Donnerstag, 18 Juni 2020 08:05

SCHWEERS, S. (1972)

Zur Fortpflanzungsbiologie des Zebraduckers Cephalophus zebra (Gray,1838) im Vergleich zu anderen Cephalophus-Arten.

Zeitschrift für Säugetierkunde 38: 303-313.

Zusammenfassung:

Die Ergebnisse zur Fortpflanzungsbiologie des Zebraduckers nach einer zehnmonatigen Untersuchung im Rahmen einer Staatsexamensarbeit werden dargestellt und mit bisher Bekanntem anderer Cephalophus-Arten verglichen. Dabei wurde ein Postpartum-Ostrus zehn Tage nach einer vorausgegangenen Geburt wahrscheinlich. Das Paarungsverhalten wurde beschrieben sowie Veränderungen des Weibchens während der Trächtigkeit. Es wurde eine Tragzeit von 221-229 Tagen festgestellt. Weiterhin wurden zwei Geburten von C. zebra skizziert, die Eltern-Kind-Beziehungen untersucht sowie die Jungtierentwicklung detailliert beschrieben: Gewichtsentwicklung, Reifung des Körpers, Reifung von Verhaltensweisen, Entwicklungsphasen der Nahrungsaufnahme, Abliegeperiode, Neugier-und Spielverhalten.

schweers-biblio

Freigegeben in S
Montag, 30 März 2020 07:58

JANTSCHKE, F. (1972)

Orang-Utans in zoologischen Gärten.

251 Seiten, 35 Abbildungen. Mit einem Vorwort von Bernhard Grzimek.
R. Piper & Co. Verlag. ISBN: 3-492-01988-8

Inhalt (Klappentext):

Über freilebende Orang-Utans wissen wir wenig, da diese Tiere in ihrer natürlichen Umwelt, den Urwäldern von Borneo und Sumatra, schwer zu beobachten sind. Auch in den Zoologischen Gärten ist das Verhalten des Orang-Utan bisher nicht eingehend erforscht worden: Die Tiere galten gemeinhin als langweilig und träge. Daß man dem Orang-Utan damit unrecht tat, bestätigen Fritz Jantschkes mehrjährige gründliche Verhaltensstudien, die er in verschiedenen Zoos durchgeführt hat. Seine Beobachtungen bezeugen die unermüdliche erfinderische Spielfreude und Liebenswürdigkeit dieser Primatenart. Im Spiel mit Gegenständen entwickeln Orang-Utans u. a. überraschende Formen von Werkzeuggebrauch, ja der Werkzeugherstellung. In allen Bereichen ihres Zoo-Lebens, vor allem in den sozialen Verhaltensweisen, erweisen sich Orang-Utans als vielseitig, begabt und äußerst anpassungsfähig.

jantschke-biblio

Freigegeben in J
Montag, 30 März 2020 07:49

LETHMATE, J. & DÜCKER, G. (1973)

Untersuchungen zum Selbsterkennen im Spiegel bei Orang-Utans und einigen anderen Affenarten.

Z. Tierpsychol. 33: 248-269. 14 Abbildungen. ISSN 0044-3573.

Die Untersuchungen dienten dazu abzuklären, ob Orang-Utans und Gibbons in der Lage sind, ihr eigenes Spiegelbild zu erkennen, wie dies bei Schimpansen der Fall ist.

lethmate-biblio

Freigegeben in L
Montag, 30 März 2020 07:16

LETHMATE, J. (1977)

Problemlösungsverhalten von Orang-Utans (Pongo pygmaeus).

Fortschritte der Verhaltensforschung - Beihefte zur Zeitschrift für Tierpsychologie 19.
69 p. : 36 ill.
Verlag Paul Parey, Berlin und Hamburg. ISBN: 3-489-71436-9, 978-3-489-71436-1

Inhalt:

Ethologische und lernpsychologische Untersuchungen an Primaten ergeben bisher stets eine Vorrangstellung der Pongiden gegenüber niederen Primaten, während die gleichen innerhalb der Pongiden angestellten Beobachtungen den Schimpansen auf die ranghöchste Stufe stellten, zum Nachteil der beiden anderen Menschenaffenarten Gorilla und Orang-Utan. Der besondere Verhaltensmodus des Orang-Utans, sein Phlegma, seine Bedächtigkeit, seine Destruktivität gegenüber gebotenen Versuchsapparaturen, seine mangelnde Trainierbarkeit und nicht zuletzt die an die arboreale Lebenweise angepasste Morphologie seiner Vorderextremitäten sind einige der Faktoren, die als mögliche Ursache für die unbefriedigenden Versuchsergebnisse angesehen werden. Vor vier Jahren (1972) aber erbrachte die ausführliche Analyse des Ethogramms von Orang-Utans in Zoologischen Gärten Ergebnisse, die mit den bisherigen experimentellen Befunden klassischen Problemlöseverhaltens nur schwer vereinbar sind. Im Gegenteil: Bei den beobachteten Orang-Utans konnte sogar der Gebrauch und die Herstellung von Werkzeugen festgestellt werden. Zuvor schon hatten neuere, lernpsychologische Untersuchungen die Annahme einer geringeren manipulatorischen Fäfigkeit und Lernkapazität von Orang-Utans gegenüber Schimpansen in Frage gestellt. In Anbetracht dieser ethologischen und lernpsychologischen Ergebnisse schien es geboten, Orang-Utans noch einmal in dne klassischen Versuchsanordnungen der "Intelligenzprüfungen" zu kontrollieren. Es ist das Ziel der vorliegenden Monographie, das Problemlöseverhalten von Orang-Utans zu untersuchen, um die Abweichung in den Ergebnissen klassischer und moderner Versuchsanordnungen so weit wie möglich auszugleichen.

Siehe dazu auch: https://www.spektrum.de/magazin/intelligenz-von-orang-utans/821921

lethmate-biblio

Freigegeben in L
Sonntag, 10 Februar 2019 09:53

FISCHER, A. (2007)

Untersuchungen zur ontogenetischen Entwicklung sozialer Kompetenz bei Chinesischen Muntjaks (Muntiacus reevesi OGILBY 1839), einer ursprünglichen Hirschart.

Rer. nat. Dissertation Universität Bielefeld

431 Seiten inkl. Anhänge. Mit Abbildungen und Tabellen.

Zusammenfassung:

In dieser Arbeit geht es darum aufzuzeigen, was ein geschlechtsreif gewordenes Jungtier in die Lage versetzt, sich in der sozialen Situation der Unterlegenheit zu orientieren und im sozialen Verband mit den anderen Tieren zu leben und sich artgemäß weiterzuentwickeln.

  • Welche räumlichen und sozialen Mechanismen nutzen die Tiere und welche Fähigkeiten werden dabei entwickelt und angewandt?
  • Welche inneren Zustände sind daran beteiligt und inwieweit sind individuelle Ausformungen beobachtbar?

In der Untersuchung wird zum einen ein Beitrag zur Grundlagenforschung erarbeitet, der das Wissen über eine ursprüngliche Hirschart, den Chinesischen Muntjak (Muntiacus reevesi OGILBY 1839), hier genauer die Unterart Formosa-Muntjak (M. reevesi micrurus SCLATER 1875), erweitert, zum anderen werden Hinweise gewonnen für ihre Haltung und Zucht. Es ergibt sich ein komplexes Bild der sozialen Möglichkeiten dieser Tierart. Die Grundlage der Untersuchung bildet die detaillierte Erfassung des Verhaltens der gut bekannten Tiere.

Untersucht wurden 2 Zuchtgruppen von 4 bis 8 Muntjaks verschiedenen Alters und 2 Vergleichsgruppen mit jeweils 3 Tieren. Die Gesamtzahl der Tiere stieg während der Beobachtungszeit von 14 Tieren (8 Böcke, 6 Ricken) auf 20 Tiere (10,10) an. Die Hauptbeobachtungstiere lebten ganzjährig in 1900-2600 m2 großen Freigehegen mit natürlicher Vegetation sowie Wind- und Wetterschutzeinrichtungen. Die Entwicklung der einzelnen Tiere wurde über einen Zeitraum von 4 Jahren (1998-2002) erfasst. Die Hauptdatenaufnahme erfolgte von April 2000 bis Dezember 2001 (18 Monate). In dieser Zeit wurde das Verhalten von 4 subdominanten Böcken und 4 subdominanten Ricken mit Interaktionen zu allen Gruppenmitgliedern aufgenommen, mit 150 Beobachtungsstunden je Tier. Es wurde ein Verhaltenskatalog erstellt mit Definitionen von ca. 250 Verhaltenselementen, inklusive unterschiedlicher Ausprägungen und begleitender Körperhaltungen und mit Situations- und Motivationsbeispielen. Dabei wurden neue Verhaltensweisen und Lautäußerungen dieser Tierart beschrieben.

Aufgrund der Untersuchungen der Diplomarbeit (FISCHER 1997) wurde ein dreistufiges Modell vorgeschlagen, in dem sich auf verschiedenen Ebenen die Fähigkeiten beschreiben lassen, die ein geschlechtsreif gewordenes Jungtier besitzen oder erwerben muss, um über einen längeren Zeitraum in seiner Gruppe ohne psychische und physische Schäden verbleiben und sich dabei weiterentwickeln zu können. Die auf den drei Ebenen entwickelten Fähigkeiten bauen aufeinander auf, sind voneinander abhängig und bestärken sich in Rückkopplungen gegenseitig.

 

fischer-biblio

Freigegeben in F
Freitag, 04 Januar 2019 15:50

KUMMER, H. (1968)

Social organization of hamadryas baboons: A field study.

187 Seiten, 68 Abbildungen, 17 Tabellen.
Bibliothec Primatologica No. 6.
S. Karger Verlag, Basel, New York.

Inhalt:

Die Arbeit ist das Ergebnis einer Feldstudie, die von Fred KURT† und Hans KUMMER† 1960/61 in Äthiopien durchgeführt wurde. Sie klärt die soziale Organisation des Mantelpavians: Mantelpaviane sind in einem komplexen, mehrschichtigen Sozialsystem organisiert. Die kleinsten sozialen Einheiten sind Harems, die bis zu 15 Tiere umfassen können und aus einem Alpha-Mann, mehreren von ihm monopolisierten Weibchen, deren Jungtieren und einigen jungen Männchen bestehen. Zwei bis drei solcher Ein-Mann-Gruppen bilden zusammen einen Clan, dessen Mitglieder zusammen auf Futtersuche gehen und sozial interagieren. Mehrere Clans schließen sich zu einer bis zu 100 Individuen bestehenden Bande zusammen, die zusammen in einem gemeinsamen Streifgebiet von 10-40 km2 umherziehen. An Schlafplätzen können sich mehre Banden zu einer großen Herde treffen und die Nacht gemeinsam verbringen. Ferner gibt es ein Kapitel zur Fortpflanzung und ein Ethogramm.

kummer-biblio

Freigegeben in K
Montag, 17 Dezember 2018 10:23

DIXSON, A. F. & FLEMING, D. (1981)

Parental behaviour and infant development in Owl monkeys (Aotus trivirgatus griseimembra).

Journal of Zoology 194 (1): 25-39. https://doi.org/10.1111/j.1469-7998.1981.tb04576.x


Abstract:

Behavioural interactions between parents and their developing offspring were studied in 13 captive groups of Owl monkeys. The male parent plays an important role in carrying the offspring and in ensuring the development of its independence. Older siblings also carry infants, but this behaviour is infrequent and age or sex differences are not measurable. Patterns of parental behaviour in Owl monkeys are compared to those observed in other monogamous primates and their adaptive significance is discussed. Some experimental studies of clinging positions in infant Owl monkeys are also described. The newborn possesses some innate ability to cling in a distinctive ventro‐lateral position upon the mother's body.

dixson-biblio

Freigegeben in D

Manipulation and Tool Use in captive Yellow-Breasted Capuchin Monkeys (Cebus xanthosternos).

Int. J. of Comparative Psychology 21: 12-18.

Abstract:

In this short report we test, at an individual level, the prediction that tool use abilities and manipulative tendencies should be correlated, derived from hypotheses in the literature which connect them at a cognitive and evolutionary level. We recorded manipulative events of six captive yellow-breasted capuchin monkeys and later compared these results to their performance in a tool using task. The frequency of time each animal was involved with manipulative events was not correlated to the number of tool-using events displayed by them, even when we analyzed the males only (the most frequent manipulators). This result goes against the idea that tool use in Cebus is a product of both manipulative propensities and tendency to use objects. Most likely, the evolution of tool use in Cebus was due to a complex combination of factors, belonging to various behavioral systems, not only to the foraging one.

jalles-filho-biblio

Freigegeben in J

First insights into the social organisation of Goodman's mouse lemur (Microcebus lehilahytsara)--testing predictions from socio-ecological hypotheses in the Masoala hall of Zurich Zoo.

Folia Primatol (Basel). 2013;84(1):32-48. doi: 10.1159/000345917. Epub 2013 Jan 29.

Abstract:

Following current socio-ecological hypotheses, the social organisation of a species is mainly determined by resource quality and distribution. In the case of Microcebus spp., a taxon-specific socio-ecological model was formulated earlier to explain their variable social organisation. The aim of this study was to test predictions from this model in Goodman's mouse lemur based on a data set from animals living in the semi-free colony of Zurich Zoo. During a 2-month study, we observed 5 females and 5 males using radiotelemetry. We collected data on space use and social behaviour, on sleeping sites and on sleeping group composition. Predictions were only partly confirmed. As expected, Goodman's mouse lemurs were solitary foragers with an increased level of sociality due to crowding effects at the feeding stations. In contrast to the prediction, females and males formed unisexual sleeping groups, which were stable in females and of a fission-fusion type in males. Whereas the formation of sleeping groups by both sexes may be triggered by thermoregulatory benefits, the formation of unisexual sleeping groups may result from divergent interests of the sexes. We conclude that the existing model for the evolution of mouse lemur social organisation needs to be refined.

jürges-biblio

Freigegeben in J
Samstag, 10 November 2018 12:57

Kindchenschema

Der 1943 von Konrad LORENZ geprägte Begriff "Kindchenschema" bezeichnet bei Menschenkindern und Jungtieren vorkommende kindliche Proportionen, vor allem auch bestimmte Gesichtszüge, die als Schlüsselreiz wirken und so das Brutpflegeverhalten auslösen. Zu den wesentlichen Merkmalen zählen ein im Vergleich zum Körper und den Gliedmaßen großer Kopf, eine hohe Stirnregion und damit einhergehend eine relativ weit unten liegende Augen, Nase und Mund. Ferner gehören ein rundliches Gesicht, große, runde Augen, eine kleine Nase, ein kleines Kinn, rundliche Wangen und eine elastische, weiche Haut zu den Charakteristika

kindchenschema-term

Freigegeben in K
Seite 1 von 10
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx