Donnerstag, 14 Juni 2018 12:34

HERZOG, S. M. (1989)

Daten zur Fortpflanzungsphysiologie des asiatischen Elefanten (Elephas maximus) im Zoologischen Garten Zürich.

Dr. med. vet. Disseration

Klinik für Andrologie und Gynäkologie, Veterinär-medizinische Fakultät der Universität Zürich
Referent: Prof. Dr. K. Zerobin, Korreferent: PD Dr. E. Isenbügel
Zoo Zürich

Zusammenfassung: siehe hier

Summary: see here

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 10:05

SCHWARZENBACH, O. (2001)

Untersuchung von Haltung und Fortpflanzungsverhalten des Somali-Wildesels (Equus africanus somalicus Sclater) unter menschlicher Obhut.

Diplomarbeit

170 Seiten

Labor für Wirbeltiermorphologie, Zoologisches Institut der Universität Basel
Leitung: Prof. Dr. D. G. Senn
Zoo Basel

Zusammenfassung: siehe hier

Abstract: see here

 

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Montag, 18 Januar 2016 14:21

WENTHE, M. (1994)

Physiologie und Pathologie der Fortpflanzung bei Zoo-Felidae: eine Literaturstudie

Physiology and pathology of reproduction in zoo felidae: a survey of literature

Dissertation

265 Seiten

Ganze Arbeit

Institut für Veterinär-Pathologie der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig und dem Anatomischen Institut der Tierärztlichen Hochschule Hannover
Wissenschaftliche Betreuung:  Prof. Dr. H.-A. Schoon, Leipzig
Verschiedene Zoos

Zusammenfassung:

Es wurde eine Literaturstudie durchgeführt mit dem Ziel, den aktuellen Kenntnisstand zur Fortpflanzung der im Zoo gehaltenen Raubkatzen darzustellen. Die Studie zeigt, daß Veröffentlichungen zu dieser Thematik gegenwärtig nur für 26 der 41 Arten existieren; die übrigen Arten werden entweder nicht in zoologischen Gärten gehalten oder sind bisher kaum nachgezüchtet worden. Während unser Wissen zur Fortpflanzung der Pantherkatzen in vielen Bereichen, wie z.B. Geschlechtsreife, Zykluscharakteristik, Tragzeit oder durchschnittliche Welpenzahl durchaus befriedigend ist, fehlen für die meisten Kleinkatzen selbst diese grundlegende Daten. Das erste Kapitel gibt einen kurzen Überblick zur Taxonomie der Feliden und stellt die Arten vor, die Gegenstand der Studie sind. Das zweite Kapitel beschäftigt sich im Wesentlichen mit dem weiblichen Geschlechtszyklus sowie dem Paarungsverhalten und stellt einleitend Veröffentlichungen vor, die Aussagen zur Morphologie des weiblichen Genitaltraktes machen. In diesem Teil der Studie wurden Daten zur Geschlechtsreife, Zykluslänge, Östrusdauer, Saisonalität der Fortpflanzung sowie insbesondere zur Frage des Ovulationsmodus zusammengetragen; außerdem werden artifizielle Reproduktionsverfahren wie hormonelle Ovulationsinduktion, instrumentelle Samenübertragung und in vitro Fertilisation vorgestellt. Ergänzend zum Paarungsverhalten, werden Hinweise zur Östrusdiagnostik und zu Erfahrungen bei der Zusammenstellung von Zuchtpaaren gegeben. Kapitel drei enthält Daten zur Tragzeit und beschreibt Trächtigkeitszeichen sowie den Verlauf der Geburt; wie sich zeigte sind Veröffentlichungen zur Geburt realtiv selten, da viele Geburten nachts stattfinden und wegen der weiten Verbreitung von Wurfboxen nicht oder nur schwer zu beobachten sind. Das vierte Kapitel handelt von der Aufzuchtsphase; wichtige Inhalte sind Angaben zur Wurfgröße, zum Geburtsgewicht, zur postnatalen Entwicklung sowie zu den perinatalen Erkrankungen. Kapitel fünf beschäftigt sich mit der Pathologie der weiblichen Geschlechtsorgane einschließlich Trächtigkeits- und Geburtsstörungen. Die männliche Seite der Fortpflanzung wird im sechsten Kapitel beleuchtet; eine ganze Reihe von Veröffentlichungen existieren zur Endokrinologie männlicher Feliden sowie zur Zusammensetzung des Ejakulates. Dabei zeigte sich, daß einige Arten, wie z.B. der Gepard sowie bestimmte seltene Unterarten des Leopards und des Löwen hohe Anteile morphologisch von der Norm abweichende Spermatozyten im Ejakulat aufweisen; Zusammenhänge mit parallel dazu gefundenen Hinweisen einer genetischen Verarmung dieser Tiere, auf die Kapitel sieben näher eingeht, werden vermutet. Abschließend sind die wichtigsten Daten zur Fortpflanzung noch einmal in tabellarischer Form zusammengefaßt.

Abstract:

A survey of literature was made to summarize the present knowledge about the reproduction of zoo-kept felids. The survey shows that publications dealing with this subject are currently available only for 26 of the 41 felid species. The remaining species are either not kept in Zoos or rarely bred at all. Whereas our knowledge of reproduction in panthercats is quite sufficient in many ranges like age of first reproduction, characteristic of the female cycle, gestation length or average number of cubs, even the most basic data in small felids are lacking. The first chapter gives a short review of the taxonomy of felids and introduces those cats that are subject to the survey. The second chapter deals mainly with the female sexual cycle and the mating behaviour and statements about the morphology of the female genital tract are made introductory. In this part data about the age of first reproduction, length of the female cycle, duration of estrus, seasonality of mating, and especially of the mode of ovulation are collected; besides artificial reproduction techniques like hormone-induced ovulation, artificial insemination and in vitro fertilization are also refered to. In addition to mating behaviour, advice about estrus detection and experiences with the introduction of breeding couples is given. Chapter 3 contains data about the length of gestation and describes symptoms of pregnancy and the course of parturition. Publications about parturition seem to be relatively rare as birth often takes place during night and can hardly ever be observed because many institutions use cubbing dens. Chapter 4 deals with the rearing of the young, pointing out subjects such as litter size, weight at birth, postnatal development and perinatal diseases. Chapter 5 describes the pathology of the female’s sexual organs including disorders of pregnancy and parturition. The male aspect of reproduction is examined in chapter 6. There is a great number of publications about endocrinology of male felids and ejaculate characteristics. Some species like the cheetah and a few rare subspecies of the leopard and the lion produce ejaculates with high percentages of morphologically abnormal spermatozoa. Correlations with parallel findings of a lack of genetic diversity in these animals are suspected and described in detail in chapter 7. Finally, the most important data of reproduction are summarized in tables.

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Donnerstag, 14 Juni 2018 15:37

THOMAS, C. (2002)

Krankheiten, Fortpflanzung und Immobilisation der Orang-Utans (Pongo pygmaeus) in zoologischen Gärten.

Dr. med. vet. Dissertation

149 Seiten.

Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Leipzig
Leitung: Prof. Dr. Klaus Eulenberger
Zoo Leipzig, Zoo Berlin

Zusammenfassung

Abstract

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 16:00

HEROLD, G. (1997)

Untersuchungen zur Verfolgung der Sexualfunktion bei hirschartigen Tieren und dem Okapi (Okapia johnstoni) durch Progesteron- und Östrogenbestimmung aus dem Kot.

Non-Invasive Monitoring of Sexual Function in three different deer species and Okapi (Okapia johnstoni) by Measurement of Faecal Progestins and Estrogens.

Dr. med. vet. Dissertation

104 Seiten.

Aus der Tierklinik für Fortpflanzung des Fachbereiches Veterinärmedizin der Freien Universität Berlin
Erster Gutachter:         Univ.-Prof. Dr. habil. W. Busch
Zweiter Gutachter:    Prof. Dr. Dr. h. c. H.-G. Klös
Zoologischer Garten Berlin

Zusammenfassung:

Deutsche und Englische Zusammenfassung

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 09:52

NEUENHAGEN, C. (2003)

Untersuchungen zur Fortpflanzung des Großen Tümmlers in Gefangenschaft.

Investigations of the reproduction of bottlenose dolphins in captivity.

Diplomarbeit

143 Seite

Institut für Zoomorphologie und Zellbiologie, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Leitung: Prof. Dr. Hartmut Greven
Zoo Duisburg

Zusammenfassung:

In der vorliegenden Arbeit wurde versucht, mit Hilfe von Progesteron- und Östradiolnachweisen im Blassekret, den Östruszyklus von in menschlicher Obhut lebenden Tursios truncatus zu bestimmen und mit Hilfe histologischer und morphometrischer Methoden die Spermatogeneseaktivität in Hoden beigefangener Lagenorhynchus acutus und gestrandeter Phocoena phocoena zu analysieren.
Im Blassekret von Tursiops truncatus sind Progesteron und 17ß-Ostradiol nicht nachzuweisen. Entweder ist die Konzentration der Hormone zu gering oder diese Steroide sind im Blassekret nicht enthalten.
Von den 31 untersuchten männlichen Lagenorhynchus acutus waren 9 Tiere nicht geschlechtsreif, 20 definitiv geschlechtsreif und zumindest ein Tier, evt. Auch ein weiteres in der Pubertät. Die Hoden ei9niger der geschlechtsreifen Tiere befanden sich im Ruhezustand, die anderen zeigten unterschiedlich starke Spermatogeneseaktivität. Von Phocoena phocoena lag sowohl ein geschlechtsreifes, wie auch ein nicht geschlechtsreifes Männchen vor.
Die Hoden von Lagenorhynchus acutus und und Phocoena phocoena entsprechen in ihrem Aufbau dem anderer Cetacean. Trotz des schlechten Strukturgehalts sind bei Lagenorhynchus acutus Spermatogonien, die Pachytän- und Diplotänstadien der primären Spermatocyten sowie runde und längliche Spermatiden/Spermatozoen zu identifizieren. Erste transmissionselektronenmikroskopische Untersuchungen zeigen, dass die Spermien von Lagenorhynchus acutus ähnlich wie die von Lagenorhynchus obliquidens aufgebaut sind.
Tubulusdurchmesser sowie das Verhältnis des Flächenanteils der Tubuli seniniferi zu dem des Interstitiums sind geeignete Indikatoren für den Entwicklungsstand der Tiere und ihrer Spermatogeneseaktivität.
Die Geschlechtsreife tritt bei Lagenorhynchus acutus vermutlich im Alter von 7-11 Jahren ein.
Die Spermatogenese erfolgt bei Lagenorhynchus acutus  nicht kontinuierlich, sondern – in Anhängigkeit des Fortpflanzungszyklus der Weibchen – offenbar saisonal. Die Ergebnisse lassen sich mir der, in der Literatur angegebenen Fortpflanzungssaison von Mai bi August  in Einklang bringen. Dabei gibt es einige Tiere, die bereits früher mit der Spermatogenese beginnen, eventuell versuchen sie dadurch ihre Fortpflanzungschancen zu erhöhen.

 

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First observations on the courtship, mating, and nest visit behaviour of the Philippine crocodile (Crocodylus mindorensis) at the Cologne Zoo.

Abstract

The aim of this study was to gain a better understanding of the social and in particular reproductive behaviour of the Critically Endangered Philippine crocodile. Crocodylus mindorensis has been a focus for international conservation breeding measures for about two decades. Since little scientific data have been gathered on the biology and ecology of the species so far, its breeding remains a challenge.

In order to identify behavioural patterns that trigger courtship behaviour, and to determine when sociopositive interactions increase and the animals are ready for reproduction, a pair of two adult C. mindorensis at Cologne Zoo was systematically observed between August 2011 and July 2012 for a total of 583 hours. Observations took place using all occurrences recording and scan sampling, focusing on pre-, post- and actual mating behaviour. We present a detailed documentation of copulations with behaviours such as growling, roaring, and bubbling. Bubbling in both sexes was observed prior to copulations and decreased with the end of the mating season, supporting the assumption that it can be referred to as courtship behaviour. Behaviours that indicate the approach of the breeding season, such as approaches to the dividing slide, bubbling and nest building, could be distinguished. Our findings should help to improve breeding efforts under captive husbandry conditions and thus contribute to the conservation breeding of this highly endangered and difficult to keep crocodilian species.

jzar - Journal of Zoo and Aquarium Research 2(4): 123-129.

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Donnerstag, 14 Juni 2018 14:58

LANGGUTH, S. (2002)

Haltung, Fütterung, Fortpflanzung und Krankheitsgeschehen des Lippenbären (Melursus ursinus, Shaw 1791) in Zoologischen Gärten unter besonderer Berückschtigung des Metastasierenden Extrahepatischen Gallengangskarzinomes (MEG).

Reproduction, feeding, keeping conditions and diseases of Sloth bears (Melursus ursinus, Shaw 1791) in Zoological gardens, with special consideration of cholangiocarcinoma.

Dr. med. vet. Dissertation

97 Seiten, 4 Abbildungen, 32 Tabellen, 193 Literaturangaben, Anlagen

Ganzer Text

Veterinärmedizinische Fakultät der Universiät Leipzig
Betreuer: Prof. Dr. vet. med. Klaus Eulenberger
Zoo Leipzig

Zusammenfassung:

Ziel dieser Arbeit war es, wissenschaftliche Grundlagen zur Verbesserung der Haltung von Lippenbären (Melursus ursinus, Shaw 1791) in menschlicher Obhut zu schaffen. Im Rahmen einer Literaturstudie wurden für die Betreuung der Tierart wichtige Daten, wie physiologische und labordiagnostische Werte, sowie notwendige Aspekte für die Diskussion der Haltungsprobleme herausgegriffen und systematisch dargestellt. Im zweiten Teil der Arbeit wurde die Lippenbärenhaltung in 4 europäischen Zoologischen Gärten auf Gehegegestaltung, Fortpflanzungsbiologie, Fütterung, Häufigkeitsverteilung klinischer Erkrankungen und Todesursachen im Zeitraum von 1960-2000 untersucht. Die häufigsten klinischen Krankheitsfälle waren Endoparasitosen, Erkrankungen des Verdauungsapparates und Traumata. Bei den Todesursachen adulter Lippenbären stand mit einer Inzidenz von 47,6 % das Metastasierende Extrahepatische Gallengangskarzinom (MEG) im Vordergrund. Dabei ergaben sich betreffend Verlauf, Histologie und Metastasierungsgrad auffallende Gemeinsamkeiten mit dem cholangiolären Karzinom des Menschen. Die Jungtiersterblichkeit lag bei über 67,3 % in den ersten zwei Lebensjahren. Optimale räumliche und klimatische Bedingungen in den Wurfkäfigen sind als die wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Aufzucht erkannt worden. Weiterhin wurden im Rahmen der Arbeit Vergleichswerte für labordiagnostische Parameter bei klinisch gesunden Tieren und geeignete Kombinationen zur Neuroleptanalgesie erarbeitet. Ein Schwerpunkt der Arbeit lag auf der Analyse möglicher Zusammenhänge zwischen der Fütterung und dem als häufigste Todesursache der adulten Tiere festgestellten MEG. Zu diesem Zweck wurden von 26 Zoos die Futterrationen (n = 47) erhoben und mit den Angaben von Untersuchungen aus der Wildbahn verglichen. Basierend auf den quantitativen Verzehrsanalysen wird eine detaillierte Fütterungsempfehlung angeboten, die den Kern eines Maßnahmenkataloges zur Verbesserung der Lippenbärenhaltungen in menschlicher Obhut bildet.

Abstract:

The goal of this study was to determine, how to better care for Sloth bears (Melursus ursinus, Shaw 1791) in captivity. A literary study was performed to determine physiological and laboratory parameters as well as other important factors for the husbandry of Sloth bears. Records from 1960-2000 on the care of Melursus ursinus kept in four European Zoological gardens have been evaluated. Specifically investigated were enclosure design, reproduction, feeding conditions, incidences of diseases and morbidity. The main clinical problems were parasitosis, indigestion and traumatism. The dominant cause of death of adult Sloth bears was cholangiocarcinoma with an incidence of 47,6 %. Common aspects to the human cholangiocarcinoma were discovered, such as course, histology and metastatic invasion. The mortality of juveniles was 67,3 % during the first two years. It was found that optimum spatial and climatic conditions in the denning enclosures and cubing boxes were most important for successful rearing. Reference values for laboratory parameters and immobilization of Sloth bears were established. The possible connection between feeding and the high incidence of cholangiocarcinoma in adult animals was investigated. This was obtained by analyzing 47 diets from 26 Zoological Gardens and comparing them with the natural diets of the animals. Based on this quantitative consumption analysis a detailed feeding plan was developed. This plan is shaping the heart of the developed guideline to improve the keeping conditions of Sloth bears in Zoos.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 16:57

MATSCHEI, Ch. (2003)

Vergleichende Untersuchungen zur Fortpflanzungs- und Entwicklungsbiologie der Rupicaprini (Mammalia: Bovidae: Artiodactyla) unter besonderer Berücksichtigung der Gattungen Nemorhaedus und Capricornis in Zoologischen Gärten.

Dissertation

285 Seiten

Fachbereich Biologie, Chemie, Pharmazie (Prof. Dr. Burkhard Schricker)
Freie Universität Berlin

Nationale und internationale Einrichtungen; Schwerpunkt Europa, USA, Japan
Freie Universität Berlin, Staatsbibliothek Berlin, Zoobibliotheken der unterstützenden Einrichtungen

Zusammenfassung:

Die Arbeit befasst sich mit der vergleichenden Fortpflanzungs- und Entwicklungsbiologie der Rupicaprini in den Zoologischen Gärten weltweit. Gegenstand der Untersuchungen waren die Mittelchinesischen Gorale Nemorhaedus goral arnouxianus, die Japanischen Seraus Capricornis crispus crispus, die Schneeziegen Oreamnos americanus und die Abruzzen-Gämsen Rupicapra pyrenaica ornata. Weitere Arten bzw. Unterarten wurden ergänzend betrachtet.

Folgende Ergebnisse können aufgeführt werden:

1.    Mittelchinesische Gorale brunsten zwischen Oktober und November, Japanische Seraus zwischen September und Dezember, Schneeziegen zwischen November und Januar, Abruzzen- und Alpen-Gämsen von Oktober bis Januar, verstärkt im November. Die Geburten erfolgen meist in den Monaten Mai und Juni (Gorale, Seraus, Gämsen). Schneeziegen setzen ihre Kitze in der letzten Mai- und ersten Juniwochen. Bei den Alpen-Gämsen ist eine jahreszeitliche Umkehrung von Wurf- und Setzzeit auf der Südhalbkugel erkennbar.

Eine Verschiebung der Brunst- und Wurfzeiten konnte bei unterschiedlichen klimatischen, wie auch geographischen Bedingungen, innerhalb und außerhalb der „biologischen“ Breitengrade, nicht nachgewiesen werden. In äquatorialen Tiergärten verhalten sich außertropische Gorale asaisonal polyoestrisch.

2.    Die Geißen und Böcke der Mittelchinesischen Gorale sind mit durchschnittlich 19 Monaten geschlechtsreif. Das jüngste Weibchen brunstete mit 9 Monaten. Beide Geschlechter der Japanischen Seraus brunsten erstmals mit 28 Monaten. Einige Geißen sind mit 16 Monaten fortpflanzungsfähig. Selten deckten 15jährige Böcke. Die Geißen der Schneeziegen sind mit durchschnittlich 2 ½ Jahren, selten mit 16 Monaten, fortpflanzungsfähig. Böcke decken meist ab dem 30. Monat. Alpen-Gämsen sind mit 19 bis 30 Monaten geschlechtsreif. Bei den Abruzzen-Gämsen nehmen die Geißen mit 1 ½ Jahren, die Böcke mit 2 ½ Jahren, an der Brunst teil.

3.    Mittelchinesische Gorale tragen im Durchschnitt 208 bis 211 Tage. Die Zyklusdauer beträgt 20,5 Tage. Japanische Seraus setzten nach 218 Tagen ein Kitz. Ihr Zyklus dauert 21,6 Tage. Schneeziegen tragen 177 bis 187 Tage. Der Zyklus der Geiß dauert 15 bis 22 Tage. Die Kitze der Alpen-Gams werden nach 171 – 180 Tagen gesetzt. Die Zykluslänge beträgt 20 – 21 Tage.

4.    Mittelchinesische Gorale setzten Einzelkitze. Mehrlingsgeburten sind bisher nicht bekannt. Das Geburtsverhältnis von 146 Geburten weltweiter Tiergärten beträgt 1,27 ♂♂ auf 1 ♀♀. Die Mortalität ist meist gering (Ø 17%). Japanische Seraus setzen Einzelkitze. Mehrlinge sind nicht bekannt. Das Geburtsverhältnis beträgt 1 ♂♂ zu 1,2 ♀♀ (Europa, USA) – 1,3 ♀♀ (Japan). Die Mortalität ist mit 31 bis 53% sehr hoch. Schneeziegen setzen Einzel- und Zwillingskitze. Drillingswürfe sind aus den Zoologischen Gärten bisher nicht bekannt. Das Geschlechtsverhältnis beträgt   1,2 ♂♂ zu 1 ♀♀. Die Mortalität liegt bei etwa 37%. Alpen-Gämsen setzen 1 bis 2 Jungtiere. Die Zwillingsrate liegt unter 12%. Das Geschlechtsverhältnis ist ausgeglichen und die Mortalität ist gering. Abruzzen-Gämsen setzten in München/ Deutschland (einziger Halter weltweit) bisher nur Einlinge. Die Mortalität ist unter den Neonaten sehr gering. Das Geschlechtsverhältnis ist ausgewogen.

5.    Die Gravidität aller Gattungen verläuft sehr unauffällig. In den letzten Tagen verringert sich die Aktivität (Seraus, Gämsen). Die Geißen haben ein geringeres Bewegungsbedürfnis (Seraus, Gämsen). Das Markierungsverhalten bleibt unauffällig (Schneeziegen, Gorale, Gämsen) oder wird betont (Seraus). Die Geißen verbleiben bis kurz vor der Geburt in der Gruppe (Gorale) oder distanzieren sich allmählich (Schneeziegen, Gämsen, Seraus). Kitze des letzten Jahres und Böcke werden bei ausreichendem Raumangebot geduldet. Die Nahrungsaufnahme wird am Tag der Geburt vermindert. Geburtsplätze werden aufgesucht (Gorale, Seraus, Gämsen). Diverse Geburtsindikatoren.

6.    Geburten erfolgen in der Morgendämmerung (Gorale, Gämsen), am Vormittag (alle Gattungen), nachmittags (alle Gattungen) und am Abend (Seraus, Gämsen). Die Vorbereitungsphase dauerte bei allen Rupicaprini 1 bis 3 Tage (selten bis 7 Tage), die Eröffnungsphase 15 bis 60 Minuten, die Austreibungsphase 2 bis 20 Minuten und die Nachgeburtsphase 3 - 3 ½ h (Gorale, Seraus). Gorale, Seraus und Gämsen setzten im Stehen. Die Kitze kommen meist in Kopfendlage zur Welt. Eine Schneeziegengeburt fand im Liegen statt. Gorale und Seraus fressen Plazentareste und reinigen den Geburtsort. Die sensiblen Prägungsphasen dauern 11 bis 17 Minuten, die absoluten oftmals 29 bis 40 Minuten.

7.    Goralgeißen kommunizieren mit Neonaten während der ersten Lebensstunden.

8.    Kitze stehen mit 10 bis 15 Minuten. Erste quadropede Lokomotion mit 12 bis 20 (selten 30) Minuten. Jungtiere sind Nachfolger (Schneeziegen, Gämsen, Seraus). Gorale lassen Kitze lange allein zurück. Sie sind temporäre Ablieger. Muttertiere fressen Kot und Urin im ersten Monat (nur Gorale). Bindung zwischen Geiß und Kitz sehr fest. Jungtiere zeigen Kampf- (Schneeziegen, Gämsen, selten Gorale und Seraus) und Bewegungsspiele (Gorale, Gämsen, Seraus). Kitze in den ersten Wochen untereinander anonym (Gorale). Alle Jungtiere sind vor der nächsten Brunst der Geiß entwöhnt. Die Entwicklung des Saugverhaltens wird detailliert beschrieben. Gorale und Seraus nehmen ab dem 6. und 16. Lebenstag feste Nahrung auf.

9.    Geburtsgewicht der Gorale meist zwischen 2,7 und 2,9 kg. Schneeziegen wiegen im Mittel 4,3 bis 4,9 kg. Geschlechter und Zwillingskitze unterscheiden sich kaum im Gewicht. Seraukitze wiegen 2,9 bis 3,5 kg. Eine männliche Totgeburt der Abruzzen-Gams wog 3,1 kg. Alle Jungtiere entwickeln sich schnell. Nur Schneeziegen besitzen von Geburt an Hörner. Alle Gattungen zeigen eine Abhängigkeit von Körpermasse und sexueller Reife.

10.    Alle Gattungen zeigen ein differenziertes Brunstverhalten. Die Vielfalt der Brunstelemente nimmt wie folgt zu: Serau – Schneeziege – Goral – Gams. Die Geiß bestimmt den Zeitpunkt der Kopulation (außer Serau). Böcke markieren verstärkt Strukturen (Gams, Serau). Goral und Gams zeigen Automarkierung. Gämsen mit akustischer Markierung. Kein reaktives Harnen der Geißen bei Goral und Serau. Alle untersuchten Arten mit Laufschlag. Geiß signalisiert Bereitschaft. Mehrfachkopulationen bei Goral und Serau. Deckakte bevorzugt in Morgen- und Nachmittagsstunden. Außerhalb der Geißenbrunst sind Böcke nicht permanent bei dem Weibchen. Männchen mit verminderter Nahrungsaufnahme (Gämsen, Schneeziege). Zahlreiche Verhaltensweisen werden detailliert beschrieben.

Abstract:

This doctoral thesis looks into the comparative breeding and evolution biology of the Rupicaprini in the zoos worldwide. Subject of the research were the Central Chinese gorals Nemorhaedus goral arnouxianus, the Japanese serow Capricornis crispus crispus, the Mountain goats Oreamnos americanus and the Abruzzo chamois Rupicapra pyrenaica ornata. Additional it was looked at other species and subspecies.

Here I list the following results:

1.    Central Chinese gorals have their rutting season between October and November, Japanese serows between September and Dezember, Mountain goats between November and January and Abruzzo- and Alpine chamois between Oktober and January, mainly in November. Most of the time the gorals, serows and chamois deliver in May or June. Mountain goats give birth to their kids in the last week of May or the first week of June. Regarding the Alpine chamois we can recognize that there is a seasonal reversal of the birth time at the southern hemisphere.
A postponement of the breeding seasons and birth times could not be showed in different climatic and also geographic conditions inside or outside of the „biological“ latitudes. In equartorial zoos the untropic gorals behave non-seasonal polyoestrous.
2.    The female and male Central Chinese gorals are sexually mature in the age of around 19 months. The youngest of the females bred when it was 9 months old. Both sexes of Japanese serows start to breed when they are 28 months old. A few females are ready to breed in the age of 16 months. 15 year old males mated the females very rarely. The Mountain goat females are ready to breed when they are around 2 ½ years old, sometimes in the age of 16 months. The males start to mate from the 30th month. Alpine chamois are ready to breed between the age of 19 to 30 months. The females of the Abruzzo chamois start to breed in the age of 1 ½ years, the males in the age of 2 ½ years.
3.    Central Chinese gorals are pregnant between 208 and 211 days. The oestrous cycle is 20,5 days. Japanese serows give birth to a kid after 218 days. Their oestrous cycle is 21,6 days. Mountain goats are pregnant 177 to 187 days. The oestrous cycle of the female takes 15 to 22 days. Alpine chamois give birth to their kids after 171 – 180 days. The oestrous cycle takes 20 – 21 days.
4.    Central Chinese gorals give birth to single kids. Multiple births are unknown until now. The sexual proportion of birth from 146 births in zoos worldwide is 1,27 ♂♂ to 1 ♀♀. The mortality most of the time is small (Ø 17%). Japanese serows give birth to single kids. Multiple births are unknown. The sexual proportion is 1 ♂♂ to 1,2 ♀♀ (Europe, USA) – 1,3 ♀♀ (Japan). The mortality is very high between 31 to 53%. Mountain goats give birth to single and twin kids. Triplet litters are not known until now from the zoological gardens. The sexual proportion is 1,2 ♂♂ to 1 ♀♀. The mortality is around 37%. Alpine chamois give birth to 1 to 2 kids. The birthrate of twins is under 12%. The sexual proportion is balanced and the mortality is low. Until now the Abruzzo chamois in Munich Zoo/ Germany (only owner worldwide) gave birth to only one kid. The mortality between the newborn animals is very small. The sexual proportion is balanced.
5.    The pregnancy of all genus proceeds very inconspicuous. During the last days the activity decreases (serows, chamois). The females have a smaller need to move (serows, chamois). The mark behaviour stays inconspicuous (Mountain goats, gorals, chamois) or increases (serows). Shortly before the birth happens the females leave the group (gorals) or they gradual dissociate (Mountain goats, chamois, serows). The kids from last year and the male are allowed to stay, if there is enough space. At the day of birth the females decrease the food intake. They go to birth places (gorals, serows, chamois). Various birth indicators.
6.    The births happen in the dawn (gorals, chamois), in the morning (all species) and in the evening (serows, chamois). The preparation time for all Rupicaprini took 1 to 3 days (rarely up to 7 days), the opening phase 15 to 60 minutes, the expulsive stage 2 to 20 minutes and the afterbirth phase 3 to 3 ½ hours (gorals, serows). Gorals, serows and chamois give birth while they are standing. Most of the time the kids are born in an anterior presentation. One Mountain goat laid down when it gave birth to the kid. Gorals and serows eat the rest of placenta and they clean up the place of birth. The sensitive imprinting takes 11 to 17 minutes, the absolutely often 29 to 40 minutes.
7.    Goral femals communicate with their new born kids in the first hours.
8.    When the kids are 10 – 15 minutes old they are able to stay. First quadrupede locomotion with 12 to 20 (rarely 30) minutes. Young animals are successors (Mountain goats, chamois, gorals). For a long time gorals leave their kids alone. They are temporary laid down. Dams eat during the first months the excrements and the urine (only gorals). The relationship between the female and kid is very close. The young animals show fights (Mountain goats, chamois, rarely gorals and serows) and motion games (gorals, serows, chamois). During the first weeks the kids among each others are anonymous (gorals). All young animals are weaned from their mother before the next rutting season starts. The development of the suck behaviour is described in details. Gorals start at the 6th day and serows at the 16th day to take solid food.
9.    The weight at birth of gorals is between 2,7 and 2,9 kg (5,95 – 6,29 lb). Mountain goats weigh 4,3 to 4,9 kg (9,48 – 10,8 lb). There is approximate no difference in the weight between the sexes and twin kids. Serow kids weigh between 2,9 and 3,5 kg(6,39 – 7,72 lb). A male stillbirth of Abruzzo chamois had a weigh of 3,1 kg (6,83 lb). All young animals develope fast. Only Mountain goats have horns when they were born. All genus show a interdepencence between body mass and sexual maturity.
10.    All genus show a distinguished behaviour of breeding. The variety of the rutting elements increases like this: serow – Mountain goat – goral – chamois. The female give the order for the moment of the copulation (except serow). Gorals and chamois show auto-marking. Chamois with acoustic marking. No reactive urinate the goral and serow females. All inquired genus with „Laufschlag“. The female signalles that she is ready. Multiple copulations from goral and serow. The animals prefer the morning of noon hours to cover. Beyond the rutting season the males are not always together with the females. Males with reduced food intake (chamois, Mountain goats). Numerous behaviours are described in details.  

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 14:18

LUDWIG, W. (2006)

Zum Sozialverhalten des Rothundes (Cuon alpinus) unter Gehegebedingungen: Strategien von Kohäsion und Suppression.

On the social behaviour of the dhole (Cuon alpinus) under condituions of an enclosure: Strategies of cohesion and suppression.

Rer. nat. Dissertation

342 Seiten, 43 Fotos, 33 Abb.

Fachbereich Naturwissenschaften der Universität Kassel (Betreuung: Prof. Dr. G. Witte) und
Zoo Dresden

Bezugsquelle Buch

Zusammenfassung:

Für den Rothund werden Reproduktions-Suppression und alloparentales Verhalten vorausgesagt – Merkmale, welche die kooperative Aufzucht erst ermöglichen. Während für Grauwolf, Äthiopischen Wolf und Afrikanischen Wildhund umfangreiche Untersuchungen Einblick in die Sozialstruzktur bieten und Reproduktionsmechanismen offenlegen, blieb das Sozialverhalten des Rothundes bisher noch weitgehend im Dunkel.

An einem sozial stabilen Gehegerudel von Rothunden im  Zoo Dresden wurde nach proximaten Mechanismen gesucht, die die kooperative Aufzucht ermöglichen. Dies schloss Untersuchungen kooperativer und kohäsiver Verhaltensweisen, zeitlicher Rhythmen der sozialen Organisation, Strategien der Reproduktions-Monopolisierung und des Verhaltens der Nachkommen ein.

Das Rudel stand von 1995 bis 2004 im Fokus der Untersuchung. Von 2001 bis 2004 fanden quantitative Aufzeichnungen nach der scan-sampling Methode statt.

Die Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  1. Philopatrische Nachkommen sorgen für Nahrung, versorgen und schützen die Welpen und unterstützen damit direkt und indirekt den Reproduktionserfolg des dominanten Elternpaares.
  2. Erst das gemeinsame Wirken bestimmter charakteristischer Verhaltensmechanismen (Bindungs- u. Stimmungsrituale, Verhaltenssynchronisation, Aufgabenteilung) ermöglicht effektive Kooperation. Mechanismen der Stimmungs- u. Verhaltenssynchronisation dienen der zeitlichen Koordination. Der Erfolg kooperativen Verhaltens (z.B. Schutz der Welpen) hängt in besonderem Maße von der synchronen Übernahme verschiedener Aufgaben ab, die einem Ziel dienen.
  3. Aufgabenübernahme bzw. Rollenverhalten hinsichtlich dieser sozialen Ziele korrelieren mit dem Geschlecht und dem Dominanzrang.
  4. Es wurden mehrere das Rudel vereinende und soziale Distanz abbauende Rituale identifiziert. Das Alpha-Weibchen investiert bevorzugt in bindungsförderndes Verhalten mit den Männchen. Während Tragzeit und Laktation erreicht dieses Verhalten sein Maximum. Zu den im Dienste der Rudelkohäsion stehenden Verhaltensmuster zählen:
  • saisonale monogame Paarbindung
  •  Versöhnungsverhalten (reconciliation)
  • Agonistic Buffering mit Hilfe von Welpen und Nahrungsbrocken
  • das Alpha-Weibchen bevorzugt Männchen als Grooming-Partner
  • Besitzrespekt gegenüber Nahrungsbrocken
  • ontogenetisch späte Eingliederung in die Dominanzhierarchie der Adulten

5. In Abhängigkeit davon, ob die Alpha-Fähe trächtig ist bzw. Junge aufzieht, verändern sich charakteristische Merkmale sozialer Beziehungen. Diese Merkmale (aggressives oder kohesives Verhalten, Grooming-Aktivität des Alpha-Weibchens, Paarbindungsverhalten u.a.) verstärken und unterdrücken sich wechselseitig derart, dass sie die Sozialstruktur zugunsten kooperativer Aufzucht und Aufgabenteilung verändern. Eine saisonale Milderung dominanzhierarchischer Beziehungen schafft günstige Voraussetzungen für affiliatives Verhalten und motiviert somit subordinate Rudelmitglieder dazu, in kooperative Aktionen zu investieren.

6. Das Alpha-Paar ist identisch mit den Elterntieren und entwickelt regelmäßig nach der Aufzuchtperiode bis zum Ende der Paarungszeit eine starke Paarbindung. Es ist bestrebt die Reproduktion zu monopolisieren und setzt dabei geschlechtsspezifische Strategien ein. Das Alpha-Weibchen interveniert im Gegensatz zum Männchen selten gegen sexuelle Aktiviutäten subordinater Weibchen. Es greift erst post partum in die Reproduktion ein, indem es die Jungen konkurrierender Weibchen entführt und/oder schwer verletzt.

Die vorliegenden Ergebnisse zeigen Infantizid nicht allein als Bestandteil der weiblichen Reproduktions-Strategie, sondern darüberhinaus als eine Möglichkeit, die Rudelkohäsion zu fördern. Infantizid erlaubt es dem Alpha-Weibchen, sozialen Druck außerhalb der Geburtssaison auf ein Minimum zu reduzieren.

Erst saisonales Variieren der Dominanzhierarchie ermöglicht die Koexistenz von reproduktiver Suppression und kooperativer Aufzucht. Die Besonderheiten, welche die Rothund-Soztietät zu permanetem Rudelleben und kooperativer Aufzucht befähigen, bestehen in speziesspezifischen Verhaltensmechanismen, die saisonal Konflikte begrenzen, räumlich enge Konkurrenz ermöglichen und individuelle Dispositionen zur Ausprägung bringen.

Die Ergebnisse der Studie führen zu einem Modell, das die Durchsetzung kohäsiver Mechanismen als die wesentliche Kraft bei der Entstehung der weiblichen Reproduktionsstrategie ansieht. Die kooperative Aufzucht war demnach eng an die Evolution spezieller Verhaltensmuster, die der Rudelkohäsion und Kooperation dienten, gebunden. Damit ist das Rothund-Rudel als eine adaptive Einheit zu verstehen, deren auf kohäsiven Verhaltens-Strategien aufbauendes Sozialsystem in erster Linie im Dienste einer außergewöhnlichen weiblichen Reproduktions-Strategie  steht.

Abstract:

The results of this long time study in a pack of Cuon alpinus indicate, that the social structure in dholes shows particular characteristics as known in other cooperative breeding canid species. The pack as the breeding unit ist dominated by a monogamous breeding pair, wihich supresses intrasexually the reproduction of all other pack mambers. These dominant parents reveal clear distinguished sexual specific strategies to enforce their reproductive monopol.

However, in most canid species reproductive suppression causes dispersion of the offspring. Therefor the main concern of this study was to search for specific traits of social structure, which support a durable cohesion of the pack.

The members of the observed pack showed a high flexibility in their social relations. The social structure oscillated over the year between two extremes, characterized by the degree of dominance hierarchie as well as cohesive behaviour. Particular characteristic traits of social structure mutually reinforced or suppressed one another in such a way that the social structure changed in favour of cooperative breeding. In course of this it was possible to proove postconflict reconciliations as well as agonistic buffering – known also from primate societies. Even female infanticide seems not only part of female reproductive strategy but also a way to reduce conflicts of reproductive suppression to a narrow time window.

Just the seasonally varying social structure facilitated the contradictory coexistence of reproductive suppression  and cooperative breeding. The seasonal increase of cohesive behaviour was strictly connected with the period of rearing. This is considered as an indication, that mechanisms of group cohesion in dholes more likely evolved in connection with cooperative breeding than cooperative hunting.

These conclusions led to a model, which merges pack evolution and changes in female reproduction in a complex coevolutive process. The conflict between increasing competition with philopatric offspring and female reproductive strategy with recruitment of helpers led to the selection of cohesion supporting behaviour. Consequently the dhole pack is to understand as an adaptive unit, whose social system especially serves a remarkable female reproductive strategy.

 

ludwig-biblio

Sigrun Leunig, 2013

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Assessment of Cat Bait Consumption by Mongoose Species

Bachelor Arbeit Biologie

35 Seiten

Fachbereich Biowissenschaften, Prof. Dr. Markus Pfenninger, Dr. David Algar

Goethe-Universität Frankfurt am Main

Opel-Zoo Kronberg

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Feral cats and mongooses are species of concern when it comes to serious threats to biodiversity in fragile ecological systems. Baiting, using mainly poisoning with specially developed baits as an eradication tool, has been used in Australia to control feral cats but has not been applied in mongoose control. Feral cats and mongooses have many similarities in physiology and feeding habits and it therefore, may be concluded, that baiting is likely to be an effective control method and that mongooses would accept feral cat baits and could also be treated with the same toxicant.

To test the consumption of the amount of bait accepted by three groups of captive banded mongooses (Mungos mungo) two kinds of baits were used: the Eradicat® bait and the Curiosity® bait. The two baits were offered consecutively in a series of trials at 10 AM and 2 PM, alternatively, the baits were offered with the normal diet of the mongooses. Furthermore, the animals were observed for an hour how they handled the bait before they consumed it.

This study showed that the acceptance of Curiosity® was considerably lower than that of Eradicat®. The two different feeding times showed a difference in bait acceptance: less bait was consumed at 2 PM compared to 10 AM. The mongooses´ behaviour in bait handling can be described in three categories (approach, acceptance, ignoring).

It can be concluded that meat baits as Eradicat® and Curiosity® can serve as baits for free-ranging mongooses. Bait uptake was also influenced by the different behaviour of the mongoose groups.

The application of baiting as a control technique for mongooses requires not only a specifically designed bait but also a specific toxicant which could be tailored to mongooses´ metabolism.

Forschungsarbeit – Köder-Fraßverhalten

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