Aufzucht und Wiederansiedlung von Wechselkröten durch die Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen

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Aufzuchtbehälter für Wechselkröten in der Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen © Florian Brandes, WASS Sachsenhagen

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Einen Tag alte Laichschnur der Wechselkröte © Florian Brandes, WASS Sachsenhagen

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Metamorphosierende Quappen der Wechselkröte in Aufzuchtbehälter © Florian Brandes, WASS Sachsenhagen

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Junge Wechselkrötchen in Aufzuchtbehälter © Florian Brandes, WASS Sachsenhagen

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Auswilderung von jungen Wechselkröten © Lars Kaletta, WASS Sachsenhagen

 

Das Verbreitungsgebiet der Wechselkröte (Bufotes viridis) erreicht seine nordwestliche Grenze in Ost-Niedersachsen. Geeignete Lebensräume sind dort selten, und als Folge von Lebensraumzerstörung und -zerschneidung ist der Bestand im Lauf des 20. Jahrhunderts um 80% zurückgegangen. Die Vorkommen beschränken sich auf isolierte Sekundärhabitate, die alle außerhalb von Naturschutz- oder Fauna-Flora-Habitat-Gebieten liegen. 2019 gab es nur noch 7 Vorkommen in den Landkreisen Helmstedt und Wolfenbüttel, in denen insgesamt 106 Adulttiere gezählt wurden. Bei nur zwei Vorkommen konnte eine Fortpflanzung nachgewiesen werden. Die Art gilt somit nach der Roten Liste Niedersachsens als regional vom Aussterben bedroht.

Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Wolfenbüttel hat deshalb ein Projekt zum Erhalt der Wechselkröte in Niedersachsen und dem Aufbau einer vitalen, langfristig überlebensfähigen Population aufgegleist. Seit dem Frühjahr 2019 beteiligt sich nebst der Ökologischen NABU-Station Aller/Oker  die Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen an diesem Projekt, indem sie im Auftrag der Unteren Naturschutzbehörde Jungkröten aufzieht.

Das Vorgehen besteht darin, dass bei einer der beiden noch reproduzierenden Populationen Laichschnüre entnommen werden und so das sehr verlustreiche Quappenstadium ex situ überbrückt wird. Dadurch kann aus den Eiern eine größere Anzahl Jungkröten heranwachsen als diese in der Natur der Fall wäre wäre. Jungkröten und metamorphoierende Quappen werden dann zur Stützung noch vorhandener Bestände an Standorten im Landkreis Wolfenbüttel ausgewildert, an denen in den letzten Jahren Populationsrückgänge zu verzeichnen waren. Auch am Entnahmestandort werden Individuen ausgewildert, um den Verlust durch die Laichentnahme auszugleichen.

Begleitet werden diese Maßnahmen von Habitatverbesserungen, die gewährleisten sollen, dass sich die Populationen möglichst langfristig erhsalten und wachsen können. Zusätzlich werden neue Laichgewässer geschaffen, um Jungkröten und Quappen neu anzusiedeln.

Bereits im ersten Projektjahr konnten bis zum 22.08.2019 insgesamt 867 Jungkröten und zusätzlich über 3.000 Quappen ausgewildert werden, die alle einer einzigen, im Mai entnommenen Laichschnur entstammen. 2020 wurden 349 und 2021 weitere 585 Jungkröten ausgewildert.

Literatur und Internetquellen

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Translocation of a top-order carnivore: tracking the initial survival, spatial movement, home-range establishment and habitat use of Tasmanian devils on Maria Island.

Australian Mammalogy 38(1) 68-79. 

Abstract:

The Tasmanian devil (Sarcophilus harrisii) is a carnivorous marsupial threatened with extinction from the emergence of Devil Facial Tumour Disease. The establishment of ex situ populations is a key management action for the species. We examined the initial survival, movement pattern, home range, and habit use of six devils from a total of 15 individuals translocated to Maria Island (south-east Tasmania). A total of 14 devils (93%) survived the initial monitoring phase within this study (122 days after translocation). The maximum and minimum distance recorded during one night was 21.73 km (range = 14.12–25.40 km) and 1.94 km (range = 0.07–7.71 km), respectively, while the average nightly distance travelled varied significantly (range = 7.24–13.07 km) between individuals. Short-term home-range size (90% kernel) varied from 936 to 3501 ha, with an average of 2180 (±836) ha for all devils. The habitat preference of devils on Maria Island shows a positive association with agricultural and urban habitats, and an avoidance of wet eucalypt forest. The home range and habitat associations may change as competitive pressures increase with population growth; however, this initial research indicates that translocation as a management action is a powerful tool for the establishment of ex situ populations, assisting in the continued conservation of this species.

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Der Bartgeier - Seine erfolgreiche Wiederansiedlung in den Alpen.

248 Seiten, 206 Fotos, 2 Tabellen. Haupt Verlag Bern.

Beschreibung:

Als «Lämmergeier» verhasst, hatte es der Bartgeier in den vergangenen Jahrhunderten nicht leicht: Er wurde mit allen Mitteln gejagt und schlussendlich ausgerottet. Heute wissen wir, dass sich der Bartgeier nicht von Lämmern ernährt, sondern fast ausschließlich von Knochen. In den 1970er-Jahren begannen enthusiastische Bartgeierfreunde, die Wiederansiedlung zu organisieren - 1991 wurde die erste Auswilderung in der Schweiz unternommen. Heute, 30 Jahre später, steht fest, dass die Auswilderung von Bartgeiern eines der erfolgreichsten Auswilderungsprojekte im Alpenraum ist.
Ein Grund zum Feiern und für eine aktuelle Monografie über den größten Vogel des Alpenraums.
Mit atemberaubenden Bildern des Naturfotografen Hansruedi Weyrich.

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Der Deutsche Wildgehegeverband gab einen „Spendenfrosch“ in Auftrag, mit dem Zoos, Tier- und Wildparks gezielt Geld für Amphibienschutz sammeln konnten, hier im Arche Noah Zoo Braunschweig © Peter Dollionger, Zoo Office Bern

 

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Amphibienteich im Arche Noah Zoo Braunschweig © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Im Rahmen des vom Weltzooverband 2008 ausgerufenen Jahrs des Frosches sowie des Jahres der Biodiversität 2010 waren die Anstrengungen der Zoos, Tier- und Wildparks in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu Förderung der lokalen Biodiversität durch Wiederherstellen und Unterhalten von Lebensräumen für Amphibien besonders bemerkenswert. In besonderen Fällen wurde auch die Wiederansiedlung lokal ausgestorbener Arten, wie des Kammmolchs oder des Laubfroschs angegangen. Dazu arbeiteten die Zoos eng mit lokalen Naturschutzorganisationen und Behörden zusammen. Das Herrichten und der Unterhalt von Amphibienbiotopen geschah oft im Rahmen von Aktionstagen mit Hilfe von Schulklassen, Zoo- und Naturfreunden als freiwilligen Helfern. Dabei handelte es sich um nachhaltige Maßnahmen, denn in der Regel bestehen diese Biotope heute noch.

Indirekte Massnahmen zum Schutz einheimischer Amphibien waren von konkreten Projekten losgelöste PR-Aktionen, wie "Der Lurch des Jahres" der DGHT, sowie Forschungsarbeiten.

Im Rahmen der Amphibienkampagne der EAZA sammelten Zoos 410'803 € zur Unterstützung von in situ-Projekten. Weitere über 40'000 € kamen 2008/2009 für das Schutzprogramm der Zoos, Tier- und Wildparks im deutschsprachigen Raum zusammen. Koordiniert durch den Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) konnte dieses bis 2016 Projektförderungen im Umfang von 192'668 € vergeben. Ab dann wurde das Programm durch die Stiftung Artenschutz verwaltet.

 

Beispiele

Zoo Augsburg Patenschaft für Laubfrosch-Biotop ...mehr
Zoo Augsburg Amphibien-Lebensraum im Zoo ...mehr
Tierpark Bischofswerda Erhalten eines Amphibienbiotops ...mehr
Aquazoo Düsseldorf Lebensraum für Amphibien schaffen ...mehr
Natur- und Tierpark Goldau Wiederansiedlung des Laubfroschs ...mehr
Natur- und Tierpark Goldau Schaffen neuer Lebensräume im Park ...mehr
Kölner Zoo Amphibienschutz im Nüssenberger Busch ...mehr
Kölner Zoo Regionale Erhaltung der Wechselkröte
...mehr
Kölner Zoo Information und Laichbiotop im Zoo ...mehr
Zoo Landau Aufwertung eines Teichgebiets ...mehr
Vogelpark Marlow Ein Platz für Frösche ...mehr
Tierpark Nordhorn Wir helfen Fröschen und Kröten ...mehr
Tiergarten Nürnberg Zucht und Wiederansiedlung ...mehr
Tiergarten Schönbrunn Sichere Amphibienwanderung ...mehr
Tiergarten Schönbrunn Amphibienkartierung ...gesperrt
Tiergarten Straubing Zucht und Ansiedlung von Gelbbauchunken
...mehr
Zoo Wuppertal Schutz der Geburtshelferkröte ...mehr
Wildnispark Zürich-Langenberg Amphibienschutz im Wildnispark ...mehr
Wildpark Eekholt Bildungsarbeit mit Amphibien ...mehr

 


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Outcomes and lessons from a quarter of a century of Sand lizard Lacerta agilis reintroductions in southern England.

Int. Zoo Yearb. 51: 87-96. https://doi.org/10.1111/izy.12155

Volltext (PDF)

Abstract:

Despite occurring widely across Europe and Asia, the Sand lizard Lacerta agilis is threatened in the north-western part of its range and had disappeared from much of its former habitat in England and Wales prior to concerted conservation action. A breeding population established at Marwell Zoo, UK, contributed to the re-establishment of 26 populations of Sand lizards at heathland and coastal dune sites across southern England as part of a wider multi-stakeholder response to reverse the decline of the species. Knowledge about the biology of Sand lizards was accrued during the process, which helped to refine the management of the breeding population that was maintained in a naturalistic setting within the indigenous range of the species. These successes were underpinned by coordinated collaborative actions and long-term institutional commitments against a backdrop of considerable change in the statutory framework governing Sand lizard conservation. The management of this project was not without cost or risk, including protection of valuable founder stock, incomplete knowledge about the health and disease status of Sand lizards, intrinsic constraints of limited founder representation, and the challenges of monitoring this elusive species post release.

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Montag, 12 Juli 2021 13:22

HAVELKA, P. (1995)

Auswilderung, Gefangenschaftsvermehrung und Erhaltung bedrohter Tierarten -  eine Aufgabe des Naturschutzes.

Carolinea, Beiheft 9.
Staatl. Mus. f. Naturkde. Karlsruhe & Naturwiss. Ver. Karlsruhe e.V

Die historische Zeit ist gekennzeichnet durch einen zunehmenden Verlust der vom Men­schen unbeeinflussten Lebensräume. Insbesondere in den letzten hundert Jahren wird dies von einer bisher unbekannten Form des Verlustes an Tier- und Pflanzenarten lokal und weltweit begleitet. Diesen Trend zu stoppen ist das Anliegen vieler. Die Erhaltung und der Schutz der natürlichen Lebensräume ist dabei die Basis für ein langfristiges Hilfskonzept. Oft ist dies jedoch nicht einfach und es stellt sich die Frage, ob es wünschenswert ist, im Ausgleich für den Verlust an natürlichen Lebensräumen künstliche Biotope bereitzustellen. Die Schlagworte „Natur aus zweiter Hand“ sind wohl allen bestens bekannt.

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Mittwoch, 17 Februar 2021 10:30

Etruskerspitzmaus

smiley happy  Neue Tierart

Überordnung: Insektenfresser (INSECTIVORA / EULIPOTYPHLA)
Ordnung: Spitzmausverwandte (SORICOMORPHA)
Familie: Spitzmäuse (Soricidae)
Unterfamilie: Weißzahnspitzmäuse (Crocidurinae)

D LC 650

Etruskerspitzmaus

Suncus etruscus • The Etruscan, or White-toothed, Pygmy Shrew • La musaraigne étrusque

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Etruskerspitzmaus (Suncus etruscus) im Zoo Dresden © Zoo Dresden

 

 

 

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Approximative Verbreitung der Moschusspitzmaus (Suncus murinus). Dunkelblau: autochthone Verbreitung; rot: eingeführte Populationen

 

 

 

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Etruskerspitzmaus (Suncus etruscus) im Naturschutz-Tierpark Görlitz © Klaus Rudloff, Berlin

 

 

 

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Etruskerspitzmaus (Suncus etruscus) im Zoo Dresden © Zoo Dresden

 

 

 

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Etruskerspitzmaus (Suncus etruscus) im Naturschutz-Tierpark Görlitz © Klaus Rudloff, Berlin

 

 

 

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Etruskerspitzmaus (Suncus etruscus) in Privathaltung frisst Schwarzkäferlarve (Zophobas morio) © Klaus Rudloff, Berlin

 

 

Weitere Bilder auf BioLib

Die Etruskerspitzmaus ist das kleinste bodenlebende Säugetier der Erde - nur die Hummelfledermaus ist vergleichbar klein. Das macht sie interessant für die Zoopädagogik. Deswegen wird sie in einigen europäischen Zoos gezeigt, obwohl ihre geringe Lebenserwartung und rasche Generationenfolge die Haltung etwas mühsam machen.

Körperbau und Körperfunktionen

Mit einer Kopf-Rumpflängen von 33-50 mm, einer Schwanzlängen von 21-30 mm und einem Körpergewicht von 1.2 bis 2.7 g ist die Etruskerspitzmaus das kleinste Säugetier. Nur die erst 1973 entdeckte thailändische Hummelfledermaus (Craseonycteris thonglongyai) ist ähnlich klein. Unsere Zwergspitzmaus (Sorex minutus) ist deutlich größer und etwa doppelt so schwer. Die Etruskerspitzmaus hat weiße Zähne, nach Moschus duftende Flankendrüsen, Wimperhaare am Schwanz und ein kurzes, weiches Fell, das am Rücken rauchgrau und ohne scharfe Trennlinie am Bauch silbergrau gefärbt ist [3; 4; 5; 8].

Verbreitung

Unzusammenhängende Verbreitung in
Europa: Albanien, Aserbaidschan, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Frankreich, Georgien, Griechenland, Italien, Kosovo, Kroatien, Malta, Montenegro, Nord-Mazedonien, Portugal, Schweiz (nur Sotto Ceneri im Kanton Tessin), Slowenien, Spanien, Türkei, Zypern. Eventuell auch Andorra, Armenien, Gibraltar, Monaco.
Asien: Afghanistan, Bahrain, Bhutan, China, Indien, Irak, Iran, Israel, Jemen. Jordanien, Laos, Libanon, Libyen, Malaysia, Myanmar, Nepal, Oman, Pakistan, Sri Lanka, Syrien, Tadschikistan, Thailand, Turkmenistan, Vietnam. Eventuell auch Brunei, Indonesien, Kuwait, Usbekistan
Afrika: Ägypten, Algerien, Äthiopien, Guinea, Marokko, Nigeria, Tunesien.

Eingeführte Populationen in Madagaskar und auf den Kanarischen Inseln [1].

Lebensraum und Lebensweise

Die Etruskerspitzmaus kommt vom Meeresspiegel bis auf eine Höhe von etwa 3'000 m vor. Sie besiedelt im Mittelmeerraum Gärten, Felder, Olivenhaine, Weinberge, offene Wälder, Macchia und Garrigue, wo sie ihre Nester vorzugsweise in Trockenmauern und Ruinen, auch in Schutt und Geröllhaufen baut. Sie ist überwiegend nachtaktiv. Sie macht keinen Winterschlaf, kann aber häufig in Tagschlaflethargie oder einen Torpor fallen, der ein Überleben für etwa einen Tag ohne Nahrungszufuhr möglich macht. Sie ernährt sich von Insekten, Spinnen und kleinen Eidechsen. Nach einer Tragzeit von 27-28 Tagen bringen die Weibchen 4 (2-6) Junge mit einem Geburtsgewicht von 0.2 g zur Welt, die 19-21 Tage gesäugt werden, in der Regel erstmals nach dem ersten Winter. Ein Weibchen kann im Lauf ihres Lebens bis zu 6 Würfe bringen [1; 3; 4; 5; 8].

Gefährdung und Schutz

Die Art hat ist vermutlich nicht sehr häufig, hat aber eine weite Verbreitung und kommt in einer Reihe von Schutzgebieten vor. Sie wurde deshalb aufgrund einer Beurteilung aus dem Jahr 2016 als nicht-gefährdet eingestuft [1]. Die Etruskerspitzmaus dürfte das seltenste Säugetier der Schweiz sein. Der Erstnachweis erfolgte 1895 in der Nähe von Lugano, der zweite erst 2011 bei Vacallo oberhalb Chiasso [2].

Der internationale Handel ist durch CITES nicht geregelt.

Bedeutung für den Menschen

Die Etruskerspitzmaus führt ein in der Regel vom Menschen völlig unbeachtetes Leben.

Haltung

Eine im Zoo Frankfurt geborene Etruskerspitzmaus erreichte ein Alter von 3 Jahren und 3 Monaten [7].

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird in etwa 15 Zoos gehalten, von denen sich etwa ein Drittel im deutschsprachigen Raum befinden. Die meisten Haltungen sind erst wenige Jahre alt. Für Details siehe Zootierliste.

Mindestanforderungen an Gehege: Nach Säugetiergutachten 2014 des BMEL soll ein Gehege für ein Paar und dessen Nachwuchs mindestens 100x50x50 cm (LxBxH) messen, was aber wohl keine Mindestanforderung im eigentlichen Sinn darstellt. In Österreich und der Schweiz gibt es keine spezifischen Anforderungen.

 Taxonomie und Nomenklatur

Die Etruskerspitzmaus wurde 1822 von Paolo SAVI, einem italienischen Geologen und Ornithologen aus Pisa, als "Sorex etruscus" erstmals wissenschaftlich beschrieben. Später wurde sie der 1832 vom Theologen und Naturwissenschafter Christian Gottfried EHRENBERG aus Delitzsch geschaffenen Gattung Suncus zugeteilt. Im HANDBOOK werden 7 Unterarten aufgeführt, einschließlich madagascariensis, bei der es sich aber um eine vom Menschen eingeführt Population handelt. In Europa kommt die Nominatform vor [4].

Literatur und Internetquellen

  1. AULARGNIER, S. et al. (2017). Suncus etruscus. The IUCN Red List of Threatened Species 2017: e.T90389138A22288134. https://dx.doi.org/10.2305/IUCN.UK.2017-2.RLTS.T90389138A22288134.en . Downloaded on 17 February 2021.
  2. GO:RUMA] - Etruskerspitzmaus
  3. GRIMMBERGER, E. & RUDLOFF, K. (2009)
  4. GRZIMEK, B. (Hrsg. 1970)
  5. HAUSSER, J. et al. (Hrsg., 1995)
  6. PUSCHMANN, W., ZSCHEILE, D., & ZSCHEILE, K. (2009)
  7. WEIGL, R. (2005)
  8. WILSON, D. E. et al. eds. (2009-2016)

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Samstag, 06 Februar 2021 09:06

KLEIMAN, D. G. & RYLANDS, A. B. (eds., 2002)

Lion Tamarins: Biology and Conservation.

422 Seiten
Smithsonian Institution PressWashington, DC. ISBN 1588340724.

Volltext (PDF): https://www.researchgate.net/publication/272492239_History_of_LT_Research_and_Conservation

Buchbesprechung (BRAIN, P. F.):

An entire volume devoted to the genus Leontopithecus that includes four of the most charismatic South American primates namely the Golden lion tamarin ( L. rosalia); Black lion tamarin (L. chrysopygus); Golden-headed lion tamarin ( L. chrysomelas) and the Black-faced lion tamarin ( L. caissara)! This book, with its 48 contributors, essentially arose out of a series of meetings discussing lion tamarin research and conservation held in Belo Horizonte, Brazil in 1997. The volume is divided into three sections, each with a series of commissioned chapters. Section 1 is devoted to ‘The history and Status of the Lion Tamarins’ and deals with issues such as the discovery of these primates; the phenomenon of their declines within their Brazilian localities in the early 1960s and the variety of conservation initiatives undertaken on them up to 2001. The statuses of these animals in both the wild and captivity are also presented. Section 1 also considers how 1968 changes in Brazilian law recognizing the role of Non-Governmental Organizations (NGOs) has resulted in “…empowerment of activities supporting biodiversity conservation, protected areas preservation and management and endangered species recovery…” The section also discusses captive breeding programmes and their potential benefits but warns that the prognoses for the four species are very different (the Golden lion tamarin, having a well-established, genetically diverse population, is certainly in the best situation). Section 2 ‘The Biology of Lion Tamarins’ considers, amongst other issues, genetic studies on these primates; their mating systems and their reproductive biology (“Critical, both for the effective management of a captive breeding program and for the assessment of the viability and future status of wild populations.”). The section also deals with behavioural ecology considerations (e.g. time budgets and the use of space); mating systems and group dynamics; infant care (lion tamarin mothers are more involved in infant transport than are other callitrichid primates and there is a greater level of provisioning to infants) and the different kinds of communication employed by these small primates. Diseases (infective but also congenital, dental and stress) are also considered. Section 3 is devoted to ‘Conservation and Management of Lion Tamarins in the Wild’ and considers reintroduction and translocation studies; the impact of pre-release environments and post-release management on reintroduced Golden lion tamarins; metapopulation management in the conservation of Black lion tamarins; in situ conservation education in relation to these animals as well as challenges for the future.

This is an impressive volume. Callitrichid enthusiasts will be pleased to have all this currently scattered information in a single book. On another level, however, the volume provides a graphic account of the range of scientific studies and other initiatives (including education and political change) needed to undertake effective conservation of complex animals such as these primates. It also, very effectively, illustrates the benefits associated with carrying out much of the work in the country of origin. It is worth reminding ourselves that a substantial number of primate species are predominantly found in only four countries, all with substantial problems

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Management of reintroduced lions in small, fenced reserves in South Africa:an assessment and guidelines.

South African Journal of Wildlife Research 43(2): 138–154.

Volltext (PDF)

Zusammenfassung:

Managers of African lions (Panthera leo) on reserves where they have been reintroduced increasingly face challenges associated with ecological regulation, genetic degradation and increased susceptibility to catastrophic events. The Lion Management Forum (LiMF) was formed in 2010 to define these challenges and explore possible solutions with the view to developing appropriate management guidelines. LiMF bases its recommendations on the ecologically sound premise that managers should, as far as possible, mimic natural processes that have broken down in reserves, using proactive rather than reactive methods, i.e. management should focus on causal mechanisms as opposed to reacting to symptoms. Specifically, efforts should be made to reduce population growth and thus reduce the number of excess lions in the system; disease threats should be reduced through testing and vaccination whenever animals are translocated; and genetic integrity should be monitored. The latter is particularly important, as most of these reserves are relatively small (typically<1000 km2). An adaptive management framework is needed to implement the guidelines developed here on reserves across the country, with regional nodes addressing more local genetic issues, within an overall national plan. Ongoing monitoring and scientific assessment of behavioural, population and systemic responses of lion populations and responsive modification of the guidelines, should improve management of lions on small reserves in South Africa. This approach will provide a template for evidence-based conservation management of other threatened species. Ultimately ‘National Norms and Standards’ must be established and a ‘National Action Plan’ for lions in South Africa developed.

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Lessons from the introduces Black rhino population in Pilanesberg National Park.

Pachyderm 26: 40-51

Volltext (PDF)

Einleitung:

Due to the drastic decline in black rhino numbers, several rhino range states took steps to translocate rhino to secure areas with suitable habitat within their former range. The aim was to build-up remaining black rhino numbers as rapidly as possible, to preserve their genetic diversity in the long tern, and to provide the biggest possible buffer against future potential poaching losses.

However the re-introductions and management of these new populations has not been entirely straightforward. The translocation process needed to be perfected and new problems arose in the introduced populations which required careful consideration.

The black rhino in Pilanesberg National Park South Africa is an introduced population which, through intensive and ongoing monitoring, has improved our understanding of rhino population characteristics currently influencing the conservation goals for black rhino.

Pilanesberg National Park was proclaimed in 1979. It covers 550km2  of rocky hills and broad alluvial valleys in a weathered alkaline volcano. The summer rainfall averages 637mm annually. Black rhino introductions occurred in several stages, beginning in 1981, and involved 24 animals in total. By the start of 1996, the population had grown to 42 animals, and in June that year Pilanesberg became a donor reserve when nine black rhino were translocated to Madikwe Game Reserve. This paper summarises the history and characteristics of the Pilanesberg population up to this stage.

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© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx