Samstag, 12 September 2020 12:48

LAVILLA, E. O. & BRUSQUETTI, F. (2018)

On the identity of Bufo diptychus Cope, 1862 (Anura: Bufonidae).

Zootaxa 4442 (1): 161
ISSN 1175-5326 (Print Edition) & ISSN 1175-5334 (Online Edition)

Abstract:

The enigmatic toad Bufo diptychus was described by Cope (1862) based on a single individual (USNM 5841, now lost) of about 25 mm of SVL, collected during the expedition to La Plata River and tributaries, conducted by Captain Page between 1853 and 1856. As no dwarf species of toad was ever recorded in the surveyed area, and based on some tips that arise from Page’s narrative, we postulate that the description was based on a toadlet. With this hypothesis in mind, we compared Cope’s characterization of B. diptychus with juveniles of all species of Rhinella present in the region, finding an exact match in almost all characters shown by the juveniles of the common “cururú” or “rococo” toad, Rhinella schneideri (Werner 1894). Henceforth, we postulate that R. schneideri is a junior synonym of B. diptychus, under the combination Rhinella diptycha (Cope 1862).

lavilla-biblio

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Mittwoch, 12 August 2020 15:58

Iberischer Wasserfrosch

smiley happy  

 Neue Tierart

Ordnung: Froschlurche (Anura)
Unterordnung: Moderne Froschlurche (Neobatrachia)
Familie: Eigentliche Frösche (Ranidae)

D LC 650

Iberischer Wasserfrosch

Pelophylax perezi • Iberian Waterfrog • La grenouille de Pérez

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Iberischer Wasserfrosch (Pelophylax perezi) im Botanischen Garten "Botanicactus", Ses Salines, Mallorca © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

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Approximative Verbreitung des Iberischen Wasserfroschs (Pelophylax perezi)) - Dunkelblau autochthone, dunkelgrün eingeführte Populationen. Nicht eingetragen sind die Inseln im Nordost-Atlantik

 

 

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Iberischer Wasserfrosch (Pelophylax perezi) im Botanischen Garten "Botanicactus", Ses Salines, Mallorca © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

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Iberischer Wasserfrosch (Pelophylax perezi) im Botanischen Garten "Botanicactus", Ses Salines, Mallorca © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

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Kaulquappe des Iberischen Wasserfroschs (Pelophylax perezi) im Río Ubierna bei Burgos © David Perez. Veröffentlicht auf Wikimedia Commons unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung 3.0 nicht portiert“-Lizenz.

 

 

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Metamorphosierende Kaulquappe des Iberischen Wasserfroschs (Pelophylax perezi) im Río Boeza,Nähe San Román de Bembibre, León © David Perez. Veröffentlicht auf Wikimedia Commons unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung 3.0 nicht portiert“-Lizenz.

 

 

Weitere Bilder auf BioLib

Bei den Grün- oder Wasserfröschen handelt es sich um einen Artkomplex, zu dem bei uns See-, Teich- und Tümpelfrosch gehören, der aber noch 19 weitere Arten umfasst. Eine davon  ist der Iberische Wasserfrosch, der lange als Unterart von Pelophylax ridibundus angesehen wurde. Da er sich für den normalen Zoobesucher nicht von einheimischen Grünfröschen unterscheidet und er nicht gefährdet ist, ist außerhalb der Ibischen Halbinsel das Interesse, ihn  zu zeigem, kaum vorhanden.

Körperbau und Körperfunktionen

Der Iberische Wasserfrosch kann leicht mit anderen Wasserfröschen der Gattung Pelophylax verwechselt werden. Er erreicht normalerweise eine Kopf-Rumpflänge von 40-70 mm, einzelne Exemplare können aber länger als 10 cm werden. Männchen sind kleiner als Weibchen und haben kräftigere Vorderbeine. Sie haben graue Schallblasen. Der Durchmesser des Trommelfells entspricht etwa der Hälfte bis Dreiviertel des Augendurchmessers. Die Schwimmhäue sind gut entwickelt. Die Haut ist glatt oder leicht rauh mit sehr variabler Färbung und Zeichnung. Die Grundfarbe des Rückens ist meist grün, kann aber auch braun, gräulich oder dunkelgrau sein. Der Bauch ist weißlich mit einer variablen Anzahl dunkler Flecken [2].

Verbreitung

Europa: Süd- und Südwestfrankreich, Portugal, Spanien. Eingeführt auf Mallorca und Menorca, den Kanaren, Madeira, den Azoren und an zwei Orten in England [3].

Lebensraum und Lebensweise

Lebensraumansprüche: Der Iberische Wasserfrosch besiedelt permanente, stehende Süß- und Brackwasser-Gewässer vom Tiefland bis auf eine Höhe von 2'380 m. Als Kulturfolger nutzt er auch stark verschmutzte Gräben sowie Reisfelder [3; 4].

Biologie: In kühleren Gegenden kann der Iberische Wasserfrosch eine Winterruhe durchmachen, meistens ist er aber das ganze Jahr über aktiv. Er ist ein opportunistischer Jäger der Wirbellose aller Art und gelegentlich kleinere Wirbeltiere frisst. Auch Kannibalismus kann vorkommen. Die Gelege umfassen 800-10'000 pigmentierte, 1-2 mm große Eier, die  in Ballen in stehenden Gewässern abgelegt werden. Die normalerweise 60-70, maximal 111 mm großen Kaulquappen metamortphosieren nach 2-4 Monaten zu 18-25 mm großen Jungfröschen [2; 4].

Gefährdung und Schutz

Aufgrund einer mittlerweile revisionsbedürftigen Beurteilung aus dem Jahr 2008 wurde die Art 2009 als nicht-gefährdet (LEAST CONCERN) in die Rote Liste aufgenommen, weil sie eine weite Verbreitung und einen mutmaßlich großen, stabilen Bestand hat. In Frankreich wird sie gebietsweise durch den Seefrosch (Pelophylax ridibundus) verdrängt [3].

Der internationale Handel ist durch CITES nicht geregelt. Der Iberische Wasserfrosch fällt unter Anhang III des Berner Übereinkommens über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume sowie unter Anhang V der FFH-Richtlinie (92/43/EWG).

Bedeutung für den Menschen

Wie andere Arten des Rana esculenta-Komplexes wird der Iberische Wasserfrosch zwecks Gewinnung von Froschschenkeln gefangen [3].

Haltung

Der Iberische Wasserfrosch kann in einem geräumigen Aqua-Terrarium bei Temperaturen von 20-30ºC gut gehalten werden [4].

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird nur selten in europäischen Einrichtungen gezeigt, gegenwärtig (2020) aussschließlich in Spanien und Portugal. Für Details siehe Zootierliste

Mindestanforderungen an Gehege: In Deutschland gibt es keine konkreten Mindestanforderungen. In Österreich sind diese in Anlage 4 der 2. Tierhaltungsverordnung, in der Schweiz in Anhang 2, Tabelle 6 der Tierschutzverordnung festgelegt.

Taxonomie und Nomenklatur

Der Iberische Wasserfrosch wurde 1885 von dem spanischen Arzt und Naturforscher Víctor LÓPEZ-SEOANE als "Rana perezi" erstmals in gültiger Form wissenschaftlich beschrieben. In der Folge wurde er lange als Unterart von Rana ridibunda eingestuft. Heute wird als Gattungsname für die europäischen Wasserfrösche der vom österreichischen Zoologen Leopold FITZINGER 1843 verliehene Namen Pelophylax als korrekt angesehen. Die Bezeichung "Rana" ist allerdings noch häufig anzutreffen [1; 2].

Literatur und Internetquellen

  1. AMPHIBIAN SPECIES OF THE WORLD
  2. AMPHIBIAWEB
  3. BOSCH, J. et al. (2009). Pelophylax perezi. The IUCN Red List of Threatened Species 2009: e.T58692A11812894. https://dx.doi.org/10.2305/IUCN.UK.2009.RLTS.T58692A11812894.en . Downloaded on 12 August 2020.
  4. HERRMANN, H. J. (2005)

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Mittwoch, 12 August 2020 15:31

Mallorca-Geburtshelferkröte

smiley happy  

 Neue Tierart

Ordnung: Froschlurche (Anura)
Unterordnung: Urfrösche (Archaeobatrachia)
Familie: Scheibenzüngler (Alytidae / Discoglossidae)

D VU 650

Mallorca-Geburtshelferkröte

Alytes muletensis • The Majorcan Midwife Toad • L'alyte de Majorque

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Mallorca-Geburtshelferkröte (Alytes muletensis) im Marineland Mallorca, Costa d'en Blanes © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

 

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Vorkommen der Mallorca-Geburtshelferkröte (Alytes muletensis)

 

 

 

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Vorkommen der Mallorca-Geburtshelferkröte (Alytes muletensis) nach DODDINGTON & OLIVER (2013), vereinfacht. Dunkelblau: autochthone Vorkommen, dunkelgrün: wiederangesiedelte Populationen; rot: Cova de Muleta,

 

 

 

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Mallorca-Geburtshelferkröte (Alytes muletensis) im Zoologisch-Botanischen Garten Pilsen © Johannes Pfleiderer, Zoo Duisburg

 

 

 

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Mallorca-Geburtshelferkröte (Alytes muletensis), eiertragendes Männchen © Quelle: https://thebestfrogsblog.wordpress.com/2014/08/25/majorcan-midwife-toad-alytes-muletensis/ , keine Angaben zu Autor oder Copyright

 

 

 

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Mallorca-Geburtshelferkröte (Alytes muletensis), Gehegebeschilderung im Marineland Mallorca © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

 

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Die Mallorca-Geburtshelferkröte ist eine gefährdete Amphibienart, die auf aktiven Schutz in situ und ex situ angewiesen ist. Die Zahl der Zoos, welche die Art halten, ist zwar klein, aber diese sind engagiert und halten zum Teil recht große Bestände.

Körperbau und Körperfunktionen

Die Mallorca-Geburtshelferkröte ist eine kleine, gedrungene Kröte mit relativ großem Kopf und großen Augen mit vertikaler Schlitzpupille. Männchen werden ca. 35 mm, Weibchen ca. 38 mm lang. Damit sind sie kleiner als unsere einheimische Geburtshelferkröte. Das Gewicht erwachsener Tiere beträgt etwa 10-11 g. Im Vergleich zu anderen Alytes-Arten ist ihre Haut glatt und ist die Ohrdrüse schwach ausgebildet. Die Grundfarbe ist oberseits gelb oder cremefarben mit dunkelgrünen oder braunen Flecken und bisweilen einem schwarzen Dreieck auf dem Kopf. Der Bauch ist weiß [2; 3].

Verbreitung

Mallorca: Heute beschränkt auf ein kleines Areal in der Serra de Tramuntana im Norden der Insel [6].

Lebensraum und Lebensweise

Die Mallorca-Geburtshelferkröte lebt in Höhenlagen von 10-850 m in Bächen, die in steilen Schluchten verlaufen, einige Bestände auch in vom Menschen gemachten Strukturen wie Wassertrögen auf Viehweiden oder Regenwassertanks. In ihrem natürlichen Lebensraum macht sie keine Winterruhe. Die Nahrung besteht aus Arthropoden aller Art, die sie hauptsächlich nachts fängt. Paarungen fnden im Sommer zwischen Juli und Ende August statt. Gelaicht wird in von den austrocknenden Bächen gebildeten Tümpeln oder anderen stehenden Kleingewässern. Die Gelege umfassen meist 8-12 bis zu 7 mm große Eier. Die Männchen tragen die Gelege, oft von mehr als einem Weibchen, während 3-4 Wochen. Danach kommt es erneut zu Paarung und Eiablage. Die Kaulquappen sind beim Schlupf etwa 18 mm lang und wachsen bis auf eine Länge von 77-88 mm. Die frisch metamophosierten Krötchen habe eine Länge von ca. 20.5 mm. Die Tiere könen ein Alter bis zu 18 Jahre erreichen [2; 3; 4; 7].

Gefährdung und Schutz

Die Art ist nach einer mittlerweile revisionsbedürftigen Beurteilung aus dem Jahr 2008 seit 2009 als gefährdet eingestuft (Rote Liste: VULNERABLE), weil sie ein kleines Areal von weniger als 20 km² hat und ohne permanente Schutzanstrengungen in ihrem Bestand weiter abnehmen wird. Zu den Gefährdungsursachen gehören die eingeführte Vipernatter (Natrix maura) als Fressfeind und der ebenfalls eingeführte Iberische Wasserfrosch (Pelophylax perezi) als Konkurrent und Fressfeind sowie wasserbauliche Maßnahmen [7].

Der internationale Handel ist durch CITES nicht geregelt. Die Geburtshelferkröte fällt unter Anhang II der Berner Konvention über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume und ist in den Anhängen II und IV der FFH-Richtlinie (92/43/EWG) aufgeführt.

Zoogestützte Schutzprojekte (Beispiele): Der Durrell Wildlife Conservation Trust (Jersey Zoo) betrieb während Jahren ein Wiederansiedlungsprogramm, an dem sich auch die Wilhelma Stuttgart beteiligte und durch das mindestens 10 neue Populationen entstanden. Das Programm wurde 2002 eingestellt, nachdem der Krankheitserreger Batrachochytrium dendrobatidis in einzelnen Beständen festgestellt worden war. Gegenwärtig wird ein neues Programm vorbereitet [3; 7]. Das Marineland Mallorca in Costa d'en Blanes informiert nicht nur seine Besucher über die gefährdete Art, sondern hat bis 2020 bereits über 1'000 im Park geschlüpfte Tiere für die Wiederansiedlung zur Verfügung gestellt. Von 2017-2019 trug auch der Barcelona Zoo über 220 Nachzuchten zum Wiederansiedluingsprogramm bei [5; 6].

Bedeutung für den Menschen

Zur Erhaltung der Art werden in situ- und ex situ-Massnahmen getroffen. Eine Nutzung findet nicht statt.

Haltung

Die EAZA Amphibian TAG hat 2015 detaillierte Haltungsempfehlungen mit Angaben zu klimatischen Bedingungen und Fütterung herausgegeben. Für die Aufzucht der Kaulquappen ist mit etwa 1 l Wasser pro Individuum zu rechnen. Entsprechende Infrastruktur voausgesetzt, können bis zu 15 metamorphosierte Individuen auf 0.25 m² Fläche gehalten werden, wovon etwa ein Viertel Wasser sein soll. Im Fall einer Winterruhe werden Temperaturen von 8-14ºC angegeben [3; 4].

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird in weniger als 10 europäischen Einrichtungen gepflegt, auch im Tiergarten Schönbrunn, wo die Nachzucht regelmäßig gelingt. Für Details siehe Zootierliste.

Mindestanforderungen an Gehege: In Deutschland gibt es keine konkreten Mindestanforderungen. In Österreich sind diese in Anlage 4 der 2. Tierhaltungsverordnung, in der Schweiz in Anhang 2, Tabelle 6 der Tierschutzverordnung festgelegt.

Taxonomie und Nomenklatur

Die Mallorca-Geburtshelferkröte wurde erst 1979 von den Paläontologen Borja SANCHIZ und Rafel ANDROVER unter dem Namen "Baleaphryne muletensis" als ausgestorbene, subfossile Art erstmals wissenschaftlich beschrieben. Das Artepitheton "muletensis" bezieht sich auf den Fundort des Typus-Exemplars, die Cova de Muleta, eine Höhle in der Nähe von Port de Sóller im Nordwesten Mallorcas. Erst zwei Jahre später wurde festgestellt, dass die Art überlebt hatte, und 1984 wurde sie in die Gattung Alytes gestellt [1].

Literatur und Internetquellen

  1. AMPHIBIAN SPECIES OF THR WORLD
  2. AMPHIBIA WEB
  3. EAZA AMPHIBIAN TAG
  4. EUROPÄISCHE REPTILIEN UND AMPHIBIEN
  5. MAJORCA DAILY BULLETIN
  6. MARINELAND MALLORCA
  7. SERRA, J. M. et al. (2009). Alytes muletensis. The IUCN Red List of Threatened Species 2009: e.T977A13099129. https://dx.doi.org/10.2305/IUCN.UK.2009.RLTS.T977A13099129.en . Downloaded on 12 August 2020.

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Montag, 13 Juli 2020 09:07

MINTON JR., S. A. (1966)

A Contribution to the Herpetology of West Pakistan.

Bulletin of the American Museum of Natural History 134 (Article 2): 27-184.

Inhalt:

The present paper is a report on a collection of approximately 1500 amphibians and reptiles from West Pakistan and an account of natural historyo bservations made on the herpetofauna during a period of aboutfour years.A definitive herpetology of the province must await more complete zoologicale xploration and the examination of larger and more representative collections.

minton-biblio

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Dienstag, 19 Dezember 2017 16:32

HEYER, W. R. (1969)

Studies on Frogs of the Genus Leptodactylus (Amphibia , Leptodactylidae). V. Taxonomic Notes on L. latasinus, rhodonotus, romani and wuchereri.

Herpetologica 25 (1): 1-8. April 1969.

Volltext (PDF)

Freigegeben in H
Dienstag, 19 Dezember 2017 10:35

GIBSON, R. C. & BULEY, K. R. (2004)

Maternal Care and Obligatory Oophagy in Leptodactylus fallax: A New Reproductive Mode in Frogs.

Copeia 2004(1):128-135. 2004. https://doi.org/10.1643/CE-02-091R2

Abstract:

Leptodactylus fallax is an endangered frog (Leptodactylidae) found only on Montserrat and Dominica in the eastern Caribbean. Here we report the first captive breeding of this species and document a unique reproductive strategy with an unprecedented level of maternal care. Male frogs fought and dominant animals occupied a nesting burrow. Males enticed females into the burrow with a trilling bark call (100–120 calls/min). A terrestrial foam nest was produced after 9–14 h. Female frogs remained close to their foam nests and defended them aggressively throughout larval development (42–57 days). Females fed larvae (26–43 per nest) trophic (unfertilized) eggs. Many provisioning events (10–13) were recorded, supplying a total of 10,000—25,000 eggs. Male frogs also remained close to the burrow and defended the site. Trophic eggs were the exclusive food source for the developing larvae, and L. fallax is therefore probably displaying a new form of amphibian endotrophy.

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Donnerstag, 14 Dezember 2017 14:36

GROSSENBACHER, K. (1974)

Die Amphibien der Umgebung Berns

Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft in Bern 31: 3.23.

Einleitung:

Es existieren verschiedene Verzeichnisse der Amphibienarten in der Schweiz. Die wichtigsten sind wohl diejenigen von Schinz 1837, Fatio 1872, Goeldi 1914, Dottrens 1963 und Brodmann 1970. Alle geben sehr summarische Verbreitungsangaben, müssen also als faunistische Bearbeitungen des Gebietes angesehen werden. Eine zoogeographische Bearbeitung der Schweiz erfolgte noch nicht, wohl aber eine Bearbeitung gewisser Regionen. Als erste derartige Arbeit darf sicher diejenige von Aellen und Perret 1953 über den Kanton
Neuenburg angesehen werden. Wenn darin auch keine Verbreitungskärtchen gezeichnet wurden, enthält die Arbeit doch für jede Amphibienart eine ganze Reihe recht genauer Standortsangaben. Eine umfassende Bestandesaufnahme stellt dann diejenige des Kantons Zürich von Escher 1972 und Mitarbeitern dar. Die eigentlichen Feldarbeiten wurden hier in den Jahren 1967 bis 1969 durchgeführt. Eine weitere derartige Bestandesaufnahme ist
gegenwärtig im Kanton Waadt unter C. Perret-Gentil im Gange.

Über den Kanton Bern existieren weder faunistische noch zoogeographische Arbeiten über Amphibien, ebensowenig über einzelne Regionen. Für die Umgebung der Stadt Bern (im folgenden als Region Bern bezeichnet) konnten lediglich drei publizierte Angaben über Amphibienvorkommen eruiert werden: 1837 schreibt Schinz, ein Dr. Otth habe den Teichmolch (Triturus vulgaris) erstmals für die Schweiz in der Umgebung von Bern feststellen
können. Goeldi schreibt 1914, in einer Sitzung der bernischen Naturforschenden Gesellschaft habe man alle vier einheimischen Molcharten aus einem Tümpel am Fuße des Belpberges vorgeführt. Tavel schließlich gibt 1933 ein Verzeichnis der von ihm am Egelsee festgestellten Amphibienarten. Zwei weitere nichtpublizierte Gymnasiallehrerarbeiten am Zoologischen Institut geben Amphibienverzeichnisse für die Ostermundigensteinbrüche (Zimmermann 1932) und den Selhofenteich (Schönmann 1937) wieder.

Die vorliegende Arbeit soll deshalb diese seit langem bestehende Lücke schließen und eine möglichst genaue Bestandesaufnahme der Amphibien in der Region Bern geben. Im Unterschied zu den beiden Arbeiten in den Kantonen Zürich und Waadt wurde hier noch spezielles Gewicht auf die Entwicklung der Naßstandorte (und damit der Laichplätze) in den letzten hundert Jahren gelegt.

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Donnerstag, 14 Dezember 2017 09:59

KUNZ, K., HONIGS, S. & EISENBERG, T. (2010)

Moosfrösche - Die Gattung Theloderma. Lebensweise - Haltung - Nachzucht

128 Seiten, 162 Farbfotos, 5 Grafiken, 17 Karten.
Natur und Tier - Verlag GmbH, Münster. ISBN-13 978-3-86659-155-4.

Verlagstext:

Die skurril-attraktiven, wie wundervolle Fantasie­wesen anmutenden Moosfrösche der GattungThelodermasind die Shooting-Stars unter den Amphibien. Bis vor wenigen Jahren noch praktisch unbekannt, werden heute etliche der terraristisch sehr begehrten Arten nachgezogen. In diesem Buch erfahren Sie alles, was Sie für die erfolgreiche Haltung, Pflege und Vermehrung dieser liebenswerten Tarnkünstler wissen müssen.

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Donnerstag, 14 Dezember 2017 09:52

ROGNER, M. (2004)

Die Chinesische Rotbauchunke Bombina orientalis.

84 Seiten, zahlreiche Farbfotos

NTV Natur- und Tier Verlag GmbH, Münster. ISBN-13: 978-3-937285-18-4

Verlagstext:

Wenn man einem Einsteiger eine attraktive, interessante und dazu auch noch leicht haltbare Amphibienart empfehlen wollte, stünde die Chinesische Rotbauchunke mit Sicherheit ganz oben auf der Liste. Darum ist diese bunte, muntere Art seit langem zu Recht äußerst beliebt.
Der erfahrene Terrarianer Manfred Rogner hält und züchtet seit Jahren Chinesische Rotbauchunken und kennt sich mit diesen Tieren bestens aus. Darum kann er Ihnen in diesem Buch fachkundig, aber leicht nachvollziehbar alle wichtigen Aspekte der Pflege dieser ganz besonderen Amphibien vermitteln und Ihnen auch Insider-Tipps an die Hand geben, wie Sie Ihre Unken zur Vermehrung bringen und die Kaulquappen sowie die Jungunken aufziehen können.

  • Systematik und Körperbau
  • Die faszinierende Biologie: Aus dem Leben der Chinesischen Rotbauchunke
  • Alle Informationen zur artgerechten Haltung: Vom geeigneten Terrarium über Einrichtung und Technik bis hin zur Fütterung
  • Erfolgreich nachzüchten: Paarungsstimulation, Aufzucht der Kaulquappen und der jungen Unken
  • Problemlösungen: Wie man die häufigsten Fehler bei der Pflege vermeidet, und wie man kranken Tieren helfen kann
  • Brillante Fotos
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Breeding and rearing the Critically Endangered Lake Oku Clawed Frog (Xenopus longipes Loumont and Kobel 1991).

Amphibian & Reptile Conservation 9(2) [General Section]: 100–110 (e102)

Abstract:

The Lake Oku Clawed Frog Xenopus longipes is a Critically Endangered, dodecaploid anuran endemic to Lake Oku in Cameroon. An ex situ population of this species was established at Zoological Society of London (ZSL), London Zoo in 2008, as well as at several other institutions, with the intention of providing data on the biology and husbandry of this species. We report the first captive breeding of the species. Adult frogs maintained under environmental conditions designed to mimic field data produced clutches of 7–300 eggs; eggs measured 1.23 mm in diameter, and were laid singly after a period of 6.5 hours in axial amplexus. Spawning took place only during the day. Tadpoles hatched in 2–3 days, and development was very long compared to congeners, lasting 193–240+ days until metamorphosis. Tadpoles grew very large (maximum 79 mm total length), particularly compared with the relatively small adult size (maximum 36 mm Snout to Vent Length [SVL]). Tadpoles proved to be highly sensitive to total dissolved solids (TDS) in the water and only thrived when low levels (20 mg/L) were used. Metamorphosis concluded with an SVL of 19–25 mm and F1 animals began first sexual activity at 5–6 months post metamorphosis. These data will inform future husbandry in captivity as well as illuminating facets of biology previously unknown and difficult to determine in the field

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© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx