Donnerstag, 14 Juni 2018 07:46

PLANK, V. (2015)

Ethologische Beobachtung von Totenkopfaffen (Saimiri sciureus) mit besonderem Fokus auf dem Verhaltensvergleich.

Bachelorarbeit

50 Seiten

Technische Universität München, Wissenschaftszentrum Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt
Betreuung: Prof. Dr. Gerstmeier
Tierpark Hellabrunn

Ganze Arbeit

Zusammenfassung:

Die Untersuchung über den Verhaltensvergleich dreier Fokustiere der Totenkopfaffen wurde im Mai-August 2015 im Tierpark Hellabrunn, München, zum Thema „Ethologische Beobachtung von Totenkopfaffen (Saimiri sciureus) mit besonderem Fokus auf dem Verhaltensvergleich“ des Jungtiers, der Mutter und des Vaters gemacht.

Im Bezug auf das Verhalten von Saimiri sciureus zeigten die Beobachtungen die aus der Literaturrecherche erwarteten Ergebnisse auf. So war das Jungtier Orina das aktivste Tier mit dem ausgeprägtesten Bewegungsverhalten, was im Vergleich zu den Adulten deutlich erhöht war. Zwischen dem Männchen und dem Weibchen konnten keine derart eindeutigen Unterschiede festgestellt werden. So war aber trotzdem zu sehen, dass Anton am meisten fraß, da er auch das größte Tier darstellte. Das Weibchen wies hingegen mehr Sozialkontakte auf, was ebenfalls den Vermutungen entsprach, da sie sich hauptsächlich an der Jungtieraufzucht beteiligte. Das Männchen hatte dabei kaum Interesse am Nachwuchs, sowie auch allgemein an sozialen Kontakten. Zwischen den Fokustieren konnte keine klar ersichtliche Dominanzhierarchie erkannt werden. Es konnten wegen der sehr seltenen Beobachtungen dieses Verhaltens keine klare Rangordnung festgestellt werden, da kein Geschlecht das andere eindeutig dominiert. Das Jungtier besaß offensichtlich den niedrigsten Rang der Gruppe, da es als einziges Tier aktiv von anderen vertrieben wurde.
Dabei wäre es für nachfolgende Beobachtungen der Totenkopfaffen im Tierpark Hellabrunn sehr interessant, die Hierarchieverhältnisse in den nächsten Jahren zu untersuchen, wenn Orina ihre Jungtierphase beendet hat. Um festzustellen, ob sie aufgrund ihres Alters den untersten Rang in der Gruppe einnimmt oder aus anderen, noch unbekannten Gründen.

 

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Montag, 18 Januar 2016 15:31

RUSKE, K. (2008)

Haltungsempfehlungen für Fruchttauben - Eine vergleichende Studie zur Verbesserung der Zuchtergebnisse zwischen Zoologischen Gärten und Privatzüchtern

Diplomarbeit

216 Seiten

Ganze Arbeit

Institut für Biologie, Fachbereich Biologie, Chemie und Pharmazie der Freien Universität Berlin
Betreuer: Fr. Prof. Dr. Constanze Scharff
Verschiedene Zoos in Europa

Zusammenfassung:

In 21 privaten und öffentlichen Haltungen von Fruchttauben der Gattung Ptilinopus wurden vergleichende Untersuchungen hinsichtlich des Haltungserfolges und den diesem jeweils zugrunde liegenden Haltungsbedingungen durchgeführt. Der Haltungserfolg definierte sich zu gleichen Teilen aus Aufzuchtrate pro Zuchtpaar, Lebens/ Haltungsdauer und Todesrate. Die Haltungsbedingungen wurden in Kardinal- und Nebenhaltungsbedingungen unterschieden. Erstere wurden statistisch, letztere quantitativ ausgewertet. Für einige Haltungsbedingungen konnten, gemessen am Haltungserfolg, klare Optimalausprägungen gefunden werden, oft konnten aber auch nur begründete, aber nicht vollständig beweisbare Vermutungen getroffen werden. Die Haltungsergebnisse bei Privathaltern sind insgesamt besser als in Zoologischen Gärten. Dazu passt die signifikante Auswirkung von Publikumsverkehr auf den Haltungserfolg, die herauskristallisiert werden konnte. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Zoos und Privatzüchtern erscheint angesichts der Ergebnisse notwendig, um die Fruchttaubenzucht zu optimieren.

Abstract:

In 21 institutions which keep Fruit doves of the genus Ptilinopus, both private and public, investigations were made about breeding success and breeding conditions which lay the basement therefore. Breeding success constitutes from hatching rate per breeding pair, life/ keeping span and death rate. Breeding conditions were divided into main and additional breeding conditions. First were analyzed statistically second were analyzed in a quantitative way. For some breeding conditions, clear optimum features were found compared to breeding success. Most times, just reasonable but not waterproofed findings are given. Breeding results are better in private than in public institutions, on the whole. Thereto it refers, that visitors are a significant factor which influences breeding success. A close cooperation between zoos and private breeders is needed facing these results to optimize breeding of fruit doves in captivity.

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Donnerstag, 14 Juni 2018 15:09

ASSMANN, M. (2015)

Untersuchungen zum Urogenitaltrakt der Chamäleons (Chamaeleonidae) - Anatomie und bildgebende Diagnostik.

Investigation of the Urogenital Tract of Chameleons (Chamaeleonidae) -Anatomy and Medical Imaging

Dr. med. vet. Dissertation

266 Seiten

Ganze Arbeit

Tierärztliche Hochschule Hannover
Wissenschaftliche Betreuung: Univ.-Prof.Fr. med. vet. M. Fehr, Klinkik für Heimtiere, Reptilien, Zier- und Wildvögel
Tropenaquarium Hagenbeck: Dr. Guide Westhoff

Zusammenfassung:

In der vorliegenden Arbeit wurde, unter Einbezug anatomisch-morphologischer Studien sowie klinischer und hämatologischer Parameter, der Urogenitaltrakt von insgesamt 46 Chamäleons röntgenologisch und sonographisch untersucht (29 Jemenchamäleons (Chamaeleo calyptratus), 13 Pantherchamäleons (Furcifer pardalis), zwei Dreihornchamäleons (Trioceros jacksonii), ein Riesenchamäleon (Furcifer oustaleti) sowie ein Elefantenohrchamäleon (Trioceros melleri)). Im Rahmen der Vorversuche wurden Sektionen an 17 Tierkörpern durchgeführt, um Einsicht in die urogenitale Anatomie dieser Tierart zu erhalten und die so gewonnenen Erkenntnisse mit der zugänglichen Literatur zu vergleichen. Die Vorversuche dienten ferner der Evaluierung von Röntgen und Sonographie als diagnostische Verfahren zur Darstellung des Urogenitaltraktes. Darüber hinaus konnte die röntgenologisch erfassbare Rumpf-Becken-Länge als alternativer Tiergrößenmaßstab zur Schnauzen-Schwanz-Länge bestimmt werden. Bei den anschließenden Hauptuntersuchungen wurde eine ausführliche Anamnese inklusive Signalement erhoben und die Probanden einer klinischen Allgemeinuntersuchung unterzogen sowie relevante hämatologische Parameter erfasst. Zudem wurden Röntgenprojektionen in drei Ebenen (l/l, d/v, v/d) angefertigt und mittels Sonographie eine Übersicht über die intrazölomealen Strukturen erstellt. Dabei wurde ein praktikabler sonographischer Untersuchungsgang zur urogenitalen Darstellung erarbeitet und geeignete Schnittebenen beschrieben. Ferner wurden die röntgenologisch und sonographisch erfassten Organgrößen sowie die subjektive Organbeurteilung mittels statistischer Verfahren zueinander und mit den hämatologischen Parametern in Bezug gebracht. Hieraus konnten Grenzwerte für einzelne Organmaße (präpelvine Nierenlänge im Röntgen, Nierengesamtlänge im Ultraschall) und Blutparameter (Harnsäure, Phosphat, Kalzium-Phosphat-Index) abgeleitet werden, die als Orientierungshilfe zur Differenzierung physiologischer und pathologischer Verhältnisse dienen sollen.

Abstract:

In the scope of this work, the urogenital tract of 46 chameleons was examined using X-ray and sonography techniques taking into consideration anatomical and morphological studies as well as hematological parameters. In a preliminary study, dissections were carried out for 17 animal bodies to gain insight in urogenital anatomy and to compare the results with literature findings. Furthermore, the outcome was used as a validation method to quantify X-ray and sonography as applicable diagnostic procedures to image the urogenital tract. Additionally, the trunk-to-pelvis length (determinable via X-ray) was proposed as an alternative to the snout-to-tail length to determine the animal size. For the main investigations the chameleons were subject to detailed anamnesis including personal description, general examination and determination of all relevant hematological parameters. X-ray projections were taken in three planes (l/l, d/v, v/d) and an overview sonographic scan gave a complete picture of the intracoelomeal structures. A sonographic examination procedure appropriate for clinical practice was established and the main sonographic cutting planes were described. Additionally, organ measurements, as well as organ evaluation determined by X-ray or sonography, were analyzed and compared to hematologic parameters using statistical methods. Thus, limit values for single organ measurements (prepelvic kidney length in Xray, full kidney length in sonography) and hematological parameters (uric acid, phosphate, calcium-phosphate index) correlating with pathologic processes were postulated. Those values can serve as decision-making guidance for differentiation between physiological and pathological conditions.

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Montag, 18 Januar 2016 14:40

NOWAK, M. A. (2015)

Medical Training und klinische Diagnostik bei Großen Ameisenbären (Myrmecophaga tridactyla, Linné, 1758) im Zoo Dortmund

Medical Training and clinical diagnosis of Giant Anteaters (Myrmecophaga tridactyla, Linnaeus, 1758) in Zoo Dortmund

Dr. med. vet. Dissertation

178 Seiten

Ganze Arbeit

Tierärztliche Hochschule Hannover
Wissenschaftliche Betreuung:  Univ.-Prof. Dr. med. vet. H. Hackbarth, apl. Prof. Dr. rer. nat. G. Hilken
Zoo Dortmund

Zusammenfassung:

In dieser Arbeit wurden 14 Große Ameisenbären aus dem Zoo Dortmund untersucht. Myrmecophaga tridactyla ist ein Vertreter der Nebengelenktiere (Xenarthra), zu denen die Gürteltiere (Dasypodidae), die Faultiere (Folivora) und die Ameisenbären (Vermilingua) gehören.
Die Myrmecophagidae sind durch zahlreiche morphologische Besonderheiten charakterisiert, so vor allem durch zusätzliche Gelenke an den Lenden- und Brustwirbeln (sogenannte Nebengelenke), ein fehlendes Gebiss, eine wurmförmige, bis 60 cm lange Zunge, eine massive Verschmelzung des Beckens mit dem Kreuzbein („Synsacrum“), hochgradig entwickelte Speicheldrüsen, einen Uterus simplex, in der Bauchhöhle lokalisierten Hoden und Vordergliedmaßen mit großen gebogenen Krallen an der zweiten und dritten Zehe.

In dieser Arbeit wurden narkosefreie Untersuchungsmethoden bei Großen Ameisenbären erprobt. Die Tiere wurden mittels der Methodik des Medical Trainings konditioniert. Untersuchungen an Großen Ameisenbären können für den Menschen u. U. gefährlich sein, wenn die Tiere aggressiv reagieren oder sich in die Enge getrieben fühlen.

Im Rahmen dieser Studien wurden auch die Grundsätze des Medical Trainings bei Großen Ameisenbären angewendet und mehrere diagnostische Parameter untersucht, welche Auskunft über die Organgesundheit der Tiere geben können. Mit Hilfe des Trainings wurden die Ameisenbären an die regelmäßige klinische Untersuchung, Gewichtskontrolle, Blutabnahme, Uringewinnung sowie Sonographie gewöhnt.
Es wurden Laborergebnisse der Blutuntersuchung, der Harnuntersuchung, sowie der parasitologischen und mikrobiologischen Kotuntersuchung zusammengefasst.

Zeitgleich wurden drei Futtersorten, die Dortmunder Mischung und die beiden kommerziell hergestellten Insektivorenfutter Termant® (Firma Mazuri Zoo Foods, England) und Mazuri® Insectivore Diet (5MK8) (Firma Mazuri, USA) an die Tiere verfüttert und die Auswirkungen verglichen. Dabei wurde die Einwirkung der Diäten auf die Parameter Gesundheitszustand, Gewichtsentwicklung und Kotbeschaffenheit ausgewertet. Die Tiere reagierten auf die neuen Diäten mit schlechter Akzeptanz, starken Gewichtsverlusten und Inappetenz. Die Problematik der weichen Kotkonsistenz bei dieser Art wurde nicht zufriedenstellend gelöst. Daher wird derzeit weiterhin die „altbewährte“ Dortmunder Mischung eingesetzt. Die Fütterungsversuche zeigten, dass die Suche nach einem geeigneten Futter für Große Ameisenbären in Menschenobhut noch nicht beendet ist. Von zwei Tieren, die krankheits- und altersbedingt euthanasiert werden mussten, wurden in der Arbeit anatomisch-pathologische Befunde erhoben sowie die möglichen venösen Zugänge für die narkosefreie Blutabnahme präparatorisch dargestellt.

Anhand klinischer Untersuchungen wurde festgestellt, dass die Außentemperaturen die Körpertemperaturen bei Großen Ameisenbären nachweislich beeinflussen. Die Körpertemperaturwerte bei den Dortmunder Probanden lagen zwischen 32,2 °C und 35,6°C. Je höher die Außentemperatur war, desto stärker stiegen auch die Körpertemperaturen der Tiere. Die Atemfrequenz lag zwischen 7 und 20 Atemzügen und die Herzfrequenz zwischen 45 bis 86 Herzschlägen pro Minute.

Bei den drei trainierten Tieren wurden die narkosefreien Blutentnahmen aus der Vena saphena medialis durchgeführt. In den meisten Fällen konnte sie nur palpiert werden oder der Einstich musste „blind“ erfolgen. Aus 23 gewonnenen Blutproben wurden Organwerte, Blutbild, Taurin, Vitamin A, Biotin, Zink und Gerinnungsparameter bestimmt. Die auffälligsten Befunde waren, dass die Dortmunder Tiere erhöhte Leberenzymparameter und im Vergleich zu den Literaturangaben einen niedrigeren Taurin-Plasmagehalt aufwiesen.
Die Urinabnahme erwies sich bei den Großen Ameisenbären als äußerst schwierig. Das Prozedere benötigte viel Geduld, Zeit und Übung im Umgang mit den Tieren. Es konnten sechs Urinproben gewonnen werden.

Es wurden zur Zeit der Anfertigung der Dissertation Infektionen mit Giardia sp. nachgewiesen, die wahrscheinlich durch die Verseuchung der Südamerika-Wiese mit Zystenstadien verursacht wurden. In den Kotproben der Tiere wurde in den Jahren 2009 bis 2011 Campylobacter jejuni nachgewiesen. Im Jahr 2010 brach in der Zuchtgruppe eine Salmonella-Infektion aus. In dem Infektionsverlauf wurden Salmonellen der Gruppe B, C und E diagnostiziert. Ein unheilbar erkranktes weibliches Tier, musste euthanasiert werden.


Im Rahmen dieser Arbeit wurden auch die Zugänge für die transabdominale Ultraschalluntersuchung, sowie Lage und Darstellung einiger Organe untersucht. Als geeignete Zugänge erwiesen sich die linke und rechte Flanke, sowie die ventrale Bauchdecke entlang der Medianen kaudal des Nabels. Die sonographische Darstellung des Magens, der Leber, der Milz und der Nieren wurde in der Arbeit erläutert.

Abschließend wurden anatomisch-pathologische Befunde von zwei aus Tierschutzgründen euthanasierten 19 und 20 Jährigen weiblichen Großen Ameisenbären zusammengefasst. Das Verhältnis der Kammerwandstärken des Herzens rechts zu links betrug bei beiden Individuen 1:4. Histologisch wurden bei einem Tier eine geringgradige myokardiale Fibrose und myokardiale Infiltrate mit zahlreichen Granulozyten nachgewiesen. Bei beiden Tieren war die Milz gestaut. Mehrere Autoren berichten über ähnliche Befunde von Dilatativen Kardiomyopathien. Einige Autoren postulieren als Ursache einen Taurinmangel. Dieser wurde auch in dieser Studie diskutiert. Ein mögliches Vorliegen einer DKM sowie deren Pathogenese sollte bei Großen Ameisenbären in Zoohaltung in Zukunft durch regelmäßige Röntgendiagnostik, Herzsonographie und Untersuchung der Taurinkonzentration im Blut geklärt werden.

Abstract:

In this study, fourteen Giant Anteaters from Dortmund Zoo (Germany) were examined.
The Giant Anteater, Myrmecophaga tridactyla, is a representative of the superorder Xenarthra, which includes the armadillos (Dasypodidae), sloths (Folivora), and anteaters (Vermilingua).
Myrmecophagidae are characterized by numerous morphological features: additional joints of the lumbar and thoracic vertebrae (so-called accessory joints/xenarthry), missing teeth, a worm-shaped, up to 60 cm long tongue, massive fusion of the pelvis with the sacrum ("Synsacrum"), highly developed salivary glands, uterus simplex, testicles located in the abdominal cavity and forelimbs with large curved claws on the second and third toe.
In this study anesthesia-free examination methods have been tested for the first time on Giant Anteaters. The animals were conditioned using the methodology of the so called Medical Training. Examination of giant anteaters could be fatal to humans, if animals react aggressively or feel cornered.
In these studies the principles of Medical Training were worked out with Giant Anteaters. Several diagnostic parameters were examined to provide information about organ health and physical development of the animals. The anteaters were accustomed with the help of training to regular clinical examination, weight management, blood collection, urine collection, and abdominal sonography.
The laboratory results of blood tests, urine tests, parasitological-, and microbiological fecal examination were presented.
At the same time three different diets, "The Dortmund Mixture" and the two commercially produced Insectivore Termant® (Mazuri Zoo Foods, England) and Mazuri® Insectivore Diet (5MK8) (Mazuri, USA) were fed to the animals and the effects were compared. The effects of the diets on such parameters as health, weight gain, and fecal consistency were evaluated.
The administration of different diets showed that the search for an appropriate diet for the zoo animal husbandry of Giant Anteaters has to be accomplished.
The animals responded to the new diets with poor acceptance, severe weight loss, and anorexia. The problem of a soft stool consistency by this species is also not solved yet. Therefore the well-tried “Dortmund Mixture” is continuing to be used.
In these studies, the anatomical-pathological findings of two animals that had to be euthanized due to reasons of poor health or age were examined and the possible venous access for anesthesia-free blood collection dissection was evaluated.
Based on clinical studies, it was shown that outside temperatures strongly influence the body temperatures of Giant Anteaters. The body temperature values at the Dortmund specimens ranged from 32,2°C up to 35,6°C. The higher the ambient temperature, the more elevated was the body temperature of the animals. The respiratory rate was 7-20 breaths per minute and the heart rate was between 45 and 86 beats per minute.
Anesthesia-free blood sampling was performed successfully upon three trained animals, taken from the medial saphenous vein. In most cases, this vein could only be palpated, or the blood-sampling had to be done "blind."
From 23 obtained blood samples, the organ parameters, complete hemogram, taurine, vitamin A, biotin, zinc, and coagulation parameters were determined. The most striking findings were that the Dortmund specimens had elevated liver enzyme parameters and a low plasma taurine content in comparison to literature data.
Urine collection from the Giant Anteaters was extremely difficult. The entire procedure of dealing required a lot of patience, time, and practice. Only six urine samples could be obtained.
A significant parasitological exposure to Giardia sp. was detected in anteaters of the Zoo Dortmund, which probably was caused by the contamination the “Südamerika-Wiese” (“South American Exhibit”) with Giardia cysts.
The Campylobacter jejuni bacterium was detected a number of times microbiologically in the feces of the animals in the period 2009 to 2011. A Salmonella infection broke out in the breeding group in 2010. Salmonella groups B, C and E were diagnosed. One terminally-diseased female animal had to be euthanized.
In this work, the access for transabdominal ultrasound examination and the position and representation of some organs were described.
The most appropriate locations were the left and right flank and the ventral abdominal wall along the midline caudal the umbilicus.
The sonographic evaluation of the stomach, liver, spleen, and kidneys was discussed in this work.
Finally, some anatomical/pathological findings from two euthanized 19 and 20 year old female Giant Anteaters were summarized. In both individuals the ratio of the atrium wall thickness right-to-left was 1: 4. Histological (by necropsy) mild myocardial fibrosis and myocardial infiltrates with numerous granulocytes were detected. In both animals the spleen was congested. Several authors reported similar findings of dilated cardiomyopathy. Some authors postulate a taurine deficiency as an explanation for this phenomen. This was also discussed in this study. The possible presence of dilated cardiomyopathy in Giant Anteaters kept in zoos and its pathogenesis should be clarified by use of regular radiological diagnostics, cardiac sonography and examination of taurine concentration in the blood.

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Montag, 18 Januar 2016 14:21

WENTHE, M. (1994)

Physiologie und Pathologie der Fortpflanzung bei Zoo-Felidae: eine Literaturstudie

Physiology and pathology of reproduction in zoo felidae: a survey of literature

Dissertation

265 Seiten

Ganze Arbeit

Institut für Veterinär-Pathologie der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig und dem Anatomischen Institut der Tierärztlichen Hochschule Hannover
Wissenschaftliche Betreuung:  Prof. Dr. H.-A. Schoon, Leipzig
Verschiedene Zoos

Zusammenfassung:

Es wurde eine Literaturstudie durchgeführt mit dem Ziel, den aktuellen Kenntnisstand zur Fortpflanzung der im Zoo gehaltenen Raubkatzen darzustellen. Die Studie zeigt, daß Veröffentlichungen zu dieser Thematik gegenwärtig nur für 26 der 41 Arten existieren; die übrigen Arten werden entweder nicht in zoologischen Gärten gehalten oder sind bisher kaum nachgezüchtet worden. Während unser Wissen zur Fortpflanzung der Pantherkatzen in vielen Bereichen, wie z.B. Geschlechtsreife, Zykluscharakteristik, Tragzeit oder durchschnittliche Welpenzahl durchaus befriedigend ist, fehlen für die meisten Kleinkatzen selbst diese grundlegende Daten. Das erste Kapitel gibt einen kurzen Überblick zur Taxonomie der Feliden und stellt die Arten vor, die Gegenstand der Studie sind. Das zweite Kapitel beschäftigt sich im Wesentlichen mit dem weiblichen Geschlechtszyklus sowie dem Paarungsverhalten und stellt einleitend Veröffentlichungen vor, die Aussagen zur Morphologie des weiblichen Genitaltraktes machen. In diesem Teil der Studie wurden Daten zur Geschlechtsreife, Zykluslänge, Östrusdauer, Saisonalität der Fortpflanzung sowie insbesondere zur Frage des Ovulationsmodus zusammengetragen; außerdem werden artifizielle Reproduktionsverfahren wie hormonelle Ovulationsinduktion, instrumentelle Samenübertragung und in vitro Fertilisation vorgestellt. Ergänzend zum Paarungsverhalten, werden Hinweise zur Östrusdiagnostik und zu Erfahrungen bei der Zusammenstellung von Zuchtpaaren gegeben. Kapitel drei enthält Daten zur Tragzeit und beschreibt Trächtigkeitszeichen sowie den Verlauf der Geburt; wie sich zeigte sind Veröffentlichungen zur Geburt realtiv selten, da viele Geburten nachts stattfinden und wegen der weiten Verbreitung von Wurfboxen nicht oder nur schwer zu beobachten sind. Das vierte Kapitel handelt von der Aufzuchtsphase; wichtige Inhalte sind Angaben zur Wurfgröße, zum Geburtsgewicht, zur postnatalen Entwicklung sowie zu den perinatalen Erkrankungen. Kapitel fünf beschäftigt sich mit der Pathologie der weiblichen Geschlechtsorgane einschließlich Trächtigkeits- und Geburtsstörungen. Die männliche Seite der Fortpflanzung wird im sechsten Kapitel beleuchtet; eine ganze Reihe von Veröffentlichungen existieren zur Endokrinologie männlicher Feliden sowie zur Zusammensetzung des Ejakulates. Dabei zeigte sich, daß einige Arten, wie z.B. der Gepard sowie bestimmte seltene Unterarten des Leopards und des Löwen hohe Anteile morphologisch von der Norm abweichende Spermatozyten im Ejakulat aufweisen; Zusammenhänge mit parallel dazu gefundenen Hinweisen einer genetischen Verarmung dieser Tiere, auf die Kapitel sieben näher eingeht, werden vermutet. Abschließend sind die wichtigsten Daten zur Fortpflanzung noch einmal in tabellarischer Form zusammengefaßt.

Abstract:

A survey of literature was made to summarize the present knowledge about the reproduction of zoo-kept felids. The survey shows that publications dealing with this subject are currently available only for 26 of the 41 felid species. The remaining species are either not kept in Zoos or rarely bred at all. Whereas our knowledge of reproduction in panthercats is quite sufficient in many ranges like age of first reproduction, characteristic of the female cycle, gestation length or average number of cubs, even the most basic data in small felids are lacking. The first chapter gives a short review of the taxonomy of felids and introduces those cats that are subject to the survey. The second chapter deals mainly with the female sexual cycle and the mating behaviour and statements about the morphology of the female genital tract are made introductory. In this part data about the age of first reproduction, length of the female cycle, duration of estrus, seasonality of mating, and especially of the mode of ovulation are collected; besides artificial reproduction techniques like hormone-induced ovulation, artificial insemination and in vitro fertilization are also refered to. In addition to mating behaviour, advice about estrus detection and experiences with the introduction of breeding couples is given. Chapter 3 contains data about the length of gestation and describes symptoms of pregnancy and the course of parturition. Publications about parturition seem to be relatively rare as birth often takes place during night and can hardly ever be observed because many institutions use cubbing dens. Chapter 4 deals with the rearing of the young, pointing out subjects such as litter size, weight at birth, postnatal development and perinatal diseases. Chapter 5 describes the pathology of the female’s sexual organs including disorders of pregnancy and parturition. The male aspect of reproduction is examined in chapter 6. There is a great number of publications about endocrinology of male felids and ejaculate characteristics. Some species like the cheetah and a few rare subspecies of the leopard and the lion produce ejaculates with high percentages of morphologically abnormal spermatozoa. Correlations with parallel findings of a lack of genetic diversity in these animals are suspected and described in detail in chapter 7. Finally, the most important data of reproduction are summarized in tables.

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Donnerstag, 14 Juni 2018 14:01

RAHOFER, L. (2015)

Olfaktorische Reize bei Raubkatzen als Beitrag zum Enrichment.

Diplomarbeit

146 Seiten

Fachbereich Ökologie und Evolution, Paris-Lodron-Universität Salzburg
Zoo Salzburg Gemeinnützige GmbH

Zusammenfassung:

Environmental Enrichments finden in Zoos und Tiergärten immer mehr Anklang. Die Idee, den Lebensraum von Zootieren durch Spielzeuge, verstecktes Futter oder verschiedene Düfte zu bereichern, kommt nicht von ungefähr.
Den Tieren im Zoo werden viele überlebenswichtige Aufgaben von den Pflegern abgenommen. Beispielsweise müssen sich die Tiere keine Sorgen um das Futter machen, also keine Beutetiere fangen oder Früchte sammeln. Außerdem fällt die Partnersuche für die Fortpflanzung weg. Zu guter Letzt brauchen die Tiere im Zoo nicht einmal ihr eigenes Revier abgrenzen. Nicht selten konnte man in Zoos beobachten, dass manche Tiere im Gehege auf und ab spazierten. Dieses stereotype Bewegungsmuster ist nicht natürlich und macht eine psychische Störung der Tiere sichtbar.
Was kann man also tun, damit derartige Verhaltensstörungen der Vergangenheit angehören? Die Antwort lautet "Enrichment". Enrichments können in mehrere verschiedene Kategorien eingeteilt werden. Um den Faktor des olfaktorischen Reizes zum Enrichment hinzuzufügen und dessen Wirkung beobachten zu können, wurden im Rahmen dieser Diplomarbeit zwei verschiedene ätherische Öle eingesetzt.
Um die Beobachtungen durchführen zu können, bediente man sich eines Lockstockes, auf dem ein Holzplättchen befestigt wurde. Täglich wurden diese Holzplättchen ausgewechselt und neu mit den ätherischen Ölen besprüht.
Insgesamt waren 72 Beobachtungen geplant, davon sollten 36 Beobachtungen auf die Jaguare und 36 Beobachtungen auf die Löwen fallen. Aufgrund äußerer Einflüsse, konnten die Beobachtungen bei den Löwen nicht zu hundert Prozent durchgeführt werden.
In der ersten Woche wurde die Nullprobe durchgeführt. Das heißt, sechs Tage lang wurden täglich neue Holzrohlinge, ohne Duft, am Lockstock montiert. In den darauf folgenden sechs Tagen wurde täglich ein Holzrohling mit ätherischem Minzöl besprüht und anschließend am Lockstock montiert. In der dritten Woche kam das ätherische Zitronenöl zum Einsatz. Um nichts dem Zufall zu überlassen, wurde ein zweiter Durchgang gestartet.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Raubkatzen zum Teil sehr stark auf die ätherischen Öle reagiert haben. Die Resultate zeigen, dass die Raubkatzen unter dem Einfluss der ätherischen Öle bestimmte Verhaltensweisen deutlich öfter zeigten, als bei den Nullproben.
Weiters wird deutlich, dass die Reaktionen auf die ätherischen Öle nicht geschlechtsspezifisch zu sein scheinen. Trotzdem liegt die Vermutung nahe, dass Männchen und Weibchen ihr Interesse auf unterschiedliche Art und Weise zeigen.
Zu erkennen ist auch, dass die Jaguare deutlich aktiver waren als die Löwen und dementsprechend stärker auf die ätherischen Öle reagierten. Hinzu kommt, dass die Raubkatzen das Nanaminzöl gegenüber dem Zitronenöl präferierten.
Auch die Auswirkung des Mondes auf die Raubkatzen wurde untersucht. Bei abnehmendem Mond waren die Raubkatzen im Zoo Salzburg deutlich aktiver als bei zunehmendem Mond.

Abstract:

Environmental enrichments have grown in appeal for many zoos. The idea to enrich the habitat of captive animals with toys, hidden feed or various aromas is a meaningful strategy.
Zookeepers have relieved animals in zoos of many duties which were essential for survival in the wild. For example the animals do not have to worry about food - they do not have to catch prey or collect fruit. In addition, searching for a partner for the purpose of reproduction has been eliminated. Finally, animals in zoos do not even have to define their own territories. In zoos, it has often been observed that some animals pace in their compounds. This behavior is unnatural and demonstrates a visible mental disorder.
What can be done in order to end such behavioral and mental problems so that they become a thing of the past? The answer is "environmental enrichment" which can be divided into several different categories such as social, physical habitat and sensory enrichments. In order to study the impact of olfactoric stimuli as an environmental enrichment, two different essential oils were used within the frame of this thesis.
In order to be able to conduct observations, experiments were performed using a lure - a wooden stake to which small square pieces of wood were fixed. These wooden pieces were sprayed with essential oils on a daily basis and rotated every six days.
All in all, 72 observations were planned, 36 of which to be done with jaguars and 36 with lions. Because of outside influences, the lion observations could not be completed in full.
During the first week, baseline observations were completed. For six days, new wooden pieces without any essential oils were fixed to the lure. In the following six days, essential mint oil was sprayed on the wooden pieces before they were attached to the lure. In the third week, essential lemon oil was used. In order to leave nothing to chance, a second round of observations were also completed using the same procedure.
The results indicate that the predatory cats reacted to some extent quite strongly to the essential oils. The final outcomes demonstrate that the animals displayed certain behaviors more frequently when under the influence of essential oils than during the control stage (without essential oils).  
Of additional interest is the fact that the reactions to the essential oils do not appear to be related to the animals' sex. However it can be speculated that males and females exhibit their interests in different manners and forms.
It should also be recognized, that the jaguars were decidedly more active than the lions and subsequently reacted more strongly to the essential oils. In addtion, the predatory cats seemed to prefer the nana mint oil over the lemon oil.
The effect of the moon on the cats was also investigated. During a waning moon, the big cats were much more active than during a waxing moon.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 13:44

REINOLD, C. (2014)

Akustische Kommunikation bei im Zoo gehaltenen Nashörnern (Ceratotherium simum, Rhinoceros unicornis).

Diplomarbeit

71 Seiten

Department of Integrative Zoology, Universität Wien
Zoo Salzburg, Zoo Schönbrunn Wien

Zusammenfassung:

Die vorliegende Studie befasst sich mit der akustischen Kommunikation bei Breitmaulnashörnern (Ceratotherium simum) und Indischen Panzernashörnern (Rhinoceros unicornis), die in österreichischen Zoos gehalten werden. Untersucht wurden die unterschiedlichen Lauttypen bezüglich ihrer temporalen und spektralen Zusammensetzung, speziell dem Vorhandensein von Infraschallkomponenten. Dazu wurden sechs Individuen der Breitmaulnashörner im Zoo Salzburg und zwei Individuen der Panzernashörner im Zoo Schönbrunn in Wien aufgenommen.
Bei den beobachteten Individuen der Breitmaulnashörner konnten zehn Lauttypen unterschieden werden. Diese waren Schnauben, Doppelschnauben, Prusten, Keuchen, Grunzen, Brüllen, Knurren, Ächzen, Muhen und ein Trompetenlaut. Davon war das Schnauben der am häufigsten produzierte Lauttyp. Die Ergebnisse der analysierten Laute zeigen, dass die tiefste gemessene Grundfrequenz bei 86 Hertz lag. Diesen Frequenzwert gab es bei vier Lauttypen, dem Schnauben, Doppelschnauben, Prusten und Grunzen. Durchschnittlich dauerten die Laute dieser Nashornart immer unter einer Sekunde, wobei hier das Keuchen eine Ausnahme bildet. Dieser Lauttyp ist ein wiederholender Laut, der aus mehreren Elementen aufgebaut ist. Die Laute dieser Tiere waren oft stark mit der Atmung verbunden und zeigten in den Spektrogrammen eine rauschhafte Struktur, während es keine harmonischen Bestandteile gab.

Die Analyse der Laute der Panzernashörner ergab fünf unterschiedliche Lauttypen, das Grunzen, Doppelgrunzen, Schnauben, Prusten und Hupen. Diese Nashornart hatte die tiefste gemessene Grundfrequenz bei 284 Hertz, wobei die Durchschnittswerte bei allen Lauttypen im Bereich von etwa 350 bis 380 Hertz lagen. Die Dauer war bei den Lauten der Panzernashörner durchschnittlich zwischen etwa 0,5 bis 1,2 Sekunden.
Im Vergleich wurde die akustische Kommunikation von den Breitmaulnashörnern mehr benutzt. So hatten sie ein größeres Lautrepertoire und ihre Laute hatten auch tiefere Frequenzwerte, sowohl bei der maximalen Energie, als auch der Grundfrequenz der Laute. Infraschallkomponenten konnten hier zwar in den Lauten beider Arten nicht gefunden werden, allerdings wurden diese in anderen Untersuchungen festgestellt, weshalb die Kommunikation mittels Infraschall bei Nashörnern nicht ausgeschlossen werden kann.

Abstract:

This study is about the acoustic communication of White Rhinoceros (Ceratotherium simum) and Indian Rhinoceros (Rhinoceros unicornis), which are captive in zoos in Austria. The investigation was about their different types of calls and the analysis of their temporal and spectral composition. Especially the existence of infrasound components was measured. Recorded were six individuals of White Rhinoceroses in the zoo Salzburg and two individuals of Indian Rhinoceroses in the zoo Schönbrunn in Vienna. As a result, ten different call types were distinct for the observed White Rhinoceroses. These were snort, double-snort, puff, pant, grunt, roar, snarl, groan, moo and a trumpet-sound. From these the snort was the most frequent sound type. The results show, that the lowest measured fundamental frequency was at 86 Hertz. This frequency had four call types, snort, double snort, puff and grunt. The mean duration of all call types, was less than one second, except the pant, which is a repetitive sound composed of a few elements. In many cases the sound production was connected with a loud respiration and the spectrogram showed a noisy structure, but never harmonic components.

Analysing the sounds of the Indian Rhinoceroses represented five different call types, which were grunt, double grunt, snort, puff and honk. In this rhino species the lowest measured fundamental frequency was at 284 Hertz and the mean fundamental frequency of all types was between around 350 to 380 Hertz. The duration of all call types of the Indian Rhinoceroses was on average between 0,5 and 1,2 seconds. In comparison the White Rhinoceroses use more acoustic communication. They have a wider vocal repertoire and their calls have lower frequencies, in fundamental frequency and maximal amplitude. No infrasound components were found in the calls of both species, but in other studies they were found. That’s why communication with infrasound couldn’t be locked out for rhinos.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 12:33

BAHRMANN, J. (2015)

Gehegenutzung von drei Pinnipedia-Arten in Gemeinschaftshaltung.

Bachelorarbeit

93 Seiten

Stiftung Universität Hildesheim
Erstgutachter: Dipl.-Biol. Peter Zahn
Zoo Hannover

Ganze Arbeit

Fazit:

Zum Abschluss der Untersuchungen lässt sich festhalten, dass die Tiere im Zoo Hannover durchgehend sehr natürliche Verhaltensmuster zeigen. So entspricht zum Beispiel das Hüteverhalten von dem Seebärenbullen durchaus dem natürlichen Verhalten des Haremsschutzes. Auch dass die Kegelrobben sich in der Brandung des Beckens treiben lassen ist ein Indiz für natürliches Verhalten. Ebenso das kopfüber Treiben lassen der Seelöwen. Nach der anfänglichen Eingewöhnungsphase der Tiere in das Becken und intraspezifischen Konflikten seitens der Kegelrobben 2010, haben sich alle Tiere sehr gut in das Becken eingelebt. Hervorzuheben ist, dass jede Art sich eine Nische in dem Becken gesucht und vor allem gefunden hat. Somit lässt sich die anfängliche Hypothese bestätigen. Die Tiere nutzen das Gehege auf unterschiedlichen Ebenen, verteidigen ihre Bereiche aber nicht. Die Tiere zeigen kein stereotypes Verhalten. Die Gemeinschaftshaltung im Zoo Hannover der drei Pinnipedia-Arten kann somit durchaus als gelungen eingestuft werden. Den Besuchern zeigt sich zwar das unnatürliche Bild der verschiedenen Robbenarten in einem Lebensraum, dennoch kann das Leben und das natürliche Verhalten der Tiere widergespielt werden. Denn wie in den Robbenshows frei zitiert wird: „Letztlich werden wir nur erhalten, was wir lieben. Wir werden nur lieben, was wir kennen. Wir kennen aber nur, was wir selber gesehen und erlebt haben“ (Baba Dioum).

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 12:32

BECK, J. (2015)

Behavioural enrichment bei Elefanten im Zoo Hannover

Bachelorarbeit

42 Seiten

Stiftung Universität Hildesheim
Erstgutachter: Dipl.-Biol. Peter Zahn
Zoo Hannover

Ganze Arbeit

Zusammenfassung:

Futtersuche und Nahrungsaufnahme nehmen eine wichtige Rolle im Leben der Elefanten ein. Diese Erkenntnis muss auch bei der Haltung der Tiere berücksichtigt werden. In der herkömmlichen Fütterung, bei der die Nahrung auf den Boden geschüttet und an einer Stelle konzentriert wird, sind die Tiere gute zwei Stunden beschäftigt. Danach wird ihnen "langweilig“. Diese Beschäftigungslosigkeit birgt die Gefahr, dass die Tiere Verhaltensanomalien zeigen. Meist bekommen sie noch etwas mehr Futter, was dazu führt, dass alle Elefanten in Zoos an Übergewicht leiden (CLUBB & MASON 2002:54). In der Natur haben die Elefanten 18 Stunden und mehr mit der Nahrungsbeschaffung zu tun (GARAI & KURT (2006:92). Mit behavioural enrichment wird die Nahrungsaufnahme für die Tiere erschwert. Die Elefanten müssen sich ihr Futter erarbeiten. Im optimalen Fall sollten sie dazu die gleiche Zeit wie in der freien Wildbahn benötigen. Mit den Futterkugeln ist ein erster Schritt bei den Elefanten im Zoo Hannover getan. Die Beobachtung ergab, dass sich während der Beobachtungszeit, wenn die Kugeln gefüllt waren, fast immer mindestens 2 Individuen mit den Kugeln beschäftigt haben. Das Problem ist jedoch die geringe Anzahl der Enrichment-Gegenstände. Für die 9 Elefanten der Gruppe sind 2 Futterkugeln zu wenig, so dass die rangniedrigen Tiere nur sehr selten die Gelegenheit hatten sich mit diesen zu beschäftigen. Der Zoo Hannover hat bereits unabhängig von dieser Arbeit die Anschaffung zweier weiterer Kugeln in die Wege geleitet. Je nach Größe der Elefantengruppe sollten genügend Enrichment-Gegenstände für alle Tiere vorhanden sein, damit auch die rangniedrigeren Elefanten sich mit den verhaltensanreichernden Maßnahmen beschäftigen können. Dazu kommen nur sehr stabile und große Gegenstände in Frage, was die Anschaffung und Wartung erschwert. Auch der Preis steigt oft mit der Qualität des Materials. Es gibt jedoch eine Reihe verhaltensanreichernder Maßnahmen, die mit wenig Geld und Aufwand umzusetzen sind und mit dem entsprechenden Werkzeug vom Zoo selbst hergestellt werden können. Elefanten müssen ein vielfältiges Nahrungsangebot bekommen, um ihr natürliches Verhaltensrepertoire ausschöpfen zu können. In Gefangenschaft sollten über den ganzen Tag verteilt verschiedene Sorten von Futter gegeben werden (GARAI & KURT 2006:92). Neben der zeitlichen Auflösung spielt auch die räumliche eine entscheidende Rolle. Das Futter sollte nicht auf einen großen Haufen gegeben werden, sondern im Gehege weit verteilt sein. Darüber hinaus kann durch die vorgeschlagenen unterschiedlichen Enrichment-Maßnahmen die Nahrung von den Elefanten selbst erarbeitet werden. Damit erhalten sie Gelegenheit, viele ihrer natürlichen Verhaltensweisen zu zeigen. Die erfolgreiche Umsetzung des behavioural enrichment hängt auch unter anderem von der Motivation und der Bereitschaft der Pfleger ab und dem Zoomanagement, das genügend Personal zur Verfügung stellen muss, um die Aufgaben zu bewältigen.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 12:32

BÖLLING, A. (2015)

Behavioral enrichment bei Roten Varis im Zoo Hannover.

Bachelorarbeit

45 Seiten

Stiftung Universität Hildesheim
Betreuer: Dipl.-Biol. Peter Zahn
Zoo Hannover

Ganze Arbeit

Fazit und Ausblick:

Im Verlauf dieser Arbeit konnte gezeigt werden, dass behavioral enrichment mit dem Einsatz sehr einfacher und kostengünstiger Gegenstände bei den Roten Varis zum Erfolg führt. Mit einer Steigerung der Zeit für die Nahrungsaufnahme um mehr als das Doppelte, konnte die Phase der Inaktivität bei den Tieren verkürzt werden. Sie waren nun in der Lage Verhaltensweisen im Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme zu zeigen, die durch die bisherige Haltung so nicht ausgelebt werden konnten. Eine Steigerung des Wohlergehens der Tiere durch die verhaltensanreichernden Maßnahmen ist deshalb mehr als wahrscheinlich. Darüber hinaus wurden Lernprozesse deutlich und auch kognitive Fähigkeiten, wie Gedächtnis oder einsichtiges Verhalten, bei den Tieren beobachtet.
Insgesamt kann man davon ausgehen, dass sich die Aktivitätsphase bei den Roten Varis noch steigern lässt. Bei allen Versuchen wurde die herkömmliche Fütterung beibehalten. Würde letztere zugunsten einer Versorgung mit behavioral enrichment verkürzt oder ganz wegfallen, ist ein Anwachsen der Zeit der Nahrungsbeschaffung sehr wahrscheinlich.
Darüber hinaus sollten Beobachtungen, welche nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Arbeit stehen, sie aber dennoch sehr wohl betreffen, nicht unerwähnt bleiben. Dies betrifft zum einen, eine Erwartungshaltung, wie sie seitens der Tierpfleger geäußert wurde. Bemerkungen, die Varis würden nicht über die nötige Intelligenz für die geplanten behavioral enrichment-Maßnahmen verfügen, führten in der Vorbereitungsphase zu Irritationen. Als Beobachter hat man eine neutrale Haltung einzunehmen und seine Arbeit vorurteilsfrei durchzuführen. Um nicht missverstanden zu werden, die Mitarbeiter „lieben“ ihre Tiere sehr wohl, aber vielleicht führten Stress oder eine allzu große Routine zu solchen Äußerungen. Andererseits gaben die Tiere durch ihr ruhiges Verhalten auch keinen Hinweis darauf, dass sie unterbeschäftigt sind. Auch blieb ein Versuch mit enrichment bei Roten Varis in Form eines großen Futterballs im Jahr 2012 erfolglos (vgl. Denecke 2012), was ebenfalls zu dieser Ansicht geführt haben könnte.
Deshalb sollte diese Arbeit auch als Anregung verstanden werden, seine eigene Erwartungshaltung gegenüber den verschiedenen Arten die zur Pflege überlassen werden, immer wieder einmal zu überprüfen. Ein einfacher Test reicht dazu aus. Es soll aber auch nicht unerwähnt bleiben, mit welcher Freude der Erfolg der behavioral enrichment-Maßnahmen von den Pflegern zu Kenntnis genommen wurde und wie begeistert diese immer wieder durchgeführt wurden.
Ein weiterer Punkt betrifft einige Beobachtungen am Rande. So blieben zu Beginn der Arbeit selten Zoobesucher vor dem Gehege der Varis stehen. Sie bemerkten die Roten Varis nicht oder die inaktiven Tiere waren nicht interessant. Dies änderte sich durch behavioral enrichment deutlich. Insbesondere da die Maßnahmen nahe der Glasscheiben durchgeführt wurden und somit von den Besuchern gut einsehbar waren, blieb eine deutlich höhere Anzahl von Zuschauern vor dem Gehege stehen. Das gesteigerte Interesse an den Tieren, führte dazu, dass die Menschen die Informationstafel sehr viel häufiger lasen. Bildung stellt eine der Hauptaufgaben der Zoos dar. Durch die Neugier kann den Besuchern auch die starke Gefährdung der Tiere und die Möglichkeiten der Unterstützung von Varecia rubra ins Bewusstsein gerufen werden. Behavioral enrichment nützt nicht nur den Tieren, es ist darüber hinaus auch positiv für die Besucher und den Zoo.

 

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© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx