinie versveld1
Prächtiges Bärenohr (Arctotis fastuosa), Tinie Versveld-Wildblumen-Reservat, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-10-2-04 tinie versveld2
Blühende Geophyten im Tinie Versveld-Wildblumen-Reservat bei Darling, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-10-2-05 Lebensraum renosterveld rhebok2
Rehantilopen (Pelea capreolus) im natürlichen Lebensraum, Buntbock-Nationalpark, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-10-2-06 Lebensraum renosterveld bontebok
Buntböcke (Damaliscus p. pygargus) im natürlichen Lebensraum, Buntbock-Nationalpark, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-10-2-09 psammobates geo
Geometrische Landschildkröte (Psammobates geometricus), Nähe Paarl Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 10 2 09 homopus areolatus
Areolen-Flachschildkröte (Homopus areolatus) , Nähe Paarl, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 10 2 09A eensamhet
Lebensraum der Geometrische Landschildkröte und der Areolen-Flachschildkröte, Farm Ensamhet bei Paarl, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 10 2 08A rhebok bontebokNP
Weibliche Rehantilope (Pelea capreolus) mit Kitz im von Kulturland umgebenen Buntbock-Nationalpark, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 10 2 08 bredasdorp
Paradieskraniche (Anthropoides paradisea) auf Kulturland, ehemaligem Renosterveld bei Bredasdorp, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Allgemeines

Wo der Jahresniederschlag zwischen 250 und 600 mm liegt und entsprechende Böden vorhanden sind, entwickelt sich das Renosterveld, in dem etwa 1’000 Pflanzenarten gedeihen. Sind die Niederschläge höher, waschen die Böden aus und es entwickelt sich Fynbos. Sind sie tiefer, entsteht sukkulente Karoo.

Typischerweise steht das Renosterveld auf feinkörnigen Ton- oder Siltböden. Da diese sehr fruchtbar sind, wurden sie größtenteils kultiviert. Das Renosterveld, früher der Verbreitungsschwerpunkt der großen Säugetiere in der Region ("Renoster" = Nashorn), ist daher heute weitgehend Agrarland. Die Säugetierarten wurden ausgerottet oder auf kleine Schutzgebiete eingegrenzt, wo in jüngerer Zeit auch ehemals vorkommende Arten wieder angesiedelt wurden.

Vegetation und Charakterpflanzen

Die namengebende Pflanzenart des Renostervelds ist der Nashornbusch, auf Afrikaans Renosterbos (Elytropappus rhinocerotis), ein Korbblütler, dessen graugrüne Zweige mit ihren feinen, schuppenartigen Blättern nach Regenfällen ihre Farbe ins Schwarzgrüne wechseln, was auch zur Bezeichnung „Swartland“ für das nördlich von Kapstadt liegende Gebiet führte. Es ist ein maximal 2 m hoher, meist aber kleiner bleibender Strauch mit unscheinbaren Blüten. In der traditionellen Medizin wurden Alkoholauszüge von jungen Zweigen zur Behandlung von Indigestionen eingesetzt.

Auch sonst dominieren Korbblütler (Asteraceae), insbesondere die Gattungen Eriocephalus, Felicia, Helichrysum, Pteronia, Relhania. Ferner sind Schmetterlingsblütler (Fabaceae) verbreitet, etwa mit den Rotbüschen (Roojbos) der Gattung Aspalathus und es gibt aus den Familien der Gardenien (Rubiaceae), Malven- (Malvaceae) und Thymiangewächse (Thymelaeaceae) zahlreiche kleine Büsche mit kleinen grauen Blätter, deren heutige Dominanz wohl das Ergebnis Jahrhunderte langer Überweidung durch Haustiere sein dürfte.

Ursprünglich gab es sehr viel mehr Gräser (Ehrharta, Eragrostis, Merxmuellera, Pentaschistis, Tribolium und Themeda), welche die hauptsächliche Nahrungsgrundlage der wilden Huftiere bildeten. Ansonsten ist das Renosterveld reich an Geophyten, Zwiebel-, Knollen- oder Rhizompflanzen, namentlich Irisgewächsen (Iridaceae), darunter "Bobbejaanties", Arten der Gattung Babiana, deren Knollen gerne von Pavianen gefressen werden, Hypoxidaceae, wie die Kap-Sterne ("Sterretjes", Spiloxene), und Liliengewächsen (Liliaceae) sowie Orchideen. Die für den Fynbos typischen Proteen, Heiden und Kapriedgräser fehlen weitgehend.

Tierwelt

Bis ins 18. Jahrhundert kamen Kap-Bergzebra, Quagga, Kaffernbüffel, Blaubock (Hippotragus leucophaeus), Elenantilope, Kuhantilope, Buntbock und Elefant in großen Herden vor und Spitzmaulnashorn, Kaplöwe, Leopard, Gepard, Wildhund und Tüpfelhyäne waren häufig. Landwirtschaftliche Nutzung und nicht nachhaltige Bejagung führten dazu, dass das Großwild aus dem Renosterveld verschwand. Quagga, Blaubock und Kaplöwe wurden im 19. Jahrhundert ganz ausgerottet, das Spitzmaulnashorn verschwand um 1853 aus der Kap-Provinz, vom Buntbock überlebten einige wenige Tiere, die übrigen Arten zogen sich ins Innere Afrikas zurück.

Heute leben in der Kapregion wieder 1'500 Buntböcke und weitere 2'000 außerhalb. Überlebt haben nebst dem Buntbock mittelgroße Arten, wie Rehantilope, Steinböckchen, Kap-Greisbock, Grauducker, Karakal, Kapmanguste, Erdwolf, Löffelhund, Kapfuchs, Honigdachs, Zorilla, Stachelschwein, und natürlich Kleinsäuger, wie Striemengrasmaus (Rhabdomys pumilio), Gold- (Amblysomus corriae) und Kap-Blessmull (Georychus capensis). 

Das heute überwiegen für den Ackerbau genutzte Renosterveld von Caledon bis Riversdale ist unter der Bezeichnung "Overberg Wheatbelt" ein ornithologisch wertvolles Gebiet (IBA ZA094). Typische Vögel sind Gackel- (Eupodotis afra) und Stanleytrappe (Neotis denhami), Sekretär, Paradieskranich und die gefährdete Mohrenweihe (Circus maurus); ferner Knysnaspecht (Campethera notata), Kap-Langschnabellerche (Certhilauda curvirostris), Kap-Bülbül (Pycnonotus capensis), Veldschmätzer (Cercomela sinuata), Goldbrust-Nektarvogel (Nectarinia = Anthobaphes violacea), Kaphonigfresser (Promerops cafer) und Hottentottengirlitz (Serinus tottus).

Mehrere Schildkrötenarten kommen im Biom, vor, so Panther-, Schnabelbrust-, Flach- (Homopus areolatus) und Geometrische Landschildkröte (Psammobates geometricus).

Zu den spektakulären Amphibienarten gehören der Calla-Riedfrosch (Hyperolius horstockii)und der Gespenstfrosch (Heleophryne purcelli).

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

Buntbock-Nationalpark (Bontebok National Park)

SAF-10-2-10 buntbock BontebokNP
Buntbock (Damaliscus p. pygargus) im Bontebok-Nationalpark, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

SAF-10-2-11 rhebok BontebokNP
Rehantilope (Pelea capreolus) im Buntbock-Nationalpark, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

SAF-10-2-12 roojHartebees BontebokNP
Südafrikanische Kuhantilope (Alcelaphus buselaphus) im Buntbock-Nationalpark, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

SAF-10-2-07 Kapfrankolin Bontebok
Kapfrankolin (Francolinus capensis), Buntbock-Nationalpark, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Am heutigen Standort seit 1961
Fläche: 2'786 ha; Höhe: ca. 120 - 150 m. ü. M.
Jahresniederschlag: 500 mm, 69 Regentage
Temperatur (Swellendam): min. Monatsmittel 7°C, max. Monatsmittel 26°C

Die ersten Bestrebungen zum Schutz des Buntbocks gehen auf das Jahr 1837 zurück, als die Familie van der BYL einen Teil ihrer Farm bei Bredasdorp als Reservat für eine Herde von 27 Tieren zur Verfügung stellte. Benachbarte Farmer folgten ihrem Beispiel, trotzdem sank die Gesamtzahl der Buntböcke bis 1927 auf 121 Tiere. Dies rief die Regierung auf den Plan: 1931 wurde der erste Buntbock-Nationalpark bei Bredasdorp eröffnet. Da das Areal zu feucht und die Äsung mangelhaft war, wurde 1960 der ganze Bestand von 84 Tieren nach Swellendam umgesiedelt, wo 1961 der neue Buntbock-Nationalpark eröffnet wurde. Heute liegt der Bestand bei etwa 200 Tiere, mehr haben im Park nicht Platz. Neben Buntböcken gibt es autochthone Populationen von Kronenducker, Rehantilope (Pelea capreolus), Steinböckchen und Kap-Greisbock sowie einige wiederangesiedelte Bergzebras und Südafrikanische Kuhantilopen.  Der Park ist Bestandteil des ornithologisch wertvollen Gebiets "Overberg Wheatbelt" (IBA ZA094). Auf der Artenliste des Parks sind 213 Vogelarten aufgeführt.

Weitere Schutzgebiete

A.S. Le Roux NR, Bartholomeus Klip Renosterveld Reserve, Darling Renosterveld Reserve / Tienie Versfeld Wildflower Reserve, Dassieshoek NR, Elandsberg NR, Nieuwoudtville Wild Flower Reserve, Tafelberg-Nationalpark (Table Mountain), Tygerberg Nature Reserve, Vaalkloof Nature Reserve

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Literatur und Internetquellen

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Freigegeben in Kapregion
Donnerstag, 14 Juni 2018 23:26

Fynbos

(10.1) Allgemeines
(10.1.1) Berg-Fynbos

(10.1.2) Küsten-Fynbos 
(10.1.2.1) Westküsten-Strandveld 

(10.1.2.2) Südküsten-Fynbos

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Southern africa fynbos
Karte der Gebiete, die mit Textbeiträgen oder Fotos vorgestellt werden: (1) Westküsten-NP, (2) Tafelberg-NP (3) De Hoop-NR. (a) Rocher-Pan-NR, (b) Fernkloof-NR, (c) Kleinmond-NR; (d) HSalmons-Dam-NR, (e) Kap-Agulhas-NP

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Allgemeines

SAF-10-1-20 fernkloof
Heidekraut (Erica sp.) im Südküsten-Fynbos, Fernkloof-Naturschutzgebiet, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-10-1-02B silvermine
Silberbaum (Leucadendron argenteum), Silvermine-Naturschutzgebiet, heute Teil des Tafelberg-Nationalparks Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-10-1-02A protea cyna kirsten
Königsprotee (Protea cynaroides), Kirstenbosch, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Flächenmässig und mit über 7’000 Pflanzenarten auch hinsichtlich Biodiversität ist die Kapheide, der Fynbos, das wichtigste Biom der Kapregion. Voraussetzungen sind Jahresniederschläge von 200-800 mm (stellenweise mehr), hauptsächlich im Winter, wasserdurchlässige, nährstoffarme Böden und das regelmäßige Auftreten von Buschfeuern. Großwild ist hier selten, aber die meisten endemischen Vogel-, Reptilien- und Amphibienarten leben im Fynbos.

Die wichtigsten Florenelemente des Fynbos sind Kap-Riedgräser (Restionaceae), Heidekrautgewächse (Ericaceae) und die zweihäusig getrenntgeschlechtigen Silberbaumgewächse (Proteaceae). Sehr häufig sind Korb-(Asteraceae) und Schmetterlingsblütler (Fabaceae) sowie verschiedene Zwiebelpflanzen (Amaryllidaceae, Colchidaceae, Hyacinthaceae, Iridaceae) und Orchideen (Orchidaceae). Ferner sind Vertreter von sieben endemischen oder beinahe endemischen Pflanzenfamilien charakteristisch (Bruniaceae, Geissolomaceae, Grubbiaceae, Penaeaceae, Retziaceae, Roridulaceae und Stilbaceae).

Darüber, wie der Fynbos weiter in verschiedene Vegetationstypen zu unterteilen sei, scheiden sich die Geister. Entweder wird dies anhand der dominierenden Pflanzenfamilien getan, oder aber es wird primär zwischen Küsten- und Berg-Fynbos unterschieden und danach eine weitere Unterteilung vorgenommen.

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Berg-Fynbos

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Berg-Fynbos am Burgers Pass, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Berg-Fynbos auf dem Cedarberg, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-10-1-03 salmonsdam-2
Proteen, Salmonsdam Nature Reserve, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-10-1-04 salmonsdam
Nadelkissen (Leucospermum sp.), Salmonsdam Nature Reserve, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Aspalathus sp. (Fabaceae), Berg-Fynbos, Cedarberg, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-10-1-05 Manguste Kirstenbosch
Kapmanguste (Galerella pulverulenta) im Berg-Fynbos, Kirstenbosch, Kapstadt © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Puffotter (Bitis arietans), Cedarberg, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Dieser Vegetationstyp, der hauptsächlich auf Sandsteinböden, aber auch auf Granit oder Schiefer vorkommt und etwa von 300 m bis auf 2'200 m hinauf reicht, beginnt im Grenzgebiet von Nord- und Westkap bei Nieuwoudtville und Vanrhynsdorp, erstreckt sich südwärts über den Zederberg und die weiteren Gebirge bis zur Kap-Halbinsel und Hangklip und dann weiter Richtung Osten bis zu den Bergen in der Nähe von Grahamstown im Ostkap, die bereits außerhalb der botanischen Kapregion liegen. Es handelt sich um den am weitesten verbreiteten Fynbos-Typ, von dem auch ein relativ hoher Prozentsatz unter Schutz steht.

Vegetation und Charakterpflanzen

Bäume sind selten. Im Zederberg kommt neben der weit verbreiteten Bergzypresse (Widdringtonia nodiflora) die stark gefährdete Clanwilliams-Zeder (Widdringtonia cedarbergensis) vor, bei Stellenbosch und auf der Kaphalbinsel der ebenfalls stark gefährdete Silberbaum (Leucadendron argenteum). Ferner gibt es Wilde Oliven (Olea europaea subsp. africana) und Aloe-Arten. Entlang von Flüssen stehen Gruppen von Breede-River-Gelbholz (Podocarpus elongatus), Kapweiden (Salix mucronata), Bittermandeln (Brabejum stellatifolium) und weiteren Baum- und Straucharten.
        
Von den über 100 Zuckerbusch-Arten, den Proteen, kommen zahlreiche im Gebirge vor, so die weit verbreitete Königsprotee (Protea cynaroides) oder die auf die höchsten Gipfeln des Zederbergs begrenzte Schneeprotee (Protea cryophila). Andere Proteaceen sind die "Nadelkissen" (Pincushion, Leucospermum spp.). In höheren Lagen dominieren oft Kap-Riedgraswiesen, in denen Orchideen-Arten (z.B. Disa uniflora) massenhaft gedeihen. In tieferen Lagen, namentlich des Zederbergs, findet man den Rooibos (A. linearis) und andere Aspalathus-Arten.

Tierwelt

Obwohl das Westkap relativ dicht besiedelt ist, hat im Berg-Fynbos der Leopard überlebt. Wegen der pro Flächeneinheit geringen Biomasse benötigt er große Streifgebiete: 250 km² reichen gerade für einen Kater und 2-3 Katzen. Beutetiere sind namentlich Bärenpavian, Klippschliefer, Klippspringer, Kap-Greisbock, Rehantilope (Pelea capreolus) und Kronenucker. Weitere Beutegreifer sind Falbkatze, Karakal, Honigdachs, Kap-Fingerotter, Kapfuchs, Kapmanguste und Erdwolf. Ferner kommen Südafrikanisches Stachelschwein und Erdferkel vor. Am Tafelberg wurden Himalaya-Tahre ausgesetzt, deren Eliminierung durch die Nationalparkverwaltung auf Widerstand aus der Bevölkerung stieß.
        
Zu den augenfälligsten Vögeln der Kapberge zählen Kaffernadler (Aquila verreauxii), Schakalbussard (Buteo rufofuscus), Rötelfalke (Falco naumanni), Guineataube und Rotschwingenstar (Onychognathus morio). Puffotter, Bergpuffotter (Bitis atropos), Speikobra (Naja nigricollis), ein gutes Dutzend weitere Schlangenarten und zahlreiche Echsen können angetroffen werden, darunter die endemischen Süd-Felseidechse (Australolacerta australis) und Süd-Gebirgseidechse (Tropidosaura gularis). Bemerkenswerte Amphibien sind der weit verbreitete Gespenstfrosch (Heleophryne purcelli) und der Kap-Gespenstfrosch (H. rosei) vom Westhang des Tafelbergs.

 

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

Tafelberg-Nationalpark

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Tafelberg vom Lion's Head aus, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Kap-Riedgras-Wiese (Restionaceae) auf dem Tafelberg (ca. 1000 m. ü. M. Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-10-1-07A silvermine
Berg-Fynbos im Silvermine-Naturschutzgebiet, heute Teil des Tafelberg-Nationalparks Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-10-1-08 nektarvogel tafelberg
Orangebrust-Nektarvogel (Nectarinia violacea) in Erika-Gebüsch, Kirstenbosch, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-10-1-08B dassie Tafelbg
Klippschliefer (Hyrax capensis) auf dem Tafelberg, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 10 1 08C agama Tafelbg
Südliche Steinagame (Agama atra) im Tafelberg-Nationalparks Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Proklamiert 1998. Zuvor bestanden mehrere von der Naturschutzverwaltung des Westkaps kontrollierte Naturschutzgebiete: Tafelberg, Lion's Head, Signal Hill, Silvermine, Boulders-Pinguinkolonie und Kap der Guten Hoffnung.
Fläche: 22'100 ha
Höhe: 0 - 1085 m.ü.M.
Jahresniederschlag (Kapstadt): 515 mm, 104 Regentage
Temperatur (Kapstadt): min. Monatsmittel 6°C, max. Monatsmittel 27°C

Vegetation: Auf den armen, sauren Sandsteinböden des Tafelbergs und anderer höherer Lagen von Lion's Head bis Cape Point kommt der "Peninsula Sandstone Fynbos" vor. Dies ist der flächenmäßig bedeutendste Vegetationstyp des Parks, der unglaublich artenreich ist. So kommen hier nebst zahlreichen Proteenarten und Restios-Gräsern nicht weniger als 33 Erica-Arten vor, ferner eine endemische Aloe-Art (Aloe commixta).

Tierwelt: Löwen  gibt es seit 1802 auf dem Tafelberg keine mehr, und auch der Leopard und die Braune Hyäne sind seit längerer Zeit verschwunden. Bis vor wenigen Jahren lebten auf dem Gelände des Parks eingeführte Bestände von Himalaya-Tahr, Damhirsch und Sambar. Diese wurden weitgehend oder ganz eliminiert. Es gibt autochthone Populationen von  Kap-Greisbock, Steinböckchen, Kronenducker und Rehantilope. Auf dem Tafelberg wurden Klippspringer, am Kap der Guten Hoffnung Bergzebra, Elenantilope, Kuhantilope und Buntbock wieder eingeführt. Häufig sind Begegnungen mit Klippschliefern und (bisweilen weniger angenehme) mit Bärenpavianen. Ebenfalls sehr häufig zu beibachten sind die Südliche Felsagame (Agama atra), der Schwarze Gürtelschweif (Cordylus niger) und der Kapskink (Trachylepis capensis). Gelegentlich triftt man auch auf eine Puffotter, was harmlos ist, sofern maniicht gleich drauftritt. Zum Nationalpark gehört auch Boulder's Beach bei Simontown, wo sich eine größere Kolonie von Brillenpinguinen befindet.

Weitere Schutzgebiete:

A.S. Le Roux NR, Anysberg NR, Assegaaibosch NR, Biedouw Valley (Zederberg), Boosmansbos Wilderness, Bredasdorp Mountain Reserve, Cederberg Wilderness Area, Ceres Mountain NR, Dassieshoek NR, De Hoop NR, Diepwalle State Forest, Durbanville NR, Fernkloof NR, Garcia State Forest, Gamkaberg NR, Gamkapoort NR, Greyton NR, Groendal Wilderness, Groot Winterhoek Wilderness, Harold Porter National Botanic Gardens, Helderberg NR, Hottentots Holland NR, Jonkershoek NR, Kagga Kamma Private Game Reserve, Kleinmond Coastal and Mountain NR, Kogelberg NR, Limietberg NR, Maanschynkop Provincial NR, Marloth NR, Mont Rochelle NR, Montagu Mountain NR, Oorlogskloof NR, Outeniqua NR, Paardenberg NR, Pat Busch Private NR, Ramskop NR, Roojberg NR, Salmonsdam NR, Swartberg NR, Tafelberg-Nationalpark (), Towerkop NR, Villiersdorp NR, Vogelgat Private NR, Vrolijkheid NR, Ysternek NR

 

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Küsten-Fynbos

SAF-10-1-09 capeofgoodhope aster
Asteraceen (Vermutlich Arctotis sp.) im Küsten-Fynbos, Kap der Guten Hoffnung, heute Teil des Tafelberg-Nationalparks © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Der Küsten-Fynbos erstreckt sich entlang der westlichen und südlichen Küste des Westkaps und mit Unterbrüchen weiter in die Ostkap-Provinz bis Port Elizabeth. Es werden zwei Typen unterschieden: das Westküsten-Strandveld (Sandveld) hauptsächlich auf Sandböden zwischen Redelinghuys im Norden und den Cape Flats südlich von Kapstadt, und der Südküsten-Fynbos auf Kalkfels oder Sand.

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Westküsten-Strandveld

SAF 10 1 11A strandveld rocherPan
Kap-Strandveld im Rocher Pan-Naturschutzgebiet bei Velddrif, Westkap © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-10-1-10 westcoast
Purpur-Greiskraut (Senecio elegans), Westküsten-Nationalpark, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 10 1 11 strandveld strandfontein
Kapstrandveld, Strandfontein, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-10-1-14 strandveld strandfontein kiebitz
Waffenkiebitz (Vanellus armatus), Kapstrandveld, Strandfontein, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-10-1-13 Lebensraum western strandveld spring
Springbock (Antidorcas marsupialis) im natürlichen Lebensraum, Westküsten-Nationalpark, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-10-1-14A chersina Kap
Schnabelbrustschildkröte (Chersina angulata), Cape of Good Hope NR, heute Tafelberg-Nationalpark, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Das Westküsten-Strandveld bildet eine Übergangszone zwischen dem Südküsten-Fynbos und der Karoo. Die Unterlage bilden überwiegend Böden aus Granit- oder Kalkgestein, deren Oberfläche vielfach mit einer tiefen Schicht von spättertiärem oder rezentem Sand bedeckt ist. Dieses "Sandveld" ist nährstoffärmer als das Strandveld auf Granitböden. Der Jahresniederschlag ist gering (50-300 mm). Das Westküsten-Strandveld ist vielfach durch zu häufiges Abbrennen, Überweidung, Expansion des städtischen Großraums von Kapstadt und touristische Entwicklung gefährdet.

Vegetation und Charakterpflanzen

Auf Kapgranit gedeiht eine offene Buschvegetation mit Margeriten- (Chrysanthemoides monilifera), Eisen- (Olea capensis), Dünen-Guarrie- (Euclea racemosa) und Johannisbeerbäumen (Rhus tomentosa), die oft als Unterlage für Schlingpflanzen, wie Cynanchum oder Dipogon dienen. Viele Büsche produzieren fleischige Früchte. Diese werden gerne von Vögeln gefressen, die so für die Verbreitung der Samen sorgen. Generell enthält dieser Vegetationstyp wenig Endemiten und kaum Arten, die gefährdet sind.
        
Im Sandveld dominieren Kap-Riedgräser (Willdenowia, Chondropetalum, Thamnochortus). Kleinwüchsige Sträucher, wie Metalasia, Myrica, Phylica, Staavia, Stoebe, können häufig sein. Aus dem Wachsbeerenstrauch (Myrica cordifolia) wurde früher Wachs für Kerzen, Seifen oder Salben gewonnen. Es kommen deutlich mehr einjährige Blütenpflanzen vor als im Südküsten- oder Berg-Fynbos, daunter viele Korb- (Asteraceae) und Rachenblütler (Scrophulariaceae). Zusammen mit Mittagsblumen (Aizoaceae) und Geophyten (Iridaceae etc.) bilden sie im südafrikanischern Frühling (ab September) eine Attraktion, die viele Touristen anlockt.

Tierwelt

Allgemein, auch in den kleinen Schutzgebieten rund um Kapstadt haben z.B. Karakal, Löffelhund, Kapfuchs, Kapmanguste, Fuchsmanguste, Honigdachs, Stachelschwein, Klippschliefer, Kap-Greisbock, Steinböckchen, Kronenducker und zum Teil Rehantilope überlebt. Im Rondevlei wurden Flusspferde wieder angesiedelt. 

Kap- (Francolinus capensis) und Grauflügelfrankolin (F. africanus), Gackeltrappe (Eupodotis afra), Bokmakiri (Telophorus zeylonus), Kapammer (Emberiza capensis), Weißkehl- (Serinus albogularis) und Gelbbauchgirlitz (Serinus flaviventris) gehören zu den regelmäßig anzutreffenden Vogelarten. Häufige Reptilien sind  die Schnabelbrust-Schildkröte, der Zwerg-Gürtelschweif (Cordylus cordylus), Schwarze (Agama atra) und Stachelige Agame (A. hispida), Großschuppige Schlangengürtelechse (Chamaesaura macrolepis) Kap-Skink (Trachylepis capensis) und die Puffotter.

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

Westküsten-Nationalpark

SAF-10-1-12 Lebensraum western strandveld
Buntböcke (Damaliscus p. pygargus) im natürlichen Lebensraum, Westküsten-Nationalpark, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-10-1-13A WesternStrandveld WCNP
Westküsten-Strandveld mit Straußen und Buntböcken im Westküsten-Nationalpark, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-10-1-21 grauducker WCNP
Grauducker (Sylvicapra grimmia) im Westküsten-Nationalpark, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Gründung des Langebaan-Naturschutzgebiets 1973, Nationalparkstatus seit 1985, Ramsar-Schutzgebiet seit 1988.
Fläche: Erweiterung ab 1987, heute rund 40'000 ha. Höhe: 0-ca. 50 m.ü.M.
Jahresniederschlag 200-250 mm

Vegetation: Rund 24'000 ha sind West Coast Strandveld, im Landesinnern folgen rund 6'000 ha Hopefield Sand Plain Fynbos. Ferner am Rande der Lagune Salzmarschen.

Tierwelt: Nebst kleineren Tierarten, von denen es überlebende Bestände gab, beherbergt der Westküsten-Nationalpark heute angesiedelte oder wiederangesiedelte Populationen von Kap-Bergzebra, Buntbock, Kuhantilope, Springbock , Elenantilope, Grossem Kudu und Südafrikanischem Strauß. Der Park ist ein ornithologisch bedeutendes Gebiet (IBA ZA084) mit über 250 nachgewiesenenen Arten, darunter zahlreichen See- und Watvögeln.

Weitere Schutzgebiete:

Blaauwberg Conservation Area, Cape Columbine NR, Darling NR, Edith Stephens Wetland Park, Elandsfontein Private NR, Kenilworth Racecourse Conservation Area, Koeberg NR, Macassar Dunes Conservation Area, Milnerton Racecourse NR,Ramskop NR, Robben Island, Rocher Pan NR, Rondebosch Common, Rondevlei NR, Strandfontein Beach, Tafelberg-Nationalpark (Cape of Good Hope NR), Walker Bay NR, Westküsten-Nationalpark, Witzands Aquifer Conservation Area, Zandvlei Estuary NR, Wolfgat NR

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Südküsten-Fynbos

SAF-10-1-15 kleinmond
Südküsten-Fynbos, Kleinmond-Naturschutzgebiet, Westkap, Südafrika © Peter Dollingr, Zoo Office Bern

 

SAF 10 1 15A fernkloof
Südküsten-Fynbos im Fernkloof-Naturschutzgebiet, Westkap, Südafrika © Peter Dollingr, Zoo Office Bern

 

SAF-10-1-17 kap agulhas
Südküsten-Fynbos, Kap Agulhas, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-10-1-16 hermanus
Klippschliefer (Procavia capensis), Südküsten-Fynbos, Hermanus, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Der Jahresniederschlag im Bereich des Südküsten-Fynbos ist etwas höher als an der Westküste. Etwa 85% der Fynbos-Vegetation sind zerstört oder durch gebietsfremde, invasive Pflanzen beeinträchtigt. Große erhaltene Flächen gibt es noch im De Hoop-Naturschutzgebiet sowie im 1999 eingerichteten, mittlerweile 20'000 ha großen Agulhas-Nationalpark, wo es neben Kalkstein-Fynbos auch den seltenen Elim-Fynbos auf Lateritboden und Sandveld-Fynbos gibt.

Vegetation und Charakterpflanzen

Proteen sind dominant, Sie kommen in zahlreichen Arten vor, die je nach Bodenart unterschiedlich sein können. Der Bredasdorp-Zuckerbusch (Protea obtusifolia) ist sehr anpassungsfähig. Der Dünen-Silberbaum (Leucadendron coniferum) kommt auf losem Sand vor, Der Breitblatt-Federbusch (Aulax umbellata) auf Sandböden von Seehöhe bis 500 m, auf Kalkfels findet sich Leucadendron meridianum, im Elim-Fynbos Leucadendron elimense und L. laxum, auf sauren Böden Silberpagode (Mimetes saxatalis) etc..

Nebst zahlreichen Heidekrautgewächsen, Korbblütlern, kurzen Kap-Riedgräsern, Gladiolen, wie der Riversdale Bluebell (Gladiolus rogersii), Watsonien (Cape bugle-lily, W. borbonica) und anderen Geophyten, sind die Mittagsblumen auffällig. Unter den Bäumen sind das "White Milkwood" (Sideroxylon inerme) und der "Wag'n bietje" (Wart ein Weilchen)-baum (Ziziphus mucronata) erwähnenswert.

Tierwelt

Der Südküsten-Fynbos ist das Hauptverbreitungsgebiet des Blaupunkt-Gürtelschweifs (Cordylus = Ninurta coeruleopunctatus) und des Marmorierten Blattfingergeckos (Afrogecko porphyreus).

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

De Hoop-Naturschutzgebiet

SAF 10 1 17A de hoop
Buntböcke (Damaliscus pygargus pygargus) vor weißen Dünen im de Hoop-Naturschutzgebiet, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-10-1-19 de hoop elen
Elenantilopen (Taurotragus oryx) im de Hoop-Naturschutzgebiet, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-10-1-21 de hoop mittags
Mittagsblumen-Teppiche im de Hoop-Naturschutzgebiet, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-10-1-18 de hoop bontebok
Buntbockkalb (Damaliscus p. pygargus) im de Hoop-Naturschutzgebiet, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 10 1 18A de hoop oystercatcher
Schwarze Austernfischer (Haematopus moquini) im de Hoop-Naturschutzgebiet, Westkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Bestehend seit 1957.
Mit einer Landfläche von 340 km² ist das De Hoop-Naturschutzgebiet das bedeutendste Schutzgebiet im Südküsten-Fynbos. Höhe 0-611 m.ü.M.
Jahresniederschlag: ca. 390 mm.
Mittlere Jahrestemperatur 25ºC, mittleres Monatsminimum 3ºC im Juni / Juli, mittleres Monatsmaximum 28ºC im Januar / Februar.

Vegetation: Neben dem "Sand Plain Fynbos" gibt es auch Kalkstein-Fynbos und in einem begrenzten Gebiet, dem Potberg, einem Inselberg aus Sandstein, Berg-Fynbos. Mittagsblumen der Gattung Carpobrotus bilden auf den Sandebenen große Teppiche, andere Arten kommen auch im Bereich der Kalkhügel vor. Nebst Fynbos umfasst das Schutzgebiet auch den de Hoop Vlei, ein vom Meer abgschnittenes brackiges Gewässer mit einem schmalen Seggen- und Riedgürtel.

Tierwelt: Hier leben 89 Arten Landsäugetiere. Kap-Bergzebras wurden wiederangesiedelt und bilden nun einen Bestand von über 50 Tieren. Die Antilopen sind mit Elenantilope, Buntbock, Kronenducker, Rehantilope (Pelea capreolus), Steinböckchen, Kap-Greisbock und Klippspringer vertreten, unter den übrigen Arten befinden sich Falbkatze, Karakal, Leopard, Fuchsmanguste, Schabrackenschakal, Löffelhund, Kapfuchs, Bärenpavian (Papio ursinus), Grüne Meerkatze, Rotkaninchen (Pronolagus rupestris), Kap- (Lepus capensis) und Buschhase (L. saxatilis).

De Hoop ist auch ein ornithologisch wichtiges Gebiet (IBA ZA098) in dem, die Wasservögel am De Hoop Vlei nicht eingerechnet, über 160 Arten vorkommern, darunter Kap-Frankolin (Francolinus capensis), Kapgeier (Gyps coprotheres), Karoo-Trappe (Eupodotis vigorsii), Paradieskranich, Goldbrust-Nektarvogel (Anthobaphes violacea) und Kaphonigfresser (Promerops cafer).

Die Herpetofauna besteht aus 49 Reptilien- und 14 Amphibienarten, darunter Boomslang (Dispholidus t. typus), Südafrikanische Speikobra (Hemachatus haemachatus) und Kapkobra.
        
Weitere Schutzgebiete:

Agulhas National Park, Bontebok National Park, De Mond NR, Fairhill Private NR, Featherbed NR, Fernkloof NR, Geelkrans NR, Goukamma NR, Harold Porter National Botanic Gardens., Kleinmond Coastal and Mountain NR, Pauline Bohnen NR, Riverlands NR (Malmesbury), Settlers Park, Tigerberg NR, Garden Route Nationalpark (Tsitsikamma), van Stadens Wild Flower Reserve

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Literatur und Internet-Quellen:

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Donnerstag, 14 Juni 2018 15:58

Gewässer und Feuchtgebiete

 

Weil sich viele Schutz- und touristisch interessanten Gebiete des südlichen Afrikas an Flüssen oder Seen liegen, oder Stauseen, Salzpfannen oder Sümpfe umfassen sind die Informationen zu diesem Thema recht umfangreich ausgefallen und wurden daher auf zwei Datenblätter verteilt.

(11.1) Fließgewässer___________________

(11.2) Stehende Gewässer und Feuchtgebiete

SAF 11 00 00 00 hippo mankwe
Das Flusspferd (Hippopotamus amphibius) ist weder ein Pferd noch besiedelt es ausschließlich Flüsse, sondern ist, wie hir im Lake Mankwe des Pilanesberg-Nationalparks, auch in stehenden Gewässern aller Art anzutreffen © Peter Dollinger, Zoo Office Bern.

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Typische Zootiere

Flusspferd, Kaffernbüffel, Sitatunga (allerdings die westafrikanische Unterart), Tiefland-Nyala, Ellipsenwasserbock, Litschi-Wasserbock.

Zwergtaucher, Rosapelikan, Rötelpelikan, Kormoran, Graureiher, Goliathreiher, Silberreiher, Kuhreiher, Seidenreiher, Rallenreiher, Zwergdommel, Nachtreiher, Schuhschnabel, Hammerkopf, Weißstorch, Abdimstorch, Wollhalsstorch, Schwarzstorch, Nimmersatt, Sattelstorch, Afrikanischer Marabu, Brauner Sichler, Heiliger Ibis, Hagedasch, Afrikanischer Löffler, Zwergflamingo, Rosaflamingo, Gelbbrustpfeifgans, Witwenpfeifgans, Kapente, Rotschnabelente, Gelbschnabelente, Hottentottenente, Schwarzente, Sporengans, Höckerglanzgans, Afrikanische Zwergglanzgans, Nilgans, Graukopfkasarka, Schreiseeadler, Grauhals-Kronenkranich, Paradieskranich, Klunkerkranich, Teichhuhn, Blaustirn-Blatthühnchen, Stelzenläufer, Säbelschnäbler, Großer Brachvogel, Kampfläufer, Rotschenkel, Sandregenpfeifer, Waffenkiebitz, Langzehenkiebitz, Krokodilwächter, Europäischer Bienenfresser, Weißstirnspint, Scharlachspint, Napoleonweber, Oryxweber, Kapweber, Textorweber

Nilwaran, Nilkrokodil Afrikanischer Krallenfrosch, Afrikanischer Ochsenfrosch, Afrikanischer Lungenfisch, Malawisee-Buntbarsche.

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Donnerstag, 14 Juni 2018 15:56

Subtropische Feuchtwälder

--------------------------- southafrica feuchtwald map
Karte der Gebiete, die mit Textbeiträgen oder Fotos vorgestellt werden: (1) iSimangaliso-Wetland-Park - Cape Vidal, (2) iSimangaliso-Wetland-Park - Mfabeni, (3) iSimangaliso-Wetland-Park - Sodwana Bay, (4) iSimangaliso-Wetland-Park - Mkuze, (5) Ndumo-Wildschutzgebiet (a) Umlalazi-Naturschutzgebiet / Raffia-Palmenwald

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SAF-09-03 sodwana bay
Küstenwald im iSimangaliso Wetland Park (früher Sodwana Bay-Nationalpark), Kwazulu-Natal, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-09-07 mtunzini raffia palmen
Raffia-Palmenwald bei Mtunzini, Kwazulu-Natal, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-09-05 mkuze fig tree forest
Würgefeige im iSimangaliso Wetland Park (früher Mkuze Wildschutzgebiet), Kwazulu-Natal, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 09 06 mkuze cephalophus natalensis
Rotducker (Cephalophus natalensis) in seinem natürlichen Lebensraum im iSimangaliso Wetland Park (früher Mkuze Wildschutzgebiet), Kwazulu-Natal, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-09-06 umlalazi vervet
Grüne Meerkatze (Chlorocebus p. pygerthrus) im Umlalazi-Naturschutzgebiet, Kwazulu-Natal, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Allgemeines

Entlang der afrikanischen Ostküste, zwischen Cape St. Francis bei Port Elizabeth (Südafrika) und der Stadt Xai-Xai in Mosambik gedeihen feuchte, subtropische Küstenwälder und Dünenwälder, die ein Mosaik mit Savannen und Trockenwäldern bilden. Hier gibt es zahlreiche endemische Pflanzen- und etliche endemischen Tierarten. Etwa 9 % dieser Wälder liegen in Schutzgebieten.

Vegetation und Charakterpflanzen

Millettia grandis, ein Schmetterlingsblütler, und die „Rote Buche“ (Protorhus longifolia) sind Indikatorarten für diese Wälder. Weitere häufige Baumarten sind Weißes Eisenholz (Vepris undulata), Combretum kraussii, ein Flügelsamengewächs, und der Sumachbaum Rhus chirindensis. Häufige Büsche und Kletterpflanzen sind Uvaria caffra, Dalbergia obovata, und Tricalysia lanceolata.

Tierwelt

Zu den endemischen Säugetierarten gehören die gefährdete Dunkelfüßige Waldspitzmaus (Myosorex sclateri) ein ebenfalls gefährdeter Goldmull (Chlorotalpa duthieae) und der stark gefährdete Riesengoldmull (Chrysospalax trevelyani). Andere typische, im Wald vorkommende Säugetiere sind Grüne und Weißkehlmeerkatze (Cercopithecus albogularis), Riesengalago (Otolemur crassicaudatus), Schabrackenschakal, Leopard, Afrikanischer Elefant, Südlicher Baumschliefer (in Kwazulu-Natal nur in der Südhälfte der Provinz), Buschschwein (Potamochoerus larvatus), Tiefland-Nyala, Buschbock, Blauducker, Rot- oder Natalducker und Kronenducker. Häufigste Kleinnager in den Sanddünenwäldern sind die Natal-Vielzitzenmaus (Mastomys natalensis) und die Kurzschwanz-Hamsterratte (Saccostomus campestris).

Von den Vögeln seien Kronenadler (Stephanoaetus coronatus), Kräuselhauben-Perlhuhn, Zimttaube (Aplopelia larvata), Grüne Fruchttaube (Treron calva), Weißbrauen-Spornkuckuck (Centropus burchellii), Einsiedlerkuckuck (Cuculus solitarius), Langschopfturako (Tauraco livingstonii), Glanzhaubenturako (Tauraco porphyreolophus), Grauer Lärmvogel, Trompeter-Hornvogel, Knysnaspecht (Campethera notata), Narinatrogon (Apaloderma narina), Natalheckensänger (Cercotrichas signata) und Maskenpirol (Oriolus larvatus) als Beispiele erwähnt.

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

iSimangaliso-Wetland-Park, Kwazulu-Natal, Südafrika

SAF 09 03 mfabeni buschbock
Buschbock (Tragelaphus scriptus) bei Mfabeni im iSimangaliso Wetland Park, Kwazulu-Natal, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 09 03 cape vidal guttera
Kräuselhaubenperlhühner (Guttera pucherani edouardi) bei Cape Vidal im iSimangaliso Wetland Park, Kwazulu-Natal, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Der iSimangaliso-Wetland-Park ist ein Zusammenschluss von 13 Schutzgebieten der Kwazulu-Natal Parks, deren ältestes, das St. Lucia Game Reserve, bereits 1895 proklamiert worden war. 1999 wurde der Park, damals unter dem Namen Greater St. Lucia Wetland Park, UNESCO-Welt-Naturerbe. Heute umfasst er eine Fläche von 3’320 km², wozu Meeresgebiete, Küsten, Feuchtgebiete, Subtropische Feuchtwälder und ein Mosaik von Savannen und Trockenwäldern gehören.

Bei den einzelnen Sektionen handelt es sich um: Cape Vidal State Forest, Coastal Forest Reserve, Eastern Shores State Forest, False Bay Park, Lake Sibayi Freshwater Reserve, Maphelane Nature Reserve, Maputaland Marine Protected Area, Nyalazi State Forest, Saint Lucia Game Reserve, Saint Lucia Marine Reserve, Saint. Lucia Park, Sodwana Bay National Park, Sodwana State Forest. Hinzu kommt das räumlich getrennte Mkuze-Wildschutzgebiet (siehe unten).

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Mkuze-Wildschutzgebiet, Kwazulu-Natal, Südafrika

SAF-09-04 mkuze fig tree forest
Feigenwald im iSimangaliso Wetland Park (früher Mkuze Wildschutzgebiet), Kwazulu-Natal, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 09 04 mkuze grey duiker
Grauducke (Sylvicapra grimmia) am Kumahlahla-Wasserloch im Mkuze Wildschutzgebiet), Kwazulu-Natal, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 09 04 mkuze nyala bock
Nyala-Böcke (Tragelaphus angasi) im Mkuze Wildschutzgebiet), Kwazulu-Natal, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 09 04 mkuze nyala kuehe
Nyala-Weibchen (Tragelaphus angasi) am Kumahlahla-Wasserloch im Mkuze Wildschutzgebiet), Kwazulu-Natal, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 09 04 mkuze impala
Impalarudel (Aepyceros melampus) am Kumahlahla-Wasserloch im Mkuze Wildschutzgebiet), Kwazulu-Natal, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Bestehend seit 1912.
Fläche: 430 km²
Höhe: ca. 130+ m. ü. M.
Jahresniederschlag: ca. 600 mm, regenreichste Monate Oktober-Februar.
Mittlere Jahrestemperatur 21.8ºC, Höchsttemperatur im Juli bis 32ºC, Mindesttemperatur im Februar bis 8ºC.

Das Reservat ist heute die uMkhuze-Sektion des iSimangalingo Wetland Parks, ist von diesem jedoch durch das dazwischenliegende private Phinda-Naturschutzgebiet getrennt. Es ist ein Gebiet mit hoher Biodiversität bedingt durch  unterschiedlichste Lebensräume, wie Akaziensavanne (Acacia tortilis, A. nigrescens, A. nilotica), gemischtes Bushveld mit Buschweiden (Combretum molle) und Büffeldorn (Ziziphus mucronata), Ilalapalmenhaine (Hyphaena natalensis), Feuchtgebiete, Sanddünen- und Feigenbaumwald. Dieser kann zu fuss erkundet werden, seit die  "Big Five" durch Löwen komplettiert worden sind, allerdings nur noch in Begleitung eines Wildhüters. Dominierende Baumarten sind die Maulbeerfeige (Ficus sycomorus) mit bis zu 900 Jahre alten Exemplaren und die Fieberakazie (Acacia xanthophloea). Auch der von den Zulus für medizinische und kosmetische Zwecke genutzte Akee-Baum (Blighia unijugata) kommt vor.

Das Spitzmaulnashorn hat im Park überlebt, das Breitmaulnashorn wurde ab 1961 wiederangesiedelt. Der Bestand des in den 1990er-Jahren wiedereingeführten Elefanten ist bis 2018 auf etwa 140 Tiere angewachsen. Um ihn zu verringern, wurden 29 Stück weggefangen und dem Zinave-Nationalpark in Mosambik geschenkt. Unter den 14 Antilopenarten befindet sich dass außerhalb Kwazulu-Natals seltene Suni, das hier in einem Bestand von ca. 2'000 Individuen vorkommen soll.

Im Reservat wurden über 420 Vogelarten nachgewiesen, darunter Rosa- und Rötelpelikan sowie viele andere Wasservögel, die von der Nsumo- und der Nhlonhlela-Pfanne, in denen auch Flusspferde und Nilkrokodile leben, angezogen werden. Nebst den oben bereits erwähnten nutzen z.B. Graubrust-Schlangenadler (Circaetus fasciolatus), Binden-Fischeule (Scotopelia peli), Tamburintaube (Turtur tympanistria), West-Erzkuckuck (Ceuthmochares aereus), Zimtracke (Eurystomus glaucurus), Geradschwanzdrongo (Dicrurus ludwigii) und Waldweber (Ploceus bicolor) den Feigenbaumwald.

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Ndumo-Wildschutzgebiet, Kwazulu-Natal, Südafrika

SAF 09 07 ndumo geier
Waldlandschaft mit Geiern (Gyps sp.) im Ndumo Wildschutzgebiet, Kwazulu-Natal, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 09 07 ndumo giraffe
Ruhende Kapgiraffen (Giraffa camelopardalis capensis) im Ndumo-Wildschutzgebiet), Kwazulu-Natal, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 09 07 ndumo zebra
Zuluzenrastute (Equus quagga antiquorum) mit Fohlen im Ndumo-Wildschutzgebiet, Kwazulu-Natal, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 09 07 ndumo meerkatze
Grüne Meerkatze (Chlorocebus p. pygerythrus) in Mdumo-Wildschutzgebiet, Kwazulu-Natal, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Bestehend seit 1924, Ramsar-Reservat seit 1997.
Fläche: 101.2 km², nach BIRDLIFE 124.2 km².
Höhe: 22-120 m. ü. M..
Jahresniederschlag 650-700 Millimeter.
Mittlere Jahrestemperatur Tag/Nacht 26/14°C, Höchsttemperatur im Juli 39°C, Tiefsttemperatur im Februar 3°C.

Das Reservat wird vom Pongola durchflossen und der Usuthu bildet seine Nordgrenze. Es enthält viele Weiher, Altwässer und temporär überschwemmte Bereiche, ist ein Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung (RAMSAR 887) und ein ornithologisch bedeutendes Gebiet (IBA ZA038).

Vegetation: Ndumo hat wenig offene Grasflächen, sondern ist überwiegend von Wald oder Busch bedeckt. Dominierende Baumarten sind auf weite Strecken Maulbeerfeige (Ficus sycomorus), Fieberakazie (Acacia xanthophloea), Tamboti (Spirostachys africana) und Hängeburenbohne (Schotia brachypetala). Gebietsweise steht Kameldorn-Savanne (Acacia tortilis), und es gibt Überbleibsel von Sanddünenwald mit u. a. Marulabäumen (Sclerocarya birrea), Seidenakazien (Albizia spp.), Glücksbohnenbäumen (Afzelia quanzensis), Myrobalanen (Terminalia sericea) und Wüstendatteln.

Tierwelt: An Säugetieren kommen u.a. Grüne und Weißkehlmeerkatze, Tüpfelhyäne, Leopard, Spitz- und Breitmaulnashorn, Zuluzebra, Flusspferd, Kapgiraffe, Kaffernbüffel, Großer Kudu, Tiefland-Nyala, Buschbock, Rotducker, Blauducker, Kronenducker, Großriedbock (Redunca arundinum), Impala und Suni vor.

Nilkrokodile sind allgegenwärtig. Bekannt ist Ndumo jedoch für seine reichhaltige Avifauna, die über 430 Arten umfasst, mehr als sonstwo in Südafrika leben.

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Weitere Naturschutzgebiete
(Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit)

SAF 09 03 umlalazi trompeterhornvogel
Trompeterhornvogel (Bycanistes bucinator) im Sanddünenwald des Umlalazi-Naturschutzgebiets, Kwazulu-Natal, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Umtavuna-Naturschutzgebiet (32.57 km², bei Port Edward), Karkloof-Naturschutzgebiet (17 km², davon 936 ha Nebelwald), Umlalazi-Naturschutzgebiet (10.28 km², bei Mtunzini), Blinkwater-Naturschutzgebiet (742 ha, bei Seven Oaks), Entumeni-Naturschutzgebiet (564 ha, bei Eshowe), Dlinza-Forest-Naturschutzgebiet (250 ha, bei Eshowe), Kenneth-Stainbank-Naturschutzgebiet (214 ha, Durban), Ilanda Wilds- (20 ha) Umdoni- (14 ha), Umlangha-Lagune- (26 ha) Schutzgedbiete.
Phinda Privates Naturschutzgebiet (170 km²) zwischen der Mkuzi-Sektion und dem Hauptteil des iSimangalingo Wetland Parks

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Literatur und Internetquellen

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Freitag, 15 Juni 2018 15:50

Wüsten und Halbwüsten

SAF-08-00-01 deserts-2
Die vier Wüstenbiome (nach LOVEGROVE, 1993, vereinfacht)

 

SAF-08-00-02 Karte
Wichtige Schutzgebiete in den Wüsten und Halbwüsten im südlichen Afrika (ausgenommen Kapregion)

(8.1) Namib
(8.2) Sukkulenten-Karoo
(8.3) Nama-Karoo
(8.4) Südwest-Kalahari (auf Karte auch Teile der Trockensavanne
       
sowie die Dornsavannen Zentral-Namibias)

Die Namibwüste erstreckt sich entlang der Küste von Benguela in Angola bis nördlich von Lüderitz in Namibia. Sie ist gegen 2000 km lang und hat eine Fläche von rund 100’000 km².

Im Südwesten Namibias wird sie von der Sukkulenten-Karoo abgelöst, die bis ins Grenzgebiet von Nord- und Westkap bei Nieuwoudtville und Vanrhynsdorp reicht und eine Ausdehnung von etwa 112'000 km² hat. Hierzu gehört auch die ins Kap-Florenreich eingebettete Kleinkaroo

Etwa 100-200 km von der Küste entfernt folgt auf die Sukkulenten-Karoo die Nama-Karoo, von der es verschiedene Subtypen gibt.

Die Kalahari ist zur Hauptsache eine Trockensavanne, in der die Niederschläge von Ost nach West immer spärlicher werden. Bisweilen werden die Gebiete westlich des 26. östlichen Längengrades unter „Wüste“ subsumiert, zweifellos tragen aber die Gebiete im Südwesten, wo der Jahresniederschlag unter 200 bis gegen 300 mm beträgt, wüstenhafte Züge.

In der Zoopraxis wird zwischen den einzelnen Biomen kaum unterschieden, sondern Ausstellungen wie z.B. das Etoschahaus im Zoo Basel widmen sich generell dem Thema Trockengebiete im südlichen Afrika, was vom didaktischen Standpunkt her insofern nicht stört, als viele Arten in allen vier Biomen vorkommen.

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Literatur und Internetquellen

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Donnerstag, 14 Juni 2018 15:47

Trockensavannen und Grasländer

 

(7) Allgemeines
(7.1) Kalahari (Trockensavanne)

(7.2) Dornsavannen Zentral-Namibias

(7.3) Mopani-Strauchsavanne

(7.4) Namibia-Grasland

(7.5) Südafrikanische Grasländer des Highvelds

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southern africa gras
(1) Etoscha-NP, (2) Daan-Viljoen-WP, (3) Hardap-WP, (4) Madikwe-GR, (5) Mafikeng-GR, (6) Leon-Taljaardt-NR, (7) Kuruman-NR, (8) Malolotja-NR, (9) Willem-Pretorius-GR, (10) Maria-Moroka-NR. (a) Hobatere, (b) Mount-Etjo, (c) Dösternbrook, (d) Kalahari-GL, Koës, (e) S. A.-Lombard-NR, (f) Bloemhof-Dam-NR /Sandveld-NR, (g) Rob-Ferreira-NR, (h) Songimvelo-NR, (i) Tussen-die-Riviere-NR, (j) Oviston-NR, (k) Gariep-Dam-NR

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Allgemeines

Die Trockensavannen der Region liegen hauptsächlich im südlichen und zentralen Kalaharibecken. Ferner gehören dazu die durch Akazien dominierten Gebiete Namibias zwischen Kalahari, Etoscha und der Nama-Karoo sowie die Mopani-Strauchsavanne im Norden Namibias. Auch ein Teil des Miombo-Trockenwaldes in Simbabwe ist eigentlich eine Trockensavanne. Grasländer gibt es sowohl in den eher trockenen Gebieten im Nordwesten der Region, etwa am Rand der Etoscha und im Zentrum, z.B. in der Nxai-Pfanne, als auch – östlich anschließend an die Nama-Karoo - im verschiedenen Regionen Südafrikas.

SAF-07-00-01 Karte
Wichtige Naturschutzgebiete in Trockensavanne und Grasland im Südlichen Afrika

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Kalahari

SAF-07-01-02 Lebensraum Kalahari matamata gemsbok
Spießböcke (Oryx gazella) in privatem Wildschutzgebiet, Kalahari Game Lodge, Koës, Namibia © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-07-01-05 Lebensraum Kalahari kuruman strauss
Afrikanischer Straußenhahn in der südlichen Kalahari. Kuruman-Naturschutzgebiet, Nordkap, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Die Kalahari ist ein riesiges, etwa 2.5 Millionen km² großes Sedimentbecken, das von Ostnamibia und Nordwest-Südafrika über Botswana und Westsimbabwe bis Ostangola und Westsambia reicht mit einem Ausläufer in den Kongo hinein, und in dem sich feinpulveriger, roter Sand bis zu einer Mächtigkeit von 200 Metern abgelagert hat. Es liegt auf einer Höhe von etwa 1000 Metern. Ökologisch ist die „Kalahari-Wüste“ zu einem großen Teil eine Trockensavanne mit etwa 235-500 mm Jahresniederschlag, die ungefähr durch den 17. und 27 Grad südlicher Breite begrenzt wird, die im Norden und Osten in Trockenwald bzw. Feuchtsavanne und im Süden und Westen in in Halbwüste und Wüste übergeht.

Literatur und Internetquellen

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

Madikwe-Wildschutzgebiet, Nordwest-Provinz

SAF-07-01-03 bushveld madikwe löwe
Mähnenlöwe (Panthera leo) im Kalahari Sandveld, Madikwe GR, NW-Provinz, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-07-01-04 Lebensraum bushveld madikwe zebra
Steppenzebras (Equus quagga antiquorum) im Kalahari Sandveld, Madikwe GR, NW-Provinz, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 07 01 07 Lebensraum bushveld madikwe sable
Rappenantilopen (Hippotragus niger) im Kalahari Sandveld, Madikwe GR, NW-Provinz, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 07 01 07 madikwe kudu
Großer Kudubulle (Tragelaphus strepsiceros) im Kalahari Sandveld, Madikwe GR, NW-Provinz, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Bestehend seit 1991
Fläche 1430 km², teils staatlich, teils in Privatbesitz

Höhe: ca. 930 - 1'378 m.ü.M.
Niederschlag: ca. 350 mm / Jahr. Geringste Niederschläge Juni-August mit 3-5 mm/Monat, höchste von Dezember-Februar mit 84-97 mm/Monat.
Temperatur: Monatsmittel min. 2°C (Juli), max. 32°C (Dezember/Januar.

Vegetation und Charakterpflanzen: Hauptsächlich Kalahari-Sandveld mit Acacia- und Combretum-Savanne.

Tierwelt: Im Rahmen einer "Operation Phoenix" wurde von 1991 bis 1997 dieses ehemalig marginale Farmland mit Wild bestückt. Insgesamt wurden über 8000 Wildtiere 28 verschiedener Arten nach Madikwe umgesiedelt, darunter Afrikanischer Wildhund, Tüpfelhyäne, Löwe, Gepard, Afrikanischer Elefant, Breitmaulnashorn, Spitzmaulnashorn, Steppenzebra, Flusspferd, Kapgiraffe, Kaffernbüffel und verschiedene Antilopen. Die Artenlisten umfassen heute 91 Arten Säugetiere, darunter Grüne Meerkatze, Bärenpavian, Schabrackenschakal, Löffelhund, Honigdachs, Kap-Fingerotter, 5 Mangustenarten, Afrikanische Zibetkatze, Braune Hyäne, Erdwolf, Falbkatze, Serval, Karakal, Leopard, Erdferkel, Klippschliefer, Busch- und Warzenschwein, Elenantilope, Kudu, Buschbock, Kronenducker, Rappenantilope, Spießbock, Kuhantilope, Streifengnu, Wasserbock , Bergriedbock, Großriedbock (Redunca arundinum), Impala, Springbock, Klippspringer, Steinböckchen. Ferner über 350 Vogelarten, darunter der vom Aussterben bedrohte Weißrückengeier. Die Herpetofauna besteht aus mindestens 2 Schildkröten, 20 Echsen-, 20 Schlangen und 16 Froscharten.

Literatur und Internetquellen

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Kuruman-Naturschutzgebiet, Nord-Kap

SAF-07-01-06 Lebensraum Kalahari kuruman blesbok
Blessböcke (Danaliscus pygargus phillipsi) im Kuruman-Naturschutzgebiet © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-07-01-07 Lebensraum Kalahari kuruman mahali
Mahaliweber-Nester (Plocepasser mahali) im Kuruman-Naturschutzgebiet © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Bestehend seit 1979, auch Billy Duvenhage-Naurschutzgebiet genannt
Fläche 11.31 km²
Höhe: ca. 1'130 m.ü.M.
Jahresniederschlag: 420 mm, 26 Regentage pro Jahr
Temperaturen: max 36°C (Januar), min. 4°C (Juli), Extremwerte > 40°C und unter Null.

Tierwelt: Ursprünglich u.a. Schabrackenschakal, Karakal, Erdferkel, Kronenducker, Steinböckchen, Weißschwanz-Stachelschwein. Eingeführt wurden Breitmaulnashorn, Steppenzebra, Giraffe, Elenantilope, Kudu, Rappenantilope, Spießbock, Kuhantilope, Streifengnu, Blessbock, Wasserbock , Impala, Springbock und Südafrikanischer Strauß. Die Vogelliste umfasst 115 Arten.

Literatur und Internetquellen

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Langjan-Naturschutzgebiet, Alldays, Limpopo-Provinz

SAF 07 05 11 kalahari langjan
Kalahari-Dornveld im Langjan-Naturschutzgebiet, Limpopo-Provinz, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 07 05 11 kalahari langjan gemsbok
Spießbock (Oryx gazella) im Langjan-Naturschutzgebiet, Limpopo-Provinz, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 07 05 11 kalahari langjan elen
Elenantilopen (Taurotragus oryx) im Langjan-Naturschutzgebiet, Limpopo-Provinz, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Kalahari-Dornveld im Langjan-Naturschutzgebiet, Limpopo-Provinz, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Bestehend seit 1959.
Fläche: Ursprünglich 19 km², 1978 auf 47.74 km² vergrößert.
Höhe: ca. 700-800 m ü. M..
Jahresniederschlag ca. 350-400 Millimeter. Die Trockenzeit beginnt im April und endet im Oktober.
Höchste mittlere Monatstemperatur Tag/Nacht 30/19°C im Dezember-Januar, Maxima bis 38°C, tiefste 22/8°C im Juli, Minima 3ºC.

Vegetation: Das flache Reservat besteht aus Kalahari-Grasland mit etwa 65 verschiedenen Grasarten, verschiedenen Savannengesellschaften und stellenweise dichtem Dornbusch bedeckt.

Tierwelt: Das Reservat wurde zum Schutz derl letzten autochthonen Spießbockpopulation des Transvaal geschaffen. Diese umfasste 34 Individuen, schrumpfte aber auf 4 im Jahr 1964, worauf 36 Spießböcke aus Namibia, dem Kalahari-Gemsbok-Park und dem Nordwestkap angesiedelt wurden. Bis 1973 stieg der Bestand auf 106, was die Entnahme von Tieren zwecks Ansiedlung in anderen Reservaten erlaubte. Mittlerweile leben um die 200 Oryxe in Langjan. Sie teilen ihren Lebensrum mit u.a. Schabrackenschakal, Löffelhund , Tüpfel- und Brauner Hyäne, Schwarzfußkatze, Karakal, Leopard, Kapgiraffe, Elenantilope, Großem Kudu, Kronenducker, Südafrikanischer Kuhantilope, Streifengnu, Impala und Steinböckchen.

Die Zahl der Vogelarten wird mit ca. 300 angegeben. Überzählige Strauße werden entnommen und andernorts angesiedelt. Es wurden 47 Reptilien- und 10 Ampibienarten nachgewiesen, bei vier weiteren Reptilienarten wird vermutet, dass sie vorkommen.

Literatur und Internetquellen

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Leon-Taljaardt-Naturschutzgebiet, Vryburg, Nordwest-Provinz

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Kalahari-Dornveld im Leon Taljaardt-Naturschutzgebiet, Vryburg, Nordwest-Provinz © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 07 05 11 gras leontaljaardt elen
Elenantilopen (Taurotragus oryx) im Leon Taljaardt-Naturschutzgebiet, Vryburg, Nordwest-Provinz © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 07 05 11 gras leontaljaardt kasarka
Graukopfkasarkas (Tadorna cana) an temporärem Vlei im Leon Taljaardt-Naturschutzgebiet, Vryburg, Nordwest-Provinz © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Bestehend seit 1968.
Fläche: ursprünglich 857 ha, 1990 auf 20.62 km²vergrößert. (Heute 30 km² ?).
Höhe: ca. 1’280 m.
Jahresniederschlag ca. 475 Millimeter. Die Trockenzeit beginnt im Mai und endet im September.
Mittlere Jahrestemperatur 18°C, höchste mittlere Monatstemperatur Tag/Nacht 25/17°C im Dezember, Spitzentemperaturen bis 32.4°C, tiefste 9/-0.3°C im Juli.

Vegetation: Das flache Reservat ist mit Kalahari-Grasland, Kameldorn-Savanne (Acacia tortilis) und stellenweise sehr dichtem Dornbusch bedeckt.

Tierwelt: Die größeren, zum Teil standortfremden Wildarten wurden auf dem früheren Agrarland eingesetzt. Es sind anzutreffen: Breitmaulnashorn, Steppenzebra, Hartmann-Bergzebra, Warzenschwein, Kapgiraffe, Kaffernbüffel, Spießbock, Südafrikanische Kuhantilope, Leierantilope, Streifengnu, Weißschwanzgnu, Blessbock, Wasserbock, Impala, Springbock, Steinböckchen, Kronenducker, Kaphase (Lepus capensis), Kap-Borstenhörnchen und nachts Springhase. Die Zahl der Vogelarten wird mit 110 angegeben. Pantherschildkröten sind häufig zu sehen.

Literatur und Internetquellen

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Mafikeng-Wildschutzgebiet, Nordwest-Provinz

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Weißschwanzgnu (Connochaetes gnou) im Mafikeng-Wildschutzgebiet, Nordwest-Provinz, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 07 05 11 gras mafikeng zebra
Steppenzebras (Equus quagga subsp.) im Mafikeng-Wildschutzgebiet, Nordwest-Provinz, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 07 05 11 gras mafikeng colius striatus
Braunflügelmausvogel (Colius striatus) im Mafikeng-Wildschutzgebiet, Nordwest-Provinz, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Bestehend seit 1982.
Fläche 46 km².
Höhe: ca. 1’300 m. ü. M.
Jahresniederschlag ca. 540 Millimeter.
Mittlere Jahrestemperatur 18.5°C, höchste mittlere Monatstemperatur Tag/Nacht 32/17°C im Dezember, tiefste 22/4°C im Juni-Juli.

Vegetation: Das flache Reservat ist mit Kalahari-Grasland und -Dornbusch bedeckt.

Tierwelt: Auf einer zweistündigen Rundfahrt trifft man meistens auf Schabrackenschakal, Fuchsmanguste, Breitmaulnashorn, Steppenzebra, Warzenschwein, Kapgiraffe, Kaffernbüffel, Kudu, Spießbock, Südafrikanische Kuhantilope, Leierantilope, Streifengnu, Weißschwanzgnu, Blessbock, Impala, Springbock und Kap-Borstenhörnchen. An auffälligeren Vögeln sind z.B. Südafrikanischer Strauß, Helmperlhuhn, Gackeltrappe (Eupodotis afra), Waffenkiebitz, Braunflügel-Mausvogel, Hahnschweifwida (Euplectes progne) oder Termitenschmätzer (Myrmecocichla formicivora) kaum zu verpassen.

Literatur und Internetquellen

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Weitere Parks mit Kalahari-Vegetation
(Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit)

SAF 07 05 10 gras bloemhof ostrich
Südafrikanische Strauße (Struthio camelus australis) im Bloemhof-Dam-Naturschutzgebiet, Nordwest-Provinz, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Namibia: Khaudum-Nationalpark

Südafrika: Bloemhof-Dam-Naturschutzgebiet, Botsalano-Wildschutzgebiet, Klaarwater-Naturschutzgebiet, Molopo-Naturschutzgebiet, Sandveld-Naturschutzgebiet

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Dornsavannen Zentralnamibias

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Farbkätzchenstrauch (Dichrostachys cinerea) in der östlichen Etoscha zwischen Namutoni und Andoni © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Leopard (Panthera pardus) im Khomas-Hochland. Düsternbrook-Gästefarm, Namibia © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-07-02-02 duesternbrook tok
Südlicher Gelbschnabeltoko (Tockus leucomelas), Düsternbrook-Gästefarm, Namibia © Peter Dollinger © Zoo Office Bern

 

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Angola-Giraffe (Giraffa cameloparfdalis angolensis) im namibischen Dornbusch. Privates Wildschutzgebiet Mount Etjo © Peter Dollinger © Zoo Office Bern

Von der Übergangszone zur Wüste, dem Namib-Rand abgesehen, lassen sich von Süd nach Nord vier hauptsächliche Vegetationstypen dieses Bioms unterscheiden:

Zwergstrauchsavanne von nördlich des Groot Karasberg bis Rehobot. Diese ist eigentlich eine Fortsetzung der Oranjefluss-Nama-Karoo.
Hochland-Strauchsavanne im Khomas-Hochland rund um Windhoek. Jahresniederschlag 300-400 mm.
Dornbusch etwa von Okahandja bis Outjo. Jahresniederschlag ca. 400 mm
Karstveld bis zur Etoschapfanne, östlich bis in die Gegend von Grootfontein. Jahresniederschlag 600-700 mm.

Das Gebiet ist zur Hauptsache in großflächige Farmen unterteilt, auf denen extensive Schaf- und Rinderzucht betrieben wird, daneben gibt es Gäste- und Wildfarmen. Viele Farmer haben sich zu "Conservancies" zusammengeschlossen, um das Wild gemeinsam zu bewirtschaften.

Auf sandigen Böden gedeiht hier der 1.5-6, selten bis 12 m hohe Farbkätzchenstrauch (Dichrostachys cinerea), der in mnachen tropischen Gebieten als invasiver Neophyt auftritt und zusammen mit dem ebenfalls stachelbewehrten Trompetenbaumgewächs Catophractes alexandri ausgedehnte Dickichte bilden kann.

Elefant und Löwe kommen nur im Norden vor, weil sie auf Farmland nicht toleriert werden. Giraffe, Elenantilope und Oryx meiden die Zwergstrauchsavanne, das Hartmanns-Bergzebra ist im Wesentlichen auf die beiden staatlichen Schutzgebiete beschränkt. Etwa ab Rehobot ist der aus Südafrika importierte Blessbock auf vielen Farmen zuhause, etwa ab Windhoek die Südafrikanische Kuhantilope, Springbock und Steinböckchen sind von Nord bis Süd weitverbreitet und auch ansonsten sind die Unterschiede hinsichtlich Wirbeltierfauna zwischen den vier Vegetationstypen relativ gering.

Literatur und Internetquellen

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

Hardap-Wildpark

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Kameldorn (Acacia erioloba) mit Mahaliweber-Nestern (Plocepasser mahali) im Hardap-Wildpark © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Koritrappen (Ardeotis kori) im Hardap-Wildpark © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Springböcke (Antidorcas marsupialis) im Hardap-Wildpark © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Bestehend seit 1968
Fläche 252 km², davon 25 km² Stausee
Höhe: ca. 1'100 m.ü.M.
Niederschlag: ca. 190 mm / Jahr
Temperatur: Monatsmittel min. 3°C (Juli), max. 35°C (Dezember/Januar). Alle Klima-Angaben beziehen sich auf Mariental 24 km vom Park entfernt)

Charakterpflanzen: Zwergstrauchsavanne mit Schäferbaum (Boscia albitrunca), Kameldorn (Acacia erioloba), Afrikanischer Jerusalemdorn (Parkinsonia africana) und Büffeldorn (Ziziphus mucronata).

Tierwelt: Bärenpavian (Papio ursinus), Leopard, Spitzmaulnashorn, Hartmanns-Bergzebra, Elenantilope, Großer Kudu, Spießbock, Südafrikanische Kuhantilope, Springbock, Klippspringer, Steinböckchen. Über 284 Vogelarten, darunter Südafrikanischer Strauß, Rosapelikan, Nimmersatt, Schreiseeadler, Fischadler (Pandion haliaetus).

Literatur und Internetquellen

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Daan Viljoen-Wildpark

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Südafrikanische Oryx (Oryx gazella)im Khomas-Hochland. Daan-Viljoen-Wildpark, Namibia © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Südafrikanische Kuhantilope (Alcelaphus caama) im Khomas-Hochland. Daan-Viljoen-Wildpark, Namibia © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Bärenpavian (Paio ursinus) im Khomas-Hochland. Daan-Viljoen-Wildpark, Namibia © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Bestehend seit 1968
Fläche 40 km²
Höhe: ca. 1'800-2'000 m.ü.M.
Niederschlag: ca. 365 mm / Jahr, 41 Regentage von Oktober bis Mai
Temperatur: Monatsmittel min. 6.3°C (Juli), max. 30.7°C (Dezember). Alle Klima-Angaben beziehen sich auf Windhoek 24 km vom Park entfernt).

Charakterpflanzen: Hochland-Strauchsavanne mit verschiedenen Akazien (Acacia spp.), Kudubusch (Combretum apiculatum) und Büffeldorn (Ziziphus mucronata).

Tierwelt: Bärenpavian (Papio ursinus), Leopard, Hartmanns-Bergzebra, Warzenschwein, Giraffe, Elenantilope, Großer Kudu, Spießbock, Südafrikanische Kuhantilope, Streifengnu, Springbock, Klippspringer. Giraffen gibt es wohl seit 2005. 2018 lag der Bestand bei 11, dies nachdem während der Regenzeit 2013/14 sechs Tiere vom Blitz erschlagen worden waren. AVIBASE gibt für das Khomas-Hochland 364 Vogelarten an. Für Daan Viljoen werden über 260 Arten angegeben, darunter Rüppell-Papagei (Poicephalus rueppellii) und Monteiro-Toko (Tockus monteiri).

Literatur und Internetquellen

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Mopani-Strauchsavanne Nordnamibias

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Mopani (Colophospermum mopane) auf Schlickboden, Beesvlakte, zwischen Etoscha und Sesfontein © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Warzenschweine (Phacochoerus africanus) in der Mopani-Strauchsavanne, Hobatere, Namibia © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Mopani-Strauchsavanne (Colophospermum mopane) findet sich auf Sand-, Kalk oder Granitböden nördlich und westlich der Etoschapfanne, sowohl innerhalb des Nationalparks als auch außerhalb. Zwischen den Mopanis stehen gebietsweise Etagenbäume (Terminalia prunioides) und Buschweiden (Combretum apiculatum, C. imberbe). Der Name der westlich an den Park anschließenden Verwaltungsregion "Omusati" bedeuted "Mopani", da dieser hier die vorherrschende Holzpflanze ist.

AVIBASE gibt für die Region Omusati 391 Vogelarten an, darunter 11 global gefährdete. Im Hobatere-Wildschutzgebiet wurden mindestens 177 Arten nachgewiesen.

Literatur und Internetquellen

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

Westteil des Etoscha-Nationalparks

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Springböcke (Antidorcas marsupialis) in Mopani.Strauchsavanne, Etoscha-Nationalpark, Namibia © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Springböcke in der Grootvlakte, westliche Etoscha © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Kleinwüchsige, stark beweidete Mopanibäume in der westlichen Etoscha © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Bestehend seit 1907
Fläche (ganzer Park): 22'935 km²
Höhe: ca. 1100 - 1200m m.ü.M.
Niederschlag: ca. mm / Jahr, Regentage von Oktober bis Mai
Temperatur: Monatsmittel min. °C (Juli), max. °C (Dezember).

Westlich der Adamax-Pfanne befindet sich eine riesige Mopani-Strauchsavanne, die etwa 80% der Parkfläche dominiert. Mopanis sind eine wichtige Futterpflanze für die Elefanten des Parks, die ihre Wurzeln, Rinde, Blätter und Zweige vertilgen. Springböcke sind häufig, auch Spießböcke sind regelmäßig zu sehen. die übrigen Antilopen sowie Angolagiraffen und Warzenschweine sind selten oder fehlen. Im Nordwesten wwerden die Mopanisträucher durch Dornbuschsavanne, im Westen durch Inselberge mit Moringa- (Moringa ovalifolia) und anderen Bäumen abgelöst.

Literatur und Internetquellen

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Grasland im Norden Namibias

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Streifengnus (Connochaetes taurinus) auf Grasland in Nähe der Fischerpfanne. Etoscha-Nationalpark, Namibia © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Auf sandigen Böden im Ostteil des Etoscha-Nationalparks findet sich Grasland, das je nach Bodenqualität und dessen Salzgehalt von Arten der Gattungen Eragrostis, Sporobolus, Monelytrum, Odyssea oder Enneapogon dominiert wird. Außerhalb des Parks wurde das Grasland teilweise in Ackerland umgewandelt, auf dem überwiegend Perlhirse angebaut wird.

Literatur und Internetquellen

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

Ostteil des Etoscha-Nationalparks

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Spießböcke (Oryx gazella) auf Grasland, Etoscha-Nationalpark, Namibia © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-07-04-00 grasland kudu fischerpfanne
Große Kudus (Tragelaphus strepsiceros) auf Grasland in Nähe der Fischerpfanne. Etoscha-Nationalpark, Namibia © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Bestehend seit 1907
Fläche (ganzer Park): 22'935 km²
Höhe: ca. 1100 - 1200m m.ü.M.
Niederschlag: ca. mm / Jahr, Regentage von Oktober bis Mai
Temperatur: Monatsmittel min. °C (Juli), max. °C (Dezember).

Am südlichen und östlichen Rand der Etoschapfanne bilden die Grasfelder einen wenige Kilometer schmalen Streifen, der oft durch Kurzstrauchsavanne vom Pfannenrand getrennt ist. Im Nordosten der Pfanne liegt das ausgedehnte Andoni-Grasland.

Literatur und Internetquellen

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Südafrikanische Grasländer des Highvelds

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Gras, so weit das Auge reicht. Östliches Highveld(Swasiland / Südafrika) vom Malolotja-Naturschutzgebiet aus © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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"Cabbage Tree" (Cussonia spicata im Songimvelo-Wildschutzgebiet, Mpumalanga, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Grasland im S. A. Lombard-Naturschutzgebiet, Nord-West-Provinz © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Grasland im Tussen-die-Riviere-Naturschutzgebiet, Oranje-Freistaat © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Unterschiedliche Grasland-Typen bedecken einen Viertel der Fläche Südafrikas. Sie befinden sich hauptsächlich auf dem Highveld, d.h. zwischen der Nama-Karoo und der Abbruchkante zum östlichen Tiefland, gebietsweise auch unterhalb dieser Abbruchkante bis an die Küste, und als alpine Rasen in den Drakensbergen, in Höhenlagen von 0-2'850 m. Die Dichte der Grasdecke ist abhängig von der Niederschlagsmenge und der Intensität der Beweidung. Nur ein geringer Prozentsatz dieses Bioms ist geschützt und etwa drei Viertel sind durch intensive Nutzung für die Schaf- und Rinderhaltung irreversibel geschädigt bzw. zu Ackerland umgewandelt.

Charakterpflanzen: Bäume fehlen weitgehend, aber Zwiebel- und Knollenpflanzen, z. B. Gladiolen, Hakenlilien (Crinum), Sternlilien (Hypoxis), Klivien, Fackellilien (Kniphofia), sind gebietsweise häufig. Bei den Gräsern selbst wird unterschieden zwischen Süßgräsern (Poaceae), die einen geringeren Rohfaseranteil haben und auch im Winter viele Nährstoffe enthalten, und Sauergräsern (Cyperaceae) mit einem höheren Rohfaseranteil und geringem Nährwert während des Winters. Zu den Süßgräsern zählen neben guten Futterpflanzen wie Guineagras (Panicum maximum = Megathyrsus maximus) oder Federborstengras (Pennisetum clandestinum) auch horstbildende, als Nahrung für Wiederkäuer kaum verwendbare, aber zum Eindecken von Dächern genutzte Arten wie das Kahngras (Hyparrhenia hirta) und das Riesen-Rattenschwanzgras (Sporobolus pyramidalis).

Tierwelt: Als Folge der intensiven Nutzung des Highvelds für Ackerbau und Viehzucht wurden die Grossraubtiere (vielleicht bis auf den Leoparden) regional ganz und die typischen großen Huftiere, das Dauw, die dem ausgestorbenen Quagga am nächsten stehende Zebraform, der Blessbock und das Weißschwanzgnu nahezu ausgerottet.

Literatur und Internetquellen

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

Malolotja-Naturschutzgebiet, Swasiland

SAF-07-05-01 Lebensraum blessbock malolotja
Blessböcke (Damaliscus pygargus phillipsi) im Malolotja-Naturschutzgebiet, Swasiland © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 07 05 02 malolotja zebra
Steppenzebras (Equus quagga antiquorum) im Malolotja-Naturschutzgebiet, Swasiland © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-07-05-00 elen malolotja
Elenantilopen (Taurotragus oryx) im Grasland, Malolotja-Naturschutzgebiet, Swasiland © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-07-05-02 malolotja rhebok
Rehantilope (Pelea capreolus) im Malolotja-Naturschutzgebiet, Swasiland © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Bestehend seit 1972.
Fläche: 180 km²
Höhe ca. 640-1'829 m.ü.M.
1'150 mm Niederschlag / Jahr.
Temperatur (Monatsmittel) min. 11°C, max. 18°C.

Malolotja bildet zusammen mit dem 490 km² großen Songimvelo-Naturschutzgebiet Mpumalanga ein grenzüberschreitendes Reservat (Peace Park).

Vegetation und Charakterpflanzen: Malolotja wird dominiert von offenem Grasland. Dieses ist überwiegend als "mountain sourveld" klassifiziert, in dem Gräser der Gattungen Loudetia, Trachypogon, Diheteropogon, Aristida, Tristachya, Alloteropsis, Eragrostis, Sporobolus und Microchloa vorkommen. Daneben gibt es auch Savanne und, in tieferen Lagen, Wald mit Steineiben, Zürgelbäume und Wald-Fieberbaum (Anthocleista grandiflora). Ferner kommen verschiedene Aloe-Arten und Brotpalmfarne (Encephalartos), Drehfrucht (Streptocarpus dunnii) und auch Elemente der Kapflora, wie Proteen und Heiden vor.

Tierwelt: 63 Säugetierarten, darunter Bärenpavian (Papio ursinus), Afrikanische Zibetkatze, Weissschwanzmanguste, Erdwolf, Serval, Karakal, Leopard, Erdferkel, Klippschliefer, Steppenzebra, Warzenschwein, Buschschwein (Potamochoerus larvatus), Elenantilope Buschbock, Rotducker, Südafrikanische Kuhantilope, Streifengnu, Weißschwanzgnu, Blessbock, Bergriedbock, Großriedbock (Redunca arundinum), Rehantilope (Pelea capreolus), Oribi (Ourebia ourebi), Klippspringer und Zottige Sumpfratte (Dasymys incomtus). Es wurden über 280 Vogelarten nachgewiesen, darunter Blauschwalbe, Glattnackenrapp, Schwarzstorch, Sekretär, Paradieskranich (Important Bird Area SZ001), sowie 66 Reptilien und 29 Amphibienarten.

Literatur und Internetquellen

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Maria Moroka-Naturschutzgebiet, (Oranje-)Freistaat, Südafrika

SAF-07-05-08 weissschwanzgnu maria moroka
Weißschwanzgnu (Connochaetes gnou) im Highveld. Maria-Moroka-Naturschutzgebiet, Oranje-Freistaat, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-07-05-07 kaphase maria moroka
Kaphase (Lepus capensis) im Highveld. Maria-Moroka-Naturschutzgebiet, Oranje-Freistaat, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF-07-05-06 blesbok maria moroka
Blessbock (Damaliscus pygargus phillipsi) im Highveld. Maria-Moroka-Naturschutzgebiet, Oranje-feistaat, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Fläche: 58 km²
Höhe: ca. 1490 -2139 m.ü.M.
Jahresniederschlag: ca.730 mm
Mittlere Temperatur: 21.5°C (Januar, 7.3°C (Juni), Minimum -2°C (Juli), Maximum 29°C (Januar)

Das Reservat liegt am Fuß des Schwarzen Berges (Thaba Nchu) und umgibt den ca. 2.5 km² großen und bis 29 m tiefen Moutloatsi-Setlogelo-Stausee.

Tierwelt: Schabrackenschakal, Kap-Fingerotter, Sumpfmanguste (Atilax paludinosus), Fuchsmanguste, Klippschliefer, Breitmaulnashorn, Steppenzebra, Kaffernbüffel, Elenantilope, Spießbock, Südafrikanische Kuhantilope, Weißschwanzgnu, Blessbock, Springbock, Kaphase (Lepus capensis), Kap-Borstenhörnchen. Über 220 Vogelarten, darunter Paradieskranich, Blautrappe (Eupodotis caerulescens) und auf dem Moutloatsi-Setlogelo-Stausee zahlreiche Wasservögel.

Literatur und Internetquellen

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Willem-Pretorius-Wildschutzgebiet, (Oranje-)Freistaat

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Graslandschaft mit Steppenzebra (Equus quagga subsp.) im Willem-Pretorius-Wildschutzgebiet © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 07 05 11 gras willem pavian
Bärenpavian (Papio ursinus) im Willem-Pretorius-Wildschutzgebiet © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 07 05 11 gras willem zebra
Steppenzebras (Equus quagga subsp.) im Willem-Pretorius-Wildschutzgebiet © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 07 05 11 gras willem strauss
Südafrikanischer Straußenhahn (Struthio camelus australis) im Willem-Pretorius-Wildschutzgebiet © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Stausee seit 1956, Reservat öffentlich zugänglich seit 1961.
Fläche: 121 km², davon entfallen 26.5 km²auf den Allemanskraal-Stausee.
Höhe: 1’360-1'506 m. ü. M..
Jahresniederschlag: 575 Millimeter, hauptsächlich von Dezember-Februar.
Höchsttemperatur 30.6 °C, Tiefsttemperatur -0.4°C (während etwa 40 Tagen werden Temperaturen unter dem Gefrierpunkt erreicht).

Vegetation: Das Schutzgebiet wird durch den Sand Rivier bzw. dessen Aufstau in eine Nord- und eine Südhälfte geteilt. Der Süden besteht hauptsächlich aus flachem Grasland, der Norden ist teils eben, teils hügelig, weist Koppies auf und ist mit Karroo-Akazien (Acacia karroo) und Busch bewachsen.

Tierwelt: Die meisten größeren Wildarten wurden angesiedelt, darunter auch standortfremde. Zur Säugetierfauna gehören u.a. Bärenpavian (Papio ursinus), Fuchsmanguste, Karakal, Klippschliefer, Breitmaulnashorn, Spitzmaulnashorn, Steppenzebra, Warzenschwein, Kapgiraffe, Kaffernbüffel, Elenantilope, Großer Kudu, Buschbock, Kronenducker, Rappenantilope, Spießbock, Südafrikanische Kuhantilope, Streifengnu, Weißschwanzgnu, Blessbock, Bergriedbock, Großriedbock (Redunca arundinum), Impala, Springbock, Steinböckchen, Kaphase (Lepus capensis), Berghase (Lepus saxatilis) Kap-Borstenhörnchen und Springhase. Der Stausee zieht über 5'000 Wasservögel an. Im Schutzgebiet wurden über 250 Vogelarten nachgewiesenm von denen rund 200 regelmäßig beobachtet werden, darunter die Graseule (Tyto capensis).

Literatur und Internetquellen

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Weitere Parks mit Grasland in Südafrika
(Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit)

SAF 07 05 10 gras gariep dam steenbock
Steinböckchen (Raphicerus campestris) im Gariep-Dam-Naturschutzgebiet, Oranje-Freistaat, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 07 05 10 gras oviston blackwildebeest
Weißschwanzgnu (Connochaetes gnou) im Oviston-Naturschutzgebiet, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

SAF 07 05 10 gras rob ferreira zebra
Steppenzebras (Equus quagga subsp.) im Rob-Ferreira-Naturschutzgebiet, Nordwest-Provinz, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Lesotho: Sehlabathebe-Nationalpark

Kwazulu-Natal: uKhahlamba-Drakensberg-Park (Zusammenschluss aller Schutzgebiete in den Drakensbergen wie Royal-Natal-Nationalpark, Giant's-Castle-Wildschutzgebiet, Coleford-, Kamberg-, Loteni-Naturschutzgebiete, Mkhomazi- und Mzimkulu-Wildnisgebiete)
Limpopo-Provinz:
Mokopane Biodiversity Conservation Centre (früher Potgietersrus Game Breeding Centre),
Nylsvlei-Naturschutzgebiet, Percy-Fyve-Naturschutzgebiet, Pietersburg-(Polokwane-)Wildschutzgebiet
Mpumalanga: Dullstroom-Naturschutzgebiet, Gustav-Klingbiel-Naturschutzgebiet, Jericho-Dam-Naturschutzgebiet, Loskop-Dam-Naturschutzgebiet, Morgenstond-Dam-Naturschutzgebiet, Nooitgedacht-Dam-Naturschutzgebiet, Songimvelo-Naturschutzgebiet, Sterkspruit-Dam-Naturschutzgebiet
Nord-West-Provinz: Bloemhof-Dam-Naturschutzgebiet, Borakalalo-Nationalpar, Boskop-Dam-Naturschutzgebiet, Botsalano-Wildschutzgebiet, Kgaswane Mountain Reserve (früher Rustenburg-Naturschutzgebiet), Lichtenburg Game Breeding Centre, Rob Ferreira privates Naturschutzgebiet, S. A. Lombard-Naturschutzgebiet
(Oranje-)Freistaat: Caledon-Naturschutzgebiet, Erfenis-Dam-Naturschutzgebiet, Franklin-Naturschutzgebiet, Gariep- (früher Hendrik-Verwoerd-)Dam-Naturschutzgebiet, Goldengate-Highlands- und Qwaqwa-Nationalpark, Koppies-Dam-Naturschutzgebiet, Mount-Everest-Wildschutzgebiet,
Sandveld-Naturschutzgebiet, Soetdoring-Naturschutzgebiet, Sterkfontein-Dam-Naturschutzgebiet, Tussen-die-Riviere-Naturschutzgebiet, Willem-Pretorius.Wildschutzgebiet
Ostkap: Dwesa-Cwebe-Naturschutzgebiet, Hluleka-Naturschutzgebiet, Mkambayti-Naturschutzgebiet, Oviston-Naturschutzgebiet, Silaka-Naturschutzgebiet

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Stausee seit 1956, Reservat öffentlich zugänglich seit 1961.
Fläche 121 km², davon entfallen 26.5 km²auf den Allemans-Kraal-Stausee.
Höhe: 1’360-1'506 m. ü. M...
Jahresniederschlag: 575 Millimeter, hauptsächlich von Dezember-Februar..
Mittlere Höchsttemperatur 30.6 °C, Tiefsttemperatur -0.4°C (während etwa 40 Tagen werden Temperaturen unter dem Gefrierpunkt erreicht.
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Donnerstag, 14 Juni 2018 15:42

Trockenwälder, Savannen und Dickicht

(4.0) Allgemeines
(4.1) Miombo-Trockenwald
(4.2) Mopani-Trockenwald
(4.3) Gemischter Trockenwald
(4.4) Savanne, Bushveld
(4.5) Maputaland-Pondoland-Albany-Buschland

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Allgemeines

SAF-04-00-01 Karte
Wichtige Naturschutzgebiete in Savanne und Trockenwald im Südlichen Afrika

 

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Bushveld auf ca. 950 m ü. M. (Middelveld) im Ben-Lavin-Naturschutzgebiet, Limpopo-Provinz, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Korallenbaum (Erythrina lysistemon) im Ben-Lavin-Naturschutzgebiet, Limpopo-Provinz, Südafrika © Peter Dollinger, Zoo Office Bern SAF-04-00-01_erythrina_ben-lanvin

Es gibt unterschiedliche Definitionen des Begriffs "Trockenwald". TIMBERLAKE et al. (2010) verstehen darunter Gesellschaften von Holzpflanzen, deren Kronen mindestens 10% der Bodenfläche bedecken und die in Gebieten mit einer Trockenzeit von mindestens drei Monaten gedeihen. Unter diese Definition fallen auch Savannen, Buschveld und Dickicht.

Unter Trockenwald (engl.: tropical and subtropical dry broadleaf forest) im engeren Sinn versteht man alle Waldformationen der Tropen und Subtropen, deren Bäume  während der Trockenzeit überwiegend das Laub abwerfen. Die Bäume stehen nicht so dicht wie in Regen- und Feuchtwäldern oder den meisten Wäldern der gemäßigten Klimazonen so dass zwischen ihnen noch sehr viel Gras wachsen kann, das Nahrung für die den regelmäßig auftretenden Buschfeuer  bietet. Trockenwald gedeiht im südlichen Afrika bei Jahresniederschlägen von rund 250 bis 1500 mm.

Als "Bushveld" bezeichnet man in Südafrika eine gemischte Savanne mit niedrigen Bäumen, von 5-10 m Höhe, Sträuchern und guter Grasdecke. Je nach Bodenart variiert das Spektrum der Pflanzenarten. Sind die Gehölze niedriger, also strauchartig, wird der Begriff "Shrubveld" verwendet.

Trockenwälder und Savannen gehören zum selben Biom. Dieses bedeckt 46 % der Fläche des südlichen Afrika insgesamt und über ein Drittel der Fläche Südafrikas. Es ist damit das größte Biom der Region. Östlich der Drakensberge bis in die Gegend von Port Elizabeth kommt das Dickicht (Thicket) als weiteres Biom dazu.

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Literatur und Internetquellen

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Donnerstag, 14 Juni 2018 14:57

Gewässer und Feuchtgebiete

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Flüsse und Seen in Ostafrika
(11.1) Rifttalseen
(11.1.1) Viktoriasee

(11.1.2) Manyarasee-Nationalpark
(11.1.3) Nakurusee-Nationalpark

(11.2) Kraterseen
(11.2.1) Momella Lakes und Lake Longil

(11.3) Flüsse
(11.3.1) Rufiji River

(11.3.2) Grumeti River

(11.4) Sümpfe        
(11.4.1) Mabamba Bay, Uganda

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Rifttalseen

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Kormorane (Phalacrocorax carbo), Silber- (Casmerodius albus) und Seidenreiher (Egretta alba) am Viktoriasee, Uganda © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Zwergflamingos (Phoeniconaias minor) im Nakurusee, Uganda © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Im westlichen Rift befindet sich eine Seenkette mit, von Nord nach Süd, Albertsee, Georgsee, Eduardsee, Kivusee, die über den Nil, sowie Tanganjika- und Mwerusee, die über den Kongo entwässert werden. Die Seen des östlichen Rifts, beginnend mit dem Turkana-See, sind flacher und haben keine Abflüsse ins Meer. Sie haben durch die vulkanischen und hydrothermalen Aktivitäten einen hohen Mineralgehalt, der durch die Verdunstung noch erhöht wird. So sind Turkana-, Bogoria-, Nakuru-, Elmenteita-, Magadi-, Natron- und Eyasisee, stark alkalische Sodaseen. Dagegen sind Baringo-, Naivasha- und, je nach Wasserstand, der Manyarasee Süßwasserseen. Zwischen den beiden Ästen des Rifts liegen der Viktoriasee, der Rukwasee und im Süden, wo die beiden Äste zusammenkommen, der Malawisee, dessen Wasser über den Sambesi in den Indischen Ozean fließt.

Literatur und Internetquellen

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Viktoriasee

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Stelzenläufer (Himantopus himantopus) am Viktoriasee, Uganda © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Graufischer (Ceryle rudis) am Viktoriasee, Uganda © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Seidenreiher (Egretta garzetta) am Viktoriasee, Uganda © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Mit einer Fläche von 68'800 km², knapp die Größe Bayerns, ist der Viktoriasee der größte See Afrikas und der drittgrößte der Welt. In seinem Abfluss, dem Viktoria-Nil wurde 1954 ein Kraftwerk-Staudamm in Betrieb genommen, durch den der Wasserstand kontrolliert wird. Bei Vollstau beträgt die Seetiefe etwa 85 m, im Mittel liegt sie bei etwa 40 m. Im See befinden sich zahlreiche Inseln, seine Ufer sind teils flach, teils felsig. Als Folge der starken Zunahme der Bevölkerung kam es in den letzten Jahrzehnten zu einer zunehmenden Verschmutzung und Eutrophierung des Sees.

Charakterpflanzen

Als Folge der Eutrophierung haben sich die Blau-Grünalgen stark ausgebreitet. Im Uferbereich des Sees gibt es großflächige Papyrus-Sümpfe (Cyperus papyrus). Ab 1989 wanderte die Wasserhyazinthe (Eichhornia crassipes) ein, die heute gebietsweise die Schifffahrt und die Fischerei stark behindert.

Tierwelt

Über 550 Fischarten, hauptsächlich Buntbarsche. Durch den Besatz mit dem Nilbarsch (Lates niloticus) ab den 1960er Jahren sowie weiterer standortfremder Fischarten wie Niltilapia (Oreochromis niloticus), O. leucostictus aus den Seen des westlichen Rifts, Rotbauch- (Tilapia zillii) und Rotbrust-Tilapia (T. rendalli) geriet die heimische Fischfauna in arge Bedrängnis. Mehrere Küstenabschnitte sowie eoin Teile der Lugala-Insel (IBA UG015) sind bedeutende Vogelgebiete.

Literatur und Internetquellen

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Manyarasee-Nationalpark

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Der Manyara-See, Tansania © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Grantzebra (Equus quagga boehmi) am Manyara-See, Tansania © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Rötelpelikane (Pelecanus rufescens), Marabus (Leptoptilos crumeniferus) und Nimmersatte (Mycteria ibis) am Manyarasee, Tansania © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Fläche: 649 km², davon ca. 220 km² Seeanteil
Höhe: 960-1828 m.ü.M.

Niederschläge: unregelmässig, 250-1’200 mm / Jahr
Temperatur: min. 15°C, max. 40°C.

Alkalischer See mit je nach Niederschlag und Zufluss stärkerem oder geringerem Salzgehalt, Salzpfannen, Sumpfwiesen, Grundwasserwald, weiter weg vom See Savanne, Abbruchkante des Rifttals.

Charakterpflanzen

Feigenbäume (Ficus spp.), Leberwurstbaum (Kigelia africana), Pfefferkuchenbaum (Hyphaene thebaica), Raffia-Palme (Raphia sp.)

Tierwelt

Grüne und Diademmeerkatze, Anubispavian, Löwe, Leopard, Baum- und Klippschliefer, Afrikanischer Elefant, Grantzebra, Flusspferd, Warzenschwein, Massaigiraffe, Kongoni, Impala, Suni, Kirk-Dikdik, Ried- und Wasserbock, Büffel, über 360 Vogelarten, namentlich zahlreiche Wasservögel (Important Bird Area TZ004). Besonders auffällige sind die Rötelpelikane und Nimmersatte, die zu Tausenden auf den Bäumen brüten sowie die zahlreichen Marabus und Graureiher.

Literatur und Internetquellen

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Nakurusee-Nationalpark

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Flamingos (Phoenicoperus ruber roseus und Phoeniconaias minor) am Nakurusee, Kenia © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Flamingos (Phoenicoperus ruber roseus und Phoeniconaias minor) am Nakurusee, Kenia © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Grantzebras (Equus quagga boehmi) vor Kandelaber-Euphorbien am Nakurusee, Kenia © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Bestehend seit 1969
Fläche: 188 km²
Höhe: 1'753-2'073 m.ü.M.

Jahresniederschlag: ca. 725 mm
Temperatur: min. 7°C, max. 29°C.

Alkalischer Sodasee umgeben von Sumpfwiesen, Salzwiesen, Wiesen, Busch, Euphorbienwald, Olivenwald, Akazienwald, Felsformationen, Abbruchkante des Rifttals. 

Charakterpflanzen

Baum-Euphorbie (Euphorbia candelabrum), Fieber-Akazie (Acacia xanthophloea), Ostafrikanischer Olivenbaum (Olea hochstetteri), Croton-Strauch (Croton dichogamus).

Tierwelt:

Der See weist große Population des Rosa- und des Zwergflamingos auf. Als Folge des Besatzes mit Buntbarschen haben sich Kormorane (Microcarbo africanus, Ph. lucidus), Rötelpelikane und andere fischfressende Vögel eingestellt. Insgesamt gibt es über 450 Vogelarten (Important Bird Area KE047). Flusspferde. Im Park wurden Rothschild-Giraffen, Spitz- und Südliche Breitmaulnashörner angesiedelt. 11 Antilopenarten, Warzenschwein, Steppenzebra, Leopard, Anubispavian, Guereza, Grüne und Diademmeerkatze, Springhase, Klippschliefer etc.

Literatur und Internetquellen

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Kraterseen

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Flamingo im Magadisee des Ngorongorokraters © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
In Ostafrika gibt es zahlreiche Kraterseen, so etwa die Deriba-Caldera in Sudan, die Wenchi-Caldera in Äthiopien, die Seen im Krater des Marsabit, den Magadisee im Ngorongoro (nicht identisch mit dem Magadisee im Süden des kenianischen Rifttals) oder die Momella-Seen am Mount Meru, um nur einige zu nennen.

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Momella Lakes und Lake Longil

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Zwergflamingos (Phoeniconaias minor) in einem der Momella-Seen, Aruscha-Nationalpark, Tansania © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Einer der Momella-Seen, Aruscha-Nationalpark, Tansania © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Gewitterstimmung am Großen Momella-See, Aruscha-Nationalpark, Tansania © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Höhe ca. 1’550 m.ü.M.

Die Momella-Seen sind eine Reihe von sieben kleineren Seen im Nordosten des Aruscha-Nationalparks, die vor rund 6'000 Jahren durch eine Eruption des Meru entstanden sind. Sie sind alkalisch und salzhaltig. Sie werden überwiegend durch Grundwasser gespeist und sind nur zum Teil ganzjährig mit Wasser gefüllt, einer ist praktisch ganz ausgetrocknet. In etwa 4 km Entfernung der Longil-Süsswassersee.

Charakterpflanzen

In den Momellaseen unterschiedliche Algen. Im Lake Longil Papyrus (Cyperus papyrus) und Rohrkolben (Typha sp.)

Tierwelt

Hauben- und Zwergtaucher, Riedscharbe, Rosa- und Rötelpelikan, diverse Reiherarten, Hammerkopf, Nimmersatt, Sattelstorch, Weißstorch, Heiliger und Hagedaschibis, Afrikanischer Löffler, Rosa- und Zwergflamingo, Nil-, Sporen- und Höckerglanzgans, diverse Enten darunter Afrikanische Ruderente (Oxyura maccoa) und Schwarzente (Anas sparsa). Im Lake Longil hat es Tilapien und andere Fische.

Literatur und Internetquellen

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Flüsse

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Die Murchison-Fälle des Weißen Nils (Viktoria-Nils), Uganda. Foto R. Harnisch, Public Domain

 

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Der Rufiji im Selous-Wildschutzgebiet vom Kleinflugzeug aus © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Der bedeutendste Fluss Ostafrikas ist der Nil. Er hat ein Einzugsgebiet von über 3.2 Millionen km² und von der Quelle des Luvironza in Burundi bis zur Mündung in das Mittelmeer eine Länge von ca. 6'850 km. Der Nil wird gebildet durch den Zusammenfluss von Weißem Nil, der das westliche Rifttal und den Viktoriasee entwässert und Blauem Nil, der aus dem niederschlagsreichen Hochland von Abessinien kommt.

Die anderen Flüsse der Region fließen zumeist dem Indischen Ozean zu, so der 1’658 km lange Juba mit seinem Nebenfluss Shabelle, der aus im Süden des Hochland von Abessinien entspringt und an der Somaliküste mündet, der Tana, der bedeutendste Fluss Kenias und der tansanische Rufiji.

Literatur und Internetquellen

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Rufiji River

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Der Rufiji im Selous-Wildschutzgebiet vom Kleinflugzeug aus © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Nilkrokodil (Crocodylus niloticus) am Rufiji-Fluss, Selous-Nationalpark, Tansania © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Flusspferd (Hippopotamus amphibius) am Rufiji-Fluss, Selous-Nationalpark, Tansania © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Der Rufiji ist der größte Fluß Tansanias. Er entsteht aus dem Luwegu and Ulanga, die sich bei den Shuguli-Fällen zum Rufiji vereinen. Dieser strömt nordöstlich durch das Selous Game Reserve und fließt mit dem Great Ruaha zusammen. Bevor er in den indischen Ozean mündet, bildet er ein Delta, in dem der mit einer Fläche von 530 km² größte Mangrovenwald an der Ostküste Afrikas befindet.

Charakterpflanzen

In den Galeriewäldern sind die Borassuspalmen nicht zu übersehen. Im Mangrovenwald des Deltas kommen Sonneratia alba, Rhizophora mucronata, Ceriops tagal, Bruguiera gymnorrhiza, Avicenniamarina, Xylocarpus granatum, Heritiera littoralis und Lumnitzera racemosa vor.

Tierwelt

Siehe Selous Game Reserve. Tigersalmler (Hydrocynus vittatus), Buntbarsche (z.B. Oreochromis urolepis), Grundkärpflinge (Nothobranchius melanospilus, N. annectens, N. eggersi, N. janpapi und Paranothobranchius ocellatus), Labeo-Arten etc. bevölkern Fluss und Delta.

Literatur und Internetquellen

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Grumeti River

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Marabu (Leptoptilos crumeniferus) und Silberreiher (Casmerodius albus) am Grumeti, Serengeti, Tansania © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Galeriewald am Grumeti, Serengti, Tansania © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Der Grumeti River entspringt im Nordosten der Serengeti, fließt durch den Western Corridor und das private Grumeti-Schutzgebiet und mündet in den Speke-Golf des Viktoriasees. Seine Wasserführung ist sehr unterschiedlich. Nach der Hauptregenzeit, im Juni/Juli ist er ein richtiger kleiner Fluss. Nach Trockenperioden wird er zu einer Serie von Tümpeln.

Charakterpflanzen

Auf weite Strecken Galeriewald. Im Mündungsgebiet Sumpf mit Papyrus (Cyperus papyrus).

Tierwelt

Siehe Serengeti. Große Populationen von Nilkrokodil und Flusspferd, im Galeriewald Guereza, Diademmeerkatze Buschbock und Blauducker, in den Sümpfen Sumpfmanguste. Die Zebras und Gnus queren den Grumeti auf ihrer Wanderung zur Masai Mara. Reiche Vogelwelt.

Literatur und Internetquellen

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Sümpfe

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Papyrus (Cyperus papyrus) mit Webervogelnestern im Mabamba-Sumpf, Uganda © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Das größte Sumpfgebiet Ostafrikas und gleichzeitig das größte ungeschütztes Feuchtgebiet Afrikas ist der Sudd (Bahr el Jebel), eine 57'000 km² große Überschwemmungsebene des Nils im Südsudan. Dieser, ein  bedeutendes Areal für den Schuhschnabel und ein wichtiges Rast- und Überwinterungsgebiet für in Europa brütende Wasservögel, ist durch Kanalisations- und Entwässerungspläne gefährdet.

Literatur und Internequellen

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Mabamba Bay, Uganda

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Afrikanisches Blätterhühnchen (Actophilornis africana) im Mabamba-Sumpf, Uganda © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Hammerkopf (Scopus umbretta) im Mabamba-Sumpf, Uganda © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Seerosen (Nymphaea sp.) im Mabamba-Sumpf, Uganda © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Sumpfgebiet am Nordufer des Viktoriasees.

Fläche: 165 km²
Höhe: 1135 m.ü.M.

Jahresniederschlag: ca. 1165 mm
Mittlere Monatstemperaturen: tags 26-29°C, nachts 16-18°C.

Charakterpflanzen

Papyrus (Cyperus papyrus), andere Cyperus-Arten, Chinaschilf (Miscanthus sp.), Seggen (Cladium spp.), Seerosen (Nymphaea sp.) und eingeschleppte Wasserhyazinthen (Eichhornia crassipes).

Tierwelt:

Sitatunga. Zahlreiche Vogelarten (Important Bird Area UG017), darunter Schuhschnabel, Sporngans, Afrikanische Zwergglanzgans, Blaustirn-Blatthühnchen, Goliathreiher, Hammerkopf, Kiebitze, Weißflügel-, Weißbart- und Lachseeschwalbe, Graukopfmöwe, Blauschwalbe (Hirundo atrocaerulea), Papyrus Gonolek (Laniarius mufumbiri). Afrikanischer Lungenfisch.

Literatur und Internetquellen

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Freigegeben in Ostafrika
Donnerstag, 14 Juni 2018 14:53

Äthiopisches Hochland und andere Gebirge

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Gebirge in Ostafrika. Die Nummern beziehen sich auf einzelne Massive der Eastern Arc-Berge (siehe dort)

(6.1) Äthiopisches Hochland

(6.2) Vulkane am Rifttal

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Äthiopisches Hochland

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Blick in östliche Richtung vom Ras Dashen. Foto: Florian Fell, Wikimedia Commons
Das Aethiopische (Abessinische) Hochland bedeckt den größten Teil Äthiopiens und Eritreas. Es besteht aus aus einer Reihe von Einzelgebirgen, darunter die Semien-Berge mit dem 4'550 m hohen Ras Dashen als höchstem Gipfel

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

Semien- oder Simien-Nationalpark

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Gipfel des Imet Gogo in den Semien-Bergen. Foto: Ondřej Žváček

 

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Landschaft im Semien-Nationalpark © Bernard GAGNON, veröffentlicht auf GOOGLE Earth unter GNU Free Documentation License

 

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Riesenlobelie (Lobelia rhynchopetalum) im Simien Mountains Nationalpark © Bernard GAGNON, veröffentlicht auf GOOGLE Earth unter GNU Free Documentation License

 

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Dscheladas (Theropithecus gelada) in den Semien-Bergen © Alastair Rae. Übernommen aus flickr unter der Attribution-ShareAlike 2.0 Generic-Lizenz.

Ursprünglich handelte es sich um zwei Nationalparks: Den seit 1969 bestehenden Simien Mountain National Park (179 km²) und den Simien National Park (232 km²) die innerhalb des 1'100 km² großen Semien-IBAs liegen.

Höhe 1500-4550 m.ü.M.

Vegetation und Charakterpflanzen: Die Vegetation besteht aus afro-alpinem Grasland mit bis zu 10 m hohen Lobelien (Lobelia spp.) und Kniphofien (K. foliosa) und unterhalb von 3'500 m Erikawäldern mit Baumheiden (Erica arborea) und Johanniskräutern (Hypericum revolutum, H. quartinianum). In den Felswänden Gräser, Kräuter und kleine Büsche. Die unterste Vegetationszone (2'000-3'000 m) wird von afro-montanem Wald gebildet, der durch Hartlaubgewächse, Wachholder (Juniperus procera) und verschiedene Akazien charakterisiert ist.

Tierwelt: Zu den für das äthiopische Hochland endemischen Säugetierarten gehören der Dschelada, der Äthiopische Steinbock (Capra walia), der Menelik-Buschbock und der Semienwolf (Canis simensis). Ferner kommen vor: Mantel- und Anubispavian, Äthiopische Grünmeerkatze, Guereza, Tüpfelhyäne, Afrikanischer Goldwolf (bzw. Goldschakal), Leopard, Karakal, Serval, Afrikanische Wildkatze, PinselohrschweinKronenducker und Klippspringer. Von den Kleinsäugern seien die Abessinische Kusuratte (Arvicanthis abyssinicus) und die Abessinische Lamellenzahnratte (Otomys typus) genannt, die wichtige Beutetiere für den abessinischen Wolf sind.

Die Avifauna umfasst über 137 Arten. Das Gebiet ist wichtig (IBA ET003) für u.a. Klunkeribis (Bostrychia carunculata), Bartgeier, Bergbussard (Buteo oreophilus), Erckel- und Braunnackenfrankolin (Francolinus erckelii, F. castaneicollis), Strichelbrustkiebitz (Vanellus melanocephalus), Bergpapagei (Agapornis taranta) und Weißhaubenturako. Auch der Steppenadler wird hier saisonal angetroffen.

Literatur und Internetquellen

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Vulkane am Rifttal

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Bergwald am Ngorongoro, Tansania © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Am Ostafrikanischen Grabenbruch befinden sich eine Reihe teils erloschener Vulkane. Dazu gehören Mount Kenya und Mount Elgon in Kenia, Kilimandscharo, Meru, der aktive Ol Doinyo Lengai und das Krater-Hochland des Ngorongoro in Tansania. Der früher Wilhelmskuppe, heute Kibo oder Uhuru Peak genannte, schneebedeckte Gipfel ist der höchste der drei erloschenen Vulkane, die das Kilimandscharo-Massiv ausmachen und mit 5'895 m der höchste Berg Afrikas.

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

Aruscha-Nationalpark

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Kaffernbüffel (Syncerus caffer) in Waldlichtung im Aruscha-Nationalpark, Tansania © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Guereza (Colobus guereza) im Bergwald des Aruscha-Nationalparks, Tansania © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Bergwald und kleines Feuchtgebiet im Aruscha-Nationalparks, Tansania © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Buschbock (Tragelaphus scriptus) im Bergwald des Aruscha-Nationalparks, Tansania © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Bestehend seit 1960, damals als Ngurdoto Crater National Park. 1967 bis zum Gipfel des Mount Meru erweitert. Teilweise vom Meru-Waldreservat umgeben.
Fläche: 52 km²
Höhe: 1’500-4565 m.ü.M.

Temperatur: je nach Höhenlage sehr unterschiedlich.
Jahresniederschlag: 600-1300 mm in tieferen, bis 2400 mm in höheren Lagen.

Charakterpflanzen

Der Bergwald wird dominiert vom Ebenholzbaum (Diospyros abyssinica) und von Olivenbäumen (Olea welwitschii, O. hochstetteri und O. africana).

Tierwelt

Grüne und Diademmeerkatze, Anubispavian, Guereza, Leopard, Serval, Afrikanischer Elefant, Giraffe, Flusspferd, Riesenwaldschwein,Nusch- und Warzenschwein, Kaffernbüffel, Buschbock, Harvey-Rotducker, Blauducker, Suni etc.. Neben großen Ansammlungen von Zwergflamingos gibt es zahlreiche andere Wasservögel, z.B. Sattelstorch, Afrikanischer Nimmersatt, Heiliger Ibis, Hagedasch, Afrikanischer Löffler, Höckerglanzgans, Hottentotten-, Rotschnabel und Schwarzente. Der Park ist das einzige Schutzgebiet, wo die Afrikanische Ruderente (Oxyura maccoa) vorkommt. In den Felswänden des Meru-Massivs nisten Bartgeier Ferner sieht man u.a. Kongopapagei (Poicephalus gulielmi), Silberwangen-Hornvogel, Weißstirnspint und Narina-Trogon (Apaloderma narina) (Important Bird Area TZ001).

Literatur und Internetquellen

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Die Eastern Arc-Berge

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Usambara-Berge, Tansania. Foto Joachim Huber, Wikimedia Commons

 

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Kongonis (Alcelaphus buselaphus cokei) in den Taita Hills. Forto: Christopher T. Cooper, Wikimedia Commons

Die Eastern Arc-Berge  sind eine Kette alter Gebirgsmassive in Südost-Kenia und Nordost-Tansania. Sie bestehen aus den (1) Taita Hills, (2) Nördlichen und Südlichen Pare-, (3) Östlichen und westlichen Usambara-, (4) Nguru-, (5) Ukaguru-, (6) Uluguru-, (7) Rubeho-, (8) Malundwe- und (9) Udzungwa-Bergen, deren höchste Gipfel Höhen zwischen 2'250 und 2'630 m.ü.M. erreichen, ferner aus einigen niedrigeren Massiven. Die Berge sind mit sind mit Regen- oder Nebelwäldern und mit Grasland bestanden.

Die Eastern Arc-Berge bilden einen "Hotspot" der Biodiversität, der 30'000 km² umfasst, davon stehen 5'082 km² unter Schutz, aber nur rund 2'000 km² sind noch intakt. Hier leben 4'000 Arten Gefässpflanzen, darunter 1'400 Endemiten (600 an der Küste, 800 in den Bergen) und mindestens 1'019 terrestrische Wirbeltierarten, darunter 121 Endemiten.wie z.B.  zwei Zwergstachelmäuse aus dem Acomys spinosissimus-Komplex, die erst 2011 beschrieben wurden. Zu den in Zoos gehaltenen Reptilienarten gehören Grüne Baumeidechse, Ostafrikanische Siedleragame, Fischer-Chamäleon, Nguru-Zwergchamäleon, Türkis-Zwerggecko  sowie Usambara-Buschviper (Atheris ceratophora). Gut die Hälfte der über 60 Amphibienarten sind endemisch.

Literatur und Internetquellen

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Nationalparks und andere Schutzgebiete

Udzungwa-Berge-Nationalpark

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Blick über den Udzungwa-Nationalpark und angrenzendes Gelände © Jens Klinzing. Veröffentlicht auf Wikimedia Commons unter der Creative Commons Attribution 3.0 Unported-Lizenz

 

Bestehend seit 1992
Fläche: 1'990 km²
Höhe: 400 bis 2'576 m.ü.M.
Jahresniederschlag: 2000-2500 mm im Norden, 2'200 mm im Süden.

Tierwelt

Im Park leben über 400 Vogelarten, darunter darunter die erst 1994 für die Wissenschaft entdeckte Udzungwawachtel (Xenoperdix udzungwensis) und der Silberwangen-Hornvogel, ferner u. a.  6 Primatenarten, Steppenelefant, Kaffernbüffel, Rotducker, Blauducker.

Literatur und Internetquellen:

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© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx