Samstag, 29 September 2018 16:02

NEHRING, S. & SKOWRONEK, S. (2017)

Die invasiven gebietsfremden Arten der Unionsliste der Verordnung (EU) Nr.1143/2014  – Erste Fortschreibung 2017.

Hrsg. Bundesamt für Naturschutz, Bonn. BfN-Skripten 471. 164 Seiten

Unter den behandelten Arten befinden sich die folgenden Wirbeltierarten, die gegenwärtig in europäischen Zoos gehalten werden:

  • *Nilgans (Alopochen aegyptiaca )
  • Pallas-Schönhörnchen (Callosciurus erythraeus)
  • Nordamerikanischer Ochsenfrosch (Lithobates catesbeianus)
  • Chinesischer Muntjak (Muntiacus reevesi)
  • Nutria (Myocastor coypus)
  • Marderhund (Nyctereutes procyonoides)
  • *Bisam (Ondatra zibethicus)
  • Schwarzkopf-Ruderente (Oxyura jamaicensis)
  • Amurgrundel (Perccottus glenii)
  • Waschbär (Procyon lotor)
  • Blaubandbärbling (Pseudorasbora parva)
  • Grauhörnchen (Sciurus carolinensis)
  • Fuchshörnchen (Sciurus niger)
  • Sibirisches Streifenhörnchen (Tamias sibiricus)
  • Heiliger Ibis (Threskiornis aethiopicus)
  • Buchstaben-Schmuckschildkröte (Trachemys scripta)

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Flugunfähigmachen von Vögeln – Für und Wider.

Der Zoologische Garten (N.F) 82 (5-6):  293-339.

Zusammenfassung:

Techniken des Vogelflugs und biologische Funktionen des Fliegens werden erläutert, Gründe für ein Flugunfähigmachen, wie sie sich aus den Aufgaben und Verpflichtungen der Zoos ergeben, werden dargelegt und Methoden des Flugunfähigmachens werden beschrieben. Die rechtliche Situation in Deutschland und in weiteren Ländern wird vorgestellt. Es wird diskutiert, welche Gründe für und gegen ein Flugunfähigmachen sprechen, inwieweit eine Volierenhaltung zu bevorzugen ist, und ob einer reversiblen oder irreversiblen Methode der Vorzug zu geben ist. Ein Rechtsgutachten kommt zum Schluss, dass auch unter dem deutschen Tierschutzgesetz Eingriffe zum Flugunfähigmachen dann zulässig sind, wenn sie nach tierärztlicher Indikation geboten sind, wobei eine Indikation auch im Sinne der Prävention gesehen werden kann. Im Gegensatz zu Kommentatoren des Deutschen Tierschutzgesetzes betrachten die Autoren das bloße Federstutzen nicht als verbotenen Eingriff. Im Interesse des guten Funktionierens europäischer und internationaler Erhaltungszuchtprogramme wird angeregt, in Analogie zur Gesetzgebung anderer Staaten auch in Deutschland zumindest für bestimmte Vogelarten Eingriffe zum Flugunfähigmachen für generell zulässig zu erklären.

Abstract:

The techniques and biological functions of avian flight are briefly presented. The reasons for rendering zoo birds flightless are explained taking into account the tasks and obligations of modern zoos, and the various deflighting procedures are described. The legal situation regarding deflighting as it currently exists in Germany and other countries is clarified. It is discussed in detail under which circumstances it would be justifiable to render a bird flightless, to what extent keeping the birds in aviaries would be an alternative and whether reversible or irreversible methods should be preferred. A legal opinion has been sought which came to the conclusion that even under the restrictive Animal Welfare Law of Germany interventions to render a bird flightless were admissible if based on veterinary indication on a case-by-case basis. Such indication may be justified by the anticipation that a bird may be injured or die from an accident in future if not deflighted. Contrary to the views of some legal experts commenting on the German Animal Welfare Law the authors consider feather clipping not to be an intervention prohibited under the law. In the interest of the good functioning of european and international breeding programmes the authors suggest that the German legislation should be modified with a view of containing a general derogation for rendering flightless at least certain species of zoo birds.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 07:11

BMELF (Hrsg. 1997)

Gutachten über Mindestanforderungen an die Haltung von Reptilien vom 10. Januar 1997.

73 Seiten

Verfasser: Sachverständigengruppe Gutachten über die tierschutzgerechte Haltung von Terrarientieren (BLAHAK, S. , BRÜCHER, H., ENGELMANN, W.-E., GRÜNWALDT, P.-H., PAULER, I., RADES, W., RIEBE, M. & WICKER, R.)

Hrsg. Bundesministerium für Ernährung Landwirtschaft und Forsten. Bonn.

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Donnerstag, 14 Juni 2018 13:16

Zoo-Richtlinie

Zoo-Richtlinie ist die Kurzbezeichnung für die RICHTLINIE 1999/22/EG DES RATES vom 29. März 1999 über die Haltung von Wildtieren in Zoos veröffentlicht im EU-Amtsblatt L 94/24 vom 09.04.1999. englisch: COUNCIL DIRECTIVE 1999/22/EC of 29 March 1999 relating to the keeping of wild animals in zoos

Die Zoo-Richtlinie richtet sich an die Mitgliedstaaten der EU. Sie verpflichtet diese, dafür zu sorgen, dass die Zoos bestimmte Anforderungen erfüllen und zu diesem Zweck eine Genehmigungspflicht (Betriebserlaubnis) und Überwachung einführen.

Die Mitgliedstaaten haben für die Zwecke der Richtlinie zuständigen Behörden zu bezeichnen und im Falle von Widerhandlungen Sanktionen vorzusehen.

Erfüllt ein Zoo die Anforderungen innerhalb einer festgelegten Frist nicht, so widerruft oder ändert die zuständige Behörde die Betriebserlaubnis und schließt den Zoo oder einen Teil des Zoos.

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Donnerstag, 14 Juni 2018 11:21

Zoo

Zoo (von altgriechisch ζῷον für Lebewesen oder Tier) ist die Kurzform für zoologischer Garten. Sie bezeichnet

  • im allgemeinen Sprachgebrauch eine meist parkartige, öffentlich zugängliche Einrichtung, in der eine größere Anzahl von Tieren unterschiedlicher Arten gehalten werden
  • im Sinne der Zoo-Richtlinie der EU dauerhafte Einrichtungen, in denen lebende Exemplare von Wildtierarten zwecks Zurschaustellung während eines Zeitraums von mindestens sieben Tagen im Jahr gehalten werden; ausgenommen hiervon sind Zirkusse, Tierhandlungen und Einrichtungen, die die Mitgliedstaaten von den Anforderungen der Richtlinie ausnehmen, weil sie keine signifikante Anzahl von Tieren oder Arten zur Schau stellen und die Ausnahme die Ziele der Richtlinie nicht gefährdet.
  • im Selbstverständnis der Zoos eine öffentlich zugängliche Einrichtung, in der Tiere unterschiedlicher Arten für die Zwecke der Erholung, Volksbildung, Forschung und des Naturschutzes (Recreation, Education, Research and Conservation) gehalten werden

Wilde Tiere haben Menschen schon immer fasziniert. Davon zeugen steinzeitliche Höhlenzeichnungen und die Errichtung von Wildtierhaltungen in vielen Hochkulturen der Frühzeit, der Antike oder im präkolumbianischen Amerika. Zwecke und Formen der Haltung haben sich im Laufe der Zeit immer wieder gewandelt. Zoos sind daher ein interessanter Aspekt der menschlichen Kulturgeschichte.

Der älteste, als „Zoo“ (Menagerie) konzipierte, gegründete, kontinuierlich betriebene und heute noch bestehende Zoo ist der Tiergarten Schönbrunn in Wien, dessen Errichtung von FRANZ VON LOTHRINGEN, dem Gemahl von Kaiserin MARIA THERESIA veranlasst wurde. Als zweitältester erhaltener Zoo gilt die Menagerie im Jardin des Plantes in Paris (1793). Diese bürgerliche Gründung, welche die königliche Menagerie beim Schloss von Versailles ersetzte, sollte hauptsächlich der naturkundlichen Bildung der Bevölkerung dienen. Manche ihrer Leiter haben auch die Entwicklung der Zoologie nachhaltig beeinflusst, so etwa ÉTIENNE GEOFFROY SAINT-HILAIRE oder FRÉDÉRIC CUVIER. 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 07:48

FFH

Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen. Englisch: Council Directive 92/43/EEC on the Conservation of natural habitats and of wild fauna and flora.

Kurzbezeichnung im deutschen Sprachraum: FFH-Richtlinie, abgeleitet von ‚Fauna‘ (Tiere), ‚Flora‘ (Pflanzen) und ‚Habitat‘ (Lebensraum)

Die FFH-Richtlinie ist ein Instrument zur Umsetzung des Berner Übereinkommens des Europarates über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume. Auf ihrer Grundlage wurde ein Netz von Schutzgebieten errichtet, das Natura 2000 genannt wird.

Zur Richtlinie gehören fünf Anhänge:

ANHANG I
Natürliche Lebensraumtypen von gemeinschaftlichem Interesse, für deren Erhaltung besondere Schutzgebiete ausgewiesen werden müssen

ANHANG II
Tier- und Pflanzenarten von gemeinschaftlichem Interesse, für deren Erhaltung besondere Schutzgebiete ausgewiesen werden müssen

ANHANG III
Kriterien zur auswahl der Gebiete, die als Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung bestimmt und als besondere Schutzgebiete ausgewiesen werden könnten

ANHANG IV
Streng zu schützende Tier- und Pflanzenarten von gemeinschaftlichem Interesse

ANHANG V
Tier- und Pflanzenarten von gemeinschaftlichem Interesse, deren entnahme aus der Natur und Nutzung Gegenstand von Verwaltungsmassnahmen sein könnten

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Donnerstag, 14 Juni 2018 15:30

CBD - Biodiversitätskonvention

CBD ist das Kürzel für die Biodiversitäts-Konvention, richtiger das Übereinkommen über die biologische Vielfalt, das am 5. Juni 1992 auf einer Konferenz der Vereinten Nationen zu Umwelt und Entwicklung (UNCED) in Rio de Janeiro abgeschlossen wurde. Es trat am 29. Dezember 1993 in Kraft. Im Februar 2018 gehörten dem Übereinkommen 196  Vertragsstaaten und die Europäische Union an. Die USA haben das Übereinkommen wohl am 4.6.1993 unterzeichnet, es aber noch nicht ratifiziert.

Vertragsstaaten im deutschsprachigen Raum sind Deutschland (seit 21.12.1993), Luxemburg (seit 09.05.1994), Österreich (seit 18.08.1994), die Schweiz (seit 21.11.1994) und Liechtenstein (seit19.11.1997).

Ergänzt wird die Konvention durch das Cartagena-Protokoll über die biologische Sicherheit, das am 11. September 2003 in Kraft trat. Deutschland, Luxemburg, Österreich und die Schweiz gehören zu den 171 Staaten, die das Protokoll ratifiziert haben (Stand Februar 2018).

Das Nagoya-Protokoll über den Zugang zu genetischen Ressourcen und gerechten Vorteilsausgleich, das am 29. Oktober 2010 und am am 12. Oktober 2014 in Kraft getreten ist, kann eine Rolle spielen, wenn  eine Institution aus einem Land lebende Tiere, Pflanzen oder sonstiges genetisches Material der Natur entnehmen und auführen will. Deutschland, Luxemburg und die Schweiz gehören zu den 104 Vertragsstaaten des Nagoya-Protokolls (Stand Februar2018).

Website: https://www.cbd.int/

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© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx