Sonntag, 23 Mai 2021 13:33

ZIDAR, J. (2008)

Keeping red pandas in captivity - Hållande av röd panda i fångenskap.

Sveriges Lantbruksuniversitet, Institutionen för husdjurens miljö och hälsa, Etologi- och Djurskyddsprogrammet, Skara: Studentarbete 197. 32 Seiten. ISSN 1652-280X.

Volltext (PDF)

Conclusions:

The result demonstrates that zoos that keep the red panda not necessarily follow the husbandry and management guidelines for captive red pandas. The result shows that the keeping and management of red pandas in captivity can be improved. Enclosures are small indicating that enclosure size for pandas is not prioritized by zoos. Enclosures in some zoos are even smaller than the minimum recommendations of 80 m2. Almost half the zoos have visitors around big parts of the enclosure despite the recommendation of restricted visitors’ access to two sides of the enclosure. The result shows that carnivores are placed in nearby enclosures, despite the recommendation of at least 50 m. distance. Bamboo is not fed every day in all zoos and some zoos give it only rarely despite the recommendations of 200 g bamboo to each panda, every day. The results show that many zoos offer less nest boxes then recommend. The same survey or a complemented version could be sent to all keepers of the red panda to get results from all regions were the panda is kept. The survey could benefit from some additional questions and some modifications. The following improvements could be made. Instead of asking for the mean summer temperature it would be a good idea to ask for the maximum summer temperature. That way we can see all zoos that should be aware of the risk of high temperatures and consider cooling systems. Instead of asking how large part of the enclosure that is climbable it would be better to ask for the number of climbable structures. This would give better data for comparison. To complement the question of interiors we could ask how many logs, shrubs and rocks are available and how they are distributed. We could also ask if the water sources in the enclosures are used and in what way. This could help us determine if all zoos should have water sources in the enclosure. Another question that could be asked is if enrichments are used, what kind of enrichments that are used, and how often they are available. Future studies could investigate the cause of hair loss in captive pandas. If it is related to stress, the results could indicate that there are deficiencies in the captive environment, and in that case that has to be investigated further. Future field studies where camera traps could be placed near water sources could investigate in what way water is important for red pandas.

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Freitag, 21 Mai 2021 15:59

PROBST, C. (2008)

Epidemiologie ausgewählter Infektionskrankheiten von Zooungulaten: Einzelart- versus Gemeinschaftshaltungen.

Vet. med. Diss. FU Berlin. Mensch-und-Buch-Verlag, 2008 — VI, 199 Seiten. ISBN: 978-3-86664-347-5

Zusammenfassung:

In zoologischen Gärten leben Tierarten, die sich in den verschiedensten Erdteilen über lange Zeiträume hinweg unabhängig voneinander entwickelt haben, in hoher Dichte zusammen. Zudem werden Zootiere immer häufiger in Gemeinschaftsanlagen gehalten, wo verschiedene Spezies in engem direktem und indirektem Kontakt miteinander leben. Insbesondere Ungulaten werden häufig vergesellschaftet, wodurch sich aus epidemiologischer Sicht eine interessante Situation ergibt, deren Folgen bislang nicht untersucht worden sind: Infektionserreger, die gemeinsam mit ihren natürlichen Wirten evoluiert sind, können auf andere Spezies übertragen werden, für die sie zum Teil eine unterschiedliche Pathogenität besitzen. Insbesondere Herpesviren verursachen bei ihrem natürlichen Wirt eine klinisch inapparente Infektion, während sie bei anderen Spezies zur schweren Erkrankung führen können. In der vorliegenden epidemiologischen Studie wurde untersucht, wie hoch die Exposition der drei Huftierfamilien Boviden, Cerviden und Cameliden gegenüber solchen Infektionserregern ist.

Dafür wurden elf zoologische Gärten mit einer möglichst hohen Zahl von Gemeinschaftsanlagen bzw. einer möglichst hohen Zahl von Huftieren ausgewählt: Zoologischer Garten Berlin, Tierpark Berlin-Friedrichsfelde, Zoo Dortmund, Zoo Dvúr Králové (Tschechische Republik), Zoom-Erlebniswelt Gelsenkirchen, Tierpark Hagenbeck, Hamburg, Zoo Hannover, Zoo Karlsruhe, Zoo Leipzig, Tiergarten Nürnberg und der Zoologisch-botanische Garten Wilhelma, Stuttgart. Die Infektionserreger wurden nach folgenden Kriterien ausgewählt: (1) Sie sollten zwischen verschiedenen Huftierspezies übertragbar sein. (2) Sie sollten eine praktische Relevanz besitzen. Um die praktische Relevanz zu ermitteln, bestand der erste Teil der Arbeit in einer Auswertung der veterinärmedizinischen Archivbefunde jedes zoologischen Gartens von 1998 bis 2004. Ihr zufolge lagen die Schwerpunkte der Diagnostik in den letzten sieben Jahren auf Mycobacterium avium ssp. paratuberculosis (M.pt.), Coxiella (C.) burnetii und Chlamydophila (C.) psittaci. Chlamydien und Coxiellen (bzw. gegen diese Erreger gerichtete spezifische Antikörper) wurden am häufigsten nachgewiesen. Im zweiten Teil der Arbeit wurden 926 Huftiere mittels Virusneutralisationstest bzw. ELISA auf Antikörper gegen acht interspezifisch übertragbare Infektionserreger untersucht. Gegen alle acht Erreger konnten spezifische Antikörper nachgewiesen werden. Bezogen auf die Gesamtzahl der untersuchten Tiere ergaben sich folgende Seroprävalenzen: 1,5% (14/926) für Bovines Herpesvirus 1 (BHV-1); 0,2% (2/926) für Caprines Herpesvirus 1 (CHV-1); 0,2% (2/926) für Cervides Herpesvirus 1 (HVC-1); 21,2% (180/850) für Bösartige Katarrhalfieber Viren (BKFV); 1,4% (13/926) für Bovines Virusdiarrhoe Virus (BVDV); 19,6% (165/843) für C. psittaci; 0,1% (1/754) für C. burnetii; 2,8% (19/667) für M.pt. Die Ergebnisse der Arbeit belegen Folgendes:

  • Die Prävalenz von Antikörpern gegen Alphaherpesviren (BHV-1, CHV-1, HVC-1) und BVDV liegt jeweils unter 3% (n=926). Daraus lässt sich schließen, dass Zooungulaten zurzeit gegenüber diesen Erregern nicht in bedeutendem Maße exponiert sind.
  • Zooungulaten sind in allen Zoos gegenüber BKFV exponiert. Die Prävalenz von Antikörpern gegen BKFV liegt bei 21% (n=850) und ist innerhalb der Unterfamilie Caprinae mit 54% (n=219) am höchsten. Das bedeutet, dass Zooungulaten gegenüber BKFV in signifikantem Maße exponiert sind und insbesondere Schafe und Ziegen eine Infektionsquelle für empfängliche Huftiere darstellen können.
  • Zooungulaten sind in allen Zoos gegenüber C. psittaci exponiert. Die Prävalenz von Antikörpern gegen C. psittaci liegt bei 20% (n=843) und ist innerhalb der Familie der Cameliden mit 32% (n=74) am höchsten. Das bedeutet, dass Zooungulaten gegenüber C. psittaci in signifikantem Maße exponiert sind und insbesondere Cameliden eine Infektionsquelle für empfängliche Huftiere darstellen können.
  • Die Prävalenz von Antikörpern gegen C. burnetii und M.pt. liegt unter 3% (n=754 resp. 667). Aus diesem Ergebnis lässt sich jedoch nicht schlussfolgern, wie hoch die Expositionswahrscheinlichkeit der Zooungulaten gegenüber diesen Erregern ist, da die diagnostischen Möglichkeiten für den Nachweis einer Infektion bei Wildtieren noch sehr begrenzt sind. Insbesondere bei M.pt. ist aufgrund der spät auftretenden humoralen Immunantwort mit einer gewissen Anzahl infizierter, seronegativer Tiere zu rechnen.

Zusätzlich zur taxonomischen Klassifizierung der Tiere (Familie, Unterfamilie, Spezies), ihres Alters, Geschlechts und ihrer Herkunft wurden folgende Einflussfaktoren auf die Expositionswahrscheinlichkeit von Zooungulaten gegenüber Infektionserreger diskutiert: Haltungsform (Einzelarthaltung, verschiedene Formen der Gemeinschaftshaltung, Streichelzoo), Gehegegröße, zur Verfügung stehende Fläche pro Tier sowie die Jahreszeit. Entscheidenden Einfluss auf die Seroprävalenz von BKFV hatten die Faktoren Haltungsform und Populationsdichte: Der höchste Anteil an seropositiven Tieren wurde mit 61% (n=66) in Streichelzoos und mit 50% (n=109) in Anlagen mit einer hohen Populationsdichte (unter 45 m²/Tier) nachgewiesen. Der Anteil C. psittaci seropositiver Tiere zeigte in den verschiedenen Haltungsformen keine Unterschiede.

Anhand der Untersuchungsergebnisse kann folgende Schlussfolgerung gezogen werden: Infektionserreger werden nicht nur über Art- sondern auch über Gehegegrenzen hinweg übertragen. Deshalb ist die Gefahr der interspezifischen Übertragung in einer Gemeinschaftsanlage nicht höher als zwischen Tieren unterschiedlicher Anlagen innerhalb einer Einrichtung. Demnach sollte jeder zoologische Garten als eine einzige epidemiologische Einheit betrachtet und entsprechend behandelt werden.

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Montag, 07 Dezember 2020 11:14

LAMP, B. (2009)

Entwicklung der Zootiermedizin im deutschsprachigen Raum.

532 Seiten.
Med. vet. Diss. Uni Giessen.

Volltext:

http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2009/7307/pdf/LampBenjamin_2009_11_04.pdf

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Montag, 07 Dezember 2020 10:55

POSAUTZ, C. (2010)

Measurement of Glucocorticoid Metabolites in feces of Capricorns (Alpine Ibex).

23 Seiten.
Diplomarbeit Vet. med. Uni Wien

Zusammenfassung:

Die Studie beschäftigt sich mit der Bestimmung von Glukokortikoidmetaboliten im Kot von Steinböcken. Es wurde ein ACTH Stimulationstest im Wildpark Langenberg (CH) durchgeführt. Zwei Tiere, der führende Bock und die führende Geiss, wurden narkotisiert und ACTH wurde intramuskulär verabreicht. Die Probensammlung erfolgte vor und nach dem ACTH Test. Einen Teil der Proben, die vor dem ACTH Test gesammelt wurden, teilte ich in vier gleiche Teile. Der erste Teil dieser Proben wurde sofort in den lokalen Gefrierschrank gebracht und bei einer Temperatur von -18°C gelagert. Mit den restlichen Teilen der Proben führte ich einen Lagerungstest durch, um den Abbau von Glukokortikoidmetaboliten über eine gewisse Zeit (3, 6, 24 Stunden) im Kot zu bestimmen. Die Proben wurden mit der Hilfe zweier verschiedener 11-Oxoätiocholanolon Enzymimmunoassays analysiert. Assay A wies die höchste Menge von immunreaktiven Metaboliten vor und nach der ACTH Injektion im frischen Kot auf. Der prozentuelle Anstieg nach der ACTH Injektion zeigte das Assay B ein wenig sensitiver reagierte als Assay A. Bei dem Lagerungstest stellte sich heraus, dass für beide Assays, kein signifikanter Unterschied besteht zwischen der Sammlung von Proben zum Zeitpunkt der Defäkation und der Sammlung von Proben nach drei, sechs und 24 Stunden nach der Defäkation. Zusätzlich zu den Glukokortikoid-Metaboliten wurde in meiner Studie noch der Östrogen Spiegel im Kot gemessen, um festzustellen ob die ACTH Injektion den Estrogen Spiegel im Kot beeinflusst. Die Östrogen Konzentration verhielt sich, nach ACTH Injektion, gleich wie die Glukokortikoid-Metaboliten Konzentration. Diese Studie zeigt, dass Glukokortikoidmetaboliten im Kot ein verlässlicher nicht invasiver Parameter sind um Stressreaktionen Steinbock zu bestimmen.

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Dienstag, 01 September 2020 15:00

SIART, B. (2012)

Visual acuity in the larvae and adults of the assassin bug Platymeris biguttatus (Reduviidae, Heteroptera, Insecta).

Diplomarbeit (Mag. rer. nat) Universität Wien. 45 Seiten.

Zusammenfassung:

Ziel dieser Diplomarbeit ist es die Entwicklung des optischen Auflösungsvermögens der räuberischen Raubwanze Platymeris biguttatus (Reduviidae) zu erforschen. Zu diesem Zweck werden morphologische Untersuchungen der wichtigsten Augenparameter sowieVerhaltensversuche in Form eines Wahlversuches und eines optokinetischen Versuchesdurchgeführt. Augenparameter wie Facettendurchmesser, Interommatidialwinkel und die Anzahl der Facetten pro Auge werden für alle fünf Larvalstadien sowie die adulten Tiere untersucht. Wanzen im dritten Larvalstadium sowie adulte Tiere werden im Wahlversuch verwendet. In dem optokinetischen Versuch werden ausschließlich adulte Tiere verwendet. Der Wahlversuch basiert auf der Annahme, dass Wanzen der Spezies Platymeris biguttatus photonegatives Verhalten zeigen und von dunklen Stimuli angezogen werden, wenn sie einer hellen Umwelt ausgesetzt werden. Die Wanzen werden in einer V-förmigen Arena ausgesetzt und können entweder in einen Gang laufen, an dessen Rückwand ein dunkler Stimulus angebracht ist, oder in einen anderen Gang ohne einen solchen Stimulus. Der optokinetische Versuch basiert auf dem Experiment von Bernd Hassestein (1949). Die morphologischen Daten zeigen, dass der Facettendurchmesser und die Anzahl der Ommatidien während der Larvalentwicklung mehr oder weniger kontinuierlich anwachsen. Der Interommatidialwinkel hingegen scheint sich nicht derart kontinuierlich zu entwickeln. Die Anzahl der Facettennimmt von 105 im ersten Larvalstadium auf durchschnittlich 880 bei den Adulten zu. Während der Larvalentwicklung vergrößert sich der Facettendurchmesser von 34 μm auf 69μm, und der Interommatidialwinkel im anterioren Anteil des Auges schrumpft von 10,4° auf 3,7°. Im Wahlversuch wählen die adulten Wanzen signifikant häufiger jenen Gang, in dem der dunkle Stimulus fixiert ist, bis hinunter zu Stimulusgrößen die einen Sehwinkel von 1,5°einschließen. Ist eine graue Rückwand in jenem Gang angebracht, der keinen Stimulus enthält, verringert das die Wahrscheinlichkeit, dass eine Wanze den Gang mit dem Stimulus wählt deutlich. Tiere, die sich im dritten Larvalstadium befinden, wählen nur bei einem Stimulus der 15° breit ist signifikant häufiger den Gang mit Stimulus. Im optokinetischen Versuch zeigen adulte Versuchstiere signifikante Reaktionen auf Streifenmuster, die aus schwarzen und weißen Streifen von je 1,5° Breite zusammengesetzt sind. Besonderheiten der Entwicklung der Augenparameter und die Aussagekraft der Verhaltensversuche werden besprochen.

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Sonntag, 16 August 2020 15:46

RÜHLE, S. (2009)

Untersuchungen zur biotechnologischen Kultivierung von Schwämmen - Massenbilanzierung bei Aplysina aerophoba.

Dissertation, Universität Karlsruhe (TH). Fakultät für Chemieingenieurwesen und Verfahrenstechnik, 2008.

130 Seiten. Universitätsverlag Karlsruhe 2009. Print on Demand. ISBN: 978-3-86644-342-6.  

Zusammenfassung:

In den letzten Jahren wurde der marine Lebensraum als Quelle zahlreicher neuer Naturstoffe mit besonderen biologischen Eigenschaften, vor allem für pharmazeutische Anwendungen, erforscht. Über 18.000 neue Naturstoffe aus marinen Organismen wurden beschrieben. Schwämme (Porifera) stellen dabei mit etwa 6.700 beschriebenen Substanzen die wichtigste Quelle dar. Die meisten bioaktiven Naturstoffe erreichen jedoch nur  die  präklinische bzw. erste klinische Phase, da in der Regel nicht ausreichend Substanzmenge zur Verfügung stehen, um weiterführende Untersuchungen durchzuführen. Gründe sind die geringen Konzentrationen der Naturstoffe im Schwammgewebe in Kombination mit geringen natürlichen Ressourcen an Schwammbiomasse. Die Alternative durch chemische Synthese an  ausreichend  Substanzmenge zu gelangen scheitert oft aufgrund der  komplexen  Molekülstrukturen. Ein Ansatz dieses Nachschubproblem zu  ösen ist die biotechnologische  Produktion von Schwammbiomasse unter definierten und kontrollierten Bedingungen. Die Strategie, die zur Etablierung einer erfolgreichen biotechnologischen Kultivierung von  Schwämmen verfolgt wurde, bestand darin, einen geeigneten Modellorganismus zu  wählen,  der pharmakologisch interessante Sekundärmetabolite produziert sowie Kulturbedin-gungen  zu entwickeln, die das dauerhafte Halten gesunder Schwämme unter Aquarienbedingungen ermöglicht. Als Modellorganismus wurde der leuchtend gelbe Schwamm Aplysina aerophoba aus  der Klasse der Demospongiae gewählt. Die Kriterien, die zur  Auswahl dieser im Mittelmeer weit verbreiteten Art führten, waren ihre gut untersuchte Naturstoffchemie, die gute Verfügbarkeit durch die Kooperation mit dem Institut 'Ruder  Boškovic' und die  ergleichsweise guten Kenntnisse ihrer ökologischen Ansprüche. Ihr Vorkommen in geringen  Wassertiefen zwischen einem und zwanzig Metern erleichterte das Sammeln. Erste  positive  Erfahrungen in Aquarienkultur sind dokumentiert.

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Donnerstag, 06 August 2020 13:14

CSAR, D., SCHAUER, M. & GUMPINGER, C. (2012)

Long-term investigation on fish migration patterns between pre-alpine lakes and their major tributaries with special focus on protected species within SAC areas.

Conference Paper 9th ISE 2012, Vienna. (PDF)

Abstract:

In the designated SAC (Special Area of Conservation) site“Mond-und Attersee” (comprising two large pre-alpine lakes in Upper Austria and the mouths of their major tributaries) the spawning migration of the protected species pearlfish (Rutilus meidingeri) and Danube bleak (Alburnus mento) was investigated in the years 2004 and 2010. For this purpose, a dynamic fishweir with an integrated trap for catching upstream migrating fish was installed near the mouths of the respective rivers. The main factor correlating with the spawning migration turned out to be the water temperature of the rivers. Furthermore, differences between sexes were found concerning body length and weight as well as the main immigration period into the streams.

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Samstag, 15 Februar 2020 15:38

BAXTER, R. P. H. (2015)

Movement and activity drivers of an ecosystem engineer: Aldabrachelys gigantea on Aldabra Atoll.

UWW262 Environmental Science Master Thesis. Institute of Evolutionary Biology and Environmental Studies.
62 Seiten, 16 Abbildungen, 118 Referenzen

Conclusions:

The findings of my study suggest that temperature and rainfall are key factors
influencing the movement of tortoises, with movement being restricted by daily activity rate
and seasonal fluctuations in vital resources. In the context of climate change it is important that
monitoring of movement patterns and home range sizes continues long-term for such a long-
lived species, in order to identify the magnitude of any change. Tortoises will be able to adapt at
the individual level, but if climate change is severe the population level will certainly decrease,
which would have dramatic consequences for the atoll ecosystem. As the chief engineers,
tortoises are tied directly to their habitat, which in turn requires the tortoises in order to
maintain diversity and heterogeneity.

My study, in conjunction with previous studies from the Royal Society days, can help to
characterise movement of tortoises on the atoll at a population level. The behavioural norm has
yet to be resolved, but the factors which determine apparently random movement in each
individual are beginning to be understood. As the primary herbivore on Aldabra, tortoises in
their large numbers exert considerable pressure on their habitat. With further reseearch we?
can hopefully extrapolate the findings in this thesis of individual tortoise movement ecology to
the population level.

Mounting evidence demonstrates that global climate is changing, and conservation
biologists not only need to anticipate the phenology and movements of individual species in
response to climate change (Root and Schneider 2006), but must also be able to project and
predict the impact of potential changes to biological communities such as Aldabra. Direct and
indirect effects of global climate change are difficult to quantify in many instances, especially as
the changes are not immediate, and will be more difficult to mitigate against in the short term
for tortoises. By remotely monitoring tortoise movement and activity we now have baseline
data to monitor change in a changing climate and plan effective conservation strategies for the
species, and therefore the atoll.

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Montag, 03 Februar 2020 15:23

WEIGOLD, A. (2016)

Serological and microbiological evaluation of the health status of free- ranging and captive cheetahs (Acinonyx jubatus) on Namibian farmland.

Vet. med. Diss. FU Berlin

84 Seiten

Volltext (PDF)

Zusammenfassung:

Derzeit lebt der größte freilebende Bestand des als gefährdet eingestuften Gepards auf Farmland in Namibia. Im Rahmen dieser Dissertation wurden sowohl frei lebende Geparde gefangen, untersucht, beprobt und besendert, als auch in großen Gehegen gehaltene Geparde untersucht und beprobt. Anhand dieser neu gewonnenen, und auch bereits vorhandener, Proben wurden die Untersuchungen für diese Dissertation durchgeführt. Ziel der Arbeit war es, den Gesundheitsstatus der namibischen Geparde zu untersuchen und Blutproben serologisch und mikrobiologisch zu analysieren. Erstens bauen die serologischen Tests auf eine vorangehende Studie auf, die erste seropositive Ergebnisse von Antikörpern gegen das feline Leukämievirus (FeLV), einen Gammaretrovirus, bei frei lebenden Geparden nachwies. Hierfür nutzte ich verschiedene molekulare Tests, sowie Zellkulturen. Zweitens habe ich die Immunantwort auf FeLV Impfungen bei in Gehegen gehaltenen Geparden untersucht. Drittens beschreibe ich den ersten Nachweis von einer bisher unbeschriebenen Hemoplasmenart bei Geparden. Im Appendix wird eine weitere Studie über die Entwicklung und Validierung eines Enzymimmunoassays zur Messung von Testosteronmetaboliten in Kotproben von Geparden vorgestellt, an der ich mitbeteiligt war. Virale Erkrankungen stellen für frei lebende und in menschlicher Obhut gehaltene Wildtierarten weltweit eine große Bedrohung dar. Prominente Beispiele sind fatale FeLVErkrankungen bei frei lebenden Iberischen Luchsen (Lynx pardinus) und in menschlicher Obhut gehaltenen Geparden. Es ist daher von großer Bedeutung, den ersten Hinweisen einer vorangehenden Studie auf einen Kontakt der frei lebenden namibischen Gepardenpopulation mit Gammaretroviren zu folgen. In meiner Studie wurden mehrere Analysen durchgeführt und je nach Testmethode in bis zu 19% der frei lebenden Tiere Antikörper gegen FeLV oder einen nah verwandten Gammaretrovirus nachgewiesen. Seropositive Tiere waren auch seropositiv für das Rauscher murine Leukämievirus. Es konnte aber keine provirale DNA nachgewiesen werden. Die seropositiven, klinisch gesunden Geparde könnten sich entweder mit einem schwach pathogenen Retrovirus infiziert haben oder sie wurden durch die Expression einer endogenen retroviralen Sequenz seropositiv. Der Gammaretrovirus scheint daher keinen gesundheitsgefährdenden Einfluss auf die Gepardenpopulation zu haben. Die in Gehegen gehaltenen Geparde wurden über mehreren Jahre hinweg jährlich mit einem für Hauskatzen entwickelten FeLV Impfstoff geimpft. In 86% der Geparde wurden Antikörper gemessen und keines der Tiere entwickelte erkennbare Nebenwirkungen. Dieser Impfstoff könnte daher einen geeigneten Schutz für Geparde darstellen. Allerdings sollten Impfungen bei frei lebenden Wildtieren nur nach einer gezielten Nutzen-Risiko-Abwägung und erst nach ausführlichen Tests unter kontrollierten Bedingungen durchgeführt werden. Infektionen mit Hemoplasmen, die als zellwandfreie Bakterien Blutzellen parasitieren, wurden bei diversen frei lebenden und domestizierten Tierarten beschrieben und können bei Katzen zur felinen infektiösen Anämie führen. Besonders bei immunkomprimierten Tieren können die Folgen einer Hemoplasmeninfektion lebensbedrohlich sein. Bisher gab es keine Beschreibungen von Hemoplasmen bei frei lebenden Katzenartigen im südlichen Afrika. Meine Studie stellt daher eine Erstbeschreibung dar. Es wurde nicht nur die erste Infektion eines frei lebenden namibischen Geparden mit Hemoplasmen nachgewiesen, sondern mithilfe von Sequenzierungen der 16S rRNA und RNAse P Gene ein neues Isolat in der Mycoplasma haemofelis/haemocanis Gruppe beschrieben. Die klinische Bedeutung dieser Erkrankung, sowie deren Übertragungsweg, sind weiterhin ungeklärt, aber das infizierte Tier zeigte bei der Untersuchung keine Anzeichen eines verminderten Allgemeinbefindens und konnte per Senderhalsband noch weitere 48 Monate lebend geortet werden. Studien zu serologischen und mikrobiologischen Untersuchungen sind nicht nur für die Abschätzung des Gesundheitsstatus einer Population relevant, sondern auch für Management-Strategien bei der Reduzierung von Mensch-Tier-Konflikten. Diesbezüglich werden immer wieder Translokationen von Raubtieren durchgeführt, allerdings ohne vorherige Abklärung von Infektionsrisiken in den neuen und alten Streifgebieten. Es wäre empfehlenswert, solche Untersuchungen routinemäßig durchzuführen, um einer Verschleppung von Erregern bei Translokationen vorzubeugen. Vergleichende serologische Arbeiten von frei lebenden Populationen mit in Gehegen gehaltenen Tieren sind vielversprechend und sollten weitergeführt werden. Nur mit umfassenden wissenschaftsbasierten Informationen können die dringend benötigten langfristigen Pläne für das weitere Management von bedrohten Raubtierarten gemacht und auf eventuelle weitere Seuchenausbrüche reagiert werden.

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Donnerstag, 02 Januar 2020 08:29

LUDWIG, C. M. (2019)

Nicht invasive Bestimmungsmethoden von Steroidhormonen und deren Anwendung bei Geparden (Acinonyx jubatus) in europäischen Zoos.

Vet.med. Diss., FU Berlin.
Gutachter: Univ.-Prof. Dr. Heribert Hofer; Prof. Dr. Klaus Eulenberger; Univ.-Prof. Dr. Jörg Aschenbach
78 Seiten; Tabellen; Grafiken.

Volltext (PDF)

Zusammenfassung:

Die bisherigen Erfolge in der Züchtung von Geparden (Acinonyx jubatus) in menschlicher
Obhut sind bis heute nicht zufriedenstellend. Seit Jahrzehnten wird an den Ursachen dieser
Problematik geforscht. Bis vor kurzem ging man noch davon aus, dass der genetische
Flaschenhals, durch den die Population entstehungsgeschichtlich gegangen ist, maßgeblichen
Anteil an dem Phänomen hat. Untersuchungen im Freiland zeigten jedoch, dass freilebende
Geparde regelmäßig und problemlos reproduzieren, wenn sie in Ökosystemen leben, in denen
keine Löwen (Panthera leo) und Tüpfelhyänen (Crocuta crocuta) vorkommen, die ihre
Jungtiere töten. Davon unterscheiden sich die Populationen in den Zoos weltweit
entscheidend. Hier kommt es selten zu erfolgreichen Nachzuchten, obgleich Löwen und
Tüpfelhyänen als Mortalitätsursache der Jungtiere ausscheiden. Verschiedene Gründe
wurden hierfür untersucht. Unter anderem wurde vermutet, dass die unterschiedlichen
Lebenssituationen der Tiere im Freiland und in Zoos zu einer unterschiedlichen Belastung
führen, und somit die erhöhte Allostase („Stress“) in begrenzter und gemanagter Umgebung
zu einer schlechteren Reproduktion führt. Allerdings gelingt es einigen Einrichtungen immer
wieder verlässlich, mit Geparden Nachzuchterfolge zu erzielen. Auch wenn die
Stressbelastung in zoologischen Gärten höher als im Freiland sein sollte, ist zu erwarten dass
sich die erfolgreich züchtenden Haltungen in einem oder mehreren Faktoren von den nicht
erfolgreich züchtenden Haltungen unterscheiden.

Diese Dissertation wurde durchgeführt, um diese Faktoren zu ergründen und
gegebenenfalls Empfehlungen zur besseren Erhaltungszucht dieser bedrohten Tiere in Zoos
zu ermöglichen. Hauptaugenmerk lag auch in dieser Arbeit zuerst auf der Untersuchung der
allostatischen Belastung der Zootiere. Die Konzentration von Glukokortikoiden im Körper wird
gewöhnlich als ein Maß für den Stress bei Wirbeltieren verwendet. Blutabnahmen unter
Narkose führen allerdings binnen kürzester Zeit zu einer akuten Erhöhung dieser Hormone im
Blut, die keinen Rückschluss auf vorausgehende Werte mehr zulassen. Daher sollte die
Probennahme berührungsfrei erfolgen, um Handling-Effekte bei der Messung der
Glukokortikoid-Messwerte zu vermeiden. Hierzu eignet sich bei Katzen besonders der Kot, um
die Metabolite der Glukokortikoide zu messen. Bisher gab es keinen für Geparde validierten
Enzyme-Immunoassay (EIA), der die fäkalen Glukokortikoid-Metabolite (fGCM) messen
konnte und sie auch charakterisierte, sowie die Affinität des EIA bestimmte. Die vorhandenen
Radio-Immunoassays (RIA) werden auf Grund der Radioaktivität oft nur ungern eingesetzt.
Daher wurde in Kapitel 2 ein neuer EIA für Geparde entwickelt und technisch wie biologisch
validiert und charakterisiert. Der EIA dokumentierte erfolgreich eine erhöhte Konzentration
von fGCM nach der experimentellen Zuführung von adrenocorticotropen Hormon (ACTH) bei
einem männlichen und einem weiblichen Gepard. Diese experimentelle Zuführung von
Hormonen mit dem Nachweis eines erwarteten Ergebnisses wird als „Hormonchallenge“
bezeichnet und ist die hierfür allgemein akzeptierte Form einer biologischen Validierung.
ACTH führt über eine Aktivierung der Nebennierenrinde zu einem schnellen Anstieg von
Glukokortikoiden im Blut. Dieser Anstieg ist mit Verzögerung von etwa einem Tag dann auch
im Kot nachweisbar.

Glukokortikoide (wie z.B. Cortisol) gehören zu den Steroidhormonen. Da sich Cortisol-
Metabolite nur unwesentlich von anderen Steroidhormon-Metaboliten (wie z.B von
Testosteron) unterscheiden, war eine eindeutige Abgrenzung zu den fGCM im Kot wichtig.
Kapitel 3 beschreibt einen zweiten entwickelten EIA, der Testosteron-Metabolite im Kot
detektiert. Dieser unterstreicht nicht nur die gut trennbare Messung von Testosteron-
Metaboliten zu anderen Steroidhormon-Metaboliten, sondern könnte in Zukunft auch
Aussagen über die reproduktive Aktivität männlicher Tiere berührungsfrei erlauben. Auch der
Testosteronassay wurde mit Hormonchallenges biologisch validiert. So wurde ein erhöhter
Testosteronanstieg nach der Injektion von Gonadotropinreleasinghormon (GnRH)
nachgewiesen. GnRH bewirkt in der Hypophyse eine Freisetzung von Gonadotropinen (Follikel
stimulierendes Hormon (FSH), Luteinisierndes Hormon (LH)), die wiederum auf die
Geschlechtsorgane wirken. LH bewirkt beim männlichen Säuger durch Aktivierung der Leydig-
Zellen der Hoden u.a. einem Anstieg von Testosteron im Blut. Dieser war im Kot nachweisbar.
Kapitel 4 verglich fGCM von reproduzierenden und nicht reproduzierenden weiblichen
Geparden, um zu untersuchen, ob die beiden Gruppen unterschiedliche Stresswerte
aufwiesen, was nicht der Fall war. Es war zudem bereits bekannt, dass Schwierigkeiten in der
Reproduktion in menschlicher Obhut auch nicht durch die geringe genetische Variabilität der
Geparde verursacht wurde und es keine(n) endogene(n) jahreszeitlichen Umweltsignale
(Zeitgeber) gibt, der/die die Reproduktion auslöst/en. Daher wurden die Vorhersagen zweier
weiterer Hypothesen untersucht, um zu verstehen, welche Faktoren einen Einfluss auf den
Fortpflanzungserfolg von Gepardenweibchen haben könnten. Dies waren die Hypothesen (1)
fehlende Fortpflanzung aufgrund der reproduktiven Unterdrückung durch Artgenossen, 2)
fehlende Fortpflanzung aufgrund der beschleunigten Alterung der inneren Geschlechtsorgane
(ARA = asymmetric reproductive aging) bei Weibchen, die sich nicht in jungen Jahren
fortpflanzen. Die lebensgeschichtlichen Daten bezüglich der reproduzierenden und nicht
reproduzierenden weiblichen Geparde in fünf zoologischen Gärten in Europa sind mit den
Vorhersagen beider Hypothesen kompatibel.

Die Diskussion der gesamten Doktorarbeit und der neuen Erkenntnisse behandelt
Kapitel 5. Darin werden auch Empfehlungen für die zoologischen Gärten und das europäische
Erhaltungszuchtprogramm (EEP) vorgestellt, damit in Zukunft die unbefriedigenden
Nachzuchterfolge dieser Spezies der Vergangenheit angehören.

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© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx