Samstag, 10 Oktober 2020 07:45

Fließgewässer

(9.0) Allgemeines
(9.1) Seen und Stauhaltungen

(9.2) Fließgewässer
(9.2.1) Forellenregion
(9.2.2) Äschenregion
(9.2.3) Barbenregion
(9.2.4) Brachsenregion
(9.2.5) Kaulbarsch-Flunder-Region

(9.3) Flachseen
(9.4) Kleingewässer
(9.5) Feuchtgebiete

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Fließgewässer Fliessgewässer

Das Schema der Fischregionen ist an Fließgewässern Deutschlands und Belgiens erarbeitet worden und hat für andere Regionen nur beschränkte Gültigkeit. Als Folge der vielen Stauhaltungen sind die einzelnen Regionen nicht mehr so klar getrennt wie früher

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Forellenregion

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Gasterenbach, ca.1380 m.ü.M, Berner Oberland © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

EUR-09-02-01 schwarzwasser
Schwarzwasser, 580 m.ü.M., Naturschutzgebiet Schwarzwasser-Sensegraben, Kt. Bern © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Die Gorges du Tarn bei Castelbouc, Forellenregion in Südfrankreich © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Quellgebiet von Gebirgsbächen in Höhenlagen von bis zu über 2000 m.ü.M., von Gebirgsflüssen oder von klaren Wiesenbächen in tieferen Lagen und die oberen Bereiche dieser Gewässer. Starkes Gefälle von 4.5-50 ‰, Gewässerbreite 1 bis etwa 25 m, Wasser kühl, im Sommer je nach Höhenlage bis 10˚C oder etwas darüber, sauerstoffreich und, außer während der Schneeschmelze, klar. Der Boden besteht überwiegend aus Fels, Geröll oder grobem Kies.

Tierwelt:

Bachforelle (Salmo trutta f. fario), Groppe, der aus Nordamerika eingeführte Bachsaibling, in tieferen Lagen auch Elritze, Schmerle , Gründling (Gobio gobio), Laube, Steinbeißer (Cobitis taenia) und Bachneunauge (Lampreta planeri).

Wasseramsel, Berg- und Bachstelze (Motacilla cinerea, M. alba).

Der südfranzösische Tarn, der in den Cevennen entspringt und in die Garonne mündet, ist mit einem mittleren Gefälle von etwa 4 ‰  ein Forellen- und Äschengewässer, in dem man weitgehend auf dieselben Arten wie in Mitteleuropa (Forelle, Äsche, Elritze, Gründling, Groppe, Hasel, Döbel) trifft. In den ruhigeren Flussabschnitten im Unterlauf tritt anstelle der Flussbarbe die Forellenbarbe (Barbus meridionalis).

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Äschenregion

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Aare bei Rubigen, ca. 515 m.ü.M., Kt. Bern © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Aare beim Zusammenfluss mit der Saane, 463 m.ü.M., Kt. Bern © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Der Abschnitt unterhalb der Forellenregion. Die Gewässer sind breiter, bis zu etwa 100 m, das Gefälle weniger stark (1.25-7.5 ‰) und das Wasser etwas weniger kalt, im Sommer selten über 15ºC. Der Boden besteht hauptsächlich aus grobem oder feinerem Kies, stellenweise hat es Wasserpflanzen, die Unterschlupf und Nahrung für Insektenlarven und Kleinkrebschen bieten.

Tierwelt

Charakterfisch ist die Äsche (Thymallus thymallus), daneben hat es Fische der Forellenregion, die aus Nordamerika eingeführte Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss), in tieferen Lagen auch Huchen bzw. Lachs (Salmo salar), Nase, Alet, Quappe (Lota lota), Hecht und Rapfen (Aspius aspius).

Gänsesäger, Wasseramsel, Berg- und Bachstelze (Motacilla cinerea, M. alba)

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Barbenregion

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Alte Aare bei Safnern, 425 m.ü.M., Kt. Bern © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Aare bei Büren, ca. 424 m.ü.M., Kt. Bern © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Der Abschnitt unterhalb der Äschenregion. Der Bach ist hier zum Fluss geworden. Das Wasser ist immer noch relativ schnellfließend und sauerstoffreich, weist ein geringes Gefälle von 0.33-3 ‰ und in der warmen Jahreszeit Temperaturen von über 15˚C auf. Der Bestand an Wasserpflanzen hat zugenommen und oft hat es einen Schilfgürtel entlang den Ufern. Der Boden besteht aus grobkörnigem Sand oder Kies.

Tierwelt:

Charakterfisch ist die Flussbarbe (Barbus barbus), daneben leben hier Fische der Forellenregion sowie Rotauge (Plötze, Schwale) und Rotfeder, Schneider, Aal, Flussbarsch, Nase, Zander, Streber, Roi du Doubs (Zingel asper) und andere Barscharten.

Gänsesäger, Eisvogel, Wasseramsel, Berg- und Bachstelze (Motacilla cinerea, M. alba)

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Brachsenregion

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Rhône bei Pont-Saint-Esprit ca. 35 m.ü.M. © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Vechte bei Nordhorn, ca. 15 m.ü.M. © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Hier, im Unterlauf des Flusses, fließt das Wasser langsamer in einem ziemlich gleichmäßig tiefen Gerinne. Das Gefälle beträgt bis zu 1 ‰. Das Wasser ist of trübe, kann im Sommer wärmer als 20˚C werden, im Winter aber gefrieren. Der Sauerstoffgehalt in Nähe des sandigen oder schlammigen Bodens ist eher tief. Die Ufer sind stark bewachsen und dienen vielen Fischen als Kinderstube. Insgesamt ist dies die fischreichste Region eines Flusses.

Tierwelt

Charakterfisch ist der Brachsen (Abramis brama), daneben gibt es viele andere Karpfenfische, wie z.B. den Karpfen selbst, die Schleie, die Karausche, das Rotauge, die Rotfeder, die Laube, die Blicke oder die ZiegeFlussbarsch und Zander gedeihen hier besser als in der Barbenregionen. Auch der größte Raubfisch unseres Süßwassers, der Wels, findet sich hier, und früher war die Region das Laichgebiet von Stör und Maifisch.

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Kaulbarsch-Flunder-Region

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Graugänse an der Elbe bei Glückstadt, 0 m.ü.M. © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

EUR-09 elbe bei brokdorf
Elbe bei Brokdorf , 0 m.ü.M. © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Silberreiher (Casmerodius albus) in der Kleinen Rhone bei Les Stes. Maries-de-la-Mer, ca. Mittelmeerhöhe © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Mittelmeer-Silbermöwen (Larus cachinnans) in der Kleinen Kleine Rhone bei Les Stes. Maries-de-la-Mer, ca. Mittelmeerhöhe © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Der Brackwasserbereich der Mündungsgebiete wird auch als Kaulbarsch-Flunder-Region bezeichnet. Sie hat kein Gefälle und ist charakterisiert durch wechselnde Wasserführung und schwankenden Sauerstoff- und Salzgehalt bedingt durch die Wirkung der Gezeiten. Im Sommer wird das Wasser 20 und mehr °C warm. Der Untergrund kann aus feinem Sand, Kies oder Schlamm bestehen. Zu dieser Region gehören Tidenflüsse wie die Elbe ab dem Wehr Geesthacht, die Stör ab Kellinghusen, die Oste ab Bremervörde, die Weser ab Hastedt, die Hunte unterhalb von Oldenburg, die Ems ab Herbrum, der Unterlauf des Rheins, und der Eider.

Tierwelt:

Früher war der Europäische Stör von großer Bedeutung für die Fischerei in den Unterläufen der europäischen Flüsse, etwa bis in die 1930erJahre in der Elbe, wo er heute ausgestorben ist. Im Rhein verschwand er in den 1940/50er-Jahren, und in der der Eider, erlosch der letzte autochthone Störbestand Deutschlands 1969. Den letzten natürlichen Restbestand des Europäischen Störs gibt es im Gironde-Garonne-Dordogne-Gebiet in Frankreich. Seit einigen Jahre laufen Programme zur Wiederansiedlung der Art in Elbe und Oder.

In der Kaulbarsch-Flunder-Region finden sich heute, neben den namengebenden Kaulbarsch (Gymnocephalus cernua) und Flunder (Platichthys flesus), Arten der Brachsenregion sowie Stichlinge (Gasterosteus aculeatus, Pungitius pungitius) und Meeräschen.

In der entsprechenden Region der Rhone gibt es neben Wels, Zander, Hecht, Aal, StichlingMaifisch und Meeräsche auch Seenadel (Syngnathus abaster), Wolfsbarsch, Sardine (Sardina pilchardus), GeißbrasseGoldbrasse und Seezunge (Solea solea).

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Literatur und Internetquellen

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Samstag, 10 Oktober 2020 07:45

Seen und Stauhaltungen

(9.0) Allgemeines
(9.1) Seen und Stauhaltungen
(9.1.1) Hochgebirgsseen
(9.1.2) Bergseen
(9.1.3) Seen der mittleren Höhenlagen
(9.1.4) Tieflandseen
(9.1.5) Altwasser
(9.1.6) Stauhaltungen
(9.2) Fließgewässer
(9.3) Flachseen
(9.4) Kleingewässer
(9.5) Feuchtgebiete

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Seen und Stauhaltungen

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Blesshüher (Fulica atra), Reiherenten (Aythya fuligula) und Gänsesäger (Mergus merganser) im Botshafen von Spiez am Thunersee © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Seen sind stehende Gewässer, die mindestens 10 m tief sind, in denen das Wasser geschichtet ist und die über eine durch eine gleichmäßig kühle Wassertemperatur gekennzeichnete Tiefenzone verfügen, in der keine Wasserpflanzen gedeihen können. Stauseen sind künstlich angelegte Wasserspeicher, in denen der Wasserstand starken Schwankungen unterworfen sein kann. Je nach Art der Bewirtschaftung sind sie als Lebensraum für Fische mehr oder weniger geeignet.

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Hochgebirgsseen

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Triebtensee 2365 m.ü.M., im Hintergrund Oberaar-Stausee, 2303 m.ü.M. Berner Oberland © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Hochgebirgsseen liegen oft in 2000 m Höhe und darüber. Sie sind meistens während 6-9 Monaten mit Eis und Schnee bedeckt. Bevölkert werden sie, soweit sie für Fische erreichbar sind oder diese vom Menschen eingesetzt wurden, von Bachforelle, Groppe, Seesaibling und Elritze. In der aus 23 Einzelseen bestehenden Seenplatte von Macun im Schweizer Nationalpark leben Elritzen sowie ursprünglich eingesetzte Forellen und Kanadische Seesaiblinge auf über 2600 m Höhe. Sie ernähren sich von Zuckmückenlarven, Erbsenmuscheln, Land- und Wasserkäfern sowie Anflugnahrung.

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Bergseen

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Silsersee, 1797 m.ü.M., Tiefe 71 m. Oberengadin, Kt. Graubünden © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Die tiefer gelegenen Bergseen entsprechen als Lebensraum in etwa der Forellen und Äschenregion. Zusätzlich zu den in Hochgebirgsseen anzutreffenden Fischarten vermögen sich unterhalb von 2000 m.ü.M. auch die Äsche und die Bartgrundel zu halten. In manche Bergseen eingesetzt wurden die aus Nordamerika stammende Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss) und der Kanadische Seesaibling.

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Seen der mittleren Höhenlagen

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Stockenten (Anas platyrhynchos) am Starnbergersee, 584 m.ü.M., Tiefe 127 m. Bayern © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Personenschiffahrt auf dem Brienzersee im Berner Oberland, 564 m. ü. M., Tiefe 261 m © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

EUR 09 00 worthersee PD1
Der Wörthersee, 439 m.ü.M., Tiefe 85 m, ist einer der wärmsten Alpenseen Österreichs © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Silberreiher (Casmerodius albus) bei Champs-Pittet, Neuenburgersee, 429 m ü. M., Tiefe 152 m. Kt. Waadt © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

EUR-09-01-03 Lago maggiore
Lago Maggiore mit Isola di Brissago von Ronco aus. Kt. Tessin © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

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Lago di Como mit Halbinsel von Bellagio Lombardei, Italien © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

In den tieferen Lagen der Alpen, im Alpenvorland und im Schweizer Mittelland gibt es eine Reihe recht tiefer Seen, so z.B. in Österreich: Zeller, Millstätter, Ossiacher, Mond- und Wörthersee; in Bayern: Starnberger, Ammer- und Chiemsee; in der Schweiz: Thuner-, Vierwaldstätter-, Neuenburger-, Zürich- und Genfersee und schließlich das "Schwäbische Meer", der trinationale Bodensee. Diese Seen sind durch relativ kaltes, sauerstoffreiches Wasser charakterisiert.

Tabelle: Seen der mittleren Höhenlagen

Tierwelt:

Im meist schmalen Uferbereich der Alpen- und Voralpenseen leben BarscheHechte und verschiedene Weißfische. Im Freiwasserbereich dominieren die verschiedenen, oft für einzelne Seen spezifischen Felchen. Ferner hat es Seeforellen (Salmo trutta lacustris), Seesaiblinge und Äschen. In Seen unter etwa 450 m Höhe nimmt die wirtschaftliche Bedeutung des - am Bodensee "Kretzer" genannten - Flussbarschs zu. Diese Seen sind mit die wichtigsten Überwinterungsgebiete für Enten aus Skandinavien und Sibirien. Allein in der Schweiz überwintern 147'000 Tafel- und 176'000 Reiherenten.

Seen südlich der Alpen

Die auf etwas geringerer Höhe (z.B. Lago d'Orta 290 m.ü.M., Lago Maggiore 193 m.ü.M., Gardasee 65 m.ü.M.) liegenden Seen des südlichen Alpenrandes sind zumeist sehr tief (Lago di Como bis 425 m, Lago Maggiore bis 372 m, Gardasee bis 346 m). Im Sommer erwärmt sich das Oberflächenwasser deutlich stärker als das Tiefenwasser. Es kann ohne weiteres 20°C erreichen, währenddem das "Hypolimnion" des Sees homogen 4°C kühl bleibt. Dadurch wird der Wasseraustausch zwischen unteren und oberen Schichten im Sommer unterbunden.

Tierwelt:

Die südlichen Alpenrandseen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Fischfauna deutlich von jenen nördlich der Alpen. Die Felchen fehlen, soweit sie nicht vom Menschen eingesetzt wurden. Andererseits lebt hier mit der Cagnetta (Salaria fluviatilis) ein Schleimfisch, den man eher im Meer, sowie der Ghiozzo eine Grundel, die man eher in der Brackwasserzone erwarten würde. Viele Gattungen sind durch mittelmeertypische anstelle der bei uns heimischen Arten vertreten. Der auf 850 m Höhe gelegene Prespasee, ein Grenzgewässer Griechenlands, Albaniens und Nordmazedoniens beherbergt die europaweit größte Brutkolonie des Krauskopfpelikans.

Tabelle Fische nördlich und südlich der Alpen

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Tieflandseen

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Ruppiner See, 36,5 m.ü.M., max. Tiefe 23 m. Brandenburg © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

In Deutschland befinden sich die Tieflandseen hauptsächlich in Mecklenburg-Vorpommern und in Brandenburg. Der größte See der Mecklenburger Seenplatte ist die auf 62 m.ü.M. gelegene Müritz mit einer Fläche von 11'260 ha, einer maximalen Tiefe von 31 und einer mittleren Tiefe von 6.5 m. Nebst einigen weiteren größeren Seen handelt es sich meist um Kleinseen mit einer Wassertiefe von unter 10 m. In den tieferen Seen ist die Kleine Maräne (Coregonus albula) der wichtigste Fisch der Freiwasserzone. In den meist breiten, bewachsenen Uferzonen leben Hecht, Flussbarsch, Brachsen und verschiedene andere Karpfenfische.

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Altwasser

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Aare-Altwasser, Naturschutzgebiet Häftli, Kt. Bern © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Altwasser sind durch natürliche Ursachen oder wasserbauliche Massnahmen abgetrennte Nebenarme eines Flusses mit stehendem Wasser. Sie befinden sich oft in sumpfigen Auen, sind stark mit Wasserpflanzen bewachsen und wegen ihrer relativ geringen Ausdehnung und geringen Tiefe am ehesten mit einem Kleinsee vergleichbar.

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Stauhaltungen

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Höckerschwan im Wohlensee (Stauhaltung der Aare), 481 m.ü.M. Kt. Bern © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Der Mittellauf vieler Flüsse wird mittels Niederdruckkraftwerken zur Elektrizitätsgewinnung genutzt. Dadurch entstehen in der Barbenregion langgestreckte langsam fliessende Gewässer mit einer Tiefe von bis zu 15 m, deren Biozönosen jenen der Brachsenregion entsprechen, wobei das Artenspektrum sehr groß sein kann (Beispiel Wohlensee bei Bern: Bachforelle , Regenbogenforelle, Bachsaibling, Felchen, Flussbarsch, Hecht, Trüsche, Flussbarbe, Alet, Karpfen, Schleie , Brachse, Rotauge, Rotfeder, Hasel).

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Literatur und Internetquellen

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Samstag, 11 April 2020 13:13

KLEINLOGEL, Y. (2008)

Grundlagen zum Wisent in der Schweiz.

157 Seiten, 32 Abbildungen, 16 Tabellen.
Dokumentation erstellt im Auftrag von Pro Natura BernAugust 2008© Pro Natura Bern, Schwarzenburgstr. 11, 3007 Bern.

Die Dokumentation umfasst folgende Kapitel:

1.DIE URSPRÜNGLICHE VERBREITUNG DES WISENTS
2.AKTUELLE VERBREITUNG DES WISENTS
3.WISENT-PROJEKTE IN EUROPA
4.WISENTE IN DER LANDSCHAFTSPFLEGE
5.EMPFEHLUNGEN FÜR HALTUNG UND MANAGEMENT
6.EIGNUNG DES SCHWEIZER JURA FÜR DEN WISENT

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Dienstag, 10 September 2019 06:47

COLSTON, P. & BURTON, P. (1989)

Limicolen - Alle europäischen Watvogel-Arten. Bestimmungsmerkmale, Flugbilder, Biologie, Verbreitung.

236 Seiten, Schwarz-weiss-Strichzeichnungen, 23 Farbtafeln, 52 Verbreitungskarten
BLV Verlagsgesellschaft. ISBN-10: 3405136474. ISBN-13: 978-3405136475.

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Montag, 10 Juni 2019 10:14

GODET, J.-D. (1986)

Bäume und Sträucher. Der Godet-Gehölzführer.

Arboris-Verlag / Weltbild,
216 Seiten. Über 260 Baum- und Straucharten auf 1600 Farbaufnahmen.

Aus dem Inhalt:

23 Baumarten in den 4 Jahreszeiten (nur eine Jahreszeit bei Fichte, Weisstanne, Arve und Waldföhre) werden mit ihren Knospen, Blüten, Früchten, ihrer Borke und ihrem Holz vorgestellt. Mythologische, literarische und volkskundliche Angaben runden das Bild der gezeigten Bäume ab.

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Samstag, 29 September 2018 16:02

NEHRING, S. & SKOWRONEK, S. (2017)

Die invasiven gebietsfremden Arten der Unionsliste der Verordnung (EU) Nr.1143/2014  – Erste Fortschreibung 2017.

Hrsg. Bundesamt für Naturschutz, Bonn. BfN-Skripten 471. 164 Seiten

Unter den behandelten Arten befinden sich die folgenden Wirbeltierarten, die gegenwärtig in europäischen Zoos gehalten werden:

  • *Nilgans (Alopochen aegyptiaca )
  • Pallas-Schönhörnchen (Callosciurus erythraeus)
  • Nordamerikanischer Ochsenfrosch (Lithobates catesbeianus)
  • Chinesischer Muntjak (Muntiacus reevesi)
  • Nutria (Myocastor coypus)
  • Marderhund (Nyctereutes procyonoides)
  • *Bisam (Ondatra zibethicus)
  • Schwarzkopf-Ruderente (Oxyura jamaicensis)
  • Amurgrundel (Perccottus glenii)
  • Waschbär (Procyon lotor)
  • Blaubandbärbling (Pseudorasbora parva)
  • Grauhörnchen (Sciurus carolinensis)
  • Fuchshörnchen (Sciurus niger)
  • Sibirisches Streifenhörnchen (Tamias sibiricus)
  • Heiliger Ibis (Threskiornis aethiopicus)
  • Buchstaben-Schmuckschildkröte (Trachemys scripta)

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Donnerstag, 14 Juni 2018 10:16

FREYHOF, J. & BROOKS, E. (2011)

European Red List of Freshwater Fishes.

viii + 60 Seiten, mit Grafiken, Farbfotos, Verbreitungskarten und Tabellen.
Publications Office of the European Union, Luxemburg. ISBN 978-92-79-20200-1; doi:10.2779/85903.

Executive Summary:

Aim: The European Red List is a review of the conservation status of c. 6,000 European species to date (dragonflies, butterflies, freshwater fishes, reptiles, amphibians, mammals and selected groups of beetles, molluscs, and vascular plants) according to IUCN regional Red Listing guidelines. It identifies those species that are threatened with extinction at the regional level – in order that appropriate conservation action can be taken to improve their status. This Red List publication summarizes the results for all described native European freshwater fishes and lampreys (hereafter referred to as just freshwater fishes).

Scope: All species of freshwater fishes recorded from European freshwater waters are included. Marine migrants and species of brackish waters are also included if they regularly enter freshwater habitats. Species are only included if the record is based on individuals with locality data and reliable identification.

Red List assessments were made at two regional levels: for geographical Europe, and for the 27 current Member States of the European Union. The distribution of freshwater fishes is considered at the sub-river basin level. Therefore the distribution included here sometimes extends beyond the political boundaries.

Status assessment: The status of all species was assessed using the IUCN Red List Criteria, which are the world’s most widely accepted system for measuring extinction risk. All assessments followed the Guidelines for Application of IUCN Red List Criteria at Regional Levels.

The status of species endemic to the Mediterranean basin is based on evaluations made during an IUCN workshop held in Malaga (Spain) in December 2004. All European sturgeons were assessed at a workshop held in Wuhan (China), during the 6th International Symposium on Sturgeon in October 2009. The status of all other European species has been evaluated when preparing the Handbook of European Freshwater Fishes during an IUCN workshop held in Berlin (Germany) in December 2006, in coordination with the IUCN Freshwater Biodiversity Assessment Unit. All species present in the 27 Member States of the EU were re-assessed for their regional conservation status in 2010. Assessments are available on the European Red List website and data portal: http://ec.europa.eu/environment/nature/conservation/species/redlist and http://www.iucnredlist.org/europe.

The status of all European freshwater fish species has been reviewed. For certain species groups of Mediterranean river basins, the taxonomy has been revised since the  2004 Malaga workshop, requiring an update of their Red List status. Also, several species have been newly described since 2007. All this is leading to an improved understanding of their conservation status. Up-to-date information for all these species is included in this report. Evaluations have mostly been done through the formal IUCN validation procedure, except for a few species still awaiting comments by relevant specialist groups of the IUCN Species Survival Commission.

Freshwater fishes in Europe: As part of this Red List assessment, 531 native and described European species have been assessed, of which 381 are present in the 27 Member States of the European Union. Almost 80% of the European species are endemic to Europe (which means that they are unique to Europe and are found nowhere else in the world). About 50% of the species found in the 27 Member States of the EU are endemic to the EU. Seven species occur only marginally on the European continent, and are considered as Not Applicable in this assessment.

Results: Overall, at least 37% of Europe’s freshwater fishes are threatened at a continental scale, and 39% are threatened at the EU 27 level. A further 4% of freshwater fishes are considered Near Threatened. This is one of the highest threat levels of any major taxonomic group assessed to date for Europe. The conservation status of Europe’s eight sturgeon species is particularly worrying: all but one are Critically Endangered. By comparison, 44% of freshwater molluscs, 23% of amphibians, 19% of reptiles, 15% of mammals and dragonflies, 13% of birds, 9% of butterflies and 7% of aquatic plants are threatened at the European level.

Despite a lack of good trend data for certain countries, the current assessment shows that about 17% of Europe’s freshwater fish species have declining populations, whereas only 1% are on the increase, and 6% are considered stable. For the remaining 76%, the current level of knowledge is insufficient to define their population trends.

The highest levels of species diversity are found in the lower parts of the rivers draining into the Black and Caspian Seas. However, a number of species with restricted ranges are also encountered in the Alps, in Great Britain and Ireland, and around the Mediterranean and Black Seas. Most of the threatened species are confined to certain areas in southern Europe.

Most freshwater fishes are in some way affected by pollution of domestic, industrial and agricultural origin. Another primary threat to Europe’s freshwater fishes is habitat loss due to over-abstraction of water. Additional major threats are the introduction of alien species, overfishing (particularly in the larger rivers of Eastern Europe) and a massive increase in the construction of dams, blocking migration and altering stream habitats.

Conclusions and recommendations:

  • Freshwater fishes are one of the most highly threatened species groups in Europe. At least 37% of all European species are threatened at a continental scale, and 39% are threatened at the EU 27 level. Of all assessed species groups, this level of threat is second only to the one for freshwater molluscs. The conservation status of Europe’s eight sturgeon species is particularly worrying: all but one are Critically Endangered.
  • There is an ongoing extinction crisis affecting Europe’s freshwater fishes. At least 13 species are now globally Extinct. Five additional species are Possibly Extinct, but the information is currently inadequate to certify their extinction. Furthermore, several freshwater fish species are currently under immediate threat of extinction, amongst them several species of sturgeons, and certain species of the Mediterranean river basins.
  • The high overall threat level of Europe’s freshwater fishes is an indicator for the exceptional vulnerability of Europe’s freshwater habitats, and of their poor state of protection. The main threats to Europe’s freshwater fishes are pollution, habitat loss due to over-abstraction of water, and the introduction of alien species. Alien species introduction, especially where these are of European origin, is almost totally uncontrolled. The main vectors of alien species introduction are recreational fisheries and the connection of formerly separate river basins by manmade canals.
  • An increased frequency and intensity of droughts is already impacting freshwater systems and the species that rely on them, especially in the Mediterranean region. The predicted impact of climate change is likely to worsen the situation in the future.
  • While many freshwater fishes are protected under national legislation or under the EU Habitats Directive, the majority of threatened species still remain unprotected. Furthermore, where legal protection does exist, it often remains ineffective against threats such as alien species introduction or water abstraction.
  • In order to improve the conservation status of European freshwater fishes and to reverse their decline, ambitious conservation actions are urgently needed. In particular: ensuring adequate protection and management of key freshwater habitats and of their surrounding areas, drawing up and implementing Species Action Plans for the most threatened species, establishing monitoring and ex-situ programmes, finding appropriate means to limit further alien species introductions, especially by anglers, and revising national and European legislation, adding species identified as threatened where needed.
  • The identification, establishment and management of a network of Freshwater Key Biodiversity Areas in Europe is urgently needed.
  • This project contributes to improving and updating the coverage of fishes on the global IUCN Red List, thanks to the assessment of endemic European freshwater fishes.

freyhof-biblio

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Donnerstag, 14 Juni 2018 12:07

FREYHOF, J., KOTTELAT, M. & NOLTE, A. (2005)

Taxonomic diversity of European Cottus with description of eight new species (Teleostei: Cottidae).

Ichthyol. Explor. Freshwaters 16 (2): 107-172, 34 Abb., 7 Tabellen. ISSN 0936-9902.

Summary:

The taxonomy of European species of Cottus (Cottidae) is revised. Results of molecular studies are summarised and the variability of morphological characters is reviewed. Molecular and morphological data support the recognition of 15 diagnosable species in Europe. A neotype is designated for C. gobio; the type locality is in the lower Elbe drainage. Cottus gobio, C. hispaniolensis, C. koshewnikowi, C. microstomus, C. petiti, and C. poecilopus are re-diagnosed. Eight new species are described. Three of them are restricted to France: C. aturi to the Adour drainage, C. duranii to the upper Dordogne, upper Lot and upper Loire drainages, and C. rondeleti to the Hérault drainage. Two new species are described from the Atlantic and North Sea basins: C. perifretum from Great Britain, and the Scheldt, Rhine, Seine, lower Loire and lower Garonne drainages, and C. rhenanus from the Meuse and lower and middle Rhine drainages. Cottus scaturigo is described from a single spring in northeastern Italy. In the Danube drainage, C. metae from the upper Save and C. transsilvaniae from the upper Arges are distinguished from the widespread C. gobio. Lectotypes are designated for C. ferrugineus and C. pellegrini. Cottus koshewnikowi Gratzianow, 1907 is declared nomen protectum and C. gobio microcephalus Kessler, 1868 is declared nomen oblitum. The original spelling of C. milvensis is discussed.

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Handbuch der Vögel Mitteleuropas. Band 5. Galliformes und Gruiformes.

Aula-Verlag, Wiesbaden 1994 (2.Aufl., 1. Aufl. 1973). ISBN 3-89104-561-1.

Verlagstext zum Handbuch:

Dieses in seiner Art unübertroffene Werk umfasst alle in Mitteleuropa als Brutvögel, Durchzügler und Gäste zu beobachtende Vogelarten. Insgesamt sind 534 Arten mit 800 Unterarten behandelt. Jedes Kapitel ist gleichartig gegliedert, so dass ein schneller und direkter Vergleich der Daten verschiedener Vögel möglich ist. Hierfür ist die elektronische Ausgabe, die sämtliche 15'718 (!) Seiten sowie alle 3'200 Abbildungen und Farbtafeln des 23-bändigen Gesamtwerkes beinhaltet, besonders gut geeignet. (http://www.verlagsgemeinschaft.com/cms/shop/cddvds/6500947.php).

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 14:30

DUFFEY, E. (Hrsg. 1982)

Naturparks in Europa – Ein Führer zu den schönsten Naturschutzgebieten von Skandinavien bis Sizilien.

Geb., 287 Seiten, mehr als 450 Farbfotos, Karten und Zeichnungen.

Mit einer Einführung von Prof. Dr. Wolfgang Erz, Bundesforschungsanstalt für Naturschutz und Landschaftsökologie und Informationen über 344 Naturschutzgebiete.

ISBN 978-3-88472-076-7. Christian Verlag GmbH, München.

 

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