Donnerstag, 14 Juni 2018 10:05

EICHNER, M. (1999)

Hämatologische und klinisch-chemische Referenzwerte und Werte bei ausgewählten Krankheitsbildern im Blut von Trampeltieren (Camelus bactrianus).

Dr. med. vet. Dissertation

143 Seiten

Veterinärmedizinische Fakultät, Universität Leipzig
Betreuer: Prof. Dr. Klaus Eulenberger
Zoopark Erfurt

Ganze Arbeit

Zusammenfassung:

Das Ziel dieser Arbeit war die Erstellung eines Referenzwertkataloges für Trampeltiere (Tab. 3 und 4). Dazu wurden 12 hämatologische und 24 klinisch-chemische Parameter von 57 Trampeltieren aus 4 verschiedenen Herden sowie bei 13 neugeborenen Trampeltieren analysiert. Der Einfluß von Jahreszeit, Standort, Fütterung, Alter und Geschlecht auf die Blutparameter wurde geprüft. Es erfolgte erstmals eine vergleichende Betrachtung der Serumgehalte von Vitamin E und Selen einer substituierten und 3 nicht substituierten Trampeltierherden.  Weiterhin wurden Blutwerte bei verschiedenen Krankheitsbildern analysiert. Gegenüber der angegebenen Literatur werden die einzelnen Parameter durch eine größere Zahl von Stichproben repräsentiert.  Jahreszeitliche Unterschiede wurden für die Aktivitäten der AP und GLDH festgestellt. Herdenbedingte Differenzen traten beim Hämoglobingehalt, den Transaminasen, dem Kreatiningehalt und dem Serumgehalt von Selen auf. Die Selenmittelwerte der substituierten Erfurter Trampeltierherde lagen höchstsignifikant über den Werten der anderen untersuchten Herden.  Altersunterschiede wurden bei den Transaminasen, der AP, der LDH, der CK, dem Kreatinin- und Selengehalt festgestellt. Auch im Differentialblutbild sind altersbedingte Differenzen bei den Eosinophilen, Stabkernigen und Segmentkernigen erkennbar. Die klinisch-chemischen Parameter ASAT, ALAT, AP, GGT, GLDH, LDH und CK der neugeborenen Trampeltiere sind vergleichsweise höher als bei den älteren Tieren.  Die auffälligsten Veränderungen im Blutbild bei Trampeltieren mit traumatisch bedingten Erkrankungen im Kopfbereich (4 Fälle), Erkrankungen des ZNS (1 Fall) und Erkrankungen der Gliedmaßen (2 Fälle) werden beschrieben und tabellarisch dokumentiert.

Summary:

The aim of this paper was the elaboration of a reference catalogue of values (table 3 and 4). 12 haematological and 24 clinical-chemical parameters of 57 Bactrian camels taken from 4 different herds and 13 newborn Bactrian camels have been estimated. Influences of season, location, feeding, age and sex have been examined. A comparative examination of the vitamine E and the selenium content of the serum of animals of 3 herds without and one herd with a selenium supplementation has been carryed out for the first time. Furthermore, blood results of different symptoms have been analysed. In contrary to the literature, the parameters are represented by a higher number of samples. Seasonal differences for the activities of AP and GLDH have been obtained. Differences determined by the herd occured concerning the level of haemoglobin, and the serum levels of transaminases, creatinine and selenium. The average serum concentration of selenium of the supplemented herd of the Erfurt zoo has been significantly higher than the values of other examined herds.  Deviations concerning transaminases, AP, LDH, CK and the creatinine and selenium level have been traced as well in animals of different ages.  Differences determined by the age have also been noticed in the differential blood count concerning the different types of granulocytes.  The most noticable change of the blood count of camels with injuries of the head caused traumatically (4 cases), diseases of the central nervous system (1 case), and diseases of the limbs (2 cases) are going to be described and documented in tables.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 08:02

LODERSTEDT, S. (2009)

Makroskopische, lichtmikroskopische und ukltrastrukturelle Charakterisierung der Placenta fetalis des Asiatischen Elefanten (Elephas maximus).

Macroscopic, light microscopic and ultra structural characterization of the Placenta fetalis of the Asian Elephant (Elephas maximus).

Dr. med. vet. Dissertation

126 Seiten, 98 Abbildungen, 7 Tabellen, Literaturangaben, Anhang

Veterinär-Anatomisches Institut, Veterinärmedizinische Fakultät, Universität Leipzig
Betreuer: Prof. Dr. Johannes Seeger
Tierpark Hagenbeck Hamburg, Zoo Leipzig

Ganze Arbeit

Zusammenfassung:

Erkenntnisse über die Morphologie und Physiologie der Plazenta des Asiatischen Elefanten sind nur im begrenzten Umfang vorhanden (Owen, 1857; Mossman (1937), Cooper et al., 1964, Davis et al., 1991). Ziel dieser Untersuchung ist die erstmalige systematische Untersuchung und Charakterisierung der unter physiologischen Bedingungen ausgetragenen Placenta fetalis von gesunden, vitalen Asiatischen Elefantenkälbern. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen die morphologisch - strukturelle Charakterisierung des Gewebes, sowie die immunhistolchemische Untersuchung der unterschiedlichen Plazentaanteile. Für die Untersuchung standen vier Nachgeburten von in zoologischen Einrichtungen gehaltenen Asiatischen Elefanten zur Verfügung. Die Plazenten wurden vollständig, oder in Form repräsentativer Proben dem Veterinär-Anatomisches Institut überstellt. Aus morphologisch unterschiedlichen Bereichen der einzelnen Fruchthüllen wurden Proben zur weiteren lichtmikroskopischen und elektronenmikroskopischen Untersuchung entnommen. Weiterhin wurde das Ansprechverhalten des Gewebes auf Antikörper von humanen Choriongonadotropin (hCG) und plazentarer alkalischer Phosphatase (PLAP) analysiert. Amnion und Allatois werden von einem einschichtigen, iso- bis hochprismatischen Epithel mit kopfsteinpflasterartiger Oberfläche bekleidet. Die Epithelzellen tragen auf ihrer Zellmembranoberfläche Mikrovilli und Mikroplicae. Es können Zytoplasmaprotrusionen unterschiedlichen Ausprägungsgrades ausgebildet werden. Die chorionseitige Oberfläche des extraplazentaren Allantochorions erscheint makroskopisch heterogen und bildet auf der gesamten Oberfläche mikroskopisch differenzierbare Chorionzotten unterschiedlicher Größe aus. Die Zytotrophoblastzellen tragen Oberflächenmodifikationen. Der Gürtel kann mikroskopisch anhand der Gefäßbasalmembranmorphologie und der Plasmainsudationen in zwei Schichten eingeteilt werden. Das Trophoblastepithel wird von intraepithelialen Kapillaren durchbrochen, und die Plazentarschranke ist bis auf ca. 2μ m reduziert. Im Zytoplasma der Trophoblastzellen der Extravasatzone finden sich chromaffine, granuläre Ablagerungen unterschiedlicher Größe. Die Trophoblastzellen reagieren positiv auf den immunhistochemischen Nachweis von hCG und PLAP. Am vorliegenden Material wurden erstmals systematische morphologische Untersuchungen auf makroskopischer, lichtmikroskopischer und ultrastruktureller Ebene durchgeführt. Der Asiatische Elefant bildet eine vollständige Gürtelplazenta mit braun grün gefärbtem Randsaum aus. Das Allantois- und Amnionepithel ist einheitlich einschichtig. Die Epithelzellen beider Membranen zeigen zytplasmatische Zellausstülpungen. Für die Hundplazenta werden rasterelektronenmikroskopisch vergleichbare Strukturen als apokrine Sekretionsvesikel beschrieben (Grether et al., 1998). Das extraplazentare Allantochorion weist auf seiner gesamten Oberfläche Zotten unterschiedlicher Morphologie auf. Intraepitheliale Kapillaren kommen vor. Der Trophoblast ist in seiner Gesamtheit als Zytotrophoblast ausgebildet. Im Bereich des proximalen Plazentarlabyrinthes finden sich unregelmäßig verdickte Basalmembranen maternaler Gefäße. Das Zytoplasma der Trophoblastzellen in der Extravasatzone erscheint vakuolär und schließt chromaffine Granula ein. In den Trophoblastzellen werden positive Reaktionspräzipitate mit PLAP-Ak, sowie hCG-Ak gebildet.
Schlussfolgernd wird festgestellt:

1. Der Asiatische Elefant bildet eine Placenta zonaria, endothelio-chorialen Charakters aus.

2. Allantois- und Amnionepithel sind im Aufbau ähnlich und sekretorisch aktiv.

3. Es ist von einer Beteiligung des paraplazentaren Allantochorion am Stoffwechsel der Plazenta auszugehen (Stoffel et al., 1998, Olivera et al., 2003).

4. Der Plazentargürtel kann in drei Zonen eingeteilt werden.

5. Der Trophoblast ist als Zytotrophoblast ausgebildet und in seiner Gesamtheit funktionell resorptiv. Es kommen intraepitheliale Kapillaren vor, wobei die Plazentarschranke entsprechend des endothelio-chorialen Plazentatyps erhalten bleibt.

6. Die endokrinologische Aktivität der Elefantenplazenta muss Schwerpunkt fortführender Forschungsarbeit sein.

Summary:

There is very little detailed knowledge regarding the structure and physiology of the placenta of the Asian Elephant (OWEN 1857, MOSSMAN 1937, COOPER et al. 1964, MOSSMANN 1987, DAVIS u. BENIRSCHKE 1991). The aim of this thesis is the systematic analysis and characterization of the term placenta fetalis of the Asian Elephant from healthy, vital Elephant calves born under physiological circumstances. The study focuses on the morphological characterization of the placental tissue, and on the immunohistochemical investigation of different placental locations. Four Placentae fetalis were collected from Asian Elephants kept in zoos. The complete placentas or representative parts were sent to the Institute of Veterinary-Anatomy of the University of Leipzig. Samples were collected from different anatomical regions of the fetal placenta for further light- and electron microscopic Investigation. The immunohistochemical responses of the tissue to human gonadotropin (hCG) antibody and to placental alkaline phosphatase (PLAP) antibody were tested. Amnion and Allantois are covered by a single layer of iso- or columnar epithelium with a cobblestone like surface. The epithelial cells show microvilli, microplicae and cytoplasmic protrusions in different stages on their cell membrane surface. The extraplacental chorionic membrane appears macroscopically heterogenic. Villi can be seen throughout the whole chorion. The epithelial cells show modifications of the cell membranes. The girdle can be divided in two zones microscopically, because of the basal membrane morphology of maternal blood vessels and plasma insudation into the tissue. The trophoblast epithelium is invaded  by  intraepithelial  capillaries  and  the  blood-placental  barrier  is  reduced  to approximately 2μ m. Trophoblast cells in the haemophagus zone display chromaffin granules of different size in the cytoplasm. The trophoblast cells show a positive immunhistochemic reaction to hCG and PLAP. For  the  first  time,  a  systematic  macroscopic,  light  microscopic  and  ultra  structural morphologic investigation was carried out on the term Placenta fetalis of the Asian Elephant. The Asian Elephant has a placental belt with a green brown haemophagus zone on each side. The Allantois- and Amnionepithelium are single layered and show protrusions of the cytoplasm. Scanning electron microscopic investigations revealed comparable structures to the dog (GRETHER et al. 1998). The whole extra placental Chorion has a villous membrane surface. Intraepithelial capillaries can be shown. The trophoblast is shaped completely as cytotrophoblast. In the proximal part of the labyrinth, thickened basal membranes can be seen on maternal capillaries. The cytoplasm of the epithelial cells in the haemophagus zone appears vacuolar and encloses chromaffin granules. Positive immunohistochemistry reactions can be seen in the cytotrophoblast with PLAP-Antibody and hCG-Antibody.
Conclusively, it can be stated:

1. The Asian Elephant has a Placenta zonaria, endotheliochorialis.

2. Allantois- and Amnionepithelium have a similar morphology and are secretically active.

3. An involvement of the paraplacental Chorion in the metabolism of the placenta can be postulated (STOFFEL et al. 1998, OLIVERA et al. 2003a).

4. The placental labyrinth can be divided in two zones.

5. The  trophoblast  is  shaped  completely  as  cytotrophoblast  and  has  resorptive functional. In spite of the intraepithelial capillaries, the blood-placenta barrier stays entirely intact.

6. The  endocrinology  of  the  placenta  of  the  Asian  elephant  requires  further investigations

 

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Donnerstag, 18 Februar 2016 15:08

SCHÜTTE, B. (2008)

Zur Nosologie von im Leipziger Zoo gehaltenen Meerkatzen (Gattungen Cercopithecus, Erythrocebus, Miopithecus) - Eine Analyse des Krankheitsgeschehens von 1955 bis 2006 unter Berücksichtigung von Immobilisation und Narkose

On  Nosology of guenons (Genera Cercopithecus, Erythrocebus, Miopithecus) kept in the Zoological Garden Leipzig. An analysis of diseases from 1955 to 2006 in consideration of immobilisation and anaesthesia

Dr. med. vet. Dissertation

97 Seiten, 2 Abbildungen, 27 Tabellen, 305 Literaturangaben, Anhang mit 5 Tabellen

Veterinärmedizinische Fakultät, Universität Leipzig
Betreuer: Prof. Dr. med. vet. habil. K. Eulenberger
Zoo Leipzig

Ganze Arbeit

Zusammenfassung:

Um Meerkatzen in zoologischen Gärten erfolgreich halten und nachzüchten zu können und um Menschen, die Kontakt zu den Tieren haben, vor Zoonosen zu schützen, ist es wichtig, einen guten Kenntnisstand über die bei diesen Tieren potenziell vorkommenden Krankheiten zu besitzen. In dieser Arbeit wird eine Übersicht über die in der Fachliteratur bei Meerkatzen beschriebenen Infektionen und Krankheiten gegeben und durch die veterinärmedizinischen Erfahrungen aus 51 Jahren Meerkatzenhaltung im Zoologischen Garten Leipzig ergänzt. Als Grundlage für die Analyse des Krankheitsgeschehens bei Meerkatzen im Zoologischen Garten Leipzig dienten Krankenblätter, Einträge in Visitebücher, Obduktionsprotokolle, Befunde von weiterführenden Untersuchungen und Narkoseprotokolle. Es wurden medizinische Daten von rund 150 Meerkatzen aus 17 verschiedenen Arten zusammengetragen und in Form von 387 Fallberichten ausgewertet und dargestellt. Dabei handelte es sich um 333 Krankheitsfälle und 54 Fälle des Zucht und Haltungsmanagements. Überdies wurden bakteriologische, virologische, mykologische und parasitologische Untersuchungen wie auch Angaben zu Narkosen nochmals gesondert erfasst und ausgewertet. Des Weiteren wurden im Rahmen der Arbeit hämatologische und klinisch-chemische Referenzwerte für Meerkatzen im Zoologischen Garten Leipzig erstellt. Am häufigsten kamen mit 37,2 % in der untersuchten Population Krankheiten der Verdauungsorgane vor, wobei es sich in den meisten Fällen um relativ harmlose Durchfallerkrankungen handelte. Weniger häufig traten traumatisch bedingte Krankheiten (13,2 %) auf, von denen mehr als die Hälfte der Fälle Bissverletzungen waren. Krankheiten der Atmungsorgane betrafen 12,9 % der Krankheitsfälle und Störungen der Fortpflanzungsfunktionen, zu denen auch neonatale Krankheiten gerechnet wurden, 10,2 %. 9,9 % der Krankheitsfälle wurden der Gruppe der unspezifischen Krankheiten zugeordnet, da es sich um Fälle mit unspezifischer Symptomatik handelte. Andere Krankheiten, wie solche der Haut und des Haarkleides (6,6 %), des Nervensystems (3 %), des Herz-Kreislauf-Systems (2,4 %), der Bewegungsorgane (2,1 %), des Harnapparates (0,9 %), der Sinnesorgane (0,6 %) sowie von Leber, Pankreas und Endokrinium (je 0,3 %), waren eher selten. Es wurden 69 Todesfälle gezählt. Die höchsten Tierverluste (15) waren im Zusammenhang mit Krankheiten der Atmungsorgane zu verzeichnen, wobei der Tuberkulose (8 Todesfälle) hier eine entscheidende Bedeutung zukam. In der Literatur bisher nicht beschriebene Infektionen und Krankheiten werden entsprechend ihrer Bedeutung herausgestellt. Es werden Empfehlungen zu verschiedenen, in der Analyse besonders aufgefallenen Aspekten der medizinischen Betreuung von Meerkatzen gegeben. Hierzu zählen z.B. das Management von Tuberkulose und Hepatitis A, die Vermeidung gehäuft auftretender Bissverletzungen durch Optimierung von Gruppenzusammensetzung und Haltungsbedingungen, eine mögliche Prophylaxe epileptiformer Anfälle bei Jungtieren durch Vitamin D3-Substitution und Uterusleiomyome als Ursache für Menstruationsbeschwerden. Außerdem werden Empfehlungen zur Immobilisation gegeben. Der praktizierende Tierarzt erhält somit einen Überblick über Infektionen und Krankheiten, die bei Meerkatzen vorkommen können, sowie deren Bedeutung.

Summary:

To hold and breed guenons in Zoological Gardens, it is necessary to have good knowledge about diseases that also could potentially infect humans who come into contact with them. This dissertation contains a synopsis of the infections and diseases of guenons found in specialized literature with additional veterinary medical knowledge gathered over 51 years experience in holding guenons in the Zoological Garden Leipzig. The analysis of diseases of guenons in the Zoological Garden Leipzig is based on medical records, autopsy reports, results of continued studies and anaesthesia records. Medical facts on ca. 150 guenons of 17 different species were collected, of which 387 case descriptions were evaluated. From these cases 333 were of illness and 54 of breeding and keeping management. Parallel, bacteriological, virological, mycological and parasitological studies and information about anaesthesia were separately listed and analysed. Also included in this study are haematological and serum biochemistry references for guenons in the Zoological Garden Leipzig. With 37,2 %, an infection of the digestive system was the most common illness under the examined population, mostly harmless cases of diarrhoea. Less common were traumatically induced illnesses (13,2 %), of which more than half were bite injuries. Other illnesses were respiratory diseases (12,9 %) and reproduction disorder including neonatal diseases (10,2 %). Because of non specific symptoms, 9,9 % of illnesses were classed as non specific diseases. Illnesses of skin and coat (6,6 %), nervous system (3 %), cardiovascular system (2,4 %), locomotor organs (2,1 %), urinary tract (0,9 %), sense organs (0,6 %) and liver, pancreas and endocrine system (0,3 % each) were quite uncommon. In 69 cases the guenons died. The highest cause of death (15) was due to respiratory diseases, of which tuberculosis (8 cases) played an important role. Infections and diseases that have not been described in literature before are emphasized due to their significance. Advice is also given on different aspects of medical treatment of guenons that were of particular notice in the analysis. Included are e.g. management of tuberculosis and hepatitis A, the avoidance of bite injuries through group optimizing and caging quality, prevention of seizures of young animals through Vitamin D3 substitution and uterine leiomyoma as cause of menstrual problems. Advice is also given on immobilisation. The practicing vet will get the general idea of infections and diseases which can be found under guenons, and their importance.

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Donnerstag, 14 Juni 2018 13:47

HURGITSCH, B. (2011)

Akustische Kommunikation und Mutter-Kalb-Beziehung bei Giraffen (Giraffa camelopardalis) in zoologischer Haltung.

Diplomarbeit

56 Seiten

Universität Wien
Betreuer: ao. Univ. - Prof. Dr. Helmut Kratochvil, Fr. Dr. Stöger-Horwath (Tiergarten Schönbrunn)
Tiergarten Schönbrunn Wien

Zusammenfassung:

Die akustische Kommunikation, insbesondere die Verwendung von Infraschall, sowie die Beziehung zwischen einem Muttertier und ihrem Jungtier bei Giraffen (Giraffa camelopardalis) sind die Themengebiete, mit denen sich diese Studie beschäftigt. Giraffen galten für eine sehr lange Zeit als still. In den 1990ern jedoch fanden Biologen heraus, dass diese Tiere in der Lage sind Infraschall-Laute zu produzieren. Seit dieser Entdeckung wurden sechs verschiedene Lauttypen beschrieben. Somit nahm ich Laute von drei verschiedenen Giraffen-Unterarten auf, um festzustellen, ob sich Unterschiede in der akustischen Kommunikation zwischen den einzelnen Unterarten feststellen ließen. Die Datenaufnahmen erfolgten von September 2007 bis Februar 2008 hauptsächlich im Tiergarten Schönbrunn in Wien, Österreich. Ebenso wurden im Zoo Duisburg, Deutschland sowie im Zoo Dortmund, Deutschland jeweils eine andere Giraffen-Unterart akustisch aufgezeichnet. Mittels eines speziellen Schallanalyseprogramms konnten die Aufnahmen analysiert werden. Zusätzlich wurde das Verhalten zwischen dem Muttertier und ihren beiden Kälbern im Wiener Tiergarten Schönbrunn untersucht.Es konnten unter Tiergartenbedingungen im Gegensatz zu den kolportierten Freilandstudien nur sehr wenige Laute aufgenommen werden. Während der ganzen Studienzeit konnten nur Vokalisationen vom adulten Bullen im Tiergarten Schönbrunn verwertet werden. Somit konnte auch kein Vergleich zwischen den Lauten der verschiedenen Unterarten angefertigt werden, da keine brauchbaren Vokalisationen von diesen vorliegen. Die Ergebnisse bezüglich der Interaktionen zwischen dem Muttertier und ihren beiden Jungtieren, sowie die Möglichkeit einer „nursery function“ von der subadulten Kuh im Tiergarten Schönbrunn sind jedoch signifikant.

Summary:

Acoustic communication, particular the vocalization with infrasound and the mother-cub relationship in giraffes (Giraffa camelopardalis) are the focuses of this study. For A long time the giraffe was signed as a silent animal. In the 1990ies some biologists claimed these animals as producing infrasound. Since then at least six loud types were described. So I tried to investigate, if giraffes in three different zoos were communicating also with these loud types and if there were differences in the acoustic communication between t he three subspecies, which I tested. From September 2007 till February 2008 the data recording took place at the Vienna Zoo, Austria, the Zoo Duisburg, Germany, and the Zoo Dortmund, Germany. With a specific analysis program I investigated the audio recordings. Additionally the behavior between the mother and he r two cubs in the Zoo of Vienna were tested. In opposition to my research under zoo conditions t he earlier field studies showed many vocalizations. I only got louds from the male adult giraffe at Vienna Zoo. So the comparison between the subspecies was not able to accomplish, because I recorded no usable vocal communication at the zoos in Germany. However the results of the active and passive behavior between the mother and her cubs and the possibility for a “nursery function” of the adolescent cow from Vienna Zoo are significant.

 

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Freitag, 12 Februar 2016 12:00

KELLIN, N. (2009)

Auswertung der Sektions- und Laborbefunde von 1780 Vögeln der Ordnung Psittaciformes in einem Zeitraum von vier Jahren (2000 bis 2003)

Evaluation of necropsy and laboratory examinations of 1780 birds of the order psittaciformes in a period of 4 years (2000-2003)

Dr. med. vet. Dissertation

252 Seiten

Fachbereich Veterinärmedizin, Justus-Liebig-Universität Gießen
Leitung: Prof. Dr. E. F. Kaleta
Loro Parque Teneriffa

Ganze Arbeit

Zusammenfassung:

Zunächst werden die bei Vögeln der Ordnung Psittaciformes beschriebenen Infektionen und Krankheiten sowie die nicht-infektiösen Krankheiten und die Krankheiten einzelner Organe mit Unterstützung aktueller Fachliteratur kurz vorgestellt, wobei wegen der Fülle von Einzelpublikationen und kasuistischen Berichten überwiegend das gesicherte Wissen aus einschlägigen Monographien entnommen werden musste. Die Ziele dieser Auswertung sind zum einen die umsichtige retrospektive Auswertung der enormen Anzahl an post mortem und labordiagnostischen Arbeiten aus den Jahren 2000- 2003, um die häufigsten Todesursachen von 1298 Vögeln der Ordnung Psittaciformes aufzuzeigen und um daraus prophylaktische präventive Maßnahmen für die Vorbeugung dieser vorzuschlagen sowie diese selbst ermittelten Daten mit denen vorrausgegangener publizierter Arbeiten aus dem Loro Parque und denen anderer Untersuchungsanstalten zu vergleichen. Um diese Ziele zu erreichen sind in der vorliegenden Arbeit die Sektionsbefunde und die Ergebnisse der Laboruntersuchungen von 1298 Vögeln der Ordnung Psittaciformes aus der Kollektion der Loro Parque Fundaciόn, Teneriffa, Spanien, ausgewertet worden. Die taxonomische Einordnung der einzelnen Vögel der Ordnung Psittaciformes erfolgt in Anlehnung an die Systematik von ROWLEY und COLLAR (1997). Die eigenen Auswertungen umfassen insgesamt 1780 Vögel, die im Zeitraum von Januar 2000 bis Dezember 2003 im Loro Parque, Teneriffa, Spanien, an den Folgen spontan aufgetretener Krankheiten verendet sind. Bei 482 der 1780 Vögel ist aufgrund fortgeschrittener autolytischer Veränderungen keine Untersuchung und Beurteilung mehr möglich gewesen. Das kommt daher, dass die in den Bruthöhlen gestorbenen Küken während der Obhut der Eltern oft erst zu spät entdeckt werden, um diese Tiere noch rechtzeitig zu untersuchen und von ihnen verwertbare Befunde erstellen zu können. Die von 1298 Vögeln vorliegenden diagnostischen Befunde sind von den Veterinären des Loro Parque erarbeitet worden. Alle histopathologischen Arbeiten sind von Prof. Dr. Helga Gerlach, München und die virologischen Studien (Virusisolation und PCR) von Prof. Dr. Hermann Müller, Virologisches Institut der Universität Leipzig, durchgeführt worden. An der Clinica Veterinaria des Loro Parque werden des weiteren regelmäßig Obduktion, parasitologische Untersuchung sowie Kultur und Differenzierung von Bakterien durchgeführt. 6 Zusammenfassung 192 Alle Vögel sind in Altersgruppen (Adulte, Juvenile, Vögel aus der Baby Station, Küken sowie Neonaten) unterteilt worden, wobei die Jungtiere aus der Hand- und Elternaufzucht auch oft zusammengefasst worden sind, weil sich bei deren Einzelbetrachtung keine wesentlichen Unterschiede ergeben haben mit Ausnahme der Tatsache, dass zahlenmäßig mehr Baby Station Tiere als solche aus der Elternaufzucht vertreten gewesen sind. Die Ergebnisse der Obduktion sind in die folgenden Kategorien unterteilt worden: verhaltensbedingte-, infektiöse und nichtinfektiöse, sowie spezielle Jungtier- und Organkrankheiten. Um bei so vielen Tieren die Übersicht zu erhalten, sind sie immer nur einer der Kategorien (Alter und Krankheit) zugeordnet worden. Ist dies nicht möglich oder sind die Nebenbefunde für das Krankheitsgeschehen von zu großer Bedeutung gewesen, so ist darauf verwiesen worden. Innerhalb der einzelnen taxonomischen Gruppen sind die Erkrankungen mit unterschiedlicher Häufigkeit aufgetreten. Die Kakadus (Unterfamilie Cacatuinae) sind mengenmäßig führend bei den virus-bedingten Erkrankungen wohingegen die Neotropischen Papageien am häufigsten von Schimmelpilz-Mykosen betroffen gewesen sind. Im Vergleich zu den anderen Gruppen sind die Platycerini am häufigsten mit intestinalen Parasiten infiziert gewesen. Individuelles und soziales Fehlverhalten führen bei 204 Tieren zum Tode, was 15,7 % aller analysierten Befunde ausmacht. Dabei ist soziales Fehlverhalten am häufigsten vertreten (110) gewesen. Infektionskrankheiten haben bei 355 (27,3 %) Papageien den Tod zur Folge. Bakterien: Insgesamt sind 168 von 1298 Vögel (12,9 %) infolge bakterieller Infektionen verendet. Am häufigsten ist E. coli in 64 Fällen (4,9 %), gefolgt von Pseudomonas spp. in 23 Fällen (1,8 %) und Mykobakterien 22 Fällen (1,7 %) isoliert worden. Virus: 122 Vögel (9,4 %) der Vögel sind infolge Virus-bedingter Erkrankungen gestorben. Darunter befinden sich mit 32,0 % die neuropathische Drüsenmagendilatation, 17,2 % aviäres Polyomavirus, 14,8 % aviäres Circovirus, 13,1 % psittazines Adenovirus, 7,4 % aviäres Lymphosarkom (Virus), 1,6 % Papageien-Herpesvirus sowie 13,9 % unklassifiziertes Virus). Schimmelpilz-Mykosen: Nur 49 Individuen (3,8 %) sind infolge Schimmelpilz-Mykosen verendet. Davon entfallen 65,3 % auf Aspergillus spp., 6,1 % auf Cryptococcus spp., 4,1 % auf Zygomyzeten sowie auf Candida spp. und 20,4 % auf nicht näher klassifizierte Pilze. Intestinale Parasiten: Nur 16 Vögel (1,2 %) sind mit intestinalen Parasiten infiziert gewesen. Die Vögel des Tribus Platycerini sind mit 13 Exemplaren am häufigsten von Darmparasiten befallen. Es handelt sich hierbei in zehn Fällen (62,5 %) um Endoparasiten der Gattung 6 Zusammenfassung 193 Ascaridia, viermal (25 %) um solche der Gattung Spiruroidea und zweimal (12,5 %) sind die Nematoden nicht näher differenziert worden. Ektoparasiten können außer bei einem Melopsittacus undulatus-Küken mit Knemidocoptes spp.-Befall nicht festgestellt werden. Nicht-infektiöse Erkrankungen als unmittelbare Todesursache sind bei 739 Vögeln (56,9 %) diagnostiziert worden. Die Nieren sind am häufigsten in 113 Fällen (15,3 %) betroffen gewesen, gefolgt von den Erkrankungen der endokrinen Organe in 166 Fällen (22,4 %), wobei allein Veränderungen der Schilddrüsen 101 mal (13,7 %) zu diagnostizieren gewesen sind. Neoplasien sind 38mal als unmittelbare Todesursache zu diagnostizieren, wobei am häufigsten das Gallengangskarzinom (11 Fälle), gefolgt von Adenokarzinom (fünf Fälle) festgestellt worden ist. . Bei den 668 beurteilen Jungtieren steht der Energiemangel, d. h. ein nahezu Glykogen-freies Corpus gelatinosum im Vordergrund, wovon 138 Jungtiere betroffen gewesen sind. Dieser Fund ist interpretiert als eine spezielle aviäre Form des Energiemangels. Weitere Erforschung des Corpus gelatinosom ist im Hinblick auf das Erreichen einer höheren Überlebensrate von Papageiennestlingen unabdingbar. Ein direkter Vergleich der Spektren der nachgewiesenen Erreger und deren Häufigkeiten der Todesursachen der Vögel im Loro Parque lässt keine wesentlichen Unterschiede mit den Ergebnissen einer voran gegangenen Auswertung von SCHULZ (2002) aus den Jahren 1997 bis 1999 erkennen. Demgegenüber bestehen zum Teil erhebliche Unterschiede im Spektrum und der Häufigkeit der Erreger von infektiösen Krankheiten zu denen von MOMMER (2002), die die Befunde ausgewertet hat, die in den Jahren 1990 bis 1996 im Institut für Geflügelkrankheiten der Justus-Liebig-Universität Gießen erhoben worden sind. Diese Aussage trifft insbesondere für die größere Zahl von Nachweisen der Herpes- und Paramyxo-1-Viren, Salmonellen, E. coli, Chlamydophila spp., Aspergillus spp. in den Atemwegen und Darmparasiten zu. Diese Abweichungen führen zu dem Schluss, dass die Unterschiede in Klima und Haltungsform, Futter und Fütterungspraktiken sowie die ständige veterinärmedizinsche Versorgung wichtige Faktoren für die Erhaltung von Gesundheit, Fortpflanzung und Wohlergehen sind.

Summary:

Zunächst werden die bei Vögeln der Ordnung Psittaciformes beschriebenen Infektionen und Krankheiten sowie die nicht-infektiösen Krankheiten und die Krankheiten einzelner Organe mit Unterstützung aktueller Fachliteratur kurz vorgestellt, wobei wegen der Fülle von Einzelpublikationen und kasuistischen Berichten überwiegend das gesicherte Wissen aus einschlägigen Monographien entnommen werden musste. Die Ziele dieser Auswertung sind zum einen die umsichtige retrospektive Auswertung der enormen Anzahl an post mortem und labordiagnostischen Arbeiten aus den Jahren 2000- 2003, um die häufigsten Todesursachen von 1298 Vögeln der Ordnung Psittaciformes aufzuzeigen und um daraus prophylaktische präventive Maßnahmen für die Vorbeugung dieser vorzuschlagen sowie diese selbst ermittelten Daten mit denen vorrausgegangener publizierter Arbeiten aus dem Loro Parque und denen anderer Untersuchungsanstalten zu vergleichen. Um diese Ziele zu erreichen sind in der vorliegenden Arbeit die Sektionsbefunde und die Ergebnisse der Laboruntersuchungen von 1298 Vögeln der Ordnung Psittaciformes aus der Kollektion der Loro Parque Fundaciόn, Teneriffa, Spanien, ausgewertet worden. Die taxonomische Einordnung der einzelnen Vögel der Ordnung Psittaciformes erfolgt in Anlehnung an die Systematik von ROWLEY und COLLAR (1997). Die eigenen Auswertungen umfassen insgesamt 1780 Vögel, die im Zeitraum von Januar 2000 bis Dezember 2003 im Loro Parque, Teneriffa, Spanien, an den Folgen spontan aufgetretener Krankheiten verendet sind. Bei 482 der 1780 Vögel ist aufgrund fortgeschrittener autolytischer Veränderungen keine Untersuchung und Beurteilung mehr möglich gewesen. Das kommt daher, dass die in den Bruthöhlen gestorbenen Küken während der Obhut der Eltern oft erst zu spät entdeckt werden, um diese Tiere noch rechtzeitig zu untersuchen und von ihnen verwertbare Befunde erstellen zu können. Die von 1298 Vögeln vorliegenden diagnostischen Befunde sind von den Veterinären des Loro Parque erarbeitet worden. Alle histopathologischen Arbeiten sind von Prof. Dr. Helga Gerlach, München und die virologischen Studien (Virusisolation und PCR) von Prof. Dr. Hermann Müller, Virologisches Institut der Universität Leipzig, durchgeführt worden. An der Clinica Veterinaria des Loro Parque werden des weiteren regelmäßig Obduktion, parasitologische Untersuchung sowie Kultur und Differenzierung von Bakterien durchgeführt. 6 Zusammenfassung 192 Alle Vögel sind in Altersgruppen (Adulte, Juvenile, Vögel aus der Baby Station, Küken sowie Neonaten) unterteilt worden, wobei die Jungtiere aus der Hand- und Elternaufzucht auch oft zusammengefasst worden sind, weil sich bei deren Einzelbetrachtung keine wesentlichen Unterschiede ergeben haben mit Ausnahme der Tatsache, dass zahlenmäßig mehr Baby Station Tiere als solche aus der Elternaufzucht vertreten gewesen sind. Die Ergebnisse der Obduktion sind in die folgenden Kategorien unterteilt worden: verhaltensbedingte-, infektiöse und nichtinfektiöse, sowie spezielle Jungtier- und Organkrankheiten. Um bei so vielen Tieren die Übersicht zu erhalten, sind sie immer nur einer der Kategorien (Alter und Krankheit) zugeordnet worden. Ist dies nicht möglich oder sind die Nebenbefunde für das Krankheitsgeschehen von zu großer Bedeutung gewesen, so ist darauf verwiesen worden. Innerhalb der einzelnen taxonomischen Gruppen sind die Erkrankungen mit unterschiedlicher Häufigkeit aufgetreten. Die Kakadus (Unterfamilie Cacatuinae) sind mengenmäßig führend bei den virus-bedingten Erkrankungen wohingegen die Neotropischen Papageien am häufigsten von Schimmelpilz-Mykosen betroffen gewesen sind. Im Vergleich zu den anderen Gruppen sind die Platycerini am häufigsten mit intestinalen Parasiten infiziert gewesen. Individuelles und soziales Fehlverhalten führen bei 204 Tieren zum Tode, was 15,7 % aller analysierten Befunde ausmacht. Dabei ist soziales Fehlverhalten am häufigsten vertreten (110) gewesen. Infektionskrankheiten haben bei 355 (27,3 %) Papageien den Tod zur Folge. Bakterien: Insgesamt sind 168 von 1298 Vögel (12,9 %) infolge bakterieller Infektionen verendet. Am häufigsten ist E. coli in 64 Fällen (4,9 %), gefolgt von Pseudomonas spp. in 23 Fällen (1,8 %) und Mykobakterien 22 Fällen (1,7 %) isoliert worden. Virus: 122 Vögel (9,4 %) der Vögel sind infolge Virus-bedingter Erkrankungen gestorben. Darunter befinden sich mit 32,0 % die neuropathische Drüsenmagendilatation, 17,2 % aviäres Polyomavirus, 14,8 % aviäres Circovirus, 13,1 % psittazines Adenovirus, 7,4 % aviäres Lymphosarkom (Virus), 1,6 % Papageien-Herpesvirus sowie 13,9 % unklassifiziertes Virus). Schimmelpilz-Mykosen: Nur 49 Individuen (3,8 %) sind infolge Schimmelpilz-Mykosen verendet. Davon entfallen 65,3 % auf Aspergillus spp., 6,1 % auf Cryptococcus spp., 4,1 % auf Zygomyzeten sowie auf Candida spp. und 20,4 % auf nicht näher klassifizierte Pilze. Intestinale Parasiten: Nur 16 Vögel (1,2 %) sind mit intestinalen Parasiten infiziert gewesen. Die Vögel des Tribus Platycerini sind mit 13 Exemplaren am häufigsten von Darmparasiten befallen. Es handelt sich hierbei in zehn Fällen (62,5 %) um Endoparasiten der Gattung 6 Zusammenfassung 193 Ascaridia, viermal (25 %) um solche der Gattung Spiruroidea und zweimal (12,5 %) sind die Nematoden nicht näher differenziert worden. Ektoparasiten können außer bei einem Melopsittacus undulatus-Küken mit Knemidocoptes spp.-Befall nicht festgestellt werden. Nicht-infektiöse Erkrankungen als unmittelbare Todesursache sind bei 739 Vögeln (56,9 %) diagnostiziert worden. Die Nieren sind am häufigsten in 113 Fällen (15,3 %) betroffen gewesen, gefolgt von den Erkrankungen der endokrinen Organe in 166 Fällen (22,4 %), wobei allein Veränderungen der Schilddrüsen 101 mal (13,7 %) zu diagnostizieren gewesen sind. Neoplasien sind 38mal als unmittelbare Todesursache zu diagnostizieren, wobei am häufigsten das Gallengangskarzinom (11 Fälle), gefolgt von Adenokarzinom (fünf Fälle) festgestellt worden ist. . Bei den 668 beurteilen Jungtieren steht der Energiemangel, d. h. ein nahezu Glykogen-freies Corpus gelatinosum im Vordergrund, wovon 138 Jungtiere betroffen gewesen sind. Dieser Fund ist interpretiert als eine spezielle aviäre Form des Energiemangels. Weitere Erforschung des Corpus gelatinosom ist im Hinblick auf das Erreichen einer höheren Überlebensrate von Papageiennestlingen unabdingbar. Ein direkter Vergleich der Spektren der nachgewiesenen Erreger und deren Häufigkeiten der Todesursachen der Vögel im Loro Parque lässt keine wesentlichen Unterschiede mit den Ergebnissen einer voran gegangenen Auswertung von SCHULZ (2002) aus den Jahren 1997 bis 1999 erkennen. Demgegenüber bestehen zum Teil erhebliche Unterschiede im Spektrum und der Häufigkeit der Erreger von infektiösen Krankheiten zu denen von MOMMER (2002), die die Befunde ausgewertet hat, die in den Jahren 1990 bis 1996 im Institut für Geflügelkrankheiten der Justus-Liebig-Universität Gießen erhoben worden sind. Diese Aussage trifft insbesondere für die größere Zahl von Nachweisen der Herpes- und Paramyxo-1-Viren, Salmonellen, E. coli, Chlamydophila spp., Aspergillus spp. in den Atemwegen und Darmparasiten zu. Diese Abweichungen führen zu dem Schluss, dass die Unterschiede in Klima und Haltungsform, Futter und Fütterungspraktiken sowie die ständige veterinärmedizinsche Versorgung wichtige Faktoren für die Erhaltung von Gesundheit, Fortpflanzung und Wohlergehen sind.

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Donnerstag, 14 Juni 2018 13:29

DOSKY, VON, V. (2016)

Comparing neophobia, object exploration & problem solving behaviour in Kea (Nestor notabilis), Common raven (Corvus corax) & Striated caracara (Phalcoboenus australis).

Bachelor Thesis

56 Seiten

Faculty of Biosciences, Ruprecht-Karls-University Heidelberg
Leitung: Dr. Vanessa Schmitt
Zoo Heidelberg

Ganze Arbeit

Zusammenfassung:

In der hier vorliegenden Arbeit werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Neophobie, Objekt-Explorationsverhalten und Problemlösefähigkeiten zwischen Kolkraben (Corvus corax), Keas (Nestor notabilis) und Falklandkarakaras (Phalcoboenus australis) verglichen. Kolkraben und Keas sind bekannt für stark ausgeprägte kognitive Fähigkeiten und werden in der ethologischen Forschung umfangreich untersucht. Für den Falklandkarakara existiert bisher jedoch keine Literatur über Neophobie oder kognitive Leistungen.

Alle herausragenden Beispiele hoher Intelligenz bei Vögeln stammen entweder aus der Ordnung der Passeriformes (Sperlingsvögel) oder aus der Ordnung der Psittaciformes (Papageien). Neuere phylogenetische Umstrukturierung in der Taxonomie der Aves stellten die Falconiformes (Falken und Karakaras) als eine Schwestergruppe der Psittaciformes und Passeriformes in die monophyletische Gruppe der Eufalconimorphae. Es ist daher von großem Interesse, zu untersuchen, ob sich die neu etablierte phylogenetische Verwandtschaft auch in ausgeprägten kognitiven Fähigkeiten widerspiegelt.

Um auf (nicht-)neophobes Verhalten zu testen wurde die Bereitschaft der Vögel überprüft Nahrung in Anwesenheit eines unbekannten, abschreckenden Objektes aufzunehmen. In dem Objekt-Explorationstest wurden den Vögeln sechs nicht essbare Objekte präsentiert. Drei von ihnen natürlich (z.B. ein Schneckenhaus) und drei von ihnen unnatürlich (z.B. ein transparenter Plastikdeckel). Für den Problemlösetest wurde die Zeit gemessen, die die Vögel brauchten, um an Nahrung in einer Kiste zu gelangen. Dabei wurden fünf verschiedene Box-Setups mit unterschiedlichen Lösungsschwierigkeiten genutzt.

Im Neophobietest zeigten sowohl die Keas, als auch die Falklandkarakaras eindeutig nicht-neophobes Verhalten, wohingegen die Raben einen hohen Level an Neophobie aufwiesen. Eine überraschende Erkenntnis war, dass alle drei Arten einen ähnlich hohen Level an Explorationsverhalten aufwiesen. Allerdings zeigten die Falklandkarakaras eine Vorliebe für unnatürliche und die Kolkraben eine Vorliebe für natürliche Objekte. Die Ergebnisse des Problemlösetest legen den Schluss nahe, dass alle drei untersuchten Arten ausgeprägte physische Problemlösefähigkeiten aufweisen. Die Keas schnitten signifikant besser ab, als die Falklandkarakaras und die Raben zeigten eine Tendenz, schneller als die Falklandkarakaras abzuschneiden.

Diese Arbeit stellt die erste Beurteilung von Persönlichkeitseigenschaften der Falklandkarakaras dar und zeigt ausgeprägte Problemlösefähigkeiten für alle drei Arten. Falklandkarakaras stellten sich als interessante Kandidaten für Kognitionsforschung bei Greifvögeln heraus.

Summary:

In the here presented work similarities and differences amongst Common raven (Corvus corax), Kea (Nestor notabilis) and Striated caracara (Phalcoboenus australis) in neophobia, object exploration behaviour and problem solving abilities are compared. Ravens and keas are well known for sophisticated cognitive abilities and are extensively studies in ethological research. For the striated caracara no literature on their neophobia or cognitive capacities exists so far.
All prominent examples of high intelligence in birds fall either into the order of Passeriformes (passerines) or into the order of Psittaciformes (parrots). Recent phylogenetic reorganisation of taxonomy placed the Falconiformes (falcons and caracaras) as a sister group of the Psittaciformes and Passeriformes in the Eufalconimorphae clade. It is therefore of great interest to find out, if the newly established phylogenetic relation is matched by advanced cognitive abilities, too.
To test for (non-)neophobic behaviour the birds willingness to feed with an odd novel object next to their food was examined. In the object exploration test the birds were confronted with six inedible objects they had never seen before. Three of them natural (e.g. a snail shell), three of them unnatural (e.g. a transparent plastic lid). For the problem solving test the duration necessary to obtain food from a box was measured. Five different box setups were implemented featuring several levels of difficulty.
The results of the neophobia test revealed that both, keas and striated caracaras, are clearly non-neophobic, whereas ravens displayed a high level of neophobia. A surprising finding was that all three species display a similarly high level of object exploration behaviour. But the striated caracaras showed a preference for unnatural objects and ravens showed a preference for natural objects. The findings of the problem solving test suggest that all three species have advanced physical cognitive abilities. The keas performed significantly better than the striated caracaras, and the ravens showed a tendency to perform faster than the striated caracaras.
This work presents the first assessment of personality traits for the striated caracara and reports advanced problem solving abilities for all three species. Striated caracaras showed to be interesting candidates for cognitive research in raptors.

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Freitag, 15 Juni 2018 09:37

TRAPP, J. (2011)

Einfluss von Haltungsbedingungen im Zoo auf endokrine Stressparameter bei Zebras.

The influence of animal husbandry on endocrine stress parameters of Zebras in the zoo.

Dr. med. vet. Dissertation

96 Seiten, 37 Abbildungen, 7 Tabellen, 144 Literaturangaben, Anhang mit 22 Tabellen und 3 Abbildungen

Veterinär-Physiologisch-Chemisches Insitut, Veterinärmedizinische Fakultät, Universität Leipzig
Leitung: Prof. Dr. Einspanier
Zoo Leipzig

Ganze Arbeit

Zusammenfassung:

Mit dieser Arbeit sollte erforscht werden, welchen Einfluss Umsetzung und Vergesellschaftung von Grevy- bzw. Böhm-Zebras in Zoologischen Gärten auf die Produktion von Stressund Sexualhormonen haben. Dafür wurden vor, während und nach dem Umsetzungs- und Vergesellschaftungsprozess Kotproben der Zebras gesammelt,bei -20°C gelagert, mit einem Methanol-Wasser-Gemisch extrahiert und anschließend deren Gehalt an Cortisol-, Progesteron-, Östradiol- und Testosteronmetaboliten analysiert. Dabei konnte gezeigt werden, dass sowohl bei den adulten Grevy-Zebrastuten als auch bei deren Jungtieren (Zoo Leipzig) im Untersuchungszeitraum 2004 das ranghöchste und rangniedrigste Tier, 2008 nur das dominante Tier die höchsten Cortisolspiegel der Gruppe aufwiesen. Das in der Rangordnung den mittleren Platz einnehmende Zebra zeigte signifikant niedrigere Cortisolspiegel. Von den drei untersuchten Böhm-Zebras (Zoo Halle) besaß der Hengst signifikant niedrigere Cortisolwerte als die beiden Stuten, deren Cortisolspiegel sich vor der Umsetzung nicht signifikant voneinander unterschieden. Die Umsetzung der Grevy- Zebras in die Kiwara-Savanne und die Vergesellschaftungen mit Säbelantilopen, Straußen und Giraffen und auch die Umsetzung der Böhm-Zebras in ihr neues Gehege erhöhten jedoch nur bei den subdominanten Tieren den Basiswert des Cortisols signifikant. Zusätzliche Faktoren, wie z. B. sozialer Status (dominant vs. subdominant), soziale Ordnung und weitere exogene Einflüsse scheinen somit eine entscheidende Rolle bei der Stress-Verarbeitung von in Zoologischen Gärten gehaltenen Zebras einzunehmen. Die Adaptation der Zebras an ihre neue Umgebung nahm in den beiden Zoos unterschiedliche Zeitspannen in Anspruch. Bei den Grevy-Zebras war es aus tiergärtnerischen Gründen nicht möglich, diese AdaptationsZusammenfassung zeit zu definieren, da nur bis zwei Monate nach der Umsetzung eine individuelle Kotprobensammlung erfolgte und zu dieser noch bei einzelnen Tieren erhöhte Cortisolwerte messbar waren. 2008 konnten jedoch bei den adulten Stuten signifikant niedrigere Cortisolspiegel gemessen werden als 2004 im alten Gehege. Bei den drei untersuchten Steppenzebras fielen ca. vier Wochen nach der Umsetzung die Cortisolkonzentrationen deutlich ab und waren bei den beiden Stuten signifikant niedriger als im alten Gehege und als in der Zeit direkt nach der Umsetzung. Dies lässt die Schlussfolgerung zu, dass die neuen Gehege günstigere Umweltbedingungen bieten als die alten Zebra-Anlagen. Bei der Auswertung der Sexualhormone wurde deutlich, dass alle drei Grevy-Zebrastuten im nicht tragenden Zustand sehr ähnliche Sexualhormonspiegel zeigten. Nach der Umsetzung war weder für Progesteron noch für Östradiol ein charakteristischer Zyklusverlauf zu erkennen. Es ist also anzunehmen, dass hier der durch die Umsetzung und Vergesellschaftung hervorgerufene Stress und damit das Ansteigen der Cortisolproduktion einen negativen Einfluss auf die Reproduktionsfähigkeit der untersuchten Zebras hatte. Die Böhm-Zebras waren während der Umsetzung tragend. Die Narkose und die neue Umgebung hatten keinen messbaren Einfluss auf die Sexualhormone und am Ende einer physiologischen Tragezeit wurden zwei gesunde Jungtiere geboren. Bei den beiden Böhm-Zebrastuten konnten des Weiteren die Östradiol- und Progesteronexkretionsprofile über drei Jahre hinweg aufgenommen und somit die Trächtigkeitsdauer und der Hormonverlauf während der Trächtigkeit beschrieben werden. Das Hormonprofil des Östradiol gleicht weitestgehend dem bei Grevy- Zebras geschilderten Verlauf mit der maximalen Ausscheidung während des zweiten Trimesters. Die Konzentration der Progesteronmetabolite weicht jedoch deutlich von dem bei Grevy- Zebras beschriebenen Profil ab. Hier konnte ein stetiges Ansteigen der Werte ermittelt werden, wobei frühestens ab der 8. Woche a.p. Werte über 200ng/g erreicht wurden und die höchsten Konzentrationen ca. 12 bis einen Tag a.p. bzw. einen Tag post partum gemessen wurden. Die durchschnittliche Trächtigkeitsdauer betrug 343±15 Tage. Mit dieser Arbeit konnte gezeigt werden, dass mittels Hormonbestimmungen im Kot von Zebras Veränderungen im Hormonhaushalt sowohl von Stress- als auch von Sexualhormonen sehr gut quantifiziert werden können. Dadurch besteht die Möglichkeit, den Einfluss tiergärtnerisch wichtiger Verfahren, wie das Umsetzen und Vergesellschaften von Zebras oder die Kontrolle von Trächtigkeiten wissenschaftlich auszuwerten und Aussagen über die Qualität der Haltungsbedingungen zu treffen. Des Weiteren können über die individuellen Cortisolmetabolitkonzentrationen Rückschlüsse auf die soziale Stellung innerhalb der Gruppe gezogen und die Auswirkungen dieser auf den Umgang mit „Stress“ charakterisiert werden.

Summary:

The aim of the present study was to examine the influence of rehousing and socialisation of different mammals on feacel steroids in zebras in two zoological gardens. Therefore, faecal samples were collected previously, throughout and after the rehousing and socialisation process. After an extraction with methanol, the content of cortisol, estradiol, progesteron and testosterone metabolites were analysed in all faecal samples. During the first period of this study (2004) in the Zoological Garden Leipzig, the highest and the lowest ranking Grevy ́s zebra mare and its foal had significantly higher feacal cortisol metabolite concentrations than the middle ranking zebra. Throughout the second period (2008) only the dominant zebra had the highest cortisol levels. In the Zoological Garden Halle the subjects of the study had been three Grant ́s zebras, from which the stallion had significantly lower cortisol levels before the rehousing process. The relocation of the Grevy ́s zebras into the „Kiwara Savanne“ and their socialisation with giraffes, scimitar horned oryx and ostrichs resulted in significantly higher feacel cortisol concentrations in only the subdominant animals. The same change in cortisol concentration was also recorded following the relocation of the Grant ́s zebras. However, other factors like social status, social organisation and various environmental effects seem to play an important role when coping with stressfull situations. Each zebra group needed a different length of time to acclimatise. Finally, it was not possible to define this time for the Grevy ́s zebras in Leipzig because individual sampling was unable after two months of rehousing and some animals still had increased cortisol levels at this time. However, the data of the second period of study showed a significant reduction in cortisol concentrations for the three adult mares. The faecal cortisol metabolite concentrations of the three studied Grant ́s zebras significantly decreased about four weeks after rehousing. One can therefore conclude, that the new enclosures of both zebra goups seem to provide better environmental conditions than the previous enclosures. The three Grevy ́s zebra mares showed similar patterns of excreted sex hormones unless they are pregnant. Interestingly, after the rehousing none of the mares showed a regular ovulatory cycle. It can be assumed, that the increasing cortisol concentrations caused by rehousing and socialisation have a negative effect on reproductive fitness. The Grant ́s zebras were pregnant during the rehousing. Both, anaestesia and rehousing had no measurable effect on the excreted sex hormones. Healthy foals were born following a normal gestation period. By analyzing the estradiol and progesterone data collected over three years, the hormone profiles and the gestation length could be precisely stated. Compared with the hormone data from the Grevy ́s zebra, which is known from current literature the estradiol profiles of both species are quite similar (peak of excretion during mid gestation). The feacel progesterone concentration varied dramatically for Grevy ́s and Grant ́s zebras. The Grant ́s zebras showed a constant increase of progesterone metabolites during the whole pregnancy, which peaked from about 12 days before to one day after parturition. The mean gestation length measured in this study was 343±15 days. In summary, the results of this study support faecal steroid hormone analysis as a reliable non invasive method in order to monitor stressful situations (e.g. rehousing in a new enclosure and the socialisation of animals) as well as reproductive processes of zebras. Furthermore, faecal cortisol measurement is useful to define social structure and its influence on coping mechanisms.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 06:56

LUGT, VAN DER, A. (2015)

Untersuchungen zur genotypischen Variabilität der Giraffe (Giraffa camelopardalis) in europäischen Zoos.

Investigations of genotypic variability of giraffes (Giraffa camelopardalis) in European zoos.

Masterarbeit

119 Seiten

Fakultät für Biologie und Biotechnologie der Ruhr-Universität Bochum, Lehrstuhl für Evolutionsökologie und Biodiversität der Tiere
Leitung: PD Dr. Kathrin Lampert
36 Zoos in Europa

Ganze Arbeit

Zusammenfassung:

Giraffen repräsentieren eine einzige Art, welche in neun Unterarten unterteilt wird: G. c. angolensis, G. c. antiquorum, G. c. camelopardalis, G. c. giraffa, G. c. peralta G. c. reticulata, G. c. rothschildi, G. c. tippelskirchi und G. c. thornicrofti. Alle Unterarten können anhand ihres charakteristischen Fellmusters unterschieden werden und sind in verschiedenen geographischen Regionen verbreitet. Obwohl Hybridisierungen in ihrem natürlichen Habitat selten sind, kommen sie in der Zootierhaltung häufig vor. Die Haltung von Giraffen in europäischen Zoos wird durch das European Endangered Species Programme (EEP) koordiniert. Die Ziele dieses Zuchtprogrammes sind die Konservierung der Unterarten sowie die Vermeidung von Inzucht und Hybridisierungen. Zu diesem Zweck wird die Abstammung aller Tiere in einem Zuchtbuch erfasst. Aufgrund unvollständiger Daten ist der Unterartstatus einiger Tiere derzeit unbekannt. Demnach können diese Tiere nicht zur Zucht zugelassen werden, weil Hybridisierungen nicht ausgeschlossen werden können. Um Einblicke in den Unterartstatus dieser Tiere zu gewinnen, wurden sie in der vorliegenden Studie genetisch charakterisiert. Insgesamt stellten 26 zoologische Institutionen aus 14 europäischen Ländern Proben zur Verfügung. Es wurden 78 Giraffen untersucht, wobei die Unterart von 27 Tieren unbekannt war. Die übrigen 51 Individuen repräsentierten alle sechs in europäischen Zoos gehaltenen Unterarten G. c. angolensis, G. c. antiquorum, G. c. giraffa, G. c. reticulata, G. c. rothschildi und G. c. tippelskirchi. Zur Zuordnung der Tiere unbekannter Unterart wurden sieben polymorphe Mikrosatelliten untersucht. Anhand von bayesschen Clusteranalysen konnten acht Tiere der Unterart G. c. rothschildi sowie drei Tiere der Unterart G. c. reticulata zugeordnet werden. Bei den übrigen 16 Tieren handelte es sich um Hybride. Durch eine Sequenzanalyse mit dem mitochondrialen Marker D-loop konnte ein phylogenetischer Stammbaum erstellt werden. Dieser ergab für drei Tiere eine eindeutige Zuordnung zu G. c. rothschildi. Anhand der in dieser Studie gewonnenen Resultate können fehlende Daten im Zuchtbuch der Giraffen ergänzt werden. Elf der bislang unbekannten Tiere können in das internationale Zuchtprogramm eingegliedert werden, wohingegen die 16 Hybride weiterhin von der Zucht ausgeschossen werden sollten.

Summary:

Giraffes represent a single species classified into nine subspecies: G. c. angolensis, G. c. antiquorum, G. c. camelopardalis, G. c. giraffa, G. c. peralta G. c. reticulata, G. c. rothschildi, G. c. tippelskirchi and G. c. thornicrofti. Subspecies can be distinguished by their characteristic pelage pattern and are distributed in different geographical regions. Though hybridization is rare in their natural habitat it is common in zoo animal husbandry. Keeping of giraffes in zoos is coordinated by the European Endangered Species Programme (EEP). The aims of this breeding programme are the conservation of subspecies and prevention of inbreeding and hybridization. For these purposes ancestry of all individuals is recorded in a studbook. Due to missing data subspecies of several animals are unknown. Since hybridization cannot be ruled out these animals are not permitted for breeding. To get insights in the subspecies status of these individuals they were genetically characterized in this study. In total, 26 zoological institutes from 14 European countries provided samples. 78 giraffes were analyzed of which the subspecies of 27 individuals was unknown. The other 51 individuals represented six subspecies kept in European zoos: G. c. angolensis, G. c. antiquorum, G. c. giraffa, G. c. reticulata, G. c. rothschildi and G. c. tippelskirchi. Seven polymorphic microsatellites were used for assignment of animals with unknown subspecies. Bayesian clustering analyzes identified eight individuals as G. c. rothschildi and three individuals as G. c. reticulata. 16 individuals were recognized to be hybrids. A phylogenetic tree was constructed from mitochondrial DNA-Sequences of D-loop. Three individuals were assigned to G. c. rothschildi. On the basis of these results missing data can be complemented in the giraffe’s studbook. Eleven of all the previously unknown individuals can be included in the international breeding programme whereas the 16 hybrids should be still excluded from breeding.

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Donnerstag, 14 Juni 2018 08:15

DREWS, B. (2007)

Sonographische Charakterisierung der pränatalen Entwicklung des Elefanten.

Sonographic characterization of the prenatal development of the elephant.

Dr. med. ved. Dissertation

ca 100 Seiten

Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) im Forschungsverbund Berlin e.V.
Leitung: Prof. Dr. H. Hofer
Tierpark Schönbrunn, Tierpark Hagenbech, Hamburg und weitere Zoos im Ausland

Ganze Arbeit

Zusammenfassung:

Die Trächtigkeit des Elefanten ist mit durchschnittlich 660 Tagen (Meyer et al. , 2004) die längste Trächtigkeit im Tierreich überhaupt. Hieraus ergibt sich die Frage, welche Vorgänge sich während der pränatalen Entwicklung abspielen. In der Vergangenheit basierten Untersuchungen zur pränatalen Entwicklung des Elefanten fast ausschließlich auf toten Elefantenföten, die während der culling - Aktionen (kontrollierter Abschuss zur lokalen Populationskontrolle) in den Jahren 1964 - 1995 in Südafrika geborgen wurden. Beobachtungen bezüglich Implantation, Plazentation, Entwicklung der extraembryonalen Organe und fötalem Wachstum konnten daher nicht in den zeitlichen Verlauf der Trächtigkeit eingeordnet werden. Eine grobe Alterseinschätzung der Föten anhand ihrer Masse erfolgte nach den Formeln von Huggett & Widdas (1951) und Craig (1984). Die Etablierung der transrektalen Sonographie beim Elefanten durch Hildebrandt et al. (1998) ermöglicht heute eine longitudinale Überwachung der Trächtigkeit in vivo. In der vorliegenden Arbeit wurden 19 trächtige Elefanten (9 Afrikanische und 10 Asiatische Elefanten) mit bekanntem Ovulationszeitpunkt sonographisch untersucht. Das Alter der Trächtigkeit bzw. das embryonale und fötale Alter konnte so zu jedem Zeitpunkt exakt bestimmt werden. Weiterhin wurden biometrische Daten (Scheitel - Steiß - Länge und Masse) von 22 formalinfixierten Afrikanischen Elefantenföten und Daten von 3 abortierten Föten zur Beschreibung des pränatalen Wachstums einbezogen. Transrektale Sonographie war im ersten Drittel der Trächtigkeit (bis Tag 240 p.o) möglich. Wichtige Ereignisse wie Implantation, Plazentation und Organogenese wurden erstmals am lebenden Fötus dargestellt. Die Embryonalperiode betrug im Vergleich zur Gesamtträchtigkeit nur etwa ein Sechstel. Die verlängerte Fötalperiode lässt sich vermutlich auf eine ausgeprägte Hirnreifung in utero zurückführen. Anhand von Ultraschallmessungen an Föten bekannten Alters in utero wurden Wachstumskurven erstellt. Die mathematische Beschreibung dieser Kurven führte zur Entwicklung neuer Formeln zur pränatalen Altersbestimmung. Um die neu entwickelten Formeln mit den bisher verwendeten Formeln nach Huggett & Widdas (1951) und Craig (1984) zu vergleichen, wurden das bekannte Alter der sonographisch untersuchten Föten mit dem auf Basis ihrer Masse berechneten Alter der formalinfixierten Föten verglichen. Hieraus ergab sich, dass das wahre Alter der Föten nach Huggett & Widdas um bis zu 20 Tage unterschätzt wurde. Die Formel nach Craig hingegen überschätzte das fötale Alter um 25 bis 65 Tage. Um den Verlauf des Wachstums über die gesamte Länge der Trächtigkeit zu beschreiben, wurden die Wachstumsmodelle nach Gompertz (1825) und von Bertalanffy (1960) an die Scheitel- Steiss - Längen Messungen der Elefanten angepasst.

Summary:

Elephants have the longest pregnancy of all mammals, with an average gestation of around 660 days (Meyer et al. , 2004). The processes involved in prenatal development are therefore of special interest. In the past, research on the prenatal development of the elephant relied mainly on foetal specimens collected during culling actions in South Africa, which took place in the period between 1964 - 1995. Observations concerning implantation, placentation, development of the extraembryonic organs and foetal growth could not be correlated to foetal age. Foetal age was estimated on the basis of foetal weight according to the formulas of Huggett & Widdas (1951) and Craig (1984). With the establishment of transrectal ultrasonography by Hildebrandt et al. (1998), the longitudinal monitoring of elephant pregnancies in vivo is now possible. In this study, the pregnancies of 19 elephants (9 African and 10 Asian elephants) with known date of ovulation were assessed by ultrasound. Gestational age could be exactly calculated at all times. Furthermore, biometrical measurements (crown - rump - length and mass) of 22 preserved African elephant specimens and data of 3 aborted fetuses were included to describe prenatal growth. Transrectal sonography was feasible in the first third of pregnancy (until day 240 p.o). For the first time, important events such as implantation, placentation and organogenesis could be depicted in the living foetus. The embryonic period comprised only approximately one sixth of the entire gestation. The foetal period is supposedly elongated due to extensive cerebral maturation in utero. Growth graphs were developed on the basis of sonographic measurements of foetuses of known age in utero. The mathematical description of these graphs resulted in the deve- lopment of new formulas for foetal age determination. To compare the newly developed formulas with those according to Huggett & Widdas (1951) and Craig (1984), the known foetal age of the sonographically assessed foetuses was compared with the age of the preser- ved specimens, which was calculated on the basis of foetal mass. The comparison showed that the formula of Huggett & Widdas underestimated true foetal age by 20 days. In contrast, the formula of Craig overestimated foetal age by up to 65 days. To describe prenatal growth over the whole length of pregnancy, the growth models accor- ding to Gompertz (1825) and von Bertalanffy (1960) have been adapted to crown - rump - measurments of foetal elephants.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 15:15

QUEST, M. (2002)

Untersuchungen zur Fortpflanzungsphysiologie und Geburtenkontrolle bei in Menschenhand gehaltenen Bären.

Investigations on physiology of reproduction and methods of birth control in captive bears (Ursidae).

Dr. med. ved. Dissertation

102 Seiten

Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) im Forschungsverbund Berlin e.V.
Leitung: Prof. emerit. Dr. R. R. Hofmann, Dr. Frank Göritz, Dr. Katarina Jewgenow, Dr. Thomas Hildebrandt
Verschiedene Zoos in Deutschland und Österreich

Ganze Arbeit

Zusammenfassung:

Im Rahmen der vorliegenden Arbeit sollten die Kenntnisse über die Fortpflanzungsphysiolo-gie der Bären vertieft und erweitert werden, um auf deren Basis Alternativen zu den oftmals unbefriedigenden, bestehenden Methoden der Reproduktionskontrolle zu erarbeiten. Hierzu wurden endokrinologische, ultrasonographische und pharmakologische Untersuchungsmetho-den modifiziert und angewandt.
Die Fortpflanzungphysiologie der untersuchten Braun- und Kragenbären läßt sich demnach folgendermaßen zusammenfassen:
Die Paarungszeit wird regelmäßig in den Monaten April bis Juli beobachtet. Die Dauer des Östrus ist individuell unterschiedlich und kann wenige Tage oder auch mehrere Wochen be-tragen. Deutlich voneinander getrennte Brunstzyklen innerhalb eines Jahres wurden nicht be-obachtet. Nach spontaner Ovulation entwickelt sich die befruchtete Eizelle zur Blastozyste, um unter extremer Verlangsamung der mitotischen Aktivität über mehrere Monate in diesem Zustand zu verharren (obligate embryonale Diapause). Während dieser Phase wird von den unvollständig luteinisierten Gelbkörpern bereits eine leicht erhöhte Menge Progesteron syn-thetisiert. Erst im Herbst, mit verstärkter Progesteronsynthese der vergrößerten, nun von gro-ßen, vakuolisierten Luteinzellen dominierten Gelbkörper, setzt das Wachstum der Embryonen erneut ein. Der steile Anstieg der Progesteronkonzentrationen geht der Implantation der Em-bryonen um wenige Tage voraus. Nach einer postimplantativen Entwicklungsdauer von ca. 54 Tagen werden die blinden und unbehaarten, nur ca. 300 bis 400 g schweren Jungen im Winter geboren. Die große Mehrheit der Geburten fällt in die Zeit von Mitte Dezember bis Ende Ja-nuar, die Implantation somit in die Zeit von Mitte Oktober bis Ende November. Zuverlässige Prognosen über den Zeitpunkt von Implantation und Geburt lassen sich nur bei multiparen Tieren treffen, da die Geburtstermine bei einzelnen Individuen in der Regel nur um wenige Tage schwanken.
Bleibt die Befruchtung der Eizelle aus, entwickelt sich ein Corpus luteum pseudograviditatis. Die Dauer der Pseudogravidität entspricht der physiologischen Trächtigkeitsdauer. Anhand der Progesteronkonzentrationen lassen sich gravide und pseudogravide Bären im gesamten Jahresverlauf nicht eindeutig unterscheiden. Da sich während der Diapause auch die ultraso-nographischen Erscheinungsbilder gleichen, ist eine präimplantative Trächtigkeitdiagnose nicht möglich.
Mit Hilfe dieser Ergebnisse sollten neue Möglichkeiten zur Geburtenkontrolle bei Bären ent-wickelt werden. Untersucht wurden die Wirksamkeit des Antigestagens J956 und des Östro-gens Ethinylestradiol zum schonenden Trächtigkeitsabbruch. In den pharmakokinetischen Untersuchungen wurden Halbwertszeit und Bioverfügbarkeit von J956 nach oraler und pa-renteraler Applikation bestimmt. So konnten die grundsätzliche Eignung dieses Antigestagens demonstriert und Rückschlüsse auf Dosierung und Applikationsart gezogen werden.
Ein Trächtigkeitsabbruch mit J956 ist auch nach der Implantation der Früchte noch möglich (n=6), jedoch wurden bei Bären, deren Früchte zum Zeitpunkt der Behandlung größer als 20 mm waren (n=2), pathologische Uterusveränderungen detektiert. Daher sollte eine postim-plantative Applikation unterbleiben bzw. höchstens bis wenige Tage post implantationem, möglichst unter ultrasonographischer Kontrolle, erfolgen.
Bewährt hat sich in der klinischen Studie die einmalige intramuskuläre Injektion sowohl von Ethinylestradiol (10µg/kg KM; n=9) als auch von J956 (10 bzw. 7,5 mg/kg KM; n=6) kurz vor der erwarteten Implantation der Früchte. Der eindeutige Beweis der Reversibilität beider Ansätze steht noch aus, schwerwiegende Nebenwirkungen wurden jedoch nicht diagnosti-ziert; alle Bärinnen wurden in der der Behandlung folgenden Paarungszeit erneut gedeckt. Aufgrund der potentiell größeren Nebenwirkungen der Östrogene sollte nach Möglichkeit der Verwendung von Antigestagenen der Vorzug gegeben werden.
Leider wird deren routinemäßiger Einsatz zur Reproduktionskontrolle bei Bären zur Zeit da-durch limitiert, daß (noch) kein Präparat kommerziell erhältlich ist, dessen Applikation aus der Distanz praktikabel ist. Auch die für diese Studie dem IZW zur Verfügung gestellte Sub-stanz J956 ist nur begrenzt verfügbar. Zur Überbrückung dieser Situation kann die einmalige, präimplantative (erste Oktoberhälfte) Applikation von Ethinylestradiol in niedriger Dosierung (10 µg/kg KM) empfohlen werden.
Die hier vorgestellten postkonzeptionellen Eingriffe in die Fortpflanzung weiblicher Bären haben gegenüber herkömmlichen Methoden der Reproduktionskontrolle die Vorteile, daß der Brunstzyklus der Bären nicht unterdrückt wird und das normale Sexual- und Sozialverhalten nicht beeinflußt werden. Eine einmalige Applikation aus der Distanz ist effektiv, und jedes Jahr kann von neuem entschieden werden, ob die Fortpflanzung unterbunden werden soll.

Summary:

The aim of this study was to improve the knowledge on the reproductive physiology of ursids in order to develop alternatives for a harmless and effective control of reproduction in captive bears. For this, endocrinological, ultrasonographical and pharmacological methods were modified and used. The reproductive physiology of the examined brown and Asiatic black bears can be described as follows: The mating period is regularly observed between April and July. The duration of oestrus varies individually from a few days to several weeks. Repeated oestrus cycles within one year have not been observed. After spontaneous ovulation, the fertilised ovum develops into a blastocyst and remains in this stage under extreme retardation of mitotic activity over several month (obligate embryonic diapause). In this stage of pregnancy, corpora lutea are dominated by small luteal cells which already synthesise slightly increased serum progesterone levels. The further, rapid embryonic development starts in autumn and is concomitant with an enlargement of corpora lutea (now dominated by large luteal cells with marked vacuoles) and a sharp increase of serum progesterone levels. Implantation occurs a few days after this increase. After a post-implantation period of approximately 54 days the blind and naked cubs are born with a weight of 300 to 400 g. The majority of births occur from mid of December to end of January, the implantation therefore from mid of October to late November. A prognosis on the time of implantation is only in multiparous individuals reliable, as the dates of consecutive births in one individual are nearly constant. If the ovum is not fertilised, a corpus luteum pseudograviditatis develops. Pseudopregnancy, lasts as long as physiological pregnancy. A differentiation of pregnant and pseudopregnant bears by means of progesterone monitoring is not clearly possible throughout the year, and a ultrasonographical diagnosis of pregnancy succeeds only after implantation. These results were helpful in developing new methods to control reproduction in bears. The effectiveness of the antiprogestin J956 and the estrogen ethinylestradiol were studied. In a pharmacokinetic study the bioavailability and half life of J956 after oral and parenteral administration were determined. Thus, the suitability of this antiprogestin could be demonstrated, and conclusions on dosage and optimal mode of application were drawn. Application of J956 can terminate pregnancy even after implantation (n=6), but in two bears with embryos of a crown-rump length of more than 20 mm, pathological alterations of the uterus were observed. Therefore, an application of J956 after implantation should be avoided, or carried out only until few days after implantation, if possible under ultrasonographical control. Summary      80 The single intramuscular application of both J956 (10 or 7,5 mg/kg KM; n=6) and ethinylestradiol (10μg/kg KM; n=9) prior to implantation proved to be successful. Reversibilty of both methods has not been proven yet because of management reasons, but there were no severe side-effects observed. All bears mated again in the breeding season following treatment. Because of the potential side-effects of estrogens, the use of antiprogestins should be preferred. As long as there is no antiprogestin commercially available which is suitable for a remote application in bears (the availability of the antiprogestin J956 is very limited), the single use of ethinylestradiol in a low dosage (10 μg/kg body weight) prior to implantation (in the first half of October) can be recommended. In contrast to other methods used to control reproduction in bears, the contragestive methods presented in this study do effect neither the oestrus cycle nor the sexual and social behaviour of the bears. A single and remote application terminates early pregnancy (during diapause) and is effective only one breeding season. Thus, you can decide to terminate pregnancy each and every year anew.

 

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© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx