Sea Otters in Captivity: Applications and Implications of Husbandry Development, Public Display, Scientific Research and Management, and Rescue and Rehabilitation for Sea Otter Conservation.

Als Kapitel 8 in: Sea Otter Conservation 2015: 197-234

Abstract:

Studies of sea otters in captivity began in 1932, producing important insights for conservation. Soviet (initiated in 1932) and United States (1951) studies provided information on captive otter husbandry, setting the stage for eventual large-scale translocations as tools for population restoration. Early studies also informed effective housing of animals in zoos and aquaria, with sea otters first publicly displayed in 1954. Surveys credited displayed otters in convincing the public of conservation values. After early studies, initial scientific data for captive sea otters in aquaria came from work initiated in 1956, and from dedicated research facilities beginning in 1968. Significant achievements have been made in studies of behavior, physiology, reproduction, and high-priority management issues. Larger-scale projects involving translocation and oil spill response provided extensive insights into stress reactions, water quality issues in captivity, and effects of oil spills.

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Montag, 02 November 2020 22:38

DOLLINGER, P. (Hrsg., 2008)

Was ist ein guter Zoo?

Verh.-Ber. 3. Rigi-Symposium – Goldau-Rigi, 28.02. – 01.03.2008. WAZA, Bern. 73 Seiten.

Editorial:

„Was ist ein guter Zoo?“ – diese scheinbar einfache Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten. Denn ein Zoo ist kein einfaches Ding: Er ist, im Sinne der Definition HEDIGERS (1973), gleichzeitig Freizeiteinrichtung, Lernort, Forschungsstätte und Naturschutzzentrum. Er hat demzufolge verschiedene Anspruchsgruppen, die unterschiedlichste Anforderungen stellen und, wie DAGMAR SCHRATTER ausführt, an eine Beurteilung unterschiedlichste Kriterien anlegen. Der Versuch, Zoos miteinander zu vergleichen und ein Ranking zu erstellen, wie er von HERMAN REICHENBACH dargestellt wird, kann immer nur aus einer Perspektive – im Falle des „grossen Stern-Tests“ jener des Besuchers – erfolgen und reflektiert viel eher Wahrnehmungen als die effektive Qualität, die ja massgeblich geprägt ist von Installationen hinter den Kulissen und Aktivitäten, die für Aussenstehende kaum wahrnehmbar sind. Der Versuch, die Qualität der Tierhaltung aus Besuchersicht zu beurteilen, wie er vom Schweizer Tierschutz kürzlich gemacht wurde, muss deshalb letztlich scheitern. Dazu bedarf es eines Akkreditierungsverfahrens mit Inspektion aller Teile der Einrichtung und Einblick in die Dokumentation, wie es etwa jenes der AZA, das von CORNELIA KETZ-RILEY vorgestellt wird.

Aber auch ohne Akkreditierung durch einen Zooverband haben Zoos die Möglichkeit, ihre Qualität zu überprüfen und eine Standortbestimmung vorzunehmen. CLAUDIO TEMPORAL und WERNER EBERT zeigen auf, wie das zu bewerkstelligen ist, und FRANK BRANDSTÄTTER, SASCHA GUT & MATTHIAS SCHLÄPFER sowie HENNING WIESNER liefern konkrete Beispiele dazu. Von besonderem Interesse ist in diesem Zusammenhang der Beitrag von CHRISTIAN STAUFFER & ANNA BAUMANN, weil er zeigt, wie ein sinnvolles Benchmarking zwischen so verschiedenen Institutionen wie dem Zoo Zürich mit seinen aufwändigen Anlagen für exotische Tiere (Stichwort Masoala-Regenwald), und dem Wildpark Langenberg, der nur heimische Arten zeigt, gemacht werden kann.

Ethischen Gesichtspunkten sowie Fragen des Tierschutzes und des Artenschutzes kommt in Diskussionen um die Güte eines Zoos eine besondere Bedeutung zu. JÖRG LUY diskutiert Fehlintuitionen, denen man in diesem Zusammenhang besondere Aufmerksamkeit schenken sollte, und JÖRG ADLER betont die Wichtigkeit des Artenschutz-Engagements anhand von Beispielen aus dem Allwetterzoo Münster.

„Am Golde hängt doch alles“ seufzt nicht nur Gretchen in GOETHES Faust, sondern auch mancher Zoodirektor. Nicht wegen des literarischen Bezuges von Faust zu Leipzig, sondern weil seine Institution in den letzten Jahren die wohl rasanteste Entwicklung in Deutschland durchmachte, ist der Leipziger Zoodirektor JÖRG JUNHOLD geradezu prädestiniert, den Zoo als Wirtschaftsunternehmen zu analysieren und die Rolle des Zoodirektors als Unternehmer zu diskutieren. Gesunde Finanzen und ein nachhaltiges Wirtschaften sind zweifellos Kernelemente für die Güte eines Zoos.

In diesem Zusammenhang ist auch auf die Studie von ROBERT BARMETTLER über die Bedeutung des Natur- und Tierparks Goldau als Wirtschaftsunternehmen hinzuweisen, die im Vorjahr an der Zoo-Marketing-Konferenz in Südafrika vorgestellt wurde.

Warum stellt sich die Frage „Was ist ein guter Zoo?“ überhaupt? Darauf fällt die Antwort nicht schwer: Weil es viele schlechte Zoos gibt. „Zoo“ ist weder ein klar definierter noch ein geschützter Begriff und daher auch keine Garantie für Qualität. Jeder, der Tiere hält, und sei es zum Verkauf, kann sich „Zoo“ nennen. Im Sinne der Definition der Richtlinie 1999/22/EG des Rates über die Haltung von Wildtieren in Zoos gibt es weltweit geschätzte 12-15'000 Einrichtungen, die als „Zoo“ gelten würden. Von diesen sind lediglich etwa 1'500 in Zoo- und Aquarienvereinigungen organisiert, d.h. erheben einen Anspruch, der über das blosse Hobby oder das Geldverdienen hinausgeht. Die grosse Mehrheit der nicht organisierten Zoos strebt also weder hoch gesteckten Ziele an, noch vermag ihre Tierhaltung höheren Ansprüchen zu genügen. Dieser Umstand beschädigt natürlich das Image der Zoos insgesamt, auch der guten, und schreit geradezu nach einer Abgrenzung.

Viele Zoos, namentlich im angelsächsischen Sprachraum, haben deshalb die Flucht angetreten: Sie nennen sich nicht mehr „Zoos“ sondern Sanctuaries, Bio Parks, Conservation Parks, oder firmieren unter etwelchen Fantasiebezeichnungen, was ein gemeinsames Marketing zugunsten der Einrichtung „Zoo“ nicht gerade erleichtert - und offenbar auch beim Publikum nicht überall gut angekommen ist. Zumindest heisst der im „Conservation Park“ umbenannte New Yorker Bronx Zoo heute wieder Bronx Zoo.

Im deutschsprachigen Raum verlief die Entwicklung etwas anders. Nur wenige Einrichtungen haben ein “grünes” Element in ihren Namen eingebaut (Görlitz, Rheine). Die große Mehrzahl hat ihren Namen – formell oder nur für Marketingzwecke – vom schwerfälligen “Zoologischen Garten” in “Zoo” abgeändert (Augsburg, Basel, Berlin, Dresden, Halle, Hannover, Hoyerswerda, Karlsruhe, Köln, Leipzig, Rostock, Saarbrücken, Salzburg, Zürich), von “Waldzoo” (Osnabrück), “Kleinzoo” (Hof) oder “Babyzoo” (Wingst) zu „Zoo“ gewechselt, oder aus dem “Tiergarten” (Heidelberg, Landau, Neunkirchen, Nürnberg), “Tierpark” (Dortmund, Eberswalde, Krefeld), “Vogelpark” (Schmiding), „Freigehege für Tierforschung“ (Kronberg) oder den “Tiergrotten“ (Bremerhaven) einen “Zoo“ gemacht. Ein paar andere haben ihren traditionellen Namen behalten, aber verweisen beim Marketing unmittelbar auf den Begriff „Zoo“ (Aachener Tierpark – Euregio Zoo, Tiergarten Schönbrunn – Vienna Zoo, Haus des Meeres – Aqua-Terra Zoo, Tierpark Hellabrunn – der Zoo der Stadt München, Natur- und Tierpark Goldau – der Zoo der Zentralschweiz). Einige (Duisburg) haben sich schon immer „Zoo“ genannt und manche verwenden „Zoo“ in Wortkombinationen (Allwetterzoo Münster, Alpenzoo Innsbruck, Aquazoo Düsseldorf). Dies hat dazu geführt, dass im deutschen Sprachgebrauch der Begriff „Zoo“ hauptsächlich mit den grossen, im VDZ organisierten Zoos assoziiert wird, also mit Institutionen, die ihre Tätigkeit an der Welt-Zoo- und Aquarium-Naturschutzstrategie ausrichten und somit für eine gewisse Qualität bürgen.

Dies soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Aussage von BJÖRN ENCKE, die Organisation der Zoos sei hinsichtlich Marketing anachronistisch, durchaus auch im deutschen Sprachraum zutrifft. Dass die Zoos ein „Konzern ohne Kommunikation“ sind, ist aber nur zum Teil den Zooverbänden anzulasten. Manche von diesen könnten zwar durchaus mehr und besser kommunizieren, dass aber die Botschaften der Verbände nicht gehört werden, hat mehr mit dem Verhalten der einzelnen Zoos zu tun. Hand aufs Herz, welcher Zoo im deutschsprachigen Raum zeigt im Eingangsbereich seines Internetauftritts die Logos von WAZA, EAZA, VDZ, OZO oder zooschweiz mit Links zu den entsprechenden Webseiten? Das sind nur ganz wenige (Aachen, Görlitz, Kronberg, Leipzig, Rostock, sowie Tallinn). Dafür findet man Links zu Rundfunkanstalten, Sparkassen, Kindermoden, Elektrizitätswerken, Lebensmittel-Grossverteilern, Hotels, Wohnbaugenossenschaften und Städtischen Kehrichtbeseitigungsbetrieben….

Währenddem sicher alle Urs Eberhard beipflichten werden, wenn er vom Nutzen von Labels aus Marketing-Sicht spricht, ist die tatsächliche Verwendung von Labels in der Zoowelt eine Katastrophe. Dass jeder Zoo ein Alleinstellungsmerkmal braucht und daher auch sein eigenes Logo pflegt, ist verständlich. Diese Notwendigkeit besteht aber für Zooverbände nicht. Es erstaunt deshalb etwas, dass sich bisher erst zooschweiz und OZO zu einem „Umbrella Branding“ unter WAZA entschlossen haben. Auch dass für jede Kampagne, jede Kooperation und viele Projekte eigene Logos geschaffen werden, stärkt das Label „Zoo“ nicht gerade.

Die Frage, was ein guter Zoo sei, von verschiedenen Standpunkten her anzugehen, wie es auf der Rigi der Brauch ist, war zielführend. Nach ausgiebiger Diskussion konnten sich die Teilnehmer auf eine kurze und prägnante Antwort einigen. Dies war möglich, weil die Welt-Zoo- und Aquarium-Naturschutzstrategie einen umfangreichen Katalog von Empfehlungen enthält, die sich direkt an Zoos und Aquarien richten. Wenn die Zoos diesen Empfehlungen nachleben, werden sie das Ziel erreichen, gute Zoos zu sein.

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Hybridization capture reveals evolution and conservation of the entire koala retrovirus genome.

PLOS ONE 9, e95633. doi:10.1371/journal.pone.0095633.

Abstract:

The koala retrovirus (KoRV) is the only retrovirus known to be in the midst of invading the germ line of its host species. Hybridization capture and next generation sequencing were used on modern and museum DNA samples of koala (Phascolarctos cinereus) to examine ca. 130 years of evolution across the full KoRV genome. Overall, the entire proviral genome appeared to be conserved across time in sequence, protein structure and transcriptional binding sites. A total of 138 polymorphisms were detected, of which 72 were found in more than one individual. At every polymorphic site in the museum koalas, one of the character states matched that of modern KoRV. Among non-synonymous polymorphisms, radical substitutions involving large physiochemical differences between amino acids were elevated in env, potentially reflecting anti-viral immune pressure or avoidance of receptor interference. Polymorphisms were not detected within two functional regions believed to affect infectivity. Host sequences flanking proviral integration sites were also captured; with few proviral loci shared among koalas. Recently described variants of KoRV, designated KoRV-B and KoRV-J, were not detected in museum samples, suggesting that these variants may be of recent origin.

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Dienstag, 05 November 2019 10:24

GEIGER, C. (2007)

Die „Hellabrunner Mischung“ im Vergleich mit MS 222 als Tauchbadnarkose bei verschiedenen Fischen.

Vet. med. Dissertation

v + 112 Seiten

Tierpark Hellabrunn, München
Betreuer: Prof. Dr. H. Wiesner
Klinik für Fische und Reptilien der Tierärztlichen Fakultät der LMU München
Vorstand: Prof. Dr. R. Hoffmann

Voller Text

Zusammenfassung:

In der vorliegenden Studie wurde eine Kombination aus Ketamin- und Xylazinhydrochlorid („Hellabrunner Mischung“ - HM; 1ml enthält etwa 100mg Ketamin und 125mg Xylazin) auf ihre Eignung zur Anwendung als Tauchbadnarkose bei Fischen untersucht. Beide Grundsubstanzen sind in Deutschland zur Anwendung bei Lebensmittel liefernden Tieren zugelassen. Die Wirksamkeit der HM wurde bei Koikarpfen (Cyprinus carpio), Regenbogenforellen (Oncorhynchus mykiss) und Kaiserbuntbarschen (Aulonocara stuartgrantii) überprüft und anschließend mit dem bei Fischen üblicherweise verwendeten Narkosemittel MS 222 (Tricain) verglichen.

Zur Ermittlung einer geeigneten Dosierung der HM wurden in Vorversuchen bei allen drei Fischarten die Parameter Anflutungszeit, Aufwachzeit, erreichte Narkosetiefe und die Häufigkeit von Exzitationen in der Anflutungs- und Aufwachphase bei verschiedenen Konzentrationen der HM im Narkosebad herangezogen. Die so für die Fischarten getrennt als optimal erkannte Dosis wurde in den Hauptversuchen bei 26 - 28 Tieren pro Fischart im Vergleich mit einer Standarddosis von MS 222 eingesetzt. Dabei wurde die eine Hälfte der Fische zunächst mit HM betäubt, die andere mit MS 222. Nach einer zweiwöchigen Ruhepause wurden die Untergruppen mit dem jeweils anderen Narkosemittel behandelt, sodass alle Fische je einmal mit der HM und einmal mit MS 222 untersucht werden konnten. Die Temperatur des Narkosebads war dabei den jeweiligen Haltungsansprüchen der Fischarten angepasst und daher unterschiedlich für Koikarpfen (20°C), Regenbogenforellen (10°C) und Kaiserbuntbarsche (25°C). Als ideale Dosis der HM für Forellen wurden 0,6 ml/l Wasser beurteilt, bei den Koikarpfen und Kaiserbuntbarschen jeweils 0,8 ml/l.

In den Hauptversuchen ließ sich mit diesen Konzentrationen bei allen drei Fischarten eine Induktion in weniger als 10 Minuten erreichen (6-9 Minuten), die Aufwachzeit dauerte einheitlich etwa 20 bis 24 Minuten. Außer bei den Forellen konnten auch tiefe Narkosestadien provoziert werden. Während der Anflutungsphase traten bei Kaiserbuntbarschen und Koikarpfen selten Erregungszustände, meist nur in Form von spuckenden Maulbewegungen, auf. Bei diesen beiden Fischarten verlief die Aufwachphase überwiegend ruhig. Die Forellen waren in der Einleitungsphase zu 92,3% verhaltensauffällig und in der Aufwachphase zu 57,7%. Die Narkosen mit MS 222 verliefen bei den Fischarten verschieden. Mit der als mittlerer Standard geltenden Dosis von 70 mg/l Wasser war bei den Kaiserbuntbarschen keine eindeutige Wirkung zu erreichen. Bei ihnen wurde deshalb die Dosis auf 116mg MS 222 /l erhöht. Die Induktion verlief mit 70mg MS 222 /l bei den Koikarpfen etwa gleichlang, bei den Forellen signifikant kürzer und bei den Buntbarschen mit 116mg MS 222 /l wesentlich länger als mit der HM. Alle drei Fischarten waren nach MS 222 schneller wach als nach der HM, die Buntbarsche hatten jedoch zuvor trotz der erhöhten Dosis in keinem Fall eine OPToleranz erreicht. Die Häufigkeit von Exzitationen war unter MS 222 insgesamt deutlich höher mit Ausnahme der Aufwachphase der Forellen.

Bei den Forellen war der Einsatz der HM zwar möglich, mit MS 222 in der Dosis 70 mg/l ließ sich eine Narkose bei dieser Fischart allerdings besser einschätzen und verlief wesentlich schneller. Bei den Koikarpfen und Kaiserbuntbarschen hingegen erwies sich die HM als sicher anzuwendendes Anästhetikum. Bei diesen beiden Spezies fiel die Beurteilung des erreichten Narkosestadiums mit der HM sogar leichter als unter MS 222. Bei den Kaiserbuntbarschen war die Wirkung des MS 222 völlig unzulänglich. Mit der HM dagegen konnten tiefe Narkosen, aus denen alle Tiere komplikationslos erwachten, erzielt werden. Speziesabhängig stellt die „Hellabrunner Mischung“ eine effektive und sichere Alternative zu herkömmlichen Tauchbadanästhetika dar.

Summary:

Hellabrunn mixture in comparison with MS 222 as immersion bath anaesthesia in different fish In this study a combination of ketamine- and xylazinehydrochloride (Hellabrunn mixture - HM; 1ml contains approximately 100mg ketamine and 125mg xylazine) was examined to find out if it is suitable to be applied in immersion bath anaesthesia. Both substances are registered for use in food animals in Europe. The effectiveness of this combination was tested on koicarp (Cyprinus carpio), rainbow trout (Oncorhynchus mykiss) and flavescent peacock (Aulonocara stuartgrantii) and afterwards compared with the commonly applied anaesthetic MS 222 (active substance: tricaine methane sulphonate).

To establish a suitable dose of HM the parameters induction time, recovery time, the achieved stage of anaesthesia, and the frequency of exzitative behaviour were measured during previous trials. The dose that was found to be working best in a fish species was then used with 26 to 28 animals in the main trials and afterwards compared with a standard dose of MS 222. This was done by first anesthetizing half of the group of each species with HM and the other half with MS 222. After a recovery period of 14 days both parts of the group were vice versa treated with the corresponding anaesthetic agent. This meant that each fish of all the three species was finally treated with both anaesthetics, HM and MS 222 and that there was a total number of anaesthetic protocols of 26 to 28 for each anaesthetic agent. The temperature of the immersion bath was always adapted to the physiological habitat of the fish, so that the temperature was different with koicarp (20°C), rainbow trout (10°C) and flavescent peacock (25°C). For rainbow trout a dose of 0.6 ml HM per litre proved to be ideally suited for this species as well as a dose of 0.8 ml HM/l for both koicarp and flavescent peacock. With these doses it was possible during the main trials to induce anaesthesia in less than 10 minutes (6-9 minutes) while recovery took 20 to 24 minutes. Excluding rainbow trout even deeper stages of anaesthesia could be provoked. During the induction period exzitative behaviour was almost never seen in koicarp and flavescent peacock unless some subtle changes of respiratory movements and ventilation rate. In both species recovery took place uneventfully. 92,3% of the rainbow trout showed abnormal behaviour during induction and so did 57,7% of them during recovery.

Anaesthesia with MS 222 was different in the course with the three species. Flavescent peacock did not show any response to the standard dose of 70mg MS 222/l. For this reason the dose was increased with this species to 116mg MS 222/l. With 70mg MS 222/l in koicarp induction time was the same as with HM. It was significantly shorter in rainbow trout and with 116 mg/l much longer in flavescent peacock in comparison to HM. All the three species did awake more rapidly after anaesthesia with MS 222 than with HM with the flavescent peacock never having reached any anaesthetic stage. Exzitative behaviour was observed more frequently under MS 222 excluding the induction period of rainbow trout. Application of HM in rainbow trout is possible, but with 70mg MS 222/l anaesthesia in this species is easier to control and more rapidly in its course.

In koicarp and flavescent peacock HM proved to be an anaesthetic easy to apply and safe. In both species the monitoring of the achieved anaesthetic stages was even easier with HM than with MS 222. In the flavescent peacock MS 222 was completely ineffective. In contrast using HM it was possible to induce even deeper stages of anaesthesia from which they recovered without any complications. Depending on the species HM is an effective and safe alternative to conventional immersion bath anaesthetics.

 

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Veterinary care of shoebills (Balaeniceps rex) in European zoos with special emphasis on the Zurich Zoo.

In: Conference of the American Association of Zoo Veterinarians, Minneapolis, USA,04 October 2003 - 10 October 2003, 271-273.

Volltext

Abstract

Information on the veterinary management of shoebills (Balaeniceps rex) is scarce. This is regrettable since this  species has never successfully been bred in captivity and zoos depend on imports from the wild. This certainly is a sign that their captive management is not yet satisfactory. This presentation is intended to improve the available data on shoebills by summarizing physiologic data measured in clinically healthy captive shoebills and by presenting successfully used medications, thus hopefully making a contribution to a improved captive management. The International Species Information System (ISIS) lists 18 animals that are kept in the United States of America (Cincinnati Zoo and San Diego Wild Animal Park), Japan (Ueno Zoological Gardens), and Europe (Frankfurt Zoo, Wuppertal Zoo, and Zurich Zoo). A single record of egg production outside its natural habitat exists from 1994 in the Stuttgart Zoo. Data presented originates from European Zoos that keep a total of four male and two female shoebills and of the Stuttgart Zoo, which at this time does not keep shoebills. Due to the fact that the only record of egg production originates from the Stuttgart Zoo and the important number of animals previously kept there, information from that institution has been included in this abstract. The birds currently living in European zoos are between 4-23 yr of age and they weigh between 5- 6.5 kg. All shoebills are apparently clinically healthy. Blood was repeatedly taken from a pair of shoebills at the Zurich Zoo and values have been summarized in Table 1. Regarding hematology it was noted that the white blood cell count including basophile count was high compared to other storks and that lymphocytes were comparatively OW.  Further blood analyses will be needed to ascertain this observation and allow for interpretation. Elevated uric acid values with large standard deviation as found in the studied shoebills are consistent with carnivory. Regarding blood values it was recently published, that the shoebill, which phylogenetically still is an enigma, was found to contain as its dominant biliary bile acid 16-alpha- hydroxychenodeoxycholic acid, a heretofore undescribed bile acid. A search for this novel bile acid in other Ciconiiformes showed that it constituted > 92% of biliary bile acids in five of nine herons in the Ardidae, but was absent in all other families (Ciconiidae, Threskiornithidae, Scopidae, Phoenicopteridae). The presence of this biochemical trait in the shoebill and certain herons suggests that these birds are closely related. Two animals at the Zurich Zoo underwent surgical sexing under isoflurane anesthesia without apparent problems. Veterinary problems in the study population are mainly related to the legs with mild to severe pododermatitis and hyperkeratosis. From observations in the study population it appears that offering soft flooring is the best prophylaxis and treatment. At the Zurich Zoo two animals developed hyperkeratosis on the tibiotarsus and tarsometatarsus. The problem resolved within 2 mo under weekly treatment with an ointment that contained salicylic acid. In all institutions superficial trauma occurred as a result of interspecific aggression. Dressing of the wounds was the method of choice and was always successful. As with other birds, shoebills are very susceptible to aspergillosis. Furthermore, four cases of arteriosclerosis have been described. Medications which repeatedly have been successfully used in shoebills in European zoos are listed in Table 2.

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Montag, 04 November 2019 14:20

DOLLINGER, P. (2000)

Recherche vétérinaire en établissement zoologique.

Tierärztliche Forschung in zoologischen Einrichtungen.

SNDPZ Zoo-Sciences 2000 - Amiens 11, 12 et 13 Octobre 2000

Volltext (deutsche Übersetzung, PDF)

Zusammenfassung

Tierärztliche Forschung in zoologischen Einrichtungen dient der Vergrösserung des Grundlagenwis-sens, dem Schutz von Tier und Mensch im Zoo und der Bewirtschaftung und Erhaltung der Wildfau-na. Sie deckt ein weites Feld von Forschungsaktivitäten ab und hat in den letzten Jahrzehnten erhe-lich an Bedeutung gewonnen. Sie wurde dadurch gefördert, dass das IZW, die EAZWV, die AAZV und andere Organisationen regelmässig wissenschaftliche Veranstaltungen zur Aus- und Weiterbildung ihrer Mitglieder durchführen. Das Potential wurde durch die nationale und Internationale Zu-sammenarbeit von Zootierärzten untereinander und die Zusammenarbeit zwischen Zootierärzten und Spezialisten der Universitäten, anderer Forschungsinstitute oder der Industrie erhöht, es ist aber zweifellos noch nicht ausgeschöpft.

Résumé

La recherche effectuée par des vétérinaires dans des zoos sert à accroître les connaissances fondamentales, à protéger l'animal et l'homme au zoo et à acquérir des connaissances pour la gestion et la conservation de la faune sauvage. Cette recherche, qui couvre un vaste champ d'activités, a gagné en importance au cours des dernières décennies. Elle a été encouragée par la tenue régulière de congrès de formation et de perfectionnement, organisés par des instituts (IZW), des associations (EAZWV, AAZV) et par d'autres organisations. La collaboration nationale et internationale entre vétérinaires de zoos et celle entre ces vétérinaires et des spécialistes travaillant dans les universités, les instituts de recherche et l'industrie ont permis d'accroître le potentiel de recherche, un potentiel qui n'est certainement pas encore épuisé.

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Mittwoch, 12 Dezember 2018 23:42

WEINBERGER, I. & BAUMGARTNER, H. (2018)

Der Fischotter - Ein heimlicher Jäger kehrt zurück.

1. Auflage 2018
256 Seiten, rund 145 Abbildungen, 20 Karten, 10 Grafiken

Haupt Verlag, Bern. ISBN: 978-3-258-08084-0

Inhalt:

Der Fischotter hat ein bewegtes Jahrhundert hinter sich. Anfänglich wurde er rigoros verfolgt. Als er vielerorts ausgestorben war, wurde der Fischotter zum Symboltier für die bedrohte Natur. Doch kaum geht es ihm wieder besser, macht er sich in manchen Kreisen erneut als Fischräuber unbeliebt. Die Tierart scheint niemanden kaltzulassen. Doch was wissen wir eigentlich über den Fischotter? Mit seinem vornehmlich nachtaktiven und heimlichen Leben entzieht er sich weitgehend der Beobachtung.

Dieses Buch stellt die Geschichte, Biologie und Ökologie des Fischotters vor. Es beschreibt seine Lebensweise, zeichnet die Geschichte seiner Ausrottung und Rückkehr nach und diskutiert die Herausforderungen, die das Zusammenleben mit dem anpassungsfähigen Wassermarder in unserer Gewässerlandschaft mit sich bringt.

Gehe zu Fischotter (Lutra lutra)

 

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The Pygmy Hippopotamus Choeropsis liberiensis (Morton, 1849): Bringing to Light Research Priorities for the Largely Forgotten, Smaller Hippo Species.

Das Zwergflusspferd Choeropsis liberiensis (Morton, 1849): Überblick der Literatur und wichtige Forschungsthemen für das oft vergessene kleinere Flusspferd.

Zool. Garten N.F. 84 (2015): 234-265. ISSN 0044-5169.

Abstract:

An endangered species, the pygmy hippo (Choeropsis liberiensis Morton, 1849) has been housed in captivity since the early 1900s, but systematic, prospective research and peer-reviewed literature remain limited in comparison to other IUCN-listed, charismatic mega fauna. There are just over 350 animals in the ex situ population worldwide, so it is an uncommon resident in zoological collections compared to the larger, ‘common’ or Nile hippo (Hippopotamus amphibius).

Most published information for the pygmy hippo constitutes descriptive accounts of first-hand experiences in various zoological institutions. Here we review, analyze and provide a synthesis of the pertinent literature, aiming to identify and prioritize focal research topics for optimizing ex situ management. The pygmy hippo is continually reported to breed well and thus long-term survival of the species, at least in captivity, is assumed, although we identify several reasons to exercise caution.

Further, we demonstrate that the common perception amongst zoological institutions that the pygmy hippo is easy to manage and experiences limited health and husbandry issues is erroneous. Specific issues affecting the captive population with potential negative implications for long-term sustainability include polycystic kidney disease (PKD), a female-biased sex ratio, obesity, a high neonatal mortality rate, and failure of many breeding pairs to reproduce. We identify several research priorities to help address these concerns, and how the resulting information can be applied to improve management, health and welfare of pygmy hippos in captivity.

 

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Dienstag, 28 April 2015 14:42

Fossa-Fonds

Die ausschließlich auf Madagaskar vorkommende Fossa war ursprünglich auf der ganzen Insel weit verbreitet. Der einzelgängerisch lebende, elegante Jäger stellt seinen Beutetieren in den verbliebenen Waldregionen der Insel nach. Der Bestand der Fossa leidet dramatisch unter der kontinuierlichen Lebensraumzerstörung durch den Menschen. In den landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebieten des zentralen Hochlandes fehlen Fossas heutzutage gänzlich. Darüber hinaus sind sie bei den Madagassen als Räuber von Hausgeflügel verhasst und werden bejagt. Aktuelle Schätzungen gehen von einem Bestand unterhalb von 2500 Tieren aus. Die IUCN klassifiziert die Art entsprechend als „gefährdet“ in ihrer Roten Liste und erwartet weiterhin sinkende Bestandszahlen.

Fossa-Fonds zum Schutz des größten Raubtieres auf Madagaskar

Zoo Duisburg und andere

AFR-2015-08 Fossa 2 Zuchtstation Antananarivo
Fossa-Zuchtstation im Zoo von Antananrivo © Chances for Nature

 

 

 

AFR-2015-08 Fossa 3 Freilandforschung
Freilandforschung an der Fossa © Chances for Nature

 

 

 

AFR 2015 08 Fossa GPS transects CfN
GPS-Koordinaten von Fossakot, der entlang von Transekten im Rahmen des Monitorings im verbliebenen Kirindy-Wald (grün: Waldfläche) gefunden wurde © Chances for Nature

 

 

 

AFR-2015-08 Fossa 4 Bildergeschichte
Bildergeschichte für Kinder über die Fossa als Wächter des Waldes © Chances for Nature

 

 

 

AFR-2015-08 Fossa 5 Mobilkino
Das mobile Kino dient der Sensibilisierung für Umweltprobleme © Chances for Nature

 

 

 

AFR-2015-08 Fossa 6 Baumaterial
Madagassen bei der Auswahl von Baumaterialien für die Öko-Öfen © Chances for Nature

 

 

 

AFR-2015-08 Fossa 7 Ofenbau
Bau der ökologischen Öfen © Chances for Nature

 

 

 

AFR 2015 08 Fossa proof chicken den CfN
Im Rahmen des Projekts errichteter fossasicherer Hühnerstall © Chances for Nature

Aufgrund seiner herausragenden Zuchterfolge wurde dem Zoo Duisburg im Jahre 1994 das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für die Fossa übertragen, mit dem Ziel, eine genetisch intakte Population in Menschenobhut aufzubauen. Sechs Jahre später folgte das Internationale Zuchtbuch. Der derzeitige Weltbestand (Stand: Anfang 2020) in 69 Zoologischen Gärten und Zuchtzentren setzt sich aus knapp 140 Tieren zusammen, die knapp zur Hälfte in Europa, zu etwa zwei Fünfteln in Nordamerika und etwa einem Zehntel in Asien und Madagaskar gehalten werden. Vergleichsweise lebten 1975 gerade einmal acht Tiere in drei Zoos weltweit!

Zeitgleich mit der Errichtung des EEPs startete der so genannte Fossa-Fonds, in den die teilnehmenden Zoologischen Gärten einzahlen, um Naturschutzmaßnahmen auf Madagaskar zu fördern. In- und ex-situ-Projekte – sowohl solche im ursprünglichen Lebensraum  als auch im Zoo – sollten von Anfang an Hand in Hand gehen. Mit Mitteln aus dem Fonds und tatkräftiger Hilfe von Duisburger Pflegern wurde beispielsweise eine Zuchtstation im Zoo der Hauptstadt Madagaskars errichtet.

Etliche wissenschaftliche Arbeiten wurden initiiert und abgeschlossen, um grundlegende und verlässliche Freiland-Daten über eine in ihrer allgemeinen Biologie und Ökologie weitgehend unerforschten Raubtierart zu erheben. Eine im Jahr 2012 abgeschlossene, vom Fossa Fonds mitfinanzierte Doktorarbeit  über die soziale Organisation sowie das einzigartige Paarungsverhalten der Fossa im Freiland erbrachte faszinierende wie alarmierende Erkenntnisse (LÜHRS 2012). Ende 2014 kam schließlich eine Dissertation aus der veterinärmedizinischen Abteilung des Zoo Duisburg zum Abschluss, bei der eine Injektionsnarkose für die Fossa erfolgreich etabliert wurde, die möglichst sicher und komplikationslos ist und sich auch unter Feldbedingungen anwenden lässt (LANGER 2014).

Ungeachtet der Bedeutung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse darf nicht vergessen werden, wie wichtig die Arbeit mit den bedürftigen Menschen vor Ort ist. Aufgrund der fortschreitenden Lebensraumzerstörung und einhergehenden Reduktion der Fossa-Bestände auf Madagaskar sind die Verantwortlichen im Zoo Duisburg daher ständig auf der Suche nach Möglichkeiten, wo sich der Fossa-Fonds vermehrt in diesen Bereich des Naturschutzes einbringen kann. So entstand 2014 eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem deutschen Verein „Chances for Nature e.V.“, der es sich zum Ziel gesetzt hat, nachhaltige Konzepte und Ideen zum Schutz von Lebensräumen und biologischer Vielfalt zu entwickeln und diese gemeinsam mit den Menschen vor Ort umzusetzen. Dabei steht das Miteinander von Mensch und Natur im Vordergrund. Die Arbeit des Vereins setzt vor allem solche Konzepte und Ideen um, die es den Menschen vor Ort erlauben, von der biologischen Vielfalt ihrer Heimat und deren Schutz zu profitieren. Dabei sollen die Pflege und der Erhalt einer intakten Umwelt neue Einkommensmöglichkeiten erschließen.

Chances for Nature setzt dort an, wo es der Natur und den Bäumen sprichwörtlich an den Kragen geht: um das Ausmaß illegal gefällter Bäume zur Gewinnung von Holzkohle zu minimieren, die die Madagassen für den Betrieb traditioneller Öfen verwenden, wird in der Region Menabe eine ressourceneffizientere Version eines Ofens propagiert. Menabe liegt im Westen Madagaskars und wartet mit einer einzigartigen Flora und Fauna auf, darunter die Fossa. Im Rahmen von Workshops erlernen Madagassen die Herstellung der Öfen mit Materialien aus der Umgebung.  Im Vorfeld wurde dazu von den Projektleitern eine detaillierte Analyse der Eignung der Böden im Gebiet ausgesuchter Dörfer gemacht und ein Prototyp entwickelt. Einzelne Schritte während des Workshops beinhalten das Suchen und Erkennen von brauchbaren Böden, die Verarbeitung der Rohmaterialien und Mischen derselben, die Herstellung der Einsätze sowie der metallischen Hülle und letztlich ihr Zusammenfügen. Neben einem Zertifikat für die Teilnehmer erhalten die Bürgermeister der Dörfer darüber hinaus die notwendigen Werkzeuge für die Herstellung weiterer Öfen. Die Teilnehmer haben somit die Möglichkeit, das Erlernte weiter anzuwenden.

Während des Workshops wurden verschiedene Dörfer mit einem mobilen Kino besucht und für ihre Umwelt und nachhaltige Ressourcennutzung sensibilisiert. Chances for Nature hatte dafür in der Vergangenheit einen Film in der Landessprache Malagasy erstellt. Der Film spricht zahlreiche Probleme an wie beispielsweise die Brandrodung und zeigt die verheerenden Konsequenzen für Mensch und Natur auf. Er verweist insbesondere auf alternative, nachhaltige Techniken: So erfahren die Zuschauer anhand einer PowerPoint-Präsentation, wie ökologische Öfen hergestellt werden.  Weiterhin wurden zwei Präsentationen über die Fossa erstellt und in den Dörfern gezeigt. Die erste Präsentation zeigt eine Bildergeschichte über die Fossa als Wächter des Waldes. Die Geschichte ist auf mehrere PowerPoint-Folien aufgeteilt und wird als Bildergeschichte mit dem mobilen Kino auf die Leinwand projiziert. Die Kinder im Dorf lesen dann abwechselnd jeweils eine Folie vor und sind so aktiv an der Präsentation beteiligt. Die zweite Präsentation beinhaltet einige Fakten über die Fossa wie Größe, Ernährung sowie Verhalten und stellt gleichzeitig ein Quiz dar. Die vorgetragenen Inhalte werden so interaktiv mit den jeweiligen Dorfbewohnern diskutiert. Der Film, die Präsentationen und das Quiz über die Fossa stoßen grundsätzlich auf große Begeisterung. Der Strom für die Filme und Präsentationen kommt von einem pedalgetriebenen Generator, der mit Mitteln des Fossa-Fonds angeschafft wurden. Zudem werden Umweltcamps für Schulkinder - Projekttitel „Little Rangers“ – durchgeführt, in denen den Kindern die einheimische Fauna und Flora und das Ökosystem nahegebracht, aber auch über dessen Gefährdung und Möglichkeiten, diesen entgegenzuwirken, aufgeklärt wird.

Ein Hauptgrund für die Bejagung der Fossa ist, dass sie oftmals Nutztiere reißt, insbesondere Hühner. Um dem entgegenzuwirken, wurden fossasichere Hühnerställe errichtet die Dorfbewohner in der Hühnerhaltung geschult. Zudem wird so das Einkommen der lokalen Bevölkerung verbessert, die die Hühner unter anderem an die lokale Forstbehörde CNFEREF für die Verpflegung von Touristen verkaufen können.

Der Zoo Duisburg wird im Verbund mit den europäischen Haltern mittels des Fossa-Fonds die Zusammenarbeit mit Chances for Nature zukünftig intensivieren und seinen finanziellen Beitrag leisten, um die vielversprechenden Aktionen ausweiten zu können: Zum Schutz einer Flaggschiffart, die es ohne greifende Schutzmaßnahmen auf Madagaskar und ohne eine Reservezucht in Menschenobhut ansonsten nicht bis ins nächste Jahrhundert schaffen wird.

Text: Dr. Jochen Reiter / Johannes Pfleiderer

Literatur und Internetquellen:

LANGER, S. (2014)   
LÜHRS, M-L. (2012)

www.chancesfornature.org/
de-de.facebook.com/fossaschutz

Tierart-Datenblatt: Fossa (Cryptoprocta ferox)

Lebensräume: Madagaskar

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chwarzfusskatze - Black-footed cat

The German wildlife information system: population densities and development of European Hare (Lepus europaeus PALLAS) during 2002–2005 in Germany.

European Journal of Wildlife Research, February 2008, 54 (1): 142-147.

Abstract:

The German Wildlife Information System, founded in 2001, is a long-term monitoring program documenting occurrence, number, and development of game populations throughout Germany. Population numbers are recorded by standardized counting methods in so-called reference areas. The population densities of the European hare are calculated by spotlight strip censuses in the reference areas each spring and autumn all across Germany. From 2002 to 2005, the censuses were carried out by local hunters in 510 to 676 reference areas each year. During these years, the calculated spring densities increased significantly from 11.0 (2002) to 14.5 hares/km2 (2005) nationwide. The overall increase in spring densities was primarily caused by the population rise from spring 2003 to 2004, which correlates with the high net growth rate in 2003. In 2005, the number of counted hares varied between less than 1 and more than 107 hares/km2 in spring and between 0 and more than 170 hares/km2 in autumn. Because of differing landscapes in Germany, three regions were differentiated. In spring 2005, the average population densities (median) in East Germany (5.4 hares/km2) and Southwest Germany (14.6 hares/km2) were significantly lower than in Northwest Germany (23.9 hares/km2). These regional differences had been similarly distinct in former years.

 

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