Lurche / Amphibia

Amphibien - Allgemeines

Ca. 15 Millionen Jahre (mittleres Miozän) alter Frosch aus dem Randecker Maar (Schwäbische Alb) im Naturmuseum Senckenberg, Franfurt. Ca. 15 Millionen Jahre (mittleres Miozän) alter Frosch aus dem Randecker Maar (Schwäbische Alb) im Naturmuseum Senckenberg, Franfurt.
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401 010 005 002 Typhlonectes natans DA PD1
Breitkopf-Schwimmwühle (Typhlonectes natans) im Zoo-Vivarium Darmstadt © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

 

Die in den Tropen und Subtropen beheimateten, rund 10-160 cm langen Blindwühlen oder Schleichenlurche (GYMNOPHIONA) ähneln Regenwürmern. Sie haben keine Gliedmaßen und ihre Augen sind zurückgebildet. Die Orientierung erfolgt hauptsächlich durch den Geruchs- und den Tastsinn, wobei zum Tasten zwei zwischen Nase und Augen liegende Fühler dienen. Auch Bodenvibrationen werden wahrgenommen. Die meisten Blindwühlen sind Lungenatmer, wobei nur ein Lungenflügel ausgebildet ist. In europäischen Zoos sind die Blindwühlen mit rund einem Dutzend Arten vertreten.

Die Schwanzlurche (CAUDATA) haben einen länglichen Körper, einen runden oder seitlich abgeplatteten Schwanz und vier etwa gleich lange Extremitäten, außer bei den Armmolchen, denen die Hinterbeine fehlen. Trommelfell und Mittelohr fehlen, der Geruchssinn dürfte bei den meisten Arten gut entwickelt sein. Die Larven atmen über äußerliche Kiemen, die Erwachsenen der meisten Arten sind Lungenatmer. Bei Arten, die keine Lunge haben, findet der Gasaustausch über Haut und Schleimhäute statt. Einige Arten machen keine vollständige Metamorphose durch, sondern behalten auch als erwachsene Larvenmerkmale bei, darunter die äußerllichen Kiemen. In europäischen Zoos werden etwa 70 Arten Schwanzlurche regelmäßig gehalten.

Bei den weniger als ein bis zu etwa 40 cm langen Froschlurchen (ANURA) bildet sich der bei den Larven, den Kaulquappen, vorhandene Schwanz während der Metamorphose zurück. Der Körper ist kompakt, die Hinterbeine sind deutlich länger als die vorderen Extremitäten. An den vorderen Gliedmassen befinden sich in aller Regel vier, an den hinteren fünf Zehen. Diese sind oft durch Schwimmhäute verbunden. Die Froschlurche verfügen über einen gut ausgebildeten Hörapparat mit Trommelfell und die Kommunikation geschieht überwiegend akustisch. Einige Arten verfügen über eine oder zwei Schallblasen, die als Resonanzkörper dienen und eine weit tragende Stimme ermöglichen. Die Lungen sind nur schwach als Sacklungen ausgebildet. Ein grosser Teil des Gasaustauschs geschieht durch die Haut und mit der Kehle, die sie beim Atmen auf und ab bewegen. In europäischen Zoos sind die Froschlurche mit etwa 350 bis 400 regelmäßig gehaltenen Arten die am besten vertretene Amphibienordnung.

Literatur und Internetquellen:

AMPHIBIAWEB (2017)
FROSCHNETZ
GRZIMEK, B. (Hrsg. 1970)

WESTHEIDE, W. & RIEGER, R. (2009)

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Gelesen 231 mal Letzte Änderung am Freitag, 23 Februar 2018 15:55
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern hyperworx