Donnerstag, 14 Juni 2018 09:14

FRANCKE, R. (1989)

Ein Beitrag zur Gewinnung, Beurteilung und Konservierung von Sperma nicht domestizierter Paar- und Unpaarhufer.

Observations in the collection, evaluation and preservation of semen of non domestic even-toed and odd –toed ungulates.

Vet. med. Dissertation

132 S.

Klinik f. Klauentierkrankheiten und Fortpflanzungskunde, Fachbereich Veterinärmedizin der Freien Universität Berlin und
Zoo Berlin

Zusammenfassung:

Im Berliner Zoo wurden bei Tieren aus den Ordnungen der Paarhufer (Artiodactyla) und der Unpaarhufer (Perissodactyla) Spermagewinnungsversuche mittels Elektroejakulation durchgeführt. Die Elektroejakulationen erfolgten, wenn Tiere aufgrund einer Routineuntersuchung, einer Behandlung oder Umsetzaktion ohnehin anästhesiert werden mussten. Als Samenspender standen aus der Familie der Hornträger (Bovidae) 18 Individuen zwölf verschiedener Spezies, aus der Familie der Hirsche (Cervidae) elf Individuen zehn verschiedener Spezies, aus der Familie der Kamele (Camelidae) fünf Individuen aus zwei Arten und aus der Familie der Altweltschweine (Suidae) ein Hirscheber zur Verfügung. Ferner wurde eine Elektroejakulation bei einem Grevy-Zebra aus der Familie der Pferde (Equidae) und bei einem Schabrackentapir aus der Familie der Tapire (Tapiridae) durchgeführt.

Bei dem Reizgerät handelte es sich um einen Wechselstromgenerator, der sinus-artige Reizwellen über eine Frequenz von 22 Hertz erzeugte. Die Untersuchungser-gebnisse der Ejakulate und der Morphologie der Spermien der Einzeltiere werden angegeben. Betrug der Anteil vorwärtsbeweglicher Spermien in einem Ejakulat mehr als 50%, wurde das Sperma geteilt, mit Tris- und Lactose-Verdünner konfektioniert und kryokonserviert.

Hinsichtlich der Auftauergebnisse des Gefrierspermas der Hirsche ergab der Ver-gleich der beiden Verdünner keine deutlichen Unterschiede. Bei den Hornträgern fiel in mit Lactose-Verdünner konfektioniertem Sperma der Verlust an intakten Kopfkap-pennach dem Auftauen in elf von zwölf Fällen gegenüber dem Tris-Verdünner geringer aus.

Summary:

At Berlin Zoo semen collection by electroejaculation was examined in artiodactylids and perissodactylids. As semen donator were available out of the family of bovids 18 specimen (12 species)w. out of the family of deers 11 specimen (10 species), out of the family of camelids 5 specimen (2 species), one babirusa (Suids), one Grevy’s Zebra (Equids) and one Malayan Tapitr (Tapirs).

The stimulator delivered sine-wave alternating current at a frequency of 22 Hertz. The results of the evaluation of semen and of the morphology of the spermatozoa were specified. Semen was split into two equal parts if progressive motility of the spermatozoa was classified more than 50%. The portions were diluted in Tris- and Lactose-extender.

Postthaw evaluation of the frozen semen of deer showed no distinct difference between both extenders. Spermatozoa of horned ungulates showed minor acro-some damages in eleven of twelve cases if semen was preserved with Lactose-diluent.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 15:02

OLBRICHT, G. (2009)

Aspects of the Reproductive Biology of Sengis (Macroscelidea) in general and the Postnatal Development of the Short-eared Sengi (Macroscelides proboscideus) in particular.

Dissertation Dr. rer.nat.

133 Seiten, 31 Abbildungen, 11 Tabellen, 4 Anhänge

Fachbereich Biologie und Geographie an der Universität Duisburg-Essen (Betreuer: Prof. Dr. H.Burda) und
Zoologischer Garten Wuppertal (Direktor: Dr. Ulrich Schürer)

Voller Text

Zusammenfassung:

Rüsselspringer oder Elefantenspitzmäuse (Macroscelidea) werden seit mehr als einem Jahrhundert wissenschaftlich untersucht, jedoch sind Informationen zu ihrer Biologie lückenhaft und zusammenhanglos. Die Fortpflanzungsbiologie von Rüsselspringern wird am besten im Kontext zu ihrer Evolutionsgeschichte verständlich. Ihre Phylogenie war lange Gegenstand von Spekulationen und Kontroversen. Diese Arbeit hat zum Ziel, Erkenntnisse aus der Molekulargenetik mit morphologischen Methoden zu unterstützen und somit zu einem besseren Verständnis ihrer Stammesgeschichte beitragen. Rüsselspringer gehören zu den Afrotheria, einer Gruppe von endemischen afrikanischen Säugetieren. Diese Verwandschaftsbeziehungen fanden hier besondere Berücksichtigung.

Kapitel 1 faßt das bisherige Wissen über Aspekte der Fortpflanzungsbiologie der Ordnung Macroscelidea zusammen. Einige Charakteristika sind für Kleinsäuger ungewöhnlich. Zu wichtigen Reproduktionsparametern zählt, dass Rüsselspringer Nestflüchter sind und monogam leben. Daneben sind einige Arten zu Polyovulation und post-partum- Östrus befähigt. Während ihrer relativ langen Lebensdauer erreichen sie eine bemerkenswerte Geburtenrate.

In den Kapiteln 2 und 3 wandte ich morphologische Methoden zur Untersuchung phylogenetischer Verwandschaftsbeziehungen an. Morphologische Meßpunkte wie die Position von Penis und Zitzen wurden festgelegt. Die Position des Penis diente der Unterscheidung der Gattungen Petrodromus und Macroscelides, jedoch nicht zu oder zwischen den anderen Gattungen. Dieses Ergebnis bestätigt neuere taxonomische Schlussfolgerungen zur weniger engen Verwandtschaft dieser beiden Taxa. Die Lage der Zitzen führte zur taxonomischen Unterscheidung von 3 der 4 Gattungen, zwischen Elephantulus und Macroscelides besteht kein bedeutsamer Unterschied. Nur bei den beiden Arten Petrodromus tetradactylus und Elephantulus rozeti wurden beim Männchen Zitzen gefunden, was Ergebnisse neuerer Untersuchungen zur engen Verwandschaft dieser beiden Taxa bestätigte. Die Anordnung der Zitzen definierte ich für alle 4 Gattungen in einer gattungsspezifischen Formel, wobei zwischen antebrachialer, abdominaler und inguinaler Position unterschieden wurde. Kein Rüsselspringer zeigte dorsolaterale Zitzen, wie sie bei der Felsenratte (Petromus typicus) bekannt sind.
Das Milchdrüsengewebe einer männlichen und weiblichen Rüsselratte (P. tetradactylus) wurde mit verschiedenen histologischen und histo-chemischen Methoden in Kapitel 4 untersucht. Die Egebnisse ergaben beim Männchen eine funktionsfähige Milchdrüse mit aktivem Milchgewebe. Die Drüsenendstücke unterschieden sich geschlechtsspezifisch. Beim Weibchen fanden sich typische Drüsenendstücke, Milchgänge sowie Milchsinus und Zitzenkanal. Die Drüsenendstücke des Weibchens befanden sich in der Drüsenperipherie, die des Männchens im Bindegewebe der Zitze. Die Funktion von Milchdrüsengewebe bei der männlichen Felsenratte bleibt unklar, da sich bei keiner Rüsselspringerart die Männchen an der Jungenaufzucht beteiligen. Apokrine Duftdrüsen wurden bei beiden Geschlechtern an der Zitzenbasis gefunden, was die große Bedeutung der olfaktorischen Kommunikation für Rüsselspringer unterstreicht.

Die Kapitel 5 und 6 beschäftigen sich mit post-natalem Wachstum. In Kapitel 5 wurden Körpermaße wie die Längen von Kopf-Rumpf, Ohr, Schnauze, Fibrissen, Schwanz und Hinterfuß sowie das Körpergewicht post-mortem bei zoogeborenen Kurzohr-Rüsselspringern (Macroscelides proboscideus) verschiedenen Alters vermessen und mit Hilfe des Gompertz-Wachstumsmodells analysiert. Dabei konnten erhebliche Unterschiede beim Wachstum der verschiedenen Körpermaße im Hinblick auf die Wachstumskonstante (K) und den Zeitpunkt des schnellsten Wachstums (I) festgestellt werden. Bei Fibrissen und Schnauze konnte generell das schnellste Wachstum verzeichnet werden, beim Ohr das langsamste. Die Annäherung an die Asymptote (A) für die adulte Länge von Schwanz und Ohr, sowie für das Adultgewicht zeigte sich in Anwendung des Wachstumsmodells später als es der sigmoidale Kurvenverlauf der direkten Meßwerte vermuten ließ. Der Hinterfuß erreichte seine Adultlänge früher als die anderen Körperteile, für die Adultmaße ungefähr beim Einsetzen der Geschlechstreife (ca. 45. Lebenstag) ermittelt wurden. Keine Signifikanz konnte für geschlechtsspezifischen Dimorphismus der im Modell ermittelten geschätzten Adultmaße festgestellt werden.

Die tägliche individuelle Gewichtszunahme von zoolebenden Kurzohr-Rüsselspringern von den ersten Lebenstagen an bis ins Erwachsenenalter war Gegenstand der Untersuchung in Kapitel 6. Die Ergebnisse des vorherigen Kapitels konnten auf der Grundlage von kompletten Meßreihen der Gewichtsentwicklung überprüft und mit Hilfe des Gompertz-Modells analysiert werden. Die Wachstumsparameter K, I und A wurden mit Aspekten der Fortpflanzungsbiologie von Rüsselspringern in Zusammenhang gesetzt und konnten gleichzeitig mit den für andere Arten aus der Literatur bekannten gleichen Wachstumsparametern verglichen werden. Es gab keine signifikanten Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen bezüglich Wachstum oder Adultmaß beim Körpergewicht. Das Ergebnis für das Erreichen des Adultgewichtes entsprach mit 45 Tagen dem Ergebnis des vorherigen Kapitels.

Summary:

Sengis have been studied for more than a century but information on their biology is still scattered. The reproductive biology of sengis is best understood in the context of their evolutionary history. Their phylogeny has long been the subject of much speculation and controversy. This thesis aims to consolidate molecular findings of other studies with morphological methods and thus, to contribute to a better understanding of their phylogeny. Sengis are members of the Afrotheria, an African clade of mammals, and particular attention was paid in this study to their relationships to other afrotheres.

Chapter 1 summarizes the knowledge on reproductive parameters across the order Macroscelidea from the literature. Various reproductive characteristics are unusual for a small mammal. The most important traits in the life history of sengis in terms of reproduction are precociality and monogamy as well as the ability of some species to poly-ovulate and to perform post-partum oestrus. Further, they have a very long lifespan with high fecundity rates.

In chapters 2 and 3 I apply morphological methods to investigate phylogenetic relationships. Morphological landmarks such as the position of penis and teats were defined. The position of the penis is of utility in distinguishing between the genera Petrodromus and Macroscelides, but not between any other genera of sengi, supporting recent taxonomic conclusions regarding the relationship of these two taxa. Teat position is useful in taxonomic distinction among the three of the four genera, only between Macroscelides and Elephantulus there was no difference. Only in two species teats were found on males: Elephantulus rozeti and Petrodromus tetradactylus but not on other species examined. This supports the recent taxonomic conclusions regarding the relationship of these two taxa. The arrangement of teats was determined in a formula for each genus which distinguishes between antebrachial, abdominal and inguinal regions. No sengi exhibited teats situated dorsolaterally to the extent of those in rock-dwelling mammals such as Petromus typicus.

In chapter 4 mammary tissue of a female and male P. tetradactylus was examined with different histological and histochemical methods. The results reveal a potentially functioning mammary gland in male Petrodromus with evidence of active mammary tissue. The secretory units (acini) are sexually dimorphic. In the female typical acini, milk ducts, cisternal milk sinus and a teat canal can be distinguished. The acini of the females occur in the periphery of the gland whereas acini in the male teat occur in the connective tissue of the teat. The function of mammary tissue in male Petrodromus is not clear because males of none of the sengi species contribute to the raising of their young. Apocrine scent glands were found in both genders at the base of the teat which underlines the importance of chemical communication for sengis.

In chapter 5 body measures (mass, length of body, head, ear, snout, whiskers, tail, hind foot) of captive short-eared sengis (Macroscelides proboscideus) were taken post mortem and then fitted to the 3-parameter Gompertz model There was considerable variation of the growth parameters of these body measures in terms of growth constant (K) and inflection age (I). Whiskers and snout had the fastest growth, the ears the slowest. The asymptotic value of the growth model (A) in terms of adult length of tail and ear as well as body mass was exceeded later then the sigmoidal curves suggested but nevertheless, adult size of all body parts is achieved at about sexual maturity (ca. 45 days), except hind foot length which reached its maximum earlier. No significant sexual dimorphism in the estimated adult size could be determined.

Chapter 6 refines the results regarding body mass growth during the ontogeny of individual short-eared sengis which were weighed on a nearly daily basis from their first days of life until adulthood. The Gompertz growth model was used to generate the growth parameters K, I and A which were compared with data on the reproductive biology of sengis. Furthermore, the growth parameters for Macroscelides were compared with those of various species obtained from the literature.Adulthood is reached when adult size matches with sexual maturity, at about 45 days. There were no significant differences between males and females in growth or adult body mass size.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 07:39

SILINSKI, S. (2003)

Pharmakologisch unterstützte manuelle Spermagewinnung und computergestützte Spermienkopfmorphometrie beim Breitmaulnashorn (Ceratotherium simum).

Pharmacologically enhanced manual semen collection and computer assisted sperm head morphometry in the white rhinoceros (Ceratotherium simum).

Vet.Med. Diss. LMU München

114 Seiten + 18 Seiten Anhang, 28 Tabellen, 6 Abbildungen.

Gynäkologische und Ambulatorische Tierklinik der LMU München, Vorstand: Prof. Dr. Dr. habil. R. Stolla, und Zoo Salzburg, Direktor: Dr. R. Revers; Wissenschaftliche Leitung: Univ.-Doz. Dr. C. Walzer

Zusammenfassung

In der vorliegenden Arbeit wurde die Eignung bzw. der Einfluss pharmakologisch unterstützter Deseminationsmethoden beim Breitmaulnashorn (Ceratotherium simum) untersucht. Die so gewonnenen Spermaproben wurden einer konventionellen Ejakulatanalyse unterzogen. Darüber hinaus wurden computergestützt metrische Spermienkopfdimensionen bei 15 Breitmaulnashornbullen bestimmt und eine morphometrische Ejakulatanalyse durchgeführt.

Als Medikation wurden der α2-Agonist Detomidinhydrochlorid (Domosedan®) und der partielle Opioidagonist Butorphanol (Butomidor®) intramuskulär appliziert. Wichtige Voraussetzungen für eine sichere, risikoarme Versuchsdurchführung waren die Einrichtung eines Zwangsstands sowie die Gewöhnung der Nashornbullen an die Manipulationen.

In einer Doppelblindstudie, die mit zwei Breitmaulnashornbullen unterschiedlichen Alters und Zuchtstatus durchgeführt wurde, konnte ein deutlicher positiver Einfluss der α-adrenergen Medikation auf den Verlauf bzw. den Erfolg von manuellen Deseminationsver-suchen nachgewiesen werden. Die Medikation erleichterte die manuelle Stimulation des äußeren Genitales und förderte die Ejakulationsauslösung bei beiden Nashornbullen. Dennoch er-wies sich die pharmakologisch unterstützte manuelle Desemination als relativ zeitaufwendig. Die Gewinnung einer Spermaprobe erforderte meist mehrere Versuche. Pharmakologisch unterstützte Deseminationsversuche mit einer Künstlichen Scheide führten dagegen nur selten zu einer Ejakulationsauslösung.

Zwischen den angewandten Deseminationsmethoden bestanden jedoch nicht nur Unterschiede in der Häufigkeit der Spermagewinnung, sondern auch in der Spermaqualität. Zudem wurden individuelle Unterschiede zwischen den Nashornbullen beobachtet. Die mit pharmakologisch unterstützter manueller Stimulationstechnik gewonnenen Ejakulate waren unvollständig, umfassten meist nur wenige Milliliter (0,5 bis 9,0 ml, in einem Fall 23 ml), waren dabei jedoch teilweise hoch konzentriert (Gesamtspermienzahl bis zu 6,6 x 109/Ejakulat) und von guter Qualität. Spermaproben, die dagegen nur in Einzelfällen mit einer künstlichen Scheide gewonnen wurden, hatten eine deutlich verminderte Qualität und enthielten zudem zahlreiche Partikel und Zellaggregate. Die Verwendung einer Künstlichen Scheide erscheint daher nicht zuletzt aufgrund der bei Nashornbullen mitunter langen Erektionsdauer für die Ejakulationsauslösung bei dieser Tierart ungeeignet.
Die Bestimmung metrischer Spermienkopfdimensionen beim Breitmaulnashorn basierte auf der computergestützten Untersuchung von Ejakulaten von 15 Nashornbullen, die mit pharmakologisch unterstützter manueller Stimulation sowie durch Elektrostimulation gewonnen wurden. Mit dem Hamilton Thorne Morphology Analyser IVOS wurden sechs metrische Spermienkopfparameter erfasst. Innerhalb der Haussäugetiere ähnelten die für das Breitmaulnashorn ermittelten Spermienkopfdimensionen, mit einer durchschnittlichen Länge von 5,4 ± 0,3 μm und Breite von 2,8 ± 0,2 μm ( ± SD; n=7733 analysierte Spermien), den mit dem gleichen Analysegerät bestimmten Größenverhältnissen beim Hengst (z.B. UHLENBROCK 1999).

Eine morphometrische Analyse der Ejakulate war nach einer Definition morphologischer Klassen möglich. An Hand statistischer Kenngrößen (5. und 95. Perzentil, Minimum und Maximum) wurden metrische Grenzwerte für fünf morphologische Klassen berechnet. Zwischen den Ejakulaten der 15 Nashornbullen bestanden relativ große Unterschiede hinsichtlich des Anteils anomaler Kopfformen, der zwischen 4 und 16% schwankte. Da Untersuchungen über den Zusammenhang zwischen Morphometrie und Fertilität bei dieser Tierart zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht durchführbar sind, besitzen die Analyseergebnisse bezüglich der Befruchtungsfähigkeit lediglich hinweisenden Charakter und sollten nur im Kontext weiterer Spermaparameter interpretiert werden.

Trotz der genannten Einschränkungen ist die pharmakologisch unterstützte manuelle Stimulation grundsätzlich für eine regelmäßige Spermagewinnung beim Breitmaulnashorn geeignet. Während Volumen und Konzentration der Proben zwischen verschiedenen Nashornbullen deutlich variierten, stellte sich die Spermienmorphologie bzw. –morphometrie relativ einheitlich dar

Summary

In this study the influence and applicability of pharmacologically enhanced semen collection in the white rhinoceros (Ceratotherium simum) was investigated. Obtained semen samples were assessed by routine methods. Additionally, computer assisted sperm head dimensions were determined for 15 individuals and a morphometric analysis was performed.

A combination of the α2-agonist Detomidine-Hydrochloride (Domosedan®) and the partial opioid agonist Butorphanol (Butomidor®) was administered intramuscular. In order to pro-vide adequate safety margins for the operating persons, important requirements consist in a restraint chute and conditioning of the rhinoceros to tolerate manipulations.

In a double blind trial, conducted on two bulls of various age and breeding status, a strong positive influence of the α-adrenergic medication was noted on both, performance and the outcome of the manual desemination trials. The medication facilitated manual stimulation of the genital region and semen collection in both males, but was time consuming as repeated collection trials had to be performed in order to obtain a single ejaculate. Pharmacologically enhanced desemination trials with an artificial vagina could not induce ejaculations efficiently.

The frequency of semen collection and semen quality varied considerably between the applied desemination techniques, but also between the rhinoceros bulls. Ejaculates collected by the pharmacologically enhanced manual stimulation technique were incomplete, consisted of small volumes (0,5 to 9,0 ml, with one exception of 23 ml), but were highly concentrated in some cases (total number of sperms up to 6,6 x 109 per ejaculate) and of good quality. Semen samples collected with an artificial vagina however, were of low quality and were contaminated by debris. Amongst other factors, the extensive duration of the penile erection in rhinoceroses, appears to limit the suitability of the artificial vagina for semen collection.

The determination of sperm head dimensions in the white rhinoceros was based on a computer assisted morphometric analysis of ejaculates from 15 individuals. The samples consisted of pharmacologically enhanced manually collected semen and electroejaculates. The Hamilton Thorne Morphology Analyser IVOS (integrated visual optical system; Hamilton Thorne Re-search, Beverly, USA) allowed the measurement of six metric sperm head parameters. The sperm head dimensions found for the white rhinoceros with a mean length of 5,4 ± 0,3 μm and width of 2,8 ± 0,2 μm ( ± SD; n=7733 analysed sperms) resemble those of the horse as etermined by the same analysis system (e.g. UHLENBROCK 1999). A definition of morphometric criteria was required prior to the morphometric analysis.

Limit values for five morphologic categories were calculated based on statistic parameters (5th and 95th percentiles, minimum and maximum). The analysis revealed a comparatively broad variation in the number of sperm head anomalies for the 15 rhinoceroses, ranging from 4 to 16%. As to date, investigations on the relationship between morphometry and fertility cannot be conducted in this species, these morphometric results should be interpreted species-specific and in conjunction with further semen parameters.

In conclusion, pharmacologically enhanced manual stimulation with an α-adrenergic medication is a suitable alternative method for repeated semen collection in the white rhinoceros, although problems with this method as described are evident. While a considerable variation in volume and concentration of the samples was noted for individual rhinoceros bulls, the sperm morphology and morphometry generally appeared homogenous.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 08:28

Anadrome Fische

Anadrome Fische leben primär im Meer, wandern aber zur Laichablage aus dem Meer in Süßgewässer und suchen dort geeignete Laichplätze auf. Die Fische wandern bereits als Jungfische ins Meer zurück.

Beispiele: Maifisch, Atlantischer Stör, Waxdick, Lachs, Meerforelle.

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Donnerstag, 14 Juni 2018 08:24

Katadrome Fische

Katadrome Fische sind Wanderfische, die den größeren Teil ihres Lebens im Süßwasser verbringen und  oft Tausende Kilometer von ihrem Heimatfluss entfernt liegende Laichplätze im Meer aufsuchen. Beispiel: Euopäischer Aal

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Donnerstag, 14 Juni 2018 06:26

TINBERGEN, N. (1967)

Tiere untereinander – Formen sozialen Verhaltens.

150 Seiten, 8 Bildtafeln, 69 Strichzeichnungen, 184 Literaturangaben, Register

2. Auflage. Parey Verlag, Berlin und Hamburg. ISBN-10: 348960136X ISBN-13: 9783489601364.

Inhalt:

I. Einleitung
II. Paarungsverhalten
III. Familie und Gruppe
IV. Kampf
V. Analyse sozialer Zusammenarbeit
VI. Beziehungen zwischen verschiedenen Arten
VII. Die Entwicklung sozialer Organisationen
VIII. Stammesgeschichtliche Betrachtungen
IX. Einige Ratschläge für tiersoziologische Arbeit

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 06:53

SCHAUERTE, N. (2005)

Untersuchungen zur Zyklus- und Graviditätsdiagnostik beim Großen Ameisenbären (Myrmecophaga tridactyla)

Vet. Med. Diss. Justus-Liebig-Universität, Giessen.

182 Seiten, 53 Abbildungen

Zoo Dortmund, ehem. Direktor Wolf Bartmann† und Klinik für Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie der Groß- und Kleintiere mit Tierärztlicher Ambulanz, Professur I: Prof. Dr. Dr. h. c. mult. H. Bostedt

Voller Text

 Zusammenfassung

Ziele dieser Arbeit waren, den bislang unbekannten Zyklusverlauf beim Großen Ameisenbär mittels genitalzytologischer Untersuchungen exakt festzulegen und ihn in seinen einzelnen Perioden spezifisch zu charakterisieren sowie die Möglichkeiten der Graviditätsdiagnose zu verbessern, die Geburtszeitbestimmung zu präzisieren und die postpartale ovarielle Funktion zu kontrollieren.

Als Probandinnen standen sechs weibliche Große Ameisenbären aus den Geburts-Jahrgängen 1988 bis 2000 zur Verfügung, von denen fünf Tiere einen regelmäßigen Zyklusverlauf zeigten. Der Untersuchungszeitraum für die vorliegende Arbeit erstreckte sich über eineinhalb Jahre. Bei der täglichen Kontrolle der Großen Ameisenbären ließen sich durch Adspektion, Palpation und Entnahme von Zellmaterial aus dem Vestibulum die Veränderungen im Zyklusverlauf registrieren. Im Verlauf der Beobachtungsspanne konnten so insgesamt 31 Östruszyklen und sechs vollständige Graviditätsperioden erfasst werden. Im Überwachungszeitraum kam es zu sieben Geburten und der Eintritt des ersten Östrus post partum wurde unter differenten Konditionen registriert.

In einer Voruntersuchung wurden zunächst genitalanatomische Grundlagen geschaffen, um die beim Haushund übliche Untersuchungstechnik für die Großen Ameisenbären modifizieren zu können. Mittels vestibulo-vaginaler Abstrichtechnik konnte jederzeit und ohne Zwangsmaßnahmen oder Sedation der Tiere Zellmaterial aus dem dorsalen Abschnittes des Überganges von Vestibulum zur Vagina gewonnen werden. Durch Konditionierung der Probandinnen gelang es, sie an die notwendige vestibuläre Manipulation zu gewöhnen, so dass sie die Untersuchungen problemlos ohne Zwangsmaßnahmen während der Futteraufnahme zuließen.

Die schnelle und in jedem Labor durchführbare Eosin-Thiazin-Färbung für die Abstriche hat sich für die Routine-Untersuchung bewährt. Zellformen, Kernstrukturen und das Zytoplasma ließen sich mit dieser Färbung gut darstellen. Die auf diese Weise ermittelten Zellformen erhielten eine bestimmte Zuordnung, erfuhren eine Einteilung nach deren Zellcharakter und deren prozentualer Anteil am Gesamtzellbild wurde festgelegt. Durch die ägliche Abstrichnahme wurden so Veränderungen im Zyklusverlauf genau registriert. Es erfolgte auf dieser Basis die Bestimmung der einzelnen Zyklusphasen und die Ermittlung der Gesamtzykluslänge.

Als erstes Ergebnis der Untersuchung kann angegeben werden, dass der vestibularzytologisch ermittelte Durchschnittszyklus beim Großen Ameisenbären eine Länge von 51,3 ± 16,1 Tagen hat. Die Phaseneinteilung des Zyklus kann dabei wie folgt beschrieben werden: Der Östrus hat eine durchschnittliche Länge von 16 ± 4,8 Tagen, der sich daran anschließende Interöstrus weist eine Dauer von 24,7 ± 2,9 Tagen auf. Die Länge des Proöstrus kann mit 10,9 ± 4 Tagen angegeben werden. Der Zyklus des Großen Ameisenbären ist unter den gegebenen Haltungsbedingungen als asaisonal-polyöstrisch einzustufen
.
Weiterhin konnte festgelegt werden, dass für den Zyklus des Großen Ameisenbären eine Diapedeseblutung im Proöstrus charakteristisch ist. Dabei handelt es sich, ähnlich wie bei Caniden, um eine Aufbaublutung. Sie stammt aus dem Uterusepithel und sie ist bei 35% der Großen Ameisenbären noch bis in den Östrus gegeben.

Die koprologische Bestimmung von Östrogen- und Progesteron-metaboliten aus zweimal wöchentlich gesammelten Kotproben dient als flankierende Maßnahme zur Überprüfung der zytologischen Befunde. Die Hormonanalyse bestätigt die Ergebnisse der Vestibularzytologie. Die mit dieser Methode ermittelte Gesamtzykluslänge beträgt bei Großen Ameisenbären 56 ± 17,4 Tage (n=6). Dabei hat die östrogendominante Phase eine Länge von zirka 7-14 Tagen, gefolgt von der Corpus-luteum-Phase, die im Mittel zwischen 28 und 42 Tagen dauert.

Während der Östrusphase erreichen die Östrogenkonzentrationen Höchstwerte. Sie steigen vom Basalwert (7,6 ng/g Kot) auf durchschnittlich 43,7 ng/g Kot (23 bis 63 ng/g Kot). Der Abstand zwischen zwei Östrogen-Peaks ergibt rechnerisch die durchschnittliche Zykluslänge. Die Östrogenkonzentrationen fallen unmittelbar nach Erreichen des höchsten Niveaus wieder auf Basalwerte ab. Nach dem jeweiligen Östrogen-Peak lässt sich eine präovulatorische Progesteronzunahme darstellen. Der Progesteron-Basalwert steigt während der Lutealphase von 98,5 (35 bis 130) ng/g Kot auf Spitzenwerte von 268,7 (200 bis 400) ng/g Kot an. Die Kohabitation ist anhand des dichten Spermiennachweises zu determinieren. Dies dient zugleich für die Berechnung des Geburtstermines. Die durchschnittliche Graviditätsdauer ist mit einer Länge von 181 ± 3 Tagen (n=6) zu ermitteln gewesen. Drei komplette Graviditäten wurden während des Untersuchungszeitraums vestibularzytologisch und hormonanalytisch untersucht.

Die Zellzusammensetzung ähnelte in den ersten zwei Wochen der Gravidität dem Abstrichbild des frühen Interöstrus, im weiteren Verlauf der Gravidität stimmte das Zellbild mit den Ergebnissen in des Phase des späten Interöstrus überein. Wenn keine verlängerte Interöstrusphase auftrat und spätestens nach 10 Wochen kein Östruszyklus einsetzte, ließ sich die Verdachtsdiagnose „Gravidität“ stellen. Der Geburtseintritt war vestibularzytologisch nicht zu determinieren. Als Sonderbefund konnte gelten, dass Spermien in geringen Quantitäten in allen Phasen des Zyklus und auch während der Gravidität gefunden wurden.

Der Verlauf der Hormonmetaboliten im Kot während der Gravidität stellte sich wie folgt dar. Der Östrogen-Basalwert bewegte sich während der ersten zwei Drittel der Gravidität bei 5,9 ng/g Kot, nahm allerdings im letzten Drittel (49 bis 35 Tage ante partum) kontinuierlich zu. Der Progesteron-Basalwert lag im Mittel bei 123 ng/g Kot und stieg ab der vierten Woche ante partum progressiv auf Höchstwerte zwischen 411 und 948 ng/g Kot an. Der peripartale Bereich ist demnach endokrinologisch charakterisiert durch hohe Östrogenwerte und einem fulminanten Anstieg der Progesteronmetaboliten. Unmittelbar post partum fielen sowohl die Östrogen- als auch die Progesteron-Konzentrationen wieder ab.

Die Graviditätsdiagnostik und –verlaufskontrolle mittels regelmäßiger sonographischer Untersuchungen wurde ebenfalls in dieser Arbeit etabliert. Die sonographische Untersuchungsmethode lieferte wertvolle Referenzdaten für Große Ameisenbären, die auch zukünftig für die Zucht-Optimierung von großem Nutzen sein werden. Zunächst wurde aufgrund der anatomischen Besonderheiten Großer Ameisenbären eine Untersuchungstechnik für die transabdominale Sonographie entwickelt.

Die Manipulationen erfolgten am stehenden Tier. Während der frühen Gravidität (oder bei sehr schlanken Weibchen) wurde der Schallkopf mit leichtem Druck nach kaudodorsal seitlich zwischen letzter Rippe und Hüfthöcker in der Flanke positioniert. In der zweiten Graviditätshälfte war der gravide Uterus optimal zu erreichen, wenn der Schallkopf am ventralen Abdomen entlang geführt und kaudal des Nabels platziert wurde. Die per Ultraschall ermittelten Daten wurden mit den Ergebnissen pathologisch-anatomischer Untersuchungen tot geborener und den klinischen Befunden der gesund geborenen Neonaten verglichen. Diese Referenzdaten können bei weiteren sonographischen Graviditäts-Verlaufskontrollen praktisch angewendet und verifiziert werden. Es zeigte sich in den Untersuchungen, dass die transabdominale Sonographie für die praktische Anwendung empfehlenswert ist, da damit eine sichere Graviditätsdiagnostik ab der12. Graviditätswoche gelingt, wobei bereits ab der 8. Graviditätswoche eine Verdachtsdiagnose gestellt werden kann.

Der Eintritt des ersten Östrus post partum konnte vestibularzytologisch anhand von sieben Puerperalverläufen ermittelt werden. Dabei kamen verschiedene Konditionen zum Tragen, sodass unterschieden werden konnte zwischen erfolgreicher und erfolgloser Jungtieraufzucht. Nach dem Tod eines Neonaten und damit totaler Laktationsruhe trat der erste Östrus post partum bereits nach 20 beziehungsweise 34 Tagen ein. Während der Laktationsperiode mit erfolgreicher Jungtieraufzucht kam es zu Schwankungen beim Eintritt des Östrus. Der Abstand lag zwischen 58 und 152 Tagen nach der Geburt.

Die drei hormonanalytisch untersuchten post-partum-Perioden zeigten im Fall einer erfolgreichen Jungtieraufzucht den ersten Östrogen-Peak nach 77 Tagen. Nach 33 beziehungsweise 37 Tagen post partum trat der erste Östrogen-Peak bei den Muttertieren ohne Laktation aufgrund einer Totgeburt in Erscheinung.

Abstract

This study aimed to establish the so far unknown reproductive cycle of the Giant anteater. It included a specific characterisation of the single periods as well as the improvement of the techniques of pregnancy diagnosis, the setting of date of birth and furthermore the postpartal monitoring of the ovary function.

Six female Giant anteaters living in Dortmund Zoo and born between 1988 and 2000 were tested. Five of them showed a regular cycling pattern. Throughout a period of one and a half year, changes during their cycle were registered by daily visual examination, palpation and sampling of cell tissue from the vestibulum. During this period, 31 oestrus cycles and six complete pregnancies have been monitored. Seven births took place and the beginning of the first oestrus post partum has been registered under different conditions.

In a pre-examination, basic genital anatomic knowledge was acquired to modify the examination techniques used in domestic dogs for use in the Giant anteater. With vestibulo-vaginal smears, cell tissue was sampled from the dorsal transition from the vestibulum to the vagina. This was possible without physical restraint or sedation of the animals. Conditioning of the six anteaters enabled training on the vestibular manipulation, and the animals tolerated the examination during feeding time. For a routine analysis, the eosin-thiazine staining method proved to be worthwhile as a fast method which can be easily applied in every lab and shows cell form, nucleus structure and the cytoplasm. This allowed classification and characterisation of cells and the determination of their proportion. On this basis, the length of the cycle and its single phases were established.

First results shows a mean cycle length of 51.3 ± 16.1 days, with the oestrus being 16.0 ± 4.8 days, the dioestrus 24.7 ± 2.9 days and the prooestrus 10.8 ± 4.0 days. Thus, under the given husbandry conditions, the Giant anteaters’ cycle is aseasonal and polyoestrous. Similar as in canids the prooestrus is characterised by a diapedesis from the uterine epithelium. In one third of the animals it persisted until the oestrus.

The coprological determination of oestrogen and progesteron metabolites from scat samples collected twice a week served as a control of and confirmed the cytological findings as follows. By hormone analysis, the whole cycle of the anteaters lasted 56.0 ± 17.4 days. During one to two weeks, oestrogen was dominant followed by a phase of corpus luteum of four to seven weeks. During oestrus, oestrogen concentrations reached highest values of 43.7 ng/g faeces in average (23.0 to 63.0 ng/g faeces) with a basal value of 7.6 ng/g faeces. The distance between two oestrogen peaks resulted into the average cycle length. After an oestrogen peak, a pre-ovulatory increase of progesterone was measured. Values of progesterone ranged from 98.5 ng/g faeces in average (35.0 to 130.0 ng/g faeces) to 268.7 ng/g faeces in average (200.0 to 400.0 ng/g faeces). Cohabitation was determined by the proof of high and dense numbers of sperm cells, which was also used for the calculation of the date of birth. The mean pregnancy length was 181 ± 3 days.

In this study, three complete pregnancies have been accompanied by vestibular cytological methods and homone analysis. During the first two weeks, cell smears were similar to metoestrus, in the following course they were similar to the dioestrus. If there was no prolonged dioestrus and no oestrus after ten weeks, pregnancy was suspected. The start of birth could not be recognized through vestibular smears. As a side finding low numbers of sperm cells could be documented throughout pregnancy. Considering the hormone analysis, the oestrogen value was 5.9 ng/g faeces during the first two third (49 to 35 days ante partum). The mean progesterone was 123.0 ng/g faeces and increased four weeks ante partum to highest values of 411.0 and 948.0 ng/g faeces. Endocrinological characteristics around birth are high oestrogen values and marked increase of progesterone metabolites. Immediately after birth, oestrogen and progesterone concentrations dropped down.

Pregnancy diagnosis and monitoring by regular ultrasound examinations were also established with this study. The valuable references data obtained so far will be of great use for the optimisation of the breeding of captive Giant anteater.

First, a trans-abdominal sonography method was developed considering the anatomical features of these animals. During early pregnancy or for very thin females the ultra sonographic probe was positioned on the standing animal between the last rib and the coxal tuberosity with gentle pressure in caudo-dorsal direction. In the second half of pregnancy the probe was positioned caudal of the umbilicus. The ultrasound data were combined with necropsy findings of stillborn anteaters and with clinical findings of healthy newborns.

These reference data collected so far can be applied and verified in future examinations. Ultrasonography is recommendable for the practice, because a safe diagnosis can be done in the 12th  week, with a first suspect in week eight. During seven puerperial periods, the first postpartal oestrus could be determined by vestibular cytological smears. Because of different conditions it was differentiated between successful and unsuccessful rearing of offspring.

After death of neonate and no lactation, the first postpartal oestrus was diagnosed 20 and 34 days after birth, respectively. During successful lactation the time period was between 58 and 152 days. Three hormone analyses during postpartal periods showed the first oestrogen peak after 77 days in an animal with successful lactation and after 33 and 37 days in animals with stillbirth and no lactation, respectively.

 

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Reproduction in female swamp wallabies, Wallabia bicolor.

Reproduction, Fertility and Development 18(7) 735–743.

Abstract:

The swamp wallaby (Wallabia bicolor) is a common, medium-sized, browsing macropodid marsupial that is unique in many ways. Relatively little is known about the reproductive biology of this species. Previous studies have proposed that the swamp wallaby has a pre-partum oestrus because the gestation period (x = 35.5 days, n = 4) is on average longer than the oestrus period (x = 31.0 days, n = 5) and the period from the removal of pouch young (RPY) to mating (x = 26.0 days, n = 3). In the current study, the period from RPY to birth was confirmed at x = 31.25 days (n = 4) in captive animals, consistent with a pre-partum oestrus. A growth curve for swamp wallaby pouch young was constructed from the progeny of captive animals to estimate the age and date of birth of young in a wild, culled population in South Gippsland, Victoria, and the reproduction of females in the wild throughout the year was examined. Young were born in every month of the year, with no statistically significant variation in the number of young born in each month. Females did not have a period of seasonal anoestrus and conceived throughout the year. Female swamp wallabies in South Gippsland bred continuously throughout the period of this study.

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Donnerstag, 14 Juni 2018 10:32

LUDWIG, W. & KRÖNKE, C. (2012)

Gruppen-Gründung und Reproduktion bei Nacktmullen (Heterocephalus glaber) im Zoo Dresden.

Der Zoologische Garten (81) Hefte 2-3, 2012, S. 96- 112, ISSN 0044-5169.

 Abstract:

When establishing a new breeding group of Naked mole-rats three significant hurdles are to overcome: 1. Determination of sex. 2. Get over the group specific smell (between individuals of different groups). 3. Get over the reproductive blockade. This report describes experiences achieving these goals as well as establishes requirements for a successful breeding. The sex determination of nonreproductive Naked mole rats is tainted with great uncertainty, because the anogenital region of both sexes appears quite similar. For a lack of births and a failure of rearing offspring the following reasons seem to be responsible: 1. Incorrect sex determination at the time of group founding. 2. The reproductive blockade could not be overcome because of disadvantageous hierarchical relations within the group. 3. Pregnancy is interrupted due to disturbances from outside the enclosure or social stress within the group. 4. Due to these disturbances the alpha-female is not often enough willing to suckle her youngsters.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 23:40

KRAUS C., TRILLMICH F. & KUNKELE J. (2005)

Reproduction and growth in a precocial small mammal, Cavia magna.

JOURNAL OF MAMMALOGY 86 (4): 763 - 772.
DOI: 10.1644/1545-1542(2005)086[0763:RAGIAP]2.0.CO;2

Abstract:

Small mammals usually produce large litters of altricial young, resulting in high reproductive rates. In contrast, cavies give birth to few precocial young after a long gestation. The price of this reproductive strategy is a low intrinsic rate of natural increase. We investigated if the patterns of reproduction in a wild population of Cavia magna are consistent with the hypotheses that cavies can increase their reproductive output by breeding aseasonally and by maturing extremely early. We collected data on reproduction and growth by capture-recapture during a 26-month field study in a wetland in Uruguay, and from a laboratory population founded with individuals from the same region. Among the Caviinae, C. magna is particularly precocial, with individual neonates weighing on average 18% of maternal mass. Reproduction was mostly seasonal, with the main birth season starting at the end of September (austral spring) and extending until May in 1999 and February in 2000, respectively, with only a few females reproducing during the 1st but not the 2nd austral winter. Individual females produced on average 3 litters per year. Some females born in early spring conceived successfully between the age of 30 and 45 days, similar to females in the laboratory. The remainder of the 1st spring cohort and females of subsequent birth cohorts delayed reproduction until the following spring. Body condition and growth rates were highest in the spring, declined through the year, and varied between years, and may be the proximate factors deten-nining whether an adult female or a juvenile initiates breeding. Breeding opportunistically whenever conditions allow might partly compensate for the low reproductive rate of cavies.

 

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© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx