Sonntag, 18 Oktober 2020 08:54

RENTERÍA-SOLÍS, Z. (2015)

Vorkommenden Krankheitsfälle bei freilebenden Waschbären (Procyon lotor) aus ruralen und urbanen Populationen in Nord-Ost Deutschland.

Vet. Med. Diss. FU Berlin

94 Seiten. ISBN: 978-3-86387-630-2

Zusammenfassung:

Seit seiner ersten, 1934 erfolgten, Einbürgerung ist der Nordamerikanische Waschbär (Proyon lotor) eine invasive Tierart in Deutschland. Waschbären sind in Deutschland weit verbreitet, können aber in zwei Hauptpopulationen differenziert werden: Eine im Zentrum (Hessen), eine andere im nordöstlichen Landesteil (Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg). In Nordamerika gilt der Waschbär als bekannter Überträger von Infektionserregern wie Tollwut, Staupe oder dem zoonotischen Nematoden Baylisascaris procyonis. Aber trotz ihrer 70 Jahre währenden, erfolgreichen Einbürgerung gibt es wenig Kenntnis zu Infektionskrankheiten bei Waschbären in Deutschland. Um zu untersuchen, welche Krankheiten oder Krankheitserreger bei diesen Tieren vorkommen, wurden zwei Teilpopulationen in Nordostdeutschland ausgewählt: eine in einem ländlichen Waldgebiet (Müritz Nationalpark (MNP), Mecklenburg-Vorpommern), ein urbane im Großraum Berlin. Insgesamt wurden 240 Verkehrsopfer, jagdlich erlegte oder eingeschläferte Waschbären untersucht: 100 aus dem MNP (2007 bis 2011) und 140 aus Berlin (2011-2013). Tierkörpersektionen, histologische, mikrobiologische und molekularbiologische Untersuchungen von ausgewählten Erregern wurden mit diesen Tieren durchgeführt.

Die Ergebnisse sind in vier wissenschaftlichen Artikeln veröffentlicht: Artikel I: In vorangegangenen Studien histologisch entdeckte Parasitenzysten im Zungengewebe von Waschbären wurden untersucht und ihre Artzugehörigkeit identifiziert. Mesozerkarien konnten aus neun Tieren vom MNP und einem Tier aus Berlin isoliert und mittels PCR als Alaria alata in identifiziert werden. In histologischen Untersuchungen wurden A. alata Mesozerkarien nur in Zungengewebe detektiert, jedoch nicht in anderen Organen. Das deutet darauf hin, dass Waschbären für diesen Trematoden als paratenische Wirte auftreten. Die höhere Anzahl positiver A. alata Fälle im MNP im Vergleich zu Berlin läßt sich durch Unterschiede in der Nahrungszusammensetzung erklären, da den Waschbären im MNP häufiger Zwischenwirte von A. alata, wie Amphibien, zur Verfügung stehen als den urbanen Waschbären. Es konnte hier gezeigt werden, dass eine neueingebürgerte Art wie der Waschbär das Wirtsspektrum endemischer Parasiten erweitern kann. Artikel II: Der zweite Artikel aus diesem Projekt beschreibt Sarcoptesräude in urbanen Waschbären mit drei Fällen aus Berlin und zwei Fällen aus Kassel. Makroskopische Hautläsionen, histo-pathologische Befunde und die Morphologie der Milben werden beschrieben. Um den möglichen Ursprung der Infektionen zu finden, wurden neun Mikrosatellitenmarker für die Genotypisierung der von Waschbären isolierten Milben verwendet, um sie mit S. scabiei von Füchsen, Wildschweinen und Gämsen zu vergleichen. Die Milben der Waschbären lagen in einem Cluster mit S. scabiei von Füchsen, was für einem Infektionsursprung aus Füchsen spricht. Diese Ergebnisse deuten auf eine zwischenartliche Übertragung von S. scabiei zwischen urbanen Füchsen und Waschbären hin. Artikel III: Der erste große Staupeausbruch von Waschbären in Deutschland wird in diesem Artikel beschrieben, der im Winter 2012/2013 im Großraum Berlin stattfand. Während dieser Zeit, wurden im Rahmen dieser Doktorarbeit 97 Waschbärkadaver gesammelt. Histologische, immunhistochemische und RT-PCR Untersuchungen wurden mit Organproben durchgeführt und 74 Tiere als Staupe-positiv bestätigt. Zusätzlich erfolgten phylogenetische Analysen des Hämagglutiningens von Staupevirusisolaten aus vier dieser Waschbären. Alle diese Virusisolate lagen im phylogenetischen Cluster der „Europe“-Linie und sind eng verwandt zu Isolaten von Füchsen aus Deutschland und Hunden aus Ungarn. Diese Ergebnisse lassen eine Übertragung zwischen Waschbären und anderen Fleischfressern vermuten, in diesem Fall Füchsen oder möglicherweise auch einem ungeimpften Hund. Artikel IV: Dieser Artikel beinhaltet die Untersuchungen aller 240 Waschbären der gesamten Studie. Neben Sektionen und histo-pathologischen Untersuchungen wurden Organproben auf ausgewählte Krankheitserreger, die beim Waschbären beschrieben wurden, untersucht. Diese umfassen die zoonotischen Nematoden Baylisascaris procyonis, Trichinella spp., Tollwutvirus, Canines Adenovirus 1 (CAV-1), Suis herpesvirus 1 (SuHV 1, Aujeszkysche Krankheit), Parvovirus (PV), Canines Staupevirus (CDV) sowie Leptospira spp.. Makroskopische Befunde waren meist traumatischen Verletzungen, die in direktem Zusammenhang mit der Todesursache standen. Histologische Untersuchungen wiesen bei 65,6% der Waschbären entzündliche Läsionen auf, wobei Magen-Darm-Trakt, Leber, Milz und Lymphknoten am stärksten betroffen waren. Bei Berliner Waschbären fanden sich häufiger virale oder bakterielle Pathogene: CDV, PV, oder Leptospira spp., während Tiere aus dem MNP am häufigsten parasitäre Infektionen aufwiesen. In keinem der untersuchten Waschbären fanden sich weder B. procyonis oder Trichinella spp. noch Tollwutvirus, CAV-1, oder SuHv-1. Die Unterschiede im Pathogenvorkommen könnten durch die unterschiedlichen Habitate erklärt werden. Für urbane Waschbären kann es durch zersiedelte Habitat, reduzierte Streifgebietsgrößen, reiches Angebot sowohl anthropogener Nahrungsquellen als auch Zufluchtsorte zu erhöhten inner- als auch zwischenartlichen Kontaktraten kommen, die eine Pathogenübertragung erleichtern – nicht nur zwischen Waschbären als auch zwischen Waschbären und anderen urbanen Wildtieren sowie Haustieren oder auch Menschen. Im Unterschied dazu scheinen im MNP ideale Habitate und große Streifgebiete, verschiedenartige Futterressourcen, inklusive zahlreicher Zwischenwirte auf der einen Seite und seltene zwischenartliche Kontakte auf der anderen Seite zu einem geringerem Pathogenspektrum aber mit Schwerpunkt auf Parasiten zu führen.

Generell deuten die geringen Zahlen von Infektionskrankheiten bei Waschbären im Nordosten Deutschlands daraufhin, dass die Waschbären gegenwärtig keine herausragende Rolle in der Verbreitung oder Übertragung von Pathogenen zu spielen scheinen. Dennoch sollte, gerade aufgrund der Tatsache, dass Waschbären menschliche Siedlungen intensiver nutzen können als andere Wildtiere, die potenzielle Übertragung von Krankheitserregern nicht außer Acht gelassen werden und im Interesse des Gesundheitswesens urbane Waschbären kontinuierlich untersucht werden.

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Dienstag, 13 Oktober 2020 06:55

SCHÜRER, U. (1985)

Die Zucht des Fischertukans (Ramphastos sulfuratus) im Zoologischen Garten Wuppertal.

Zeitschrift des Kölner Zoo 28 (2): 87- 93.

Zusammenfassung

Es wird über die Zucht von Fischertukanen (Ramphastos sulfuratus) im Zoo Wuppertal berichtet. Die Fischertukane hatten eine 4er Gelege, aus dem nach einer Brutzeit von 15-16 Tagen 2 Küken schlüpften. Die Augen der Küken waren mit 21 Tagen offen. Die Jungvögel flogen am 42. und 45. Lebenstag aus. Die Entwicklung der Schnabelfärbung wird ausführlich beschrieben.

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Sonntag, 15 September 2019 15:14

STÜBING, S. & BAUSCHMANN, G. (2011)

Artenhilfskonzept  für  den  Kiebitz  (Vanellus vanellus in  Hessen.  

Gutachten  im  Auftrag  der  Staatlichen  Vogelschutzwarte  für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Bad Nauheim. 118 S. + 29 S. Anhang.

Zusammenfassung:

Das Brutgebiet des Kiebitzes reicht von Irland bis Ostrussland und vom Nordkap und Sibirien bis Spanien. Aufgrund der starken Bestandsrückgänge ist der Kiebitz in zahlreichen internationalen Schutzkonventionen berücksichtigt; einen Überblick gibt Tabelle 2.

Der Kiebitz brütet in Deutschland in allen Bundesländern in jedoch überall deutlich rückläufigen Beständen. Der Gesamtbestand liegt aktuell bei etwa 75.000 Paaren. Schwerpunkte sind vor allem im unmittelbaren Küstenbereich, aber auch insgesamt in der Norddeutschen Tiefebene sowie in den tieferen Binnen-landgebieten wie dem Rheingraben oder dem Alpenvorland zu erkennen. Die hessischen Vorkommen sind demnach Teil einer großen Population.

Der Kiebitz brütet auf flachen, weithin offenen, baumarmen und wenig strukturierten Flächen mit fehlender oder kurzer Vegetation bzw. geringer Dichte höherer Einzelpflanzen. Seine Vorliebe für eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit ist z. T. mit der dort geringen Vegetationshöhe im Frühjahr zu erklären. Der gleiche Effekt wird auch durch Bodenbearbeitung im Kulturland erreicht, vor allem, wenn dadurch die Härte trockener Böden kompensiert wird. Neststandorte und Nahrungsflächen können voneinander entfernt liegen. Heute findet die Mehrzahl der Bruten in Mitteleuropa auf mehr oder weniger trockenem Untergrund statt, noch im 19. Jahrhundert war die Art aber fast ausschließlich Feuchtbrüter. Wenngleich der Kiebitz nach anhaltenden Rückgängen im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts durch die Entwicklung der Landwirtschaft infolge der Besiedlung von Ackerflächen zunächst profitiert hat, ist der dramatische Bestandsrückgang seit etwa den 1980er Jahren allein durch die Intensivierung der Landbewirtschaftung ausgelöst.

Die Bestandsentwicklung des Kiebitzes in Hessen war zunächst ebenfalls positiv. Seit den 1950er Jahren bis Ende der 1960er Jahre wurden Zunahmen beobachtet, die vermutlich mit der gleichfalls zu dieser Zeit beginnenden Besiedlung von Acker-flächen als Brutplatz in Zusammenhang zu sehen sind. Bei den ersten landesweiten Erfassungen bestanden vermutlich noch deutlich Beobachtungslücken; 1966 wurden 1.100 bis 1.350 Paare, 1974 dann etwa 2.100 und 1987 nach Hochrechnung aus 15 Verbreitungsschwerpunkten etwa 2.000 Paare angegeben.

Die räumliche Verbreitung in den Zeiträumen um 1980, 1994 und von 2004 – 2008 zeigen die Verbreitungskarten der Abb. 9 bis 11. Demnach war der Kiebitz um 1980 auf 49,5 % der Messtischblatt-Quadranten als Brutvogel vertreten, darunter auch viele in den hessischen Mittelgebirgen. 1994 waren viele Brutgebiete verlassen und bei der bislang umfangreichsten Erhebung 2004 bis 2008 wurden bei erstmals lückenloser Kontrolle Vorkommen nur noch auf 17 % aller Quadranten gefunden. Vorkommen in den Mittelgebirgen sind nicht mehr bekannt, die noch vorhandenen Populationen konzentrieren sich in den Niederungen Mittel- und Südhessens. Aktuell ist mit etwa 300 Paaren eine Stabilisierung auf sehr niedrigem Niveau festzustellen. Gleichzeitig wurden drastische Rückgänge bei den durchziehenden Kiebitzen festgestellt.

Die gezielten Untersuchungen in vier Landkreisen, die im Hinblick auf Untersuchungsgebiet, Bestand, Bruterfolg, Konkretisierung von Schutzmaßnahmen und Schwellenwert für einen günstigen Erhaltungszustand der lokalen Population dargestellt werden, sowie telemetrische Studien an Jungvögeln im Wetteraukreis im Jahr 2010 erbrachten folgende Ergebnisse: Der Bestand des Wetteraukreises beherbergt mit etwa 110 Paaren somit allein mehr als ein Drittel des hessischen Vorkommens. Angesichts einer Verdoppelung des Vorkommens im Vergleich zum Jahr 2000 sind die Erfolge beim Schutz der Art hier vermutlich sogar ausschlaggebend für die Stabilisierung des landesweiten Bestandes. Ähnliche Bedeutung kommt dem Hessischen Ried im Kreis Groß-Gerau mit etwa 75 Paaren zu. Die Kreise Wetterau und Groß-Gerau weisen somit aktuell mehr als die Hälfte des Landesbestandes auf. Die weiterhin untersuchten Kreise Schwalm-Eder und Lahn-Dill wurden nur noch von 14 bzw. 15 Paaren aufgesucht.

Vor dem Hintergrund umfang- und erfolgreicher, lebensraumverbessernder Maßnahmen stellt in der Wetterau die Prädation durch Bodenprädatoren ein gravierendes Problem dar. Im Hessischen Ried ist hingegen der Verlust von Bruten durch landwirtschaftliche Arbeiten das Hauptproblem. Beeinträchtigungen und mögliche Schutzmaßnahmen werden allgemein sowie für jedes der untersuchten Gebiete separat diskutiert und zusammenfassend mit einem Ablaufschema dargestellt. Die aktuellen Vorkommen in Hessen werden zehn lokalen Populationen zugeordnet.

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Mittwoch, 22 Mai 2019 15:10

SCHEIDT, U. (2016)

Tier des Jahres 2016 - Der Feldhamster.

Eliomys 2016/1: 6-10.

Zusammenfassung:

Bis in die 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts war der Feldhamster (Cricetus cricetus [LINNAEUS, 1758]) in Deutschland lokal so häufig, dass er bejagt wurde. Mittlerweile hat sich das Blatt gewendet, so dass dieser Nager nun zu den bedrohten Arten gehört.

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Samstag, 16 Februar 2019 16:49

SCHUBERT, B. (2006)

Überblick über die Wildgehegehaltung in Deutschland unter tierärztlichen Gesichtspunkten.

Vet. med. Diss. München.
94 Seiten, 1 Abbildung, 35 Tabellen

Zusammenfassung:

Um einen Überblick über die Wildgehegehaltung in Deutschland zu erhalten, wurden 800 Fragebögen über den Verband nebenberuflicher Landwirte an Gehegebetreiber in ganz Deutschland verschickt. Von den versandten Fragebögen kamen 266 ausgefüllt zurück (Rücklaufquote 33,3 %). 137 dieser Wildgehege wurden zusätzlich aufgesucht und die Angaben der Gehegehalter vor Ort überprüft. Der Großteil der Gehege hielten Rotwild, Damwild oder gemischte Rot-/Damwildgruppen  (92,8 %).  Sika  (3,0 %)  und  Schwarzwild  (4,2 %)  spielten  nur  eine untergeordnete Rolle als Gehegewild. Die am häufigsten anzutreffende Gehegeart beim Schwarzwild war das reine Jagdgehege (75,0 %), bei Rot- und Damwild (39,8 %) bzw. Sika (37,5 %) die Hobbyhaltung. Die Gehege hatten eine Größe von weniger als 2 ha bis über 40 ha, wobei die Größe der meisten Gehege zwischen 2 und 10 ha lag. Die durchschnittliche Tierzahl pro Gehege blieb unabhängig von der Gehegegröße relativ konstant, so dass die gesetzlich erlaubte Bestandsdichte von 10 Tieren pro ha bei Damwild bzw. 6,7 Tieren pro ha bei Rotwild von den Gehegen mit einer Grundfläche unter 5 ha meist überschritten wurde. Spezielle Unterstellmöglichkeiten waren in 63,5 % aller Gehege vorhanden. Anzahl und Größe der Futterplätze waren in 79,3 % der Gehege so, dass alle Tiere gleichzeitig fressen konnten. Die meisten Gehegebetreiber fütterten ihre Tiere einmal täglich, in 28,6 % der Gehege bestand zudem die Möglichkeit, dass die Tiere von Fremdpersonen   gefüttert   wurden.   Die   Wasserversorgung   erfolgte   über Selbsttränken, Wassertröge oder natürliche Wasserläufe. Die Zaunhöhe der Gehege variierte zwischen 1,90 m und 2,20 m. Die Mehrzahl der Gehege verfügte über eine Eingangsschleuse (79,7 %). In 83,0 bis 92,3 % aller Gehege waren spitzwinklig zulaufende Ecken in der Umzäunung vorhanden. In 83,3 % der Schwarzwild- und 62,5 % der Sikagehege waren keine Krankheiten, bei  56,2 %  der  Rotwild-  und  60,2 %  der  Damwildgehege  dagegen  1  bis  15 Erkrankungen  pro  Gehege  und  Jahr  aufgetreten. 

In  erster  Linie  waren  dies Verletzungen, Parasitenbefall oder Lahmheiten. Die Anzahl und die prozentuale Häufigkeit von Erkrankungen des Bewegungsapparats, der Atemwege und des Verdauungsapparats sowie von Verletzungen waren bei den Gehegen unter 2 ha Grundfläche am höchsten. Der prozentual höchste Anteil an Erkrankungen des Verdauungsapparates bei Rotwild und Damwild trat bei der Trogtränke auf. Entwurmungen wurden nie in 37,5 bis 66,7 % der Gehege und Ektoparasiten-behandlungen nie in 88,5 bis 100 % der Gehege durchgeführt. Eine regelmäßige Reinigung der Futterplätze erfolgte in 50,0 bis 96,4 % der Gehege, eine regelmäßige Reinigung der Unterstände in 35,2 bis 53,8 % der Gehege. 38,0 bis 62,5 % der Gehegebetreiber  ließen  regelmäßig  Kot-,  Blut-,  Boden-  oder  sonstige  Proben untersuchen, um einen Überblick über den Gesundheitszustand der Tiere und den Hygienezustand des Geheges zu erhalten. Dabei konnten am häufigsten Magen-Darmwürmer,  der  Große  und  Kleine  Leberegel  und  der Große  und  Kleine Lungenwurm festgestellt werden. Insgesamt ließen sich im Rahmen der vorliegenden Arbeit mehrere Missstände bei der Wildgehegehaltung in Deutschland aufzeigen. Diese lassen sich nur durch die Einführung genauerer gesetzlicher Bestimmungen für die Gehegehaltung von Wild, eine verbesserte tierärztliche Überprüfung der Gehege und eine Verbesserung der Sachkenntnis der Gehegehalter erreichen.

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Montag, 22 Oktober 2018 06:04

WÖRNER, F. G. (2013)

Der Marderhund - Ein etablierter Neubürger in Deutschlands Wildbahn.

PDF, 19 Seiten, 11 Abbildungen.

Gesellschaft für Haustierkunde (GfH) e.V. - Eberhard Trumler Station.

Inhalt:

1. Neozoen – Neubürger in unserer Tierwelt
2. Der Marderhund
2.1 Herkunft und Körpermerkmale
2.2 Neuer Besiedlungsgebiete
2.3 Lebensraum
2.4 Lebensweise und Ernährung
2.5 Sozialverhalten, Fortpflanzung und Welpenentwicklung
2.6 Krankheiten und Parasiten
2.7 Hat der Marderhund einen unerwünschten Einfluss auf die heimische Tierwelt?
3. Nutzung als Pelztier
3.1 Haltung in Pelztierfarmen
3.2 Der Marderhund und seine Bejagung in Deutschland
4. Ausblick
5. Literatur
6. Anhang Buchbesprechung: TRUMLERs Wilde Freunde

Volltext

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Freitag, 24 August 2018 07:31

RÜHLE, A. (2015)

Das Wildkaninchen im Südwesten Deutschlands.

Teil I: Mitt. BAG Kleinsäuger, Heft 2/2015:  25-30.

Teil II: Mitt. BAG Kleinsäuger, Heft 3/2015:  6-10.

Zusammenfassung:

Bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhundert war das Europäische Wildkaninchen (Oryctolagus cuniculus [LINNAEUS, 1758]) in Deutschland weit verbreitet und kam im großer Zahl vort. Heute ist es vor allem aufgrund der Myxomatose nur noch in der Mitte und dem Norden Deutschlands häufiger anzutreffen, während es im Süden nur vereinzelt kleine Populationen gibt. ANDREAS RÜHLE beobachtet seit einigen Jahren Wildkaninchen. Das bietet die möglichkeiet, Vergleiche zur eigenen Freilandhaltung von Hauskaninchen bei weitgehend arttypischer Ernährung anzustellen.

 

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Donnerstag, 24 Mai 2018 08:06

WINKLER, A. (2009)

75 Jahre Zoo am Kaiserberg.
Vom Duisburger Tierpark zum Zoo Duisburg.

Schüling Verlag, Münster. ISBN-10: 3-86523-140-3 / 3865231403; ISBN-13: 978-3-86523-140-6 / 9783865231406
Verlagstext:

Am 12. Mai 1934 öffnete der seinerzeit noch als Tierpark bezeichnete Zoo Duisburg erstmalig seine Pforten. In nur 75 Jahren entwickelte sich der Zoo Duisburg zu einem der führenden Zoologischen Gärten Deutschlands mit bedeutenden Alleinstellungsmerkmalen, wie den Delfinen und den Koalas, sowie zahlreichen zoologischen Raritäten, von Pinselohrschweinen und Fossas bis zu den Wombats.

Neben dem größten Binnenhafen der Welt und zwischen den Schloten, Fördertürmen und Hüttenwerken der bedeutenden Eisen- und Stahlmetropole Duisburg ist der Zoo nicht mehr wegzudenken. Alljährlich strömen gut 1 Million Besucher in den Zoo Duisburg, dessen Bekanntheitsgrad und Einzugsgebiet weit über die Stadtgrenzen hinaus reicht.

Mit informativen Texten und vielen historischen Bildern wird die Geschichte des Zoo Duisburg von 1934 bis 2009 dargelegt. Von den Anfängen eines kleinen Tierparks am Fuße des Kaiserberges bis zum bedeutenden Zoologischen Garten von internationaler Reputation.

 

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Donnerstag, 12 April 2018 20:58

DÜMPELMANN (C. & KORTE, e. (2013)

Rote Liste der Fische und Rundmäuler Hessens (Pisces & Cyclostomata).

4. Fassung (Stand: September 2013)
34 Seiten
Erstellt im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV).
ISBN 978-3-89274-366-8.

Die der vorliegenden Roten Liste der Fische und Rundmäuler Hessens zu Grunde liegenden Daten wurden im Rahmen der Erstellung  des Hessischen Fischartenatlas erhoben und zusammengeführt. Der Gesamtdatensatz setzt sich aus den  Einträgen der landesweiten  Artendatenbank bei Hessen-Forst im Servicezentrum Forsteinrichtung und Naturschutz (FENA) sowie aus Literaturangaben,
Gutachten, belegten Hinweisen von Bearbeitern zum Hessischen Fischartenatlas und Sammlungsbelegen zusammen.

Volltext (PDF)

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Artenhilfsprogramm Feldhamster der Stadt Mannheim - Jahresabschlußbericht 2012.

54 Seiten. Landkarten, Grafiken, Tabellen.
Institut für Faunistik, D-69253 Heiligkreuzsteinach  

Ganzer Text

Zusammenfassung:

Die  Stadt  Mannheim  hat  im  Rahmen  des  artenschutzrechtlichen  Ausgleichs  zur  Erlangung  der artenschutzrechtlichen  Befreiungen  gemäß  §  44  und  6 7  BNatSchG  für  die  Bauvorhaben  SAP Arena, Stadtbahnring Mannheim-Ost, Ikea-Einrichtungshaus und Stadtteilerweiterung Mannheim-Sandhofen im Jahr 2001 ein Artenhilfsprogramm (AHP)  Feldhamster erstellen lassen, welches die Gesamtpopulation auf Mannheimer Gemarkung berücksichtigt.

Erste Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensbedingungen für den Feldhamster wurden ab 2003 im  Bösfeld  und  Mühlfeld  für  die  SAP  Arena  umgesetzt,  ebenso  bei  Neuhermsheim  für  die Stadtbahn  und  im  Laufe  des  Jahres  2003  für  Ikea.  Ab 2004  gab  es  ebensolche  Maßnahmen  auch bei Mannheim-Sandhofen.

Die  Laufzeit  und  der  Erfolg  des  AHP  zielt,  wie  alle   Artenschutzprojekte,  auf  Langfristigkeit  ab. Der  seit  Beginn  des  regelmäßigen  Monitorings  der  Hamsterpopulationen  ab  2002  festzustellende Rückgang   und   der   drastische   Bestandseinbruch   in   2003/04   haben   zudem   die   Aktivierung ursprünglich  optionaler  Maßnahmen,  wie  die  Zucht (im Zoo Heidelberg) und  Wiederansiedlung  des  Feldhamsters, notwendig gemacht.

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© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx