Vögel / Aves

Vögel - Allgemeines

"Urvogel" Archaeopteryx lithographica im Jura-Museum Eichtätt "Urvogel" Archaeopteryx lithographica im Jura-Museum Eichtätt
© Peter Dollinger, Zoo Office Bern

Die Vögel sind nahe Verwandte der Reptilien, von denen sie sich im Verlauf der Juraperiode getrennt haben. Als "Urvogel" oder Bindeglied wird  der Archaeopteryx bezeichnet, der im Oberjura, also vor rund 142-145 Millionen Jahren im heutigen Mitteleuropa gelebt hat. Weil Vögel und Reptilien gemeinsame Vorfahren haben, werden sie als Überklasse (von manchen Autoren als Klasse) Sauropsida zusammengefasst 5; 7; 10]. 

Nach der bis in die 1970er Jahre verwendeten Klassifizierung von MAYR & AMADON aus dem Jahr 1951 umfasste die Klasse der Vögel 8'590 rezente  Arten [6; 10]. Die Rote Liste der IUCN gibt (Stand 2017) 10'956 lebende und 156 in historischer Zeit ausgestorbene Arten an [4]. Die Phylogenetiker kommen auf etwa doppelt so viele, nur hat das mit Biologie nichts mehr zu tun.

Mit der Veröffentlichung der auf molekularbiologischen Untersuchungen basierenden "Distribution and Taxonomy of Birds of the World" durch SIBLEY & MONROE (1990) wurde die Klassifikation der Vögel auf den Kopf gestellt. Die neue Taxonomie wurde zwar als Fortschritt in der Ornithologie gefeiert, stieß aber namentlich bei Feldornithologen auf wenig Gegenliebe. Die Publikation wurde von CITES als Referenz verwendet, aber mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass dies nicht für die höheren Taxa gelte. Dieses Vorgehen wurde vom Wildlife Conservation Monitoring Centre (WCMC) des UNEP übernommen ("Nomenclature for genera and species generally follows Sibley and Monroe (1990, 1993). Solely to maintain uniformity with Birds to Watch 2, WCMC has used the names and sequence of orders and families, and the species content of families of MORONY, BOCK & FARRAND (1975)"). Auch das "Handbook of the Birds of the World" (HBW) zog es vor, sich an MORONY, BOCK & FARRAND (1975) zu orientieren. Eine weitere, von diesen Institutionen nicht übernommene Neuordnung auf molekularbiologischer Grundlage wurde von HACKETT el a. (2008) vorgenommen. Die jüngste Checkliste,  ist die von DEL HOYO & COLLAR 2014/2016 herausgegebene. Da darin einmal mehr die Sequenz der Taxa über den Haufen geworfen wird, folgen wir hier hinsichtlich der Reihenfolge der Ordnungen ebenfalls der traditonellen Liste von MORONY, BOCK & FARRAND. Dabei wird nur auf jene Ordnungen eingegangen, die für Zoos relevant sind.

Literatur und Internetquellen

[1] DEL HOYO, J., ELLIOTT, A. & SARGATAL, J. (eds., 1992-2013)
[2] DEL HOYO, J., COLLAR, N., CHRISTIE, D.A., ELLIOTT, A. & FISHPOOL L.D.C. (2014/16)
[3] HACKETT, S. J., KIMBAL, R. T. et al. (2008)
[4] IUCN Red List of Threatened Species. Version 2016-2. Downloaded on 04 March 2017.
[5] KUHN, O. (1956)
[6] MAYR, E. & AMADON, D. (1951)
[7] MEISE, W., LORENZ, K. & THENIUS, E, (1970)
[8]
MORONY, J.J., BOCK, W.J. & FARRAND, J. (1975)

[9] SIBLEY, C. G. & MONROE, B. L. (1990)
[10] ZISWILER, V. (1976)

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