Distribution and current status of herpetofauna in the Gediz Delta (Western Anatolia, Turkey).

Herpetology Notes 11: 1-15 (2018) (published online on 10 January 2018)

Abstract:

In  this study, we conducted an inventory of amphibians and reptiles between 2013 and 2016 in the Gediz Delta (İzmir, Turkey). The field results were combined with existing records. According to the data obtained, a total of 35 herptile species live in the region, comprising 7 amphibians  (2 urodeles, 5  anurans) and 28  reptiles (6 chelonians,  10 lizards and  12 snakes). Five species (Lissotriton vulgaris, Triturus ivanbureschi, Heremites auratus, Platyceps collaris and Telecopus fallax) were recorded  for the first time in the Gediz Delta during the study. A chorotype  classification and potential threats of the species are also presented.

arslan-biblio

Freigegeben in A
Donnerstag, 22 April 2021 07:23

VENCES, M. & KNIEL, C. (1998)

Mikrophage und myrmecophage Ernährungsspezialisierung bei madagassischen Giftfröschen der Gattung Mantella.

SALAMANDRA, Rheinbach, 34(3): 245-254.

Zusammenfassung:

Eine Analyse des Mageninhalts von 15 Exemplaren (vier Arten) der Gattung Mantella (Anura: Ranidae: Mantellinae) zeigte eine mikrophage und myrmecophage Spezialisierung dieser Frösche. Von 774 identifizierten Beutetieren waren 74% Ameisen, 94% hatten Gesamtlängen von 1-4 mm, und keines war größer als 5 mm. Die Ergebnisse experimenteller Beutewahlversuche waren weniger eindeutig. Im Vergleich zu aposematischen Dendrobatiden (Dendrobates histrionicus, D. leucomelas, Phyllobates bicolor) zeigten Mantella-Arten eine deutlich schwächere Bevorzugung kleiner Beute, obwohl die mittlere Länge der Beutetiere, die von einer zusammengefassten Gruppe aller untersuchten Mantella-Arten gefressen wurden, signifikant geringer als die einer Vergleichsgruppe anderer Anuren der Gattungen Rana, Bufo, Mantidactylus, Colostethus und Heterixalus war. Möglicherweise ist die Mikrophagie von Mantella weniger durch ein eingeschränktes Beutewahlspektrum als durch das tagsüber stattfindende, aktive Umherstreifen bei der Nahrungssuche bedingt. Nach der verfügbaren Literatur sind alle Anuren, die bekanntermaßen Hautalkaloide enthalten, mikrophag; die meisten sind spezialisierte Ameisenfresser. Dies weist darauf hin, dass der Ursprung der Alkaloide bei Froschlurchen generell in einer Aufnahme über Arthropoden-Nahrung (Ameisen), wie sie für Dendrobatiden kürzlich nachgewiesen wurde, liegen könnte.

vences-biblio

Freigegeben in V
Sonntag, 18 April 2021 09:09

Nordamerikanischer Ochsenfrosch

smiley happy  

 Neue Tierart

Ordnung: Froschlurche (Anura)
Unterordnung: Moderne Froschlurche (Neobatrachia)
Familie: Eigentliche Frösche (Ranidae)

D LC 650

Invasive EU

  Nordamerikanischer Ochsenfrosch

Rana catesbeiana (=Lithobates catesbeianus) • American Bullfrog • L'ouaouaron

403 016 040 032 lithobates catesbeianus besançon KR1
Nordamerikanischer Ochsenfrosch (Rana catesbeiana) im Zoo de la Citadelle, Besançon © Klaus Rudloff, Berlin

 

 

 

403 016 040 173 pelophylax perezi map
Approximative Verbreitung des Iberischen Wasserfroschs (Pelophylax perezi)) - Dunkelblau autochthone, dunkelgrün eingeführte Populationen. Nicht eingetragen sind die Inseln im Nordost-Atlantik

 

 

 

403 016 040 032 lithobates catesbeianus besancon KR3
Nordamerikanischer Ochsenfrosch (Rana catesbeiana) im Zoo de la Citadelle, Besançon © Klaus Rudloff, Berlin

 

 

 

403 016 040 032 lithobates catesbeianus besançon KR2
Nordamerikanischer Ochsenfrosch (Rana catesbeiana) im Zoo de la Citadelle, Besançon © Klaus Rudloff, Berlin

 

 

 

403 016 040 032 lithobates catesbeianus TPB KR1
Nordamerikanischer Ochsenfrosch (Rana catesbeiana) im Tierpark Berlin © Klaus Rudloff, Berlin

 

 

 

403 016 040 032 lithobates catesbeianus kaulquappe USGS
Kaulquappe des Nordamerikanischen Ochsenfroschs (Rana catesbeiana). Bild: US Geological Survey. Gemeinfrei.

 

 

 

403 016 040 032 lithobates catesbeianus BREHM
"Ochsenfrosch (Rana mugiens)" = Rana catesbeiana. Illustration aus BREHMS THIERLEBEN (1882-1887). Gemeinfrei.

 

 

 

Weitere Bilder auf BioLib

Der Nordamerikanische Ochsenfrosch ist einer der größten Frösche. Er ist nicht gefährdet und stammt aus dem östlichen und mittleren Nordamerika, wurde aber in verschiedenen Ländern eingebürgert. Auch in Deutschland gibt es Vorkommen, nicht aber in den anderen deutschsprachigen Ländern. In Europa gilt er als invasive Art im Sinne der Unionsliste. Seine Haltung ist somit verboten bzw. nur mit Ausnahmegenehmigung erlaubt.

Körperbau und Körperfunktionen

Der Nordamerikanische Ochsenfrosch erreicht eine Kopf-Rumpflänge von 9-15(-20) cm und ein Gewicht bis 500, gelegentlich bis 800 g, eventuell mehr. Die Weibchen werden im Mittel etwas größer als die Männchen. Er ist das stark vergrößerte Abbild unseres Teichfroschs, von dem er sich, nebst seinem Kaliber, auch durch das sehr große Trommelfell, die fehlenden Rückendrüsenleisten und die beim Männchen fehlenden seitlichen Schallblasen gut unterscheiden lässt. Sein Maul ist tief gespalten, die Iris ist waagrecht und vom Hinterrand des Auges zieht sich eine Drüsenfalte bis zur Schulter. Die Zehen der Hinterfüße sind durch Schwimmhäute verbunden. Die Oberseite ist olivgrün und meist mit großen, dunkelbraunen oder schwarz gewölkten Flecken und einer längs auf der Rückenmitte verlaufenden, gelben Linie gezeichnet. Die Unterseite ist gelblichweiß. Die  Kaulquappen werden bis 17 cm groß und können leicht jenen der einheimischen Knoblauchkröte oder Geburtshelferkröte verwechselt werden [2; 3; 6; 8].

Verbreitung

Nordamerika: Kanada, Mexiko, USA. Eingeführte Populationen in Argentinien, Belgien, Brasilien, China, Deutschland, Dominikanischer Republik, Ekuador, Frankreich, Griechenland (Kreta), Großbritannien, Indonesien, Italien (hauptsächlich in der Poebene), Jamaika, Japan, Kolumbien, Kuba, Malaysia, Niederlande, Peru, Philippinen, Puerto Rico, Singapur, Spanien, Taiwan, Thailand, Uruguay, Venezuela [4]. In Deutschland gibt es etablierte Bestände in Baden-Württemberg (Rheinauen), Einzelfunde in Rheinland-Pfalz und unbeständige Vorkommen in Nordrhein-Westfalen [7].

Lebensraum und Lebensweise

Lebensraumansprüche: Der Nordamerikanische Ochsenfrosch besiedelt stehende oder langsam fließende Gewässer wie Seen, Flach- und Kleinseen, Weiher, Tümpel, Stauseen, Gartenteiche, Reisfelder, Flussufer und Bewässerungskanäle. Er erträgt auch stark verschmutztes Wasser und kommt in Hawaii auch im Brackwasser vor [1; 5; 6; 8].

Biologie: Wie unsere Grünfrösche lebt der Nordamerikanische Ochsenfrosch fast ausschließlich im oder am Wasser und kann in kälteren Gegenden auch eine Winterruhe unter Wasser durchmachen. Er ernährt sich hauptsächlich von Insekten, Schnecken und Krebstieren, grössere Exemplare fangen aber auch Fische, Amphibien (einschließlich kleinere Artgenossen), kleine Schlangen, junge Wasserrvögel und Kleinsäuger. Die Fortpflanzungsperiode fällt auf Frühling und Frühsommer. Die Männchen verhalten sich territorial und lassen nächtelang ihre an das Brüllen eines Ochsen erinnernden Stimmen erschallen. Die Paarung findet im Wasser statt. Die Weibchen produzieren bis zu 20'000 Eier mit einem Durchmesser von 1.2-1.7 mm, die als Oberflächenfilm auf dem Wasser schwimmen. Die Larven schlüpfen nach 8 Tagen und brauchen 3 Monate bis 3 Jahre bis zum Abschluss der Metamorphose. Die Jungfrösche messen 3.1-5.9 cm [3; 6; 8].

Gefährdung und Schutz

Die Art wurde 2004, letztmals überprüft 2015 als nicht-gefährdet (LEAST CONCERN) in die Rote Liste aufgenommen, weil sie eine weite Verbreitung und einen großen, zunehmenden Bestand hat [3].

Der internationale Handel ist durch CITES nicht geregelt. Erwerb und Abgabe, Haltung, Zucht, Aufzucht, Transport und Freilassen von Nordamerikanischen Ochsenfröschen sind nach Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Oktober 2014 betreffend invasive Arten verboten.

Bedeutung für den Menschen

Wie Arten des Rana esculenta-Komplexes wird der Ochsenfrosch zwecks Gewinnung von Froschschenkeln gefangen, wozu Netze, Kescher oder die Angel, nach BREHM auch die Schrotflinte eingesetzt werden. Er wird zu diesem Zweck auch kommerziell gezüchtet und findet in Sezierkursen im Rahmen des Schul- bzw. Hochschulunterrichts Verwendung [3; 5].

Haltung

Bill CONWAY, ein ehemaliger Direktor des New Yorker Bronx Zoos hat unter dem Titel "How to exhibit a bullfrog" einen sehr lesenswerten Artikel geschrieben, in  dem er darlegt, dass im Zoo auch eine sehr gewöhnliche Tierart attraktiv präsentiert werden kann und werden sollte [4].

Haltung in europäischen Zoos: Die Art ist in europäischen Einrichtungen heute eine Rarität, die nur noch in etwa einem halben Dutzend Zoos gezeigt wird. Für Details siehe Zootierliste

Mindestanforderungen an Gehege: In Deutschland gibt es keine konkreten Mindestanforderungen. In Österreich sind diese in Anlage 4 der 2. Tierhaltungsverordnung, in der Schweiz in Anhang 2, Tabelle 6 der Tierschutzverordnung festgelegt.

Taxonomie und Nomenklatur

Der Nordamerikanische Ochsenfrosch wurde 1802 vom englischen Arzt und Naturforscher George Kearsley SHAW, der als Kustos am Britischen Museum tätig war, als Rana catesbeiana, seinem heute noch - bzw. wieder - gültigen Namen erstmals wissenschaftlich beschrieben. 2006 wurde er in die Gattung Lithobates gestellt, was aber nach einer Veröffentlichung aus dem Jahr 2016 zu Paraphylie-Problemen führe. Gegenwärtig findet man in der Literatur beide Bezeichnungen [1; 2].

Literatur und Internetquellen

  1. AMPHIBIAN SPECIES OF THE WORLD
  2. AMPHIBIAWEB
  3. BREHM, A. E. (1882-1887)
  4. CONWAY, W. G. (1973)
  5. IUCN SSC Amphibian Specialist Group. (2015). Lithobates catesbeianus. The IUCN Red List of Threatened Species 2015: e.T58565A53969770. https://dx.doi.org/10.2305/IUCN.UK.2015-4.RLTS.T58565A53969770.en . Downloaded on 18 April 2021.
  6. HERRMANN, H. J. (2005)
  7. NEHRING, S. & SKOWRONEK, S. (2017)
  8. NIETZKE, G. (1969/1972)

Zurück zu Übersicht Eigentliche Frösche und Ruderfrösche

Weiter zu Wasserfrösche (Rana esculenta-Komplex)

Samstag, 17 April 2021 07:34

GLAW, K. (2007)

Die Gattung Mantella - Erfahrungen und Probleme bei Haltung, Zucht und Forschung.

In: DOLLINGER, P. (2007) Amphibien brauchen unsere Hilfe. Verh.ber. WAZA-Amphibienkurs Chemnitz, 27-30.06.2007: 51-52.

Zusammenfassung:

In den Jahren 1995 bis 2001 wurden im Rahmen verschiedener Forschungsarbeiten Frösche der Gattung Mantella am Zoologischen Forschungsinstitut und Museum Alexander Koenig Bonn gehalten. Es wurden verschiedene Arbeiten zur Taxonomie, zur Fortpflanzungsbiologie, zur Soziobiologie und Larvalentwicklung im Rahmen von Staatsexamens- und Diplomarbeiten angefertigt. Grundlage für diese verschiedenen Fragestellungen war eine stabile Zucht der Tiere. Im Verlaufe des o.g. Zeitraumes gelang es uns acht Arten dieser Gattung (M. aurantiaca, M. crocea, M. betsileo, M. viridis, M. expectata, M. mada-gascariensis, M. baroni und M. laevigata) erfolgreich zu züchten. Wichtige Faktoren für die erfolgreiche Zucht waren die Umstellung der Tiere auf die Jahreszeiten der Nordhalbkugel sowie eine spezielle Einrichtung und gute Belüftung der Terrarien. Eine Herausforderung war, dass es zu diesem Zeitpunkt noch keine umfangreichen Freilandarbeiten und keine DNA-Taxonomie zu dieser Tiergruppe gab. Der Aufbau der Haltungsanlage basierte in erster Linie aus Erfahrungen eigener Terrarienhaltung und Beobachtungen anderer Terrarianer. In den Jahren der Haltung konnten wir auch durch Erfahrungen aus eigenen Reisen nach Madagaskar viele Haltungsbedingungen verbessern und in den Jahren vor der Auflösung der Zuchtgruppen sehr kontinuierlich züchten.

glaw-biblio

Freigegeben in G

Nachzucht, Juvenilfärbung und Oophagie von Mantella laevigata im Vergleich zu anderen Arten der Gattung (Amphibia: Ranidae).

SALAMANDRA, Rheinbach, 36(1):1-24

Zusammenfassung:

In den Jahren 1996-1998 gelang uns die Nachzucht von acht Arten der Madagassischen Giftfrösche der Gattung Mantella (M. laevigata, M. betsileo, M. viridis, M. expectata, M. baroni, M. madagascariensis, M. aurantiaca und M. crocea). Die Fortpflanzung der genannten Arten verlief mit Ausnahme von M. laevigata sehr einheitlich; Gelege von bis zu 130 Eiern wurden unter Moospolster und in andere Verstecke oder offen auf den Ternrienboden gelegt und entwickelten sich bis zum Schlupf der Quappen außerhalb des Wassers. Die Jungtierfärbungen der gezüchteten Arten werden beschrieben und fotografisch dokumentiert. Wir erhielten lebensfähige Hybriden zwischen M. madagascariensis und M. aurantiaca, M. aurantiaca und M. milotympanwn sowie M. madagascariensis und M. expectata. M. laevigata zeichnete sich dagegen durch die Ablage einzelner, relativ großer Eier aus, die in wassergefüllten Kokosnußschalen, meist über dem Wasserspiegel, angeheftet wurden. Mit Hilfe einer Video-Kamera konnte das Paarungs- und Eiablageverhalten von M. laevigata in einer wassergefüllten Kokosnußschale dokumentiert werden, in der sich bereits eine Kaulquappe entwickelte. Die Kaulquappe zeigte bei Ankunft des Pärchens kein erkennbares ,,Bettelverhalten".  Nach der Eiablage suchte die Larve nach dem Ei und begann schließlich, sich durch die Gallerthülle zu beißen. Nach etwa einer Stunde war das Ei bis auf wenige Reste aufgefressen. Fütterungsexperimente bestätigten, daß die Kaulquappen von M. laevigata oophag spezialisiert sind und bis zu 17 Eier pro Tag fressen können. Im Vergleich zu ähnlich großen Quappen einer anderen Art (M. betsileo) ergab sich eine hochsignifikant größere Zahl von pro Tag gefressenen Eiern. Verschiedene Tatsachen weisen darauf hin, daß M. laevigata ein relativ primitives Eifütterungs-und Brutpflegesystem besitzt.

glaw-biblio

Freigegeben in G

Larval morphology and development of the Malagasy frog Mantidactylus betsileanus.

SALAMANDRA 49(4): 186–200. ISSN 0036–3375.

Abstract.

The Mantellidae is a species-rich family of neobatrachian frogs endemic to Madagascar and Mayotte. Although tadpoles have been described from many mantellids, detailed studies of their early embryonic development are rare. We provide a documentation of the developmental stages of Mantidactylus betsileanus, a common mantellid frog of Madagascar’s eastern rainforests, based on clutches deposited and raised in captivity. Metamorphosis was completed after 89 days on average. External gills were not recognizable in the embryos, similar to three other, previously studied mantellids, which apparently constitutes a difference to the mantellid sister group, the Rhacophoridae. We also provide updated descriptions of the species’ larval morphology at stage 25 and stage 36, respectively, from captive bred and wild-caught individuals, and report variations in the keratodont row formula from 0/2, 1/1, 1/3 to 1:1+1/3.

scheld-biblio

Freigegeben in S
Mittwoch, 27 Januar 2021 11:10

SCHMIDT, A. D. (2002)

The herpetofauna  of the Langjan Nature Reserve (Limpopo Province, Republic of South Africa) (Amphibia, Reptilia).
Die  Herpetofauna  des Langjan-Naturreservates (Provinz Limpopo, Republik Südafrika) (Amphibia,  Reptilia).  

HERPETOZOA  15 (3/4): 121-135.

Kurzfassung:

Das Langjan-Naturreservat ist ein 4774 ha großes Schutzgebiet in der Limpopo Provinz Südafrikas, 130 km nördlich der Provinzhauptstadt Pietersburg gelegen. Während einer Feldstudie von Januar bis April 1998 und drei kürzeren Aufenthalten zwischen 1999 und 2001 konnten innerhalb des Schutzgebietes insgesamt 43 Reptilien- (3 Schildkröten, 23 Eidechsen, 17 Schlangen) und 7 Amphibienarten nachgewiesen werden. Die Anzahl der aus dem Gebiet bekannten Formen erhöht sich damit auf 47 bei den Reptilien und 10 bei den Amphibien. Die von der Autorin im Untersuchungsgebiet nachgewiesenen Arten werden hinsichtlich ihrer relativen Häufigkeit, ihrer allgemeinen Lebensraumansprüche und Verbreitung im Reservat charakterisiert. Neun weitere, bisher nur außerhalb der Reservatsgrenzen nachgewiesene Reptilienarten kommen wahrscheinlich auch im Reservat selbst vor. Die Fundortbeschreibungen ausgewählter Formen werden durch ökologische, zoogeographische oder taxonomische Hin-weise ergänzt. Vier Arten {Psammobates oculiferus, Typhlosaurus lineatus subtaeniatus, Scelotes limpopoensis albiventris, Colopus wahlbergii wahlbergii) verdienen aufgrund ihrer eingeschränkten Gesamtverbreitungsgebiete bzw. Seltenheit besondere faunistische Beachtung.

schmidt-biblio

Freigegeben in S
Montag, 04 Januar 2021 08:21

HAACKE, W. D. (1984)

The Herpetology of the Southern Kalahari Domain.

Supplement to Koedoe 1984: 171-186.

Volltext: https://www.researchgate.net/publication/47296195_The_Herpetology_of_the_Southern_Kalahari_domain

Abstract:

The herpetofauna of the southrn Kalahari has mixed affinities, as this area lies on a rainfall gradient in a critical area where a transition between the arid south-west and the moister northe-east takes place. As the variation in substrate type is relatively limited, the effect of the rainfall gradient appears to influence and determine the range limits of many taxa in which of 55 recorded reptiles, 11 western taxa overlap or form a parapatric zone with 25 eastern taxa, while the remaining taxa are endemic or wide-ranging.

haacke-biblio

Freigegeben in H
Samstag, 12 September 2020 12:48

LAVILLA, E. O. & BRUSQUETTI, F. (2018)

On the identity of Bufo diptychus Cope, 1862 (Anura: Bufonidae).

Zootaxa 4442 (1): 161
ISSN 1175-5326 (Print Edition) & ISSN 1175-5334 (Online Edition)

Abstract:

The enigmatic toad Bufo diptychus was described by Cope (1862) based on a single individual (USNM 5841, now lost) of about 25 mm of SVL, collected during the expedition to La Plata River and tributaries, conducted by Captain Page between 1853 and 1856. As no dwarf species of toad was ever recorded in the surveyed area, and based on some tips that arise from Page’s narrative, we postulate that the description was based on a toadlet. With this hypothesis in mind, we compared Cope’s characterization of B. diptychus with juveniles of all species of Rhinella present in the region, finding an exact match in almost all characters shown by the juveniles of the common “cururú” or “rococo” toad, Rhinella schneideri (Werner 1894). Henceforth, we postulate that R. schneideri is a junior synonym of B. diptychus, under the combination Rhinella diptycha (Cope 1862).

lavilla-biblio

Freigegeben in L
Mittwoch, 12 August 2020 15:58

Iberischer Wasserfrosch

smiley happy  

 Neue Tierart

Ordnung: Froschlurche (Anura)
Unterordnung: Moderne Froschlurche (Neobatrachia)
Familie: Eigentliche Frösche (Ranidae)

D LC 650

Iberischer Wasserfrosch

Pelophylax perezi • Iberian Waterfrog • La grenouille de Pérez

403 016 040 173 pelophylax perezi botanicactusPD4
Iberischer Wasserfrosch (Pelophylax perezi) im Botanischen Garten "Botanicactus", Ses Salines, Mallorca © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

403 016 040 173 pelophylax perezi map
Approximative Verbreitung des Iberischen Wasserfroschs (Pelophylax perezi)) - Dunkelblau autochthone, dunkelgrün eingeführte Populationen. Nicht eingetragen sind die Inseln im Nordost-Atlantik

 

 

403 016 040 173 pelophylax perezi botanicactus PD2
Iberischer Wasserfrosch (Pelophylax perezi) im Botanischen Garten "Botanicactus", Ses Salines, Mallorca © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

403 016 040 173 pelophylax perezi botanicactus PD3
Iberischer Wasserfrosch (Pelophylax perezi) im Botanischen Garten "Botanicactus", Ses Salines, Mallorca © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

 

403 016 040 173 pelophylax perezi kaulquappe perez
Kaulquappe des Iberischen Wasserfroschs (Pelophylax perezi) im Río Ubierna bei Burgos © David Perez. Veröffentlicht auf Wikimedia Commons unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung 3.0 nicht portiert“-Lizenz.

 

 

403 016 040 173 pelophylax perezi kaulquappe meta perez
Metamorphosierende Kaulquappe des Iberischen Wasserfroschs (Pelophylax perezi) im Río Boeza,Nähe San Román de Bembibre, León © David Perez. Veröffentlicht auf Wikimedia Commons unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung 3.0 nicht portiert“-Lizenz.

 

 

Weitere Bilder auf BioLib

Bei den Grün- oder Wasserfröschen handelt es sich um einen Artkomplex, zu dem bei uns See-, Teich- und Tümpelfrosch gehören, der aber noch 19 weitere Arten umfasst. Eine davon  ist der Iberische Wasserfrosch, der lange als Unterart von Pelophylax ridibundus angesehen wurde. Da er sich für den normalen Zoobesucher nicht von einheimischen Grünfröschen unterscheidet und er nicht gefährdet ist, ist außerhalb der Ibischen Halbinsel das Interesse, ihn  zu zeigem, kaum vorhanden.

Körperbau und Körperfunktionen

Der Iberische Wasserfrosch kann leicht mit anderen Wasserfröschen der Gattung Pelophylax verwechselt werden. Er erreicht normalerweise eine Kopf-Rumpflänge von 40-70 mm, einzelne Exemplare können aber länger als 10 cm werden. Männchen sind kleiner als Weibchen und haben kräftigere Vorderbeine. Sie haben graue Schallblasen. Der Durchmesser des Trommelfells entspricht etwa der Hälfte bis Dreiviertel des Augendurchmessers. Die Schwimmhäue sind gut entwickelt. Die Haut ist glatt oder leicht rauh mit sehr variabler Färbung und Zeichnung. Die Grundfarbe des Rückens ist meist grün, kann aber auch braun, gräulich oder dunkelgrau sein. Der Bauch ist weißlich mit einer variablen Anzahl dunkler Flecken [2].

Verbreitung

Europa: Süd- und Südwestfrankreich, Portugal, Spanien. Eingeführt auf Mallorca und Menorca, den Kanaren, Madeira, den Azoren und an zwei Orten in England [3].

Lebensraum und Lebensweise

Lebensraumansprüche: Der Iberische Wasserfrosch besiedelt permanente, stehende Süß- und Brackwasser-Gewässer vom Tiefland bis auf eine Höhe von 2'380 m. Als Kulturfolger nutzt er auch stark verschmutzte Gräben sowie Reisfelder [3; 4].

Biologie: In kühleren Gegenden kann der Iberische Wasserfrosch eine Winterruhe durchmachen, meistens ist er aber das ganze Jahr über aktiv. Er ist ein opportunistischer Jäger der Wirbellose aller Art und gelegentlich kleinere Wirbeltiere frisst. Auch Kannibalismus kann vorkommen. Die Gelege umfassen 800-10'000 pigmentierte, 1-2 mm große Eier, die  in Ballen in stehenden Gewässern abgelegt werden. Die normalerweise 60-70, maximal 111 mm großen Kaulquappen metamortphosieren nach 2-4 Monaten zu 18-25 mm großen Jungfröschen [2; 4].

Gefährdung und Schutz

Die Art wurde 2009 als nicht-gefährdet (LEAST CONCERN) in die Rote Liste aufgenommen, weil sie eine weite Verbreitung und einen mutmaßlich großen, stabilen Bestand hat. Dies wurde im Rahmen einer Neubeurteilung im Jahr 2020 bestätigt, obwohl der Bestandstrend nach unten zeigt. In Frankreich wird sie gebietsweise durch den Seefrosch (Pelophylax ridibundus) verdrängt [3].

Der internationale Handel ist durch CITES nicht geregelt. Der Iberische Wasserfrosch fällt unter Anhang III des Berner Übereinkommens über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume sowie unter Anhang V der FFH-Richtlinie (92/43/EWG).

Bedeutung für den Menschen

Wie andere Arten des Rana esculenta-Komplexes wird der Iberische Wasserfrosch zwecks Gewinnung von Froschschenkeln gefangen [3].

Haltung

Der Iberische Wasserfrosch kann in einem geräumigen Aqua-Terrarium bei Temperaturen von 20-30ºC gut gehalten werden [4].

Haltung in europäischen Zoos: Die Art wird nur selten in europäischen Einrichtungen gezeigt, gegenwärtig (2020) aussschließlich in Spanien und Portugal. Für Details siehe Zootierliste

Mindestanforderungen an Gehege: In Deutschland gibt es keine konkreten Mindestanforderungen. In Österreich sind diese in Anlage 4 der 2. Tierhaltungsverordnung, in der Schweiz in Anhang 2, Tabelle 6 der Tierschutzverordnung festgelegt.

Taxonomie und Nomenklatur

Der Iberische Wasserfrosch wurde 1885 von dem spanischen Arzt und Naturforscher Víctor LÓPEZ-SEOANE als "Rana perezi" erstmals in gültiger Form wissenschaftlich beschrieben. In der Folge wurde er lange als Unterart von Rana ridibunda eingestuft. Heute wird als Gattungsname für die europäischen Wasserfrösche der vom österreichischen Zoologen Leopold FITZINGER 1843 verliehene Namen Pelophylax als korrekt angesehen. Die Bezeichung "Rana" ist allerdings noch häufig anzutreffen [1; 2].

Literatur und Internetquellen

  1. AMPHIBIAN SPECIES OF THE WORLD
  2. AMPHIBIAWEB
  3. IUCN SSC AMPHIBIAN SPECIALIST GROUP (2020). Pelophylax perezi. The IUCN Red List of Threatened Species 2020: e.T58692A89704409. https://dx.doi.org/10.2305/IUCN.UK.2020-3.RLTS.T58692A89704409.en . Downloaded on 19 December 2020.
  4. HERRMANN, H. J. (2005)

Zurück zu Übersicht Eigentliche Frösche und Ruderfrösche

Weiter zu Saharafrosch (Rana saharica = Pelophylax saharicus)

Seite 1 von 10
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx