Female reproductive success in bottlenose dolphins (Tursiops sp.): life history, habitat, provisioning, and group-size effects.

Behavioral Ecology 11 (2): 210–219. https://doi.org/10.1093/beheco/11.2.210

Abstract:

This study examines factors influencing female reproductive success in wild Indian Ocean bottlenose dolphins (Tursiops sp.) in Shark Bay, Australia. Eighty-three females and their 142 calves were surveyed between 1988 and 1998 (3457 surveys); 42 calves were also observed during focal follows for 1330 h. Calf mortality is 44% by age 3 (n = 110). Reproduction is moderately seasonal (September-January), peaking from October to December. Calf loss between August and December is followed by rapid conception (1-2 months), whereas conception is delayed (2-9 months) if calf loss occurs between January and July. Weaning ages ranged from 2.7 to 8.0 years, but 66.7% (42 calves) were weaned by their fourth birthday. Females tended to wean mid-pregnancy. Accordingly, median interbirth interval was 4.1 years. Female reproductive success was classified as 0, 1, 2, or 3 according to the number of calves who survived to age 3 over a 10-year period (n = 38 females with complete histories). We examined whether factors affecting predation or food availability, water depth, and group size, were related to female reproductive success. Group size was unrelated to water depth or female reproductive success, but reproductive success was predicted by water depth (p <.002). Shallow water may allow mothers and calves to detect and avoid predatory sharks. Alternatively, or additionally, prey density may be higher in shallow water compared to deep water.

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Donnerstag, 10 März 2016 13:42

GEWALT, W. (1978)

Unsere Tonina- (Inia geoffrensis Blainville 1817)Expedition.

Der Zoologische Garten (N.F.) 48: 323-284.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 08:53

TERNES, K. (2015)

50 Jahre Wal- und Delfinhaltung im Zoo Duisburg.

KOALA Heft 7/2015: 4-7.

Zusammenfassung:

Der Artikel gibt einen kurzen Überblick über die Haltung von Cetaceen im Zoo Duisburg, die 1965 begann. Gehalten wurden nebst Großen Tümmlern (1965 bis heute) Amazonasdelfine (Inia geoffrensis) von 1975 bis heute,  (Weißwale (Delphinapterus leucas) von 1969-2004, Jacobita-Delfine (Cephalorhynchus commersonii) von 1978-2004, Sotalia-Delfine (Sotalia fluviatilis) von 1977-79 und  Schweinswale (Phocoena phocoena) von 1979-80.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 15:45

KUNKIS, N. (1996)

Untersuchung zum Einfluss des Publikums auf das Verhalten dressierter Delphine.

STaatsexamensarbeit

117 Seiten.

Fachbereich Biologie, Universität Dortmund
Leitung: Prof. Dr. Bernhard Verbeek
Zoo Duisburg

Zusammenfassung:

Im letzten und abschließenden Teil meiner Auswertung bzw. Untersuchung im Duisburger Delphinarium möchte ich, bezogen auf meine Haupthypothese, die besagt, dass kein Einfluss durch das Publikum auf das Verhalten dressierter Delphine vorhanden ist, die Ergebnisse der Teilhypothese zusammenfassen.
Zur besseren Übersicht habe ich jene Ergebnisse in einer Tabelle aufgeführt, in der ein Einfluss des Publikums auf das Delphinverhalten mit ‚positiv‘ und ein nicht vorhandener mit ‚negativ‘ gekennzeichnet wird (s. Tabelle 7). Betrachtet man nun in dieser Übersicht die festen und geplanten Bestandteile der Vorführung (Ballschießen/Sprünge/Bootsfahr/Hochbälle I/Körperbeherrschung), erkennt man deutlich, dass keine durch die Einflussfaktoren des Publikums ausgelösten Verhaltensveränderungen bei den Delphinen vorlagen. Es könnte daraus geschlussfolgert werden, dass die Delphine schlicht die Vorführungselemente durchführen, um anschließend Futter in der Form von Fisch zu erhalten.
Gleichermaßen negativ fiel auch das Ergebnis für den Bereich ‚Aufforderungen/Verweigerungen‘ aus. Diese Untersuchung bezog sich allerdings auf kein spezielles Element, sondern auf die Mitarbeit der Delphine während der gesamten Vorstellung. Wie bereits in der Auswertung beschrieben, liegt die Erklärung dessen wahrscheinlich in der Tatsache der verschiedenen Charaktere und wechselnden Tagesformen der drei Tümmler begründet.
Führt man sich schließlich die ‚Sonderaktionen‘ sowie das ‚Bälle-Hinausstupsen‘ der Delphine vor den Vorführungen vor Augen, handelt es sich um buchstäblich spontanes, nicht zum planmäßigen Vorführungsablauf zugehöriges Verhalten der Tiere. In beiden Fällen, ‚Sonderaktionen‘ und ‚Bälle-Hinausstupsen‘, scheint die Anzahl des Publikums mit der jeweiligen Lautstärke einen Einfluss auf das Verhalten der Tiere auszuüben.
Ausschließlich die Momente der Durchführung der Sonderaktionen sind im Hinblick auf das negative Ergebnis nicht durch da Publikum (vorausgehender Applaus) hervorgerufen. Abschließend kann man also nach dieser, über einen relativ kurzen Zeitraum stattgefundenen Untersuchung sagen, dass sich die Delphine während der planmäßigen Vorführungselemente nicht durch die Zuschauer beeinflussen lassen. Das Publikum übt jedoch eine Wirkung auf die Delphine in der Hinsicht aus, dass spontane, der geplanten Vorführung abgesonderte Verhaltensweisen, ausgeführt werden.

 

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Fachbereich Biologie, Prof. Dr. Bernhard Verbeek

Universität Dortmund

Zoo Duisburg

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Donnerstag, 14 Juni 2018 08:31

GALLEGO, P. (2002)

Untersuchungen der Zellbiologie des Blas bei Delfinen.

Investigation of dolphin blow cytology.

Diplomarbeit

39 Seite

Tiermedizinische Fakultät, Universität Lüttich, Belgien
Leitung: Prof. Dr. Freddy Coignoul
u.a. Zoo Duisburg

Abstract:

Respiratory disease is one of the main causes of mortality in dolphins; in humane care, respiratory health control is of paramount importance. Blow cytology is a simple, inexpensive and non-invasive diagnostic tool for this purpose. Eight European dolphinaria with 43 bottlenose dolphins, 1 beluga and 1 Commerson’s dolphin participated in this study over a three-month period. The animals exhaled on Petri dishes containing two microscope slides; one of these slides was stained with a Romanowsky-type stain while the other was fixed in methanol for later specific staining.
Aims of this study: establishment of individual blow cytology baselines, differentiation between normal and pathological observations and identification of unequivocal cytological signs of inflammation of the respiratory tract. Fibrin was present in few occasions. Leukocytes were often observed, mostly without associated symptoms. Different types of ciliates and flagellates were observed. Some animals developed respiratory disease during the survey; in some cases, cytological results considering the origin, sex and age of the animals.
We believe that a regular and continuous follow-up of the blow cytology is a useful diagnostic tool to assess the health status of the respiratory system in dolphins.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 08:04

BRASS, I. (2002) [BRAß]

Vergleichende bakteriologische Untersuchungen zur Zusammensetzung der Atemwegsflora bei Delphinen (Tursiops truncatus) in verschiedenen Haltungssystemen.

Comparative microbiological investigation on the composition of the respiratory flora in bottlenose dolphins (Tursiops truncatus) in different husbandry systems.

Dissertation

222 Seite

Institut für Mikrobiologie und Tierseuchen, Tierärztliche Hochschule Hannover
Prof. Dr. Gerlind Amtsberg
Zoo Duisburg

Zusammenfassung:

Anliegen dieser Arbeit war es, aufgrund des gehäuften Auftretens von respiratorischen Erkrankungen bei Delphinen, die Zusammensetzung der aeroben Atemwegsflora von sieben Großen Tümmlern (Tursiops truncatus) in Menschenhand qualitativ zu untersuchen. Für eine gezielte Auswertung von Blaslochproben ist es notwendig abzuklären, welche Mikroorganismen zur Normalflora des  Respirationstraktes der Großen Tümmler zu rechnen sind. Ein schnelles Erkennen von Verschiebungen innerhalb der Respirationsflora macht das Erstellen von Basisdaten für jedes Individuum unabdingbar. Zu den eigenen Ergebnissen wurden Aufzeichnungen aus früheren Untersuchungen sowie die Literatur mit den wichtigsten Keimgruppen ergänzend ausgewertet. Um einen Einfluss auf die aerobe Atemwegsflora durch das Haltungssystem herauszufinden, wurden parallel Proben aus dem jeweiligen Beckenwasser mikrobiologisch untersucht.
Die Untersuchungen wurden an insgesamt sieben Großen Tümmlern (fünf Tiere aus artifiziellem Seewasser und zwei Tiere aus Chlorwasser) verschiedenen Alters und unterschiedlichen Gesundheitszustandes durchgeführt. Von fünf Tieren wurden über einen Zeitraum von acht Monaten Blasproben über das sogenannte "medical behaviour training" entnommen. In 38 Untersuchungsreihen konnten insgesamt 231 Bakterien- und Pilzstämme aus dem Respirationstrakt nachgewiesen werden. Dabei wurden 46 verschiedene Bakterien- und fünf verschiedene Pilzarten differenziert. Von der im Chlorwasser gehaltenen Gruppe wurden über einem Zeitraum von 3,5 Monaten entsprechende Blasproben entnommen. In 12 Untersuchungsreihen konnten hierbei insgesamt 54 Bakterien- und Pilzstämme aus dem Respirationstrakt nachgewiesen werden. Dabei wurden 12 verschiedene Bakterien- und zwei unterschiedliche Pilzarten differenziert. Anschließend wurden diese zwei Tiere in artifiziellem Seewasser gehalten. Auch in diesem Haltungssystem wurde die Respirationsflora der Tiere mit der gleichen Methodik untersucht. Dabei kamen in einem Zeitraum von fünf Monaten in 17 Untersuchungsreihen insgesamt 116 Bakterien- und Pilzstämme aus dem Respirationstrakt zum Nachweis, die sich auf 31 Bakterien- und zwei Pilzarten verteilten.
Im Vergleich zum Archivmaterial ergaben die eigenen Untersuchungen ein deutlich breiteres Spektrum an Mikroorganismen. Es entstand der Eindruck, dass bestimmte Bakterienarten wie Staphylococcus delphinverdächtige Stämme erst durch die eingesetzte Methode aus den Blasproben erfasst wurden. Der Hauptanteil der aus den Blasproben nachgewiesenen Bakterienspezies wurde unregelmäßig kultiviert und muss somit der transienten Mikroflora zugeordnet werden. Zwischen zwei bis fünf Arten (Staphylococcus delphinverdächtige Stämme, Corynebacterium accolens, Escherichia coli, Vibrio alginolyticus u. Candida albicans) ließen sich tendenziell der Normalflora des Respirationstraktes zuteilen. Nur Staphylococcus aureus war bei allen sieben Großen Tümmlern regelmäßig anzutreffen und somit zur residenten Mikroflora zu rechnen.
Von den zuvor genannten Spezies werden Staphylococcus aureus, Vibrio alginolyticus, Escherichia coli sowie Candida albicans als mögliche potentielle Infektionserreger für Atemwegserkrankungen angesehen. Zusätzlich werden als mögliche Infektionserreger Photobacterium damselae, Proleus sp., Klebsiella sp., Pseudomonas aeruginosa, Shewanella putrefaciens, Aspergillus spp. und andere angesehen. Grundsätzlich zeigte sich eine individuell unterschiedliche Nachweishäufigkeit von den jeweiligen Spezies, die von vereinzelt bis häufig reichte. Post mortem wurden als Infektionserreger unter anderem Clostridium perfringens, Arcanobacterium pyogenes, Pseudomonas aeruginosa und Pseudomonas fluorescens aus dem Mediastinalabszess eines der untersuchten Großen Tümmler nachgewiesen.
In einigen Fällen konnte das Beckenwasser und/oder der Futterfisch als mögliche Ursprungsquelle für die aus den Blasproben diagnostizierten Spezies angesprochen werden. Dazu zählten beispielsweise Vertreter der Genera Aeromonas, Corynebacterium, Escherichia, Photobacterium, Pseudomonas, Shewanella, Staphylococcus und Vibrio. Als weitere Eintragsquellen von Mikroorganismen müssen zum Teil die Delphine selbst angesehen werden. Dazu zählen klinisch unauffällige Trägertiere, die in dieser Untersuchung für Candida albicans bzw. Staphylococcus delphinverdächtige Stämme identifiziert werden konnten. Trotz gezielter Untersuchung konnten Mycoplasmen spp. und Haemophilus spp. aus den Blasproben nicht nachgewiesen werden.
Deutliche Unterschiede wurden bei dem Vergleich der respiratorischen Mikroflora von zwei untersuchten Großen Tümmlern nach dem Wechsel in ein anderes Haltungssystem gesehen. Aufgrund der geringen Probandenzahl waren keine allgemeingültigen Aussagen über einen Einfluss auf die respiratorische Mikroflora durch das Haltungssystem zu treffen. Doch die festgestellten Verschiebungen in der Keimflora und die Angleichung der Bakterien- und Pilzflora wurden in diesen beiden Fällen höchstwahrscheinlich durch den Wechsel des Wassersystems hervorgerufen. Neben einem Anstieg im Spektrum der respiratorischen Mikroflora nach dem Haltungswechsel in artifizielles Seewasser kam es zu einer Steigerung im Spektrum der Staphylokokken-Arten. Während der Haltung im Chlorwasser wurden bei den zwei Großen Tümmlern weder Vertreter der Enterobacteriaceae noch Spezies der Pseudomonadaceae vorgefunden, an gramnegativen Bakterien erfolgte ausschließlich ein Nachweis von Vibrionaceae. Erst nach dem Haltungswechsel ins artifizielle Seewasser waren neben Vibrio alginolyticus, auch Escherichia coli- und Pseudomonas aeruginosa- Stämme nachweisbar. Während der Haltung im Chlorwasser wurden aus den Blasproben deutlich mehr Pilze nachgewiesen als während der Haltung im artifiziellen Seewasser. Parallele Untersuchungen des Beckenwassers ergaben in dem biologischen Haltungssystem ein relativ breites Spektrum an grampositiven und gramnegativen Bakterien. Hingegen konnten aus dem Chlorwasser weder Bakterien noch Pilze nachgewiesen werden.
Die vorliegende Studie ergab für jeden Großen Tümmler eine individuelle Zusammensetzung der aeroben Atemwegsflora. Diese jeweiligen Basisdaten ermöglichten erst eine tendenzielle Zuordnung der Mikroorganismen zur residenten und transienten Mikroflora.

Abstract:

As respiratory tract diseases are quite frequent in marine mammals, the purpose of this study was to investigate the qualitative composition of the aerobic respiratory flora of seven bottlenose dolphins (Tursiops truncatus) kept in human care. To evaluate blowhole samples it is necessary to know which organisms belong to a normal respiratory flora. Individual baselines are crucial to recognize early distributions in the microbiological flora. Data from earlier studies as well as Iiterature dealing with the main bacterial groups were evaluated in addition to the own results. Results were compared from dolphins kept in chlorinated water and from those kept in artificial seawater, in order to find out if there is an influence of the respiratory flora due to husbandry conditions.
Seven bottlenose dolphins of various ages, sex and different health status were investigated (five animals living in artificial seawater and two animals Iiving in chlorinated water). Blowhole samples were taken from five dolphins during medical behaviour training for a period of eight month. In 38 follow up investigations a total of 231 microorganisms of the respiratory tract were identified including 46 different bacteria species and five different fungus species. From the group kept in chlorinated water equivalent blowhole samples were taken for three and a half months. During twelve follow up investigations a total of 54 microorganisms of the respiratory tract were identified including twelve different bacteria species and two different fungus species. Subsequently these two animals changed the husbandry system. Now in the same procedure from these two dolphins the respiratory flora could get investigated during the husbandry in artificial seawater. During 17 follow up investigations for a period of five months a total of 116 microorganisms were identified including 31 different bacteria species and two different fungus species.
This result showed a much higher spectrum of microorganisms than previous studies in these dolphinaria. At all appearance special bacteria like Staphylococcus delphini suspected species were only recognized by the help of a known smearing technique that was used for the first time at blowhole samples. The biggest part of the identified bacterial species that were taken from the blowhole samples were not regularly cultivated and had to be classified as transient flora. Between two and five species (Staphylococcu.s delphini suspected species, Corynebacterium accolens, Escherichia coli, Vibrio alginolyticus and Candida albicans) were classified as normal flora of the respiratory tract. Only Staphylococcus aureus was regularly identified in the respiratory flora of each investigated bottlenose dolphin and had to be classified as resident flora. Staphylococcus aureus, Vibrio alginolyticus, Escherichia coli and Candida albicans were identified as a cause of infectious diseases in the respiratory tract. In addition Photobacterium damselae, Proteus sp., Klebsiella sp., Pseudomonas aeruginosa, Shewanela putrefaciens and Aspergillus sp. were discussed as potential infectious agents. Basically, the isolationrate of bacterial species appeared to be different from case to case, ranging from low to high. Post mortem organisms like Clostridium perfringens, Arcanobacterium pyogenes, Pseudomonas aeruginosa and PseudomoruJS fluorescens were identified in a mediastinal abscess of one bottlenose dolphin at necropsy.
In some cases the water and/or the fish they fed on could be a possible source for the identified microorganisms. These were species from genera like Aeromonas, Corynebacterium, Escherichia, Photobacterium, Pseudomonas, Shewanella, Staphylococcus and Vibrio. Another possible source were the dolphins themselves. In this study asymptomatic carrier of Candida albicans and Staphylococcus delphini suspected species were identified. Even specific investigations could not get Mycoplasms or Haemophilus  species identified by the blowhole samples.
After a change into another husbandry system there were clear differences in the respiratory flora of the two dolphins. It was impossible to make generally accepted statements but the change in the respiratory flora was discussed with possible influences by the husbandry system. Next to an increase of the respiratory microorganism spectrum an increase of Staphylococcus species was recognized. During the husbandry in chlorinated water there were not identified species of Enterobacteriaceae or Pseudomonadaceae of the blowhole samples. Only Vibrionaceae was cultured as Gram-negative bacteria. After the change in artificial seawater there were established species like Vibrio alginolyticus, Escherichia coli and Pseudomonas aerugionsa. Husbandry in chlorine water showed more fungus species cultured from blowhole samples than dolphins kept in artificial seawater. Parallel analysis of water samples showed a relatively broad spectrum of Gram-positive and Gram-negative bacteria in the biological water system, whereas no bacteria nor fungi were isolated from the chlorinated system.
This study showed an individual composition of the aerobe respiratory tract flora for each bottlenose dolphin. This data permitted only a tendential attribution of the Microorganisms to the resident or the transient respiratory tract flora.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 16:28

KILIAN, A. (2004)

Funktionelle cerebrale Asymmetrien visueller Prozesse und numerische Fähigkeiten beim Großen Tümmler (Tursiops truncatus).

Rer.nat. Dissertation

98 Seiten, Abbildungen und Grafiken

Fakultät für Psychologie. Referent: Prof. Dr. Onur Güntürkü, Co-Referent: PD Dr. Guido Dehnhardt
Ruhr-Universität Bochum

Voller Text


Zusammenfassung:

Bereits vor etwa 60 Millionen Jahren trennte sich die phylogenetische Entwicklung der Cetacea (Wale und Delfine) von der landlebender Säugetiere. Die Anpassung an Den aquatischen Lebensraum hatte viele anatomische und physiologische Veränderungen zurFolge, die auch die Struktur des Gehirns betrafen. Daraus resultieren möglicherweise auch Veränderungen bei funktionellen cerebralen Prozessen, die sich in kontrolliertenVerhaltenstests erfassen lassen. Vieles über die kognitiven Leistungen von Delfinen, undhier insbesondere die des Großen Tümmler s, wurde bereits dokumentiert. Einige Aspekte, die bisher unbeachtet blieben, wurden in dieser Arbeit untersucht.

Numerische Fähigkeiten
Viele Säuger und Vögel besitzen basale numerische Fähigkeiten, wie die Unterscheidung von Mengen. Für einige Tierarten konnte ein komplexeres numerisches Verständnis nachgewiesen werden – das Erstellen von ordinalen Beziehungen zwischen Anzahlen sowie der Symbolgebrauch (Etikettierung).

In einem 2-Wahl-Paradigma mit visuellen Reizen, die sich in ihrer Elementanzahl unterschieden, wurde die numerische Kompetenz eines Großen Tümmlers untersucht. Zu-nächst beeinflussten einige nicht-numerische Reizmerkmale das Entscheidungsverhalten des Tieres. Nach sukzessiver Kontrolle dieser mit der Anzahl kovariierenden Merkmaleunterschied der Delfin die Reize an Hand des numerischen Merkmals. Daraufhin zeigte er einen spontanen Transfer auf neue Anzahlpaare, auch solche außerhalb des bekannten Testbereichs. Dieses Erstellen von ordinalen Beziehungen weist auf eine mentale Repräsentation dieser Kategorien hin und damit auf das Vorhandensein einer mentalen Anzahlskala.

Das Verfügen über diese abstrakte numerische Fähigkeit legt nahe, dass Delfine sie bei der Erfassung ihrer Umwelt einsetzen. Gemeinsam mit Befunden an anderen Vertebraten ist dieses Ergebnis ein weiterer Hinweis darauf, dass die evolutionären Ursprünge numerischen Wissens weitvor der Phylogenese des Menschen zu finden sind.

Funktionelle cerebrale Asymmetrien visueller Prozesse
In den letzten Jahrzehnten wurde eine Vielzahl funktioneller cerebraler Asymmetrien bei verschiedenen Arten der Vertebraten dokumentiert. Bisher beschriebene Verhaltens-Asymmetrien bei Delfinen lassen auch in dieser Tiergruppe eine Lateralisation von informationsverarbeitenden Prozessen – insbesondere im visuellen Bereich – vermuten.

Zwei Studien zur Überprüfung auf funktionelle cerebrale Asymmetrien visueller Prozesse beim Großen Tümmler wurden durchgeführt. Hierbei wurden die jeweiligen Reize den Delfinen monocular dargeboten – d.h., ihnenwurde jeweils ein Auge kurzzeitig abgedeckt. Auf Grund der vollständigen Kreuzung der optischen Nerven am Chiasma erreicht die visuelle Information eines Auges primär die contralaterale Hemisphäre.

Eine Studie überprüfte auf Lateralisation bei der Unterscheidung numerischer Reize. Der Delfin erreichte mit dem rechten Auge signifikant bessere Leistungen als mit dem Linken Auge, was auf einen Vorteil der linken Hemisphäre bei dieser Aufgabe hinweist.

Beim Menschen resultiert die nonverbale Erfassung numerischer Reize in einem Vorteil der rechten Hemisphäre. Der Delfin weist somit eine davon abweichende Lateralisationsrichtung auf.

Eine weitere Studie untersuchte mögliche Lateralisationen bei der visuell-räumlichen Orientierung. Nach binocularem Erlernen eines sequentiellen 3-Wahl-Paradigmas, bei dem die Delfine markierte Positionen im Becken nacheinander besuchten, wurde die Aufgabe den Tieren monocular präsentiert. Beide Delfine zeigten rechts sehend signifikant bessere Leistungen als links sehend. Dies zeigt einen Vorteil der linken Hemisphäre bei der visuell-räumlichen Orientierung auf – ein bemerkenswerter Gegensatz zur typischerweise rechts-hemisphärischen Dominanz der Säuger und Vögel bei der räumlichen Orientierung. In jüngster Zeit wurde auch für Mustererkennung ein linkshemisphä rischer Vorteil bei Delfinen dokumentiert. Zusammen mit den hier präsentierten Ergebnissen wurden damit für drei unterschiedliche visuelle Prozesse funktionelle cerebrale Asymmetrien beschrieben, wobei immer die linke Hemisphäre dominiert. Dieses Lateralisationsmuster der Delfine steht dem komplementären Muster visueller Lateralisationen der Vertebraten gegenüber. Dies ist ein deutlicher Hinweis auf drastische Veränderungen der funktionelle n Gehirnstrukturen bei Delfinen.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 16:49

WELLS, R. S. & SCOTT, M. D. (1990)

Estimating bottlenose dolphin population parameters from individual identification and capture-release techniques.

In P. S. Hammond, S. A. Mizroch and G. P. Donovan, eds.: Individual recognition of cetaceans: use of photo-identification and other techniques to estimate population parameters, pp. 407-415.

International Whaling Commission, Cambridge.

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© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx