Freitag, 06 März 2020 11:02

DITTRICH, L. (2007)

Zootierhaltung - Tiere in menschlicher Obhut: Grundlagen.

478 Seiten, mit s/w-Abbildungen.
Verlag Harri Deutsch, Frankfurt /Main. ISBN13:  078-3-8171-1813-7.

Buchbeschreibung:

Die Haltung und Pflege von Wildtieren steht heute auf einem gesicherten FundamentJahrzehntelange Erfahrungen in den Zoologischen Gärten, gesammelt aber auch von Tierliebhabern, vor allem jedoch die Ergebnisse mehrerer naturwissenschaftlicher Disziplinen lieferten die Voraussetzung, Wildtieren artgemäße Haltungsbedingungen zu schaffen. Für Tierhalter und Tierpfleger bedeutet dies jedoch, über eine kaum nochüberschaubare Fülle von einschlägigen Informationen und Daten verfügen zu müssen. Im vorliegenden Band haben in der Haltung von Wildtieren erfahrene Spezialisten wissenschaftlicher Disziplinen und erfolgreiche Autoren einen Abriss des Wissens zusammengestellt, das die Grundlage der Wildtierhaltung bildet. Das Buch hat gleichermaßen den Charakter eines Lehrbuches wie eines Nachschlagewerkes und ist leicht verständlich geschrieben. Zahlreiche instruktive Zeichnungen erläuterndie beschriebenen Zusammenhänge. Diese neubearbeitete und auf sechs Bände erweiterte Auflage von "Wildtiere in Menschenhand" ist vor allem für Zootierpfleger und Mitarbeiter von Tierparks geschrieben. Erkenntnisse über Pflege, Ernährung, Verhalten etc.in Zoologischen Gärten werden aufbereitet und so für den Tierpfleger zugänglich gemacht. Das Werk ist aber auch für Hobby-Tierhalter, Biologen und Veterinärmediziner von Interesse.

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Montag, 08 Juli 2019 07:00

Remicle

Als Remicle bezeichnet man die stark reduzierte äußerste Handschwinge am Vogelflügel. Dabei handelt es sich um ein kleines steifes Federchen an der Endphalanx des 2. Fingers, das zusammen mit den Handschwingen und Deckfedern der Stabilisierung des Flügels während des Fluges dient.

Bei einigen Vogelgruppen ist das Remicle stets vorhanden: Lappentaucher (Podicipediformes), Seetaucher (Gaviformes), Röhrennasen (Procellariiformes), Ruderfüßer (Pelecaniformes), Reiher (Ardeidae), Ibisse (Threskiornithidae) und Flamingos (Phoenicopteriformes). In anderen Gruppen fehlt es stets: Hühnervögel (Galliformes), Kuckucke (Cuculiformes), Papageien (Psittaciformes) und Nachtschwalben (Caprimulgiformes). Bei Vögeln weiteren Gruppen kann es vorhanden sein oder fehlen.

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Function, size and form of the gastrointestinal tract of the collared Pecari tajacu (Linnaeus 1758) and white-lipped peccary Tayassu pecari (Link 1795).

Eur. J. Wildl. Res .56: 569-576. https://doi.org/10.1007/s10344-009-0348-2


Abstract:

The peccary digestive tract is characterised by an elaborate forestomach. In order to further characterise the digestive function of peccaries, we report body mass, digestive organ mass, content mass of the gastrointestinal tract compartments and their length and width, as well as liver, parotis and mandibular gland mass. Our data on eleven collared and four white-lipped peccaries suggest that peccaries have a small relative stomach volume compared to other foregut fermenters, which implies a comparatively lower fermentative capacity and thus forage digestibility. The forestomach could enable peccaries to deal, in conjunction with their large parotis glands, with certain plant toxins (e.g. oxalic acid). The finding of sand being trapped in the forestomach blindsacs could indicate a disadvantage of the peccary forestomach design. The relevance of the forestomach to peccaries remains enigmatic.

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Sonntag, 02 Juli 2017 08:52

REYNOLDS, S. H. (1897)

The Vertebrate Skeleton.

528 Seiten (ohne Index und Referenzen), 110 Abbildungen. University Press, Cambridge.

Volltext verfügbar im Rahmen des Projekts Gutenberg unter http://www.gutenberg.org/files/43431/43431-h/43431-h.htm

Aus der Einleitung:

By the term skeleton is meant the hard structures whose function is to support or to protect the softer tissues of the animal body.

The skeleton is divisible into

A. The Exoskeleton, which is external;

B. The Endoskeleton, which is as a rule internal; though in some cases, e.g. the antlers of deer, endoskeletal structures become, as development proceeds, external.

In Invertebrates the hard, supporting structures of the body are mainly exoskeletal, in Vertebrates they are mainly endoskeletal; but the endoskeleton includes, especially in the skull, a number of elements, the dermal or membrane bones, which are shown by development to have been originally of external origin. These membrane bones are so intimately related to the true endoskeleton that they will be described with it. The simplest and lowest types of both vertebrate and invertebrate animals have unsegmented skeletons; with the need for flexibility however segmentation arose both in the case of the invertebrate exoskeleton and the vertebrate endoskeleton. The exoskeleton in vertebrates is phylogenetically older than the endoskeleton, as is indicated by both[2] palaeontology and embryology. Palaeontological evidence is afforded by the fact that all the lower groups of vertebrates—Fish, Amphibia, and Reptiles—had in former geological periods a greater proportion of species protected by well-developed dermal armour than is the case at present. Embryological evidence tends the same way, inasmuch as dermal ossifications appear much earlier in the developing animal than do the ossifications in the endoskeleton.

Skeletal structures may be derived from each of the three germinal layers. Thus hairs and feathers are epiblastic in origin, bones are mesoblastic, and the notochord is hypoblastic.

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Sonntag, 24 Juni 2018 13:01

Plastron

Als Plastron, ursprünglich der Brusthartnisch einer Ritterrüstung, wird bei den Schildkröten der Bauchpanzer bezeichnet. Dieser ist über die so genannte „Brücke“ mit dem Carapax verbunden. Es handelt sich um eine Struktur, an der Epidermis, dermale Knochenplatten, sowie Elemente der Gliedmaßengürtel (z.B. die Schlüsselbeine) beteiligt sind. Nach außen hin ist das Plastron mit Hornschildern oder eventuell - im Falle der Weich- und Lederschildkröten - mit einer ledrigen Haut bedeckt. Die Schilder des Plastrons sind paarig angeleget. Man unterscheidet im Regelfall von vorne nach hinten: Gularschilder, Humeralschilder, Pectoralschilder, nach außen flankiert von je einem kleinen Axillarschild, Abdominalschilder, nach außen flankiert von je einem Inguinalschild, Femoralschilder und Analaschilder, ferner je eine Reihe verbindender Schilder zwischen Axillar- und Inguinalschild (ZISWILER, V.,  1976).

Manche wasserlebenden Insekten verfügen an der Körperoberfläche über Wasser abweisende Strukturen. Der den Körper umgebende Luftfilm, der sich dasdurch bilden kann und dem Insekt erlaubt, zu atmen ohne aufzutauchen, wird ebenfalls Plastron genannt.

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Donnerstag, 14 Juni 2018 10:24

TCHOBANOV, R. (2015)

Nahrungsaufnahme bei Shinisaurus crocodilurus (Ahl, 1930) - ein Vergleich zwischen harter und weicher Nahrung.

Diplomarbeit

111 S. : Ill., graph. Darst.

Ganze Arbeit

Fakultät für Lebenswissenschaften, Universität Wien
Leitung: Ao. Univ.-Prof. Dr. Doris Nagel
Tiergarten Schönbrunn Wien

Zusammenfassung:

Shinisaurus crocodilurus ist eine charismatische Echse, die rezent stark vom Aussterben bedroht ist. Sie kommt nur in einer begrenzten, jedoch versprengten Region in der Provinz Guangxi (SO-China) und im Nordosten von Vietnam vor. Sie lebt eng gebunden ans Wasser und zeichnet sich durch ihr besonderes Aussehen aus. Vor allem der Schwanz und die zahlreichen Osteodermen erinnern an ein Krokodil. Diese Untersuchung widmet sich der Schädelanatomie (juvenil und adult) und der kinematischen Analyse der Nahrungsaufnahme juveniler Shinisaurus crocodilurus. Im Besonderen wird hier der Vergleich der Auswirkungen auf die Kinematik beim Fressen harter und weicher Nahrung angestrebt. Zu diesem Zweck wurden µCT-Scans der Schädel eines juvenilen und eines adulten Individuums gemacht. Anhand der Bilder wurde ein Vergleich zwischen den unterschiedlichen Altersstufen und der engeren Verwandtschaft angestellt. Weiters wurden mit Hilfe von High-Speed Kameraaufnahmen Analysen der Nahrungsaufnahme möglich gemacht. Die Nahrungsaufnahme bei Shinisaurus crocodilurus unterscheidet sich nicht grundsätzlich von der Nahrungsaufnahme anderer Echsen. Sie ist denselben Änderungen unterworfen, bedingt durch den Härtegrad, die Mobilität, die Beschaffenheit und auch Größe der Beute. Vielmehr zeichnet sich eine Flexibilität aus, die es Shinisaurus crocodilurus ermöglicht, eine große Bandbreite an potenzieller Beute zu konsumieren.

Abstract:

Shinisaurus crocodilurus is a charismatic lizard strongly threatened by extinction. Extant specimens are found today only in a limited and scattered region in Guangxi (SE-China) and NE-Vietnam. The species lives strongly bound to water and is characterized by its osteoderms and its resemblance to crocodiles, especially in the caudal region. This study devotes itself to the cranial anatomy of juvenile and adult specimens and to the kinematic analysis of feeding in juvenile Shinisaurus crocodilurus, particularly the comparison of the consumption of hard and soft prey. For these purposes, µCT-scans of the cranial region were made. A comparison between juvenile and adult specimen as well as related lacertids was done. Furthermore, feeding was analyzed, using videos, filmed with a high-speed camera. Feeding in Shinisaurus crocodilurus does not differ fundamentally from feeding in other lizards. It is subdued to the same rules, regarding stiffness, mobility, texture and size of the consumed prey. Shinisaurus seems to be flexible in feeding, a condition that allows and promotes a varied diet.

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Donnerstag, 14 Juni 2018 15:09

ASSMANN, M. (2015)

Untersuchungen zum Urogenitaltrakt der Chamäleons (Chamaeleonidae) - Anatomie und bildgebende Diagnostik.

Investigation of the Urogenital Tract of Chameleons (Chamaeleonidae) -Anatomy and Medical Imaging

Dr. med. vet. Dissertation

266 Seiten

Ganze Arbeit

Tierärztliche Hochschule Hannover
Wissenschaftliche Betreuung: Univ.-Prof.Fr. med. vet. M. Fehr, Klinkik für Heimtiere, Reptilien, Zier- und Wildvögel
Tropenaquarium Hagenbeck: Dr. Guide Westhoff

Zusammenfassung:

In der vorliegenden Arbeit wurde, unter Einbezug anatomisch-morphologischer Studien sowie klinischer und hämatologischer Parameter, der Urogenitaltrakt von insgesamt 46 Chamäleons röntgenologisch und sonographisch untersucht (29 Jemenchamäleons (Chamaeleo calyptratus), 13 Pantherchamäleons (Furcifer pardalis), zwei Dreihornchamäleons (Trioceros jacksonii), ein Riesenchamäleon (Furcifer oustaleti) sowie ein Elefantenohrchamäleon (Trioceros melleri)). Im Rahmen der Vorversuche wurden Sektionen an 17 Tierkörpern durchgeführt, um Einsicht in die urogenitale Anatomie dieser Tierart zu erhalten und die so gewonnenen Erkenntnisse mit der zugänglichen Literatur zu vergleichen. Die Vorversuche dienten ferner der Evaluierung von Röntgen und Sonographie als diagnostische Verfahren zur Darstellung des Urogenitaltraktes. Darüber hinaus konnte die röntgenologisch erfassbare Rumpf-Becken-Länge als alternativer Tiergrößenmaßstab zur Schnauzen-Schwanz-Länge bestimmt werden. Bei den anschließenden Hauptuntersuchungen wurde eine ausführliche Anamnese inklusive Signalement erhoben und die Probanden einer klinischen Allgemeinuntersuchung unterzogen sowie relevante hämatologische Parameter erfasst. Zudem wurden Röntgenprojektionen in drei Ebenen (l/l, d/v, v/d) angefertigt und mittels Sonographie eine Übersicht über die intrazölomealen Strukturen erstellt. Dabei wurde ein praktikabler sonographischer Untersuchungsgang zur urogenitalen Darstellung erarbeitet und geeignete Schnittebenen beschrieben. Ferner wurden die röntgenologisch und sonographisch erfassten Organgrößen sowie die subjektive Organbeurteilung mittels statistischer Verfahren zueinander und mit den hämatologischen Parametern in Bezug gebracht. Hieraus konnten Grenzwerte für einzelne Organmaße (präpelvine Nierenlänge im Röntgen, Nierengesamtlänge im Ultraschall) und Blutparameter (Harnsäure, Phosphat, Kalzium-Phosphat-Index) abgeleitet werden, die als Orientierungshilfe zur Differenzierung physiologischer und pathologischer Verhältnisse dienen sollen.

Abstract:

In the scope of this work, the urogenital tract of 46 chameleons was examined using X-ray and sonography techniques taking into consideration anatomical and morphological studies as well as hematological parameters. In a preliminary study, dissections were carried out for 17 animal bodies to gain insight in urogenital anatomy and to compare the results with literature findings. Furthermore, the outcome was used as a validation method to quantify X-ray and sonography as applicable diagnostic procedures to image the urogenital tract. Additionally, the trunk-to-pelvis length (determinable via X-ray) was proposed as an alternative to the snout-to-tail length to determine the animal size. For the main investigations the chameleons were subject to detailed anamnesis including personal description, general examination and determination of all relevant hematological parameters. X-ray projections were taken in three planes (l/l, d/v, v/d) and an overview sonographic scan gave a complete picture of the intracoelomeal structures. A sonographic examination procedure appropriate for clinical practice was established and the main sonographic cutting planes were described. Additionally, organ measurements, as well as organ evaluation determined by X-ray or sonography, were analyzed and compared to hematologic parameters using statistical methods. Thus, limit values for single organ measurements (prepelvic kidney length in Xray, full kidney length in sonography) and hematological parameters (uric acid, phosphate, calcium-phosphate index) correlating with pathologic processes were postulated. Those values can serve as decision-making guidance for differentiation between physiological and pathological conditions.

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Donnerstag, 14 Juni 2018 08:35

BESSELMANN, D. (2005)

Untersuchungen zur Anatomie und Verdauungsphysiologie des Flachland-Viscachas (Lagostomus maximus).

Investigation on the Anatomy and Digestive Physiology of the Plains Viscacha (Lagostomus maximus)

Dissertation

129 Seite

Klinik für Zoo-, Heim- und Wildtiere, Department für Kleintiere, Vetsuisse-Fakultät der Universität Zürich
Leitung: Prof. Dr. Marcus Clauss
Zoo Zürich

Zusammenfassung:

Bei den seit 1964 im Zoo Zürich gezüchteten Flachland-Viscachas zeigte sich die Tendenz, in Gefangenschaft bilaterale Katarakte zu bilden. Anhand ausgedehnter Untersuchungen im Vorfeld dieser Arbeit wurde ein Typ-2-Diabetes mellitus diagnostiziert. Als Hauptursache wurde eine nichtadäquate Fütterung vermutet.

Das Ziel dieser Arbeit war es, Grundlagen zur Anatomie und Verdauungsstrategie des Viscachas im Hinblick einer Diabetesauslösung darzustellen.

Es wurden zwei zweiwöchige Fütterungsversuche mit rohfaserreichem, energiearmem (Versuch A, nur Grasheu) bzw. rohfaserarmem, energiereichem Futter (Versuch B, pelletiertes Mischfutter) durchgeführt. Zwischen den beiden Rationen wurden die Retentionszeit, Futteraufnahme, Verdaulichkeit der Rohnährstoffe und Mineralien und die Körpermasseentwicklung verglichen. Zusätzlich wurden Blut- und Urinproben untersucht, um mögliche Einflüsse der Fütterung auf diese Parameter aufzuzeigen und die anatomische Lage, sowie Längen und Gewichte der Darmabschnitte bei vier Sektionen erfasst und skizziert.

Die Transitzeit betrug beim Viscacha durchschnittlich 9.6 Stunden, die mittlere Verweilzeit 27.3 Stunden. Die scheinbaren Verdaulichkeiten der Mineral- und Rohnährstoffe waren bei Versuch B signifikant höher als bei Versuch A. So besass die Trockensubstanz in Versuch A durchschnittlich eine scheinbare Verdaulichkeit von 33% und in Versuch B von 61%. Eine Ausnahme bildeten die Rohfaserverdaulichkeiten, bei denen kein signifikanter Unterschied festgestellt werden konnte (durchschnittlich 35% in Versuch A und 34% in Versuch B).

Das Viscacha ist an die Aufnahme von karger Nahrung (Gräser, krautige Pflanzen und Sträucher) angepasst. Daher ist es überraschend, dass eine reine Heufütterung (Versuch A) bei fast allen Tieren zur Gewichtsabnahme führte. Andererseits liessen sich durch eine kohlenhydratreiche Fütterung innerhalb von zwei Wochen Einflüsse auf einige Blut- und Urinwerte erkennen. So nahmen der Fructosamin- und Insulinspiegel signifikant zu und es kam zu höheren Glukosewerten in fünf Urinproben, was darauf hindeutet, dass es bei so einer Fütterung über längeren Zeitraum mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Manifestation eines Diabetes mellitus kommt.

Insgesamt fällt auf, dass das Flachland-Viscacha grosse Ähnlichkeiten mit nahe verwandten Nagerarten im Hinblick auf den anatomischen Aufbau und die Funktion des Magen-Darm-Traktes besitzt.

Abstract:

Plains viscachas have been bred at Zurich Zoo since 1964 and have shown the tendency to develop bilateral cataracts. Due to extensive research in the past, a type II diabetes mellitus could be diagnosed, which was supposedly caused by inadequate feeding.

The aim of this study was to examine the basic principles of the anatomy and digestion in viscachas with respect to a clinical manifestation of diabetes mellitus.

To this end, two different feeding trials (trial A with a high-fibre, low-energy feed, only gras hay and trial B with a low-fibre, high-energy feed, pelleted mixed feed) were carried out. Retention time, food intake, digestibilities and bodyweight were compared between the trials. In addition, blood and urine values were examined to demonstrate dietary effects.

Based on four post-mortem examinations the anatomy of the alimentary tract and the length and weight of the individual segments were investigated and graphically displayed.

The transit time averaged 9.6 hours and the mean retention time 27.3 hours. The apparent digestibility of the nutrients and minerals increased significantly in trial B, e.g., the apparent digestibility of dry matter increased from 33% in trial A to 61% in trial B. An exception were the apparent digestibilities of crude fibre with no significant difference (35% in trial A and 34% in trial B).

Although the plains viscacha is considered to subsist on poor quality food in the wild (grass, forbs and bushes), it was shown that a feeding regime of exclusively gras hay (trial A) led to a decrease in body weight in most animals. On the other hand, feeding with a diet rich in carbohydrates showed an influence on some blood and urine parameters within two weeks. Fructosamine and insulin levels increased significantly and five animals showed elevated urine glucose values in trial B. This indicates that the feeding of trial B over a long period would probably bear a risk of developing diabetes mellitus.

Overall the plains viscacha features marked similarities of anatomy and function of the alimentary tract to related rodent species.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 15:39

JUNGNICKEL, S. (2002)

Anatomie des Lokomotionsapparates von Cryptoprocta ferox (Viverridae, Ord.: Carnivora) unter biomechanischen Aspekten.

Diplomarbeit

261 Seite

Zoologisches Institut, Universität Karlsruhe
Leitung: Prof. Dr. Norbert Rieder
Zoo Duisburg

Zusammenfassung:

Verschiedene Autoren haben immer wieder die Katzenähnlichkeit der Fossa betont, und dargestellt, dass Cryptoprocta eine Zwischenform zwischen dem grundlegenden, urtümlichen Carnivorenbauplan, den die Ginsterkatzen repräsentieren, und dem moderneren Katzenbauplan sei, oder eine Primitivform der Katzen. Dies wurde u.a. an der Gebissformel festgemacht (Fossa: 32 Zähne im Vergleich zu den anderen Viverriden mit 44 Zähnen; die meisten Katzen besitzen nur noch 30 Zähne) (MACDONALD 1995). Andere Autoren jedoch wiesen an den Drüsen und den Zähnen viverridentypische Merkmale nach (nach GRZIMEK 1988).

Wie in dieser Arbeit im Kapitel zur Anatomie gezeigt wurde, stimmen tatsächlich viele der Konstruktionseigenschaften der Fossa mit denen der typischen Feliden überein (als Beschleunigungsspezialisten), doch ist dies auf eine ähnliche Spezialisation der Konstruktionen auf Beschleunigung und Ausnutzung der elastischen Wirbelsäule zurückzuführen, die sich in den anatomischen Merkmalen äußern, und nicht auf gemeinsame Ursprünge.

Gemeinsame Merkmale mit den Feliden sind beispielsweise: das fehlende Nuchalligament, das fehlende Sacrotuberalligament, die starke Muskularisierung des Lokomotionsapparates, und die größeren Freiheitsgrade der Bewegungen, darüber hinaus auch z.B. der einheitliche M. sartorius und das Auftreten eines M. soleus. Doch die Fossa besitzt auch viele arteigene oder viverridentypische Konstruktionseigenschaften: die lange Rumpfwirbelsäule ist mit einer starken Kyphose verbunden, und es treten viele Adaptionen an die kletternde Jagd- und Lebensweise auf, wie der semiplantigrade (bedingt plantigrade) Vorderfuß mit 5 langen Zehen. Wie man bei der Durchsicht der Ergebnisse zur Analyse des Tragsystems der Wirbelsäule erkennt, sind an der Wirbelsäulenkonstruktion  der Fossa keine hochspeziellen Vorrichtungen zu finden, sondern lediglich geringe Abweichungen und Modifikationen der Bauweise anderer Carnivoren. Insgesamt hat die Konstruktion der Fossa viele Parallelen bzw. Ähnlichkeiten zur Bauweise der typischen Katze, wenn auch die Kyphose bei der Fossa viel stärker auffällt und die Vorderbeine verkürzter sind. Darüber hinaus ist auch die Bauchmuskulatur straffer als bei der Katze. Auch die Gangarten unterscheiden sich geringfügig von denen der "typischen" Katzenkonstruktion, da die Fossa im Besonderen auch den Trab und das Vertical Looping beherrscht.

Gemeinsame Merkmale mit anderen Viverriden wie beispielsweise Genetta spec. oder Ichneumon albicauda (TAYLOR 1976) sind der M. glutaeofemoralis profundus (der exklusiv bei Viverriden, zumindest bei Genetta genetta und einigen anderen, auftritt), die lange Wirbelsäule, die relativ kürzeren Vorderbeine sowie das Auftreten des M. soleus. Anhand der auftretenden besonderen Muskel- und Skeletteigenschaften lässt sich die Fossa im Rahmen der Konstruktionsanalyse eindeutig dem Viverriden-Konstruktionstypus bzw. den Viverriden zuordnen.

Sogar einige gemeinsame Merkmale mit den Hyaenidae (SPOOR, BADOUX, 1986, 1989) treten auf: auch bei ihnen fehlt das Nuchalligament, und beispielsweise sind die ventralen äußerlichen Halsmuskeln stark verschmolzen. Gemeinsame Merkmale mit den Konstruktionseigenschaften der Musteliden sind beispielsweise der plantigrade Vorderfuß und die Reduktion der Interspinalligamente bei gleichzeitiger Verstärkung der Interspinalmuskulatur zur Flexibilisierung der Wirbelsäule (Martes). Die Reduktion der Interspinalligamente geht bei Cryptoprocta aber nicht ganz so weit und ist gleichzeitig auch mit einer Verstärkung der Aponeurosen der Interspinalmuskeln verbunden, was in Anbetracht der Körpergröße und des -gewichtsbei der Fossa verständlich wird.

Insgesamt ähnelt die Konstruktion von Cryptoprocta ferox  sowohl dem Feliden- als auch dem Musteliden-Bauplan, dabei sind aber viele der Eigenschaften des Tragsystems besonders aufeinander abgestimmt und optimiert, v.a. im Zusammenhang mit der langen Wirbelsäule, der Körpergröße und der kletternden Jagdweise, die mit großer Muskelkraft verbunden ist. Viele Eigenschaften der Fossa bedingen, dass sie Genetta spec. (Viverrinae) - unter den von TAYLOR (1974, 1976) untersuchten Viverriden- am ähnlichsten ist. Eine Entwicklung des Lokomotionsapparates  von Cryptoprocta selbst zu einer typischen Katzenkonstruktion ist kaum zu erwarten, solange das Tier in seiner Nische weiter existieren kann, d.h. die Wälder und die typischen arborikolen Beutetiere erhalten bleiben, und die Konkurrenz mit ausgewilderten Hauskatzen und Haushunden klein bleibt. Bei der Gebiss- und Kiefer-Konstruktion wäre ein fortschreitender Umbildungsprozess zu einer noch katzenähnlicheren Kiefer-Konstruktion denkbar, da diese für das schnelle Töten der Beute am effektivsten ist. Zudem hat sich Cryptoprocta ferox, die etwa seit dem Tertiär vorhanden ist, seit dieser Zeit kaum verändert (PUSCHMANN 1989, SAVAGE 1978). Dies bestätigt die Annahme, dass die Konstruktionseigenschaften des Lokomotionsapparates der Fossa recht "zeitlos" bzw. erfolgreich genug sind, sofern sich das Tier in der geeigneten Umwelt  aufhält. Da von den Viverriden aber oftmals von Geschlechtsdimorphismus  oder –imitationen berichtet wird (MACDONALD 1995), sind (weitere) Veränderungsvorgänge in dieser Hinsicht denkbar.

 

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Donnerstag, 14 Juni 2018 07:22

HARTMANN, D. (2004)

Ursidae in der Sammlung von Koenigswald.

Diplomarbeit, Fachbereich Biologie der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt

103 Seiten.

Volltext:

Zusammenfassung:

Um zu verstehen, warum die verschiedenen Bärenarten so sind wie sie sind muss man 2 Punkte beachten:

1. Sie entwickelten sich aus Carnivoren und entwickelten herbivore Adaptionen aus einer carnivoren Form heraus.

2. sie haben sich erst “kürzlich” entwickelt und mussten sich Nischen suchen, die nicht schon von anderen, älteren Carnivoren besetzt waren.

Die Großkatzen, wie Löwen und Tiger waren schon soweit entwickelt, dass sie auf größere Beute spezialisiert waren. Die Canidae waren auf kleinere und mittelgroße Beute spezialisiert. Als sich die Bären entwickelten, mussten sie sich auf die noch nicht genutzte Nahrung spezialisieren. So entwickelte sich der Lippenbär im Indischen Subkontinent. Dort hatten sich bereits Löwen, Tiger und Leoparden gut etabliert. Früchte war en nur saisonal als Nahrung zu gebrauchen und konnten nicht das ganze Jahr als Nahrungsquelle dienen. Insekten, jedoch, wie Ameisen und Termiten hatten einen hohen Kalorienanteil, waren immer da und wurden noch nicht von anderen Tieren als Nahrungsquelle genutzt. Im Laufe der Zeit entwickelten die Vorfahren des Lippenbären Adaptionen, wie beweglichen Lippen und den Verlust der oberen Incisivi, so dass die Insekten als verlässliche ganzjährige Nahrung dienen konnten. Malaienbären wurden ausgezeichnete Kletterer und ernähren sich hauptsächlich von Früchten und Honig. Pandas nutzten die große Menge an Bambus aus. Obwohl sie sich streng herbivor ernähren, behalten sie weiterhin die Eckzähne und Schneidezähne ihrer Vorfahren.

 

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