Genome size variation in Rana arvalis and some related brown frog species, including taxonomic comments on the validity of the R. arvalis subspecies.

Zeitschrift für Feldherpetologie, Supplement 13: 95–112.

Volltext (PDF)

Zusammenfassung:

Der DNA-Gehalt des diploiden Zellkerns von Rana arvalis und acht nahe verwandter Braunfroscharten wurde mittels Durchflusszytometrie bestimmt. Auf Grund der Genomgrößen konnten wir drei Gruppen von Braunfröschen unterscheiden. Die erste Gruppe wies geringere Kern-DNA-Gehalte auf (10,04–11,76 pg) und bestand aus R. temporaria, R. dalmatina, R. asiatica, R. amurensis, R. dybowskii und R. pirica. Die zweite Gruppe mit intermediären Werten (12,52–13,76 pg) umfasste R. arvalis und R. macrocnemis, und die dritte Gruppe enthielt nur R. graeca (15,24–15,44 pg). Rana arvalis wies überlappende Genomgrößen nur zu R. macrocnemis auf. Bei den Unterarten von R. arvalis bestand der größte Unterschied zwischen R. a. arvalis und R. a. wolterstorffi (2,0 %); zwischen R. a. arvalis und R. a. issaitschikovi unterschieden sich die Genomgrößen um 1,7 %, und zwischen R. a. arvalis und R. a. altaica um 0,4 %. Die Taxonomie von R. arvalis wird diskutiert.

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Amphibians and conservation breeding programmes: do all threatened amphibians belong on the ark?

Biodivers. Conserv. (2015). DOI 10.1007/s10531-015-0966-9

Abstract:

Amphibians are facing an extinction crisis, and conservation breeding programmes are a tool used to prevent imminent species extinctions. Compared to mammals and birds, amphibians are considered ideal candidates for these programmes due to their small body size and low space requirements, high fecundity, applicability of reproductive technologies, short generation time, lack of parental care, hard wired behaviour, low maintenance requirements, relative cost effectiveness of such programmes, the success of several amphibian conservation breeding programmes and because captive husbandry capacity exists. Superficially, these reasons appear sound and conservation breeding has improved the conservation status of several amphibian species, however it is impossible to make generalisations about the biology or geo-political context of an entire class. Many threatened amphibian species fail to meet criteria that are commonly cited as reasons why amphibians are suitable for conservation breeding programmes. There are also limitations associated with maintaining populations of amphibians in the zoo and private sectors, and these could potentially undermine the success of conservation breeding programmes and reintroductions. We recommend that species that have been assessed as high priorities for ex situ conservation action are subsequently individually reassessed to determine their suitability for inclusion in conservation breeding programmes. The limitations and risks of maintaining ex situ populations of amphibians need to be considered from the outset and, where possible, mitigated. This should improve programme success rates and ensure that the limited funds dedicated to ex situ amphibian conservation are allocated to projects which have the greatest chance of success.

Quote:

The moor frog (Rana arvalis), for example, exhibits a high degree of local adaptation to varying pH levels in breeding ponds across its large range (Rasanen et al. 2003a). The cost of mismatched adaptive traits and environmental pH is high (Andrén et al. 1989), therefore any conservation breeding initiative for this species would need to ensure that source and recipient habitats have similar pH values, or exploit the rapid evolutionary rate of this trait (Andrén et al. 1989; Rasanen et al. 2003a, b; Merila et al. 2004) to allow captive populations to track changes in their eventual release sites.

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Mittwoch, 02 März 2022 08:46

Moorfrosch

Ordnung: Froschlurche (Anura)
Unterordnung: Moderne Froschlurche (Neobatrachia)
Familie: Eigentliche Frösche (Ranidae)

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 Neue Tierart

D LC 650

Moorfrosch

Rana arvalis • The Moor Frog • La grenouille des champs

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Moorfrösche (Rana arvalis) zur Paarungszeit in der Lausitz © Axel Gebauer, Boxberg, ehemals Naturschutz-Tierpark Görlitz

 

 

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Approximative Verbreitung des Moorfroschs (Rana arvalis)

 

 

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Vorkommwn des Moorfroschs (Rana arvalis) in Deutschland. Quelle: Nationaler FFH-Bericht 2019 Datengrundlagen: Verbreitungsdaten der Bundesländer und des BfN

 

403 016 040 012 rana arvalis map at
Vorkommwn des Moorfroschs (Rana arvalis) in Österreich (Datenstand 1996) © Umweltbundesamt. Quelle: Verbreitungsatlas Österreich

 

 

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Moorfrosche (Rana arvalis), Weibchen in der Lausitz © Axel Gebauer, Boxberg, ehemals Naturschutz-Tierpark Görlitz

 

 

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Moorfrosch (Rana arvalis) Weibchen mit frischem Laich © Axel Gebauer, Boxberg, ehemals Naturschutz-Tierpark Görlitz

 

 

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Moorfroschlaich (Rana arvalis) mit Embyonen © Axel Gebauer, Boxberg, ehemals Naturschutz-Tierpark Görlitz

 

 

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Moorfrosch (Rana arvalis) Kaulquappen © Axel Gebauer, Boxberg, ehemals Naturschutz-Tierpark Görlitz

 

 

403 016 040 012 rana arvalis christianFischer
Junger, noch nicht geschlechtsreifer Moorfrosch (Rana arvalis), 12 Monate nach seiner Metamorphose von der Kaulquappe zum landlebenden Frosch © Christian Fischer. Übernommen aus Wikimedia Commons unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported-Lizenz.

 

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Stimme in Dt. Digitaler Bibliothek
Stimme (Donau-Auen-NP)

Der in Deutschland und Österreich regional als gefährdet geltende, allgemein aber nicht-gefährdete Moorfrosch wird in Zoos nur selten gezeigt, obwohl die Männchen zur Paarungszeit spektakulär blau gefärbt sind und Lehrstoff zum Thema "saisonaler Geschlechtsdimorphismus" bieten.

Körperbau und Körperfunktionen

Mit einer Kopf-Rumpflänge von 5-7(-8) cm ist der Moorfrosch kleiner und zierlicher als der Grasfrosch. Der Kopf ist nicht sehr breit und mit einer zugespitzten Schnauze versehen. Das Auge hat eine waagerechte Pupille, das kreisrunde Trommelfell ist sehr deutlich zu sehen. Die Hinterbeine sind je nach Unterart bzw. Population unterschiedlich lang. Die Schwimmhäute sind mäßig entwickelt. Die Haut ist glatt oder mit zu beiden Seiten der Rückenmitte längsreihig angeordneten kleinen Warzen versehen. Bei den Weibchen und im Ruhekleid der Männchen verläuft ein schwarzer Streifen von der Nase über Auge und Trommelfell bis zum Kopfende. Die Beine sind quergestreift.  Fast immer ist auf der Rückenmitte ein heller Längsstreifen vorhanden. Ansonsten ist die Färbung sehr variabel, meist braun, mit oder ohne schwarze Punkte. Die Männchen haben keine äußeren Schallblasen. Zur Paarungszeit erscheint ihre Haut ganz oder teilweise bläulich-violett bis intensiv himmelblau. Damit besteht beim Moorfrosch ein saisonaler Geschlechtsdichromatismus [3; 4; 9].

Verbreitung

Eurasien : Belgien, China, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Kasachstan, Kroatien, Lettland, Litauen, Moldawien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Rumänien, Russland, Schweden, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ukraine, Ungarn, Weißrussland [3; 8].

Lebensraum und Lebensweise

Lebensraumansprüche: Als sehr anpassungsfähige Art besiedelt der Moorfrosch vorrangig offene Landschaften wie Moore, Sümpfe, Grasland, Tundra und Steppe vom Tiefland bis in Höhenlagen von 1'500 m. Er kommt aber auch in Auwäldern und als Kulturfolger in Gärten, an Teichen und auf Viehweiden vor. Zum Laichen können auch sehr saure Gewässer, wie z.B. Hochmoorweiher, genutzt werden [3; 5; 7; 10].

Biologie: Außerhalb der Paarungszeit sind Moorfrösche überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Paarungen und Eiablagen erfolgen auch tagsüber. Überwintert wird in der Regel unweit des Laichgewässers an Land. Nach der Winterruhe legt das Weibchen bis zu 2’750 schwarze, 1.2 bis 2 mm große Eier in Ballen ab. Die Larven schlüpfen auch bei tiefen Temperaturen bereits nach 3-17 Tagen. Sie kommen je nach Temperatur nach 6-14 Wochen zur Metamorphose. Frisch metamorphosierte Jungtiere haben eine Länge von 12-16 mm [2; 3; 5.

Gefährdung und Schutz

Der Moorfrosch ist nach einer Beurteilung aus dem Jahr 2008 weltweit nicht gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN), dasselbe trifft für die gesamteuropäische Population zu [6]. In Deutschland gilt die Art bundesweit als gefährdet. Dies ist auch der Fall in Berlin, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. In Schleswig-Holstein ist er auf der Vorwarnliste. In Nordrhein-Westfalen und Thüringen gilt er als stark gefährdet, in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz als vom Aussterben bedroht, und im Saarland ist er ausgestorben. Auch in Österreich wird die Art als gefährdet taxiert. In Oberösterreich, Kärnten und Wien gilt sie als vom Aussterben bedroht, in der Steiermark als stark gefährdet, in Niederösterreich und im Burgenland als gefährdet. In der Schweiz kam die Art früher eventuell in der Ajoie und bei Basel vor. Dies ist aber nicht gesichert. Gegenwärtig gibt es keine Vorkommen [7; 9].

Der internationale Handel ist durch CITES nicht geregelt. Der Moorfrosch ist eine streng geschützte Tierart nach Anhang II der Berner Konvention über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume sowie eine streng zu schützende Tierart nach Anhang IV der FFH-Richtlinie (92/43/EWG).

Zoogestütztes Schutzprojekt (Beispiel):

Grasfrösche profitieren von Schutzmaßnahmen der Zoos zugunsten der einheimischen Amphibien, namentlich von der Anlage und Pflege von Laichgewässern inner- und außerhalb der Zoos, z.B:

Bedeutung für den Menschen

Laut Roter Liste wird der Moorfrosch in der medizinischen Forschung genutzt, genauere Angaben werden aber keine gemacht [7].

Haltung

Terrarium mit etwa ein Drittel der Bodenfläche einnehmendem Wasserbecken, lockerer Erde, Kies oder Moos als Substrat und Rindenstücken oder Wurzeln als Verstecke. Haltungstemperaturen während der aktiven Phase 16-26ºC, während der Winterruhe 5ºC [5; 9].

Der Moorfrosch weist in seinem großen Verbreitungsgebiet eine hohe lokale Anpassung an unterschiedliche pH-Werte in Laichgewässern auf. Jede Erhaltungszuchtinitiative zwecks Wiederansiedlung für diese Art muss daher sicherstellen, dass Ursprungs- und Empfängerlebensräume möglichst ähnliche pH-Werte aufweisen, oder sie muss die schnelle Evolutionsrate dieses Merkmals nutzen, um gehaltene Populationen an ihre möglichen Freigabestandorte zu adaptieren [10].

Haltung in europäischen Zoos: Obwohl sie in Europa weit verbreitet ist, war die Art in europäischen Zoos stets selten. Gegenwärtig (2022) wird sie in nur 4 europäischen Einrichtungen gezeigt, von denen sich eine im deutschsprachigen Raum befindet. Für Details siehe Zootierliste

Mindestanforderungen an Gehege: In Deutschland gibt es keine konkreten Mindestanforderungen. In Österreich sind diese in Anlage 4 der 2. Tierhaltungsverordnung, in der Schweiz in Anhang 2, Tabelle 6 der Tierschutzverordnung festgelegt.

Taxonomie und Nomenklatur

Obwohl er in Schweden vorkommt, wurde der Moorfrosch nicht schon von Carl von LINNÉ, sondern erst 1842 vom schwedischen Zoologen Sven NILSSON, der Professor an der Universität und Direktor des Zoologiska Museet in Lund war, unter seinem heute noch gültigen Namen erstmals wissenschaftlich beschrieben. Eine frühere Beschreibung aus dem Jahr 1832 als "Rana terrestris" wird nicht anerkannt. Je nach Autor gilt die Art als monotypisch oder umfasst bis zu vier Unterarten, wobei eine davon (R. a. altaica) bisweilen als eigene Art angesehen wird [1; 7; 8].

Literatur und Internetquellen

  1. AMPHIBIAN SPECIES OF THE WORLD
  2. AMPHIBIAWEB
  3. DGHT - FELDHERPETOLOGIE: Moorfrosch
  4. GRZIMEK, B. (Hrsg. 1970)
  5. HERRMANN, H. J. (2005)
  6. KARCH
  7. KUZMIN, S. et al. (2009). Rana arvalis. The IUCN Red List of Threatened Species 2009: e.T58548A11800928. Accessed on 02 March 2022.
  8. LITVINCHUK, S. N., BORKIN, L. J. & ROSANOV, J. M. (2008)
  9. NIETZKE, G. (1969)
  10. TAPLEY, B., BRADFIELD, K. S., MICHAELS, C. & BUNGARD, M. (2015)

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Aufzucht und Wiederansiedlung von Wechselkröten durch die Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen

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Aufzuchtbehälter für Wechselkröten in der Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen © Florian Brandes, WASS Sachsenhagen

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Einen Tag alte Laichschnur der Wechselkröte © Florian Brandes, WASS Sachsenhagen

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Metamorphosierende Quappen der Wechselkröte in Aufzuchtbehälter © Florian Brandes, WASS Sachsenhagen

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Junge Wechselkrötchen in Aufzuchtbehälter © Florian Brandes, WASS Sachsenhagen

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Auswilderung von jungen Wechselkröten © Lars Kaletta, WASS Sachsenhagen

 

Das Verbreitungsgebiet der Wechselkröte (Bufotes viridis) erreicht seine nordwestliche Grenze in Ost-Niedersachsen. Geeignete Lebensräume sind dort selten, und als Folge von Lebensraumzerstörung und -zerschneidung ist der Bestand im Lauf des 20. Jahrhunderts um 80% zurückgegangen. Die Vorkommen beschränken sich auf isolierte Sekundärhabitate, die alle außerhalb von Naturschutz- oder Fauna-Flora-Habitat-Gebieten liegen. 2019 gab es nur noch 7 Vorkommen in den Landkreisen Helmstedt und Wolfenbüttel, in denen insgesamt 106 Adulttiere gezählt wurden. Bei nur zwei Vorkommen konnte eine Fortpflanzung nachgewiesen werden. Die Art gilt somit nach der Roten Liste Niedersachsens als regional vom Aussterben bedroht.

Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Wolfenbüttel hat deshalb ein Projekt zum Erhalt der Wechselkröte in Niedersachsen und dem Aufbau einer vitalen, langfristig überlebensfähigen Population aufgegleist. Seit dem Frühjahr 2019 beteiligt sich nebst der Ökologischen NABU-Station Aller/Oker  die Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen an diesem Projekt, indem sie im Auftrag der Unteren Naturschutzbehörde Jungkröten aufzieht.

Das Vorgehen besteht darin, dass bei einer der beiden noch reproduzierenden Populationen Laichschnüre entnommen werden und so das sehr verlustreiche Quappenstadium ex situ überbrückt wird. Dadurch kann aus den Eiern eine größere Anzahl Jungkröten heranwachsen als diese in der Natur der Fall wäre wäre. Jungkröten und metamorphoierende Quappen werden dann zur Stützung noch vorhandener Bestände an Standorten im Landkreis Wolfenbüttel ausgewildert, an denen in den letzten Jahren Populationsrückgänge zu verzeichnen waren. Auch am Entnahmestandort werden Individuen ausgewildert, um den Verlust durch die Laichentnahme auszugleichen.

Begleitet werden diese Maßnahmen von Habitatverbesserungen, die gewährleisten sollen, dass sich die Populationen möglichst langfristig erhsalten und wachsen können. Zusätzlich werden neue Laichgewässer geschaffen, um Jungkröten und Quappen neu anzusiedeln.

Bereits im ersten Projektjahr konnten bis zum 22.08.2019 insgesamt 867 Jungkröten und zusätzlich über 3.000 Quappen ausgewildert werden, die alle einer einzigen, im Mai entnommenen Laichschnur entstammen. 2020 wurden 349 und 2021 weitere 585 Jungkröten ausgewildert.

Literatur und Internetquellen

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Donnerstag, 05 August 2021 08:00

POSSO-TERRANOVA, A. & ANDRÉS, J. (2018)

Multivariate species boundaries and conservation of harlequin poison frogs.

Molecular Ecology 27 (17): 3432-3451.

Abstract:

In this study, we present an iterative method for delimiting species under the general lineage concept (GLC) based on the multivariate clustering of morphological, ecological and genetic data. Our rationale is that distinct multivariate groups correspond to evolutionarily independent metapopulation lineages because they reflect the common signal of different secondary defining properties (environmental and genetic distinctiveness, phenotypic diagnosability, etc.) that imply the existence of barriers preventing or limiting gene exchange. We applied this method to study a group of endangered poison frogs, the Oophaga histrionica complex. In our study case, we used next-generation targeted amplicon sequencing to obtain a robust genetic data set that we combined with patterns of morphological and ecological features. Our analyses revealed the existence of at least five different species in the histrionica complex (three, new to science), some of them, occurring in small isolated populations outside any protected areas. The lineage delimitation proposed here has important conservation implications as it revealed that some of the Oophaga species should be considered among the most vulnerable of the Neotropical frogs. More broadly, our study exemplifies how multiple-amplicon and multivariate statistical techniques can be integrated to successfully identify species and their boundaries.

posso-biblio

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Keeping and Breeding of the Titicaca giant frog (Tematobius culeus) in the Aquazoo Löbbecke Museum.

Zool. Gart. N. F. 89:37-55

Abstract:

The article is about the Titicaca giant frog Telmatobius culeus. It describes the problems which have brought the species to the brink of extinction. The keeping, breeding ans development of tadpoles and frogs in the breeding station of the Aquazoo Löbbecke Museum are described.

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Der Deutsche Wildgehegeverband gab einen „Spendenfrosch“ in Auftrag, mit dem Zoos, Tier- und Wildparks gezielt Geld für Amphibienschutz sammeln konnten, hier im Arche Noah Zoo Braunschweig © Peter Dollionger, Zoo Office Bern

 

12 0 0 2 braunschweig
Amphibienteich im Arche Noah Zoo Braunschweig © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Amphibien übernehmen wichtige Aufgaben in ihrem Ökosystem. Sie sind ein bedeutender Teil der Nahrungskette. In ihr Beuteschema fallen Schnecken und Insekten wie Mücken. Sie selbst wiederum sind wichtige Beutetiere für verschiedene Vögel, Reptilien und Säugetiere. Vielfach sind aber i9hre Lebensräume bedroht.

Im Rahmen des vom Weltzooverband 2008 ausgerufenen Jahrs des Frosches sowie des Jahres der Biodiversität 2010 waren die Anstrengungen der Zoos, Tier- und Wildparks in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu Förderung der lokalen Biodiversität durch Wiederherstellen und Unterhalten von Lebensräumen für Amphibien besonders bemerkenswert. In besonderen Fällen wurde auch die Wiederansiedlung lokal ausgestorbener Arten, wie des Kammmolchs oder des Laubfroschs angegangen. Dazu arbeiteten die Zoos eng mit lokalen Naturschutzorganisationen und Behörden zusammen. Das Herrichten und der Unterhalt von Amphibienbiotopen geschah oft im Rahmen von Aktionstagen mit Hilfe von Schulklassen, Zoo- und Naturfreunden als freiwilligen Helfern. Dabei handelte es sich um nachhaltige Maßnahmen, denn in der Regel bestehen diese Biotope heute noch.

Indirekte Massnahmen zum Schutz einheimischer Amphibien waren von konkreten Projekten losgelöste PR-Aktionen, wie "Der Lurch des Jahres" der DGHT, sowie Forschungsarbeiten.

Im Rahmen der Amphibienkampagne der EAZA sammelten Zoos 410'803 € zur Unterstützung von in situ-Projekten. Weitere über 40'000 € kamen 2008/2009 für das Schutzprogramm der Zoos, Tier- und Wildparks im deutschsprachigen Raum zusammen. Koordiniert durch den Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) konnte dieses bis 2016 Projektförderungen im Umfang von 192'668 € vergeben. Ab dann wurde das Programm durch die Stiftung Artenschutz verwaltet.

 

Beispiele

Zoo Augsburg Patenschaft für Laubfrosch-Biotop ...mehr
Zoo Augsburg Amphibien-Lebensraum im Zoo ...mehr
Tierpark Bischofswerda Erhalten eines Amphibienbiotops ...mehr
Aquazoo Düsseldorf Lebensraum für Amphibien schaffen ...mehr
Natur- und Tierpark Goldau Wiederansiedlung des Laubfroschs ...mehr
Natur- und Tierpark Goldau Schaffen neuer Lebensräume im Park ...mehr
Kölner Zoo Amphibienschutz im Nüssenberger Busch ...mehr
Kölner Zoo Regionale Erhaltung der Wechselkröte
...mehr
Kölner Zoo Information und Laichbiotop im Zoo ...mehr
Zoo Landau Aufwertung eines Teichgebiets ...mehr
Vogelpark Marlow Ein Platz für Frösche ...mehr
Tierpark Nordhorn Wir helfen Fröschen und Kröten ...mehr
Tiergarten Nürnberg Zucht und Wiederansiedlung ...mehr
Tiergarten Schönbrunn Sichere Amphibienwanderung ...mehr
Tiergarten Schönbrunn Amphibienkartierung ...gesperrt
Tiergarten Straubing Zucht und Ansiedlung von Gelbbauchunken
...mehr
Zoo Wuppertal Schutz der Geburtshelferkröte ...mehr
Wildnispark Zürich-Langenberg Amphibienschutz im Wildnispark ...mehr
Wildpark Eekholt Bildungsarbeit mit Amphibien ...mehr

 


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Goliath frogs build nests for spawning – the reason for their gigantism?

Journal of Natural History  53(21-22): 1263-1276.
doi:org/10.1080/00222933.2019.1642528

Abstract:

In contrast to its popularity, astonishingly few facts have become known about the biology of the Goliath Frog, Conraua goliath. We herein report the so far unknown construction of nests as spawning sites by this species. On the Mpoula River, Littoral District, West Cameroon we identified 19 nests along a 400 m section. Nests could be classified into three types. Type 1 constitutes rock pools that were cleared by the frogs from detritus and leaf-litter; type 2 constitutes existing washouts at the riverbanks that were cleared from leaf-litter and/or expanded, and type 3 were depressions dug by the frogs into gravel riverbanks. The cleaning and digging activities of the frogs included removal of small to larger items, ranging from sand and leaves to larger stones. In all nest types eggs and tadpoles of C. goliath were detected. All nest types were used for egg deposition several times, and could comprise up to three distinct cohorts of tadpoles. Nests seemed to be clustered. Camera trapping revealed that nests are guarded by adult frogs at night. The breeding nests may allow the frogs to deposit their eggs away from the torrent rivers, and potential egg and tadpole predators. As nest construction, at least in some cases, requires the removal of large and heavy items, we hypothesize that this can only be achieved by decent sized frogs, possibly explaining the unique size of the species.

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Dienstag, 08 Juni 2021 14:28

Goliathfrosch

Ordnung: Froschlurche (Anura)
Unterordnung: Moderne Froschlurche (Neobatrachia)
Familie: Goliathfrösche (Conrauidae)

D EN 650

Goliathfrosch

Conraua goliath • The Goliath, or Giant Slippery, Frog • La grenouille géante

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Erwachsener Goliathfrosch (Conraua goliath) in Südwest-Kamerun © Marvin Schäfer, Frogs and Friends, Berlin (Pressefoto)

 

 

 

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Approximative Verbreitung desGoliathfroschs (Conraua goliath)

 

 

 

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Junger Goliathfrosch (Conraua goliath) in Südwest-Kamerun © Marvin Schäfer, Frogs and Friends, Berlin (Pressefoto)

 

 

 

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Erwachsener Goliathfrosch (Conraua goliath) in Südwest-Kamerun © Marvin Schäfer, Frogs and Friends, Berlin (Pressefoto)

 

 

 

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Skelett eines Goliathfroschs (Conraua goliath) im Muséum d'Histoire Naturelle de Genève. Gemeinfrei.

 

 

 

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Lebensraum des Goliathfroschs (Conraua goliath) am Mpoula River bei Penja, Südwest-Kamerun © Marvin Schäfer, Frogs and Friends, Berlin (Pressefoto)

 

 

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Der bis 3.3 kg schwere Goliathfrosch ist der größte lebende Froschlurch. Wegen starker Bejagung und Lebensraumverlusts gilt er mittlerweile als stark gefährdet. Über seine Biologie im natürlichen Lebensraum ist wenig bekannt und in europäischen Zoos ist er nur sporadisch anzutreffen.

Körperbau und Körperfunktionen

Mit einer Kopf-Rumpflänge von 17-32 cm und einem Gewicht von 660-3'250 g ist der Goliathfrosch der größte lebende Vertreter der Froschlurche. Weibchen werden etwas schwerer als Männchen, die nur auf 2'700 g kommen. Der Körper ist flach und breit, der Kopf dreieckig. Die Augen könen einen Durchmesser von beinahe 2.5 cm haben. Die Hinterbeine sind sehr lang, die Vorderbeine kurz und kräftig. An allen Füßen befinden sich gut entwickelte Schimmhäute. Die Haut ist auf der Oberseite körnig und grünlich braun, am Bauch ist sie heller gelblichgrün [2; 3].

Verbreitung

Zentralafrika: Äquatorial-Guinea (nur Festland), Südwest-Kamerun, möglicherweise Gabun [4].

Lebensraum und Lebensweise

Lebensraumansprüche: Der Goliathfrosch lebt in oder an schnell fließenden, sauerstoffreichen, etwa 20ºC warmen  Bächen und Flüssen in Höhenlagen von 100-700(-1000) m, die von Primär- oder Sekundärwald umgeben sind [3; 4; 5].

Biologie: Obwohl der Goliathfrosch vor über 100 Jahren für die Wissenschaft entdeckt wurde, war über seine Lebensweise wenig bekannt. Ein Forscherteam aus Kamerun und Deutschland unter Leitung des Museums für Naturkunde Berlin und Frogs & Friends e.V. entdeckte erst kürzlich im Rahmen eines durch deutschsprachige Zoos und Zooverbände geförderten Projekts, dass der Goliathfrosch Teiche für seine Eier und Kaulquappen baut. Er ist damit die erste bekannte afrikanischen Amphibienart, von der eine aktive Brutpflege bekannt ist. Die Frösche heben kleine Teiche mit einem Durchmesser von etwa 1 m und einer Tiefe von etwa 10 cm entlang der Flussufer aus. Dabei bewegen sie manchmal Steine mit einem Gewicht von bis zu 2 kg. Sie deponieren dann mehrere Gelege von jeweils einigen hundert 3.5 mm großen, braungrauen Eiern in diesen Teichen und bewachen sowohl Eier als auch die jungen Kaulquappen. Die Kaulquappen wachsen bis zu einer Länge von 4.5 cm. Die Metamorphose ist nach 89 Tagen abgeschlossen. Die fertigen Jungfrösche messen dann 1.4 cm [5; 6].

Gefährdung und Schutz

Die Art wurde 1986 als gefährdet eingestuft und gilt seit 2004, letztmals überprüft 2018 als stark gefährdet (Rote Liste: ENDANGERED), weil ihre Bestände drastisch abgenommen haben und ihr Lebensraum zunehmend beeinträchtigt wird [4].

Der internationale Handel ist durch CITES nicht geregelt. In Kamerun ist er als einzige Amphibienart nach nationaler Gesetzgebung geschützt.

Zoogestütztes Artenschutzprojekt (Beispiel):

  • Der Amphibienfonds der deutschsprachigen Zooverbände förderte 2017 und 2018 Feldstudien über zur Nahrungsökologie der Goliathfrosch-Kaulquappen in Kamerun und zur Untersuchung von Umweltfaktoren und Lebensraumbedingungen, die einen Einfluss auf dem Reproduktionserfolg und das Überleben der Art haben. Ferner wurden das Paarungs- und Brutverhalten im Freiland dokumentiert, dies im Hinblick auf ein mögliches ex-situ-Zuchtprogramm. mehr ...

Bedeutung für den Menschen

Wie z. B. auch der Nordamerikanische Ochsenfrosch wird der Goliathfrosch zwecks Fleischgewinnung bejagt, wozu Gift, Netze, Fallen oder Schlingen eingesetzt werden. Laut IUCN wird er auch für den internationalen Tierhandel gefangen [2; 4].

Haltung

Der Goliathfrosch gilt als schreckhaft. Die Haltung erfolgt in einem Aquaterrarium, wobei das Wasserbecken  eine Tiefe von mindestens 30 cm haben sollte. Als Bodensubstrat ist grober Kies geeignet. Steine im Flachwasser dienen als Sitzposition. Die Umgebungstemperatur sollte 20-28º betragen [5].

Haltung in europäischen Zoos: Die Art war in Europa stets selten. Nach dem Jahr 2000 war sie nur noch in Chester und Pilsen zu sehen. Für Details siehe Zootierliste. Legendär ist die Einfuhr von 10 Individuen, die der damalige Duisburger Zoodirektor Wolfgang GEWALT 1975 selbst in Kamerun gefangen hatte, wobei er sich bei dieser Gelegenheit eine Filariose zuzog. 

Mindestanforderungen an Gehege: In Deutschland gibt es keine konkreten Mindestanforderungen. In Österreich sind diese in Anlage 4 der 2. Tierhaltungsverordnung, in der Schweiz, wo das Halten der Art durch Privatpersonen bewilligungspflichtig ist, in Anhang 2, Tabelle 6 der Tierschutzverordnung festgelegt.

Taxonomie und Nomenklatur

Der Goliathfrosch wurde 1906 von dem am British Museum tätigen belgischen Zoologen George Albert BOULENGER als "Rana goliath" erstmals wissenschaftlich beschrieben. Die heute gültige Gattungsbezeichnung Conraua wurde 1908 von Fritz NIEDEN, Herpetologe am Berliner Museum für Naturkunde, eingeführt. Die Art ist monotypisch [1; 2].

Literatur und Internetquellen

  1. AMPHIBIAN SPECIES OF THE WORLD
  2. AMPHIBIAWEB
  3. ANIMAL DIVERSITY WEB
  4. IUCN SSC Amphibian Specialist Group. 2019. Conraua goliath. The IUCN Red List of Threatened Species 2019: e.T5263A96062132. https://dx.doi.org/10.2305/IUCN.UK.2019-1.RLTS.T5263A96062132.en . Downloaded on 08 June 2021.
  5. HERRMANN, H. J. (2005)
  6. SCHÄFER, M., S.J. TSEKANÉ, F.A.M. TCHASSEM, S. DRAKULIĆ, M., KAMENI, N.L. GONWOUO & M.-O. RÖDEL (2019)

 

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Distribution and current status of herpetofauna in the Gediz Delta (Western Anatolia, Turkey).

Herpetology Notes 11: 1-15 (2018) (published online on 10 January 2018)

Abstract:

In  this study, we conducted an inventory of amphibians and reptiles between 2013 and 2016 in the Gediz Delta (İzmir, Turkey). The field results were combined with existing records. According to the data obtained, a total of 35 herptile species live in the region, comprising 7 amphibians  (2 urodeles, 5  anurans) and 28  reptiles (6 chelonians,  10 lizards and  12 snakes). Five species (Lissotriton vulgaris, Triturus ivanbureschi, Heremites auratus, Platyceps collaris and Telecopus fallax) were recorded  for the first time in the Gediz Delta during the study. A chorotype  classification and potential threats of the species are also presented.

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© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx